BEWIRTSCHAFTUNG

WASSERKRAFT 2014

Habe den Titel dieses Blogs von „Unwetter 2014“ auf „Wasserkraft 2014“ geändert. Wir waren die letzten Tage in Österreich auf Tour und haben einiges an „Wasserkraft“ gesehen. Meteorologen haben es momentan nicht leicht. In der schülwarmen Luft entstehen in Österreich täglich kräftige Schauer und Gewitter, die räumlich nicht immer einfach vorherzusagen sind. Österreich ist generell nicht nur aufgrund seiner Gebirgslandschaft ein Land, in dem Gewitter im Sommer beinahe auf der Tagesordnung stehen. In Mitteleuropa gelegen befindet sich die Alpenrepublik im Bereich zwischen kühler Atlantikluft im Nordwesten und warmen Mittelmeerluft im Süden. Besonders heftig fallen Gewitter oft dann aus, wenn eine Kaltfront die schwüle und heiße Luft aus dem Land räumt.

Die Kraft des Wasser’s zeigt Grenzen auf!

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Hier die Salzach, oberhalb von Mittersill. Linksufrig kann man noch die Hochwassersituation sehen. Es war das ganze Tal überflutet. Die Eisenbahnschienen sind punktuell unterspült, Tunnel zugeschüttet, Brücken geknickt. Die Straße nach Krimml und Gerlos musste gesperrt werden.

Sommer Pegel Obere Traun 2013

An der Oberen Traun waren wir bis jetzt ziemlich verschont, von „Extrem -Situationen“. Hochwässer mit einem Pegel von unter 400 cm erreichen die HQ 30 (30-jähriges Hochwasserereignis) nicht. Solche Hochwässer sind im Frührjahr im Zuge der Schneeschmelze im normalen Bereich. Extreme „Wasserkraft“ – Situationen konnte ich hingegen oberhalb von Mittersill, im Schönachtal oder direkt vor der Haustüre, am Alexenauerbach beobachten.

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Im Jahr 2014 wurden lt. Umweltzentrale, bisher 410.862 Blitze gezählt. 2013 wurden im gesamten Jahr 452.178 Blitze registriert. Dies im Vergleich geringe Zahl ist das Resultat des ungewöhnlich trockenen und heißen Sommers, an dem der Hochdruckeinfluss überwiegte. Heuer hingegen überwiegt der Tiefdruckeinfluss.

Aktuelle Unwetterwarnungen für Österreich

Rückblick auf 2013

Auch wenn es 2014 bis jetzt zu lokalen „Katastrophen“ gekommen ist, war bei uns an der „Oberen Traun“ mit einem Sommer-Hochwasser Pegel von 330 cm recht „Normal, gegenüber 2013, siehe dazu:

100-jähriges Hochwasser 2. Juni 2013

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Eine Weg der Verwüstung

Wir waren heuer im Urlaub Richtung Tirol unterwegs und hier zog sich ein Weg der Verwüstung …. Wie das Foto aus dem Salzachtal, oberhalb Mittersill zeigt, wurde dieser Bereich einiges überflutet und weggerissen. Hier im Schönachtal sieht man die Spuren eines Hochgebirgs-Gewitter. Es wurden Tonnen von Gletscherschliff ins Tal Transportiert. Die Schönach entspringt auf einer Höhe von ca. 2500 Metern unterhalb des Schönachkees, eines kleinen Gletschers, der sich unterhalb der Berge Zillerkopf (2995 m ü. A.) und Schneekarspitze (3209 m ü. A.) in der Reichenspitzgruppe (Zillertaler Alpen) erstreckt, und fließt von dort aus nordwärts durch das Schönachtal. Durch ein Gletscher-Gewitter hat sich schon sehr hoch eine Flutwelle aufgebaut, die viel Gletscherschliff ins Tal transportiert hat. Es liegen hier viele Kubikmeter von diesen Gletscherschliff vor der Hochwassersperre, die den Ort Gerlos schützt. Mit jeden Wasseranstieg wird diese graue Brühe weiter transportiert und macht unterhalb eine Fischerei schwer möglich. Solche Ursachen sind auch die Auslöser für die Wassertrübung die man am Inn, der Salzach und auch an der Enns sehr oft beobachten kann.

Hier haben wir an der Oberen Traun, durch die Seen eine perfekte Filtereinrichtung. Mit solchen Wassertrübungen haben wir nur teilweise bei Hochwasser zu tun, wenn aus den Nebentälern Schotter Transportiert wird.

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Auch am Attersee hat es gewütet
Der Alexenauerbach wurde auch komplett durchgemischt! Die alten Wehranlagen wurden hinterspült und weggerissen. Der Fischbestand im unteren Bereich dürfte durch die Vermurungen vernichtet worden sein.
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Quelle:
Österreichische Umweltzentrale

Hydrographischer Dienst Oberösterreich – Pegel Bad Ischl – Maxquelle / Traun

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