SULZBACH

NOTABFISCHUNG SULZBACH 2013

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Sulzbach Bachforelle

Aufbauend auf die BESTANDSKONTROLLE SULZBACH 1. TEIL die wir 2012 durchgeführt haben, mussten wir auf Grund des heissen Sommer, im unteren Bereich des Sulzbaches eine Notabfischung vornehmen. Damit konnten wir auch Gleichzeitig auch die Auswirkungen des Hochwassers vom Juni 2013 prüfen. Speziell im unteren Bereich des Sulzbach, hatten wir durch die Trockenheit der letzten Wochen und damit mit einer sehr geringe Wasserführung einen bedenklichen Zustand erreicht, dass er im Unterlauf trocken läuft. Da die Wettervorschau in den nächsten Tagen auch keine wesentliche Veränderung prognostizierte, erschien uns eine „Notabfischung“ in diesen Bereich als erforderlich. Der unterste, im Mündungsbereich zur Traun liegende hart verbaute Bereich , ist nicht mehr fischbasierbar. So trafen sich Edi, Hubert und ich, am 3. August 2013, um 6:00 Uhr früh zur elektrischen Notabfischung im unteren Bereich vom unteren Sulzbach.

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Der untere Sulzbach als Musterbeispiel, wie schön man Bäche zubetonieren kann!

Eckdaten der Notebefischung:

  • Datum und Zeitraum der Befischung: 3. August 2013, 7:00 bis 10:00 Uhr
  • Gewaesserstrecke: Sulzbach – siehe Landkarte, Quelle: Doris
  • Grund der Befischung: Notabfischen wegen Trockenheit
  • Art und Menge: siehe nachfolgende Aufstellung
  • Verbleib der gefangenen Fische: In der Nähe der Sulzbachmündung, in die Ischler Traun umgesetzt
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In diesen Bereich ist der Sulzbach unbeschatet und die Wassertemeratur ist auf 26 Grad Celsius.

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Sulzbach hat eine Wassertemeratur, im Unterlauf von 26 Grad Celsius.

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Bei der Notabfischung und Zählung der Sulzbach Bachforellen

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Fischzählung in den mit Sauerstoff durchströmten Transportbehälter

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In den Nebenbächen haben einen guten Bestand an Bachforellen, die mussten wir durch die Trockenheit aus ihren Tümpeln retten.

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Hier bei der E-Befischung im Sulzbach (Foto: 2012)

Befischte Strecke 2013

Ähnlich wie 2012, haben wir den unteren Bereich befischt. Im Oberlauf des Sulzbaches ist die Wasserführung stabiler und dort ist auch keine Gefahr für Austrocknung gegeben. Im Unterlauf versitzt das Wasser im Schotter. Vermutlich könnte dies auch einen Zusammenhang mit der Eintiefung der Traun und eventueller Absenkungen des Grundwasserspiegels zusammenhängen? Wobei der Sulzbach in früheren Jahren, wie ich aus Erzählungen vom Vorpächter weis, auch trocken gefallen ist. Dieser ist eben bei lange Trockenheit extrem für Austrocknung gefährdet. So stellte sich auch am 5. August 2013, in diesen Bereich ein mit Wasser durchflutete Durchgängigkeit komplett ein. Erst die Regenfälle in der Nacht von 8. August auf den 9. August 2013 brachten eine leichte Entspannung der Situation.

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Lageplan der Befischungsstrecke 2013 (Quelle: Doris)

Sulzbachbereich Rettenbachtalstrasse – Grazer Strasse

Dazugenommen in der Befischung haben wir heuer, denn stark verbauter Sulzbachbereich in der Rettenbachtalstrasse – Kreuzung zur Grazer Strasse, an dem sich durch die nicht mehr mögliche Bassierbarkeit für Fische, durch die brutale, harte Verbauung eine großere Fischansammlung gebildet hatte.

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Stark verbauter Sulzbachbereich Rettenbachtalstrasse – Kreuzung zur Grazer Strasse

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Hohe Fischdichte, durch Kontiniumsunterbrechung durch die starke Verbauung in diesen Bereich

Bestandsaufnahme Vergleich

Bei der Notabfischung von 2013, viel im Vergleich zur Bestandaufnahme 2012 auf:

  • 1-sömmrige Fische waren 2013 wesentlich weniger vorhanden, wie dies 2012 der Fall war!
  • Dies wird mit dem Hochwasser im Juni 2013 zusammenhängen und der Situation, dass es in den kanalartig betonierten Flußbett, für Jungfische wenige Unterstände gibt.
  • Der „Mittelbau“ ist konstanz geblieben
  • Regenbogenforellen waren 2012 nur im unteren Bereich! Die sind 2013 wesentlich weiter aufgestiegen.
  • Die größeren Fische sind sehr Standort treu! Daher auch Entwicklung von einigen + 40 cm Exemplaren
  • Äschen konnten heuer im unteren Bereich nicht gefangen werden. Wobei wir den Bereich der „Fischaufstiegshilfe“ nicht befischt haben.
  • Die Fischaufstiegshilfe wurde das Juni Hochwasser ziemlich zugeschottert und hier müssen sich erst wieder Gumpen ausspülen.

Notabfischung 2013

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Bestandsaufnahme Unterer – Sulzbach 2013

Einen Unterschied hatten wir auch in der Befischungsmethode gewählt. Da wir wegen der Gefahr der Austrocknung, eher die großen Fische abfischen wollten, fischten wir dieses mal flußabwärts, da wir damit die größeren Fische besser aus den tieferen Gumpen abfischen konnten.

Bestandsaufnahme 2012

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Bestandsaufnahme Unterer – Sulzbach 2012

 

Ruecksetzung der Fische

Die im Sulzbach abgefischten Fische, mussten wir dieses Jahr, wegen der Gefahr der Austrocknung im unteren Sulzbachbereich, in die Traun umsetzen. Eingesetzt wurden diese oberhalb von Bad Ischl, im Bereich vom Fahrzeugmuseum.

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Unser Fischerei-Aufseher Hubert H., beim Zurücksetzen der Fische in die Ischler Traun

Traun Pegel und Temperatur am Befischungstag

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Temperatur der Traun – Daten vom Pegel Maxquell – Hydrographischer Dienst Oberösterreich

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Pegel Maxquell in Bad Ischl – Hydrographischer Dienst Oberösterreich

E-Geraet Einstellungen fuer den Sulzbach

Folgende Erfahrungen konnten mit den Einstellungen die wir 2012 hatten, auch heuer bestätigt werden. Für kleinere Bäche, haben sich am SAMUS 725 folgende Einstellungen bestätigt:

SAMUS725 EINSTELLUNGEN_HAH_083

F =Frequenz (Hz) und Impulslänge (Millisekunden). Die Auswahl wird mit Hilfe der MOD-Taste getroffen. Diese Parameter können mit Hilfe der Auf- und Ab- Tasten eingestellt werden.

F: 47

F-Frequenz von Impulsen

L-Dauern von Impulsen (Länge des Impulses)

R=Frequenz-Verminder (Stellt man R- arbeitet das SAMUS 725M wie das ältere Modell SAMUS725G)

Der Vorteil des neuen Modelles liegt in der Frequenzabsenkung. Der Fisch hat ja schon reagiert uns ist betäubt. Um ihn beim einsammeln zu schonen, hat das SAMUS 725M die Möglichkeit nit der „R“-Funktion eine Frequenzminderung einzustellen. Diese Funktion habe ich noch nicht getestet, will ich jedoch unbedingt bei den nächsten E-Befischungen nutzen, da damit eine noch bessere Schonung der Fische möglich ist.

 

SAMUS725 EINSTELLUNGEN_R Eisntellung_HAH_083

 

E-Gerät Einstellungen für den Sulzbach

E-Gerät Einstellungen für den Sulzbach

Vermerk zum SAMUS 725

Wenn der Fisch beim Elektrofischen untergeht oder sich vom „Bären“ ins tiefe Wasser entfernt, sollte man versuchen, die Leistung des SAMUS 725 durch Regelung der Impulslänge (Impulszeitdauer) zu verringern. Wenn das nicht hilft, sollte man versuchen, die Leistung durch Regelung der Frequenz zu verringern. Wenn der Fisch rausspringt und Kreise im Wasser erzeugt, wenn er Richtung Bären schwimmt, sollte man versuchen, die Frequenz zu erhöhen.

Einen eigenen Artikel über den Betrieb des Elektrofischereigerät SAMUS 725M ist in Vorbereitung!

Quellen:

Wenn wir die Natur auf das reduzieren, was wir verstanden haben,
sind wir nicht überlebensfähig.
Zitat: Hans-Peter Dürr

 


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