OBERTRAUNER MÜHLBACH 21/20/3

Durch die digitale Hinterlegung im DORIS (Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System) können wir für die Revierarbeit die Gewässer lt. Fischbuch abrufen. Um die Gewässer im Fischereirevier zu visualisieren und auf den geografischen Daten ein lokales, fischereiliches Gewässerbuch zu entwickeln, soll hier eine Revier Gewässer Datenbank entstehen, mit dem Hintergrund eine wasserrechtliche und naturschutzrechtliche Dokumentation, mit ergänzenden Bildinformationen, Befischungsdaten, Bestandsdaten und auch historisches Material, welche mit dem Gewässer in Verbindung stehen, dokumentiert werden.

Viele Informationen habe ich derzeit „noch“ nicht darüber, aber es geht darum, die ersten online Verfügbaren Daten zu sammeln und aus vielen Puzzle-Teilen ein Bild über ein Gewässer zu schaffen.

Fischbuch

In der Zwischenzeit gibt es auch sehr viele Funktionen, die vor allem für „Fischerei Bewirtschafter“ von Interesse sind, weniger für den Fischer. Als Bewirtschafter findet man jedoch in der Zwischenzeit sehr viele Informationen, wie:

  • Neu: Fischereirevier
  • Fischbuch Nummern
  • Gewässer
  • Fluss Kilometer

Weitere Information sind im Fischbuch bei der Bezirkshauptmannschaft in Gmunden einzusehen.

Ordnungsnummer 21/20/3

Es muss dieses Projekt ja mit einen Gewässer gestartet werden und da ist mir der „Obertrauner Mühlbach“, denn ich zu meiner Schande gar nicht kennen unter gekommen und mit diesen will ich eine Dokumentation über eine FROSKG-Gewässer Datenbank starten.

Der Obertrauner Mühlbach gehört im unteren Bereich zum Fischereirecht „Hallstättersee“ und für den oberen Bereich, ab der Überschneidung der Parzelle Nr. 502/3 Bach mit dem Bahngrund bei Grundparzelle Nr. 192 ca. 670 m bachabwärts bis zur östlichen (bachaufwärtigen) Grenze des Gst. Nr.
317/3, KG. Obertraun.

Obertrauner Mühlbach

Das Mühlbachsystem im Talboden mit seinen Quelltümpeln stellt ein besonderes Kleinod dar.
Leider ist es durch Verrohrung, Uferverbauung und Nährstoffeintrag hochgradig gefährdet. Hier
muss unbedingt Einhalt geboten werden!

Obertrauner Mühlbach – Ordnungsnummer 21/20/3

Fließgewässer und Umfeld

Naturgemäß gibt es im Karstgebiet des Dachstein nur wenige Bäche. Umso herausragender ist das Quell-System des „Obertrauner Mühlbaches“ im Talboden von Obertraun, das aus dem Schotterkörper an vielen Stellen zu Tage tritt. Es ist ein weit verzweigtes Netz aus kleinen bis mittleren Bächlein sowie einer Tümpelquelle und Quellaufstößen. Im Relief des Talbodens fallen die den Bach begleitenden flutmuldenartigen Vertiefungen auf. Teilweise sind in diesen Mulden noch wertvolle kleine Niedermoore oder Feuchtwiesen u.a. mit Gold-Hahnenfuß (Ranunculus auricomus agg.) und an den Ufern Großseggen-Vegetation zu finden. Diese Biotope, die früher oft als Streuwiesen genutzt wurden, sind durch Entwässerung stark zurückgegangen, aber noch heute wichtig für die Biodiversität feuchter Standorte. In den träge fließenden Mündungsbereichen in den Hallstätter See findet sich Submers Vegetation mit Haarblättrige Wasserhahnenfuß (Ranunculus trichophyllus) und Sumpf-Teichfaden (Zannichellia palustris).

Geschichte zum Obertrauner Mühlbach

DORIS Urmappe zeigt den alten Verlauf des „Obertrauner Mühlbach“, der etwas unterhalb vom Ebner-Steg über einen „Polster“ (einer Wehranlage) abgeleitet wurde durch den „Fluder“ = Mühlbach, einem künstlich angelegten Gerinne die Mühlen versorgte. (Rote Linie, war der ursprüngliche Zulauf zum Mühlbach)

Der „Obertrauner-Mühlbach“, besteht aus Reste von Holzpiloten die noch an eine Zeit erinnern in der er eine andere Wassernutzung hatte. Mit einem „Polster“ (einer Wehranlage) leitete man die nasse Energiequelle durch ein „Fluder“ (eine künstlich angelegte Rinne) zur Mühle, wo es über ein „unterschlächtiges“ (also von unten her bewegtes) Wasserrad die Mühlsteine antrieb. Einst gab es in Obertraun vier Mühlen mit angeschlossenen Backstuben, die auch für die Lebensmittelversorgung der Hallstätter Salinenarbeiter wichtig waren. Das hier vermahlene Getreide kam allerdings von auswärts.

Quelle: www.hallstatt.net 

Ebner-Steg

Der Ebner-Steg in Obertraun ist ein bekannter Steg über die Traun und etwas unterhalb war eine Wehranlage (Polster), bei dem früher Wasser für den „Obertrauner Mühlbach“ abgeleitet wurde.

Der Ebner-Steg in Obertraun ist ein bekannter Steg über die Traun, der Teil schöner Wanderwege durch den Koppenwinkel ist, besonders beliebt für eine Rundtour am Flussufer, die durch das Naturschutzgebiet führt und eine Pause am Koppenwinkelsee ermöglicht. Man wandert vom Ortszentrum Obertraun aus entlang der Traun bis zum Steg und kehrt auf der anderen Seite zurück, oft mit Einkehrmöglichkeit im Gasthaus Koppenrast. Er ist ein idyllischer Punkt für Naturliebhaber im Salzkammergut, nahe dem Dachstein. 

Digitalisierung der Fischereireviere

Die Digitalisierung der Fischereireviere in Kombination mit den zum größten Teil digitalisierten Fischereirechten bietet den Behörden ein effizientes Werkzeug in der Verfahrensführung und erweitert das Informations- und Serviceangebot im Bereich E-Government des Landes Oberösterreich.

Ziel: FROSKG Gewässer-Datenbank

Ein Ziel ist es, die geografischen Informationen aus DORIS und die rechtlichen Daten aus dem Fischbuch mit fischökologischen Daten zu verknüpfen und zu bilanzieren, um ein biotisches und abiotisches Grundgerüst der Fischerei zu zeichnen. Dabei soll jedes Gewässer im FROSKG als Untersuchungsgebiet geographisch und klimatologisch beschrieben werden, sowie auf abiotische Faktoren der Flussgebiete und die biotischen Regionen eingegangen werden. Im Rahmen der Bilanzierung werden Analysen
mit dem Schwerpunkt auf den Fließgewässern, den vorherrschenden mittleren Luft- und Gewässertemperaturen und den vorkommenden Fischarten, insbesondere ausgewählter Salmoniden Arten, durchgeführt. Mittels der Ergebnisse der Bilanzierung wird versucht sogenannte „Hot Spot-Gewässer“ auszuweisen. Die Bezeichnung Hot Spot-Gewässer ist an den allgemeinen Begriff „Biodiversitäts-Hot Spot“ angelehnt. Ein Biodiversitäts-Hot Spot ist ein Bereich, der von einem hohen endemischen Artenvorkommen und von einer starken Bedrohung charakterisiert ist (Myers, 1988). Hier werden damit Gewässer gekennzeichnet, in denen die ausgewählten Salmoniden Arten oder deren Lebensraum von den
Auswirkungen des Klimawandels, besonders durch Veränderungen der Temperatur und des Wasserführung, möglicherweise gefährdet sein könnten.

Ziel ist, die Bilanzierung der Gewässer mittels aller verfügbaren Daten mit fischökologischen und wasserrechtlichen Daten zu erheben und eine Ausweisung von „Hot Spot-Gewässer“ verfügbar zu machen.

Schlagwörter

Doris, Bewirtschaftung, Salzkammergut, Dokumentation, Wissensdatenbank, Gewässerbuch, GIS, Digitalisierung, Gewässer-Datenbank, Hot Spot-Gewässer.

Weitere Informationen

  • Aus den hier zur Verfügung gestellten Daten kann keinerlei Rechtsanspruch entstehen.
  • Die Daten stellen einen bestimmten Erhebungsstand dar; trotz laufender Aktualisierung im DORIS wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

https://www.doris.at

Naturraumkartierung Oberösterreich: Biotopkartierung Gemeinde Obertraun

Mit der neuen Fischereirevierverordnung wird das Bundesland lückenlos in 38 digitale Fischereireviere gegliedert. Smart Fishing ist damit auf ganzer Linie möglichUm auf natürliche Gegebenheiten und rechtliche Erfordernisse einzugehen, hat das Agrarressort unter LRin Langer-Weninger die Oberösterreichische Fischereirevierverordnung auf den Weg gebracht. Sie ist seit 1. August 2024 in Kraft.
Nachfolgend eine Information zur Verordnung der OÖ. Landesregierung über die Einteilung der Fischereireviere in Oberösterreich (OÖ. Fischereireviere-Verordnung)
 

„Ob Zustand oder Potenzial, dem Wasserlauf ist das egal.

Zu tun ist das was möglich ist und das in ziemlich kurzer Frist“

Zitat von Helmut Ramers, 2011