ZEITGEMÄSSE GEWÄSSERBEWIRTSCHAFTUNG

Es ist eine großartige Gelegenheit, die uns Michaela und Robert Stroh mit ihrer Einladung zur EWF – Erlebniswelt Fliegenfischen 2026 ermöglicht haben. Als Fischereirevier Oberes Salzkammergut erhalten wir dort die Bühne, um einem hochkarätigen Fachpublikum unsere Vision von Ökologie, Artenschutz und nachhaltiger Bewirtschaftung vorzustellen. Gerade in der kritischen Fliegenfischer-Community, die herkömmlichen Besatzmaßnahmen zu Recht skeptisch gegenübersteht, trifft unser Weg genau den Nerv der Zeit: Wir setzen konsequent auf Wildkultur-Fisch-Entwicklung und die Verbesserung der Habitate.

Dass wir die diesjährige Sonderausstellung gestalten dürfen, ist eine wertvolle Anerkennung unserer ehrenamtlichen Arbeit. Wir freuen uns darauf, diese wegweisenden Projekte einem breiten Publikum zu präsentieren und den Dialog über die Zukunft unserer Wildgewässer zu vertiefen.

SAVE THE DATE: Sonderausstellung EWF 2026
Wann: 18. & 19. April 2026
Wo: EWF – Erlebniswelt Fliegenfischen | Veranstaltungsforum Fürstenfeld (bei München)

Das Fischereirevier Oberes Salzkammergut lädt ein, hinter die Kulissen unserer Arbeit zu blicken. Erfahren Sie alles über das neue FischLab, unsere DNA-kontrollierte Äschen Zucht und warum der Schutz großer Laichfische unsere wichtigste Investition in die Zukunft ist.

Lassen uns über die Zukunft unserer Gewässer sprechen!

Wissen wächst, wenn man es teilt. Wir laden dich herzlich ein, am Stand des Fischereireviers Oberes Salzkammergut mit uns in den Gedankenaustausch zu treten. Unsere Arbeit basiert auf Praxiserfahrung und wissenschaftlichen Standards – und wir freuen uns auf darauf unseren Hauptthemen:

Vom Besatz zur Bestandstützung

Der Fokus rückt weg von der reinen Mengenproduktion hin zur gezielten Unterstützung natürlicher Prozesse. Wir greifen nur dort ein, wo die Natur Hilfe braucht.

Genetische Integrität als Standard

Zeitgemäß bedeutet: Nur das, was ins Gewässer gehört, kommt auch hinein. Wir nutzen 100 % lokalstämmige Elterntiere mit DNA-Zertifikat, um die Ur-Stämme unserer Heimat zu bewahren.

Habitat vor Fischmenge

Ein Fisch ist nur so viel wert wie sein Lebensraum. Wir verbinden die Fischzucht untrennbar mit dem Schutz von Ufersäumen, Totholzstrukturen und temperaturstabilen Rückzugsräumen.

Prägung durch WildKultur

Statt Domestizierung setzen wir auf die „Schule der Natur“. Durch Methoden wie Cocooning und Artificial Nests fördern wir den Homing-Effekt und die Fitness ab dem ersten Augenpunkt.

Weitere Informationen

Neugierig auf mehr? Wissen endet nicht mit dem letzten Punkt. Hinter jedem gesunden Fisch im Salzkammergut steht eine Menge Know-how, Arbeit und Forschung. Es gibt ergänzende Artikel und vertiefende Infos zu unserer Revierarbeit und zu unseren modernen Besatzmethoden. Tauchen Sie tiefer ein in die Welt unseres Fischereimanagement Salzkammergut. Wissen endet nicht mit dem letzten Punkt. Um einen noch umfassenderen Überblick zu geben, haben ich hier weiterführende Ressourcen, Studien und ergänzende Artikel zusammengestellt, die das Thema dieses Beitrags vertiefen.

Während die Speisefischzucht auf maximalen Masterfolg selektiert, zielt unsere Besatzfischzucht auf das Gegenteil: Die Bewahrung ursprünglicher Verhaltensweisen und einer robusten Konstitution, die ein Überleben in unseren freien, regionalen Gewässern erst ermöglicht. Im nachfolgenden Artikel ein paar Gedanken und Hintergrundinformationen dazu:
Kulturfolger sind Tiere oder Pflanzen, die aufgrund anthropogener Landschaft verändernder Maßnahmen Vorteile erlangen und deshalb dem Menschen in seine Kulturlandschaft (Forst, Äcker, Wiesen, Behausungen, Zuchtanlagen) folgen. Das Gegenteil der Kulturfolger sind Kulturflüchter. Wir betreiben mit unseren „FischLab-Mühlbach und Bruthaus-Miesenbachmühle (MBM) = FischLab“ (1) eine „Antidomestikations-Zucht“ (2). Während der Speisefischzüchter den Fisch an den Menschen anpasst, versuchen wir die Zuchtbedingungen so weit wie möglich an die Wildnis anzupassen. Wir produzieren keine „Haustiere“, sondern „Wildtiere auf Zeit“, die so schnell wie möglich wieder in ihre angestammte Rolle als Kulturflüchter zurückkehren sollen.
Einer der wichtigsten Aufgaben in der Bewirtschaftung unserer Gewässer ist, dass wir lokal angepasste oder noch besser möglichst lokale Fischbestände für die Aufzucht und den Besatz nutzen. Lokale Anpassung bedeutet, dass zwischen einzelnen Populationen, aber auch innerhalb dieser Populationen genetisch bedingte Unterschiede in Körperstruktur, Verhalten oder Stoffwechsel auftreten, die mit spezifischen Umweltbedingungen in einzelnen Gewässerbereichen zusammenhängen. Dabei handelt es sich um über sehr lange Zeiträume gebildete, erblich festgelegte Unterschiede. Neben lokalen Anpassungen, die eine genetische Vielfalt widerspiegeln, zeigen viele Fischarten auch die Fähigkeit, sich bis zu einem gewissen Grad sehr rasch und ohne notwendige genetische Veränderungen auf neue Umweltbedingungen einzustellen. Wobei sich dies durchaus je nach Fischart stark unterscheiden kann, soweit dies unsere Erfahrungen auch bestätigen.
Warum wir den erforderlichen Bachforellen-, Regenbogenforellen- und Äschen Besatz für unseren Gewässer im Salzkammergut selbst erzeugen? Nachfolgend ein paar Informationen, die diesen Aufwand den wir hier betreiben, zwischen Speisefischproduktion und Besatzfischproduktion aufzeigt.
Einer der schwerwiegendsten und besorgniserregendsten Verstöße gegen den erhalt unserer Wild-Fischpopulationen, ist das weitverbreitete Verirren und Besetzen von Zuchtfischen in unteren Gewässer. Dies geschieht, wenn in Zuchtbetrieben gezüchtete Fische, die als Lebensmittel bestimmt sind, in unsere Seen, Bäche und Flüsse ausgesetzt werden, wo sie sich mit Wildfischen vermehren. Wenn dies in einem Ausmaß geschieht, das das ein Maß überschreitet, untergraben Zuchtfische die Genetik der Wildfische. Zuchtfische (Speisefische), die sich mit Wildfischen vermehren, stellen erhebliche Herausforderungen für die Erholung unserer vom Aussterben bedrohten Wildfischpopulationen dar.
Abschied vom Wellness-Becken in unseren Bruthaus werden in den nächsten Tagen ein Großteil der Bachforellen-Eier nehmen und in die Wildnis ausgesetzt werden. Es ist so weit: Die dunklen Punkte starren uns erwartungsvoll entgegen. Was ein bisschen so aussieht, als hätten die Bachforelleneier zu viel Espresso getrunken, ist in Wahrheit das Startsignal für ein großes Abenteuer. Das Augenpunktstadium ist erreicht!

Hashtag

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„Die Natur ist unser Taktgeber, Erfahrung unser Werkzeug.“

Wir freuen uns dich in Fürstenfeldbruck zu begrüßen!