STROBLER WEISSENBACH TELKO

Telefonkonferenz am 25. November 2020

heute hatten wir eine wichtige Informationsveranstaltung über die Situation im Strobler Weißenbach. Da der geplante, persönliche Präsenztermin am 11. November 2020 Corona bedingt abgesagt werden musste, wurde die Abstimmung auf eine Telefonkonferenz verlagert. Wie sich zeigt ein brauchbares Instrument auch im Umfeld der Fischerei.

ZOOM Meeting

Die Namen der Teilnehmer wurden anonymisiert.

Koordiniert und eingeladen wurde zur Telefonkonferenz von der BOKU – University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna, Department of Water, Atmosphere and Environment.

Agenda

Geplant war die Telko von Zeit: 8:30 – 10:00 mit folgenden Themen:

8:30 – 8:50:  Einleitung und Rahmenbedingungen für das Feststoffmanagement
(Prof. Helmut Habersack, Dr. Christoph Hauer)

8:50 – 9:15: Präsentation der Projektergebnisse
(Dipl.-Ing. Rolf Rindler; Dipl.-Ing. Dorian Shire-Peterlechner, Dipl.-Ing. Patrick Holzapfel)

9:15 – 9:45: Diskussion

9:45 – 10:00: Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Durch eine recht angeregte Diskussion hat sich das Ende der Telko bis auf 11:00 Uhr erstreckt.

Es war ein gelungener Termin. Die offenen Kommunikation ist hier ein wichtiges Instrument und wie man gesehen hat, hat die Information zur Entleerung der Geschiebesperren an die betroffenen Fischereibewirtschafter gefehlt. Es hat mich gefreut, dass einige Personen die am Nutzen einer Telefonkonferenz gezweifelt hatten auch mit dabei waren.

Diskutiert wurden die Auswirkungen der Entleerung der seit Jahrzehnten nicht gewarteten Geschiebesperren. Auf nachfolgender Flugaufnahme ein Blick auf die „Schlitzsperre“. An der betonierten Mauer sieht man auch noch „hell“, wie der Schotter und die Feinsedimente, die sich hier aufgestaut haben und in der Zwischenzeit über die Welle entsorgt wurden.

Hier die Termine, an denen die Schlitzfreilegungen, leider ohne eine Kommunikation an die unterliegenden Fischereireviere. Die Auswirkungen waren auch nicht nur punktuell zu den angeführten Terminen, sondern durch die Menge an Sedimenten über Wochen.

Um welche Menge geht es da z.B.: bei der Kammerbachsperre

30.000 m3

Mit einer von zwei Sperren, wurden 2020 in kurzer Zeit 30.000 m2 Sedimente und Schotter in den unteren Strobler Weissenbach und in weiterer Folge in die Ischl und in die Traun entsorgt.

Fischereiliche Situation

An der Ischl hat sich die Biomasse an Fischen um 70-80% reduziert.

GZÜV Befischungsdaten 2008 vs. 2019

Hier ein Vergleich, außerhalb der Studie mit der die Situation bis 2019 dokumentiert wird. Die Situation mit den Befischungsdaten von 2020 werden ein noch katastrophaleres Bild zeigen.

Weitere Informationen:

Heimo bei der Arbeit
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Wie geht es weiter?

  • Es wird ein Protokoll der heutigen Telko von der BOKU erstellt und an die Teilnehmer gesendet.
  • Es soll ein „Wasserverband Strobler Weissenbach“ gegründet werden.
  • Es wird Anfang 2021 weiter Termine mit der „Fischerei“ geben.
  • Es wird von der WLV eine Studie für die Erhebung der fischereilichen Schäden beauftragt werden.

„In die Zukunft blicken, in der Gegenwart leben und aus der Vergangenheit lernen“

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