ENGLEITHEN ALTARM WEITERER TOTALAUSFALL AM 6. DEZEMBER 2016

So herrlich ist der Engleithen Altarm, bis zu einen Pegel von 175 cm lt. Pegel Maxquell. Ein Jungfisch-Habidat in dem sich Äschen, Forellen, Elritzen und Koppen sehr wohl fühlen. Daher sind auch tausende Jungfische im Engleithen Altarm.

Im Jahr 2012 wurde der Nebenarm in Engleithen in einem Projekt des Gewässerbezirks Gmunden wieder an die Traun angebunden. Ziel dieser Umbauarbeiten war es den Hochwasserschutz zu verbessern und die Traun in diesem Bereich ökologisch aufzuwerten. Bei dem Hochwasser im Juni 2013 zeigte sich bereits die positive Wirkung des neu gestalteten Nebenarms auf die Hochwassersituation in Bad Ischl.

Traun tieft ein – Altarm verlandet

Jedoch verursachte auf der einen Seite der hohe Sedimenttransport bei Hochwassers eine Verlandung des Nebenarms. Auf der anderen Seite führen ein stark kanalisiertes Flussbett der Ischler Traun und einige starken Hochwässer der letzten Jahre, zu einer immer stärkeren Eintiefung des Hauptgewässer. Der Fluss muss ausweichen! Links und rechts geht durch die starken Verbauungen nicht mehr, dass heißt er gräbt sich immer mehr in die Tiefe! Damit wir die Fluss-Sohle der Traun immer tiefer, wie wir bei Sohle-Messungen festgestellt haben, hat sich die Traun in den letzten Jahren um bis zu 80 cm (achzieg) eingetieft. Abrutschungen der unterspülten Uferbefsetigungen sind die Folge. Brückenpfeiler wurden unterspült und waren gefährdet. Gegenüber der Rettenbachmündung war das Fundament der Salzkammergutstrasse unterspült. Es ist eine Frage der Zeit, bis auch hier an der Oberen Traun es zu einen Sohlendurchbruch, wie an der Salzach kommt.

Hier bei der Profilvermessung durch Harald Eidinger, der beruflich auf solche Aufgaben spezialisiert war.

Wikipedia Bericht zur Eintiefung an der Salzach 

Zuerst war die Salzach unterhalb der Stadt Salzburg mit einer Ausbaubreite von 80 Wiener Klaftern (152 m) vorgesehen. Die anfangs sehr erwünschte Selbsteintiefung der Salzach unterblieb aber weitgehend. Daher wurde in einem weiteren Schritt die Gesamtbreite der Salzach auf 60 Klafter (114 m) verringert. Erst die erhebliche Entnahme von Geschiebe führte nach 1900 zur maßgeblichen Eintiefung. Bis heute grub sich die Salzach immer tiefer in ihr Bett ein. Seit Jahrzehnten ist diese Eintiefung bereits zum Problem geworden. Sie hat mittlerweile ein Ausmaß erreicht, bei dem die besonders erosionsanfälligen Feinsand- und Seetonschichten nur noch ungenügend oder gar nicht mehr überdeckt sind. Bereits ein mittelgroßes Hochwasserereignis kann zu unbeherrschbaren Folgen und plötzlichen weiteren Eintiefungen um mehrere Meter führen (Sohlendurchbruch). Erhebliche Schäden an Bauwerken und Umland wären die Folge. Vor allem für Brückenpfeiler und Brückenwiderlager könnte innerhalb kürzester Zeit eine akute Gefährdung entstehen und den gesamten innerstädtischen Verkehr zum Erliegen bringen. Es besteht daher Handlungsbedarf. Eine bayerisch-österreichische Arbeitsgruppe hat Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und führt derzeit erste Maßnahmen des Projektes „Sanierung untere Salzach“ durch. Vorgesehen sind unter anderem eine Aufweitung des Flussbetts und der Einbau von aufgelösten Sohlrampen sowie von sogenannten offenen Deckwerken. Hauptziel der Maßnahmen ist, eine weitere Eintiefung zu verhindern sowie die Flusssohle in einem eigendynamischen Prozess wieder anzuheben und diesen Zustand in ein dynamisches Gleichgewicht zu bringen. Dies bewirkt, dass kleinräumig wertvoller vitaler Auwald entstehen kann. Diese unabdingbar erforderlichen Arbeiten zur Sanierung der Salzach auf einer Länge von 60 km sind mit einem Kostenaufwand von rund 300 Mill. Euro verbunden.  

Messung der Sohleneintiefung an der Ischler Traun

Hier der Bericht „Fischer mit Profil“, wie von unseren Fischereischutzorgan Harald Eidinger die Tiefenprofile der Ischler Trazun vermessen wurden, um dokumentiert auf diese Situation hinzuweisen und nicht nur ohne Fakten zu jammern:

Informationen zum „Traun Profil“, sind hier zusammengefasst:

Das periodischen austrocknen des Engleithen Altarm macht eine Bewirtschaftung schwer 

Bei jeden ausstrocknen des Engleithen Altarm sterben tausende von Fische.
.... und gleich den Engleithen Altarm das erste mal trocken gelegt!
…. und der Engleithen Altarm „trocken“ gelegt!

Abhilfe fuer den Engleithen Altarm ist …

Es ist ein Altarm! Der kann austrocknen! Da haben wir auch Verständnis. Jedoch nicht 3x pro Jahr, wie wir das 2016 hatten. Leider wurde in der Planung auf verschiedene und durchaus bekannte Situationen nicht Rücksicht genommen. Den Einlaufbereich in einen Altarm in einer „Innenkurve“ zu planenen, war der erste Planungsfehler. Begleitende Maßnahmen, durch die immer stärkeren Eintiefung im Hauptgewässer zu berücksichtigen, war der zweite Fehler.

Genau hier wäre auch der Ansatz zum „Nachbessern“! Es muss die starke Eintiefung im Hauptflussbett gestoppt werden. Dies wäre durch den Einbau von „Reuen Rampen“ möglich. Da,mit würde auf der einen Seite die Eintiefung gestoppt. Die Planung müsste so erfolgen, dass auch die über 80 cm Eintiefung noch etwas vermindert werden. Mit dieser Maßnahme würde sich der „Grundwasserspiegel“ heben und damit eine Stabile Wasserführung im Engleithen Altarm gewährleisten.

Der Sohlgurt oder auch eine Bezeichnung die ich lieber verwende, um damit auch die Fischpasierbarkeit zu haben, ist die „Raue Rampe“!

 

Weitere Inf0rmationen zur Situation am Engleithen Altarm:

Weitere Informationen:

https://www.meinbezirk.at/salzkammergut/leute/wiederholte-austrocknung-des-nebenarmes-der-traun-in-engleithen-d1054337.html

 

„Fischereimanagement ist wie das Leben – eine Kunst, keine Wissenschaft“

Zitat aus dem Buch Nachhaltiges Management von Angelgewässern von Robert Arlinghaus