NOTABFISCHPLAN

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Version 1.6 Jänner 2022

Fischereigesetz 2020 definiert die Verantwortung

Elektrofischer -und Notabfischplan mit E-Fischanhänger und Equipment Nutzung für zertifizierte Personen in den Fischereigewässer im Fischereirevier Oberes Salzkammergut (FROSKG)

Diese Bestimmung hinsichtlich der Pflichten eines fischereiberechtigten Pächters und Bewirtschafter werden nunmehr folgendermaßen geregelt:

„Die Hegepflicht zur Erhaltung eines nach Art und Menge gewässertypspezifischen Fischbestands besteht nunmehr auch die Pflicht, die Lebensgrundlage der Wassertiere soweit als möglich zu erhalten.“

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Der Engleithen Altarm, oberhalb von Bad Ischl, Mitte August. Bei einem Pegel von 200 cm lt. Pegelstelle Bad Ischl Maxquell ist „Gefahr im Verzug“. Durch eine rechtzeitige Elektrobefischung können durch die Bewirtschafter der Ischler Traun, jährlich viele Fische gerettet werden. Hier ein Blick auf den Engleithen Altarm bei einem Pegel lt. „Max Quell“ von 190 cm. (Foto oben)

Mit Anfang 2021 wurde die Papier Version des 2018 erstellten FROSKG Notabfischplan auf diese Online Version umgestellt. Da der „FROSKG Notabfischplan“ einer laufend Änderungen und Anpassung unterliegt und daher einer Aktualisierung, haben wir diesen auf diese Online Version umgestellt. D.h. beim Zugriff über diesen Link, per Handy oder Computer steht immer die aktuellste Version zur Verfügung.

Handlungsbedarf

Die Auswirkungen des Klimawandels in Bezug auf Notabfischungen sind insbesondere durch längere Trockenperioden spürbar. Zukünftig ist daher vermehrt mit der Abtrocknung von Fischgewässern zu rechnen. Gleichzeitig werden auch die Anzahl und die Intensität von Hochwasserereignissen zunehmen. Deshalb ist von einem erhöhten Arbeitsaufwand bei Notabfischungen auszugehen.

Zudem ist die bzw. der Fischereiberechtigte nach dem neuen Fischereigesetz (§3) dazu verpflichtet, bei nicht vom Fischereiberechtigten beeinflussbaren bzw. verhinderbaren Beeinträchtigungen dieser Lebensgrundlage der Wassertiere wie z.B. bei witterungsbedingtem Trockenfallen eines Gewässers oder bei einer Mühlbachabkehr ohne ausreichende Restwassermenge den Wassertierbestand in größtmöglichem Ausmaß zu erhalten.

Erfasst sind demnach neben menschlichen Eingriffen wie das temporäre Ablassen eines Gewässers auch natürliche Ereignisse wie die klimabedingte Austrocknung eines Gewässers. Geeignete Maßnahmen zum Erhalt des Wassertierbestands sind im Wesentlichen präventive elektrische Abfischungen sowie die gründliche Nachsuche in trockengefallenen Bereichen und damit verbunden das Bergen von Wassertieren mit Netzen, Keschern oder ähnlichen geeigneten Geräten.

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Vom Fischereirevier Oberes Salzkammergut sind wir seit 2018 auf Notabfischung in unseren Gewässern gerüstet. 2020 wird dies vom Gesetzgeber Bestandteil im OÖ. Landesfischereigesetz. Wir sind darauf vorbereitet um unsere Fische bei Trockenheit und Katastrophen so gut wie möglich zu retten.

Die Erhaltungspflicht wird durch die Zumutbarkeit beschränkt. Der Fischereiberechtigte hat geeignete Maßnahmen zur Erhaltung des Wassertierbestands nur soweit zu setzen, als ihm diese zumutbar ist. Die Zumutbarkeit der erforderlichen Maßnahmen ist im Rahmen eines allfälligen Verwaltungsstrafverfahrens nach § 48 Abs. 2 Z 1 wegen des Verdachts der Verletzung der Hegeverpflichtung von der Verwaltungsstrafbehörde im Einzelfall zu beurteilen. Sind Beeinträchtigungen der Lebensgrundlage im Sinn dieser Bestimmung vorhersehbar (z.B. bei der Erfüllung von Auflagen eines Bewilligungsbescheids), so sollen bereits im Vorhinein geeignete Erhaltungsmaßnahmen geplant und durchgeführt werden. Die dringend zu setzenden Maßnahmen bei Gefahr im Verzug sind für die Erfüllung der Hegeverpflichtung daher auch ohne vorherigen Bescheid der Behörde jederzeit möglich. Im FROSKG haben wir dazu eine revierübergreifende Elektrofischfanggenehmigung von der OÖ. Landesregierung erhalten, mit der zertifizierte Personen lt. Elektrofischer -und Notabfischplan berechtigt sind, die Abfischungen durchzuführen.

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Bei Abfischung bekommt man einen guten Überblick über den Fischbestand.

Fischereirevier Oberes Salzkammergut reagiert bereits 2018 auf diese Situation

Wir im Fischereirevier Oberes Salzkammergut (FROSKG) reagierten bereits 2018, mit der Einführung einer „Elektrofischer -und Notabfischplan für die Fischereigewässer im FROSKG“. Auch die entsprechenden Anschaffungen in das dafür erforderliche Equipment wurde investiert. Wir kämpfen dafür, dass die Fische überleben.

Prognosen für zukünftige Ereignisse

Als Folge des weltweiten Klimawandels ist auch im Salzkammergut mit einer weiteren Zunahme folgender Extremereignisse zu rechnen:

  • Trockenheit: Durch die Abnahme der mittleren Niederschläge und der Anzahl
  • Niederschlagstage wird es im Sommer längere und häufigere Trocken- und Hitzeperioden geben.

Ob durch den tieferen Abfluss mehr Gewässer trockenfallen, hängt stark von den lokalen morphologischen Ausprägungen des Flussbetts ab und den Eintiefung, die durch Hochwässer entsteht. Durch die Abnahme der Schneereserven in den Dachstein Gletschern können vermehrt auch Fließgewässer austrocknen, die heute durch Schmelzwasser gespiesen werden. Insgesamt muss somit insbesondere in den Sommermonaten mit einer Zunahme von Notabfischungen gerechnet werden.

Hochwasser: Infolge höherer Niederschlagsintensitäten ist in tiefen Lagen im Winter mit höheren Hochwasserspitzen zu rechnen. Es ist von einer Verschiebung der Hochwasser vom Frühling in den Winter auszugehen (weniger Schneeschmelze im Frühjahr, vermehrter Regenniederschlag statt Schnee im Winter). Vermutlich sind infolge häufigerer und größerer Hochwasser vermehrt Notabfischungen durchzuführen.

Franz, Hubert und Harald bei der Notabfischung im Engleithen Altarm, bevor dieser trocken fällt, werden noch ein paar tausend Brütlinge gerettet.

Gesetzliche Bedingungen; Begriffsdefinition und Themenabgrenzung

Die gesetzlichen Bedingungen lt. OÖ. Fischereigesetz und der OÖ. Landesregierung sind einzuhalten:

Fachliche Eignung zur Ausübung der Elektrofischerei

Die Elektrofischerei darf nur von Personen ausgeübt werden, die einen Fischerausweis besitzen und einen einschlägigen Kurs über die Elektrofischerei besucht haben.

Die Poolführung bei Notabfischungen ist nur durch Personen mit einer Ausbildung für die Elektrobefischung und einer Einweisung auf die Geräte durch und vom FROSKG durchzuführen. (Links das leichte Grassl mit ca. 15. Kg und 1,3 KW, Rechts das Grassl mit ca. 25 Kg und 2,2 KW)

Zertifizierung auf die Geräte im FROSKG

Weiters ist eine Schulung und Einweisung auf die Geräte und das Fisch Transport Equipment, welches im E-Fischanhänger zur Verfügung steht, zu absolvieren.

Weiters ist eine Genehmigung für die ELEKTROFISCHEREI laut Oö. Fischereigesetz und mit nachfolgenden Formular vom Bewirtschafter von der OÖ. Landesregierung einzuholen:

https://www.land-oberoesterreich.gv.at/Mediendateien/Formulare/form_landundforstwirtschaft/LWLD-LFW_E65.pdf#search=%22elektrofischen%22

Jeder Bewirtschafter ist für die Genemigung in seinen Revier(en) verantwortlich.

Einsatzmöglichkeiten der Elektrofischerei mit Elektrofisch-Aggregat

Abfischungen mit dem Elektrofisch-Aggregat werden zu speziellen Zwecken und

mehrheitlich durch Bewirtschafter und Fischereischutzorgane durchgeführt. Das Elektrofisch-Aggregat wird bei technischen Eingriffen, (Baustellenabfischungen), in der Fischereiwirtschaft (z.B. Abfischung eines Aufzuchtgewässers), für wissenschaftliche Zwecke (z.B. Bestandes Erhebung, Prädatoren Monitoring) oder bei Notabfischungen eingesetzt.

Notabfischungen

Notabfischungen werden zum Schutz der Fische bei extremen Witterungsverhältnissen wie insbesondere Trockenheit (Abtrocknung von Gewässern), langandauernder Kälte (Grundeisbildung) oder Starkregen (Ausuferungen infolge Hochwasser) durchgeführt. Dabei werden die Fische mit dem Elektrofisch-Aggregat(en) gefangen und in ein „sicheres“ Gewässer mit permanente Wasserführung in demselben lokalen/regionalen Einzugsgebiet ausgesetzt.

Baustellenabfischungen

Bei der Baustellenabfischung handelt es sich um zumeist eine vorbeugende Abfischung, um bei Baumaßnahmen den Fischbestand in den Bereich einer geplanten Baustelle zu reduzieren.

 

Werkskanalabfischung beim Kraftwerk Weinbach, im Auftrag der Energie AG

Ursachen von Notabfischungen

Die Durchführung von Notabfischungen kann verschiedene Ursachen haben. Das vorliegende Konzept fokussiert hauptsächlich auf Notabfischungen infolge Trockenheit, da dies die häufigste Ursache mit dem größten Arbeitsaufwand ist.

Trockenheit: Bei anhaltender Trockenheit wird die Abflussmenge von Fließgewässern reduziert. Die darin lebenden Fische ziehen sich in Gewässerbereiche mit grosser Wassertiefe (Kolke) zurück. Bleiben Niederschläge weiterhin aus, sterben die Fische an Erstickungstod infolge fehlenden Wassers oder infolge stark erhöhter Wassertemperaturen (Zelldegeneration oder Erstickung infolge Sauerstoffmangels). Trockenheit ist die häufigste und verbreitetste Ursache für Notabfischungen im Salzkammergut.

Hochwasser: Notabfischungen infolge Hochwasser werden bei großflächigen Überschwemmungen mit Ausuferungen des Gewässers durchgeführt. Bei Hochwasserabfluss steigen Fische in oberflächennahe Gewässerbereiche auf, damit sie durch den sohlennahen Geschiebetrieb nicht verletzt werden. Sie suchen strömungsarme Zonen auf und migrieren in Zonen außerhalb des Abflussprofils. Bei abklingendem Wasserstand sind die Fische in Geländevertiefungen des Gewässerumlandes eingeschlossen.

Weitere Ursachen: Notabfischungen infolge Gewässerverschmutzungen, Jauche, Chemikalien etc., oder infolge Sauerstoffknappheit.

Regionale Übersicht

https://www.lfvooe.at/reviere-und-gewaesser/oberes-salzkammergut/

Gewässerliste – Reviere

Gewässerstrecken mit Notabfischungen:

Aufgrund der Ereignishäufigkeit habe wir Gewässerstrecken mit unterschiedlicher Häufigkeit:

Gewässerstrecken mit häufigen Notabfischungen

  • Engleithen Altarm (Bad Ischl)
  • Nebenarm Lahnstein (Rechtsufrig oberhalb Rudolfsbrücke)
  • Langbathbach („In der Kreh “)
  • Altarm Lahnstein (Ebensee) 
  • Umgehungsgerinne Rudolphs Brücke und Miesenbachmühle (Ebensee)

Gewässerstrecken mit seltenen Notabfischungen

  • Sulzbach
  • Nebenarm Kernbrunn (Bad Goisern)
  • Nebenarm Riedler Traun (Bad Goisern)
  • Nebenarm Bären Traun (Bad Goisern)
  • Nussensee

Handlungsgrundsätze bei Notabfischungen

Die Grundhaltung des „Fischereirevier Oberes Salzkammergut“ im Umgang mit Notabfischungen wird durch folgende Handlungsgrundsätze präzisiert:

1. Gewässerüberwachung: Es werden vom Fischereirevier keine aktiven Kontrollgänge zur Einschätzung der Abflussverhältnisse durchgeführt, um die Notwendigkeit einer Notabfischung zu beurteilen.

2. Ermessensspielraum: Die Durchführung von Notabfischungen liegt im Ermessen des Gewässerbewirtschafter.

3. Präventive Maßnahmen: Präventive Notabfischungen sind der Vorzug zu geben, soweit die Situation, wie Trockenperioden, Baustellen oder ähnliche vorhersehbare Ereignisse es erfordern, sollten frühzeitig Abfischungen durchgeführt werden. 

4. Delegation an Dritte: Notabfischungen sind vom Bewirtschafter zu organisieren und sollte dieser keine Mannschaft für eine Elektrobefischung haben, sollte diese an Dritte delegiert werden. Anfallenden Kosten sind vom Bewirtschafter oder bei Baustellen vom Verursacher zu tragen.

5. Unterstützung durch Dritte: Der Bewirtschafter kann/soll bei Notabfischungen durch Dritte Unterstützt werden. Eine Unterstützung sollte rechtzeitig über das FROSKG abgestimmt werden. Wenn die Ressourcen für eine Abfischung zur Verfügung stehen, wird hier gerne ausgeholfen. In weiterer Folge sollten wir hier eine „Einsatztruppe“ aufstellen, damit wir im Bedarfsfall 4-5 Personen zusammen bekommen, die helfen und mitwirken können.

6. Finanzielle Entschädigung Dritter: Bei der Durchführung oder Mithilfe von Notabfischungen werden Dritte durch das FROSKG finanziell nicht entschädigt. Ggf. sind Entschädigungen mit dem Bewirtschafter oder dem Verursacher zu vereinbaren.

7. Abfischungen durch das FROSKG: Notabfischungen werden nur in seltenen Ausnahmefällen vom FROSKG durchgeführt.

8. Aussatzort: Bei Notabfischungen werden die Fische in wassersichere Gewässerstrecken umgesiedelt. Der Bewirtschafter bestimmt die Aussatzgewässer.

9. Fischbesatz: In Gewässer mit „häufigen“ Notabfischungen soll je nach Anzahl der abgefischten Fische, auf Fischbesatz (Stützbesatz und / oder Wiederansiedlungsbesatz) verzichtet werden, die jährliche Besatzplanung ist entsprechend anzupassen.

10. Systematische Erfassung: Alle im „FROSKG“ durchgeführten Notabfischungen, sind zu dokumentieren und an das FROSKG zu melden.

Der große, gebremste Anhänger mit 600 Liter Thermo Transportbehälter für den raschen Einsatz bei Notabfischungen.

Kommunikation im Ereignisfall

Medienanlaufstelle: Bitte mit der Geschäftsführung des FROSKG abstimmen.

Interne Zuständigkeit: Im Ereignisfall kann es bzw. sollte es zu einer Medien-Information kommen. Die Kommunikation gegenüber Medien sollte einheitlich mit einer Stimme erfolgen. Der Revierobmann erteilt Medienauskünfte oder delegiert diese bei Bedarf weiter.

Kommunikation des Notabfischplan

Die erste Version, wurde an die Bewirtschafter im Zuge der Fischereireviervorstandssitzung in Papierform abgegeben. Aus Gründen einer laufenden Aktualisierung wurde seit Anfang 2021, der Notbefischungsplan auf eine „Online Version“ umgestellt und ist über diese Seite, in der aktuellsten Version abrufbar.

Kommunikation: Das FROSKG kommuniziert das Konzept auf übergeordneter Ebene. Folgende Organisationseinheiten werden durch das Fischereirevier mit einer Infoschreiben kontaktiert:

  • OÖ. Landesfischereiverband
  • Land OÖ, Abteilung Land- und Forstwirtschaft, Referent für Jagd und Fischerei
  • BH Gmunden; Wasserrechtsabteilung
  • Gewässerbezirk Gmunden
  • Die Wildbach
  • Bundesforste Fischerei
  • Bundesforste Bad Goisern
  • Bundesforste Ebensee
  • Je nach Bedarf an Gemeinden und Feuerwehren

Kommunikation FROSKG:

Wir kommunizieren das Konzept bei der nächsten Fischereireviervorstandssitung an die Fischereirechtsinhaber, Pächter, Bewirtschafter und Angelfischervereine im Revier. Die Art und Weise der Information des Konzepts liegt im Ermessen des FROSKG.

Zertifizierte Fangpolführer Übersicht

Die Elektro Aggregate, das Fisch-Transport Equipment und die Sauerstoffarmaturen steht nur zertifizierten Personen im FROSKG zur Verfügung, die den Elektrofischerkurs im Bundesamt für Wasserwirtschaft (BAW) in Scharfling am Mondsee absolviet haben und vom FROSKG auf die Verwendung und den Einsatz der Geräte geschult und zertifziert wurden.

Zertifizierte Fangpolführer Übersicht. (Status Jänner 2021)
Achtung: Neue Telefonnummer bei Heimo Huber, dieser ist ab sofort unter 0681 2038 9605 erreichbar!!!!

Tarife für Elektrobefischung

Für Elektrobefischungen durch das FROSKG verrechnen wir bei der Durchführung von Elektrobefischungen folgende Tarife. (Diese sind lt. Honorarordnung für Fischereisachverständige).

Anpassung der Tarife per 1. Jänner 2021

Beispiel Baustellenabfischung durch Elektrobefischung (Herbest 2018)

Für eine einheitliche Abrechnung bei Baustellenabfischungen mit dem Verursacher sind diese Tarfive für Elektrobefischung (2018-2019) anzuwenden.   

E-Fischeranhänger – Kennzeichen GM 335HB

Standplatz: FROSKG

Der E-Fischeranhänger mit dem Elektrofischer Equipment steht nur zertifizierten Personen im FROSKG zur Verfügung, die auf der einen Seite ein passendes Fahrzeug und auf der anderen Seite die richtige Lenkerberechtigung haben.

Gesamtgewicht des Anhänger: 1.350 Kg

Standplatz für den Anhänger: FROSKG

Elektrofischerei – Aggregate

Die im FROSKG eingesetzten Elektrofischereigeräte entsprechen den CENELEC- und IEC-Normen und werden einer regelmäßigen Überprüfung unterzogen.

Stationäres Aggregat Grassl Elektrofischfanggerät EL65 II
Standort: Heimo Huber

Verwendung des Stationäres Aggregat
Grassl Elektrofischfanggerät EL65 II – mit 4-Takt Motor

Vom Boot aus …..

Hier beim Hechtabfischen im Stau vom Kraftwerk Bad Goisern

Vom Anhänger aus ….

Seit 2020 haben wir für das Grassl Elektrofischfanggerät EL65 II – mit 4-Takt Motor einen eigenen Anhänger und eine 100 Meter Verlängerung. Damit kann auch bei Situationen, wie bei der Notabfischung beim Werkskanal beim Kraftwerk Weinbach auch direkt vom Anhänger aus, mit dem großen Aggregat arbeiten.
2. Kofferanhänger für Grassl Elektrofischfanggerät EL65 II – mit 4-Takt Motor
Hier bei der „Feuerwehrübung“ – einer Testbefischung um unser Equipment für den Echbetrieb zu testen.

Tragbares Elektrofischer Aggregat

Das tragbare ELT 62 II befindet sich im Elektrofischer-Anhänger mit Standplatz:
Heimo Huber im Kofferanhänger GM 725 HR

Rückentragegerät ELT 62 II ist ein Aggregat mit 2-Takt Motor – Achtung beim Tanken!

Rückentragegerät GRASS ELT 62 II
Rückentragegerät GRASS ELT 62 II

Hälterung; Versorgung, Freisetzen

Alle Netze und Gerätschaft müssen vor direktem Kontakt mit den Fischen nass gemacht werden!    

Ein wichtiger Punkt ist auch der Transport lebender Fische …

Neben der elektrischen Notabfischung, mit dem Ziel Fische zu retten, stellt auch der Transport von lebenden Fischen an Bewirtschafter, Fischer, Teichwirte, Fischereivereine und alle anderen Personen, die Elektrobefischungen und Fischtransporte durchführen, zahlreiche praktische und rechtliche Anforderungen. Neben technischen Aspekten und der guten fachlichen Praxis beim Umgang mit Fischen, sind auch verschiedene gesetzliche Verpflichtungen zu erfüllen.

Aus diesen Grund wurde vom FROSKG auf die Transportbehälter und die Sauerstoffversorgung ein großer Wert gelegt. Es soll nicht nur durch elektrisches Abfischen viele Fische gerettet werden, diese sollten auch den Transport bestmöglich und ohne Ausfall überstehen.  

Fischtransport im 600 Liter Thermobehälter mit großen Flächen – Sauerstoff – Ausströmer.

600 Liter Thermo Fischtransportbehälter mit Ablauf und Sieb.

Praktische Aspekte des Lebendfischtransports

Grundsätzlich müssen Lebendfischtransporte so erfolgen, dass das Wohl der Tiere nicht beeinträchtigt wird. Fang, Sortieren, und Umsetzen stellen für Fische erhebliche Belastungen dar, die nur von gesunden Fischen kompensiert werden können. Als wechselwarme Organismen sind Fische durchaus in der Lage, sehr weite Bereiche der Wassertemperatur zu tolerieren. Gemäß ihren natürlichen Bedingungen können unsere heimischen Fischarten einen besonders weiten Temperaturbereich von knapp über 0 °C bis 20 °C und z.T. darüber tolerieren. Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang große artspezifische Unterschiede. Zu beachten ist, dass Jungfische sowohl bei der Handhabung, als auch im Hinblick auf die Wasserqualität anspruchsvoller sind.

Fischtransport von Setzlingen im 30 Liter Fischtransportbehälter mit Micro Ceramic Ausströmer MCA100

Sauerstoff Versorgung

Die Wasserparameter müssen der Fischart und der Größe angepasst sein und dürfen sich durch und während des Transportes nicht so verschlechtern, dass die Fische dadurch Schaden nehmen könnten. Da jegliche Anpassungsleistung der Fische Energie kostet und letztendlich zu Lasten der Kondition und Fischqualität geht, sollten plötzliche Wechsel in den Umweltbedingungen vermieden werden. Bei großen Unterschieden zwischen Ausgangswasser und dem Wasser im Transportgefäß bzw. dem Besatzgewässer ist eine kontinuierliche Anpassung der Fische durch langsamen Wasserwechsel vorzunehmen.

7 Liter, 10 Liter und 20 Liter Sauerstoffflasche stehen uns im FROSKG zur Verfügung.

Befüllung der Transportbehälter und Frischwasser Versorgung

Mit der HONDA Water Pump WX10T ist der 600 Liter fassende Thermo-Fischtransportbehälter rasch mit frischen Wasser aufgefüllt.

Zertifizierte Personen im FROSKG für den Transport mit dem E-Fischeranhänger sind:

Probefahrt und Zertifizierung

Im Zuge der Einweisung auf E-Fischer Equipment (Aggregat und Sauerstoffarmaturen) wird es auch eine Probefahrt mit dem E-Fischeranhänger geben und die Einweisung und „Zertifizierung“ vorgenommen.

Nutzung des E-Fischeranhänger


Der E-Fischeranhänger darf nur im Zuge von Elektrobefischungen –und für Fischtransport im FROSKG genutzt werden. Fahrberechtigt, soweit im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und eines passenden KFZ, mit dem E-Fischeranhänger sind:

– die oben angeführten zertifizierten Personen (Zertifizierter)

– andere Personen, wenn sich der „Zertifizierte“ im Umfeld (Fahrzeug) befindet

Anderen als den hier genannten Personen ist die Benutzung des E-Fischeranhänger nicht gestattet. Der „Zertifizierte“ versichert, im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein. Der „Zertifizierte“ verpflichtet sich, dass FROSKG unverzüglich zu informieren, wenn sich dies ändern sollte und verpflichtet sich den E-Fischeranhänger ohne gültige Fahrerlaubnis nicht zu fahren. Bei Überlassung an Dritte haftet der „Zertifizierte“, als wenn er das Fahrzeug selbst gefahren hätte. Der zertifizierte E-Fischeranhänger Nutzer hat den Führerschein der Person, der er das Fahrzeug überlässt, vor Fahrtantritt im Original zu prüfen und die relevanten Daten zu notieren und im Feldprotokoll zu vermerken.

Hier einen Blick in den „kleinen, ungebremsten“ FROSKG Notabfisch Anhänger mit dem ca. 80 Kg schweren Grassl EL 65II 11 KW Aggregat mit 90 Meter Verlängerung.

Anmeldung und Übernahme des E-Fischer Anhänger

Übernahme des E-Fischanhänger

Die berechtigten (zertifizierten) Personen für die Nutzung des E-Fischeranhänger werden auf die Abholung am Abstellplatz eingewiesen. Soweit möglich und es sich um keinen Notfall handelt, sollte die Abholung des Anhängers über:

Harald Eidinger +43 650 442 4501 oder Heimo Huber +43 681 2038 9605

angemeldet und abgestimmt werden.

Übernahmezeitraum
Der E-Fischer Anhängernutzer verpflichtet sich, denn E-Fischeranhänger innerhalb von 5 Tagen nach Einsatz wieder an den Abstellplatz zu retournieren.

Feldprotokoll Elektro –und Notabfischungen

Ein vollständiger Bericht über den Einsatz ist mit dem Feldprotokoll/Feldnotizen lt. Anlage zu führen und unverzüglich mit der Rückgabe des Anhänger an das FROSK zu übergeben.

Kontrolle bei Retournierung
Im Rahmen der Rücknahme sollte auf alle Fälle ein Termin mit Harald Eidinger Handy +43-650-442 4501 vereinbart werden. Bei der Retournierung wird die Vollständigkeit des Inhaltes, sowie der Anhänger auf Mängel kontrolliert. Sollten bei der Rückgabe des Anhänger, bei diesen oder beim zur Verfügung gestellten Elektrofischerei-Equipment Mängel ersichtlich sein, werden die Kosten dafür an den Nutzer (Bewirtschafter) vom FROSKG in Rechnung gestellt.

Strafen
Sollten Strafen oder zu Anzeigen über die Behörde kommen, sind vom Nutzer (Fahrer) zu bezahlen und werden ggf. über eine Lenkererhebung vom FROSKG an die Behörde gemeldet.

Sorgfaltspflichten

Der „Zertifizierte“ verpflichtet sich, denn E-Fischeranhänger von innen sowie von außen stets sauber zu halten. Im E-Fischeranhänger ist das Rauchen verboten. Der „Zertifizierte“ ist verpflichtet, den E-Fischeranhänger stets verschlossen abzustellen. Der „Zertifizierte“ ist verpflichtet, sämtliche Verkehrsvorschriften zu beachten. Der „Zertifizierte“ haftet gegenüber dem FROSKG und ggfls. gegenüber Dritten für alle vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachten Schäden auf vollen Schadensersatz.

Wir haben in unseren „FROSKG Anhängern“ einiges an Equipment für die Elektroabfischung zur Verfügung, um wie bei einen „Feuerwehreinsatz“ auch kurzfristig für Notabfischungen reagieren zu können.

Zur Information des E-Fischeranhänger:

Grobe Fahrlässigkeit ist gegeben, wenn die erforderliche Sorgfalt in besonderem Maße verletzt wurde. Die Rechtsprechung zählt hierzu insbesondere Alkoholeinwirkung, unangepasst hohe Geschwindigkeit, Rotlichtverstöße, die Nutzung von Handys ohne Freisprecheinrichtung, Falschbetankung, nicht Absichern des abgestellten Fahrzeuges, Unfälle durch vergessen Stützen und/oder Stützräder etc. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Aufzählung nicht abschließend ist. Die vorstehenden Haftungsregelungen gehen jedoch nicht über den Ersatz der FROSKG tatsächlich entstandenen Kosten der Beschädigung oder Zerstörung des Fahrzeugs hinaus. In dem Fall, dass der Zertifizierte“ für den Schaden nicht aufkommen muss, da ein Versicherer oder ein anderer Unfallbeteiligter hierfür aufkommt, wird die Haftung des „Zertifizierten“ insoweit beschränkt oder entfällt.

Kostenverteilung – Pauschale von 20,00 Euro (Seit 2018)

Die Anschaffungskosten für das E-Fischer Equipment, soweit dieses nicht von Sponsoren zur Verfügung gestellt wurde, sowie die laufenden Kosten für den E-Fischeranhänger werden von FROSKG getragen. Für Betriebsmittel, wie Benzin für die E-Fischer Aggregate, Wasserpumpe, Sauerstofffüllungen und sonstige Betriebsmittel ist ein Eigenanteil vom Nutzer (Bewirtschafter) je Einsatz zu tragen und wird je Einsatz mit 20.— Euro festgelegt und wird mit der jährlichen „Fischereiumlage“ an den Bewirtschafter in Rechnung gestellt.

Elektrofischer Genehmigung durch die OÖ. Landesregierung

Eine Elektro-Fischereigenehmigung ist lt. beiliegenden Formular, bzw. zum Download unter

https://www.land-oberoesterreich.gv.at/Mediendateien/Formulare/form_landundforstwirtschaft/LWLD-LFW_E65.pdf

bei der OÖ. Landesregierung vom jeweiligen Bewirtschafter für sein Gewässer zu beantragen!

Danksagung an unsere Bewirtschafter FSO und Helfer

Diese Arbeit wäre ohne die intensive Mitwirkung einer Vielzahl von Personen nicht möglich. Ich bedanke mich daher sehr herzlich – bei allen, die uns helfen unsere in Not geratenen Fisch zu retten.

Interessenten

Wenn du Interesse hast bei Notabfischungen dabei zu sein, bitte melden!

Heimo bei der Arbeit
Dieser Artikel ist immer in Aktualisierung und in Bearbeitung.

„Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden.

Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.“

Zitat von Johann Wolfgang von Goethe

 
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