KALTENBACH

KALTENBACHTEICH EINLAUF

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Um den im Herbst ausgefischten und abgelassenen Kaltenbachteich mit der kommenden Schneeschmelze oder dem nächsten Hochwasser wieder mit Wasser zu befüllen, hat die Wildbach- und Lawinenverbauung (Die Wildbach) ein sehr „cleveres“ Provesorium im Kaltenbach installiert. Das baulich wenig aufwendige Bauwerk wurde als kleine Wehr hergerichtet, welches „unterhalb“ der Lärchen Pfosten genügend Spielraum für den barrierefreien Duchzug der Fische ermöglicht. Weiters wird mit dieser Lösung gewährleistet, dass der Kaltenbach nicht „trocken fällt“ und der Kaltenbachteich mit dem nächsten höheren Wasserstand geflutet wird. Auch mit der „alten Lösung“, und durch die starke Verlandung des Einlaufbereiches war auch in der Vergangenheit keine Flutung des Teiches möglich und auch in den Wintermonaten nicht erforderlich.

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Hier die Details zum „Provesorium“

Kaltenbach Sperre fuer Teichflutung

Die Details zur Absperrung, die nun offiziell von der Wildbach- und Lawinenverbauung (Die Wildbach) errichtet wurde:

  1. Wird die Fließrichtung des Kaltenbach angezeigt
  2. Die Fischpassierbarkeit, wird gegenüber der „Alten Version“ mit einem ca. „10 cm Spalt“ unterhalb den Lärchen Pfosten gewährleistet.
  3. Mit dieser „cleveren“ Konstruktion ist die Fischabsierbarkeit gegeben und damit auch eine stabile Wasserführung im Kaltenbach.
  4. Diese muß PRIORITÄT gegenüber der Wassereinleitung in den Kaltenbachteich haben, damit im Unterlauf ein trockenlaufen des Baches und damit ein unweigerliches Fischsterben in größeren Ausmaß verhindert wird.
  5. Nach leichten Anstieg der Wasserführung, auf einen „Normalwasserstand“ wird der Kaltenbach automatisch geflutet.

Wasserfuehrung Kaltenbach

Der Kaltenbach wird zu einem großen Teil von Quellwasser gespeist und weist eine recht gleichmäßige Wasserführung auf. Ein Trockenfallen sei nicht bekannt. Nach Abschätzung bei Nieder- und Mittelwasserführung anhand von Angaben im hydrologischen Atlas durchgeführt, sollte der Kaltenbach NQ zwischen rund 58 und 118 l/s ergeben. Im Zuge der Sisipark Renaturierung wurde vom Projektanten zwei Abschätzungen der Wasserführung des Kaltenbachs durchgeführt; am 25.04.2013 wurde ein Abfluss von ca. 150 l/s und am 31.07.2013 ein Abfluss von etwa 100 l/s angeschätzt. Die Wasserführung von 150 l/s wird im Projekt als Mittelwasser, die von rund 100 l/s als mittlere Niederwasserführung angenommen. Am heutigen Tag wurde eine überschlägige Abschätzung der Wasserführung im Projektbereich vorgenommen und diese auf etwa 54 l/s berechnet.

Einlaufbereich neu gestaltet

Bei dieser Gelegenheit wurde der schon stark verlandete Zulauf in den Kaltenbachteich auch gleich hergerichtet. In den nächsten Jahren, soll dieses Provesorium durch ein „Tiroler Wehr“ abgelöst werden.  Damit wird mit den kommenden Frühling auch der Kaltenbachteich wieder den Fröschen, Lurchen, sowie vielen Insekten und auch anderen Wassertieren einen sicheren Lebensraum bieten.

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Der stark verlandete Einlaufbereich in den Kaltenbach wurde neu gestaltet.

In einer gemeinsamen Aktion initiiert von der Flussraumbetreuung Obere Traun arbeiten die Wildbach- und Lawinenverbauung, die Naturschutz- und Wasserrechtsbehörde, die Stadtgemeinde Bad Ischl, die ÖBf-AG und wir als Pächter des Kaltenbaches, sowie lokale Naturschutz- und Amphibienexperten an dieser umfassenden Lösung.

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Durch ein nach unten hin offene Absprerrung, ist auf der eine Seite der „Fischzug“ gewährleistet, auf der anderen Seite wird damit auch der Kaltenbach wieder mit Wasser befüllt.

 

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Weiters soll damit auch ein Hochwasserschutz für die im Kaltenbach Unterlauf begonnen Baumaßnahmen erreicht werden.

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Hier ein Blick auf den provesorisch hergerichtet Einlaufbereich in den Kaltenbach-Teich, mit einem „“Sohlgurt“. (Weißenbacher Steine)

Im Zuge von Hochwasserschutzmaßnahmen im betroffenen Teil des Kaltenbachs wird von der WLV eine neue fixe Zuleitung gebaut. Dabei werden „zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen“, da die Entfernung des Wehrs bedeutet, dass Fische und Wasserorganismen wieder uneingeschränkt zu ihren Laich- und Fressplätzen im Kaltenbach aufsteigen können und die Wasserzufuhr zum Teich in Zukunft regelbar sein wird.

Durch die gemeinsame Vorgehensweise wird der Kaltenbachteich weiterhin als ein beliebtes Naherholungsziel und Naturjuwel erhalten bleiben!

 

Präambel WRRL:

Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut,
das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss.

Zitat: Hans-Peter Dürr


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