BACHFORELLE

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Markierte Besatzfische mit "Blauen Punkt"

Untersuchungen mit markierte Bachforellen mit „Blauen Punkt“ – haben wir 2008 schon durchgeführt! Die Fische sind in großer Anzahl im August, tot die Traun hinuntergetrieben. Seit dem setzen wir keine Bachforellen mehr ein!

Es gibt viele interessante Berichte zu diesen Thema und keiner weiß wirklich genau Bescheid, speziell wenn es um die Auswirkungen und Ursachen zur „schwarzen Bachforelle“ geht! Ob es Einflüsse auf andere Fischarten, wie der Seeforelle oder Kleinfischen, wie Elritze, Schneider und Schmerle gibt, ist gar nicht untersucht. Fische können sich hier nur schwer artikulieren. Man sieht sie im Kathastrophen-Fall tot abtreiben! Wenn ein Fisch Art verschwunden ist, so wird das eigentlich von niemanden wahrgenommen. Daher haben wir in der ARGE BACHFORELLE den Lead übernommen um diese Situation aufzuzeigen, die Ursachen zu finden und möglichst die abhandenen Fische, allen voran den Leitfisch der Forellenregion, die Bachforelle wieder in unsere Geässer, wie der „Oberen Traun“ zu bekommen. Vielleicht ist das Symtom der „schwarzen Bachforelle“ eine Kombination von mehreren schädlichen Einflüssen die den Bachforellen und auch anderen Fischarten zusetzen. Zu lesen ist auch in den Abhandlungen: „Jede ARA muß für sich betrachtet werden, eine allgemeine Aussage zur Auswirkung der ARA auf die Fischgesundheit ist nicht zulässig„.

Welche Varianten gibt es?

In unserem Falle an der Oberen Traun gibt es sowieso nur 2 Möglichkeiten. Entweder wir ziehen unser Vorhaben mit Gleichgesinnten durch oder wir warten auf bessere Zeiten, fischen auf Regenbogenforellen oder gehen zum Golfen. Es gibt so viele unterschiedliche Meinungen dazu. Unser Projektleiter. Kurt H. ist auf Basis seines Wissens in der Planung und den Bau von Kläranlagen, der Meinung eine UV-Desinfektion ist leistbar und erreicht eine Wirkung von > 99% an zusätzlicher Desinfektion an den Einleitungen von Kläranlagen, eine andere Variante sind Ozonungsanlage, wie diese teilweise in der Schweiz eingestzt werden. Diese  Ozonungsanlage inkl. Zubehör kosten jedoch ein Vielfaches der UV-Desinfektion.
Wenn man in „Österreich“ nicht selbst versucht und forscht ist man immer von der deutschen bzw. schweizer Meinung abhängig. In einem Bericht der Uni Bern steht allerdings wieder: „Hinter vielen Kläranlagen in der Schweiz gibt es negative Effekte auf Bachforellen und deren Eientwicklung“. Wenn wir nichts versuchen, kommen wir der Wahrheit nicht näher. Ob unser geplanter Feldversuch an der Oberen Traun durchgeführt werden soll oder nicht, ist ja primär von vielen anderen Personen abhängig. Zweifel und Zweifler und andere Meinungen wird es immer geben, außer man versucht es. Der Aufbau einer Doku-Datenbank zu diesen Thema ist eine gute Idee, sie sollte allerdings von vielen Personen auch genützt werden. Leider wollen die meisten Leute nicht lesen.

Dokumenten und Studien

Nachfolgend stellen wir einen Auszug an Dokumenten und Studienzusammen! Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt weder eine Rangordnung noch einen Nachteil für andere Unternehmen oder Einrichtungen dar.
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Die Forschung zur „schwarzen Bachforelle“ Publikationen:

Die Recherche (frz. recherche „Nachforschung“) im Internet nach Informationen, Gedanken, Literatur usw. zum Thema „schwarze Bachforelle“ oder „UV Entkeimung“ um Vorträge und wissenschaftliche Arbeit zu suchen, ist ja heute über Google & Co eine rationelle Variante. Entscheidendes Merkmal des Recherchierens ist – im Unterschied zum einfachen Suchen – das systematische Vorgehen. Wir haben zu diesen Thema schon ausführlich recherchiert und ein paar der wesentlichen Links zusammengestellt.

Weiterfuehrende Literatur findet sich unter:

Schweizer Flagge HAH_HC_100

In der Schweiz wird hier sehr intensiv geforscht und es gibt eine Unzahl an Publikationen:

Das Projekt Fischnetz+
Hier finden sich sehr viele Studien und Bereicht. Fischnetz+ ist auch schon das Nachfolgeprojekt von Fischnetz. Es wird von der Eawag, dem Wasserforschungs- Institut des ETH Bereichs, dem Bundesamt für Umwelt (BAFU), der Universität Basel (MGU), den Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein getragen mit dem Ziel, die in Fischnetz gewonnenen Erkenntnisse für die Praxis nutzbar zu machen. Zwischen 2004 und 2005 fanden darum im Rahmen des Projektes Fischnetz+ insgesamt 18 Auswertungs- und Umsetzungstreffen mit Fischerei- und Gewässerschutzfachleuten aus den Kantonen und aus dem Fürstentum Liechtenstein statt. Die Resultate aus diesen Treffen haben den 10-Punkte-Plan massgeblich mitgestaltet.

Die Schweiz sind mit der Forschung zur schwarzen Forelle auch sehr weit! Speziell in der Analyse und Erforschung der Abwassersituation von ARAs:

http://www.fischnetz.ch

http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/00474/00492/index.html?lang=de&msg-id=14223

Siehe auch den Schlussbereicht:

Eine Studie über den Einfluss von Kläranlagen auf den Gesundheitszustand von Bachforellen ….

http://www.fischnetz.ch/content_d/publ/Publications/TPs/Bernet_99_11.pdf

Schweizer Bundesamtes für Umwelt BAFU

Sehr fundiert sind auch die Studien des schweizer Bundesamtes für Umwelt BAFU – dies ist die Umweltfachstelle des Bundes und gehört zum Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK.

Mikroverunreinigungen: Massnahmen bei der Abwasserreinigung

Bestimmte Stoffe lassen sich nicht oder nur schlecht verbieten. Solche Stoffe können mittels einer zusätzlichen Stufe auf der Kläranlage (z.B. Ozonung, UV Desinfektion, Pulveraktivkohle) aus dem Abwasser entfernt werden.

Mikroverunreinigungen -Das BAFU erarbeitet Strategien, um Mikroverunreinigungen in den Gewaessern zu verringern.

http://www.bafu.admin.ch/gewaesserschutz/03716/index.html?lang=de

Hier gib es auch eine der wenigen Studien, die auch eine signifikate Verbesserung bei den Bachforellen dokumentiert!

Die Qualität des gereinigten Abwassers verbessert sich durch die weitergehenden Verfahren signifikant. Dadurch verbessert sich auch die Qualität der Oberflächengewässer. In den grosstechnischen Versuchen konnte nachgewiesen werden, dass z.B. nachteilige Einwirkungen des biologisch gereinigten Abwassers auf Forellen-Larven durch eine Pulveraktivkohle-Behandlung oder eine Ozonung praktisch vollständig eliminiert werden. Ebenso konnten die Effekte hormonaktiver Stoffe (Östrogene, Androgene) stark reduziert werden.
Empfindlichere Fische, wie beispielweise Salmoniden reagieren empfindlicher auf Veränderungen der Wasserqualität. So wurden unterhalb von ARA, in stark von gereinigtem Abwasser beeinflussten Fliessgewässern, bei männlichen Forellen verschiedentlich erhöhte Vitellogenin-Werte nachgewiesen
Mittels chemischer Spurenanalytik wurden über 50 organische Mikroverunreinigungen untersucht (z.B. hormonaktive Stoffe, Biozide, Arzneimittel), die in der ARA nicht oder nur ungenügend abgebaut werden. Für einige dieser Stoffe wurden bereits nachteilige Einwirkungen in den schweizerischen Gewässern nachgewiesen. So führen beispielsweise hormonaktive Stoffe (natürliche und synthetische Östrogene) zu einer Verweiblichung von männlichen Forellen oder bestimmte Arzneimittelwirkstoffe zu einer Schädigung von Bachforellen.
Werte Schweiz_mit Ozonung_2006-2008
Ozonung von gereinigtem Abwasser – Schlussbericht Pilotversuch Regensdorf
  Studie der Eawag im Auftrag des BAFU und des AWEL(Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) des Kantons Zürich. Juni 2009
29.09.2009 | 2949 KB | PDF
http://www.bafu.admin.ch/gewaesserschutz/03716/11218/11223/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCFfIR,fGym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A–
Veroeffentlichungen und Berichte zu den Teilprojekten
Eine der umfangreichsten Sammlungen! Stand jedoch bis 2002!
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Auch in Deutschland gibt es viele Publikationen zu diesen Umfeld:

Die KLÄRWERKE geben viel Geld in die Forschung …..
Die Artikel sind auch sehr aktuell ….http://www.klaerwerk.info/Abwasserreinigung/Informationen-zu-Endokrinen-Stoffen-und-Arzneimittel-im-Abwasser

Dem Forellentod auf der Spur

Fischerblaettle 1/2005 – Fischereiverein Altenstadt eV

Das mysteriöse Bachforellen Sterben … Die schwarze Bachforelle – interessanterweise sind andere Fischarten nicht davon betroffen?

 

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Sehr weit sind unsere Nachbarn in Bayern. Die Gewässer in Bayern, sind mit unseren Flüssen im Alpenvorland sehr vergleichbar. Hier wird schon seit vielen Jahren sehr intensiv geforscht. Auch die kommunikation mit den bayrischen Institutionen, wie dem „Bayerischen Landesamt für Umwelt“ und dem „Landesfischereiverband Bayern„.

Bachforellensterben in Bayern – Kurzbeschreibung und Zielsetzung

Seit vielen Jahren tritt in Ober- und Mittelläufen voralpiner Flüsse Bayerns ein Sterben von Bachforellen auf. Die Fischverluste sind an den betroffenen Gewässern streckenweise derart erheblich, dass ihnen unter dem Aspekt des nachhaltigen Arten- und Gewässerschutzes große Bedeutung zukommt. Im Rahmen des interdisziplinären Projektes werden umfangreiche Untersuchungsansätze zur Aufklärung der Ursache verfolgt.

Projektbeteiligte

  • Landesfischereiverband Bayern e.V. (LFV)
  • Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen der Tiere (FLI)
  • Technische Universität München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan (Konsortium: Lehrstuhl für Zoologie, Lehrstuhl für Tierhygiene, Lehrstuhl für Physiologie)

Projektleitung

Bayerisches Landesamt für Umwelt, Abt. 7

Projektbeschreibung

http://www.lfu.bayern.de/analytik_stoffe/bachforellensterben/projektbeschreibung/index.htm

Laufzeit

Januar 2002 bis April 2010

Technische Universitaet Muenche – Lehrstuhl für Tierhygiene

Dissertation: Dr. Thomas Schützenede
Quelle:
  • Abb. Tab 25 – Studie der Eawag im Auftrag des BAFU und des AWEL
  • WEB Link’s, wie bei den Verweisen angegeben!
  • Bachforellen in Bayern
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In Österreich wird das Thema „schwarze Bachforelle“ nicht sehr aktiv behandelt. Es gibt einige, wenige Puplikationen zu diesen Thema! Auch die Verbreitung der „schwarzen Bachforelle“ ist nicht dokumentiert und wird teilweise von Bewirtschaftern „totgeschiegen“ da es ja keinen so guten Eindruck auf Lizenznehmer hat, wenn es keine Bachforellen mehr gibt.

DIE FORELLE – Oesterreichisches Kuratorium für Fischerei

Wenn Fische und Froesche nicht mehr flirten!

Artikel vom ÖKF zum Thema „Mikroschadstoffen“ in unseren Gewässern! Aber niemand will sehen, dass seit Jahrzehnten in allen unseren Umweltmedien – Luft, Erde und Wasser – permanent Umweltgifte kreisen. Diese Mikroschadstoffe stammen aus rund 100.000 chemischen Produkten, welche alle laufend rund um uns verwendet werden, darin sind rund 3.000 medizinische Produkte enthalten. Es geht weiter mit Seifen, Kosmetika, Sonnenschutzmitteln, Reinigungsmittel, Desinfekstionsmitteln, zu Unkraut- und Insektenvertilgern bis zur Kunststoffindustrie – Flammhemmer und Weichmacher. Über 80% dieser Stoffe gelangen über die Kläranlagen ins Wasser und weiter in die Nahrungskette.

Gefaehrliche Stoffe Mikroschadstoffe und deren „Cocktails“ gefaehrden unsere Wasserwelt

Bestehende nationale Rechtsvorschriften untersagen jegliche Ableitung gefährlicher Stoffe, wie Medikamentenrückstände und Chemikalien in die Gewässer. Das ist eine klare Vorgabe. Nicht so klar definiert ist, was nun wirklich als gefährlicher Stoff zählt? Die EU-Richtlinie listet eine Handvoll bekannter schädlicher Chemikalien auf, aber es gibt viel, viel mehr davon.

Neue Erkenntnisse zum Phaenomen „Schwarze Bachforelle“ – Ausloeser des Krankheitsbildes

von Dr. Reinhard Haunschmid, BAW-IGF & Ao. Univ. -Prof. Dr. Franz Lahnsteiner, Universität Salzburg
„Schwarzes“ Bachforellensterben im Spätsommer und Herbst wird durch eine Immunschwäche verursacht und wahrscheinlich durch Temperaturschwankungen in Kombination mit hoher solarer UV Belastung ausgelöst ….

PDS – Proliferative Darkening Syndrom

Untersuchungen der Auslöser des Krankheitsbildes „Schwarze Bachforelle“ – eine Definition vom Institut für Gewässerökologie, Fischereibiologie und Seenkunde in Scharfling am Mondsee.

Schwarze“ Bachforellen“ werden hauptsächlich im Spätsommer und Herbst während der Niedrigwasserphasen beobachtet. Die betroffenen Bachforellen stellen die Futteraufnahme ein, weisen stark verminderte Schwimm- und Fluchtbewegungen auf und die charakteristische Schwarzfärbung. Dieses Phänomen wird als Proliferative Darkening Syndrom (PDS) bezeichnet. Die betroffenen Gewässer sind voralpine Flüsse in der Schweiz, in Bayern und in Österreich (Born und Schwaiger 2003). Sie sind typische Salmonidengewässer und bieten grundsätzlich gute Bedingungen für Bachforellen. In Österreich wurde das Auftreten von Schwarzen Bachforellen unter anderem in der Traun, Ager und Trattnach festgestellt. Starkes Auftreten wurde insbesondere im Salzkammergut im Seenbereich (Fließgewässer flussab der Seen) und in der Trattnach verzeichnet. Die betroffenen Flüsse wiesen einen hohen pH-Wert auf und die langsam verendenden Tiere wurden nach Berichten von Angelfischern meist unterhalb von Kläranlagen festgestellt. Das Bachforellensterben findet sowohl in Besatzstrecken als auch in reproduktiven Beständen statt. Aus Fischzuchtanlagen ist dagegen bisher kein Fall bekannt.

Resume & Zwischenstand

Es gibt speziell in der Schweiz und in Bayern eine Menge an Dokumenten zu diesen Thema. Wir haben viel gelesen, wir haben viel beobachtet und festgestellt! Interviews geführt mit den Fischereischutzorganen und mit den Bewirtschaftern gesprochen – über alle Reviere an der „Oberen Traun“ um einen Überblick zu haben, eine Abstimmung über die Gesamte Traun, zwischen Hallstättersee und Traunsee. Nun sollten wir den nächsten Schritt einleiten …..

„Inmitten der Schwierigkeiten liegt die Möglichkeit.“

Zitat von: Albert Einstein

 

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