BACHFORELLE

ARGE BACHFORELLE PROJEKT FELDVERSUCH

Bachforelle Unterwasser

Zurzeit befinden wir uns in der Phase der Projektplanung, um unsere Herzensangelegenheiten die „Wiederansiedelung der Bachforelle an der Oberen Traun“ umzusetzen und einen Schritt weiter zu kommen. Demnächst werden es 20 Jahre, dass sich still und heimlich dieses Phänomen der „schwarzen Bachforelle“ und damit das sommerliche sterben dieses ursprünglich zu über 90% vorkommenden Hauptfisch in der Oberen Traun bildenden „Zeigerorganismus“, der auch diesen Gewässerabschnitt als „Bachforellen-Region“ seinen Namen gab,  verschwunden ist. Der Plan steht, nun kommen wir in die Phase, wo es darum geht, die Mittel für die erforderlichen Studien und Anlaysen aufzubringen.

„Kann man es sich finanziell leisten, zu versuchen den Bachforellen zu helfen?“  Alleine diese Frage ist schon traurig.
Richtig müsste sie lauten: Kann man es sich leisten, nichts dagegen zu unternehmen! 
(Zitat: Kurt Hutter)

 

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Hier die Bestandssituation, wie diese bis 1995 an der Ischler Traun, die Bachforellen Region bildete!

PROJEKT FELDVERSUCH

10  GRUENDE  DEN  FELDVERSUCH  2013 ZU MACHEN:

  1. Es soll bald wieder Bachforellen (BF) in der Oberen Traun geben
  2. Die Tatsache der „Schwarzen Bachforellen“ in der Traun existiert seit geraumer Zeit bekannt. Siehe dazu auch die Dokumentationen und Bestandsanlysen der letzten Jahre unter „Bachforellen schreien nicht„, auf meiner Homepage. Das alles  wieder und nochmals zu überprüfen ist verlorene Zeit. Deshalb soll der Feldversuch im August und September 2013 durchgeführt werden.

    FELDVERSUCH LAGEPLAN BF und RBF-BRUETLINGE BESATZ 19.8.2012 in die Traun

    FELDVERSUCH LAGEPLAN BF und RBF-BRUETLINGE BESATZ 19.8.2012 in die Traun

  3. Das Phänomen der „Schwarzen Bachforelle“ tritt meist unterhalb einer ARA auf (lt. vielen Berichten).
  4. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es Zusammenhänge mit der ARA gibt, weil:
    * Jede ARA gibt Schadstoffe mehr oder weniger an den Vorfluter ab.
    * Jede ARA muss für sich alleine inkl. seinem Vorfluter betrachtet werden. (dh. man kann nicht gereralisieren!)
    * Jede ARA hat unterschiedliche Abwasserqualitäten und -mengen zu verarbeiten.
    * Jede ARA ist verfahrenstechnisch unterschiedlich ausgestattet und dimensioniert.
    * Oberhalb der ARA leben die Bachforellen – wie Interwiews mit Bewirschaftern der Goiserer Traun, Goiserer Mühlbach oder Koppen Traun ergeben haben.
  5. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass eine UV-Desinfektion eine Verbesserung der Wasserqualität und somit Lebensbedingungen für die Bachforellen bringen wird. Gründe dafür sind oft genug genannt worden. Weiters wird sich die Situation von Begleitfischen wie der Seeforelle, Elritze und Schneider verbessern.
  6. Die Ursache für PDS (Proliferative Darkening Syndrom), also das Multiorganversagen der Bachforelle kennt man angeblich noch nicht genau und sollten daher mit Hochdruck auch in Österreich erforscht werden und dort weiter gearbeitet werden, wo die Studien in Deuschland und der Schweiz enden.
  7. Alles was man nicht weiß, muß man logisch probieren, testen, eben versuchen oder man wartet auf Forschungsergebnisse aus Bayern, der Schweiz etc., was kurzfristig einfacher und billiger erscheinen mag, langfristig aber Rückschritte mit sich bringt.
  8. Feldversuch Variante 1 oder 2:
    Was tun, wenn es sich bei Variante 1 (Fischbehälter) herausstellen sollte, dass es Zusammenhänge mit der ARA gibt? Dann müsste man die Variante 2 (mit UV-Anlagen) zeitverzögert, zusätzlich testen. Deshalb ist es effizienter, zeitsparender und auch kostengünstiger gleich die Variante 2 zu versuchen, in Kombination mit wichtigen Wasseranalysen.
  9. Hoch qualifizierte Personen von der Universität für Bodenkultur Wien, Institut f. Hydrobiologie u. Gewässermanagement und die Veterinärmedizinische Univiversität – Wien, Head of Fish Medicine a. Livestock Management, sowie die Hydrologische Untersuchungsstelle Salzburg etc. werden diesen Feldversuch maßgeblich mitarbeiten und leiten.
  10. Natürlich ist es uns bewußt, dass der Feldversuch den gewünschten Erfolg auch nicht bringen könnte, viele wichtige neue Erkenntnisse resultieren trotzdem daraus.

 

„Die Bachforelle ist der Indikator für saubere Gewässer“
(Zitat: Univ. Prof. Dr.rer.nat. Mansour El-Matbouli, Head of Fish Medicine and Livestock Management)

 


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