FISCHEREIAUSBILDUNG AN DER FORSTFACHSCHULE TRAUNKIRCHEN

Die Schule bildet Forstwarte aus, eines der drei Forstorgane für die es einen Lehrplan gibt. Die Ausbildung dauert 2 Jahre, ist sehr praxisorientiert und die Schwerpunkte liegen bei Forst und Jagd. Die Forstliche Ausbildungsstätte Traunkirchen startete im Herbst 2018 am neuen Standort in Traunkirchen ihren Betrieb.

Die Schule liegt im Salzkammergut direkt am Traunsee und ist eine Einrichtung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus. Seit dem Schuljahr 2017/2018 wird die Schule zweijährig geführt. Die Ausbildung ist praxisorientiert mit forstlichem, jagdlichem und betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt. Lehrwerkstätten, Klassenzimmer, Internat und EDV-Einrichtungen sind nach dem neuesten Stand der Technik eingerichtet.

Fischereiausbildung im Lehrplan

Auch die Fischereiausbildung ist Bestandteil der Ausbildung und gemeinsam mit Rudi Gams konnten wir bereits seit 2022 mehrere Fischerkurs mit Prüfung abhalten und über 200 Teilnehmer die Fischerprüfung erfolgreich abschließen.

Die Ausbildung in der Forstfachschule Traunkirchen ist eine geschlossene Veranstaltung und nur für Teilnehmer der Forstfachschule (nicht öffentlich) und findet in den Klassenzimmern der Forstfachschulte statt.

Geschichtliches zum Standort in Traunkirchen

Das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude wurde 1866 vom Erzherzog Karl Salvator (1839 – 1892) und seiner Gattin Maria Immaculata (1844 – 1899) als Sommersitz errichtet. Die Familie Toskana zählte zu den nächsten Angehörigen des Kaiserhauses. Zu dieser Zeit war das Interesse vieler wohlhabender Bürger groß „Weitab vom Lärm der Welt, in ländlicher Stille und Abgeschiedenheit, nur umgeben von den Einöden“ den Sommer zu verbringen.

Um die Villa Buchberg, errichtet aus dem rötlichen Traunsee-Marmor, wurde ein großer Park mit ausländischen Edelhölzern angelegt. Nachdem der Erzherzog Karl Salvator und dessen Frau verhältnismäßig jung verstarben, wurde die Villa von deren Sohn verkauft. Der Besitz ging im Jahre 1921 an das Land Oberösterreich über und wurde zu einem Krankenhaus für an Tuberkulose erkrankten Patienten. Bald war die 1922 eröffnete „Sonderheilanstalt für Lungenkranke“ zu klein und es wurde zugebaut.

Als 1950 die Zahl der Patienten fortlaufend abnahm, weil es gelungen war die Tuberkulose einzudämmen, wurde das Krankenhaus in eine „Sonderkrankenanstalt für unspezifische Erkrankungen der Atemwege, sowie für bestimmte Krankheiten, die eine längere stationäre Behandlung erfordern“ umbenannt.

Am 6. April 2009 wurden schließlich alle Patienten und Pfleger vom Buchberg ins Landeskrankenhaus Gmunden überstellt und das LKH Buchberg geschlossen. Bevor der Umbau zum BFZ stattgefunden hat, diente der Bau auch noch als Ausweichquartier für die landwirtschaftlichen Fachschulen Altmünster und Weyregg während der Umbauarbeiten an den jeweiligen Schulen.

Anfang September konnten nach einer 15-monatigen Bauzeit die Pforten für das Schuljahr 2018/19 geöffnet werden. Die Schule ist gemeinsam mit der Forstlichen Ausbildungsstätte des BFW, dem Einforstungsverband Österreich und einem Forschungscluster im „Waldcampus Österreich“ vormals FBZ Traunkirchen untergebracht.

FROSKG hat qualifizierte Vortragende

In der Zwischenzeit haben wir vom „Fischereirevier Oberes Salzkammergut“ eine mehrjährige, gute Zusammenarbeit und können mit Rudolf Gams als pensionierten Pädagogen auch die Fischereiausbildung an der Forstfachschule Traunkirchen abhalten. Rudolf Gams ist als Vorstandsmitglied im Fischereirevier Oberes Salzkammergut ein engagierter Fischer, Fischereischutzorgan, Jagdschutzorgan, Naturschutzwacheorgan und auch mit der Elektrofischerei vertraut und kann viel Praxisbezug in die Ausbildung einbringen.

Rudi Gams als ausgebildeter Pädagoge gibt sein Wissen in der fischereilichen Ausbildung im „Fischereirevier Oberes Salzkammergut“ (FROSKG) an die Teilnehmer der Fischerkurse weiter.

Rahmenprogramm für Forstfachschule

Für die Teilnehmer der Forstfachschule steh ja zumeist nicht das „Fischen“ im Vordergrund. Jedoch als Forstwart sind sie laut § 104 Abs. 2 des Forstgesetzes behördliche Forstorgane und berechtigt Betriebe bis zu 1.000 ha jagdlich und forstlich zu führen. In diesen Umfeld wird so mancher Abgänger aus Traunkirchen, auch Gewässer in seiner Obhut haben und auch Fischteiche.

Der Traunkirchner Mühlbach grenzt direkt an die Forstfachschule und bildet für die Auszubildenden, zusätzliche Einblicke in die fischereiliche Bewirtschaftung von Gewässern.

Da wir unmittelbar neben der Forstfachschule Traunkirchen eine Fischzucht betreiben und auch den Traunkirchner Mühlbach bewirtschaften, haben wir beim Feldtraining auch einen kleinen Einblick in die Fischzucht und zum Elektrofischen, unmittelbar neben der Ausbildungsstätte zu geben.

Gerade Fischzucht und Fischteiche könnten für die künftigen Forstwarte ein Thema sein und dazu haben wir über unseren Bewirtschafter-Verein „Fischereimanagement Salzkammergut“ die besten Voraussetzungen mit dem Traunkirchner Mühlbach und mit unseren „FischLab Mühlbach„, hier auch Bewirtschaftungs-Themen vorzuführen und herzuzeigen.

Praktische Ausbildung

Diese praktische Ausbildung ist sehr wertvoll, da sie den Teilnehmern die komplexen Zusammenhänge zwischen Forstwirtschaft und Gewässerökologie aufzeigen kann.

Mögliche Themen und Demonstrationen für angehende Forstwirte

  • Gewässerökologie und Gewässerpflege: Wie wirken sich forstwirtschaftliche Maßnahmen auf die Qualität des Wassers und die Fischpopulation aus?
  • Fischbesatz und Bestandsregulierung: Praktische Übungen zur Erfassung des Fischbestands und zur Planung eines nachhaltigen Besatzes.
  • Nutzung und Instandhaltung von Teichen und Fischzuchtbecken: Wie werden diese Anlagen korrekt gepflegt und wie können sie in die Forstumgebung integriert werden?
  • Rechtliche Grundlagen: Welche Gesetze und Vorschriften müssen Forstwirte im Umgang mit Fischereigewässern beachten?

Bei Interesse können wir die Ausbildung um ein „Feld-Training und- Vorführung„, direkt am Gewässer oder in der Fischzucht mit einbauen und versuchen hier eine Meinungsbildung zur Fischerei im Forstbetrieb zu transferieren.

Weitere Informationen

Es ist absolut verständlich, dass sich Fischerkurse einer hohen Beliebtheit erfreuen! Die Fischerei hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm verändert, ist moderner, gesellschaftsfähiger geworden und für viele mittlerweile ein echter Lifestyle! Angeln fasziniert! Kampfstarke Fische, ausgeklügeltes Equipment, neue Techniken, Naturerlebnis, Ruhe und Entspannung, Freundschaften – all das finden wir in unserem wunderschönen Hobby, in unserer herrlichen Landschaft und an unseren Seen, Bächen und der Oberen Traun. Wir vom „Fischereirevier Oberes Salzkammergut“ bieten dazu die gesetzliche „Grundausbildung“. Da der Jänner-Kurs in Ebensee rasch überbucht war, mussten wir einen zweiten Kurs einschieben. Auch für den „Lauffner Kurs“ gibt es schon zig Anmeldung, daher rasch anmelden, da wir hier für nur 25 Personen Platz haben.
Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Kurs. Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Plätze bereits vergeben. Wir freuen uns jedoch, Ihnen mitteilen zu können, dass wir einen weiteren Kurs im Frühjahr im Salzkammergut in Planung haben. Bitte teilen Sie uns Ihr Interesse mit, damit wir Sie über die genauen Termine und Anmeldemodalitäten informieren können.
Seit vielen Jahren wurde in Ebensee keine Jungfischerausbildung angeboten. Das Fischereirevier Oberes Salzkammergut setzt sich aktiv für die Nachwuchsförderung in der Fischerei ein und bietet daher am 18. Jänner und am 1. Februar 2025 einen Vorbereitungskursen und die damit verbundene Fischerprüfung im Hotel Post in Ebensee an. Dieses ermöglicht Anfängern ihr Wissen zu vertiefen und die gesetzlich erforderlichen Qualifikationen zu erwerben. Die Kurse vermitteln nicht nur die theoretischen Grundlagen, sondern bereiten die Teilnehmer auch praxisnah auf den Fischfang vor. Ziel ist es, ein Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Gewässern und ihren Bewohnern zu schaffen.
Die Fischerprüfung ist der Schlüssel zum erfolgreichen Angeln in Oberösterreich.
Ob wir coronabedingt ein Stau hatten, oder wir durch unser Engagement 2023 soviel Personen zur Teilnahme an unserer Fischerausbildung motivieren konnten, haben wir vom Hintergrund noch nicht näher analysiert. Jedoch eines ist erwiesen, dass immer mehr Menschen seit der Pandemie-Zeit einen Ausgleich in der Natur suchen. Eigentlich sind die vielen Kursteilnehmer ein schönes Zeichen, dass viele das Angeln als Zugang in die Natur sehen. Umso wichtiger ist auch eine fundierte Ausbildung. So hatten wir im Jahr 2023 hundertzehn (110) Teilnehmer bei unseren Fischerkursen.
Eine Baustellen-Notabfischung ist eine vorbeugende Maßnahme, bei der Wasserlebewesen aus einem Bereich eines Gewässers entfernt werden, in dem Bauarbeiten stattfinden sollen, um sie vor Verletzungen oder dem Tod durch Maschinen zu schützen. Die Abfischung wird von den Gewässerbewirtschaftern durchgeführt, um den Fischbestand im betroffenen Bereich zu reduzieren. 
 

„Ein wahrer Meister ist ein ewiger Schüler.

„Zitat: Master Yi, ein Wuju-Schwertkämpfer“