KALTENBACH

KALTENBACH – HIGHLIGHT DER LANDESGARTENSCHAU 2015

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Die aktuelle Situation der Kaltenbachmündung in die Traun. Hier haben speziell zur Laichzeit der Forelle und Äsche, wo zumeist Niederwasser herrscht, die Fische keine Möglichkeit in den Kaltenbach hinein zu ziehen…

Im Zuge der OÖ-Landesgartenschau 2015 sieht es nun so aus, als ob auch das langjährige Wunschprojekt, denn Unterlauf des Kaltenbachs zu renaturieren und somit als zentrales Element in den Bereich des neu benannten Sisi-Park, der während der Bad Ischler Gartenschau 2015 neu gestaltet wird. Nach beinahe eineinhalb jähriger Kommunikationsarbeit durch die Flussraumbetreuung, Hr. Mag. Leopold Feichtinger werden in einem gemeinsamen Projekt der

  • Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) Inneres Salzkammergut,
  • der  Stadtgemeinde Bad Ischl
  • und dem Gewässerbezirk Gmunden
  • unter Beteiligung der ÖBf-AG
  • und der Salinen-AG

der aktuell hart verbaute Unterlauf  wieder rückgebaut und die desolate Straßenbrücke erneuert. Der Kaltenbach soll im unteren Bereich, bis zur Brücke bei der BMX Bahn, aus seinem „Betonkorsett“ befreit werden, neue natürliche Schotterufer sollen wieder eine dynamische Entwicklung für den Kaltenbach zulassen. Zusätzlich wird der Kaltenbach für Fische und andere Wasserorganismen wieder barrierefrei an die Traun angebunden. Des Weiteren entstehen Biotope für Amphibien sowie ein Wasserspielplatz der zum Planschen und Verweilen am Wasser im zentralen Stadtgebiet einladen wird.

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Hier im unteren Bereich, ist der Kaltenbach hart verbaut und soll im Zuge der Landesgatrtenschau, von der Anbindung zur Traun, neu retauriert werden.

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Hier bis zur Brücke, wir der Kaltenbach neu strukturiert…

Auszug aus Masterplan fuer die OOe Landesgartenschau Bad Ischl 2015

Eröffnung der Landesgartenschau: 24. April 2015

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Masterplan für die Landesgartenschau 2015 – Stand Juni 2013

SISI-PARK WIRD VERWIRKLICHT

Vorbemerkung – ein kleiner Exkurs zur Entstehung der Anlage
Im Jahr 1852 wurden während einer ‚Comité-Sitzung des Humanitätsfondes zu Ischl‘ erstmalig Maßnahmen zur Kultivierung der an die Promenade von Ischl anstoßenden Kaltenbachau beschlossen. Damit folgte man dem Wunsch des Kaisers, in der Nähe von Ischl einen geeigneten Platz für eine Reitallee zu finden. Weiters sollte eine Kultivierung der Au Ischl als Kurort aufwerten. Mit dem Entwurf der Parkanlage wurde niemand geringerer als der um die Mitte des 19. Jahrhunderts bereits europaweit berühmte, königlich preußische Gartendirektor Peter Joseph Lenné (1789-1866) betraut. Nach seinem „Entwurf zur landschaftlichen Ausschmückung der Kaltenbau-Au“ (1852) ist das Wegenetz des Parks in sanften Bogenlinien angelegt. Die Wege schmiegen sich sanft an das Westufer der Traun sowie an deren die Au durchfließenden Nebenarme und verdeutlichen die besondere Stellung des Elements Wasser im Landschaftspark.
Die Bepflanzungen orientieren sich vornehmlich entlang der Wege, wovon einige auch als Alleen ausgebildet sind. Durch die leichte Erhöhung der Spazierwege lassen sich die Wiesenflächen zu schüsselförmigen Wölbungen formen, die vom höheren Niveau aus leicht zu überblicken sind. Weiters sind im Entwurf Reitwege im Nordwesten des Parks zu finden, die in Form einer kreisrunden Reitmanege ihren Höhepunkt finden. Die Manege weist auch auf die weithin bekannte Leidenschaft Kaiserin Elisabeths für Pferde hin. Gelegentlich pflegte sie mit ihren Pferden durchaus professionelle Zirkuskunststücke zu proben. Leider wurde die Umsetzung des Entwurfs aus finanziellen Gründen rasch eingestellt und nur
ein sehr kleiner Teil konnte realisiert werden.
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Der Kaltenbachteich – ein Biotop im Randbereich der Landesgartenschau!

Nachhaltigkeit und Oekologie

Das heute in der Kaltenbachau noch vorhandenen Wegenetz entspricht jedoch relativ genau den im Entwurf von Lenné vorhandenen Spazier- und Fahrwegen. Das Prinzip der Nachhaltigkeit gilt als ein generelles Grundprinzip der Landesgartenschau in Bad Ischl. Dies gilt nicht nur für den Umgang mit dem Bestand, sondern auch für die Neuanlage von Grün- und Freiflächen sowie für die generelle Pflege. Die Erhaltung einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt ist nicht nur eine Frage der ethischen Werthaltung, sondern auch eine Aufgabe mit dem Ziel der Sicherung und Stabilisierung eines Ökosystems.
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Der Kaltenbach, als ein Genpool für Koppen, Bachforellen und Äschen.
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Hier der naturbelassene Kaltenbach im Mittellauf, unterhalb der Katrinbrücke als Ökosystem für die Fisch- und Vogelwelt.

Nachhaltigkeitskonzept fuer die einzelnen Teilflaechen

Die bauliche Anlagen im Lennépark soll nach der Landesgartenschau für die weitere Nutzung durch die Stadt teilweise erhalten bleiben …

  • Maßnahmen am Vegetationsbestand wirken nachhaltig
  • Stauden- und Wechselflorpflanzungen und Themengärten bleiben teilweise erhalten
  • die Flächen werden öffentlich zugänglich bleiben
  • die weitere Pflege erfolgt durch die Stadtgemeinde Bad Ischl

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Kaltenbach Korrektion

Die Gewässerkorrektion ist ein Fachbegriff der Schweizer Wasserwirtschaft und beschreibt korrigierende Einwirkungen des Menschen auf vorhandene Gewässerstrukturen. Mit der Landesgartenschau 2015 ergeben sich diese Korrektionsmöglichkeiten, die in weiterer Folge den Fischen und den Fischbestand im Kaltenbach und in der Ischler Traun sehr entgegen kommen werden und es ergeben sich damit für das Laichgeschehen der Traunfische wieder Möglichkeiten, so wie diese in früheren Jahren gegeben waren und auch heute noch von älteren Bewohnern am Kaltenbach erzählt werden, wie zur Laichzeit viele große Laichfische in den Kaltenbach hineingezogen sind um hier im geschützten Bereich für ihren Nachwuchs zu sorgen. Über die Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen werde ich auf meiner WEB Seite weiterhin berichten.

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Quellen:

“Ein ‚Entwurf zur landschaftlichen Ausschmückung der Kaltenbach-Au in Ischl‘ von Peter Joseph Lenné”, Barbara Groß, Diplomarbeit am Institut für Kunstgeschichte, Universität, Salzburg, 2001

www.flussraumbetreuung.at

www.lebensministerium.at/wasser/wasserqualitaet/fluesse_seen/flussraumbetreuung.html

Die Ziele und das Konzept zur Landesgartenschau 2015 findet man unter:

Landesgartenschau Bad Ischl 2015

 

„Korrektur der Korrektion durch Renaturierung“

Zitat von: Fischereiverband Schwaben

 

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