EQUIPMENT

WILDCAM MIT ZEITRAFFER SECACAM RAPTOR MOBILE

Fotofalle – SECACAM RAPTOR MOBILE mit SIM-Karte und Mobilfunk-Funktion.

Unsere alte Wildcamera hat den Geist aufgegeben…. Habe mich daher am Markt umgesehen, welche moderneren Möglichkeiten es hier heute gibt. Speziell mit “Online-Information” und automatischen Übertragung per Mobilfunk sollte das neue Modell haben, damit die Bilder auf den Computer und das Handy übertrage werden. Damit hat man eine bessere Reaktionszeit bei Ereignissen im Revier.

Auf der Suche nach einer neuen Wildcamera, zur Aufnahme und zur Dokumentation von Ereignissen im Revier, bin ich auf die SECACAM Repator mobile gestoßen. Wichtig war bei der Auswahl, die automatische Bildübertragung um zeitnahe eine Information über Ereignisse zu bekommen und nicht erst nach Tagen und Wochen. Auch das Sichten der Speicherkarte, nach deren auslesen, mit hunderte Bildern war mir eine lästig Aufgabe. Jetzt bekomme ich die Bilder aktuell und zeitnahe per EMail zugeschickt oder kann diese über den Internetbrowser tagesaktuell ansehen.

Zeitraffer Funktion

Ein wichtiger Punkt war bei der Auswahl der neuen Fotofalle, die “Zeitraffer” Funktion, mit der die Camera in einen vordefinierten Zeitabstand automatisch in vorgegeben Zeitintervallen Aufnahmen macht.

Zeitraffer im Menü der Kamera einstellen.

Wir haben dazu Einsatzbereiche …

  • Wassertrübungen im Zuge von Baustellen zu dokumentieren,
  • die Veränderung von Schotterbänken und Gewässerstrukturen
  • das Wachstum der Ufervegetation
  • Auch zeitlich eingegrenzrte Aufnahmen, im Zuge von Laichplatzbeobachten könnten damit möglich werden, da die Infrarot-Auslösung, bei Fischen nicht funktioniert.
  • und weitere Anwendungen…
Hier mein Test vom Balkon, bevor die “SECACAM RAPTOR MOBILE” in die freie Wildbahn entlassen wird.

Der Zeitintervall ist individuell anpassbar. Möchte man beispielsweise, dass die Kamera nur über den Tag oder die Nacht Fotos aufnimmt lässt sich einstellen.

Zu den vorgegeben Zeiten und Intervallen, wird ein Foto gemacht und man bekommt das per EMail zugeschickt. Mit einen Abo von SECACAM, kann man das auch auf bis zu 5 EMail Adressen erweitern. Wobei diese Funktion auch über zB.: Outlook zum Einrichten ist, sollte man die brauchen. Aktuell finde ich es besser, wenn an einer Stelle gesichtet wird und im Bedarfsfall die relevanten Fotos zur Verteilung kommen.
Das Bild-Guthaben und der Akku-Zustand werden ebenfalls online angezeigt. Wie man an diesen Screenshot sieht, habe ich die Kamera zur Zeit ausgeschaltet, bis diese an ihren geplanten Standort montiert ist.

Verbrauch des Bilder-Guthaben

Verbrauch mit Zeitraffer

Der Verbrauch des Bild-Guthaben, der durch das Versenden der Fotos erfolgt, ist bei Zeitraffer-Aufnahmen einfach zu kalkulieren. In unserer aktuellen Einsatzsituation haben wir folgende Einstellung:

Zeitschaltuhr: Ähnlich wie bei einer Strom-Zeitschaltuhr ist die Zeitspanne definiert, in der die Kamera Fotos macht. Dazu gehört auf der Kamera im Menü: “Zeitschaltuhr” wie in unserer Verwendung, von 6:00 bis 19:00 Uhr eingestellt.

Ähnlich wie bei einer Strom-Zeitschaltuhr ist die Zeitspanne definiert, in der die Kamera Fotos macht.

Zeitraffer Einstellung: Weiters im Menü, auf der Kamera, den Menüpunk “Zeitraffer” auf “Ein” stellen. Die Eingabe des Zeitraum zwischen zwei automatisch ausgelösten Aufnahmen erfolgt im Format HH:MM:SS und kann im Abstand von 5 Sekunden (00:00:05) und 24 Stunden (23:59:59) eingestellt werden. In unserer Anwendungssituation haben wir alle 2 Stunden eine Aufnahme, Dh. wir haben 02:00:00 vorgegeben.

Resumee: Wir lassen die Kamera zwischen 06:00 und 19:00 Uhr, alle 2 Stunden ein Foto aufnehmen. Dh. es wird ein Foto um 06:00; 08:00, 10:00, 12:00, 14:00, 16:00 und 18:00 Uhr gemacht. Das sind 7 Fotos/Tag, 210 Fotos im Monat, 2.520 Fotos pro Jahr. Damit hat man neben der Anschaffung der “Fotofalle – SECACAM RAPTOR MOBILE” noch laufenden Kosten von ca. 20.– Euro für den Einsatz lt. der beschrieben Verwendung für ein ganzes Jahr zu kalkulieren.

Eine Erweiterung des “Bilder-Übertragungs-Abo” erfolgt über das Internet und ist gleich nach Durchführung auf der Kamera zu Verfügung.

Verbrauch mit Bewegungssensor

Der Verbrauch der Anfällt, bei der Verwendung mit Bewegungsmelder, ist nicht so leicht zu kalkulieren. Dieser ist auf der einen Seite vom Aufstellungort und auch von der Empfindlichkeit der Kamera-Einstellungen abhängig. Letzteres lässt sich über die Empfindlichkeit des “PIR Sensor”, zwischen hoch, mittel und niedrig wählen. Dieser “Passive Infrarot Sensor” (PIR) reagiert auf sich bewegende Wärmequellen. Dh. hier kann man je nach seiner Verwendung sich mit den Einstellungen spielen. Hat man einen stark frequentierten Aufstellungsort ausgewählt, können schon einige Fotos/Tag zusammenkommen.

Ich hatte dazu im Vorjahr meine alte Wildkamera in der Kaltenbach-Au im Zeitraum von einen (1) Monat hängen, wo es keine menschliche Präsenz gibt und hatte über 800 Fotos aufgenommen. Dh. es waren viele Laub und Entenfotos dabei. Speziell die Fotos mit der Bewegung von “Blätter”, sollte man durch einen gut ausgewählten Aufstellungsort weg bekommen.

Laub und Äste, können zu Fehlaufnahmen führen. Daher bei der Standortauswahl seiner Wildkamera einige Zeit zu investieren.

Konfortable Bilduebertragung kostet ein paar Euro

Die Überwachung der Kamerazustände erfolgt über den WEB Browser, ohne immer Vorort sein zu müssen. Speziell bei Langzeitüberwachung und bei Einsatz von mehreren Kameras ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Wichtig – richtige Aufstellung

Wildkameras werden meist mit einem Gurt geliefert und mit diesen um einen Baum befestigt. Wobei der Gurt oft der Teil ist, welcher die Kamera verrät. Nicht gegenüber dem Wild, sondern gegenüber dem neugierigen Waldbesucher. Der Gurt kann auch durch einen dünnen Blumendraht ersetzt werden und fällt so nicht mehr so stark am Baum auf. Die Verwendung einer Schutzbox aus Metall ist ebenfalls eine gute Sache. Es wird damit die Kamera nicht nur gegen Diebstahl gesicherter, sie ist außerdem auch besser gegen Unwetter geschützt.

Werde ich noch nachbestellen. Das Metallgehäuse ist optimal auf die SECACAM Raptor mobile angepasst. Weiters habe ich die Wildkamera mit einen Password versehen. Dh. im Falle einer Entwendung, kann diese nicht weiter verwendet werden.

Nachdem die Kamera installiert ist, geht es um die Ausrichtung. Mit der “SECACAM RAPTOR MOBILE” kann man mit einen “Testbild”, welches man sich zuschicken lässt, gleich vor Ort gut kontrollieren, welchen Bildausschnitt man aufnimmt. Daher den Aufstellungsort sehr überlegt zu wählen und folgende Punkte zu beachten:

  • Äste, Sträucher, Grashalme vor der “Linse” weg.
  • Immer nach Norden ausrichten. (Gegenlicht)
  • sonnige Flächen vermeiden. (Überbelichtung)
  • Die richtige Höhe entscheidet, abhängig vom Einsatz.
  • Etwas höher montieren und leicht nach unten ausrichten.
  • Längs des Wild-Wechsels ausrichtet (nicht quer).
  • Sensorempfindlichkeit anpassen (Siehe oben).
  • Bei Zubehör nicht sparen. (Gehäuse, SD-Card, AKKU)
  • Performante SD-Karten verwenden.
  • Qualitäts Akkus verwenden.
  • Rechzeitig für die mobile Bildübertragung auf/nach-laden

Habe uns für eine SECACAM entschieden

Es gibt einige Hersteller. Der Unterschied liegt in den Kosten für die Übertragung von z.B.: 1.000 Bildern. Nach Recherche der möglichen Herstellern, bin ich zu den Wildkameras vom deutschen Hersteller  SECACAM gestoßen. Bei diesen Hersteller kostet die Übertragung von 1.000 Bildern ca. 8.– Euro (Stand Mai 2020). Da hier schon einiges an Bildübetragung zusammenkommen kann, wie ich von unserer alten CAM weis, kein unwesentlicher Faktor in der Auswahl.

Üben der Funktionen, bevor man die Kamera in der freien Wildbahn installiert, ist zu empfehlen. Hier ein erster Test mit Testuser “Bruno”. Die Fotos werden automatisch per EMail an mich gesandt. Alles bestens.

Ausloesezeit

Wichtig war uns eine schnelle Auslöszeit. Speziell bei Wildcameras mit SIM, wird die Übertragung von Bildern ohne Verursacher des Auslösers vermieden. Mit einer Reaktionszeit von nur 0,4 Sekunden gehört sie ganz klar zu den am schnellsten auslösenden Modellen am Markt. Es ist sogar möglich, einen Vogel im Flug in guter Auflösung zu erwischen! 

unsichtbare Nachtsicht

Die SECACAM RAPTOR MOBILE arbeitet mit insgesamt 56 No-Glow Black-LEDs. Was sind “No-Glow Black LEDS”? Diese sind bei einer Wildkamera unerlässlich, denn sie sorgen für eine komplett unbemerkte Aufnahme. Es ist also so ziemlich egal ob die Kamera am Tag oder in der Nacht auslöst, sie bleibt völlig unbemerkt, da der Blitz für Mensch und Tier völlig unsichtbar ist.

Reichweite SECACAM RAPTOR MOBILE

Der SECACAM RAPTOR MOBILE ist im “Bewegungsmelder-Modus” für den Einsatz für eine Fläche von rund 15-20 Metern ausgelegt. Im Zeitraffer -Modus kann man auch mit einer grösseren Fläche arbeiten, da dabei die Auslösung ja Zeitgesteuert erfolgt und nicht über den Bewegungssensor.

Im Revier im Dauereinsatz

Sei es zum Nachweisen bestimmter Tierarten, Abschätzung von Wildpopulationen oder dem Studieren des Verhaltens von Tieren, ist die SECACAM RAPTOR MOBILE ein gutes Werkzeug. Auch die AKKU-Laufzeit ist ein wichtiger Punkt. Angeblich erreicht man damit Standby-Zeiten von bis zu sechs Monaten, sodass es uns eine Aufzeichnung einer langzeitigen Datensammlung ermöglicht. (Diese Langzeiterfahrung fehlt mir noch) Wichtig ist, für die Verwendung in der freien Natur, dass die SECACAM RAPTOR MOBILE mit der Schutzklasse IP54 auch “wetterfest” ist und damit auch bei Schnee und im Regen eingesetzt werden kann.

Die Information soll Kollegen und Bewirtschafter, die auf der Such nach eine WildCamera sind helfen. Als Praktiker kann ich sagen, dass das Gesamtpaket welches für dieses Geld in Punkto Bedienerfreundlichkeit, Leistung, Qualität und Support geboten wird, unseren Anforderungen am besten entsprochen hat. (Das ist keine Werbeeinschaltung, wir bekommen nichts dafür, soll jedoch “Suchenden” in Ihrer Auswahl helfen.)

Weitere Informationen:

Neue Rechtslage zu Wildkameras
Wildkameras sind durch das im Mai 2018 in Kraft getretene neue Datenschutzgesetz nicht mehr meldepflichtig und nicht mehr kennzeichnungspflichtig!!!! Der Fischerei-/Jagdausübungsberechtigte hat ein Verzeichnis zu führen. Dieses hat zu enthalten:

  • Namen und Kontaktdaten der verantwortlichen Person, und
  • Zweck der Verarbeitung (z.B. Erfassung von Prädatoren).
  • Beschreibung eventuell betroffener Personen (Wanderer, Mountainbiker, Schwammerlsucher, (Schwarz-)Fischer etc).
  • Damit sind Bildaufnahmen zulässig, wenn im Einzelfall überwiegende berechtigte Interessen des Verantwortlichen bestehen und die Verhältnismäßigkeit gegeben ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Bildaufnahme ein privates
    Dokumentationsinteresse verfolgt, das nicht auf die identifizierende Erfassung unbeteiligter Personen oder die gezielte Erfassung von Objekten, die sich zur mittelbaren Identifizierung solcher Personen eignen, gerichtet sind (§ 12 Abs 3 Zi 3 DSG neu).

Verwendung von Wildkameras, Seite 16 in der Fischereizeitung des O.Ö. Fischereiverbandes (Mit alter rechtlicher Beschreibung der Verwendung)

Wildcameras von SECACAM

„Alles Gute auf der Welt entsteht nur, wenn einer mehr tut, als er muss.“

Zitat von: Helmut Sihler (*1930), östr. Topmanager

 
   Send article as PDF