KALTENBACH

BESTANDSKONTROLLE KALTENBACH SEKTION 3

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Bestandsaufnahme Kaltenbach – Teilstück Sektion 3 „Katrin“ – 21.9.2013

Hintergrund und Zielsetzung

Hier versuchen wir, die Fischfauna zur Charakterisierung der Lebensraumverhältnisse und vor allem der morphologischen Situation unserer Pachtgewässer zu erheben. Die ökologische Bewertung unser Gewässer, Traun, Sulzbach, Sägemühlbach und Kaltenbach erfolgt entsprechend den Untersuchungen und Bewertung des Zustandes anhand der Fischfauna, die wir durch Bestandsaufnahmen ermitteln. An der Oberen Traun und ihren Zuflüssen sowie am Hallstättersee und Traunsee wurde in den letzten Jahrzehnten mit großem Aufwand die Gewässergüte saniert und auch teilweise verschiedene bauliche Maßnahmen gesetzt, um die Struktur zu verbessern, wie Fischaufstiegshilfen, Flussverbreiterungen oder der Öffnung von Altarmen. Sichtliche Einwirkungen hinsichtlich Saprobie und Nährstoffbelastung liegen an der Oberen Traun selbst und den Zuflüssen nicht mehr vor. Die Schwarze Bachforelle ist eine der kritischen Faktoren, die uns die letzten Jahre beschäftigt und die Einbürgerung der Bachforelle in der Ischler Traun wäre unser Ziel in den nächsten Jahren. Mit den guten Eigenaufkommen in unseren Aufzuchtgewässern, könnte das möglich sein.

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Bei der Bestandsaufnahme im Kaltenbach in der Sektion 3, wurden nur Bachforellen gefangen!

In den Nebenbächen Kaltenbach und Sulzbach sind noch Bachforellen vorhanden, die teilweise den Urstämmen der Ischler Traun entsprechen dürften. Um diese wieder in der Ischler Traun anzusiedeln, sollen diese noch vorhanden Bestände zuerst erhoben werden und damit Versuche eingeleitet werden, um diese in der Ischler Traun wieder anzusiedeln.

Durch die geplante, barrierefreie Anbindung des Kaltenbach im Winter 2013/14 an die Traun, wird auch ein Aufsteigen der Fische wieder möglich werden.

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Derzeit ist der Kaltenbach mit einer über 1 m hohen Barriere, nur bei Hochwasser der Ischler Traun, auch fischpassierbar.

Indikator Fische

Sie sind aus verschiedenen Gründen als Bioindikatoren für den Zustand von Bächen und Flüssen und speziell für unsere Gewässerüberwachung am besten geeignet. Am abhandenkommen der Bachforell in der Traun zeigen damit Effekte von längerfristigen Veränderungen von Umwelteinflüssen an. Maßnamen sind mit vertretbaren Aufwand und auch mit unseren Möglichkeiten durchführbar. Die Auswirkungen der Maßnamen werden uns über den Fischfang ersichtlich, zumindest wenn diese greifen. Hier wäre unser Ziel, einen Bestand an Bachforellen in der Ischler Traun wieder einzubürgern.

Bestandskontrolle Sektion 3 – „Katrin“

Die Bestandskontrolle vom 21.9.2013, fand in Bereich der Sektion 3, lt. Lageplan statt:

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Lageplan Kaltenbach mit Unterteilung in Abschnitte.

Bestandsaufnahmen

Die letzten fischökologischen Bestandsaufnahmen für die Obere Traun erfolgten im Rahmen der UVP Goiserer Kraftwerk (2011). Auch liegen Auswertungen aus 2003, 2005 und 2008 vor. Fischbestandsdaten für den Kaltenbach und Sulzbach fehlen zumeist. In der Untersuchung 2005, wurden diese im unteren Bereich mitbetrachtet.

Folgende Parameter fliessen in die Betrachtungen ein:

  • Gewässer / Gewässerabschnitt und potenzielles Artenspektrum
  • Populationsaufbau der Leitfischart in diesem Bereich
  • Natürliche Reproduktion der Leitfischart
  • Relative Dichte
  • Deformationen und Anomalien
  • Häufigkeitsverteilung der einzelnen Arten zueinander
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Im mittleren Bereich des Kaltenbaches, hat dieser einen sehr natürlichen Verlauf.

Artenspektrum:

Folgende Fischarten konnten wir im Kaltenbach feststellen:

  •  Bachforelle (Salmo trutta fario)
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1-sömmrige Bachforelle aus dem Kaltenbach. Die Fischbrut hat hier eine perfekte Kinderstube!

Es wurden gegenüber dem Sulzbach, in dem wir viele Koppen, im Unterlauf auch Elritzen und auch Äschen und Regenbogenforellen feststellen konnten, im Kaltenbach nur Bachforellen gesichtet werden.

Datum und Zeitraum der Befischung: 21. September 2013, 14:30 bis 18:00 Uhr

Gewaesserstrecke: Kaltenbach Sektion 3 – siehe Landkarte, Quelle: Doris

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Bestandsaufnahme Kaltenbach Sektion 3, am 21.9.2013

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Beschreibung der Strecken:

Befischungsstrecke A

Hier sieht es aus, wie mitten in „klein“ Amazonas und das nächst Bad Ischl. Kaum ein paar Meter von der nächsten Straße entfernt, hat sich hier ein natürliches Augebiet erhalten, dass einen eine Vorstellung vermittelt, wie es früher in den Traun Auen ausgesehen haben mag. Hier oberhalb des Kaltenbach Teiches schlängelt sich der Kaltenbach komplett naturbelassen dahin. Tiefe Gumpen, die bis zu 1,2 Meter tief sind, wechseln mit etwas schnelleren Rieselstrecken. Der Untergrund ist hier lehmig und in diesen Bereich nicht unbdingt eine typische Laichstrecke für die Bachforelle. Einige Bäumen queren den Kaltenbach. Viele unterschiedliche Unterstände sind ein sehr guter Lebensraum für die Bachforellen. Was verwundert, ist das keine Begleitfischarten zu sehen waren. Gegenüber dem Sulzbach hat der Kaltenbach eine sehr kalte Wassereinspeisung aus der Wasserburg „Katrin“. Einer der Hauptzubringer ist auch der Quellbach, der unmittelbar bei der Katrinseilbahn in den Kaltenbach mündet und der sehr kalten Quellwasser zuführt.

huberpower-100-8Klein Amazonas – inmitten von Bad Ischl, ein natürlicher, unreguliereter
Bachlauf, wie man diesen heute nur noch selten findet.

huberpower-100-6 (2)Hier bei der Brücke ist der obere Bereich der Befischungsstrecke A

Befischungsstrecke B

Der für mich schönste und ursprünglichste Teil des Kaltenbaches. Er schlängelt sich durch das Augebiet, teilt sich in kleine Nebenarme auf um sich wieder als Bach zu vereinen. Der Gewässerboden wird hier schon etwas mehr „schottrig“ und wechselt mit lehmigen Passagen. Hier finden sich von der Bachbodenbeschaffenheit schon sehr gute Laichhabitate für die Bachforelle.

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Im schönsten Bereich  des Kaltenbach – unterhalb der Katrinbrücke,  mäandert er wie man hier bei etwas höherer Wasserführung sieht durch die Au und flutet diese“!

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Hier ist der Einstieg in den „Kleinen Amazonas“

 

Art und verbleib der gefangenen Fische:

Keine Entnahme! Die Fische wurden wieder in den selben Bereich des Kaltenbaches zurückgesetzt, wo sie auch gefangen wurden!

Grund der Befischung:

Ziel der Bestandsaufnahme ist, den Fischbestand in den Nebenbächen unseres Traun Revieres zu erheben, speziell den Bestand an Bachforellen. Da wir in der Traun kaum noch Bachforellen haben, da diese in den letzten Jahren durch “Dunkelfärbung” (siehe Link über “Schwarze Forelle”) ausgefallen sind, haben wir 2010 mit Besatzmaßnamen von adulten Bachforellen aus Zuchtbetrieben aufgehört zu besetzen. In den Nebenbächen, so wie dem Kaltenbach, haben sich wie man aus dieser ersten Bestandsaufname sieht, noch genügend und sehr schön Bachforellen gehalten. Hier soll in einem weiteren Schritt überlegt werden, diese zur Aufzucht zu verwenden um diesen heimischen Stamm auch wieder in der Traun anzusiedeln.

Equipment fuer die Bestandaufnahme:

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Das ideale Gerät für die Bestandsaufnahme, das Gleichstromgerät SAMUS 725M ermöglicht eine lautlose E-Befischung

Quellen:

 

 

„Meine Herausforderung ist, denn Fischen ihren Lebensraum zu retten!“

 


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