Vielen Dank für die hervorragende Organisation der Demonstration. Auch wenn wir eine unmittelbare Verschiebung der Bauarbeiten aktuell nicht erreichen konnten, war die Aktion ein wichtiges Signal. Es ist nicht hinnehmbar, dass über Jahre hinweg keine Maßnahmen ergriffen wurden, nur um jetzt unter dem Deckmantel der „Gefahr im Verzug“ ein beschleunigtes Verfahren durchzudrücken.
Die Demonstration vom 14. April 2026, an der sich spontan um die 40 engagierte Fischerinnen und Fischer beteiligt haben, war ein deutliches Signal: Wir nehmen eine intransparente Vorgehensweise der Behörden nicht hin. Zwar konnten die Bauarbeiten durch den Protest zum jetzigen Zeitpunkt nicht verschoben werden, dennoch bleibt die Art und Weise der Genehmigung höchst fragwürdig. Im Namen der Beteiligten bringen wir hiermit unser tiefes Unverständnis über die prozessuale Abwicklung zum Ausdruck.

Unser massiver Protest richtet sich jedoch gegen den gewählten Zeitpunkt und die behördliche Vorgehensweise. Dass die Bauarbeiten ausgerechnet jetzt, während der hochsensiblen Laichzeit der Äsche, durchgeführt werden, ist fachlich und ökologisch nicht hinnehmbar.

Die Teilnahme von Landesfischermeister Gerhard Sandmayr unterstreicht die Bedeutung unseres Anliegens. Wenn der oberste Vertreter der Fischerei im Land persönlich Präsenz zeigt, verdeutlicht dies, dass die Kritik am Vorgehen des Gewässerbezirks weit über die lokale Ebene hinaus getragen wird. Es ist ein unüberhörbares Signal, dass die gesamte Landesfischerei mit der Missachtung ökologischer Schonzeiten und der intransparenten Prozessführung durch „Gefahr im Verzug“ absolut unzufrieden ist.

Wir kritisieren in diesem Zusammenhang scharf:
- Verstoß gegen den Artenschutz: Die Unruhe und physische Störung durch Bauarbeiten während der Laichzeit gefährdet den Bestand einer bereits unter Druck stehenden Fischart. Eine Verschiebung der Arbeiten um wenige Wochen hätte diesen ökologischen Schaden verhindert.
- Jahrelange Untätigkeit vs. plötzliche Eile: Die Sanierung ist seit Jahren als notwendig bekannt. Dass die Behörden das Projekt jahrelang nicht bearbeitet haben, um nun unter dem Vorwand der „Gefahr im Verzug“ ein Eilverfahren ohne Rücksicht auf Schonzeiten durchzudrücken, ist ein administratives Versagen.
- Demonstration als letztes Mittel: Da der fachliche Dialog im Vorfeld ignoriert wurde, blieb uns als Fischereiberechtigten keine andere Wahl, als den öffentlichen Protest zu wählen. Die Demonstration war das einzige verbliebene Werkzeug, um unseren Unmut über diese rücksichtslose Planung darzustellen.
Die Demonstration war somit die direkte Antwort auf eine gescheiterte Dialogkultur.
Presse-Berichte

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„Einen toten Fisch sieht man heute;
einen verlorenen Laichjahrgang spürt man über Generationen.“
Zitat von: Heimo Huber

