UFERSAUM IST LEBENSRAUM

INVASIVE ARTEN-PLAGEPFLANZEN

Ufersaum ist Lebensraum und gehört damit in den Wirkungsbereich der Fischgewässer-Bewirtschaftung. Den schädliche Unkräuter können ein Ökosystem zerstören. Diese Eindringlinge verdrängen die einheimische Vegetation, gefährden den Lebensraum der Wildtiere, wertvolle natürliche Ressourcen, Insekten und Erholungsgebiete.

Neophyten – Neue-Pflanzen 

….sind Tier- oder Pflanzenarten die von Natur aus nicht im Salzkammergut vorkommen, sondern erst durch den Einfluss des Menschen zu uns gekommen sind. Sie gehören daher zu den gebietsfremden oder nichtheimischen Arten – manchmal werden sie wenig zutreffend auch als „Exoten“ oder „fremdländische Arten“ bezeichnet.

Die Bewirtschaftung unserer Gewässer, betrifft auch Säuberungsaktion, bis hin zur Pflege und Erhaltung des Ufersaumes! Denn Ufersaum ist Beschattung des Gewässers und Lebenraum für die Insekten.

Unkraut gilt als schädlich, wenn sie:

  • Aggressive Eingriffe in einheimische Pflanzengemeinschaften
  • oder Kulturpflanzen
  • kann Vieh vergiften
  • kann schädliche Insekten, Krankheiten oder Parasiten tragen
  • sind schädlich für die Umwelt
Ufersaum ist Lebensraum!

Die Ufergehölz entlang der Oberen Traun sind teilweise gut strukturiert mit Esche (Fraxinus excelsior), Erle (Alnus glutinosa), Hainbuche (Carpinus betulus), Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Spitzahorn (Acer platanoides), Flatterulme (Ulmus laevis), Weide (Salix fragilis, Salix caprea), Holler (Sambucus nigra) und Hasel (Corylus avellana).

Der beste Weg, schädliche Unkräuter zu bekämpfen, ist die Verhinderung ihrer Ansiedlung. Dies kann am besten durch die Erhaltung unserer Uferzonen mit heimischen Baum- und Strauchbeständen erfolgen. Nachdem diese jedoch regelmäßig abgeholzt werden, wird die Ansiedlung von invasiven Arten gefördert.

Durch die Dominanz der Berge und der Seen- und Flüsse bleiben nur wenige Flächen des Gemeindegebietes für Siedlungstätigkeit über. Diese konzentrieren sich daher an den Ufern unserer Gewässer. Damit bleibt wenig Raum für „Ufersaum“.

Deshalb ist es umso wichtiger, denn Erhalt und durch die Unterstützung gesunder einheimischer Pflanzengemeinschaften von Weiden, Erlen und anderen heimischen Bäumen, die Ausbreitung von Unkräuter zu verhindern. Hier ist eine harte Konkurrenten und sobald sich Neophyten etabliert haben. Die Ausbreitung kann und muss jedoch kontrolliert werden und wenn geeignete Maßnahmen ergriffen werden, kann man die Ausbreitung auch verhindern.

Harald Eidinger beim Mähen des Drüsiges Springkraut, um eine weitere Ausbreitung im Bad Ischler Stadt – Revier zu verhindern!

Das „Neophyten-Vernichtungsprogramm“ welches maßgeblich von Harald Eidinger, Geschäftsführer vom „Fischereirevier Oberes Salzkammergut“ (FROSKG) betreut wird. Er konzentriert sich darauf, die Entstehung schädlicher Unkräuter zu verhindern und zu kontrollieren, die sich bereits stark, bis in den Stadtbereich von Bad Ischl ausgebreitet haben. Wir vom FROSKG überwachen und inventarisieren die Uferzonen unserer Gewässer. Mit Hilfe Freiwilliger behandeln wir auch schädliche Unkräuter in kritischen Bereichen. Wenn Sie wissen möchten, wie schädliche Unkräuter bekämpft werden können, melden Sie sich bei uns, Helfer dafür sind Willkommen um bei unseren freiwilligen Unkraut-Bekämpfungs-Projekten mitzuarbeiten zu können.

Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera),
oft Indisches Springkraut, auch Rotes Springkraut genannt.
(Wikipedia)
Hier die ersten „Trieblinge“ des Druesiges Springkraut, welche rechtzeitg gemäht werden müssen, damit diese nicht austreiben.

Druesiges Springkraut – Impatiens glandulifera Royle

Einjährige Pflanze, 50-300 cm hoch, mit oben verzweigtem, bis 5 cm dickem Stängel. Blätter gegenständig, oben auch zu 3 quirlständig, bis 25 cm lang und bis 5 cm breit, eilanzettlich, scharf gezähnt. Blattstiel und -grund drüsig. Blüten in aufrechten 2- bis 14-blütigen Trauben, inkl. Sporn 25-40 mm lang, purpurrot, rosa od. weiß, duftend. Blütensporn 3-7 mm lang, abwärts gebogen. Kelchblätter 3, das untere kronblattartig u. gespornt. Kronblätter 5, das obere größer, die übrigen kleiner, paarweise verwachsen. Kapsel 3-5 cm lang, wie bei allen Impatiens-Arten bei Berührung aufspringend. Blütezeit Juni bis Oktober. 

Am Boden liegend, die alten, abgestorbenen Pflanzen die 100-300 cm hoch waren
und einen bis 5 cm dickem Stängel hatten.

Vegetationsfreie Zonen sind gefaehrdet

Dominanzbestände werden vor allem an Gewässern aufgebaut – an gestörten Stellen, die vorher vegetationsfrei waren, oder in ausdauernder Vegetation. Wegen ihrer begrenzten Schattenverträglichkeit dringt sie nur in krautige Vegetation und in lichte Uferrandstreifen ein. Auch unter Baumbeständen an Fließgewässern kommt sie vor, wenn hier der seitliche Lichteinfall zum Gewässer hin ausreichend ist.

Als Fischereirevierbewirtschafter sind wir dabei diese nicht einheimischen Pflanzen, die das Gebiet vollständig überwuchern in Grenzen zu halten und pflanzten einheimische Vegetation wie Pappeln, Weiden und Erlen, die den Fluss schattieren und das Wachstum von Insekten unterstützen, die schließlich Fischfutter werden. Das im Jahr 2018 begonnen Projekt führt zu einem verbesserten Lebensraum.

Unterstuetzung des FROSKG

Fundraising-Bemühungen werden immer sehr geschätzt. Die derzeitige Finanzierung ist für viele unserer Aktivitäten sehr begrenzt. Im FROSKG setzen wir unsere Arbeit durch die Großzügigkeit einer fürsorglichen Gemeinschaft fort. Wenn Sie uns mit Baumspende unterstützen können würden wir uns sehr freuen. Wir brauchen jedoch auch Eimer, Töpfe, Kettensägen, Arbeitshandschuhe und einheimisches Saatgut sind ebenfalls dringend erforderlich. Die Wiederherstellung sind langfristige Bemühungen.

Die nach wie vor ausstehende Anpassung an den Klimawandel, mindestens alleeartig gewässerbegleitende Auwaldbäume, besser noch Auwaldentwicklung, wo immer möglich, bieten allüberall Verbesserungsmöglichkeiten. – Am Besten im Zusammenhang mit der Umstellung der zur Zeit völlig inakzeptablen Uferabholzungen, zur Gewinnung von Hackschnitzel.

Quellen

Impatiens glandulifera Royle (Balsaminaceae), Drüsiges Springkraut
https://neobiota.bfn.de/handbuch/gefaesspflanzen/impatiens-glandulifera.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%BCsiges_Springkraut

„Angeln und Naturschutz sind vereinbar“

Organisierte Angler und Bewirschafter sind Österreichs wichtigste Heger und Pfleger (Manager) der Gewässer. Eine fachgerechte Hege und eine nachhaltige fischereiliche Gewässernutzung sind im Einklang mit dem Natur- und Fischartenschutz.

Zitat von Robert Arlinghaus

 
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