BIBLIOTHEK

ANNO DAZUMAL

Untertitel: Die GESCHICHTE DER FISCHEREI IM SALZKAMMERGUT

Eine unendliche Geschichte, über die Entstehung unserer

  • Gewässerregulierungen,
  • der Fische,
  • der Fischerei
  • der Fischzucht
  • der Bewirtschafter und Pächter
  • der Fischereirechte
  • den Fischereigesetz
  • der Entstehung des Fischereirevier
  • und alles was damit zusammenhängt.

Mit “unendlicher Geschichte” meine ich, dass dieser Eintrag noch einiges an Recherche braucht. Einige Besuche in Bibliotheken und noch viel an Literatur aufarbeiten und im WEB googeln.

Allgemein meint man leichtfertig, dass wir in einer Wissensgesellschaft leben. In Google eingeben und man hat alle Informationen auf “Knopfdruck”. So ist es zumeist nicht, zumindest nicht, wenn es um tiefgründige, zusammenhängende Informationen geht. Tatsächlich aber entsteht aus vielen Rohdaten eine zielgerichtete Ergebnisbericht. Mein Versuch, eine Datenbank, eine „Knowledge Base” mit möglichst vielen Daten über “die Geschichte der Fischerei im Salzkammergut” ans Licht zu holen – und plädiert dafür an alle, weitere Informationen, Daten, Skizzen, Berichte, Bücher, Fotos und Geräte zur weiteren Vervollständigung zur Verfügung zu stellen.

Auf der Suche nach unserer fischereilichen Entwicklung im Salzkammergut, suchen wir auch Ihre/Deine Informationen…. (Quelle: Google Play)

Wir suchen Dein Wissen

Ich starte gleich zu Beginn dieses Artikels, mit dem Aufruf und der Bitte bei der Datensammlung zu helfen.

Lassen Sie uns, dem “Fischereirevier Oberes Salzkammergut” Ihr Informationen ueber die Fischerei im Salzkammergut zukommen.

Anrufen unter: +43 681 20 38 9605 (Obmann: Heimo Huber)
EMail: fischereirevier.salzkammergut@gmail.com

Wir verarbeiten alle Medien, egal ob es sich um Filme, Tondokumente, Fotos, Grafiken, Bücher und Broschüren oder einfache Texte handelt. Wir sind ist in der Lage auch alte Medien, zB. 8-mm-Filme, alte Fotos oder Dias zu digitalisieren. Wir verfügen über die Kenntnis auch Dokumente in “Korrentschrift” lesen zu können. Die Originalunterlagen werden Ihnen/Dir natürlich wieder rückerstattet. Wir legen größten Wert auf die Einhaltung von Gesetzen, im Speziellen auf das Mediengesetz und das Urheberrecht. Quellenangaben sind uns wichtig.

Die Seeforellen der Traun - aus Traun Journal Nr. 8
Die Seeforellen der Traun – aus Traun Journal Nr. 8 , Foto aus Ebensee, bei der Fischzucht bei der Miesenbachmühle. (Quelle: Freunde der Gmundner Traun)

Wie kann ich helfen?

Es wäre Schade, wenn die Informationen die über Deine/Ihre Großeltern, Urgroßvater, seine alte Fischereigeräte, Zeichnungen, Bilder, Bücher, Dokumente und handschriftliche Aufzeichnungen nicht mehr genutzt werden. Es würde mich freuen, wenn auch Du/Sie zum Projekterfolg, der Aufarbeitung der “Geschichte um die Fischerei im Salzkammergut” beitragen wollen. Von der Person, die uns ein interessantes Foto oder Tagebücher zur Verfügung stellen kann, bis hin zu jener Person, die ein gesamtes Thema, wie Architektur von Wehranlagen, zur Geschichte zum Flussbau, alte Pachtverträge und Fischerkarten von der Oberen Traun und der Ischl, inkl. der Seenfischerei beitragen kann, sind uns alle herzlich willkommen.

Historisches Fischerei Zeitalter

Hier habe ich in der Geschichte etwas ausholen müssen. Man muss die regionalen Zuständigkeiten verstehen, zwischen der kirchlichen und der kaiserlichen Situation und den lokalen Ergänzungen die durch “Libellen” für das Salzkammergut geregelt waren. Damit bekommt man auch ein Verständnis auch über die heute noch gültigen Zuständigkeiten, zB. dessen, dass die Verantwortung der ÖBF Forstbetriebe Ebensee bis zur “Kesselbachbrücke” liegt. D.h. vom Kloster Traunkirchen gesteuer waren. Hingegen die ÖBF Bad Goisern heute noch die Rechte von “Wildenstein” verwalten.

Im 13. Jahrhundert war die Bezeichnung “Ischlland”…..

Das Salzkammergut, ursprünglich als „Ischlland“ bezeichnet, hatte bereits im Mittelalter den Charakter einer „salinenärarischen Kolonie von eigenem Gepräge“; 1514 brachte Kaiser Maximilian I. die Salzgewinnung und den Salzhandel in seine Hand. „Weil das Salzkammergut ein so wichtiges Wirtschaftsgebiet und eine so bedeutende Quelle der fürstlichen Finanzen war, baute man es mit Hilfe einer gut funktionierenden inneren Organisation zu einem Staat im Staate aus. An der Spitze der Organisation fungierte der Salzamtmann.

Bachforelle, Ausschnitt aus der “Fischtafel” aus dem Fischbuch von anno 1506
(Quelle: Wiener Stadt- und Landesarchiv)

Das Fischereibuch von 1506

Schon bald nach dem Tode Erzherzog Sigmunds ging der damalige Fischmeister daran, eine Zusammenstellung der Fischwasser anzufertigen. Eine Urkunde aus der Zeit um 1500 ist erhalten geblieben. Es werden darin die Teiche, Weiher und größeren Teichanllagen als sogenannte Ablaßseen bezeichnet, und neben Wildseen, Bächen und Flüssen mit den darin vorkommenden Fischarten unter Angabe, nach wievielein Jahren die Teichanlagen abzufischen wären, aufgezeigt. Kaiser Maximilian I. der kunstfreudige und naturverbundene Herrscher hat uns neben einer Reihe anderer aufschlußreicher und interessanter Schriften ein kulturhistorisch und besonders fischereilich bedeutsames Werk in seinem Fischereibuch hinterlassen, das neben der Aufzählung aller landesfürstlichen Fischwasser Angaben über Fischarten und Methoden des Fischfanges macht, bereichert durch eine Reihe aufschlußreicher Bilder.

“Eine Vischordnung seines Vaters Friedrich angelehnte Fischereiordnung.”

Das Fischereibuch des Kaisers Maximilian I.

Maximilian I. (gebürtig Erzherzog Maximilian von Österreich;  22. März 1459 auf der Burg in Wiener Neustadt, Niederösterreich; † 12. Jänner 1519 auf Burg Wels, Oberösterreich) 
(Quelle: Wikipedia)

Das Fischereibuch Maximilians I. von Habsburg aus dem Jahre 1504, geschrieben vom Jagdschreiber Wolfgang Hohenleiter, ist eines der ältesten erhaltenen gebliebenen Bücher über die Bewirtschaftung von Fischgewässern. Es ist selbst nach mehr als einem halben Jahrtausend immer noch von Bedeutung und Interesse. Kaiser Maximilian I. war nicht nur ein großer Ritter und Herrscher, sondern auch ein begeisterter Jäger und Fischer. Unter ihm kam es zu intensiven Bemühungen um Besatz, Hege, und Nutzung der Fischbestände. Motiv für diese Maßnahmen war einerseits die Freude am Fischfang, andererseits die Nutzung der Fischbestände für die Verpflegung des Landesherren und seines Gefolges. Das Originals befindet sich heute in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (Codex 7962). Das historisch wertvolle Buch ist nicht nur für Angler und Fischer interessant sondern auch für Gewässerbewirtschafter und Biologen, sowie Historiker und Kunstliebhaber.

Ischlland – Kammergut – Salzkammergut

In den österreichischen Alpenländern waren es die Landesfürsten als Grundherren, welche die Erzeugung und den Vertrieb des Salzes an sich zogen oder unter ihre Botmäßigkeit brachten. Diese Veränderungen haben nicht allerorts zu gleicher Zeit und in gleicher Weise stattgefunden; beglaubigte Nachrichten hierüber sind selten. Nach A. Zycha werden in der Raffelstätter Zollordnung (etwa 903) Salzschiffe aus dem Traungau erwähnt, woraus vermutet werden kann, daß schon in der ausgehenden Karolinger Zeit eine Salzerzeugungsstätte an der oberen Traun bestanden hatte, die so ergiebig war, daß ganze Schiffladungen von Salz ausgeführt werden konnten. Wo sich diese befand, ist unbekannt. Auch zur Rudolf von Habsburgs Zeit fand ein Salzzillenverkehr auf der Traun von Laufen abwärts statt, der seinen Ausgangspunkt wahrscheinlich doch in Hallstatt gehabt haben dürfte. Zu gleicher Zeit mag auch in Pfandl bei Ischl eine kleine Saline bestanden haben, wenn auch urkundliche Beweise hiefür fehlen. Doch deuten der Ortsname und andere Bezeichnungen, wie Pfandlwirt, Mitterpfandl, Pfandlau, Pfandlleiten und das Vorhandensein der noch heute schwach salzhaltigen Maria Luisenquelle in dieser Gegend darauf hin.

Die Reformationslibell

Die erste, vollständig bekannte Salzwesensordnung für Hallstatt, die erste Reformationslibell, stammt aus dem Jahre 1524, zu Anfang der Regierung Ferdinand I. Libelle waren kleine Büchlein (lateinsch Liber = das Buch) die Sammlungen von Texten enthielten. Genau das waren auch die Reformationslibelle. Mit Fug und Recht kann man die Reformationslibelle von 1524; 1563 und 1656 auch als Grundgesetz des Salzkammergut bezeichnen.

Betretungsverbot fuer das Salzkammergut

Mit dem Reformationslibell von 1656 wurde gleichzeitig die Abschottung der Region nach außen festgeschrieben. Die Saline konkurrierte auf dem internationalen Markt, man wollte tunlichst seine Betriebsgeheimnisse wahren. Die Verfügung, „dass niemand fremder und unbekannter ohne des Hofschreibers oder Marktrichters wissen beherbergt werde, formulierte das viel zitierte „Betretungsverbot“ des Salzkammergutes. Die Region war für Fremde fortan weitestgehend abgeschlossen, wer sie bereisen wollte, der musste sich beim Salzoberamt in Gmunden oder beim Verwesamt in Hallstatt einen Pass besorgen. Dieser Anachronismus wurde erst 1825 mit dem aufkommenden Bäderwesen abgeschafft. Von Bedeutung ist auch das Ansiedlungsverbot für Adelige: „Solle einiger nobilitierter Persohn im Cammergut sich niederzulassen ohne unser Special vorwissen nicht erlaubt seyn, zumahlen es die Erfahrnheit gezeigt, dass hiedurch kein Nutzen, sondern vielmehr Schaden tue erwachsen. Wann aber einer solchen Persohn solche Spezial Concession gnädigst ertheilt wurde, so wollen wir, dass solche Persohnen sich dem Salzamtmann dahin unterwürfig zu machen haben …“ Deswegen herrschte in der Region über Jahrhunderte reiner Zweck- und Nutzbau vor.

Soziale Situation zwischen 16. und 18. Jahrhundert

Das Kammergut konnte sich selbst nicht ernähren und musste mit Ausnahme der Fische alle wichtigeren Lebensmittel von auswärts beziehen. Nach dem Getreide war es vornehmlich das Fleisch, dessen ausreichende und billige Beschaffung für die landesfürstliche Regierung ein wichtiges Ziel war. Das Brotgetreide wurde als Gegenfracht auf den entleerten Salzzillen billig ins Kammergut gebracht, weil es als kaiserliches Gut von allen Abgaben während des Transports freiblieb.

Ischl Traunschifffahrt, dahinter die Leharvilla um 1875 Quelle: Archiv ÖNB

Traun Regulierung im 16. bis 18. Jahrhundert

Die Traun war ein fischreiches, ungezähmtes Wildwasser und bereitete der Schifffahrt viele Schwierigkeiten; nicht nur das Hochwasser und der stete Strömungswechsel zerstörten und veränderten die Fahrrinne, auch die Wehranlagen zahlreicher Mühlen waren unangenehme, oft sogar gefährliche Hindernisse und nicht zuletzt gaben die Fischer, deren Berufserfordernisse in geradem Gegensatz zu jenem der Traunschiffer standen, immer wieder Anlass zu Klagen und Beschwerden. Die Beaufsichtigung des Flussgerinnes der Traun und der für die ungehinderte Schifffahrt nötigen Arbeiten war schon im ersten Reformationslibell 1524 den Wasseraufsehern übertragen worden. Die zur Ausführung der Sicherungsarbeiten am Flussgerinne nötigen Mannschaft musste notgedrungener Weise aus den Uferbewohnern zusammengestellt werden, zumeist Fischern, die damit in der dünn besiedelten und wenig ertragreichen Traungegend ihren Lebensunterhalt gewannen. Diese waren aber wegen ihrer eigenen Fischereiinteressen für die Wasserbauten zum Schutz der Schifffahrt am wenigsten geeignet und ihre Leistungen meist wertlos.

Ischl Traunschifffahrt 1810 Quelle: Archiv ÖNB

Die Instandhaltung des Flussgerinnes der Traun von Hallstatt bis Ebensee fiel in den Wirkungskreis der Verwesämter. Die Strecke vom Hallstätter See bis unter den Wilden Lauffen gehörte zu Hallstatt, der anschließende Teil zu Ischl. Erst 1887 wurde die Traunstrecke Steeg – Ebensee von der bis dahin für die Traunschifffahrt zuständigen Salinenverwaltung der staatlichen Wasserbauverwaltung unterstellt.

Quelle: Via Salis

Thomas Seeauer (* um 1485 in Bad Goisern; † um 1586)

Thomas Seeauer war Wasserbauingenieur und ein leitender Angestellter der kaiserlichen Saline (Klaus- und Wasserbaumeister).

Die Seeklause in Steeg regelt den Wasserstand
Die Seeklause in Steeg regelt den Wasserstand des Hallstätter See und der Oberen Traun.

Thomas Seeauer war kaiserlicher Wald- und Forstmeister zu Hallstatt. Er erbrachte herausragende technische Leistungen bei der Gewässerregulierung, durch die Schiffbarmachung der Traun, insbesondere des Traunfalls. Eine seiner Meisterleistungen war die Konstruktion der Seeklause in Steeg, die das Wasser des Hallstätter Sees aufstaute und dann die schwer beladenen Salzschiffe mit einem Wasserschwall durch sämtliche Untiefen ungefährdet die Traun abwärts schickte. 1572 wurde die 1511 errichtete Klause von Steeg (Gemeinde Bad Goisern) durch ein Hochwasser zerstört. 1573 erbaute Thomas Seeauer mit damals revolutionären Verfahren eine neue Seeklause in Steeg, damit die Salzflößer die mit Salz beladenen Schiffe auf dem Schwall stromabwärts flößen konnten. An dem Ort, wo der Hallstätter See wieder in die Traun mündet, steht noch heute diese technische Meisterleistung der Renaissance.

Die Seeklause in Steeg am Hallstättersee, als Übergang zur Goiserer Traun.

Quelle: Seeklause in Steeg

Vom Fuerstenbesitz zum Aerar

Das Salzkammergut als Staat im Staate geriet mit Ende des 18. Jahrhunderts zunehmend ins Kreuzfeuer der Kritik. Vor allem den Aufklärern, die für einen „logischen Staatsaufbau“ und gegen jegliche Sonderregelung kämpften, waren die Reformationslibelle ein Dorn im Auge, weil sie „jede Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Gleichheit mit anderen Einheiten vermissen“ ließen. Besonders die Linzer Behörden stießen sich an der „exemten“ (= rechtsfreien) Landschaft im Süden, die Wien quasi als Exklave unterstellt war. 1757 gelang es der Linzer Landeshauptmannschaft, die dritte Instanz der Rechtsprechung von der Hofkammer an sich zu ziehen, mit dem durchaus nachvollziehbaren Argument, dass das Beschreiten dieses Rechtsweges für viele Salzkammergutbewohner wegen des weiten Wegs nach Wien faktisch unmöglich sei. Trotzdem bestätigte Maria Theresia das „Grundgesetz“ – die Reformationslibelle – ausdrücklich. Die Integration nach Oberösterreich und das Ende des Staates im Staate waren indes nicht mehr aufzuhalten. Schon in den 1770er-Jahren wanderten das Polizei- und das Steuerwesen nach Linz. Es war dann Joseph II., der radikale Reformer, der die letzten Rechtsrelikte eilends aus der Verfassung tilgte. Mit der Aufhebung der Reformationslibelle setzte Joseph II. 1786 den Schlussstrich unter eine jahrhundertelange eigenständige und teilweise skurrile Entwicklung. 1782 übertrug er das Kammergut endgültig an den Staat. Früher war zwischen dem Besitz des Monarchen und dem Staatsbesitz nicht unterschieden worden – beides bildete eine Einheit. Nun differenzierte man, und damit erlosch der alte, ursprüngliche Rechtsbegriff vom „Privatbesitz“ des Monarchen. Die Region wandelte sich zum „Ärar“.

Ärar, diese Bezeichnung kommt auch noch unter “K. & K. Forstärar”, im Bereich der Fischbucheinträge vor. Ärar kommt von lateinisch „aerarium“, alte Bezeichnung der Staatskassa und des Staatsvermögens im weitesten Sinn.

Die Ruine der Höhenburg liegt im Herzen des Salzkammergutes auf einem Felsvorsprung des Bad Ischler Hausbergs Katrin. Von dieser idealen Lage ist ein herrlicher weiter Blick das Tal entlang der Traun gegeben, was, strategisch gesehen, ein entscheidender Vorteil war.
Quelle: Wikipedia

Ende der Grundherrschaft Wildenstein (1850)

Bis zum Ende der Grundherrschaft Wildenstein (1850) vollzog sich dann die allmähliche Verschiebung des Bedeutungsakzents hin zur geografischen Landschaft, zum unberührten Naturraum Salzkammergut.

Die geografische Landschaft Salzkammergut

Kurz vor 1800 kamen die ersten Reisenden in das Salzkammergut und fanden eine fast unerschlossene, erst von wenigen Touristen besuchte Landschaft vor. Das erste Mal in einem Lexikon genannt wird das Salzkammergut als geografische Landschaft expressis verbis 1791:

Salzkammergut = ein mit Gebirgen und Seen ganz umschlossener Ort, in welchem die allgemein bekannten oberennsischen, an Salz trächtigen, Berge gelegen. Dieses Salzgebieth grenzt gegen Norden an das Hausruckviertel, gegen Nordost an den Traunsee, gegen Ostsüd und Süden an Obersteyermark, gegen Südwest an Salzburg und gegen Westen abermals an das Hausruckviertel.

In den 1820er-Jahren erregte das Gebiet die Aufmerksamkeit von Ärzten, die den positiven Einfluss der Sole auf die Gesundheit des Menschen beobachtet hatten. Prominente Gäste machten die Region zusehends bekannt und zogen andere nach.

Quelle: Michale Kurz, O.Ö. Heimatblätter 2006, Heft 3/4

Die Reformationslibelle sind in Original in der Ischler Salinendirektion (Bibliothek) und im O.Ö. Landesarchiv einzusehen.

Fruehzeit und Mittelalter bis zum Jahre 1524

Schon in vorgeschichtlicher Zeit hatten die illyrischen Besiedler des Hallstätter Salzberges, auf welche ungefähr um 400 v. Ch. die Kelten folgten, das Salz nicht bloß mit ihren bronzenen Werkzeugen unterirdisch als Steinsalz trocken abgebaut.

1524 – Fischereirecht im Waldbach und der Koppentraun

Die Oberaufsicht über das ganze Salzwesen in Hallstatt, den Salzberg und das Pfannhaus, das Forstwesen und die Holzwirtschaft wie über die Salzablieferung und den Verschleiß führte der Hofschreiber mit dem Mitverweser, dem Gegen- und dem Pfieselschreiber. Dem Hofschreiber war weiters das Reißgejaid (Niederjagd) von Steg aufwärts und das Fischrecht im Waldbach eingeräumt gegen Widmung von vormals zwei Marderbälgen, nunmehr einem Auerhahn und einem Haselhuhn an den Pfleger zu Wildenstein. Das Fischrecht in Obertraun besaßen Hofschreiber, Mitverweser, Gegenschreiber und Thorwärtl gemeinsam, das Pflegamt erhielt darauf jährlich ein Fischessen.

1524 – Fischfang am Hallstaetter See

Der Fischfang im Hallstätter See war einzelnen Fischern übertragen, „zumal aber die Nahrung, zu Hallstatt hart ankommt und teuer ist, deshalb die Arbeiter viel Hunger leiden zu ihrer großstrengen Arbeit, die Tag und Nacht währt, damit sich dieselben desto baß unterhalten möchten, hat Weiland unser lieber Herr und Ahnherr Max den See zu befischen erlaubt”. (Fol. 1371 .) Die Fische mußten zuerst am Hofe um billigen Preis zum Verkaufe feilgeboten und nur der unverkaufte Rest durfte ausgeführt werden.
Quelle: Salzbergbau im Salzkammergut im 16. und 17. Jahrhundert

Ein anderer Blickwinkel in die Geschichte….

Die Anfänge des Klosters Traunkirchen liegen im Dunkel der frühchristlichen Missionierung und unterliegen zum Teil Vermutungen und rekonstruierenden Schlußfolgerungen: seit 632 bestand an Stelle des heutigen Klosters die Abtei Trunseo; 909 erfolgte durch den deutschen König Ludwig dem Kinde die Schenkung der Abtei an die Markgrafen Aribo und an den Salzburger Erzbischof Pilgrim. Nach einem offensichtlichen Zustand der Bedeutungslosigkeit kommt es 1020 zur erneuten Gründung.

1181 wird die Schenkung des „Patronatsrechts über die beim Kloster bestehende Pfarre“ beurkundet. 1332 wird die gesamte Pfarre Traunkirchen der Abtei inkorporiert; es gehören „von Alters her die Pfarren, Filialen und Beneficien von Ischel, Goisern, Gosau und Aussee dazu. Seit dem 14. Jhdt. ist die Pfarre Hallstatt evident und 1434 zu Traunkirchen gehörig genannt. „Erst 1561 genehmigte Äbtissin Anna, daß Lauffen eine selbständige Pfarre wird.“

Die Jesuiten waren damit Grundherr über den Besitz des Klosters Traunkirchen, der „sich südlich der vom Höllengebirge und vom Engpaß des Traunsees gebildeten natürlichen Binnengrenze des Salzkammergutes“ bis zur Koppenschlucht bei Bad Aussee erstreckte. Im Westen die Ostgrenze des Mondseer Besitzes, die vom Westufer des Attersees zum äußeren Weißenbach und Leonsberg und von hier zur Ischl und zum Abersee (Wolfgangsee) verlief; im Osten bildete die Wasserscheide zwischen Alm und Traun die Grenze zu den Kremsmünsterer.

Herrschaft Wildenstein

Allerdings ist als Abgrenzung zum Kloster Traunkirchen einzuschränken, dass es sich hier nicht um völlig geschlossenes Grundgebiet handelte; zumal innerhalb dieser genannten Grenzen die kaiserlichen Verwesämter, die kaiserliche Herrschaft Wildenstein sowie die Herrschaft Ort lagen, die beiden letzteren jeweils mit Landgerichtsbarkeit ausgestattet. Diese räumliche Verschränkung erwirkte stets den Bedarf für spezielle Regelungen – wie in Ischl: „Die Untertanen der Herrschaft Traunkirchen hatten nur den Grunddienst dorthin zu bezahlen, sonst unterstanden sie dem Marktgericht Ischl. Dies bildete aber auch stets den Keim für nicht lösbare Konflikte der Zuständigkeit.”

Bezugsrechte vom Kloster Traunkirchen

Von den diversen Bezugsrechten seien die bedeutendsten kurz angeführt; hier ist vorauszuschicken, dass die Holz- und Salzgewinnungsrechte von der Grundherrschaft Traunkirchen mit entsprechenden Gegenleistungen an die kaiserliche Verwaltung abgetreten wurden, wobey ihnen überdieß das Territorial-, das Jagd- und Alpenrecht verblieben ist“. Aus den ursprünglichen Rechten der Salzgewinnung erwachsend, erhielt die Herrschaft Traunkirchen „bis zum Jahr 1752 vom Hallamt in Aussee alleine 52 Fuder (ein Fuder ist ein Salzstock von etwa 70kg). D.h. also, daß das Kloster Traunkirchen jährlich 3640 kg Salz bezog“. Die der Herrschaft Traunkirchen unterstehenden Fischweiden erstreckten sich auf zahlreiche Seen bzw. auf einzelne Bäche und Flüsse des Salzkammergutes:

  • Traunsee,
  • Offensee,
  • Wildensee,
  • Weißenbach,
  • Rindbach,
  • die Alte Traun.
  • Ebenso zählte der Hallstätter See (damals Geusorsee) zur Hälfte hinzu.

„Diese Fischer haben jährlich 300 Reinänkhel und Laegchse“ zu liefern. Auch die Altausseer Fischer hatten eine Fischreichung zu stellen. „Zum letzten Male wurde die Übersendung der ausständigen Dienstfische von den Jesuiten 1756 im Weg des Pflegeamtes Pfindsberg betrieben. Die genannten Zahlen mögen jedoch nicht über die anfänglich schwierige wirtschaftliche Lage der Residenz Traunkirchen hinwegtäuschen.
Quelle: Die Jesuiten im Salzkammergut; 1622-1773;

Auszug aus der Jagdzeitung, Ausgabe 16, Seite 501 aus dem Jahre 1864

Bezüglich des Fischsports ist die Affinität mit der Jagd ohne jegliche Anstrengung zu konstatiren. Die ehemaligen Herrschaftsbesitzer sind noch heute Besitzer des Fischereirechtes, über welches fast in allen Landen der Monarchie, wo Forst- oder Waldämter bestehen, die Forstpartei disponirt; daß die Fischerei seit alten Zeiten zum Ressort der Jagd gehört hat, ist nicht minder eine bekannte Sache.

Fischen war ein nobles Verguengen

Ein geduldiger Kulturhistoriker könnte sogar authentisch nachweisen, daß die ersten “Fishing gentlemen” nicht Engländer gewesen sind. Denn das Fischen war schon in älteren Zeiten bei uns ein nobles Vergnügen, welches zur Jagd in den intimsten Beziehungen stand. Kaiser Max, denn man ohne Zweifel als Autorität anführen darf, war ein großer Freund des Fischens und im „Weiß Kunig“ ist zu lesen:

„Der Jung weis kunig (Kaiser Max) hat eine grosse Lieb und Lust gehabt zu der vischerei, und in seinen kunigreichen, und Landen, viel Seen und Fischwasser haben lassen, darynnen die aller köstlichsten Fische sein.”

Am aller Ersten will ich etlich See, die in den Gepirgen gelegen sind, beschreiben. Anfengelich ist ein See zu Ayter bang, gelegen in dem Gebirg, der hat immer gute Saibling. Mer ain See auf einem hohen Gebirk, der haist der Achen See oder die drey Seen in den Gebirgen zu Aussee, die haben in die allerbesten Saibling.

„Welche große Stücke Kaiser Max auf das Fischen gehalten hat, davon gibt es auch eine Handschrift Zeugniß, die in der k. & k. Hofbibliothek zu Wien sich befindet. Geschmückt mit Bildern, die noch heute in der frischesten Farbenpracht glänzen, wie man sie schwerlich von einem Mitglied der heutigen Pinselgilde nach mehreren hundert Jahren erblicken wird, enthält die Handschrift eine Beschreibung sämmtlicher Fischwasser und Gebirgsseen, an denen der ritterliche Monarch gejagt und gefischt.

1632 – Gewaesserregulierung schadet der Fischerei

So verlangte die Eigentümerin der Grafschaft Ort, Marie Salome Gräfin Herberstorff 1632, daß diese Niemand nutzende Klaus wiederum abgethan und vertilligt werde”, auch da sie „… der Fischbrut in demanstoßenden edlen Fischwasser der Traun großen und schmerzlichen Schaden” bringe, denn „Wann die Klaus zuegemacht wird, so fällt das Wasser in der Traun fast eine Klafter weit vom Land, und weil die junge Bruet sich meist an seichten und stillen Orten und unter den Wehren aufhält, so liegt dann dieselbe nit mit ain oder zwei, sondern et liech 1000 Stucken, ja unzählbar unter den Wehren und in den nebenstehenden Dimpfeln verdorben auf dem Gries, also daß sie häufig mit Händen aufgefaßt und rev. den Schweinen zu essen gegeben, auch etliche Tag hernach durch eine große Schaar Vögel verzehrt und weg getragen worden, auch gar leichtlich in die etlich Hüet’ voll aufzuklauben gewest wären. Deswegen es etliche Zuseher sehr gejammert, und wann deme nit zeitlich fürkommen werde, so kann es nit fehlen, daß dies edle Fischwasser, die Traun, in kurzer Zeit ganz abgeödet wird.” (nach KRACKOWIZER 1901: 266) Die Traun ist aber bis heute ein gesuchtes Fischwasser geblieben.

Quelle: Franz Federspiel (1992):
Flussverbauung und Wasserbauten an der Traun
Kataloge des OÖ. Landesmuseums

1857 – Bild von der Ischl

1857 von Ernst Welker ein Motiv aus Bad Ischl, mit der Ischl und im Hintergrund der Kalvarienberg mit Kirche. (Wikipedia)

Solange es Menschen gibt, ist auch der Fischfang betrieben worden. Im Salzkammergut ist die Speerfischerei bereits seit 5.000 Jahren dokumentiert. Von den ersten Anfängen einer eigentlichen Fischzucht bzw,. von der Anlage von Teichen berichten die römischen Schriftsteller Cicero und Plinius im ersten Jahrhundert vor Christus. Demnach haben einige reiche Römer Fischteiche und -Becken angelegt. Es handelte sich dabei wohl überwiegend um Hälteranlagen zur “Aufbewahrung” lebender Fische. Der Beginn der eigentlichen Zucht liegt in den Jahren um 500 n. C. Aus dem 16. Jahrhundert stammen auch die ersten Bücher über die Teichwirtschaft, mit Anleitungen zur Jahresklassenzucht, Einrichtung von Laich- und Brutteichen, Fütterungsplänen und Methoden zur Krankheitsbekämpfung.

Auch bei uns gibt es eine lange Tradition zur Fischerei und zur Fischzucht. Mit diesen Aufsatz, möchte ich die Fischereigeschichte im Salzkammergut dokumentieren und eine Übersicht schaffen. Oft ist die Fischerei nur in ein paar Absätzen erwähnt und wenn man diese in der Bibliothek sucht, ist das oft recht schwierig.

Geschichte der Fischerei, Fischzucht und Wasserbau

In der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts kam der deutsche Landwirtssohn Stephan Ludwig Jacobi (1711 – 1784) auf die Idee, den laichreifen Fischen Eier und Samen zu entnehmen, die Eier künstlich zu befruchten und zur Entwicklung zu bringen. Seine diesbezüglichen Versuche gerieten jedoch in Vergessenheit und wurden erst ein Jahrhundert später um 1840 wieder aufgenommen und fortgeführt. Erste urkundliche Erwähnung fand der gewerbliche Fischfang im Salzkammergut bereits im Jahr 1280, doch lange galt Fisch als Herrenspeise und blieb dem einfachen Volk vorenthalten.

Im Salzkammergut entwickelten sich Forellenzuchtbetrieb. Auch im Salzkammergut gab es schon sehr innovative Pioniere in der Fischzucht. Zumeist beschäftigten sie sich zunächst ausschließlich mit der Vermehrung und Aufzucht der heimischen Forellen – der Bachforelle, der Seeforelle und auch dem Seesaibling. Parallel dazu entstanden der Vorläufer der Fischereiorganisationen und -verbände, Fischereigesetze wurden geschaffen, Fischereirechte wurden eingetragen und auch die Fischerei und die künstlichen Fischzucht entwickelten sich, wie ich in den folgenden Artikel, absteigend nach der Jahreszahl zusammengetragen habe.

Blick auf die Ischler Traun um 1855, mit dem “Saline Polster”, denn man heute noch leicht erkennen kann. (Quelle: Wikipedia)

1864 aus der Jagd-Zeitung

Ab Seite 11, 31-33, 363-364 wird recht interessantes berichtet……

Aus dem Salzkammergut

Zum Gedenken an Dr. Auguſt von Genczik †, die küntliche Fischzucht und Fliegenfischen im Kammergut.

Quelle: Jagd-Zeitung aus dem Jahre 1864

Artikel aus der Jagd-Zeitung und übertragen aus “Korrentschrift” in deutsche Normalschrift:

Es war durch beinahe fünfzehn Jahre hindurch für mich der seligste Tag, an dem ich im Frühjahr meinen Reisekoffer packte, alle Leiden und Wehen einer Wintersaison in einer Stadt hinter mir lassend, zu meinen lieben Langbatseen in die Arme zweier theurer Freunde eilen konnte. Bei der in der noch mit Schnee bedeckten Alpen höhen war jedesmal alles Unangenehme, dem ich im Laufe des Winters nur zu häufig ausgesetzt war, rein der Vergssenheit übergeben und nur die heitere Zukunft, das Vergnügen des Umganges mit theuren Freunden leuchtete mir entgegen. Der Eine dieser beiden Freunde war gewöhnlich als Quartiermacher einige Wochen früher in die reizende Krährau (heute Gasthaus in der Kreh) geeilt, um dann mit offenen Armen den längst Erwarteten mit herzlichen Vorwürfen über das „So spät kommen“ zu erwarten. Auch dieses Jahr schnürte ich mein Bündel, obzwar viel später als sonst, um in die Berge nicht zu eilen, sondern nur zu gehen. Ich mußte lange überlegen, bevor ich zu dem Entschlusse gelangt war, meine Reise anzutreten, denn wahrlich ich hatte durchaus keine Eile, sie zu machen. Der theure, bewährte Freund konnte mir nicht mehr entgegen kommen; er hatte für immer einen andern Aufenthalt gewählt! Er war abermals als Quartiermacher in ein unbekanntes Jenseits vorausgeeilt, von wo keine Rückkehr mehr möglich, und wo auch er uns einst mit offenen Armen erwarten wird! Niedergebeugt von Schmerz über den Verlust des theuren Verblichenen, betrat ich dieses Jahr das Kammergut! Auch brauche ich Ihnen, Herr Redakteur! die Gefühle nicht zu schildern, die mich befielen, als ich alle die Orte wieder sah, an denen ich und Sie mit dem theuren Freunde so viele glückliche Tage verlebten! Sind doch Sie der Zweite von den drei Unzertrennlichen im Leben, der nun mit mir gemeinschaftlich unsern unvergeßlichen „Eitelbader“ betrauert!

Fliegenfischen im Salzkammergut

Die letzten Jahre seines vielbewegten Lebens hatte Dr. Auguſt von Genczik ausschließlich dem Studium des Fischfaches gewidmet. Schon vor mehr als zwanzig Jahren war er es, der in Oberöſterreich einem rationellen Fischen mit Angel und künſtlicher Fliege Bahn brach. Früher betrachteten die Engländer die echte Angelfischerei als ihr ausschließliches Monopol, und oft hörte ich solche Herren sich äußern: Fischwerkzeug kann nur England gut liefern, und gute Fischer mit noblem Werkzeug gäbe es nirgends anders als auf der Insel. Diesen Wahn hat Dr. Genczik den Sohnen Albions (vollendeter Weltbürger) vollständig benommen; seine zahlreichen Schüler im guten und edlen Angeln, wozu wir Beide so glücklich sind uns zählen zu dürfen, haben bewiesen, was in diesem Sport der Kontinent leisten kann. In manchen Arten des Fischens mit der Angel haben sogar Engländer eingestehen müssen, daß sie von ihm manches Neue erlernten.

Erste Versuche mit Fischzucht am Langbathsee

Der erste Impuls zur künſtlichen Fischzucht ging von Dr. Auguſt von Genczik aus. Er hatte in dieser Richtung vieles angeregt und zu Stande gebracht und auch er war die Ursache, daß im vergangenen Jahren hier an den Langbatseen der erste Versuch mit künstlicher Ausbrütung des Fischrogens gemacht wurde. Wenn einst dieser wichtige Zweig der Nationalökonomie diejenige Ausdehnung erlangen sollte, um den Anforderungen zu entsprechen, so gehört ihm der Dank der Nachwelt für die Grundlegung der künstlichen Fischzucht in Oberösterreich.

Fischzucht in der “Kreh” – mit Fischer Hiesel

Unter der umsichtigen Leitung des k. & k. Bezirksförsters Herrn Josef Künesberger in Ebensee wurde dieses Jahr in der Krährau die künstliche Fischzucht in größerem Maßstabe fortgesetzt und ein sehr günstiges Resultat damit erzielt. Unterstützt von dem Besitzer der Krährau, Herrn Johann Loidl, und Mathias Lämmerer, pensionirtem k. k. Forstwart, welch’ Letzterer unter dem Namen „Fischer Hiesel“ Ihnen besser bekannt sein dürfte, und mit dieser Bezeichnung einen weiten Ruf als Waidmann und Fischer genießt, wurden heuer bereits mehr als 2000 Stücke vollkommen ausgebildete und lebensfähige Forellen und Saiblinge in den kleineren Langbatsee über setzt, und eine große Zahl, welche die Dotterblase noch nicht abgestoßen haben, wird noch nach folgen. Nur Derjenige, welcher weiß, welche Mühe und Sorgfalt eine Brutanstalt mitten im Winter erfordert, kann beurtheilen, wie der Verdienst nicht allzu klein ist, welches die obener wähnten Herren um das Allgemeine sich erworben. Wird so einige Jahre mit Erfolg fortgesetzt, dürften die zwei kleinen Seen einen seltenen Fischreichthum erhalten.

Die Miesenbachmühle und das Viadakt gibt es auch heute noch, ebenso die Fischzuch-Hütte, mit der wir 2020 wieder den Fischzuchtbetrieb aufnehmen.

Fischzucht Miesenbachmuehle schon 1864 erwaehnt

Mit Saiblingen wurde heuer der erste Versuch gemacht und auch dieser fiel vollkommen gut aus. Die meisten Eier waren gut, und eine schöne Zahl von kleiner Brut dieser edlen Fischgattung wurde in die See’n eingesetzt, um sich da fortzuhelfen. Auch in die Traun wurde dieses Jahr Brut von der künstlicher Zucht eingesetzt und unter der Leitung des Herrn Künesberger die künstliche Fischzucht beim Pächter des Fischwassers der Traun, zum „Steinkogel“ eingeführt. Gegen 1200 Stück junge Forellen sind das Produkt dieses ersten Anfangs, und werden bei der Miesenbachmühle in einem günstigen Wasser weiter erzogen, um später der Traun übergeben zu werden. Der k. & k. Bezirksförster Herr Ignaz Cinnis in Ischl, ein intelligenter Fischer, soll auch sehr gute Erfolge mit seiner künstlichen Fischzucht erlangt haben, und sollte ich was Näheres darüber erfahren, werde ich es gerne mittheilen.

Situation der Fischerei im Jahre 1864

Sie sehen. Herr Redakteur, es regt sich nun ein wenig in diesem Fache; der gute Same ist ausgestreut, und hie und da sind schon Früchte zur Reife gelangt. Für die kleinern Wässer würde wohl die Fischzucht von Privaten genügen; wie aber den großen Seen auf die Beine geholfen werden soll, ist eine Sache der Regierung, weil da die Brutanstalten nur im größten Maßstabe ausgeführt von gutem Erfolge begleitet sein dürften. Solche Unternehmungen kann nur der Staat durchführen und muß vorher eine strenge Handhabung des Fischereigesetzes herrschen, weil sonst alle Mühe verloren wäre. Wird dem Fischfang in der Laichzeit nicht Stillstand geboten, dann hilft auch die künstliche Fischzucht nichts. Krährau, Ende Mai 1864.

Die Holzmeisteralm im Gosautal, mit dem Dachstein, gemalt 1834 von Adalbert Sifter. (Quelle: Wikipedia)

Fischereiliche Situation, Mitte des 19. Jahrhundert

Auszug aus der Jagdzeitung, Ausgabe 22, Seite 693-694 aus 1864

Diesen Artikel, möchte ich anführen, da er ein Bild auf die “gute alte Zeit” wirft und aufzeigt, dass damals verschiedene Gewässer leer gefischt waren.
Auch hatten wir “Fliegenfischer Weidgerecht” 140 Jahre später, einen Teil der Saalach, oberhalb von Lofer in Pacht und daher einen direkten Bezug zu diesen Gewässer.

Situation aus Lofer und der Saalach

Ebenso trostlos, wo nicht noch trauriger sind die Fischereiverhältnisse dort. Zwei der schönsten Wässer, die Saalach und Lofer, mit zahlreichen Seitenbächen, durchfließen das Thal, und könnten von den edelsten Fischen bevölkert sein. Namentlich die Lofer ist ein Forellenwasser, welches nichts zu wünschen übrig läßt, als Forellen, die dort nicht sehr vorhanden sind. Sie ist ziemlich nett ausgefischt, und Forellen von 1/2–1 Pfund gehören bereits unter die großen Seltenheiten. Wäre der Ausfluß aus dem sehr fischreichen Pillersee bei St. Ulrich in Tirol nicht der Retter, die Lofer hätte keine Floße mehr in ihrem Gerinne aufzuweisen. Es ist hier derselbe Uebelstand, wie bei der Jagd; die Fischwässer sind größtentheils in Händen der Bauern, und die Strecken zu kurz, um etwas zur Hebung der Fischzucht machen zu können, da es Fischreviere gibt, die kaum eine halbe Stunde Länge des Flußgebietes betragen. Während meines ganzen dortigen Aufenthaltes war das Wetter schlecht, es regnete und schneite viel, daher war die Saalach sehr trübe, und zum Fischen nicht geeignet war; ich konnte mich daher nicht überzeugen, ob dieser Fluß besser bestellt wäre, als die Lofer. Sachkenner versicherten mir, daß die Saalach ebenso herunter gekommen wäre, wie die übrigen Wässer, und nicht viel mehr darin sei. Bemerken muß ich noch, daß die Saalach den größten Theil des Sommers hindurch trübe ist, und man selten mit der künstlichen Fliege was ausrichtet. Was auch viel dazu beiträgt, die edlen Salmen endlich ganz in Lofer auszurotten, ist der Umstand, daß die Bauern einigen dort über den Sommer wohnenden Fischdilettanten für ein paar Gulden die Fischerei zur Disposition stellen. Da diese wandernden Fischvertilgern die gefangenen Fische gehören, so kann man sich denken, daß solche Leute nur trachten, so viel als nur immer möglich auszubeuten. Nicht immer sind es gerade Söhne Albions, denen man gewöhnlich der gleichen Verfahren zuzuschreiben gewohnt ist, auch unsere Monarchie hat ihre eingebornen Vernichter der Fische. In Lofer treibt durch 3 Sommer ein solches Mitglied der „natürlichen Fischvertilgungs-Kommission“ sein Unwesen, und macht die ganze Gegend mit seiner Angelgerte unsicher. Diese Gattung Leute kommen mir wie die Heuschrecken vor; so lange sie in einer Gegend etwas zu nagen finden, bleiben sie; wie sie nichts mehr finden ziehen sie weiter! Es gruselt Einen fast, wenn man diese Wasserkosaken sich äußern hört: Die Gegend ist ausgefischt, man muß eine andere suchen. Sollte es zur That kommen, in Salzburg die künstliche Fischzucht in größerem Maßstabe zu betreiben, wie das herausgegebene Programm im Laufe des Sommers uns erwarten läßt, so hat die Anstalt Großes geleistet, wenn sie die schönen Wässer um Lofer und im Pinzgau mit edlen Fischen wieder besetzt. Ob dieses aber ausführbar sein wird, ist eine andere Frage.

1870 – Ischls Cursaal

Ab Seite 363 wird recht interessantes berichtet……

Der Cursaal bildet den Centralpunkt des Curlebens. Daselbst werden nicht nur ärztliche Vorschriften ertheilt, Rath und Informationen geboten, sondern es werden auch in dem Cursaal, dem Rendezvous des gesellschaftlichen Verkehrs, Pläne zu Belustigungen, zu Promenaden und Ausflügen entworfen. – So habe ich denn im vorliegenden Werkchen: „Ischls Cursaal“ das Bild dieses Knotenpunktes curörtlichen Interesses im Großen und Ganzen zuſammenzufassen und zu skizziren versucht. Ich habe es mir vor Allem zur Aufgabe gestellt, dem Curgast sowol wie dem Touristen, rathend und belehrend an die Hand zu gehen, mich fern von allen Theoremen strikt an die Grenzen zu halten, die dieses Büchlein Gebildeten aller Berufsklassen als ein practisches erscheinen lassen dürften.

In der Kreuzgasse, befindet sich das “Hotel goldenes Kreuz”, guter Küche, auch noch den von vielen sehr geschätzten Vorzug einer wunderschönen Aussicht auf die kaiserliche Villa. Der Besitzer des Hotels, Herr Sarnsteiner, welcher das Recht zum Fisch fange wie weiter unten angegeben, gepachtet hat, wird häufig von Freunden des Fischfanges um die Erlaubniß zum Fischen angegangen, die er jedwedem ſreundlichst ertheilt.

Kreuzstein unterhalb von Bad Ischl, in der Trau stehend. (Quelle: Ischls Cursaal)

Hans Sarsteiner – Paechter der Ischler Traun

Sarsteiner Hans (1839 – 1918) Hotelier und Realitätenbesitzer, Inhaber des Hotels „Zum Goldenen Kreuz“, ließ die Jainzendorfstraße erbauen, unternahm diverse Weltreisen und schenkte die dabei erworbene Sammlung zum größten Teil dem Ischler Museum; Erbauer und Stifter des Sarsteiner-Stiftungshauses. Hans Sarsteiner war auch langjähriger Direktor der Ischler Sparkasse und Vorstand des Turn- und Alpenvereines. Der Beschluss über die Verleihung der Ehrenbürgerschaft wurde in der Gemeindeausschusssitzung vom 16.12.1903 gefasst. In den Jahren um 1870 war Hans Sarsteiner auch Fischereipächter der Ischler Traun.

Die Angelfischerei in Ischl Mitte des 19. Jahrhundert

Blicken wir von der Esplanade hinüber nach dem gegenseitigen Traunufer, so wird unsere Aufmerksamkeit auf eine Unterhaltung gelenkt, die zu den angenehmsten Ischls gehört: “Die Angelfischerei”.
Es beschränkt sich diese nicht auf diese Seite des Traunufers allein, sondern wir begegnen passionirten Anglern auf den verschiedensten Punkten der Traun und Ischl, und sind es namentlich Engländer, welche diesen Sport mit Leidenſchaft treiben. Ist es doch auch England, wo vor allen andern Landen, das Angelfischen en vogue ist, wo selbst einem Feldmarschall Wellington es zum Ruhme gereichte, als der geschickteste Angler Groß-Britannien’s zu gelten.

“Ein besseres Revier für diese Fischjagd gibt es aber nicht als Ischl, als überhaupt das Salzkammergut, dessen Forellenfischerei in ganz Europa berühmt ist, und fand es der Engländer H. Davy, der gelehrte Verfasser der „Salmonia“ der Mühe werth, der Forellenfischerei wegen, hieher zu kommen.”

Es hat aber die Angelfischerei vor der Jagd, in des Wortes eigentlichem Sinne, viel voraus. Wir wollen nicht unterscheiden, welche Art von Vergnügen größer ist; gewiß ist, daß man bei der Angelfischerei mit seinem Mitgefühle für das Leiden lebender Wesen weniger in Conflikt geräth, als bei der Jagd. Es mag Vielen die Verwundung der Fische durch die Angel als sehr schmerzlich für dieselben und somit als barbarisch erscheinen, dem ist aber nicht so. Der oben erwähnte englische Gelehrte Davy hat durch physiologische Versuche dargethan, daß das Empfindungsvermögen der Fische sehr stumpf sei, so daß die Verwundung durch die Angel, denselben nur einen ganz geringen Schmerz verursacht: Man möchte glauben, die Natur habe den Fischen die Stimme versagt, weil die Leiden, die sie zu dulden haben keines Ausdruckes bedürfen. Indem wir hier der Forellenfischerei das Wort reden, möchten wir doch darauf hindeuten, daß dieselbe in der Regel nur rationell, nach den Vorschriften, welche die Ichthyologie an die Hand gibt, betrieben werden soll.

Der Fischer muß nämlich die Fische während der Laichzeit schonen, soll die Fischerei nicht eine Abnahme der werthvollen Flußfische herbeiführen. Diese Regel gilt im Allgemeinen in Bezug auf die Fischerei-Wirthschaft, ein Zweig der Staatsökonomie, der zur Errungenschaft der neueren Zeit gehört und namentlich in Frankreich, in Folge der Anregung des Akademikers Coſta, sorgfältig gepflegt wird; hier jedoch bei der verhältnißmäßig geringen Anzahl derer, die zum Vergnügen fischen, und dem übergroßen Reichthum von Fischen ist diese strenge Einhaltung unnöthig.

In Ischl wird das Recht zum Fischen verpachtet. Wie bereits erwähnt, ist Herr Sarnsteiner der Pächter, an den man sich um eine Erlaubnißkarte zum Fischen zu wenden hat, die er auch den Curgästen in liberaler Weise ausfolgt. Getreu unserem Grundsatze, dem zufolge wir in dem nachfolgenden Kapitel auch von der Fauna und Flora nur das mittheilen wollen, was für den Besucher Ischls von Intereſſe ist, ohne ihn mit dem Ballast unnötiger Terminologien und trockener Aufzählungen zu behelligen, wollen wir auch hier in Bezug auf die Charakteristik der Fische uns aller gelehrten Excursionen enthalten. Die Fische, welche die Angel hier erbeuten dürfte wären:

  • der Greßling hier „Weber“ genannt,
  • der Silberbrachse hier „Frauenfisch“,
  • die Nase hier„ Schied“,
  • der Weißfisch hier „Schneiderfischl“,
  • der Rothauge hier „Kothtaschl“.
  • Die Lachsforelle (Seeforelle) zeichnet sich von den übrigen durch ihren mehr her vorstehenden Unterkiefer und die schwarzen Flecken an der Seite aus. Ihr Hals und Bauch sind silberglänzend, da her auch der Name Silberlachs. Sie hält sich außer der Laichzeit, wo sie gerne in kleinen Flüssen stromaufwärts zieht, in Seen auf.
  • Saibling (Salblinge , Langbather Saibling, Mondseer Saibling) sind an der braunen Kopffarbe, den gelben Flecken am Rumpfe, den weißen Seiten und dem orangegelben Bauche, leicht zu erkennen. Geräuchert nennt man sie Schwarzreuther, hier „Schwarzreiterle“.
  • Forellen (Flußforelle, Weißforelle, Schwarzforelle), welche noch wohl schmeckender als die Saiblinge sind, lieben das ganz kalte Wasser, halten sich daher gerne in Gebirgsbächen auf. Sie werden durch verschiedenartigen Angelgeräthe (Fischangel, Legangel, Wurmangel und Flugangel) gefangen. Ihre Laichzeit dauert vom Oktober bis Januar.
  • Die Aalraupe, deren Rumpf durch dunkel- oder blaßgelben Flecken gekennzeichnet ist, hat sehr schmackhaftes Fleisch.
  • Die Aesche von graublauer oder dunkelgrüner Farbe wird, weil sie das kalte Wasser nicht liebt, nie in Gesellschaft von Forellen angetroffen.

Quelle: Ischls Cursaal

Vom Fischen und der Fischzucht

Gerne würde ich Ihnen diese traurige Einleitung meines heutigen Schreibens erspart haben, wenn die Person des viel zu früh abgeschiedenen Doktors Aug. Ritter v. Genczik mit dem Zwecke dieses Aufsatzes nicht auf das Innigste in Verbindung stände. Ich will nämlich von Fischen und von künſtlicher Fischzucht sprechen, in diesem schönen Ländchen, und wie sollte ich da nicht unseres Doktors gedenken? Die letzten Jahre seines vielbewegten Lebens hatte er ausschließlich dem Studium des Fischfaches gewidmet. Schon vor mehr als zwanzig Jahren war er es, der in Oberösterreich einem rationellen Fischen mit Angel und künſtlicher Fliege Bahn brach. Früher betrachteten die Engländer die echte Angelfischerei als ihr ausschließliches Monopol, und oft hörte ich solche Herren sich äußern:

Fischwerkzeug kann nur England gut liefern, und gute Fischer mit noblem Werkzeug gäbe es nirgends anders als auf der Inſel.

1873 gab es schon ein Fischzucht in Bad Ischl

Fischzucht Franz Rettenbacher zu Sulzbach wird in diesen Bericht sehr ausfürlich beschrieben.

Fischzucht in Bad Ischl, Sulzbach

Vor Allem verdient Erwähnung der Bergarbeiter Franz Rettenbacher, welcher auf seinem kleinen Anwesen zu Sulzbach bei Ischl die künſtliche Fischzucht seit Jahren mit beſonderer Vorliebe ohne alle Unterstützung und Beihilfe betreibt. Das dazu erforderliche Anlagekapital konnte er nur durch die größte Sparsamkeit erschwingen, und sämmtliche Bauten hat derselbe neben seinem anstrengenden Berufe als Bergarbeiter mit eigenen Händen zur Ausführung gebracht, daher ihm zur Erweiterung einer Anstalt, welche von der o.ö. Landwirtschafts-Gesellschaft als die Fischzucht ausgewählt wurde und einen erste Staatspreis mit 200 Gulden zuerkannt bekam. Wir erlauben uns den Bericht der von der Landwirtschafts-Geſellschaft entsandten Kommission über die Rettenbacher Fischzuchanstalt hier vollständig berichten zu dürfen, da dies in jeder Beziehung anregend und belehrend ist:

Fischzucht-Anstalt des Franz Rettenbacher

„Die künstliche Fischzucht-Anstalt des Franz Rettenbacher besteht aus zwei Bruthütten, fünf Streckteichen und einer Schiffhütte mit Schiff. In den zwei größeren, zusammenhängenden Streckteichen, die eine Ausdehnung von mehr als einem Joch besitzen, ist ein mit einer sehr praktischen Vorrichtung ausgestattetes hübsches Wächterhaus erbaut, von dem aus sich alle Teiche der Anstalt übersehen und bewachen lassen. Sämmtliche Baulichkeiten, Vorrichtungen und Apparate zeigen in ihrer Einfachheit, Reinlichkeit und vollkommen praktischen Einrichtung den für die Sache raſſionirten, strebsamen, rationellen Züchter, dessen in Bruthäusern und Streckteichen befindliche Fische den üppigsten Wachsthum und die beste Gesundheit bekunden. Franz Rettenbacher hat im Jahre 1858 in ganz kleinem Maßstabe mit der künſtlichen Fischzucht begonnen, welche bis zum Jahre 1864 darin bestand, daß er jährlich einige Hundert, manchmal auch einige Tausend Forellen-Eier befruchtete und der Ausbrütung überließ, dann die Fischlein, sobald sie einer Nahrung bedurften, in das nächst ſeiner Behauſung gelegene Quellwasser (sein Eigenthum) einsetzte. Nach Verlauf der gedachten Zeitperiode, das ist nach 6 Jahren, war keine wesentliche Vermehrung der Fische wahrnehmbar, was wohl darin seinen Grund gehabt haben mag, daß die Fische, nachdem sie größer geworden, sich in das größere, mit seinem Eigenthum zuſammen hängende ärarische Quellwasser, und bei offener Communication selbst in den Traunfluß, begeben haben werden. Im Jahre 1864 beschloß Rettenbacher, die im nächsten Winter aus fallenden Fischlein im geschlossenen Raume künstlich aufzufüttern, was ihm auch vollkommen gelang, indem die 800 Fischlein (Salblinge) im Alter von einem Jahre schon das Gewicht von 2 bis 7 Loth per Stück erreichten. Leider war er mit dieser ersten Zucht nicht glücklich, denn im Alter von 1/2 Jahren fingen die Fische an, ohne die geringste sichtbare Spur von einer Krankheit abzusterben, und es gingen binnen einem halben Jahre die Hälfte davon zu Grunde. Hiermit endete glücklicherweise das Uebel, und zwar von selbst. Nach den seither gemachten Erfahrungen glaubt Rettenbacher behaupten zu können, daß er die Fische damals zu gut fütterte, denn seit der Zeit, als er eine größere Menge Fische besitzt und dieselben nicht mehr so gut füttern kann, hat das Eingehen der Fische ganz aufgehört. Seit dem Jahre 1865 zieht Rettenbacher jährlich mehrere tausend Fische, nämlich: Salblinge, Forellen und Bastarde. Sehr gut gedeihen die Bastarde von Salbling-Eiern mit Bachforellen-Milch befruchtet, nicht minder aber auch die reinen Salblinge; weniger gut gedeihen die Forellen, was in der Fleischfütterung zu liegen scheint. Die Fische erhalten in der ersten Jugend Kalbs-Leber und Hirn, später Lungen, Gedärme und sonſtige billige Fleischabfälle, auch Fleisch von geschlachteten Pferden. Auf den Zentner lebender Fische wird täglich durchschnittlich fünf Pfund Futter verabreicht. Insekten-Fütterung ist bei einer solchen Menge Fische unmöglich, da alle derartigen Futterstoffe, als: Wasserasseln, Seitlinge, Gelsen, Fliegenlarven c. c. in der betreffenden Gegend nur ſehr spärlich vorkommen und auch Froschbrut und billige Fische nicht zu Gebote stehen. Nach der Meinung Rettenbachers muß daher jedem Fischzüchter, dem nicht Insektenfutter zugänglich und der auf einen kleinen Raum beschränkt ist, wärmstens empfohlen werden, nur Salblinge zu ziehen, da nur dieser Fisch sich in ganz kleinem Raume in großer Menge mit Fleischfütterung von der zarten Jugend bis zur Marktfähigkeit ziehen läßt und auch den geringsten Verluſt – durch Absterben – etwa mit 7 Perzent ergibt. Der Salbling ist ein sehr geselliger, zahmer Fisch, der sich ganz ruhig inmitten von Fischen verschiedener Gattung und Größe verhält, während die Forelle immer scheu und unverträglich, besonders gegen kleine Fische, sich zeigt.

Rettenbacher verkauft seine Fische im Alter von 2% bis 3% Jahren und nur die im Wachsthum zurückgebliebenen mit 4/2 und 5/2 Jahren. In neuer Zeit erbrütet er sich immer eine größere Anzahl Fische, als er bedarf hatte und wirft dann nach einem Jahre oder auch später die im Wachsthum am meisten zurückgebliebenen, dieselben sich selbst überlassend, ins freie Wasser, da man nach seiner Angabe weitaus mehr erzielt, wenn man das kostspielige Futter solchen Fischen giebt, die mehr Wachsthum versprechen. Die Brut bezieht er von den Ausseer Seen in der Steiermark, wo er sich jährlich einige Hundert Mutterfische zur Laichzeit kauft und deren Eier mit künstlich gezogenen Milchnern befruchtet, nachdem unter den Salblingen in den genannten Seen die Milchner sehr selten sind und diese nur äußerst wenig Samen geben. Die Mutterfische behält er dann bis nächsten Sommer zum Verkaufe. Im Jahre 1870 hat Rettenbacher keine Fische erbrütet, da eine solche Menge bereits vom vorigen Jahre vorhanden ist, daß es ihm bei erneuter Vermehrung unmöglich würde, das Futter aufzubringen. Das dieser Anstalt dienende Wasser besteht aus vielen Hundert kleineren und größeren aus dem Boden aufsteigenden Quellen. Die Temperatur desselben ist in der Nähe der Quellen im Winter 5 Grad, im Sommer 6 Grad und beim Ausflusse nächst dem Traunflusse im Winter 3 Grad, im Sommer 9 Grad ober Null. Das Ausschlüpfen der Fischlein aus den befruchteten Eiern erfolgt in diesem Wasser nach 50 bis 60 Tagen. Was die Anlage und deren Kosten betrifft, so hatte Rettenbacher bis zum Jahre 1864 nur zwei Brutkästchen. Im Jahre 1864 erbaute er eine Bruthütte mit vier Brutkästchen und zwei Streckabtheilungen; im Jahre 1865 eine Streckhütte mit drei Abtheilungen; im Jahre 1866 die beiden Streckteiche; im Jahre 1867 eine neue Bruthütte und noch im selben Jahre, nach dem er den unteren Theil des Altwassers vom k. & k. Forstärar gegen Abtretung eines Theiles seines Forstholzrechtes als Eigenthum bekam, sperrte er die Communication des Quellwassers mit dem Traunflusse mittelst eines festen Holzgitters ab und erbaute die Schiffshütte sammt Schiff; im Jahre 1868 das Wächterhaus (Pfahlbau). Das gesammte Anlagecapital beträgt 517 fl. Bezüglich der Anlegung der Teiche war ihm die natürliche Ortslage sehr günstig, so daß er fast gar keine Grundaushebung nöthig hatte. Nach der am 29. und 30. Juli 1870 aus Anlaß ſeiner Eingabe um einen Staatspreis vorgenommenen Inventur, wobei die Fische genau gezählt und gewogen wurden, haben sich nachstehende Resultate ergeben:

Von diesem Vorrathe konnten im Jahre 1870 noch beiläufig 210 Pfund marktfähige Fische verkauft werden. Die Qualität der künstlich gezogenen Fische dürfte eine sehr gute gewesen sein, nachdem letztere leichten Absatz zu hochgestellten Preisen fanden. Das gesammte Anlagecapital hat sich nach den vorgelegten Aufschreibungen sehr gut verzinst.

Quelle: Google Books: Fischereibetrieb und Fischereirecht in Oesterreich

1885 Fischereigesetz Oberoesterreich

Österreichische Gesetze Band 25 zum Thema Jagd, Vogelschutz und Fischerei.
Aus dem Jahre 1885

Gültigkeitsbereich für “Gewässer ob der Enns”:

Dem auf Basis des Reichsgesetzes 1885 erlassenen Fischereigesetz gültig für das Erzherzogthum Österreich ob der Enns, (Oö FischereiG 1895) mit einer Neuregelung der Fischerei in Oberösterreich.

Gesetz vom 25. April 1885, RGB. Nr. 58, bereffend die Regelung der Fischerei in den Binnengewässern

1889 bis 1898 Paechter der Ischler Traun

Vom Landesfischermeister Siegfried Pilgersdorfer konnte ich mir das Buch, aus dem Jahre 1891 ausborgen. Hier sind alle Fischwässer nach Ortsangabe, Name des Fischerei-Berechtigten, Umfang des Fischereirechtes und auch Besondere Modalitäten der Ausübung, sowie ggf. der Name des Pächters angeführt.

Fischwässer und Fischereirechte im Oberen Salzkammergut.
Auszug aus der Ausgabe aus dem Jahre 1891.

Franz Koch hat lt. diesen Aufzeichnungen aus dem Jahre 1891, die Goiserer Traun, von der Klause in Steeg beim Hallstättersee bis zum Windensteg in Laufen (damals wurde Lauffen mit Laufen geschrieben) und auf der linken Hälfte der Traun, vom Windensteg bis Mitterweißenbach, auf der ganzen Flußstecke. (Seite 268-269) Verpächter waren die K. & K. Forstärar. Die historische Bezeichnung Forstärar ist ein Teil des Ärars, so die historische Bezeichnung für Staatsbesitz.

Ergaenzende Bedingungen, von damals…

“Der Pächter muss alljährlich 20.000 Stück Forellenbrutfische in die gepachteten Fischwasser einsetzen und ist verpflichtet sich an die gesetzlichen Schonzeiten zu halten.”

Pächter der Oberen Traun von 1889 bis 1898

Franz Koch, 1833 bis 1907
Bürgermeister von Ischl (1876 – 1894) und Pächter der Oberen Traun.
Quelle: Stadtamt Bad Ischl

Fischereirechte aus dem Jahr 1891

Um das vom Landesfischermeister Siegfried Pilgerstorfer ausgeborgte Buch mit kopieren nicht zu beschädigen, habe ich die für das Salzkammergut relevanten Fischbucheinträge aus dem Jahre 1891 in eine Excel Tabelle übertragen. Siehe dazu nachfolgende Informationen:

Fischwässer und Fischereirechte im Oberen Salzkammergut – K. & K. Forstärar Ischl.
Aus der Ausgabe, aus dem Jahr 1891.
Fischwässer und Fischereirechte im Oberen Salzkammergut – K. & K. Forstärar Hallstatt.
Aus der Ausgabe, aus dem Jahr 1891.
Fischwässer und Fischereirechte im Oberen Salzkammergut – K. & K. Forstärar Hallstatt.
Aus der Ausgabe, aus dem Jahr 1891.

Gewaesserkarten Obere Traun

Nachfolend eine Quellensammlung und Quellenaufbereitungen zur “Oberen Traun”. Mit diesen historischer Karten und Literatur zur Oberen Traun und seiner Flusslandschaften, ergeben sich noch weiteren Zugänge zu Quellen und Literatur, die in weiterer Folge betrachtet werden sollten.

1802: Traunregulierungspläne Stegg, Seeklause mit Gegentor
OÖLA KS 103a 1

1818: „Geomtrischer Plan des Traunflusses samt den betreffenden Provillen von Steeg bis Laufnerbrücke.“ 22 Bl., Uferbeschreibungen der Traun.
OÖLA KS XIV 103a 2

1800: Profile des Traunlaufs, Hauptkarte von der Traun ob der Lauffener Brücke bis in die Goff (?), zur Langwies Kreuzsäule, 18 Bl.,
OÖLA KS XIV 103a 4

1784-1881: Traunflusskarten undatierte, OÖ Landesarchiv, Registratur der Landesbaudirektion, D Stromkarten, B Traunflußkarten, Mappen 16-20

1839-1844: Schachtel 53 Nr. 1 Fischwässer an der Traun

NEWEKLOWSKY, E. (bis 1963): Nachlass unter anderem mit Materialien (Bilder, Karteien, Manuskripte, Karten und Broschüren) zur Traun, Zeitraum 19. – 1. Hälfte 20. Jhdt., OÖLA (siehe Verzeichnis im Kapitel Wasserbauakten/-pläne im OÖLA)

WIENER STADT- UND LANDESARCHIV (1586): Fischordnung an der Traun. Fischer verkaufen Fang in anderen Märkten, Dörfern, Städten anstatt in Linz. HKA NÖ Herrschaftsakten F24, fol. 23-24

Das Innere Salzkamergut

Als Inneres Salzkammergut werden die in Oberösterreich im Süden des Salzkammerguts liegenden Gemeinden am Hallstätter See

Bad Goisern

Hallstatt 

Obertraun, sowie die 

Gosau bezeichnet.

Touristische Benennung ist Dachstein Salzkammergut. Im weiteren Sinne umfasst es alle zur Traun entwässernden Gebiete südlich des Traunsees außer dem Ausseerland (Kulturerbe Salzkammergut) bis zum Wolfgangsee, mit den Gemeinde.

  • Bad Ischl
  • Ebensee und
  • St. Wolfgang

Diese geografische Beschreibung, deckt sich auch heute noch, mit der Zuständigkeit des “Fischereirevier oberes Salzkammergut“.

Burg Wildenstein um 1674, Stich von G.M.Vischer
Quelle: Wikipedia

Die See- und Flussfischerei hat im Salzkammergut eine jahrhundertelange Tradition und wurde bereits 1494 erstmals von Kaiser Maximilian per Dekret geregelt, denn der Fisch als „Herrenspeise“ war dem „gemeinen Volke“ ursprünglich nicht zugedacht. Betrachten wir einmal die geschichtlichen Hintergründe der Fischereiwirtschaft in Bad Ischl:

  • Die Fischereiberechtigungen in den nutzbaren Gewässern in Bad Ischl hatten seit Jahrhunderten die landesfürstlichen Herrschaften inne.  „Fischereiordnungen“ sind schon aus den Jahren 1585, 1707 und 1708 bekannt.
  • Die Fischereiausübung in unseren Fischgewässern war dem „Pflegamt Wildenstein“ übertragen, ausgenommen die Strecke Ischl-Mitterweißenbach, die dem Stift Traunkirchen lange Zeit vorbehalten blieb.
  • Seit der Zeit nach den Franzosenkriegen sind fast alle Fischwässer im Besitze der Staats- bzw. Bundesforste und verpachtet. Der Angelsport wurde bereits um 1830, vornehmlich durch Engländer, an der in internationalen Sportfischerkreisen weltbekannten Traun ausgeübt.
  • Seit dem Jahre 1770 war der Sitz der Herrschaft Wildenstein das Gebäude der heutigen Forstverwaltung Goisern, wo sich auf dem Dachboden noch bescheidene Reste des ehemaligen Aktenbestandes befanden.
  • Durch Erwerb der “Wildensteiner Bestände” und Ebenseer Stücke besitzt das O.Ö. Landesarchiv die gesamten staatlichen Archivkörper des Salzkammergutes. Kein Landesteil ist so vollständig vertreten, als das wirtschaftsgeschichtlich und politisch eigenartige Salzkammergut.
Stempel vom Fischereirevier 1936

Das Fischereirevier Oberes Salzkammergut gibt es seit über 100 Jahren

Aus der mündlichen Überlieferung war bisher bekannt, dass es unser “Fischereirevier Oberes Salzkammergut” (FROSKG) vulgo “Fischereirevier Ausschuss Traun – Landesgrenze bis Traun Ebensee“, mit Sitz in Ischl, entweder 1920 oder 1921 gegründet worden war. Deshalb werden wir auch im Jahr 2020 unser 100-jähriges Bestandsjubiläum feiern können. Dieses Jubiläum ist für mich auch ein Anlass, mich mit der Revier-Chronik zu beschäftigen. Im Laufe des letzten Jahres, ließ mich der Gedanke nicht mehr los, die Geschichte des Fischerei Revier Oberes Salzkammergut aufzuarbeiten und soweit möglich, ab Zeitpunkt der Gründung durch Unterlagen abzusichern und zu dokumentieren.

Eine Rückfrage bei den Österreichischen Bundesforsten, beim ehemaligen Schriftführer des “Fischereirevier Oberes Salzkammergut“, Erwin Fischer, mit der Bitte, mir die alten Fischereirevier Dokumentationen zu übergeben, war positiv. Im Zuge der Zusammenlegungen der Forstbetriebe im Oberen Salzkammergut sind die alten Revier Protokolle, des FROSKG im Archiv der Bundesforste in Bad Goisern gelandet. Im Zuge der Archiv Aussortierung, kam es den Österreichische Bundesforste (ÖBF) – Forstbetrieb Inneres Salzkammergut – Forstverwaltungen in 4822 Bad Goisern am Hallstättersee entgegen, dass sich wer um diese, nicht zur ÖBF gehörenden Unterlagen interessierte und im Zuge von Platzmangel im Archiv auch übernehmen wollte. So bekam ich im August 2019 einige Schachteln mit Ordnern, mit Protokollen, Kassabuch und alten Schulungsunterlagen, wie diese früher für die Jungfischerausbildung verwendet wurden. Auch die alten Kassabelege und Buchführung neben der Protokolle der abgehaltenen Fischereirevierausschusssitzungen und das Sparbuch aus dem Jahre 1924 bekam ich zur Verfügung.

Fischereirevier Oberes Salzkammergut

Eine Quellensammlung und Quellenaufbereitungen zum Fischereirevier suchte man bisher vergebens. Mit der vorliegenden Bibliografie historischer Dokumente, Karten und Literatur liegt ein Werk vor, das den Zugang zu Quellen und Literatur leicht macht. Ich habe versucht durch unermüdlichen Recherchen Materialien, die in diversen Archiven, Bibliotheken, Sammlungen und sogar Behörden verwahrt werden, in einem Dokument zusammengeführt. Basis meiner Recherchen waren mehrere Forschungsprojekte, aber auch ein ausgeprägtes privates Interesse an der
Thematik, das ihn auch sehr verborgene Unterlagen aufspüren ließ. Nur die Kombination aus bezahlter, projektförmiger Tätigkeit und langjährigem persönlichem Interesse und Engagement im Zusammentragen von Unterlagen, ermöglichte eine Bibliografie der vorliegenden Art.

OFM Josef Höplinger 1912 – 2006

Josef Höplinger, Oberfischmeister am Hallstätter See, starb am 29. Jänner 2006 im 94. Lebensjahr. Aus einer alten Fischerfamilie stammend, die seit 1850 den Hallstätter See bewirtschaftet, führte Josef Höplinger seit 1928 gemeinsam mit seinem Bruder Karl die Bewirtschaftung des Hallstätter Sees für die Österreichischen Bundesforste durch. In vorbildlicher Weise wurde der Hallstätter See nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit bewirtschaftet – lange bevor dieses Schlagwort in aller Munde war.

Quelle: OFM Josef Höplinger 1912 – 2006 – Zobodat

Fischereirevier Obmaenner

Reviervorstand seit 2018

Wir wollen es wissen…

Im “Fischereirevier Oberes Salzkammergut” von heute konzentrieren wir uns hauptsächlich um die Belange, die wir lt. O.Ö. Fischereigesetz umzusetzen haben. Jedoch auch die Geschichte um die Fischerei und der Gewässerenwicklung der letzten 500 Jahre, also primär jene Zeit, die auch mit schriftlichen Quellen erfahrbar ist, ist uns ein anliegen. Großes Augenmerk legen wir dabei auf alles, was in den letzten 200 Jahren fototechnisch festgehalten wurde. Wie sahen die Ufer, Wehranlagen, Brücken, Fluren, Personen, … früher aus? Wir wollen es wissen!

Quellen:

Fischereiordnungen Salzburger Erzbischöfe (Leonhard v. Keutschach 1507, Herzog Ernst v. Bayern 1544, Michael v. Kuenburg 1559; mit Zeichnungen für den Mondsee; aus W.H. Hohbergs Georgica curiosa 11. Buch “Wasserbuch”, ca. 1710;

OÖ. Landesarchiv – lt. Jahresbericht von 1967: Das Archiv des Landesfischereiverbandes ist in 28 Schachteln untergebracht. Es enthält zahlreiche Protokolle und Rechnungen, Material über Volksfeste und Ausstellungen (1896—1912), Fischerei-Reviere und Fischzucht (1889— 1908) und die Regulierungen des Fischwassers (1877—1926 und Vorakten bis 1699).

Bibliografie historischer Karten und Literatur zu österreichischen Flusslandschaften von Severin Hohensinner (2015)

ABERLE, A. (1974): Nahui, in Gotts Nam! Schiffahrt auf Donau und Inn, Salzach und Traun. Rosenheimer Verlagshaus, 183 S., Sign. 13647, Techn. Museum Wien

HEIDER, J. (1970): Das große Schiffsunglück auf der Traun im Jahre 1720.
Oberösterreichische Heimatblätter, Jg. 24, Heft 3/4, S. 40-43 (PDF-Download Biografie Forum OÖ Geschichte).

HERBST, A. (1895): Traunregulierung. Monatsschrift für den öffentlichen Baudienst, S. 124.

N.N. (1914): Traunschiffahrt, Auflassung. Die Wasserwirtschaft, S. 68.

MÜLLNER, J. (1896): Die Seen des Salzkammergutes und die österreichische Traun. Erläuterungen zur ersten Lieferung des österreichischen Seenatlasses. Geographische Abhandlungen, Bd. VI, Heft 1, S. 1-114, mit detaillierter Beschreibung der Traun (Hydrologie, etc.) auf S. 64-114, mit Kartenbeilagen, ÖNB 393.258-C Kar

 

„Was der Mensch sei, sagt ihm nur die Geschichte.“

Zitat von: Wilhelm Dilthey

 
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