EBENSEER TRAUN & ZUBRINGER

Tosende Gebirgsbäche, spektakuläre Flussläufe oder kristallklare Seen: Fischen im Salzkammergut Gewässern wird von Anglerinnen und Anglern aus aller Welt seit über 100 Jahren geschätzt. Zahlreiche der schönsten Fischereireviere des Landes befinden sich im Besitz der Österreichischen Bundesforste (ÖBf). Eine nachhaltige Bewirtschaftung, die ökologische Ziele mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen in Einklang bringt, ist in enger Zusammenarbeit mit den Fischereipächtern und dem „Fischereirevier Oberes Salzkammergut“ (FROSKG) dabei oberstes Prinzip. Viele der ÖBf-Fischereireviere sind verpachtet und bei einigen werden, je nach Revier und Pächter, Jahres-, Wochen- oder Tageslizenzen angeboten. Nachfolgend eine Zusammenfassung aus Sicht vom „Fischereirevier Oberes Salzkammergut“ (FROSKG) über die Gewässer am „unteren Ende“ vom Fischereirevier, bevor dieses in das „Revier Traunsee“ übergeht.

Eingebettet in die eindrucksvolle Kulisse des Toten Gebirges und des Höllengebirge präsentieren sich im Salzkammergut herrliche Fischereigewässer. Die Ebenseer-Traun zählt zu den besten Forellenstrecken Europas. Im Bereich der Ebenseer Traun, hat diese auch schon eine recht beachtliche Größe erreicht. Durch den barrierefreien Lauf der Oberen Traun vom Traunsee bis zum Wilden Lauffen, ist auch für Wanderfischarten, wie der Seeforelle eine Durchgängigkeit über viele Kilometer vorhenden. Im Offensee und im Hinteren- und Vorderen Langbathsee tummeln sich Hecht, Aitel, Barsch, Seeforelle oder der für die Region typische Seesaibling. Die Ebensser Traun wiederum birgt Regenbogen Forellen, Seeforellen und Äschen, die es zu überlisten gilt und die herrliche Landschaft entlang von Gebirgs- und Quellbäche, wie Offenseebach, Frauenweißenbach oder Langbathbach bieten eine traumhafte Fliegenfischerei.

Ebenseer Traun, an der Revier Grenze Schuler Steg, wo das Fischereirevier vom „Fischereiverein Salzkammergut“ endet und ein von den ÖBF selbst verwaltetes Fischerei Revier beginnt.

Ebensee Revier – Übersicht

Die „Durchgängigkeit des Flusses“ zählt neben den Komponenten „Wasserhaushalt“ und
„Morphologie“ zu den hydromorphologischen Qualitätskomponenten. Die Komponente
„Durchgängigkeit“ findet sich nur unter den Qualitätskomponenten für den ökologischen
Zustand von Flüssen.
Der sehr gute Zustand der Durchgängigkeit ist gemäß Anhang V, WRRL, wie folgt definiert:
„Die Durchgängigkeit des Flusses wird nicht durch menschliche Tätigkeiten gestört und
ermöglicht eine ungestörte Migration aquatischer Organismen und den Transport von
Sedimenten“.

Weiterhin sind hinsichtlich der Durchgängigkeit des Flusses unter dem guten und unter dem
mäßigen Zustand jeweils die Bedingungen zu verstehen, „unter denen für die biologischen Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können“.
Die Durchgängigkeit wird in den Bestimmungen für das Höchste ökologische Potenzial der
hydromorphologischen Qualitätskomponenten explizit genannt. Die beste
Annäherung an die ökologische Durchgängigkeit ist sicherzustellen, „insbesondere
hinsichtlich der Wanderungsbewegungen der Fauna und angemessener Laich- und
Aufzuchtgründe.“ Daher betrachten wir in diesen Bereich um Ebensee, alle morphologischen und hydromorphologischen Qualitätskomponenten.

Revier 1 – ASKÖ Sportplatz bis zum Traunsee

Ist derzeit nicht zugänglich.

Revier 2 – Schuler Steg bis zum ASKÖ-Sportplatz

Die Ebenseer Traun bei der Rudolfs Brücke flussabwärts, zur Laichzeit der Forellen.

Weitere Informationen beim Obmann Karl Reisenbichler, vom Fischereiverein Salzkammergut
Tel.: +43 (0)664 12 09 286 E-Mail: karl@salzkammergut-fliegenfischen.at
Bewirtschafter und Kartenausgabe: https://www.fischereiverein-salzkammergut.at

Revier 3 – Kesselbachbrücke bis zum Schuler Steg

Ein Traum Revier kurz vor dem Traunsee. Die Traun hat eine große Geschichte, auch aus der Sicht der Fischerei und ist nun auch in diesen Bereich wieder zugänglich und man bekommt Tageskarten. Eingebettet in eine beeindruckende Seen und Gebirgslandschaft liegt dieser Abschnitt oberhalb vom Traunsee und Ebensee. Das Tal wird hier etwas weiter und die Traun hat Platz sich auszubreiten und Schotterbänke zu bilden.

Beginn des Reviers 3 – Ebenseer Traun bei der „Kösslbach Brücke“. (ÖBF-Revier)

Vor Beginn des Reviers bei der „Kösslbach Brücke“ nimmt die Traun unterhalb der Zubringer Ischler Ache, Rettenbach und Weissenbach schon eine recht beachtliche Größe an, bleibt jedoch bei einen Normalen Wasserstand, lt. Pegel Messstelle Ebensee von unter 120 cm sehr gut befisch- und be-wat-bar. Landschaftlich in einer herrlichen Bergkulisse gibt es hier ein Reviere, welches die letzten Jahre durch Revitalisierungen wesentlich verbessert wurde und durch eine Nachhaltige Bewirtschaftung, ohne Befischungsdruck sich heute auf einem hohem Niveau befindet.

Ebenseer Traun bei der „Kösslbach Brücke“. (ÖBF-Revier)

Bewirtschafter und Kartenausgabe:
https://www.bundesforste-fischerei.at/d/14343-ebenseer-traun-oesterreichische-bundesforste

Revier 3 – Kesselbachbrücke bis zum Schuler Steg – hier oberhalb vom Schuler Steg.
Tageskarten können für dieses Revier, dass einige Jahre nicht zugänglich war, wieder über https://www.hejfish.com/d/14343 gebucht werden.

Hochwasserschutz Ebensee – Lahnstein

Revitalisierung der Traun schützt vor Hochwasser und sichert Arten. Im Rahmen eines Revitalisierungsprojekts wurde die Traun in Lahnstein in ein Naturparadies zurückverwandelt. Davon profitiert die Artenvielfalt – aber auch der Hochwasserschutz ist gestiegen. Die alte Uferverbauung, die den Fluss in ein Rinnsal verwandelt hatte, wurde auf einer Länge von 450 Metern weggerissen. Auf Schotterbänken hat die Traun nun Platz, sich um zusätzliche 25 Meter auszubreiten. Zugleich wurde ein abgetrennter 800 Meter langer Altarm wieder an den Fluss angebunden. Dadurch entstand nicht ein Habitat für Amphibien und für Jungfische. In neuen Schottersteilwänden finden Eisvögel Brutmöglichkeiten, die neuen Schotterbänke bieten Flussläufern und Flussregenpfeifern Platz.

Quelle: Wilhelm Laimer – Flussbautagung 2012, Bad Ischl, Gewässerbezirk Gmunden
Quelle: Wilhelm Laimer – Flussbautagung 2012, Bad Ischl, Gewässerbezirk Gmunden

Im Rahmen eines Revitalisierungsprojekts wurde die Traun in Lahnstein (Gemeinde Ebensee) in ein Naturparadies zurückverwandelt. Davon profitiert die Artenvielfalt – aber auch der Hochwasserschutz ist gestiegen.

Quelle: Wilhelm Laimer – Flussbautagung 2012, Bad Ischl, Gewässerbezirk Gmunden

In seinen ursprünglichen Zustand wurde auch der Auwald versetzt. Standortfremde Fichten wurden gefällt und stattdessen der typische Ahorn-Eschen-Auwald gefördert.

Vier Monate dauerten die Baumaßnahmen. Die Kosten von 400.000 Euro übernimmt zu 85 Prozent das Lebensministerium, den Rest zahlt die Gemeinde Ebensee. Neben den ökologischen Verbesserungen bringen die Maßnahmen vor allem einen verbesserten Hochwasserschutz. „Die Traun hat in Lahnstein nun Freiraum, um sich auszubreiten. Objekte im möglichen Überflutungsbereich sind dadurch vor Hochwasser besser geschützt“, sagt Dorith Breindl vom Lebensministerium.

Und davon soll es bald mehr geben. In den nächsten 20 Jahren sind weitere 59 Revitalisierungsprojekte entlang der oberen Traun geplant.

Revier(e) 4 – Zubringerbäche

Frauenweißenbach mit Schwarzenbach und Gimbach

Ich liebe die Fischerei in den alpinen Zubringerbächen im Salzkammergut.

Miesen Bach und Schusterbach

Revier(e) 5 – Seen

Besonderheiten im Ebensee Revier

Pumpspeicherkraftwerk Ebensee

Ein Pumpspeicherkraftwerk, auch Pumpspeicherwerk, abgekürzt PSKW, ist ein Speicherkraftwerk, das elektrische Energie in Form von potentieller Energie (Lageenergie) in einem Stausee speichert. Das Wasser wird durch elektrische Pumpen in den Speicher gehoben, um später wieder für den Antrieb von Turbinen zur Stromerzeugung benutzt werden zu können. Sie nehmen in nachfrageschwachen Zeiten ein Überangebot von elektrischer Energie im Stromnetz auf und geben sie bei Spitzenlast wieder ins Netz ab. Pumpspeicherkraftwerke sind die dominante Technik, um elektrische Energie in großem Maßstab zu speichern. (Quelle: WIKIPEDIA)

Quelle: Energie AG

Der Energie AG Oberösterreich Kraftwerke GmbH, Böhmerwaldstraße 3, 4020 Linz, wird die
Genehmigung nach dem Bundesgesetz über die Prüfung der Umweltverträglichkeit (Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000 – UVP-G 2000)
für die Errichtung und den Betrieb des Vorhabens „Pumpspeicherkraftwerk Ebensee“ in der Marktgemeinde Ebensee, nach Maßgabe der mit dem Genehmigungsvermerk im AUWR-2012-109282/164-Müb versehenen Projektunterlagen, der Beschreibung des Vorhabens und den Nebenbestimmungen erteilt.

Quelle: Energie AG

Technische Daten des PSKW Ebensee

Das Kraftwerk ist als Kavernenkraftwerk, am Fuße des großen Sonnsteins, mit einer reversiblen Pumpturbine geplant. Als Oberwasserspeicher ist im Rumitzgraben ein ca. 60 m hoher Naturschüttdamm vorgesehen. Als Unterwasserspeicher dient der Traunsee. Die Energieableitung zur bestehenden 110-kV-Freileitung Steinkogl – Gmunden erfolgt über einen getrennten Energieableitungsstollen mittels einer gesonderten 110-kV-Ausleitung und einem eigenen Schaltwerk. Die Genehmigungen für den Netzanschluss liegen vor.

Das geplante Kraftwerk mit einer Fallhöhe von fast 500 Metern und einem Speicherinhalt von 1,32 Millionen Kubikmetern verfügt über eine Leistung von rund 170 Megawatt. Der Speicherinhalt ermöglicht eine Betriebszeit zur Stromerzeugung von 10 Vollaststunden. Die reine Bauzeit beträgt rund 4 Jahre.

Quelle: Energie AG

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energie im Zuge der Energiewende hat sich das Betriebsmuster von Pumpspeicherkraftwerken deutlich gewandelt. Insbesondere im Sommer, wenn die Photovoltaik tagsüber große Mengen elektrischer Energie ins Netz speist, wird die Mittagsspitze und häufig auch große Teile der Mittellast von Photovoltaikanlagen gedeckt, so dass sich die Betriebszeiten von Pumpspeichern stärker in die Morgen- und Abendstunden verschieben. Gleichzeitig führt der Ausbau von Wind- und Solarenergie langfristig zu einem zunehmenden Speicherbedarf, um die volatile Erzeugung ausgleichen zu können. Daher ist in Zukunft, neben der lokalen Batteriespeicherung bei kleinen Hausanlagen, mit einer steigenden Bedeutung von Speicherkraftwerken, darunter auch Pumpspeicherkraftwerken zu rechnen. Mit dem PSKW Ebensee, bekommen wir einen erstes „Speichersee“ ins Höllengebirge.

Heimo bei der Arbeit
Artikel ist in Arbeit

Wenn wir morgen noch fischen wollen, müssen wir heute etwas dafür tun.

Zitat: ÖKF Fishlife

 

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