FLIEGENFISCHEN

SOMMERLICHE WILDBACH FISCHEREI

Die Tage werden schon wieder kürzer, jedoch im Hochsommmer, bei Temperaturen von über 35 Grad steige ich gerne, schon frühmorgens hinab in die kühlen Klamm, um der Fischerei zu fröhnen und meine Beobachtungen zu machen und die Natur zu genießen. Ein Wildbach ist ein steiler Gebirgsbach, der manchmal stark anschwillt und große Mengen an Gesteinsschutt, Geschiebe, Erdreich, Holz oder ganze Baumstämme mit sich führt. Hauptcharakteristika von Wildbächen im Alpenraum sind das starke Gefälle und durch die Schneeschmelze und heftige Gewitter innerhalb kurzer Zeit stark variierende Abflusswerte.

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In Österreich ist ein Wildbach im § 99 Forstgesetz definiert als: „Ein Wildbach im Sinne dieses Bundesgesetzes ist ein dauernd oder zeitweise fließendes Gewässer, das durch rasch eintretende und nur kurze Zeit dauernde Anschwellungen Feststoffe aus seinem Einzugsgebiet oder aus seinem Bachbett in gefahrdrohendem Ausmaße entnimmt, diese mit sich führt und innerhalb oder außerhalb seines Bettes ablagert oder einem anderen Gewässer zuführt.“


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Als Geschiebe bezeichnet man in den Geowissenschaften das Gesteinsmaterial, das von einem Gletscher transportiert wurde. In der Ökologie (einschließlich Limnologie) und im Wasserbau versteht man unter Geschiebe die von einem Fließgewässer an seinem Grund transportierten Feststoffe, nicht jedoch die in der Wassersäule schwebenden.

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Durch das von dem Wildbach transportierte Material können große Gefahren für Menschen, Tiere und Kulturland entstehen:

  • Starke Erosion – Eintiefung des Bachbettes
  • Nachfolgend eventuelle Rutschungen
  • Gefährdung des Berg- und Schutzwaldes
  • Bildung eines Tobels
  • Auslösung einer Mure
  • Verlegung eines engen Bereichs und Aufstauung – Gefährdung von Siedlungen beim Entleeren
  • Übermäßige Ablagerung von Schutt, Geschiebe und Grobkies – teilweise auch weiter talwärts am Schutt- oder Schwemmkegel
  • Dadurch mögliche Verlegung des Bachbetts

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Es gibt sie noch, die naturbelassenen und unberührtesten Gewässer im Salzkammergut. Über steile Wasserfälle und wunderschöne Klammen geht es talwärts. Im Salzkammergu gibt es abseits der Hauptverkehrsadern sehr romantische Täler mit ihren Seitenbäche, die auch alle befischbar sind und für die es auch Fischerkarten gibt.

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Es gibt hier herrliche Fischereirevier und eine Wildbachfischerei mit viel Abwechslung im Gelände. Hat man die Beschrankung der Forstwege einmal überwunden, tut sich eine faszinierende urtümliche Welt auf, fern ab von jeder Zivilisation.

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Mit großen Gumpen und zum Teil auch breiten Fließstellen zum Fliegenfischen ideal geeignet. An den schwierigen Stellen können ist es oft sicherer, wenn man zu zweit in die Klamm einsteigt oder einen Guid bucht der wertvolle Tipps geben kann und instruktionen geben kann, wie die Fliege platziert werden soll.

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Im Hochsommer sind die Temperaturen angenehm kühl. Auch Gämsen zieht es ans kühle Wassser. In der Engen Schlucht muss man hier sehr vorsichtig sein, dass man nicht durch die aufgeschreckten und aus der Klamm hochkleternden Gämsen nicht einen abgetretenen Stein auf den Kopf bekommt.

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Wegen  ihrer  wilden  Schönheit  und Unzugänglichkeit üben Klammen und Schluchten einen besonderen Reiz auf viele Menschen aus. Sie sind außerdem wertvolle Lebensräume und Rückzuggebiete für empfindliche, meist hoch spezialisierte Tier- und Pflanzenarten.

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Klammen sind eine Konsequenz aus starker Tiefenerosion bei geringer oder fehlender seitlicher Erosion. Dies kann auch durch Vergletscherung bewirkt werden. So wurden durch die Glazialerosion Stufen im Längsprofil vieler Täler geschaffen. Dort und an den Einmündungen von Seitentälern entstanden Steilstufen, an denen sich bereits das abfließende Schmelzwasser aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit einzutiefen begannen.

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Glasklares Wasser. Linksufrieg entspring ein Quellbach aus dem hochalpinen Gelände. Es gibt wenig Deckung und die Forelle ist ein scheues Wesen. Es ist jedoch genug Platz, dadurch kann man auch aus einiger Entfernung die Forelle gut anwerfen und seine Fliege servieren.

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Die Gewässer in Klammen werden durch hohe Fließgeschwindigkeiten, dadurch bedingte hohe  Dynamik  und  große  Geschiebeführung,  charakterisiert.  In  den  Klammen  selbst bilden sich Wasserfälle unterschiedlicher Höhe, Kolke und Stillwasserbereiche. Diese Bereiche einer Klamm sind vergleichsweise feucht und, aufgrund der Beschattung, auch sehr kühl. Die begrenzenden Hänge und Felsen können hingegen sehr trocken und stark besonnt sein. Hier können sich aufgrund der mikroklimatischen Bedingungen, im Gegensatz zum Grund einer Klamm, auch Trockenstandorte ausbilden.

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Klammen sind Extremstandorte, die nur von wenigen Tier- und Pflanzenarten besiedelt werden können. Dabei stehen jedoch die unterschiedlichsten Standorte zur Verfügung. Nicht nur das Gewässer an sich, mit den darin enthaltenen Felsen und Blöcken, sondern auch die angrenzenden Felswände und die darüber liegenden Waldbereiche bilden den Lebensraum für spezialisierte Arten.

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Im Schluchtbereich sind hier vor allem Lebermoose, Laubmoose und Algen zu finden, die verschiedene Quellfluren ausbilden können. An den Felsen und darüber kommen je nach Untergrund unterschiedliche Wald- und Rasengesellschaften vor. Die Fauna wird durch verschiedene Gruppen von Wirbellosen, wie Strudelwürmer (Turbellaria), Wenigborster (Oligochaeta), Eintagsfliegen (Ephemeroptera), Steinfliegen (Plecoptera), Käfer (Coleoptera), Köcherfliegen (Trichoptera), Fliegen und Mücken (Diptera) gebildet.

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Der Klimawandel wird in den kommenden 100 Jahren die Hochwasser und somit  den  Transport  von Sedimenten in Gebirgsflüssen beträchtlich beeinflussen. Es ist damit zu rechnet, dass sich Anzahl und Stärke von Niederschlagsereignissen verändern  werden. Dies könnte  zu häufigeren und grösseren  Hochwassern führen. Zudem wird durch das Abschmelzen der Gletscher und des Permafrostes  Schutt freigelegt, der abtransportiert  werden wird. Das führt dazu, dass viele Gebirgsflüsse mehr Kies und Sand transportieren werden.

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Wegen erhöhter Sedimentmengen werden bestehende Schutzmassnahmen ihre Funktion nur noch teilweise erfüllen. Die veränderte Verteilung des Materials in den Flüssen wird auch die Lebensbedingungen der Fische beeinflussen. So können Hochwasser im Winter und Frühjahr den Erfolg der natürlichen Fortpflanzung beeinträchtigen.  Die genauen Auswirkungen sind allerdings noch kaum bekannt. In verschiedenen Nebenbächen sind die Auswirkungen dieser Situation heute schon zu beobachten. Durch den starken Geschiebtransport mit einigen hundert Kubikmeter Schotter, werden die Oberläufe unserer Wildbäche kompett „auspoliert“.

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In der Bewirtschaftung der Wildbäche Beobachten wir die Folgen des Klimawandels  in Verbindung mit dem Sedimenttransport und den Auswirkungen der Fischbestände. Dabei wird analysiert, wie Starkniederschläge, Schneeschmelze, Gletscherrückgang und Veränderungen in der Vegetation den Eintrag von Sedimenten in die Gebirgsflüsse beeinflussen und wie sich durch den veränderten Geschiebetransport im Fluss der Fortbestand unserer Bachforellenpopulationen beeinflusst werden.

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Schon seit langer Zeit wurden im Salzkammergut durch den Menschen wasserbauliche Eingriffe getätigt, welche aufgrund dieses langen Bestehens oft nicht mehr wahrgenommen bzw. als natürlich akzeptiert werden. Allerdings werden bei detaillierter, unvoreingenommener Betrachtung deutliche Defizite in der Gewässerstruktur deutlich. Besonders aber weist der verhältnismäßig geringe Fischbestand, welcher im Zuge der Ist – Bestandserhebung des fischökologischen Monitorings erhoben wurde, deutlich auf strukturelle Defizite im System hin. In so mancher schlecht zugänglichen Klamm, sind diese Eingriffe ausgeblieben oder nur in deren Zubringern oder in den Mündungsbereichen erfolgt.

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Tosend stürzt sich das Wasser durch die enge Schlucht. Zum Großteil Wildnis pur! Die Kraxeleien zwischen den den Pool’s zahlt sich immer aus. Hier findet man große Fische, die man sich jedoch erkämpfen muß. Es gibt unzählige Gumpen und Rauschen und oft geht es nur über einen umgefallenen Baum weiter.

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Der Bestand in den Klammen bestht aus den Salzkammergut Urforelle. Hier haben sie sich noch erhalten und pflanzen sich von selbt fort. Man siehr viel an 1-sömmerigen Bachforellen, die aus Eigenaufkommen den Besatnd sichern. Zumeist fängt man Bachforellen zwischen 20 und 30 cm. Als Kaptitale sind auch vereinzelt Exemplare bis zu 50 cm und darüber in den tiefen Gumpen.

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Im Hochsommer sind die Temperaturen angenehm und in der Nähe des Wasser bleibt es kühl. Ideal zum Entspannen beim Fliegenfischen und Wandern und Klettern durch die Landschaft und den wilden Schluchten im Salzkammergut.

 

„Wen Gott liebt, den läßt er fallen in dieses Land“

Zitat von: Dr. Ludwig Ganghofer

 

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