PRÄSENZ AUF INTERNATIONALER BÜHNE

Es ist eine großartige Gelegenheit, die uns Michaela und Robert Stroh mit ihrer Einladung zur EWF – Erlebniswelt Fliegenfischen 2026 ermöglicht haben. Als Fischereirevier Oberes Salzkammergut erhalten wir dort die Bühne, um einem hochkarätigen Fachpublikum unsere Vision von Ökologie, Artenschutz und nachhaltiger Bewirtschaftung vorzustellen. Gerade in der kritischen Fliegenfischer-Community, die herkömmlichen Besatzmaßnahmen zu Recht skeptisch gegenübersteht, trifft unser Weg genau den Nerv der Zeit: Wir setzen konsequent auf Wildkultur-Fisch-Entwicklung und die Verbesserung der Habitate.

Warum dieser Auftritt so bedeutend ist

Für das Obere Salzkammergut – eine Region, die für ihre glasklaren Gewässer wie die Traun, den Hallstättersee oder die Ischl weltberühmt ist – bietet die EWF die perfekte Bühne, um die Kombination aus Tradition und modernem Fischereimanagement zu präsentieren.

  • 100 Jahre Erfahrung: Da das Revier erst 2024 sein 100-jähriges Bestehen feierte, kann es auf der Messe als Paradebeispiel für nachhaltige Bewirtschaftung auftreten.
  • Botschafter-Rolle: Das Revier präsentiert sich nicht nur als touristisches Ziel, sondern als Hüter der Artenvielfalt z. B. Projekte wie die „Leopold die Bachforelle“ oder das Revier-Bruthaus in Ebensee.
  • Networking: Es ist die Chance, sich direkt mit der internationalen Fliegenfischer-Elite und Fachmedien zu vernetzen.

Um diese Qualitäten sichtbar zu machen, präsentiert sich das Fischereirevier Oberes Salzkammergut am 18. und 19. April 2026 auf der „Erlebniswelt Fliegenfischen“ in Fürstenfeldbruck bei München. Die Messe gilt als größte Plattform für Fliegenfischer im deutschsprachigen Raum.

Teamwork auf der EWF 2026

Das ist das „Dream-Team“, das auf der EWF 2026 das Revier präsentieren wird. Diese Besetzung deckt wirklich jedes kritische Feld ab – von der politischen Führung über die technische Gewässergestaltung bis hin zur wissenschaftlichen Basis.

Bei dieser Besetzung stehen wir für Fachgespräche am Stand zu Themen wie Fischgesundheit in Zeiten der Erwärmung, Moderner Wasserbau und WildKultur-Fisch Entwicklung zur Verfügung.

Die Kompetenzbereiche des Teams

NameFunktionFokus auf der EWF
Heimo HuberObmannRepräsentation des Reviers, Strategie, Vernetzung mit anderen Vereinen und der Politik.
Karl FehrerWasserbautechniker„Lebensraum-Experte“: Er kann erklären, wie man Gewässer so strukturiert, dass sie Hochwasser standhalten und gleichzeitig Fischhabitate bieten.
Harald EidingerGF & HydrografDaten & Management: Als Hydrograf bringt er die nötige Tiefe in Sachen Wasserführung, Vermessung von Profilen und Revierverwaltung ein.
Walter ReisingerBeirat FischgesundheitStichwort: PKD, Klimaerwärmung, Betrieb einer Fischzucht oder Stressfaktoren für Fische. Ein Veterinär im Team ist ein klares Statement für Professionalität und Tierschutz.

Vor Ort stellt das Team die Oberen Traun vor und sucht den Austausch mit einem internationalen Fachpublikum. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Verbindung von Gewässerschutz, Fischbestand und regionaler Wertschöpfung weiter zu stärken. Den ein gesunder Fischbestand ist kein Selbstzweck. Er bildet die Grundlage für nachhaltigen Tourismus, regionale Wertschöpfung und den langfristigen Erhalt der Gewässerlandschaft im Salzkammergut. Die Erfahrungen aus dem Fischereirevier Oberes Salzkammergut zeigen, dass ökologische Qualität und wirtschaftlicher Nutzen eng miteinander verbunden sind.

Wie Gewässerschutz Tourismus schafft

Das Fischereirevier Oberes Salzkammergut steht exemplarisch für eine Form des Tourismus, die leise wirkt und dennoch messbare wirtschaftliche Effekte erzielt. Grundlage dafür ist ein stabiler, gesunder Fischbestand – und genau dieser entsteht nicht zufällig, sondern durch kontinuierliche Arbeit, Fachwissen und langfristige Investitionen in die Gewässerökologie. Allein in Oberösterreich lösen mehr als 38.000 Anglerinnen und Angler jährlich eine Fischerkarte. Ein erheblicher Teil davon besucht regelmäßig die Gewässer des Salzkammerguts. Hinzu kommen internationale Gäste aus Deutschland, Italien, Frankreich und Tschechien, die gezielt wegen der hochwertigen Fliegenfischerei an der Oberen Traun anreisen. Für diese Zielgruppe zählt nicht Masse, sondern Qualität: intakte Gewässer, stabile Fischbestände und naturnahe Lebensräume.

Tourismus als Erlebnis-Ökosystem

Die Fischerei ist das kulinarische Rückgrat. Sie ist zwar „leise“, weil sie keine laute Marketingmaschinerie ist, aber ohne sie würde vielen Hotels und Restaurants das wichtigste Verkaufsargument fehlen. Das Fliegenfischen gilt als die „Königsdisziplin“ des Angelsports und zieht eine besonders kaufkräftige und loyale Gästeschicht an. Fliegenfischer sind sehr naturverbunden. Sie kommen daher nur, wenn die Gewässerbewirtschaftung stimmt.

„Die Fischerei wirkt leise im Hintergrund, doch ihr wirtschaftlicher Beitrag für Gastronomie und Hotellerie ist erheblich“!

Die Wertschöpfungskette des Angeltourismus

BereichWirtschaftlicher Profit
BeherbergungMehrtägige Aufenthalte, oft in spezialisierten „Fischer-Hotels“.
LizenzenDirekte Einnahmen für Bewirtschafter und Vereine.
EinzelhandelBedarf an Equipment, Ködern und lokaler Beratung.
KulinarikDer „Fang des Tages“ wird oft im Hotelrestaurant zubereitet – ein emotionales Highlight für den Gast.

Sanfter Tourismus mit Wirkung

Die internationale Fliegenfischer-Community reagiert sensibel auf ökologische Qualität. Hochwertige Reviere ziehen eine zahlungskräftige Zielgruppe an, die bewusst reist, länger bleibt und regional konsumiert. Betriebe wie der Steegwirt in Bad Goisern oder das Hotel Post in Ebensee profitieren direkt von dieser Entwicklung. Die Wertschöpfung entsteht entlang der gesamten touristischen Kette – von Beherbergung und Gastronomie bis hin zu regionalen Dienstleistungen. Gleichzeitig bleibt die Belastung für Natur und Infrastruktur vergleichsweise gering.

Fischerei entwickelt sich damit zu einem Beispiel für nachhaltigen Tourismus im Salzkammergut.

Investition in einen nachhaltigen Fischbestand

Ein gesunder Fischbestand bildet die zentrale Voraussetzung für diese Entwicklung. Die Mitglieder des Reviers investieren jährlich zahlreiche ehrenamtliche Stunden in Maßnahmen der sogenannten Wildkultur-Fisch-Entwicklung. Dazu zählen gezielte Besatzstrategien, Monitoring sowie die Verbesserung von Lebensräumen.

Parallel dazu gewinnt die Renaturierung zunehmend an Bedeutung. Strukturreiche Uferzonen, funktionierende Laichplätze und durchgängige Gewässer sichern langfristig die natürliche Reproduktion. Diese Maßnahmen sind keine optionalen Zusatzprojekte, sondern Voraussetzung für die Qualität des Reviers.

Weitere Informationen

Neugierig auf mehr? Wissen endet nicht mit dem letzten Punkt. „Tiefgang statt nur Oberfläche: Entdecke die Arbeit und Forschung um unsere Gewässer – mit einem Klick zu unseren exklusiven Insights und modernen Management-Strategien.“

https://erlebniswelt-fliegenfischen.de/de/
Seit über zwanzig Jahren steht die EWF für Leidenschaft, Inspiration und die Faszination des Fliegenfischens. Als Europas größte und renommierteste Fliegenfischer-Messe bietet sie ein einzigartiges Erlebnis und ist ein Muss für alle, die dieses wunderbare Erlebnis in der Natur und am Wasser lieben.
Einer der wichtigsten Aufgaben in der Bewirtschaftung unserer Gewässer ist, dass wir lokal angepasste oder noch besser möglichst lokale Fischbestände für die Aufzucht und den Besatz nutzen. Lokale Anpassung bedeutet, dass zwischen einzelnen Populationen, aber auch innerhalb dieser Populationen genetisch bedingte Unterschiede in Körperstruktur, Verhalten oder Stoffwechsel auftreten, die mit spezifischen Umweltbedingungen in einzelnen Gewässerbereichen zusammenhängen. Dabei handelt es sich um über sehr lange Zeiträume gebildete, erblich festgelegte Unterschiede. Neben lokalen Anpassungen, die eine genetische Vielfalt widerspiegeln, zeigen viele Fischarten auch die Fähigkeit, sich bis zu einem gewissen Grad sehr rasch und ohne notwendige genetische Veränderungen auf neue Umweltbedingungen einzustellen. Wobei sich dies durchaus je nach Fischart stark unterscheiden kann, soweit dies unsere Erfahrungen auch bestätigen.
Das Fischereirevier im Salzkammergut zeichnen sich durch eine überwältigende landschaftliche Schönheit aus und kann mit attraktiven Fliegenfischereirevieren sowie der Seenfischerei aufwarten und hat auch sonst viel zu bieten, dass diese Region schon seit beinahe 200 Jahren zum beliebten Ziel für Erholung, Naturerlebnis und Sommerfrische macht. Insoweit ist es wenig erstaunlich, dass der Fischereitourismus eine wichtigste Säule so mancher Fremdenverkehrsbetriebe geworden ist.
Laut der Studie sehen sich neun Prozent der österreichischen Bevölkerung über 15 Jahren als Fischer:innen, was hochgerechnet rund 690.000 Menschen entspricht. Von diesen fischereiaffinen Personen sind 46 Prozent lediglich als Begleitperson oder helfend unterwegs, wie beispielsweise bei gemeinsamen Angelausflügen mit Kindern. Somit gibt es in Österreich rund 350.000 wirklich aktive Anglerinnen und Angler. Diesen stehen etwa 180.000 Besitzerinnen und Besitzern einer amtlichen Fischerkarte oder Gastfischerkarte gegenüber.
 

Sommerfrische im Salzkammergut fühlt sich an wie ein „Projekt vergangene Zukunft“.

Es ist nichts wie damals und doch wieder gleich.

Zitat von Helena Wallner