GEWAESSERBUCH

SCHWALBEN AN DER KAISER TRAUN

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Die Schwalben (Hirundinidae) sind eine artenreiche Familie der Ordnung Sperlingsvögel (Passeriformes), Unterordnung Singvögel (Passeres). Schwalben ernähren sich von Fluginsekten, in Mitteleuropa sind sie Zugvögel. Charakteristisch für die Schwalben ist ihre Anpassung an den Nahrungserwerb in der Luft: Sie erbeuten vor allem Fluginsekten. Die Flughöhe dieser Insekten erhöht sich bei gutem Wetter durch aufsteigende warme Luftmassen massiv. Da sie aus eigener Kraft jedoch wesentlich tiefer fliegen, kann man aus einer geringen Flughöhe der Schwalben auf die ihrer Beutetiere und damit auf Tiefdruck (schlechtes Wetter) schließen.

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Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica), viele Schwalben sind auch dicht über Wasseroberfläche unterwegs!

Die Schwalben sind auch Wetteranzeiger:

„Wenn Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen. Fliegen sie bis in die Höh´n, bleibt das Wetter noch recht schön!“

Allerdings können Schwalben das Wetter weder riechen noch fühlen. Sie haben einfach Hunger auf Fliegen. Hungrige Schwalben schnappen sich Fliegen aus der Luft. Wird die Luft aber feuchter und der Wind stärker, wird den Insekten mit ihren empfindlichen Flügeln ungemütlich und sie fliegen niedriger. Und die Schwalben düsen hinterher. Fliegen sind also die eigentlichen Wetteranzeiger.

Schwalben sammeln sich im Herbst auf Stromleitungen. Da im Winter das Aufkommen an Fluginsekten in Nord- und Mitteleuropa vermindert ist, müssen Schwalben dann in ihre Winterquartiere ziehen. Früher hieß es „An Mariä Geburt ziehen die Schwalben furt“, denn um den 8. September liegt ein Schwerpunkt des Aufbruchs.
Schön, dass wieder viele Schwalben zu beobachten sind.

Wenn wir die Natur auf das reduzieren, was wir verstanden haben,
sind wir nicht überlebensfähig.
Zitat: Hans-Peter Dürr

 


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