BEWIRTSCHAFTUNG

SCHWALLBETRIEB

Äschenbrut im Uferbereich reagiert sehr sensibel auf abrupte Wasserstandsveränderungen

Äschenbrut im Uferbereich reagiert sehr sensibel auf abrupte Wasserstandsveränderungen

Schwallbetrieb (auch Schwellbetrieb) bezeichnet eine besondere Form des Betriebs von Wasserkraftwerken. Dabei werden, zur Deckung von Spitzenbedarf an Strom, Kraftwerke entweder nur zeitweise betrieben (Speicherkraftwerke) oder zusätzliche Turbinen in Betrieb genommen (Laufkraftwerke). Dies verursacht unterhalb des Wasserkraftwerkes einen künstlich erzeugten und tagesrhythmischen Unterschied der Wasserführung eines Fließgewässers. Hohe Wasserführung wird dabei als Schwall bezeichnet, niedere Wasserführung als Sunk. Die unterschiedlichen Wasserführungen können mehrmals am Tag auftreten und verursachen eine Reihe von ökologischen Problemen. (Quelle: Wikipedia)

Die Seeklause in Steeg regelt den Wasserstand

Die Seeklause in Steeg regelt den Wasserstand

Die Seeklause in Steeg (Gemeinde Bad Goisern am Hallstättersee) ist ein zu Beginn des 16. Jahrhunderts erbautes Stauwerk, mit dem der Wasserstand des Hallstätter Sees reguliert werden kann. Die Seeklause gilt als das älteste technische Denkmal des oberösterreichischen Salzkammerguts, das noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Betrieb ist. Das 110,23 m lange, auf Holzpfählen gegründete Bauwerk dient heute lediglich zur Sicherung bestimmter Wasserstände des Hallstätter Sees und der Traun, wobei der Seespiegel bis zu einem Meter gehoben werden kann. Bis vor einigen Jahren wurden die Klaustore händisch geöffnet und geschlossen. Seit einigen Jahren ist jedoch Linksufrieg eine automatische Wehr eingebaut, die elektronische regelt und seit dem sind auch diese starken Absenkungen zu bemerken.

Schwallbetrieb in der Ischler Traun

Zur Zeit sind wieder periodisch sehr starke Wasserstand – Schwankungen festzustellen. Eigentlich kein Schwall, sondern die Absenkungen sind das Übel. Diese sind für die vorhanden Fischbrut tödlich. Die Fischbrut hält sich in erster Linie im Uferbereich auf und durch dies abrupte Absenkung haben viele Fische keine Chance aus den Flachwasser – Bereich oder aus den Stein – Nischen der Ufer – Verbauung  zu entkommen und ersticken qualvoll. Es war schon besser, mit dieser Situation. Hier dürfte die Steuerung falsch eingestellt sein oder falsch reagieren? Eigentlich wäre diese starke Absenkung, um danach wieder aufzumachen, nicht notwendig.

PEGEL ISCHLER TRAUN 25.8 BIS 8.9.2012

PEGEL ISCHLER TRAUN 25.8 BIS 8.9.2012

 

„Alle sagten: Das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.“

 

Allgemeine Lebensweisheit

 

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