BEWIRTSCHAFTUNG

FISCHWANDERHILFE KW WEINBACH

Hier ein Bericht über die Fischwanderhilfe beim Schlauchwehr vom KW Weinbach. Ein Status aus dem Mai 2020. Der Fischaufstieg ist stark vom Geschiebe vom Strobler Weissenbach beeinträchtigt und soll vor der Kollaudierung des Schlauchwehrprojektes aus dem Jahre 2014 noch einmal ausgebaggert werden.

Baggerarbeiten im Mai 2020 an der Ischl. Es werden Buhnen eingebaut und der Einlaufsbereich der Fischwanderhilfe muss neu gestaltet werden.

Wie eine Elektro Testbefischung im Fischaufstieg, am 14. Mai 2020, 18:00 bis 19:00 Uhr ergab, ist eine Elektroabfischung, bevor hier Bauarbeiten beginnen, durchzuführen. Die Probebefischung wurde mit Aggregat Grassl ELT 61 mit 1,3 kW durchgeführt.

Testbefischung in 5 Pools: 8 Stück Barben, 5 Stück Koppen, 1 Bachforelle.

Probegefischt wurde in 5 Pools (Becken) im Fischaufstieg. Ergebnis: 8 Stück Barben, 5 Stück Koppen, 1 Bachforelle. Wenn man das auf den gesamten Fischaufstieg hochrechnet, sind hier +100 Fische vorhanden und zu erwarten.

Fischwanderhilfe beim Schlauchwehr

Die Fischwanderhilfe ist oberhalb vom Schlauchwehr, des KW Weinbachin Form eines naturnahen Tümpelpasses errichtet worden und ganzjährig mit mindestens 460 Liter/Sekunde zu dotieren. Die Gestaltung hat so zu erfolgen, dass diese Wanderhilfe für sämtliche standorttypischen Gewässerorganismen funktionsfähig ist.

Hier der Lageplan des Tümpelpasses, der ganzjährig mit mindestens 460 Liter/Sekunde dotiert werden muss. Der Fischaufstieg geht unterhalb vom “Schlauchwehr” in die Restwasserstrecke.
Die einzelnen Becken des Tümpelpass sind großzügig dimensioniert. Man sieht jedoch am Foto auch die Situation der starken Schottereinbringung. Der Strobler Weissenbach kommt ein paar Meter oberhalb der Fischaufstiegshilfe in die Ischl und bringt natürlich einiges an Geschiebe mit.
Im “Becken” 18 ist die Meßstelle für die Wasserführung eingebaut.
Zur Verbesserung der Einlauf Situation wurde eine “Buhne” vor den Fischaufstieg neu eingebaut (Mai 2020). Erste kleinere Hochwässer haben die Einlaufsituation mit Schotter aufgefüllt und dadurch den Einstieg für Fische reduziert. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Geschiebe in diesen Bereich durch die weiter oben, linksufrieg eingebauten Buhnen noch verändern wird.
Die auch im Mai 2020 neu eingebauten vier Buhnen, werden auch die Schotterführung vom Strobler Weissenbach, noch beeinfussen. Die hier rechtsufrig sichtbaren Schotterbänke, sind teilweise schon verschwunden und werden sich neu orientieren.
Hier ein Blick auf die oberen beiden Buhnen und den Zusammenfluss der Ischl mit den Strobler Weissenbach.
Die Wasserführung wird durch die Buhnen vom linksufrigen Prallufer in die Flussmitte gelenkt. Wie sich die Ablagerung der Schotterbänke hier neu gestaltet, wird sich mit den nächsten höheren Wasserführungen zeigen.

“Meine Herausforderung ist, denn Fischen ihren Lebensraum zu retten!”

 

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