BEWIRTSCHAFTUNG

KLETTERHILFE BEI DER ISCHL MUENDUNG

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Die Arbeiten wurden im Frühjahr 2014, fast schon still und heimlich durchgeführt. Wir hatten mit den Baustellen im Engeleithen Altarm, bei der Rettenbachmündung und beim Kaltenbach, mit unseren begleitenden Maßnahmen einiges zu tun, so ist es ist uns zwar mal einen Bagger und die Zufahrt, die für diesen gemacht wurde aufgefallen, jedoch die Bauarbeiten wurden vom Gewässerbezirk zügigst und ohne Beeinträchtigung durchgeführt. Hier direkt an der Ischl Mündung in die Traun, direkt an der Reviergrenze, fast unterhalb der Brücke gelegen, wurde um die Fischbassierbarkeit herzustellen, eine „Kletterhilfe“ eingebaut.

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Damit wurde die für mache Fischarten, je nach Wasserstand schwer passierbare Rausche umgebaut und das Gefällstück im Bachbett der Ischl auf eine Weise gestaltet, dass es den Fischen gestattet, dieses Hinderniss leichter überwinden zu können. Es wurde nun die schwer passierbare Rausche, zu eine Drittel als eine „Rauen Rampe“ umgestaltet. So wurde dieser steile Fließabschnitt, der mit Natursteinen so befestigt war, dass diese nicht ausgespült oder vom Wasser ausgeräumt werden können. Dabei wurden jetzt neu, die groben Felsbrocken, alternieren als Querriegel ausgeführt. Diese wechselweise gesetzten und geschichteten Steinlagen, verzahnen sich miteinander, sodass sie dem Wasserdruck trotz des Gefälles standhalten werden und den Fischen einen Aufstieg ermöglichen.

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Äsche & Co, können nun ihren Laichzug durchführen.

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Auch der Perlfisch der Anfang Juni vom Traunsee zum Laichen Aufsteigt, wird nun auch bei Niederwasser leichter in die Ischl aufsteigen können.

Zu Vorher unterscheidet sich die „Raue Rampe“ durch ihre Gangbarkeit. So können nun Äschen, Bachforellen, Regenbogenforellen und vor allem auch der zu seiner Laichzeit vorkommende Perlfisch, diese „Rausche“ nun besser passieren. Auch für die andere, sehr selten gewordene Begleitfische, wie Koppe, Elritze, Flußbarsch und Schneider werden sich damit die Möglichkeit ergeben, ihren Wandertrieb während der Laichzeit zu folgen.

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Speziell Begleitfische wie Koppe und Elritze, jedoch auch junge Äschen die keine so hohe Schwimmleistung haben, um Hindernisse wie eine höhere Rausche überwinden zu können, wird der neue Fischaufstieg ein Wanderung in beide Richtungen erleichtern.

Speziell die Mühlkoppe ist ein kleiner, nachtaktiver und im Bestand gefährdeter Süßwasserfisch, der auf klares und sauerstoffreiches Wasser angewiesen ist. Schwimmen kann die Kroppe nicht besonders gut. Ihre Schwimmblase ist zurückgebildet, und daher hält sie sich vorzugsweise am Bachgrund auf, robbt eher, als dass sie schwimmt. Vom steinigem Untergrund hebt sich die Koppe kaum ab.

Von der Brücke aus, wird man künftig den Laichzug der Fische und damit die Wirkung der „Kletterhilfe“ über diesen schwer passierbaren Bereich beobachten können. Die Fischbassierbarkeit wird in der Ischl zur Zeit über den ganzen Verlauf durchgeführt.

 

„Korrektur der Korrektion durch Renaturierung“

Zitat von: Fischereiverband Schwaben

 

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