HECHT ABFISCHEN 2020 GOISERER TRAUN

Bescheid LFW-2017-363362/5-Sr

Übersicht über die Fangergebnisse

Aus fischereifachlicher Sicht wird festgestellt, dass die Traun zwischen Steeg und Traunsee grundsätzlich dem Hyporhithral Groß zuzuordnen ist, wobei das Leitbild für die Ermittlung des Zielzustandes im Zusammenhang mit der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie adaptiert wurde. Als Leitarten werden die Fischarten Äsche, Bachforelle und Koppe, als typische Begleitarten Aitel, Aalrutte, Barbe, Elritze und Flussbarsch und als seltene Begleitarten Bachschmerle, Brachse, Gründling, Hasel, Hecht, Rotauge, Rußnase, Schneider und Seeforelle geführt. Demnach ist die Fischart Hecht in diesem Bereich zwar im Leitbild geführt, war jedoch aus historischer Sicht lediglich selten vorhanden und nicht bestandsbildend.

Rückstaubereich Kraftwerk Bad Goisern

Durch die Errichtung des Kraftwerk Bad Goisern mit seinen Rückstaubereichen und die damit verbundenen Veränderungen der hydromorphologischen Verhältnisse wird die Fischart Hecht begünstigt und kann daher bessere Bestände ausbilden, als es in der unbeeinflussten Traun der Fall war.

Die Hechte haben stark zugenommen.
Der Stau beim Kraftwerk in Bad Goisern hält die Hechtbrut, die sich früher bei Hochwasser über die gesamte Ober Traun verteilt hat, zurück. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit regulierende Maßnahmen zu setzen, damit die Hechte Bestände nicht zu stark zunehmen.

Gleichzeitig verschlechtert sich mit der Errichtung von Rückstaubereichen die Lebensraumqualität für rheophile Arten wie beispielsweise die Äsche und die Bachforelle. Da Hechte räuberisch leben und überwiegend Fische fressen, kommt es zusätzlich zu einem erhöhten Fraßdruck auf andere Fischarten. Zur Stützung der Fischarten Äsche und Bachforelle erscheint eine Reduktion der Fischart Hecht daher sinnvoll. Aus fachlicher Sicht ist es deshalb auch vertretbar, dass Hechte in der Schonzeit und vor Erreichen des Mindestfangmaßes gefangen und aus dem Gewässer entnommen werden. Voraussetzung für die Wirksamkeit der Maßnahme ist jedoch, dass eine konsequente Befischung mit allen im Rahmen der gesetzlich erlaubten Methoden erfolgt, um tatsächlich eine spürbare Bestandsreduktion bei der Fischart Hecht zu erzielen.

Sondergenehmigung zum Hechtfischen

Von der O.Ö. Landesregierung wurde die Bewilligung erteilt, die Schonzeit und das Mindestfangmaß der Fischart Hecht in der Goiserer Traun von der Hallstättersee Klause bis 200 m oberhalb der Goiserer-Brücke, das ist von Flusskilometer 118,025 – hm 113,902 (Ordnungsnr. 21/30/1) aufzuheben.

Hallstättersee Klause bis 200 m oberhalb der Goiserer-Brücke, das ist von Flusskilometer 118,025 – hm 113,902 (Ordnungsnr. 21/30/1)

Diese Dokumentation stellt die Ausfangliste für die Fischart Hecht Abfischungen 2020 dar – diese ist jährlich bis spätestens 1. März des Folgejahres dem Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Land- und Forstwirtschaft, unaufgefordert schriftlich per Post oder E-Mail LFW.Post@ooe.gv.at vorzulegen.

Die entnommenen Hechte ist eine entsprechende Ausfangliste zu führen. Hiermit wird mit Angaben des Fangdatum, die Fangmethode, und die Gesamtlänge und die Anzahl der gefangenen Fische erstellt. Die Fische wurden in weiterer Folge einer kulinarischen Verwendung zugeführt.

Hier im oberhalb der Görbbrücke.
Die Elektrobefischung wird im Herbst durchgeführt.
seit 2017: Genehmigung zur Netz-, Reusen- und Angelfischerei.
Per Nachtrag wurde 2019 die Elektrofischerei Genehmigung eingeholt.

Hecht Befischungen 2020

Reusenbefischung im April 2020

Die Befischung zur Laichzeit mit Flügelreusen in der Bären Traun ist sehr effizient.
Die Reusenbefischung findet in der Bären Traun (Alt Arm) zur Laichzeit statt.

Elektrobefischung am 19. Oktober 2020

  • Poolführer ist Philipp Pöllmann
Poolführer ist Philipp Pöllmann in der Bären Traun im “Hecht Eck”.
Hier der Bericht der Elektrobefischung vom Herbst 2019
 

„Wenn ich drei Zauberwünsche frei hätte, so würde ich mir als Drittes jedenfalls wünschen, in jedem Gewässer alle Fische sehen zu können.“

Zitat von: Dr. Günter Jens

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