BOFFFFs BIG OLD FAT FECUND FEMALE FISH

In unserer Fischergewässerbewirtschaftung der letzten Jahre zeigt, dass die Ergebnisse das bringen was die Theorie sagt. BOFFFF nennt man in der Wissenschaft das Phänomen und die Abkürzung steht für „Big Old Fat Fecund Female Fish“ d.h. große, alte, schöne, fruchtbare Fische müssen geschützt werden. Dies zeigt sich auch in unserer mehrjährigen Gewässerbewirtschaftung und das wir, seit wir auf ein „Entnahmefenster“ (Küchenfenster) umgestellt haben, keinen zusätzlichen Fischbesatz an der „Oberen Traun“ mehr brauchen. Voraussetzung dafür sind auch die Umstände, dass die Regenbogenforellen geeignete Laichplätze haben und die geschlüpften Jungfische geeignete Unterstände (Jungfisch-Habitate) vorfinden.

BOFFFF steht für „Big Old Fat Fecund Female Fish“

Harald Eidinger, Geschäftsführer vom FROSKG, hat einen Milcher mit Laichhacken gefangen, der seine Gene noch weitergeben darf. Wurde nach dem Fotoshooting in die Freiheit entlassen.
Mit einer schweren Nymphe oder einen Streamer, kann ja bald wer eine kapitale Regenbogenforelle überlisten und landen. Die hohe Kunst des Fliegenfischen beherrscht Harald Eidinger als Trockenfliegen Purist, der kapitale Regenbogenforelle auf eine 14er parachute gebundene Hechelfliege verführt und zu einen kurzen Fotoshooting aus dem Wasser hebt und mit einen Küsschen in ihr Element entlässt.

BOFFFF-Hypothese

Die BOFFFF-Hypothese wurde ursprünglich entwickelt, um die Erholung von pazifischen Steinfischen zu unterstützen. Dieses Denken ist eine Abkehr von traditionelleren Formen von traditionellen Fischereigesetzen, bei denen sich die Schutzmaßnahmen auf die kleineren, jüngeren Fische mit Mindestfangmassen konzentriert, damit sie bis zum reproduktiven Alter wachsen können.

Hier Claus W. mit einer schönen Regenbogenforelle aus der „Kaiser Traun“. Claus ist auch spezialisiert auf den Fang von „Grossen“ und ist alle Jahre mit ein paar +50 und +60 Drills dabei. Tipp: Man sollte auch mit der Trockenfliege möglichst nicht unter 0,18 mm Vorfach gehen, denn eine naturgewachsener Regenbogenforellen Milchner ist ein Power Paket, welches einen ordentlich fordert.

Nachhaltiges Fischereimanagement

ist jedoch nuancierter als nur der Schutz junger Fische. Beides zu schützen ist oft notwendig – der Nachwuchs gehört gepflegt, jedoch auch die produktivsten Laichfische im Gewässer gehören vor einer „falschen Einstellung“ geschützt. Oft hört man Fischer mit ihren Erfolgen prallen, dass sie einen Fisch mit 3 Kilogramm gefangen haben oder eine 65 cm große Regenbogenforelle entnommen hätten. Genau diese Fische brauchen wir jedoch im Gewässer und nicht filetiert, weil als Ganzes sind sie nicht verkoch bar, auf dem Teller serviert. Kleinere Fische sind leichter verarbeitbar, es gibt deren viele und man wirft nicht kiloschwere Karkassen weg, die beim Filetieren übrigbleiben.

RBF von der „Turmölgraden“. (Foto: © by Claus W.)

Bewirtschaftungsstrategie mit Limits

Daher ist seit Jahren, unsere Bewirtschaftungsstrategie mit Limits, wie Schonzeiten und einem Entnahmefenster kombiniert, bei denen Fischer über eine Fischereiordnung angehalten sind, Fische nur innerhalb eines bestimmten Größenbereichs zu entnehmen und dazu beitragen, die Populationen an beiden Enden der Altersstruktur zu unterstützen, sodass die jungen Fische die Fortpflanzungsreife erreichen und die BOFFFFs eine Fülle größerer, stärkere Eier ablegen und viel mehr Nachwuchs produzieren. Zusätzlich ist ein >50+ Regenbogen Torpedo wesentlich resistenter gegen Prädatoren und als Einzelgänger weniger leicht zu fangen.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Es ist mir hier in der Zeitschrift „Österreichs Fischerei Jahrgang 58/2005“ ein recht aussagekräftiges Foto in die Hände gefallen. Es sind zwar ein Vergleich mit Seeforellen abgebildet, für die jedoch genau dasselbe gilt, wie für die Regenbogenforelle. Damit wird veranschaulichen, welchen Unterschied es macht, ob der Fisch 38 cm oder 75 cm Länge hat und welche Auswirkungen dies auf die Anzahl von Eiern mit sich bringt, veranschaulicht dieses Bild recht deutlich.

Größenvergleich einer nahezu reifen (Totallänge: 75 cm) und einer juvenilen Seeforelle (Totallänge: 38 cm). Die Eier (Gonaden) des juvenilen Tieres liegen auf dem Papier an der oberen rechten Bild Ecke. Bei den Seeforellen handelt es sich um Fänge aus dem Bodensee (Bild: Ruhlé). Quelle: Österreichs Fischerei Jahrgang 58/2005

Dieses Bild veranschaulicht recht, welchen Sinn ein „Küchenfenster“ oder noch besser, ein Schutz der „Grossen“ mit sich bringt.

Fangfester – was sie bewirken 

Wird eine Fischart in einem Gewässer durch ein Fangfenster geschützt, so bleiben mehr Große Tiere in einem Gewässer erhalten. Die fang bare Biomasse wird dadurch zwar anfänglich reduziert, dafür wird der Laichtierbestand gestärkt und die erhöhte natürliche Fortpflanzung sorgt bei guter Funktion für eine gesteigerte Menge an Nachwuchs. Dadurch können die Fangzahlen potenziell gesteigert werden und Besatz Maßnahmen können gedrosselt oder ganz weggelassen werden.

Ein Fangfenster ist ein festgelegter Größen Bereich, in welchem eine Fischart entnommen werden darf, man könnte also auch von einem Entnahmefenster sprechen. Kleinere und größere Exemplare müssen beim Fang wieder ins Gewässer zurückversetzt werden. Bei einer starken Befischung einer Fischart ohne Fangfenster steigt der Fangertrag zwar an, die Durchschnittsgröße der gefangenen Fische sinkt allerdings mit der Zeit. Dies passiert, weil die Fische entnommen werden bevor sie ihre Wachstumsmöglichkeiten ausgeschöpft haben; dabei spricht man auch von Wachstumsüberfischung. Nach dem Berliner Fischereiprofessor Robert Arlinghaus sind, mit Ausnahme von verbuttetten Arten, insbesondere alle Raubfische grundsätzlich anfällig auf Wachstumsüberfischung. Ist die Entnahme anhaltend hoch, oder wird sogar noch verstärkt kann im Extremfall sogar ein ganzer Bestand einbrechen. Der tolerierbare Befischungsdruck einer Population hängt stark mit dem Erfolg der Fortpflanzung zusammen. Ein totaler Bestandes-Zusammenbruch kann durch ein angemessenes Fangmindestmass vermieden werden. Ein Fangmindestmass schützt aber nicht zwingend vor einer ungewollten evolutiven Auslese für langsamer wachsende Fische, da sich diese häufiger fortpflanzen können bevor sie entnommen werden dürfen. Bei einem Fangfenster hingegen verbleiben theoretisch mehr Große Individuen im Gewässer und eine starke Auslese von großwüchsigen Artgenossen wird vermieden. Als Faustregel sollten die obersten 20% der natürlichen Größen Verteilung geschützt werden. Mit ansteigendem Befischungsdruck ist es empfohlen den fangbaren Größen Bereich zu verkleinern.

BOFFFF nennt man aus „neudeutsch“ das Phänomen und die Abkürzung steht für „Big Old Fat Fecund Female Fish“ d.h. große, alte, fruchtbare, und vor allen weibliche Fische (Rogner) müssen geschützt werden. Forscher sehen sich in ihrer Beobachtung bestätigt, was die Evolutionstheorie vorhersagt. Sie besagt nämlich, dass Tierarten, deren reproduktives Potenzial (also ihre Fähigkeit zur Fortpflanzung) ansteigt, je größer sie werden, weniger altern sollten. Für größere Exemplare sinkt die Gefahr, gefressen zu werden, weder von anderen Fischen, wie auch von Prädatoren und erhalten nebenbei die Fähigkeit sich produktiver auch von der „Erbmasse“ her, zur Fortpflanzung.

Wer die Großen schützt wird doppelt belohnt

„Es hat daher große Vorteile, die „GROSSEN“ zu schützen – denn mit einem guten Bestand an „GROSSEN“ wird man durch ein überproportionales Selbstaufkommen belohnen.“

Quelle: Vorschläge zur nachhaltigen Bewirtschaftung von FischereirevierenDI Dr. Günther Unfer & DI Thomas Friedrich
Solche „Naturgewalten“ aus dem Gewässer zu entnehmen, verhindert eine hohe Reproduktion an selbstaufkommenden Jungfischen im Gewässer und müssen ggf. durch „Teichfische“ aus der Fischzucht nachbesetzt werden. Daher SCHUTZ der +50cm Fische (bei der RBF) und die wenigen Äschen die wir noch haben sollten sowieso zu 100% geschont werden. Dann haben wir auch morgen noch eine schöne Fischerei.
(Quelle: in memoriam © HPP)

Abstrakt

Der Wert von großen, alten, schönen, fruchtbaren weiblichen Fischen (BOFFFFs)hat sich in unserer Bewirtschaftungsstrategie der letzten Jahre, seit wir den Schutz großen Fische fördern, mehr als bestätigt.

Wir haben einen selbst reproduzierende Regenbogenforellen Bestand aufgebaut und schützen seit einigen Jahren die 50+ cm Fische. (Foto: © by Claus W.)

Im Vergleich zu kleineren reifen Weibchen produzieren BOFFFFs in einer Vielzahl weitaus mehr und häufig größere Eier, die sich zu Larven entwickeln können, die schneller wachsen und eine höhere Überlebenschance haben, als Eier von „Erstlaichern“. Noch wichtiger von BOFFFFs ist, dass diese tendenziell frühere und längere Laichzeiten haben und können daher an anderen und mehrerer Stellen als kleinere Weibchen laichen. Was auch hilft, dass sich eine größere Anzahl zu Brütlingen entwickeln.  

Die Eier von großen Regenbogenforellen Rognern, haben bis zu 6 mm Durchmesser und haben wesentlich höhere Befruchtungsraten und als größeren Larven, mit größeren Dottersack, bessere Voraussetzungen in der Natur zu überleben.
Eine 74 cm Regenbogenforelle aus der „Kaiser Traun“, vorsichtig fotografiert und wieder frei gelassen um in den Wintermonaten für entsprechenden Nachwuchs zu sorgen. (Quelle: in memoriam © HPP) Für mich als Bewirtschafter ist es wichtig, dass wir diese Fische gut über den Winter bekommen und soweit beeinflussbar, mit optimalen Bedingungen durch die Laichzeit. Dazu gehören aufgelockerte Laichplätze mit 16/32 (64mm) Kiesbett und möglichst wenig Sedimentbelasung.

Biomasse bleibt im Ökosystem

Und dann ist da noch ein weiterer Aspekt der schieren Menge: Mehr Fischeier und Fischlarven bedeuten schlicht auch mehr Nahrung für alle andere Fische und sonstige Räuber im und ums Gewässer. „Studien haben gezeigt, dass diese Massen junger Fische hocheffizient darin sind, Nahrung in Biomasse umzuwandeln“. Dadurch bleibe „mehr Energie in der Nahrungskette eines Ökosystems erhalten.“

Das sind die wertvollen BOFFFFS im Revier…. (Foto: © by Claus W.)

Diese Merkmale von „BOFFFFs“ haben bei uns in den letzten Jahren dazu beigetragen die Absicherungsstrategien vom Nachwuchs und einen selbst reproduzierenden Fortpflanzungserfolg sicher zu stellen. Wie sich bestätigt, hat sich die Produktivität der Muttertiere und auch Stabilität des Fischbestandes inkl. einer ausgewogenen Alterspyramide verbessert.

Von manchen Fischerkollegen wird mir berichtet, dass man vor den vielen Teenager und Halbstarken, kaum ein großer an die Fliege geht. Das ist eben auch die hohe Kunst des gezielten Services, oder auch das „abscannen“ von potentiellen Stellen. Auf alle Fälle haben wir über das gesamte Revier, eine sehr guten Bestand an Nachwuchs. Gut genährt und wie auch die Notabfischungen im Engleithen Altarm gezeigt haben auch mit einen recht stattlichen Bestand an 0+ Fischen.

Selbsterhaltende RBF-Population

Seit einigen Jahren brauchen wir daher auch keinen Fischbesatz bei der Regenbogenforelle mehr durchführen. Durch die Begrenzung der Entnahmeraten und durch die Einführung von „Slot-Limits“ ist auch eine Ausstrahlung auch umliegende Fischereirevier zu beobachten und eine generelle Verbreitung von Fischbrut und Larven. Die revierübergreifende Bewirtschaftung ist wahrscheinlich das wirksamste Mittel, um sicherzustellen, dass Altersstruktur im gesamten Einzugsgebiet der Oberen Traun sich ausbreiten und überleben.

(Foto: © by Claus W.)

Beim Fotografieren vorsichtiger Umgang mit dem Fisch

Es sei darauf hingewiesen, dass beim Fotografieren von Fischen möglichst schonend vorzugehen ist. Speziell wenn man alleine am Wasser ist und niemand dabeihat, ist beim Fang eines BOFFFFs – Kapitalen das schonende zurücksetzen ins Wasser, oder besser, denn Fisch gar nicht aus den Wasser zu nehmen der Vorzug zu geben ist. Es muss auch nicht jeder Fisch fotografisch festgehalten werden. Wir wissen das wir große Fische in der Oberen Traun haben. Nach dem Motto:

Der weidgerecht Fliegenfischer genießt und schweigt

Grundsätzlich lässt sich dieser bekannte Spruch „ein Gentleman genießt und schweigt“ auch auf uns Fischer ausdehnen und wir glauben und wissen, dass wir „Schönheiten“ im Wasser haben, von denen jährlich einige verführt werden ………….

Alterspyramide passt

Jetzt im Juli, findet man jede Menge 0+ RBF-Wildlinge in der Uferzone. Von der Nahrung dürften sie auch genug abbekommen, denn unterernährt schauen sie nicht gerade aus. 🙂
Regenbogenforellen Nachwuchs aus Eigenaufkommen
Regenbogenforellen Nachwuchs aus Eigenaufkommen. Man fängt viele von diesen „Teenagern“, was zeigt, dass die Alterspyramide im Gewässer in Ordnung ist.

Saisonstart frühestens mit 1. April – BESSER SPÄTER!

Zumeist regelt die Natur einen Saisonstart im Salzkammergut mit einer Verschiebung nach hinten, wegen dem Einsetzen der Schneeschmelze und damit verbundenen hohen Wasserständen. Jedoch durch klimatische, regionale Verschiebungen, kommt es in den letzten Jahren auch zu einer Verschiebung der Laichzeiten, was ggf. zu regionalen Anpassungen der Schonzeiten führen kann. Auf alle Fälle ist jeder Fischer im Sinne eines weidgerechten Verhalten aufgefordert, KEINE laichende Fische zu befischen oder auf deren Laichplätzen herum zu waten!!!

Die Laichzeit der Regenbogenforellen hat sich in den letzten Jahren in Richtung „Frühjahrslaicher“ entwickelt. Dh. das Hauptlaichgeschäft fällt in die Monate März und April und daher ist ein zu früher Saisonstart, der ab 16. März lt. O.Ö. Fischereigesetz möglich wäre, lokal im Salzkammergut etwas weiter nach hinten zu legen.

In normalen Jahren regelt das die Natur und ein Start der Fischsaison mit der Fliegenrute ist zumeist erst nach der Schneeschmelze ab Mitte bis Ende Juni möglich. In Jahren, in der wir ein spätes einsetzen der Schneeschmelze haben, ersuchen wir jeden Fischer um eine weidgerechte, vorausschauende Fischerei.

Weidgerechtes verhalten

Es ist auf alle Fälle auf ein „WATENVERBOT“ bis Ende MAI einzuhalten, speziell an den Laichplätzen der Regenbogenforellen und der gleich darauffolgenden Äschen Laichzeit. Weiters dürfen lt. § 30 O.Ö. Fischereigesetz, Wassertiere während der für sie festgesetzten Schonzeit nicht gezielt befischt werden.

Im tieferen Zügen, sammelt sich der Jahrgang 2+ über die Winterperiode zu kleineren „Trupps“. Die 3+ RBF und größeren sieht man bereits in den Revierkämpfen um die Laichplätze. Die Laichzeit der Regenbogenforellen hat sich in den letzten Jahren in Richtung „Frühjahrslaicher“ entwickelt. Dh. das Hauptlaichgeschäft fällt in die Monate März und April und daher ist ein zu früher Saisonstart, der ab 16. März lt. O.Ö. Fischereigesetz möglich wäre, lokal im Salzkammergut etwas weiter nach hinten zu legen.

Regenbogen Fangberichte

Mit der Gespießten unterwegs und mit der Trockenfliege ….
Bei Fischen mit über 80 cm und auch einen Trophäen Fisch mit +70 cm kann man schon Ausnahmen machen. So wie hier, konnte Günther Platzer bei der Ischl Mündung im Pool einen schönen Fisch landen! „Der liebe Gott ließ ihn fangen diese Forelle, und soooooo groß war seine Gabe, dass er als Petri Jünger, nie mehr einen Grund zum Lügen habe‼️ (88 cm, 8 ,45 kg, im Vergleich die Tischbreite ist 105 cm). Foto: © by Günther Platzer

Auszug aus der Fangstatistik – 50+

und als „Laichfische“ wieder schonend in ihr Element zurückgesetzt:

WerFischartLängeWo Datum
Günther PlatzerRBF88 cmIschler TraunNovember 2019
Günther PlatzerRBF78 cmIschler TraunMai 2018
Günther PlatzerRBF75 cmIschler Traun29.07.2020
Gerald SchimettaRBF68 cmIschler TraunAugust 2020
Andreas SchindlauerRBF65 cmIschler TraunAugust 2020
Peter OberwimmerRBF60 cmEbenseer TraunSep. 2020
Claus WilleRBF60 cmIschler TraunSep. 2020
Harald EidingerRBF60 cmIschler Traun Sep. 2020
Heimo HuberRBF55 cmIschler TraunSep. 2020
usw. …..
Eine Information über den Fang von großen Fischen ist uns ein wichtiges Anliegen um ein Inventur unserer Bewirtschaftungs – Strategie zu haben. Weitere Meldungen, über die Entnahme von größeren RBF an der Ebenseer Traun mit 2,4 Kg und 2,6 Kg etc. liegen vor. Ich freue mich über jede Meldung und es muss nicht unbedingt mit Fotos sein. Wir wissen, dass wir gute Bestände haben und weitere Erkenntnisse wird eine gerade durchgeführte Bestandsaufnahme bringen.

Ein langwieriger Prozess – Aufbau von Fischbeständen

Mit diesem Beitrag möchte ich zusammenfassen, wie große, alte, schöne, fruchtbare weibliche Fische – sogenannte „BOFFFFs“ wesentlich zur Produktivität und Stabilität der Bestände beitragen, und zwar auf eine Weise, die sich erheblich von kleineren weiblichen Tieren unterscheidet – dh. der gesamten Biomasse von Laichbeständen ist doch nicht dasselbe. Die Aufmerksamkeit auf den Wert von BOFFFFs zu lenken ist wichtig, da oft die Fischerei „BOFFFFs“, also große Fische überproportional entfernt und damit die Alters- und Größenverteilungen abschneidet, so dass nur jüngere, kleinere „Laicher“ im Gewässer übrigbleiben.  

Petrie Heil & schonender Umgang…. (Foto: © by Claus W.)

Resümee

Eine starke Altersverkürzung kann daher zu einer „Überfischung der Bestände“ führenDaher hat die Schonung der „Großen“ die Fischerei bei uns stark verbessert, indem es gelang, die Altersstruktur und das Wachstums von „Alten“ Fischen zu erhalten und das Überleben eines breiten Spektrums von Laichfischen und der Fischgrößen sicherstellt. Obwohl ein solcher Schutz im Fischereimanagement nur selten umgesetzt wird, hat sich diese Methode an der Oberen Traun bestätigt.

Bewirtschaftung & Angelfischerei & Nachhaltigkeit

Leitbild einer nachhaltigen Angel fischereilichen Nutzung von Gewässern

Nachhaltigkeit ist ein weltweites Schlagwort geworden, auch die Vereinten Nationen beschäftigen sich seit langem mit dem Thema und definierten als Orientierungshilfe die Sustainable Development Goals (Ziele für die nachhaltige Entwicklung).

Aber was bedeutet das für uns?
Nachhaltigkeit heißt, man darf von natürlichen Gütern nur so viel verbrauchen wie nachwächst und ist in der Fischerei somit nichts Neues! Für uns Fischer: innen heißt dies „Ohne Fisch kein Fischer!“. Verantwortungsvolles und nachhaltiges Denken sichert den Fortbestand der Fischerei.

Die Zukunft unserer Fischerei liegt in unseren Händen. (Foto: Daniel Azelsberger)

Weitere Informationen zur BOFFFF-Hypothese:

BOFFFF und der Big-Mama-Effekt

Nachhaltiges Management von Angelgewässern: Ein Praxisleitfaden

Hixon, MA, Johnson, DW, Sogard, SM BOFFFFs: über die Bedeutung der Erhaltung der Altersstruktur in der Fischereipopulation . ICES Journal of Marine Science, 2014; 71 (8): 2171 & ndash; 2185.

Das Gesetz von Longhurst A. Murphy wurde überarbeitet: Langlebigkeit als Faktor bei der Rekrutierung von Fischpopulationen , Fisheries Research, 2002; 56: 125-131.

The Fisheries Blog

Die Rettung großer Fische durch Fangfenster übertrifft die klassische Mindestlänge, wenn das Ziel darin besteht, mehrere Fang- und fangbezogene Fischereiziele zu erreichen.

 

„Fischereimanagement ist wie das Leben – eine Kunst, keine Wissenschaft“

Zitat von Robert Arlinghaus

 
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