BEWIRTSCHAFTUNG

WINTERGOLDHAEHNCHEN

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Kücken vom Wintergoldhähnchen – ein Frühlingsbote!

In meiner Serie, auch Begegnungen mit der Vogelwelt im Salzkammergut vorzustellen, ein Erlebniss und eine Beobachtungen über ein „Wintergoldhänchen – Kücken“, welches ich bei einem „Flusslauf“ zufällig gefunden habe. Es war Mitte Februar und es dürfte vermutlich aus dem Nest gefallen sein? Nachdem ich diesen Vogel nicht kannte und als Kücken sich die Bestimmung noch etwas schwieriger gestaltet, musste ich erst mit Hilfe einer Google – Reserche  ermitteln, um welche Vogelart es sich hierbei handelt. Dank „Google – Bilder – Suche“ und Wikipedia, sind solche Analysen jedoch heute einfach am Computer möglich.

Zur Zeit habe ich nur diese „Wintergoldhänchen – Kücken“ Foto zur Verfügung. Von Adulten Wintergoldhänchen muss ich erst noch versuchen Aufnahmen zu machen.

Das Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) ist der kleinste Vogel Europas. Mit seinen etwa neun Zentimetern Körpergröße wiegt es nur zwischen vier und sieben Gramm. Es ist leicht mit dem Sommergoldhähnchen zu verwechseln, das aber anders als das Wintergoldhähnchen einen schwarzen Augenstreifen besitzt. Die Reviere dieser beiden Vogelarten, die eine Vielzahl ähnlicher Verhaltensweisen haben, überlappen sich gelegentlich. Das Wintergoldhähnchen steht jedoch in keiner direkten Nahrungskonkurrenz mit dem Sommergoldhähnchen, da es sich mit seinem Nahrungsspektrum auf kleinste Beutetiere spezialisiert hat und anders als das Sommergoldhähnchen diese bevorzugt auf der Unterseite von Ästen sucht.

Wintergoldhähnchen brüten überwiegend in Nadelbäumen. Sie verwenden zum Bau ihrer Nester unter anderem Spinnstoffe aus den Eierkokons von Spinnen und den Gespinsteneiniger Raupenarten und errichten dadurch ein besonders stabiles Hängenest. Es ist so gut isoliert, dass das Weibchen bei jeder Witterung bis zu 25 Minuten die zu bebrütenden Eier verlassen kann, ohne dass diese auskühlen.

Im oberen Teil - Höhe Fahrzeugmuseum

Das Wintergoldhähnchen hat sein Revier in den Nadelbäumen am Ufer der Traun

Lebensraum

Das Wintergoldhähnchen ist grundsätzlich ein Nadelwaldbewohner mit einer starken Bindung an Fichten und andere kurznadelige Baumarten. In den typischen mitteleuropäischen Verbreitungsgebieten kommen Wintergoldhähnchen bevorzugt an nicht zu dicht stehenden, buschigen Altfichten mit gut ausgebildeten Kammästen und/oder Flechtenbewuchs vor. In älteren Laubholzbeständen brütet das Wintergoldhähnchen nur, wenn sich darin Fichtengruppen von mindestens sechzehn bis zwanzig Bäumen finden. Es nimmt auch Fichtenmonokulturen an, sobald die Bäume eine bestimmte Mindesthöhe erreicht haben.

Außerhalb der Brutzeit sind Wintergoldhähnchen auch in für sie untypischen Lebensräumen zu beobachten. Sie halten sich dann auch in reinen Laubwäldern oder Schilfgebieten auf. In dieser Zeit sind sie gelegentlich auch in Stadtparks mit geringem Nadelholzbestand zu sehen. 

Die Kaiser Traun - der schönste Revierabschnitt

Die Kaiser Traun – oberhalb von Bad Ischl – hier habe ich das Wintergoldhähnchen-„Kücken“ entdeckt!

Brutrevier und Nest

Die Brutreviere sind mit einem Flächenmaß von unter 50 mal 50 Meter klein, die Form des Reviers ist von der Topographie und dem Bewuchs des Geländes bestimmt. Aus Freilandbeobachtungen weiß man, dass bereits 18 bis 19 große Bäume ausreichen, um ein Goldhähnchenpaar inklusive des Nachwuchses ausreichend mit Nahrung zu versorgen.

Männchen besetzen ein Revier und verfolgen dann in Hetzflügen die Weibchen, die angelockt durch die Reviergesänge im Revier auftauchen. Diese Hetzflüge gehen dann allmählich in ein Nestplatzzeigen durch das Männchen über. Nistplätze zeigt das Männchen dem Weibchen durch Rufe und ein langsames Drehen um die Körperachse sowie Flügelvibrieren an. Als Nistplätze werden Kammäste bevorzugt, deren herabhängende Zweige es erlauben, das für Goldhähnchen typische Hängenest zu errichten. Das Hängenest wird im engen Zweiggewirr von Nadelbäumen errichtet. Fichten stellen dabei den bevorzugten Nistbaum dar.

Wintergoldhähnchen haben in der Regel zwei Bruten pro Jahr.

Das Gelege

Die Eiablage für das erste Gelege ist abhängig von der geografischen Lage und kann bereits im März beginnen. Typischerweise erfolgt sie jedoch im Laufe des Aprils. Das zweite Gelege wird ab etwa Juni angelegt. Die Gelegegröße ist sehr groß; sie umfasst im Schnitt zwischen acht und 11 Eiern.

Meine Beobachtungen

  • Habe das  „Wintergoldhänchen – Kücken“ schon Mitte Februar gefunden. 
  • Fundstelle, Oberhalb von Bad Ischl, nähe des Traunuferweges von Bad Ischl nach Lauffen.
  • d.h. hier dürfte die Brut schon im Jänner geschlüpft sein! Vielleicht das Anzeichen eines milden Winters?

 

Quelle: Wikipedia

 

Wenn wir die Natur auf das reduzieren, was wir verstanden haben,
sind wir nicht überlebensfähig.
Zitat: Hans-Peter Dürr

 


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