TAG DER BACHFORELLE AM 26. Mai 2026

Das schließt den Kreis der Prominenz und Expertise im Fischereirevier Oberes Salzkammergut (FROSKG) auf beeindruckende Weise. Dass Peter Schröcksnadel als eine Persönlichkeit, die für Präzision, Erfolg und Handschlagqualität steht – das ehemalige „Platzer Revier“ an der Ischler Traun bewirtschaftet, verleiht der Region und Ihren Bestrebungen zusätzliches Gewicht.

Auch der von Peter Schröcksnadel gegründete Verein River and Nature Trust leistet wichtige überregionale Arbeit, indem er die Bachforelle als „Leitfisch der Alpen“ in den Fokus rückt und Themen wie Renaturierung, Monitoring und Bewusstseinsbildung vorantreibt.

Daher wird „Zum Tag der Bachforelle“, am 26. Mai 2026 ab 17.30 Uhr,
von Peter Schröcksnadel & Heinrich Dieter Kiener
ins Stiegl-Gut Wildshut, 5120 St. Pantaleon eingeladen.

Es freut es mich ganz besonders, dass ich zu dieser hochkarätigen Veranstaltung eingeladen bin, denn es geht hier um die synchronen Ansätze die River and Nature Trust (RNT) leitet, lokal im Salzkammergut umzusetzt und damit am Erfolg zum Schutz der Bachforelle mitzuwirken.

Vernetzung ist hier der entscheidende Hebel.

Wenn lokale Initiativen, Wissenschaft und prominente Unterstützer wie der Verein „River and Nature Trust“ an einem Strang ziehen, steigt die Chance, politisches Gehör und echte ökologische Verbesserungen zu erreichen.

Um österreichweit etwas zu bewegen, ist die Zusammenarbeit entscheidend: Durch die Bündelung der Kräfte über regionale Grenzen hinweg entstehen Hebelwirkungen, die lokal kaum zu stemmen wären.

Alpenweites Networking

Ein alpenweites Networking ist deshalb so entscheidend, weil wir es mit einer systemischen Krise zu tun haben. Ein isolierter Erfolg an einem Nebenfluss in Tirol oder Oberösterreich verpufft, wenn die Durchgängigkeit flussabwärts fehlt oder die Wassererwärmung im gesamten Einzugsgebiet massiv zunimmt.

Strategische Vorteile einer alpenweiten Vernetzung

Durch die Bündelung der Kräfte über regionale Grenzen hinweg entstehen Hebelwirkungen, die lokal nicht zu stemmen wären:

  • Politisches Gewicht: Eine Allianz, die den gesamten Alpenbogen vertritt (von Frankreich über die Schweiz und Italien bis nach Österreich und Slowenien), hat bei der EU in Brüssel ein ganz anderes Gewicht – insbesondere wenn es um die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung (Nature Restoration Law) geht.
  • Best-Practice-Transfer:
  • Die Schweiz setzt stark auf High-Tech-Monitoring (Genetik und Telemetrie), um weg vom „Gießkannenprinzip“ beim Besatz und hin zu einem datenbasierten Schutz der natürlichen Verlaichung zu kommen.
  • In Österreich gibt es beispielsweise bereits weit fortgeschrittene Projekte zur Revitalisierung von Geschiebehaushalten (Kiesmanagement) und deren Einfluss auf Bachforellen.
  • In Bayern wurde die Forschung am Standort Wielenbach vom Landesamtes für Umwelt (LfU) zum ökologisches Rätsel und dem Phänomen der „Schwarzen Bachforelle“, wissenschaftlich als Proliferative Darkening Syndrome (PDS) bekannt, auf der Spur.
  • Genetischer Korridor: Fische denken nicht in Bundesländern. Ein länderübergreifendes Management sichert den genetischen Austausch, der für die Anpassungsfähigkeit der Forelle an den Klimawandel (Resilienz) lebensnotwendig ist.

Warum der Schutz der Bachforelle so komplex ist

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Erwärmung der Gewässer schreitet voran. Jedes Grad mehr im Wasser bedeutet weniger Sauerstoff und mehr Stress für die Fische. Nur durch massive Beschattung (Uferbegrünung) und den Rückbau von Barrieren können wir den Forellen „Rückzugsküchen“ in kältere Regionen ermöglichen.

Foto von Albert Pesendorfer

Die Bachforelle ist eine sogenannte Indikatorart. Geht es ihr schlecht, stimmt etwas im gesamten System nicht. Die Gründe für den Rückgang sind vielfältig und verstärken sich gegenseitig:

  • Fragmentierung: Querverbauungen und Kraftwerke verhindern die Wanderung zu den Laichplätzen.
  • Klimawandel: Steigende Wassertemperaturen senken den Sauerstoffgehalt; die Forelle ist ein Kaltwasserfisch.
  • Fressfeinde: Ein oft kontrovers diskutiertes Thema ist der Prädationsdruck (z. B. durch Kormoran oder Fischotter) bei gleichzeitig schwindenden Rückzugsorten.
  • Lebensraumverlust: Begradigungen und das Fehlen von Ufergehölzen nehmen den Fischen Schutz und natürliche Beschattung.

Ansätze für eine erfolgreiche Bündelung der Kräfte

Um österreichweit etwas zu bewegen, ist die Zusammenarbeit entscheidend:

  • Lobbying für Revitalisierung: Gemeinsames Auftreten gegenüber der Politik, um Rückbaumaßnahmen und Fischaufstiegshilfen zu priorisieren.
  • Wissenstransfer: Austausch über erfolgreiche Projekte (z. B. Kiesbank-Sanierungen oder ökologische Fischzuchtprogramme).
  • Öffentlichkeitsarbeit: Das Bewusstsein schärfen, dass ein Fluss mehr ist als nur ein Energielieferant oder ein Badegewässer – er ist ein hochsensibles Ökosystem.
  • Datenmonitoring: Zusammenarbeit mit Universitäten, um die Ursachen des Rückgangs lokal noch präziser zu erfassen.

Ein Netzwerk ist wie ein Fluss: Je mehr Zuflüsse es hat, desto kraftvoller wird es.

Veranstalter

„River and Nature Trust“ ist ein Sprachrohr der Flüsse und Fische und sorgt dafür, dass die Botschaften aller gleichgesinnten Organisationen und Menschen stärker an die Öffentlichkeit und die Entscheider kommen. Eine kleine Gruppe von Freunden der Fische und Flüsse, hat sich entschieden, den „River and Nature Trust“ ins Leben zu rufen. Der Sitz von RNT ist in Österreich, dass Spektrum ist ein internationales: Den Vereinsgründern ist bewusst, dass wir in einer Kulturlandschaft leben und mit all unseren Maßnahmen der Balance Rechnung tragen müssen. Gerade deshalb ist jetzt ein Handeln, mit Blick in die nächsten Jahrzehntezur Bewahrung unserer letzten Fließgewässer, dringend erforderlich.

Schutz der Flüsse und Balance der Artenvielfalt

River and Nature Trust
Handelskai 265, 1020 Wien​
Vereinsregister ZVR Zahl 181 600 9678​
WEB: www.riverandnaturetrust.org
Mail: office@riverandnaturetrust.org

Dass Persönlichkeiten wie Peter Schröcksnadel ihre Reichweite nutzen, gibt dem Thema die nötige mediale Präsenz. Daher teile ich hier als Obmann vom „Fischereirevier Oberes Salzkammergut“ gerne unsere Erfahrungen, um an den entstehenden Synergien, die weit über unser lokales Fischereirevier hinausgeht, mit zu partizipieren.

Der „Tag der Bachforelle“ richtet den Fokus auf die unsichtbare Krise unter Wasser
und zeigt, wie ein Umdenken aussehen könnte.

Weitere Informationen

Neugierig auf mehr? Wissen endet nicht mit dem letzten Punkt. „Tiefgang statt nur Oberfläche: Entdecke die Arbeit und Forschung um unsere Gewässer – mit einem Klick zu unseren exklusiven Insights und modernen Management-Strategien.“

Ende April 2023 wurde von Prof. Peter Schröcksnadel der Verein „River and Nature Trust“ (RNT) gegründet. Als Präsident von RNT macht er schnelle Schritte vorwärts, um den Flüssen und Fischen Österreichs als Sprachrohr und Projektinitiator zu dienen. Peter Schröcksnadel spricht von „Die letzte Generation im Artenschutz“ und hebt dabei hervor, wie wichtig es ist, auch regionale Tierarten vor dem Artensterben zu bewahren:
„Das Aussterben der Bachforelle in den heimischen Gewässern ist dramatisch, der Artenschutz unter Wasser in Österreichs Flüssen ist nicht ausreichend: Weder von Seiten der Maßnahmen noch von der Bewusstseinsarbeit.“ 
Nachfolgend eine vollständige, praxisorientierte Entwicklungs-Timeline für Bachforelle von der Befruchtung bis zum Fütterungsbeginn, gerechnet für eine konstante Wassertemperatur von 6,2 °C. Die Angaben basieren auf Erfahrungswerte unserer mehrjährigen Bachforellen-Zucht.
Die Bachforellen ist „der kleine Lachs der Bergquellbäche“. Vielleicht mehr als jeder andere Fisch im Salzkammergut verkörpern heimische wilde Bachforellen das Leitbild eines gesunden Baches. Die Frage bleibt, ob wilde selbst reproduzierende Bachforellen-Stämme in Zukunft in den Zubringerbächen der Oberen Traun erhalten bleiben, oder ob ihnen das Wasser ausgeht oder zu warm wird?
Die Frage, ob die wilden, selbst reproduzierenden Bachforellen-Stämme in den Zubringerbächen der Oberen Traun erhalten bleiben, ist angesichts des Klimawandels und anderer anthropogener Einflüsse tatsächlich kritisch.
Die Zukunft der wilden Bachforellen in den Zubringerbächen der Oberen Traun ist ungewiss und steht unter erheblichem Druck durch Umweltveränderungen und historische Eingriffe. Ihr Erhalt hängt maßgeblich von den kontinuierlichen und intensiven Schutz-, Entwicklungs- und Renaturierungsmaßnahmen der Fischereibewirtschafter und Unterstützer ab. Die Zubringerbäche gelten als Biotope der Zukunft für die Bachforelle (Salmo trutta), aber ihr Schutz vor Austrocknung, Erwärmung und Verbauung ist essenziell. Um ihren Bestand bestmöglich zu erhalten, haben wir das „Projekt Leopold“ aufgesetzt.
Besatzmaterial soll nur aus unserem Gewässersystem abstammen.
Die praktische Durchführung unser Wildkultur-Fisch-Entwicklung erfordert eine klare Definition der Begriffe: “autochthon, heimisch und bodenständig”.

„Kann man es sich finanziell leisten, zu versuchen den Bachforellen zu helfen? Alleine diese Frage ist schon traurig. Richtig müsste sie lauten: Kann man es sich leisten, nichts dagegen zu unternehmen!

Zitat: Kurt Hutterer, ARGE Bachforelle anno 2013