BEWIRTSCHAFTUNG

ELEKTROFISCHEN MIT SAMUS 725M

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Elektrofischen ist eine Fischfang-Methode, bei der elektrischer Strom zum Fang der Fische eingesetzt wird. Dabei wird durch das Wasser ein Gleichstrom geleitet und bei sachgemäßer Anwendung schwimmen die im Stromkreis befindlichen Fische zur Anode (Bären), wo sie eingesammelt werden können. Da mit dieser Fang-Methode die Tiere unter bestimmten Voraussetzungen relativ leicht zu fangen sind und bei nicht fachgerechter Anwendung ein Gefahrenpotential sowohl für die Fische als auch für den Anwender gegeben ist, unterliegt die Elektrofischerei strengen Regelungen.

Elektrofischen in OOe

In Oberösterreich ist das Elektrofischen nur unter besonderen Voraussetzungen möglich. Dazu zählen die Prüfung als Elektrofischer und eine Genehmigung der Landesregierung. Daneben sind einige physikalische und physiologische Grundkenntnisse Voraussetzung, um die Elektrofischerei erfolgreich und sachgerecht ausüben zu können. Die Bewilligung für den Fischfang mit elektroischen Strom ist bei der OÖ. Landesregierung zu beantragen unter:

http://www.lfvooe.at/downloads/efischerei.pdf

Elektrofischen unter Naturschutzaspekten

Das Elektrofischen wird zum wissenschaftlichen Fischfang aber auch in der Berufsfischerei eingesetzt, da die Fische bei sachgemäßer Anwendung nicht getötet werden. Elektrofischen ermöglicht es, Fischbestände schnell und schonend zu erfassen und zu untersuchen. Sie eignet sich besonders für Gewässer, die mit anderen Fangmethoden nicht zufriedenstellend befischt werden können.

Für folgende Zwecke wird Elektrofischen am häufigsten verwendet:

  1. Bestandserfassung für wissenschaftliche Zwecke,
  2. Befischung von Gewässern zur Bestandskontrolle,
  3. Zum Fang von Laichfischen, zum Beispiel von Äschen, Bachforellen oder Seeforellen zum Abstreifen,
  4. Ermittlung von Ausmaß und Verursacher von Fischsterben
  5. Abfischen vom Austrocknen bedrohter Gewässer sowie zur Rettung des Fischbestandes bei Baumaßnahmen
  6. Entfernung von Fischen aus Teichen, die stark bedrohten Amphibienarten als Laichgewässer dienen
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Hier bei der E-Befischung im Sulzbach

Über das Elektrofischen sollten man einige grundlegende Dinge kennen, um die Elektrofischerei zu begreifen:

1)   Jedes Wasser ist verschieden, und in vielen Fällen reagieren dieselben Arten des Fisches auf das elektrische Feld unterschiedlich in verschiedenem Wasser (See, Teich, kleiner Bach, großer Fluss). Das wird durch die Tatsache verursacht, dass sich unterschiedliches Leitvermögen ergeben. Viele Faktoren spielen eine Rolle in der Elektrofischerei, wie:

  • Temperatur
  • Wassertyp
  • Wasser – Arten
  • Trübung
  • Größe und Tiefe
  • Anode-Größe und andere.

Wir haben seit einiger Zeit, ein Elektro Gleichstrom Gerät SAMUS 725 in Verwendung, dieses arbeitet nur in Süßwasser – im Rahmen eines 25 bis 1000-Ohm-Widerstands. Man muss für jedes Gewässer die passenden, schonensten und besten Einstellungen finden. Daher werden hier unsere Erfahrungen mit dokumentiert um auf diese zurückgreifen zu können.

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Hier die Anode (Bär oder Kescher)m mit Anschluß zum SAMUS 725. Der Kescher ist nicht im Lieferumfang des SAMUS 725 dabei.

2)   Einige Fische reagieren besser, als andere wegen ihrer Körperform auf den elektrischen Strom. Große Fisch sind empfindlicher und regieren besser. Eine Fischart oder ein Fisch kann ausgezeichnet zum Netz gehen, bzw. von der Anode (Bären) angezogen werden während anderer absinken und nicht herangezogen werden. Daher sollte man sich vor eine Befischung mit dem Gewässer und den möglichen Einstellungen vertraut machen und dafür entsprechende Zeit einplanen.

3)   Die empfindlichsten Fische die gut auf den Elektischen Strom reagieren sind:

  • Weißfische, wie Rotauge, Aitel, Barben
  • Elritzen
  • Barsch und Zander
  • Barsche
  • Waller

Weniger empfindlich jedoch auch reagieren folgen Arten:

  • Lachs
  • Forelle
  • Äsche
  • Hechte

Nun zu den praktischen Erfahrungen der Elektrofischerei. Viele Jahr, haben wir ein benzinbetriebenes Elektro – Aggregat verwendet. Diese lauten und mit ca. 30 kg, sehr schweren Geräte, machten eine Elektrobefischung zum Krafttarining, zumindest für den Aggregateträger. Heute mit dem SAMUS 725, kann man in kleineren Gewässern zu zweit, sehr schön eine Bestandsaufnahme machen.

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SAMUS 725 und AKKU

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Hier die kpl. Ausrüstung, mit SAMUS 725 und AKKU im Rucksack, die Anode (Kescher) und Maßekabel daneben.

Beim Elektrofischen schwimmt die Kathode (Minuspol) im Wasser und die Anode Pluspol ist am Kescher des Elektrofischers angebracht.

 

E-Geraet Einstellungen

Hier die Einstellmöglichkeiten des SAMOS 725

SAMUS725 EINSTELLUNGEN_HAH_083

F =Frequenz (Hz) und Impulslänge (Millisekunden). Die Auswahl wird mit Hilfe der MOD-Taste getroffen. Diese Parameter können mit Hilfe der Auf- und Ab- Tasten eingestellt werden.

F-Frequenz von Impulsen

L-Dauern von Impulsen (Länge des Impulses)

R=Frequenz-Verminder (Stellt man R- arbeitet das SAMUS 725M wie das ältere Modell SAMUS725G)

Der Vorteil des neuen Modelles liegt in der Frequenzabsenkung. Der Fisch hat ja schon reagiert uns ist betäubt. Um ihn beim einsammeln zu schonen, hat das SAMUS 725M die Möglichkeit nit der „R“-Funktion eine Frequenzminderung einzustellen. Diese Funktion habe ich noch nicht getestet, will ich jedoch unbedingt bei den nächsten E-Befischungen nutzen, da damit eine noch bessere Schonung der Fische möglich ist.

 

SAMUS725 EINSTELLUNGEN_R Eisntellung_HAH_083

 

E-Gerät Einstellungen für den Sulzbach

E-Gerät Einstellungen für den Sulzbach

Vermerk zum SAMUS 725

Wenn der Fisch beim Elektrofischen untergeht oder sich vom „Bären“, der Anode, weg  ins tiefe Wasser entfernt, sollte man versuchen, die Leistung des SAMUS 725 durch Regelung der Impulslänge (Impulszeitdauer) zu verringern. Wenn das nicht hilft, sollte man versuchen, die Leistung durch Regelung der Frequenz zu verringern. Wenn der Fisch rausspringt und Kreise im Wasser erzeugt, wenn er Richtung Bären schwimmt, sollte man versuchen, die Frequenz zu erhöhen.

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Hier sieht man, wie handlich das SAMUS 725 im Rucksack zu transportieren ist.

Folgende Erfahrungen konnten mit den Einstellungen, die wir 2012 gemacht haben, auch heuer bestätigt werden. Für kleinere Bäche, haben sich am SAMUS 725 folgende Einstellungen bestätigt:

1.) Einstellungen fuer kleine Baeche – für Forellen

Klares Wasser

F = < 50
L = 0,83
U2
P=000
RL = 90
t= 12

Truebes Wasser
F = 50
L = 0,83
U2
P=000
RF = 90
t= 12 ………..damit stellt man die Zeit ein. Damit wird der Fisch zum Pool gezogen …. Kann man auch mit t= 6 versuchen!

2.) Einstellungen fuer groessere Gewaesser, wie fuer die Ager um Aale und Welse zu fangen

F = 70
L = 0,83
U2
P=000
RL = 90
t= 12

 

Quellen:

 

„Meine Herausforderung ist, denn Fischen ihren Lebensraum zu retten!“

 


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