SAEEP SALZKAMMERGUT AESCHEN ERHALTUNG-und ENTWICKLUNGS PROGRAMM 2020 – 2023

Die Äsche – der Fisch des Jahres 2021

Das Wahlergebnis zum Fisch des Jahres 2021 liegt vor: Die Äsche hat die meisten Stimmen erhalten und wird im kommenden Jahr besonders im Fokus stehen.

Leider sind die einst so guten Bestände der Äsche in den letzten Jahrzehnten dramatisch eingebrochen. Die Hauptursachen liegen wie so oft, in der Zerstörung der ursprünglichen Lebensräume. Freie Fließstrecken, ohne Kraftwerke und Verbauung sind heute eine Seltenheit. Dadurch fehlen in vielen Flüssen intakte Laichplätze und Jungfischlebensräume. Stauraumspülungen führen zur Verschlammung ganzer Flussabschnitte, und wirken sich besonders auf die Jungäschen negativ aus. Auch der Einfluss von Fischprädatoren und die Klimaerwärmung spielen eine erhebliche Rolle beim Rückgang der Äschenbestände. 

Mit unseren Projekt SAEEP, haben wir schon 2020 ein Projekt aufgesetzt um dieser gefährdeten Fischart den richtigen Stellenwert in der Äschenregion Obere Traun, zwischen Hallstättersee und Traunsee zu widmen.

1. Einleitung

Wie in den letzten Tagen aus den Medien zu entnehmen war (Quelle: ORF Radio am 28.07.2020), ist in Mitteleuropa ein dramatischer Rückgang der Süßwasserfische zu verzeichnen. Das wird nicht nur dem Klimawandel, sondern u.a. auch auf die zunehmende Verbauung der Flüsse, die Begradigungen und auf die Nutzung durch Wasserkraftanlagen zurückgeführt. Auch im Fischereirevier Oberes Salzkammergut, kurz FROSKG, ist dies zu bemerken und in den letzten Jahren ist es zu dramatischen Rückgängen und Einbrüchen bei unterschiedlichen Fischarten bzw. Populationen gekommen wobei folgende Beobachtungen gemacht wurden:

  • Die Bachforelle ist de fakto über den Hauptfluss Traun zur Gänze verschollen das zeigen auch
  • katastrophale sowie unbefriedigende Befischungsergebnisse im Zuge durchgeführter Elektrobefischungen zu Monoitoringzwecken.
  • Selbiges gilt für die Seeforelle.
  • Die Populationsstruktur der Äsche ist in vielen Bereichen unbefriedigend, die Reproduktion stark abnehmend, die Altersklassen entsprechen keinen natürlichen Alterspyramiden.
  • Die Aalrutte ist kaum noch vorhanden, ein Laichgeschäft konnte seit längerem nicht mehr beobachtet werden.
  • Die Dichte von Hechten und Weißfische ist zunehmend.
  • Über weitere Arten, die wir fischereilich nicht nutzen, liegen uns zu wenige bzw. keine Angaben vor.

Auf alle angeführten Arten soll in dem Projekt Rücksicht genommen werden doch erscheint uns sinnvoll, die für die Fischregion namensgebende Fischart im vorliegenden Projekt zu forcieren.Wir befinden uns in der „Oberen Traun“, in der Äschenregion. Durch die klimatischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte, hat sich diese, 1985 noch bis zur Ischl-Mündung reichend, jetzt bis zum Hallstättersee hinauf entwickelt. Daraus ergibt sich auch der Projektsname den wir mit SAEPP als sinnvoll erachten.

Dies steht für Salzkammergut Aeschen Entwicklungs-und Erhaltungs Programm. Ein Projekt von:

2. Ziel

Ziel ist es, eine der Leitfischarten, nämlich die Äsche im Gewässersystem der Oberen Traun zu erhalten, zu stärken und die Lebensbedingungen für diese zu verbessern. Neben der Äsche gelten die geplanten Maßnahmen auch für die hier weiter vorkommenden Leitfischarten nämlich der Bachforelle und die Koppe. Verbesserungen in der Anbindung an die Zubringerbäche und in der Schaffung von Laich- und Jungfischhabitaten soll auch diesen entgegen kommen und deren Bestandabsichern und entwickeln. Uns ist bewusst, dass der Erhalt der Bachforelle kein leichtes Unterfangen ist, dies soll aber im Projekt miterfasst werden. Hier wird das Augenmerk auch darauf abzielen, einen temperaturtoleranteren Stamm zu etablieren um die bekannten Krankheiten wie PKD und PDS ausschalten zu können. Ein Parallelprojekte zu SAEEP haben wir auch für die Bachforelle in Umsetzung und gehört in Summe zum „BEWIRTSCHAFTUNGSPLAN„.

Hinzu kommen ein stetig wachsender Prädatorendruck, überwiegend durch piscivores Haar- und Federwild wie Fischotter, Kormoran und Gänsesäger. Ein zunehmendes Problem für die Leitfischart Äsche, die mit diesen Fressfeinden nur schwer umgehen kann und wo es in anderen Bereich unterhalb des Traunsees nachweislich innerhalb weniger Jahre zu massiven Bestandseinbrüchen in den Populationen gekommen ist, freilich in Kombination mit den in Kapitel 1 genannten Lebensraumveränderungen. Das FROSKG unermüdlich am Erhalt der autochthonen Fischarten sowie Populationen und versucht in seinem Rahmen und mit den im Revier zur Verfügung stehenden Mitteln verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert, mit zeitgemäßen Methoden, einen artgerechten Fischbestand und eine dem Leitbild entsprechende Artenzusammensetzung zu erhalten. Da alle Personen im FROSKG ihre Tätigkeiten freiwillig und ohne finanziellen Profit verrichten, sind größere Projekte unsererseits auf freiwilliger Basis weder wirtschaftlich noch Personell zu realisieren. Aus diesem Grund wenden wir uns mit diesem Projekt an übergeordneter Stellen und bitten um Unterstützung bei unserem Vorhaben, wo nach unserer Auffassung auch ein überwiegendes öffentlichen Interesse am Erhalt einer leitbildkonformen Fischartenzusammensetzung alleine schon aus den Vorgaben der WWRL heraus vorliegt (siehe folgende Grafik).

3. Projektgebiet

Als Projektgebiet, erscheint die Obere Traun zwischen Hallstättersee und Traunsee als zielführend. Die die Koppentraun hat aufgrund ihrer Trennung von der Oberen Traun durch den Hallstättersee andere Voraussetzungen (Bachforellenregion), die Ischl ist zwar ein wichtiger Zubringer in die Traun, das Temperaturregime erscheint aber durch den Seeausrinn vom Wolfgangsee ein völlig anderes als im Hauptfluss Traun und wird vorab einmal nicht in die Betrachtung mit aufgenommen bzw. ergibt sich eine allfällige Bearbeitung (Fragestellung: Anbindung als Laichgewässer) erst durch das Projekt heraus. Als dauerhafter Lebensraum für die Projektszielarten erscheint die Ischl aufgrund ihres Temperaturregimes nicht mehr relevant. Vorab ergibt sich daher eine Projektslänge von 32,5 km an der Oberen Traun, da im ersten Schritt auch die Zubringer nicht berücksichtigt werden.

Projektslänge 32,5 km an der Oberen Traun

4. Arbeitspakete, Beschreibung und Zeitplan

Zur Zielerreichung wurden Arbeitspakete formuliert deren Abarbeitung rasch und zum Teil zeitgleich erfolgen soll. Es gliedert sich in die Gruppen

  1. Fischökologie
  2. Genetik und Gesundheit
  3. Lebensraumanalyse
  4. Verbesserungsmaßnahmen Lebensraum
  5. Vereinheitlichung der Bewirtschaftung „Obere Traun“

Beginnend mit Herbst 2020 soll innerhalb von 3 Jahren, demnach bis 2023 der Hauptteil des Projekts abgearbeitet werden, Folgemaßnahmen können noch weitere Jahre beanspruchen und zwar dann, wenn längere Verfahren für Bewilligungen einzurechnen sind. Im ersten Schritt sollen die Grundlagendaten erhoben werden und der Lebensraum analysiert werden. Darauf aufbauend werden Maßnahmenpakete zur Zielerreichung erarbeitet und in der Folge umgesetzt. Letztendlich soll das zu einer einheitlichen Bewirtschaftung an der oberen Traun führen und es soll zwischen den verschiedenen Bewirtschaftern ein reger Gedankenaustausch mit revierübergreifenden, übergeordneten und zielorientierten Maßnahmen zur Bewirtschaftung der Oberen Traun von Steeg bis Ebensee erfolgen.

Arbeitspaket I – Fischökologie

Anhand bestehender Daten bei den verschiedensten Stellen soll die Entwicklung des Fischbestandes und die Artenzusammensetzung analysiert werden. Zur Datenverdichtung und zur Erhebung der Situation am aktuellen Fischbestand sind begleitende Elektrobefischungen erforderlich, die von entsprechenden Fachbüros nach dem Stand der Technik (GZÜV) durchgeführt werden. Hierzu reicht die Ausrüstung des FROSKG nicht aus, diese kann aber bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden (Aggregate, Transportanhänger, etc.). Sämtliche Daten werden dann zusammengeführt und ausgewertet. Sie liefern mit ihren Zahlen (Biomasse, Altersverteilung, Dichte,…) wertvollen Input für die folgenden Arbeitspakete III-V.

Arbeitspaket II – Genetik und Gesundheit

Dass die Jahrzehnte, bzw. an der oberen Traun Jahrhunderte, andauernde Verbauung am Fischbestand seine Spuren hinterlassen hat ist nicht zu bestreiten, jedoch sind in den letzten Jahren noch weiter anthropogene Faktoren wie Klimawandel, Geschiebedefizit, Strukturlosigkeit zugunsten des Hochwasserabflusses und weiter schwerwiegenden Längsverbauungen sowie Querbauwerke hinzugekommen, die ein rasantes Abnehmen der Fischbestände vor allem in den letzten 10-15 Jahren erkennen lassen. Hinzu kommt aber sicher auch eine über Jahrzehnte hindurch falsche fischereiliche Bewirtschaftung der Gewässerstrecken die sich in der Verwendung von Besatzfischen unterschiedlichster Herkunft dokumentieren Lässt. Das ist bis vor kurzem auch noch bei der Äsche so gewesen wo, wohlgemerkt durch das Äschenförderungsprogramm, Besatzfische aus verschiedensten Stämmen wie Inn, Salzach, Enns in die obere Traun eingebracht wurden. Dass das unweigerlich nur der falsche Weg sein kann wurde von den zuständigen im Revier rasch erkannt und es soll durch das vorliegende Projekt herausgefunden werden, welcher Genpool in der oberen Traun nur tatsächlich vorhanden ist. Im eigentlichen Sinn handelt es sich dabei sogar um eine noch nie durchgeführte Erfolgskontrolle des über Jahrzehnte durchgeführten Äschenförderungsprogrammes. Es wird sich zeigen, ob die Besatzäschen überhaupt vorhanden sind, diese am Laichgeschäft teilnehmen und ob es überhaupt noch reine traunstämmige Äschen an der oberen Traun gibt. Fest steht, dass an der oberen Traun noch reproduzierende Äschenpopulationen vorhanden sind und das Projekt wird mit seinen weiteren Arbeitspaketen alles daran setzen, diese Populationen zu erhalten.

Im Idealfall ist ein Genpool traunstämmige Äsche ausfindig zu machen mit dem in den Einrichtungen des FROSKG (eigenes Bruthaus) weitergearbeitet wird. Die genetischen Untersuchungen werden durch die Universität Graz (Prof. Dr. Steven Weiss) durchgeführt.

Arbeitspaket III – Lebensraumanalyse

Weitere Maßnahmen und Korrekturmaßnahmen können nur nach einer Lebensraumanalyse im Zusammenspiel mit den Elektrobefischungen geplant und umgesetzt werden. Es gilt in diesem Arbeitspaket den berühmten „Flaschenhals“ zu finden, warum die Individuen dichten in der oberen Traun in den letzten Jahren so derart rasch abnehmen. Liegt es an der zunehmenden Kolmatierung die das Laichgeschäft stört? Sind es fehlende Habitate für die unterschiedlichen Altersklassen hier vor allem für die Brut? Haben die Alttiere keine Versteckmöglichkeiten infolge Strukturarmut und ausgeräumter Flusslandschaft oder ist der Prädatorendruck so hoch, dass eine Laichpopulation gar nicht mehr vorhanden ist?

Alles Fragen die im dritten Arbeitspaket geklärt werden sollen. Hier wird sich auch herausstellen, ob den Zubringern und auch der Ischl eine wesentliche Bedeutung beigemessen werden kann und daher auch eine Betrachtung dieser erforderlich sein wird.

Die piscivoren Prädatoren spielen hier bewusst keine übergeordnete Rolle, müssen aber unbedingt mitbetrachtet werden. Hierfür wird wohl etwa eine Woche Arbeit externer Fachleute aufgewendet werden müssen um die Bestände zu erfassen (Vogelzählungen, Fischotterpopulation, Auswertung der Ergebnisse und Bericht) und deren Auswirkungen auf die Projektfischarten abschätzen zu können. Das FROSKG wird hier mit seinen Möglichkeiten dazu unterstützend beitragen. Aktuell wird mit Wildkameras über das gesamte Revier verteilt eine optische Kontrolle vor allem der nachtaktiven Fischotter durchgeführt, sie sind mittlerweile täglicher Gast. Die Schäden in Zubringern bereits enorm, in der Traun noch nicht abschätzbar.

Ein Managementplan scheint unabdingbar und muss ein Teil des Projektes sein.

Arbeitspaket IV – Verbesserungsmaßnahmen Lebensraum

Die Ergebnisse aus Arbeitspaket III liefern den Input für das Arbeitspaket Verbesserungsmaßnahmen Lebensraum. Sie dienen der Verbesserung der fischökologischen Gesamtsituation, da zu erwarten ist, dass mit den gesetzten Maßnahmen für die Äschen auch die weiteren Fischarten profitieren werden. Selbstverständlich ist, dass hier verschiedenste Maßnahmen mit unterschiedlichen Zeitachsen erwartet werden und dass manche Maßnahmen einer Bewilligungspflicht nach den verschiedenen Materiengesetzen erfordern werden. Daher wird es Maßnahmen geben, die eine sofortige Umsetzung ermöglichen, andere wiederum werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Hier wird das Gewässerbetreuungskonzept „Obere Traun, Maßnahmenplan Arbeitspaket 16, aus 2003“ eine nicht unwesentliche Rolle spielen, ein Teil der darin vorgeschlagenen Maßnahmen ist bis dato noch nicht umgesetzt, eine Neuerfindung von Strukturierungsmaßnahmen erscheint nicht sinnvoll. Die vom BM für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus in Aussicht gestellten 200 Millionen Euro für Österreichs Flüsse und Gewässer sollten auch im Interesse des Landes OÖ bei raschem Handeln teilbeansprucht werden.

Jedenfalls werden mit Projektbeginn kleinere Maßnahmen sofort zur Umsetzung gebracht wie z. B. die Ausweisung von Laichschongebieten und die Auflösung von Kolmatierungen an bekannten Laichplätzen oder Schottereinbringungen damit bereits in der kommenden Laichperiode verbesserte Laichhabitate zur Verfügung gestellt werden können. Das sollte sich mit der im Herbst 2020 geplanten Lebensraumanalyse zeitlich vereinbaren lassen. Ein wesentlicher Teil der Lebensraumverbesserungsmaßnahmen wir auch jener sein, der die „Reparatur“ bereits umgesetzter Maßnahmen aus dem Gewässerbetreuungskonzept „Obere Traun“ beinhaltet. Diese Maßnahmen können aber erst in die Jahre 2021 und ff umgesetzt werden und erfordern eine übergeordnete Koordination durch Landesstellen.

Arbeitspaket V – Bewirtschaftung

Eine einheitliche Bewirtschaftung der Oberen Traun wird durch die 10 Bewirtschafter nicht unbedingt vereinfacht.

Das FROSKG versucht aber seit den letzten beiden Jahren die Bewirtschaftung und auch den allenfalls erforderlichen Besatz zu vereinheitlichen. Als wesentlicher Beitrag dazu ist das Reviereigene (Pacht) Bruthaus zu sehen, wo den Bewirtschaftern einwandfreies Besatzmaterial hauptsächlich im Augenpunktstadium bzw. maximal Brütlingsstadium zur Verfügung gestellt werden kann. Hauptziel ist hier das Abstreifen von Traun stämmigen Mutterfischen mittels Laichfischfanggenehmigung und das Vorstrecken der Eier im Bruthaus zur Ausbringung im Augenpunktstadium.

Aber auch die Vereinheitlichung des Besatzes von ausgewählten Züchtern wo die Seuchenfreiheit des Besatzmaterials mittels Dokumenten belegt ist ein Anliegen welches es umzusetzen gilt. Damit soll dem „Besatzfischtourismus“ Einhalt geboten werden.

Hier ist noch viel an Aufklärungsarbeit aufzuwenden welche in Workshops und Vorträgen mit den Bewirtschaftern diskutiert werden soll. Für viele sind die „neuen Methoden“ wie Cocooning, artficial Nests, WV Boxen etc. noch völlig unbekannt, für das FROSKG aber die einzige brauchbare Methode um den Fischbestand einigermaßen zu erhalten. Selbsthilfegruppen zu diesem Thema und auch zu Laichplatzkartierungen oder Prädatoren sollen eingerichtet werden, damit ein besserer Überblick über die Gesamtsituation im FROSKG erreicht werden kann.

Die Schaffung einer APP für Mobiltelefone z.B. zur Laichplatzkartierung, ähnlich der Prädatoren APP des OÖ Landesfischereiverbandes, scheint ein wertvolles Umsetzungstool zu sein welches entwickelt werden soll. Ein überregionaler Nutzen ist dabei wahrscheinlich und im Projekt mit den betroffenen Stellen zu koordinieren.

Letztendlich liegt der Schwerpunkt des Projektes liegt in der „Bewirtschaftung“ selbst. D.h. es gehören Revier- und Pächterübergreifend einheitliche, abgestimmte Bewirtschaftungsstrategien entwickelt und aus dem Projekt heraus festgelegt, wozu auch die Bewirtschafter und Pächter über ein „Memorandum of Understanding“ und über die Workshops in das Projekt integriert werden.

Das Arbeitspaket wird durch das FROSKG und die ÖBF abgearbeitet.

5        Arbeitspakete, Beschreibung und Zeitplan

Folgender grober Zeitplan wird für das Projekt SAEPP angegeben. Ein Startzeitpunkt im Q4 2020 ist wegen der Laichperiode im Winter 2020/2021 Voraussetzung.

6. Zusammenfassung

Das Projekt SAEPP „Salzkammergut Aeschen Entwicklungs-und Erhaltungs Programm“ hat die Entwicklung und Erhaltung der Äsche in der oberen Traun zum Ziel. Von den geplanten und zur Förderung eingereichten Maßnahmen wird aber nicht nur die Äsche profitieren, auch viele andere Fischarten werden von den geplanten Maßnahmen mit partizipieren. Letztendlich ist es aber der Mensch und die Allgemeinheit, die von dem Projekt und den Maßnahmen wesentlich profitieren werden. Über mehrere Jahre soll eine Verbesserung des Lebensraumes der Äsche erreicht und damit der Erhalt der Art gesichert werden.

In fünf Projektphasen werden die fischökologischen Defizite erhoben, beschrieben und es werden die entsprechenden Verbesserungsmaßnahmen zur Erhaltung der Art umgesetzt um diese zu beheben. Die Grundlagenerhebungen erfolgen nach dem Stand der Technik bzw. nach vereinheitlichten Standards damit eine Vergleichbarkeit der Daten mit bereits durchgeführten Untersuchungen möglich ist bzw. künftig möglich wird. Bereits von Projektbeginn an werden die Bewirtschafter miteingebunden und sollen in Workshops und Arbeitsgruppen nicht nur über die Projektschritte informiert werden, sondern auch aktiv am Projekt mitarbeiten. Damit soll der Sinn für eine revierübergreifende Bewirtschaftungsstrategie geschärft werden und die Bewirtschaftungsmethoden umgestellt hin zu „neuen Methoden“ umgestellt werden.

Ein Novum wir die Entwicklung einer Laichplatz-APP darstellen, wo künftig relativ einfach, ähnlich wie bei der Prädatoren-App des OÖ Landesfischereiverbandes Laichplätze von Fischarten (wohlgemerkt bei sichtigen Gewässern) kartiert werden können. Die Arbeitspakete bzw. einzelnen Leistungen werden nach Angebotsanfrage vergeben. Die Koordination hierfür wird durch die ÖBF übernommen. Ebenso der Kontakt zu den Förderstellen, wobei das FROSKG darin eingebunden ist.

Wir, das FROSKG und die ÖBF hoffen damit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Lebensraumes der Äsche an der Oberen Traun beitragen zu können, sehen in der Erhaltung der Fischarten für kommende Generationen einen wesentlichen gesellschaftlichen Beitrag und Auftrag und würden uns über eine positive Zusage zu unserem Projekt freuen. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung und verbleiben mit freundlichen Grüßen und einem Petri Heil

Für das Fischereirevier
Oberes Salzkammergut am 30.07.2020

SAEEP Arbeitspakete Dokumentation(en)

Weitere Informationen:

Fisch des Jahres 2021 – Die Äsche (Thymallus thymallus, L.)

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