ENGLEITHEN ALTARM

ENGLEITHEN ALTARM BAUSTELLE 2011

Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts waren die Auen der Flusse und Bäche im Salzkammergut das ganze Jahr über vernässt und bereits bei kleineren Hochwässern überschwemmt, sodass eine landwirtschaftliche Nutzung nicht möglich war. Im Salzkammergut ging es vor allem auch um die „Schiffbarmachung“ der Traun, für den Salztransport. So wurde in den letzten Jahrhunderten die Traun in ein „Korsett“ gepresst und dieser Lebenraum immer mehr zwischen Stadt, Strasse und Bahn, begradigt und kanalsiert.

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Wie man aud der „Doris Ur-Mappe“ sieht, ist der Engleithen Altarm eine Renaturierung eines alten Traun – Nebenarmes, den es auch bis ins 19. Jahrhundert gab, bevor er zugeschüttet wurde.

Der renaturierte Traun-Altarm Engleithen in Bad Ischl wurde 2011 mit viel Aufwand und einer großen Erdbewegung gebaut. Er ist ein Projeket des Umweltbildungsprogramm “Lebendige Flüsse Oberösterreichs” – und einer Kooperation zwischen dem Wasserressort des Landes OÖ und dem WWF.

Finanziert aus einer Erbschaft

Gedenkstein zum Andenken an Fr. Julina Schmid, durch die diese Bauvorhaben ermöglicht wurde.

Gedenkstein zum Andenken an Fr. Julina Schmid, durch die diese Bauvorhaben ermöglicht wurde.

Wie vom Wasser-Sektionschef DI Wilfried Schimon vom Lebensministerium berichtet wurde: “Als ich den Anruf aus dem Finanzministerium bekommen habe, war ich zunächst etwas verwundert: Ihr habt 500.000 € geerbt. Ich dachte zunächst, dieses Geld wäre in einem anderen Ministerium übrig geblieben und würde nun in mein Ressort übertragen, aber auf meine Nachfrage hin teilte man mir mit: Nein, es ist wirklich eine Erbschaft, hinterlassen von Frau Juliana Schmid aus Bad Ischl. Das ist schon sehr ungewöhnlich, freut mich aber sehr und zeigt auch, welch vorbildliche Arbeit die Bundeswasserbauverwaltung in den letzten Jahren geleistet hat.”

Das Legat der Julina Schmid. Einweihung der Gedenktafel am 7. Juli 2012.

Das Legat der Julina Schmid soll ein Stück Lebensraum und „Natur“, oberhalb von Bad Ischl zurückbringen ….

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Neben dem Hochwasserschutz soll der Altarm auch eine „ökologische Funktionsfähigkeit“ bringen!

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Hier ein Blick in die „Alte Traun Au“ die im unteren Bereich nur bei Hochwasser geflutet wurde. Um zu Renaturieren muss auch dieser herrliche Auwald weichen….

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Ein Blick auf die „Alte Traun“, oberhalb vom Kaiserstandbild, bevor diese in den künstlich, neu geschaffenen „Engleithen Altarm“ integriert wird. Mit Wasser wurde dieser Teil nur noch mit Grundwasser und bei extremen Hochwasser’n versorgt.

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Große Erdbewegungen sollen den einstiegen Altarm wieder herstellen!

Auwald muss weichen!

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Viele Tonnen Schotter gehören entsorgt!

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Viele Kabel und Rohrleitungen gehören über die neue „Engleithen Altarm-Brücke“ geführt.

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Die Baggerarbeiten oberhalb der neu gebauten „Engleithen Brücke“.

 

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Hier unterhalb des „Einlaufbereiches“ vor der Flutung.

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Sicht auf den Einlaufbereich vor der „Öffnung“!

Ziele und modus procedendi

Die vollständige Renaturierung eines Fließgewässers ist eine schwierige, wenn nicht gar unmögliche Aufgabe. Deshalb spricht man häufig etwas vorsichtiger zunächst von einer Revitalisierung. Neben dem Hochwasserschutz ist in der Zielformulierung für die „Revitalisierung des Engleithen Altarm“ auch die ökologische Funktionsfähigkeit formuliert. Wir werden darüber berichten, wie die neue „Alte Traun“ von den Tieren Ober-und Unterwasser angenommen werden wird.

„Korrektur der Korrektion durch Renaturierung“

Zitat von: Fischereiverband Schwaben

 

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