FISCHBESTANDSAUFNAHME ISCHLER TRAUN 2005

Die Ischler Traun ist historisch gesehen eines der bedeutendsten Äschen- und Forellengewässer Europas. Daher ist es interessant Daten von 2005 als Referenzpunkt zu nehmen, und einen Rückblick zu machen in eine Zeit, in der viele ökologische Parameter noch näher am „Soll-Zustand“ waren als heute. Im Jahr 2005 war die Situation an der Traun bereits durch die Verbauung geprägt, aber die Prädatoren-Dichte mit Kormoran, Fischotter und Gänsesäger war in vielen Abschnitten noch nicht da bzw. deutlich geringer als heute.

  • Aus der Vergangenheit lernen bedeutet hier: Die Daten von 2005 zeigen uns das biologische Potenzial des Gewässers.
  • In der Gegenwart leben bedeutet: Wir müssen akzeptieren, dass sich die Umweltbedingungen (Temperatur, Prädatoren) geändert haben.
  • In die Zukunft blicken bedeutet: Wir müssen die Bewirtschaftung so anpassen, dass nicht nur die Fischerei überlebt, sondern das Ökosystem Traun als Ganzes resilient wird.
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Fischbestandsaufnahme der Traun bei Bad Ischl 2005

Die Traun ist im gegenständlichen Abschnitt zwischen Hallstättersee und Traunsee ein Seeausrinn, der in Bezug auf die Fischartengemeinschaft der Äschenregion zuzuordnen ist. Im Zuge der Neuverpachtung des Fischrechtes an der Traun von Lauffen bis unterhalb von Bad Ischl haben sich die Österreichischen Bundesforste mit dem neuen Pächter (Verein „Fliegenfischer Weidgerecht, Herr Gerfried Hofer) auf die Durchführung einer ersten Fischbestandsaufnahme als Grundlage für ein Konzept der künftigen fischereilichen Bewirtschaftung geeinigt. In Rücksicht auf diese Untersuchung erfolgte im Jahr 2005 keine Besatzmaßnahme vor den Befischungen.

Die Kaiser Traun bei der Rettenbach Mündung.

Einleitung und Zielsetzung

Im Sinne einer möglichst umfassenden Dokumentation des Ist-Zustandes wurden neben den Elektrobefischungen zur Feststellung des Fischbestandes auch eine ökomorphologische Bestandsaufnahme der Untersuchungsstrecke durchgeführt, die strukturelle Defizite und Potentiale in Bezug auf wasserbauliche Maßnahmen aufzeigen soll. Zudem wurden die hydrographischen Daten und die Ergebnisse aller vorliegenden Makrozoobenthos-Untersuchungen (WGEV) beim Amt der Oberösterreichischen Landesregierung erhoben. Zur Klassifizierung des fischökologischen Zustandes im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie war es notwendig, die ursprüngliche Fischfauna für diesen Traun Abschnitt zu recherchieren. Die Traun ist seit Ende der 1980er Jahre bereits mehrfach vom h.o. Institut im Rahmen von Beweissicherungen elektrisch befischt worden. Die Daten der Ist Bestandsanalyse werden auch in Vergleich mit jenen Ergebnissen gesetzt, sodass der zeitliche Verlauf der Fischbestandsentwicklung beurteilt werden kann.

Syndroms „Schwarze Bachforelle“ (PDS) nachweislich seit 1999 in der gegenständlichen Gewässerstrecke.

Schwarze Bachforelle & Prädatoren

Wesentlich im Zusammenhang mit dieser Entwicklung ist auch das Auftreten des Syndroms „Schwarze Bachforelle“ (PDS) nachweislich seit 1999 in der gegenständlichen Gewässerstrecke. Dabei kam es im Spätsommer und Herbst regelmäßig zu größeren Ausfällen bei den Bachforellen (Haunschmid & Busse 2005). Parallel zu den Untersuchungen und Erhebungen durch das IGF wurde vom Bewirtschafter und den ÖBF eine Fischprädatoren–Zählung (Schwerpunkt: fischfressende Vögel – Kormoran, Gänsesäger und Reiher) über das Winterhalbjahr 2005/2006 vorgenommen.

Ergebnis der gegenständlichen Untersuchungen soll ein Bewirtschaftungskonzept sein, das in Abstimmung mit den ÖBF und den Bewirtschaftern erstellt werden muss, und sowohl fischereiwirtschaftliche als auch strukturelle Maßnahmen beinhalten soll. Mit der Zielsetzung einer attraktiven, nachhaltigen und ökologisch sinnvollen Angelfischerei an der Traun zwischen Hallstätter See und Traunsee. In weiterer Folge ist vorgesehen, die Besatzfische zu markieren und die Angelfischerei mittels Erhebungsbögen und Fangstatistik in die Untersuchungen mit einzubeziehen. Eine Erfolgskontrolle mittels Elektrofischerei ist in spätestens 3 Jahren jedenfalls wieder vorzusehen.

Material und Methoden

Lage der Probestrecken

Die Elektrobefischungen wurden am 17. und 18.10.2005 an den in der Karte bezeichneten Strecken durchgeführt. Zusätzlich wurden Befischungen des IGF an 2 Seitenbächen – Kaltenbach und Sulzbach – vom August 2004 in die Datenauswertung mit einbezogen.

Lage der Probestrecken.

In Bezug auf die hydromorphologische Belastung sind die beiden relevanten Basiswasserkörper der Traun (40992 und 41113) als „erheblich verändert“ eingestuft (HMWB). Das morphologische Risiko besteht durchgehend aufgrund der Längsverbauungen, Begradigungen und fehlenden Quervernetzung. Oberhalb der Projektstrecke liegen zwischen Lauffen und Hallstätter See 3 Kraftwerke, die flussauf nicht oder nur eingeschränkt fischpassierbar sind (KW Lauffen, KW Bad Goisern und KW Eislmühle). Die Sohlschwelle bei der Eisenbahnbrücke in Lauffen ist als artspezifisch eingeschränkt fischpassierbar eingestuft. In der Projektstrecke selbst ist das Längskontinuum nicht unterbrochen.

Kontinuumsunterbrechungen und Seitengewässer, Traun unterhalb Hallstätter See

Elektrobefischungen

Die Elektrobefischung wurden Habitat bezogen als Streifenbefischungen nach Schmutz et al (2001) am 17. und 18.10.2005 durchgeführt. Dabei kam ein 11 kW Stand-Aggregat der Firma Grassl zum Einsatz. Je nach Eignung wurden die verschiedenen Habitate vom Boot aus mit der Polstange flussauf bzw. mit einem Anodenrechen flussab treibend befischt. Zum Teil konnten die Ufer auch watend befischt werden – hierzu wurde ein 2,0 kW Rückenaggregat der Firma Grassl verwendet. Die Uferbefischungen erfolgten zur Absicherung der geschätzten Fang-Wahrscheinlichkeit mehrmals in 2 Fangdurchgängen. In diesem Fall erfolgten die
Abundanz Schätzungen (N) nach Zippin (1956) mit der Formel:

Bei einem Großteil der befischten Streifen, die nur mit einem Fangdurchgang befischt wurden, wurde die Fangwahrscheinlichkeit optisch geschätzt und bei der Bestandsberechnung entsprechend berücksichtigt. Dasselbe gilt für verschiedene Kleinfischarten wie Koppen, Elritzen und Schneider und für Jungfischschwärme.

Bei allen Streifen wurde neben Angabe ihrer Lage und Zuordnung der jeweiligen Habitat Kategorie, die Länge des Streifens und die Flussbreite mit einem Laserentfernungsmesser bestimmt, sowie die befischte Breite angegeben. Gleichzeitig wurden die Häufigkeit und die Ausdehnung der befischten Habitate in den jeweiligen Probestrecken optisch abgeschätzt. Die gekescherten Fische wurden für den Zeitraum der Befischung lebend gehältert, sediert, vermessen, makroskopisch untersucht und anschließend zur Gänze wieder freigelassen. Erfasst wurden bei allen gekescherten Fischen die Artzugehörigkeit, die Totallänge (Lt) und ab einer Länge von 10 cm auch das Gewicht, äußerliche Parasitierung, Verletzungen und Markierungen.

Bestandsabschätzung

Um eine repräsentative Abschätzung der quantitativen Fischbestandswerte (Abundanz und Biomasse) zu erhalten, wurden die Befischungsergebnisse wie folgt berechnet:

Für jede Strukturkategorie wurden die Fangergebnisse unter Berücksichtigung des Fangwahrscheinlichkeit und der befischten Fläche auf Hektarwerte umgerechnet => Ergebnis: mittlere(s) Anzahl bzw. Biomasse pro Flächeneinheit befischter Struktur für den jeweiligen Bereich. Unter Einbeziehung der Breite der verschiedenen Uferstrukturen und der mittleren Flussbreite erhält man über die Gewichtung der Ergebnisse nach dem prozentualen Anteil der Flussbettstruktur im jeweiligen Befischungsbereich den Fischbestand (Abundanz bzw. Biomasse) pro Hektar Fluss. Über die Flussbreite können diese Werte wieder auf 100 m Flusslänge umgerechnet werden.

Längenfrequenzanalyse

Die Längen der Fische wurden mit deren Häufigkeiten in Zusammenhang gebracht und als Längen-Frequenzdiagramm für repräsentative Befischungsstrecken deskriptiv bearbeitet. Dabei wurden alle Streifendaten einer Befischungsstrecke gepoolt.

Konditionsfaktor

Zur Beurteilung des Ernährungszustandes der gefangenen Fische wurde der Fulton’sche Konditionsfaktor herangezogen. Die Formel hierzu lautet:

Für die Berechnung des Fulton’schen Konditionsfaktors wurden nur Fische ab einer Totallänge von 20 cm herangezogen.

Hydrologische Bedingungen im Untersuchungsjahr

Zur Beurteilung der hydrologischen Bedingungen im Untersuchungsjahr erhielten wir von der Unterabteilung Hydrographie des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung die Abfluss- und Temperaturwerte des Traun-Pegels Bad Ischl (HZB-Nr.: 205153) für die Jahresreihe von 1990 bis 2005. Die Traun ist im untersuchten Abschnitt ein Seeausrinn mit einem gemäßigt nivalem Abflussregime, das bedeutet einem durch die Schneeschmelze bedingten Maximum im Mai, gefolgt von höheren Abflüssen in den Monaten Juni, April und Juli und einem winterlichem Minimum im Jänner und Februar eines jeden Jahres (Mader et al 1996). Das Einzugsgebiet der Traun in Bad Ischl umfasst 752 km2.

  • Mittlere Jahresabfluss der Jahresreihe 1976-2002 beträgt 41,4 m3 /s (MQ),
  • Niederwasser-Pegel – NNQ liegt bei 5,07 m3/s (23.01.1979),
  • der höchste seit 1976 gemessene Wert (HHQ) bei 501 m3/s (13. August 2002) (BMLFUW 2005).

In Bezug auf die Wassertemperaturen zeigt sich im Falle der Traun in Bad Ischl ein relativ ausgeglichener Jahresgang mit Mittelwerten zwischen 4 und 16°C und Maximalwerten, die 20°C selten überschreiten.

Abflüsse Ischler-Traun 1990 – 2005

Abflüsse der Traun am Pegel Bad Ischl, Jahresreihe 1990 – 2005.

Wassertemperaturen Ischler Traun 1993 – 2003

Wassertemperaturen der Traun bei Bad Ischl, Jahresreihe 1993 – 2003.

Bisheriger Untersuchungen

Die lange Zeitreihe der Nährstoffentwicklung im Hallstättersee stammen aus der Datenbank der Abteilung Seenkunde des IGF. Vom Gewässerschutz bei der Abteilung Wasserwirtschaft des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung erhielten wir Makrozoobenthos-Daten, die im Zuge des Messprogrammes der WGEV in 2-jährigen Intervallen seit 1995 erhoben worden waren. Dafür sei Herrn Dr. Gustav Schay an dieser Stelle recht herzlich gedankt. Aus den gesammelten Unterlagen des Dr. E. Kainz, BAW wurden fischereilich und fischökologisch relevante Daten entnommen. Die vergleichsweise verwendeten Befischungsdaten aus vergangenen Jahren stammen aus der Fischdatenbank des IGF, Scharfling (ATFIbase).

Phosphorkonzentration 1974 bis 2005

Gesamtphosphorkonzentrationen [µg/l] im Hallstättersee von 1974 bis 2005.

Die Jahresreihe der Gesamtphosphorkonzentration als produktionsbegrenzenden Nährstoff über 30 Jahre im Hallstättersee zeigt eine starke Reduktion von Maximalwerten zwischen 20 und 25 µg/l im Jahr 1979 auf unter 10 µg/l im Jahr 1994. Seither ergaben sich nur vergleichsweise geringfügige Änderungen mit einer leicht abnehmenden Tendenz bis 2005.

Makrozoobenthos

Biomassen der Fischnährtiere in der Traun zwischen Hallstättersee und Traunsee.
(Daten vom 15.02.1995 aus Kainz 1995, ab 1995 vom Amt der OÖ Landesregierung)

Die Ergebnisse der Makrozoobenthos-Untersuchungen bringen die Erkenntnis, dass die Biomassen in der Traun ab Bad Ischl generell zumindest seit 1995 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau von unter 10 g/m2 liegen. Im Bereich Steeg, direkt unterhalb des Hallstättersees, ist ein starker kontinuierlicher Rückgang während der letzten 10 Jahre von einem sehr hohen Wert mit über 100 g/m2 im Jahr 1995 zu verzeichnen. Im Bereich Brunnleiten, zwischen Lauffen und Bad Ischl, waren 1998 und 2001 vorübergehend Biomassen um 30 g/ m2 festgestellt worden.

Die Werte aus Kainz 1995 dürften aus methodischen Gründen nur bedingt vergleichbar sein. Allerdings zeigen sie zum gegebenen Zeitpunkt eine klare Tendenz der Abnahme der Nährtierdichte entlang der Traun flussab von Bad Ischl. Im Zuge der Beweissicherung konnte Kainz (1995) auch eine relativ gute Korrelation zwischen Makrozoobenthos-Biomasse und Fisch-Biomasse feststellen. Er führt eine im Vergleich zu 1989 beobachtete Abnahme der Fischnährtiere unterhalb Bad Ischl auf die Inbetriebnahme der Abwasserreinigungsanlage Bad Ischl im Jahr 1988 zurück.

Fischökologisch Chronik

Dazu eine kleine Chronik fischökologisch möglicherweise relevanter Ereignisse und Feststellungen, die Kainz im Zusammenhang mit der Beweissicherung 1995 zusammengetragen hat:

  • 1981 Bergsturz bei Bad Goisern
  • Rückgang der Äschen und Rutten, Bachforellen massiv besetzt
  • 1987 wurden noch Steinkrebse gefangen (?)
  • 1988 ARA Bad Ischl geht in Betrieb
  • Diffuser Nährstoffeintrag im Stadtbereich Bad Ischl bleibt bestehen
  • 1989 MZB 24,3 g/m2
  • in Langwies, Fischbiomasse liegt allerdings nur bei 50 kg/ha
  • MZB 74 g/m2
  • in Bad Ischl ist hoch
  • Jährlicher Besatz pro km: 40 BF0+ 150 BF1+ 400 Ä 0+ im Herbst bzw. 12 kg BF 0+ 10 kg Ä 0+
  • 1987-91 Baumaßnahmen in Bad Ischl, Eintiefung bis um 1,60 m, Bachforellen im
  • Laichgeschäft stark beeinträchtigt, eine langfristige negative Auswirkung auf den Fischbestand wird ausgeschlossen.
  • Anbindung der Kaltenbachau an die Traun bereits öffentlich diskutiert
  • 1994/95 keine Steinkrebse mehr, Fischbestand nicht geringer trotz Flussbau,
  • Maximalbestand in Bad Ischl liegt bei 240 kg/ha
  • 1994 Sehr heißer Sommer, erster Rückgang der Fänge der Angelfischerei
  • 1996 Ölunfall Traun/Steeg: 3000-4000 l Heizöl diffus im März ausgetreten
    (Siehe unter https://huberpower.com/wordpress/?p=26255)

Leider wurden uns für die gegenständliche Analyse keine Angaben über die fischereiliche Bewirtschaftung mit Besatz und Entnahme in den vergangenen Jahren, die über die o.g. Maßnahmen des Revieres hinausgehen, zur Verfügung gestellt.

Ergebnisse

Ökomorphologie der Strecke

Eine Beurteilung der Strukturgüte erfolgte in Anlehnung an das in Deutschland entwickelte Verfahren (LAWA 2000). Dabei wird die Gewässerstruktur anhand eines Bewertungsbogens mit Hilfe der folgenden 6 Hauptparameter beurteilt: Laufentwicklung, Längsprofil, Querprofil, Sohlenstruktur, Uferstruktur und Gewässerumfeld.

Erhebung Ökomorphologie – der Strukturgüte

Als Referenz bzw. Klasse 1 wird der potentiell natürliche Zustand des jeweiligen Gewässertyps herangezogen – also jener Zustand, der sich bei Aufgabe aller Nutzungen im Einzugsgebiet und am Gewässer sowie Entnahme aller Einbauten einstellen würde. Jeder der 6 Hauptparameter setzt sich wiederum aus mehreren Einzelparametern zusammen, die im Feld bewertet werden. Aus der Zusammenschau aller 6 Hauptparameter ergibt sich eine Gesamtbeurteilung der Strukturgüteklasse des Gewässerabschnittes zwischen „unverändert“ und „vollständig verändert“.

Zusätzlich werden die erfassten Einleitungen, Überbauungen, Seitenbachmündungen und Querwerke der Reihenfolge nach mit Bezug zum jeweiligen Abschnitt und Flusskilometer aufgelistet. Abschnitte, die sich in ihrer Struktur gleichen, werden zu Abschnittsblöcken zusammengefasst und verbal beschrieben. Die einzelnen Abschnitte und typischen Strukturen wurden auch fotographisch dokumentiert.

Die Traun ist im Projektsbereich zwischen Hallstättersee und Traunsee weitgehend von Süd nach Nord ausgerichtet, durchquert als Muldentalgewässer das Becken von Bad Goisern, passiert in einem Sohlenkerbtal bei Anzenau und Lauffen zwei felsige Talengen, durchquert das weite Ischler Becken und fließt von dort wiederum durch eine enge Sohlenkerbtalstrecke nach Ebensee (Kohl 1992).

Der gegenständliche Abschnitt umfasst die Fließstrecke der Traun im Ischler Becken.
Der Flusslauf ist hier über weite Strecken schwach geschwungen. Nennenswerte Querbauwerke treten nicht auf – eine fischpassierbare Sohlrampe befindet sich direkt unterhalb der alten Eisenbahnbrücke oberhalb von Bad Ischl.

Die alte Lokahlbahnbrücke.

Querbänke treten nur vereinzelt auf, die Strömungsdiversität ist zumeist mäßig, die Tiefenvarianz gering. Die Traun ist über weite Strecken durch eine beidseitige Ufersicherung in Form eines Blocksteinwurfes charakterisiert. Im Ortsgebiet von Bad Ischl sind die Ufer beidseitig durch Steinschlichtungen gesichert. Hier erhöhen Ufersporne bzw. Kurzbuhnen die Strukturvielfalt entlang der Prallufer. Stellenweise sind noch Längsbänke in Form ausgedehnter Schotterbänke vorhanden – v.a. oberhalb und direkt im Ortsgebiet von Bad Ischl.

Im Stadtrevier mit Blick auf die Katrin
Im Stadtrevier mit Blick auf die Katrin

Unterhalb von Bad Ischl finden sich noch regelmäßig Reihen von Pilotenstümpfe als Reste historischer Uferschutzbauten (Zinkenwände bzw. Holzwehren). Das Sohlensubstrat wird von Schotter und Steinen dominiert, die Substrat Diversität ist überwiegend gering bis mäßig, besondere Sohlenstrukturen sind selten. Außerhalb des Ortsgebietes sind die Ufer fast durchgehend von einem Gehölzgürtel bzw. einer Gehölzgalerie gesäumt. Zumeist liegen direkt dahinter Verkehrsflächen bzw. der Bahnkörper.

Oberhalb der Lokalbahnbrücke bevor diese neu erbaut und das Flussbett der Traun tiefergelegt wurde.

Nur im Bereich von Engleithen bis zur Kaltenbachau, orographisch linksseitig oberhalb von Bad Ischl, existiert noch ein breiter Gewässerrandstreifen mit Gehölz. Leider ist diese ehemalige Talaue nicht mehr an den Fluss angebunden bzw. von ein jährlichen Hochwasserereignissen betroffen. Dieser Talabschnitt ist ein alter Seeboden – es hat also hier unmittelbar nach Abschmelzen des Würm eiszeitlichen Eises einen See gegeben (Kohl 1992).

Unterlauf Sulzbach mit den betonierten Kaskaden
Unterlauf Sulzbach mit den betonierten Kaskaden

Nennenswerte Seitengewässer im Untersuchungsbereich sind rechtsseitig der Sulzbach, der im Mündungsbereich hart in Form eines Trapezgerinnes verbaut ist, der Kaltenbach von links, dessen Mündung ebenfalls nicht fischpassierbar ist. Noch im Ortsgebiet mündet die Ischl von links über eine weitgehend fischpassierbare Rampe ein. Unterhalb von Bad Ischl mündet die Restwasserstrecke des Rettenbaches von rechts über ein bei Niederwasser unpassierbares Querwerk in die Traun.

Der Abschnitt mit einer Länge von 8,25 km von Lauffen bis unterhalb von Bad Ischl wurde als „stark verändert“, im Ortsgebiet von Bad Ischl aufgrund der harten Ufersicherung und des fehlenden Gewässerrandstreifens sogar als „sehr stark verändert“ eingestuft. Die Fotodokumentation auf den beiden folgenden Seiten gibt einen guten Überblick über die Struktur entlang der gesamten Strecke.

Fotodokumentation

Quelle: BAW-IGF: Ischler Traun, ÖBF
Quelle: BAW-IGF: Ischler Traun, ÖBF
Quelle: BAW-IGF: Ischler Traun, ÖBF
Quelle: BAW-IGF: Ischler Traun, ÖBF
Quelle: BAW-IGF: Ischler Traun, ÖBF
Quelle: BAW-IGF: Ischler Traun, ÖBF

Artenspektrum und Gefährdungsstatus

Aktuelle Fischartenliste / Ischler Traun, Herbst 2005 Historisches Leitbild

Insgesamt wurden im Zuge der Befischungen an der Ischler Traun 12 Fischarten nachgewiesen, wovon 10 Arten als ursprünglich heimisch und 2 als allochthon gelten (Aal und Regenbogenforelle). Vergleichsweise häufige Arten sind die Regenbogenforelle, die Koppe und die Äsche. Nur vereinzelt gefangen wurden Aalrutte, Hecht und Schneider. Als gefährdet nach der aktuellen Roten Liste der Fische Österreichs (Wolfram & Mikschi 2006) gelten Aalrutte und Äsche. Bachforelle, Barbe, Elritze, Hecht und Koppe droht die Gefährdung. Im Vergleich zum historischen Leitbild mit insgesamt 18 Fischarten ergibt sich aufgrund der gegenständlichen Befischung ein Defizit von 10 Arten, wobei es sich ausnahmslos um seltene Begleitarten handelt. Brachse und Rußnase konnten noch von Kainz 1988 nachgewiesen werden und kommen aller Wahrscheinlichkeit nach weiterhin vereinzelt zwischen Ischl und Traunsee vor. Weiterhin ist auch mit dem zeitweisen Vorkommen von Seeforelle und Rotauge zu rechnen. Das Vorkommen des Perlfisches ist auf wenige Tage im Jahr während des Laichzuges und die unmittelbare Nähe der Ischl beschränkt. Das historische Vorkommen von Bachschmerle, Gründling, Hasel und Strömer in diesem Traun Abschnitt ist nicht belegt.

Quantitative Fischbestandsschätzung

Die gegenständliche Elektrobefischung in der Traun ergab relativ geringe Fischbestandsdichten bis unterhalb von Bad Ischl. Ab hier dominierten Regenbogenforellen mit über 50 % den etwas erhöhten Wert (1.360 Ind./ha). Wobei hier allerdings durchwegs auch vermehrt einsömmerige Fische gefangen wurden, sodass die Biomasse vergleichsweise gering ist. Extrem niedrige Werte wurden oberhalb von Bad Ischl (Reitstall) festgestellt, und zwar sowohl in Bezug auf die Abundanz, als auch auf die Biomasse. Im Bereich Lauffen (Entenstein) sind die Fischbiomassen ähnlich wie unterhalb der Rettenbachmündung unterdurchschnittlich, im
Ortsgebiet von Bad Ischl dagegen vergleichsweise sehr gut. Hier setzt sich der Fischbestand im Wesentlichen aus Regenbogenforellen, Äschen, Aitel und Barben zusammen.

Ergebnis der Elektrobefischungen am 17. und 18.10.2005

Die fischökologische Bewertung nach Haunschmid et al (2006) ergibt für die 4 Abschnitte im Längsverlauf 2,14 / 3,00 / 2,39 und 2,66. Das bedeutet den guten Zustand für den Bereich Lauffen und Ortsbereich Bad Ischl und den mäßigen Zustand direkt oberhalb von Bad Ischl und unterhalb der Rettenbach Mündung. Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass bei dieser Befischung in Bezug auf die Streifenanzahl und –länge nicht der methodische Standard der Monitoring-Verordnung eingehalten wurde. Mit dem Fang einiger der oben bereits genannten seltenen Begleitarten ist bei umfangreicheren Befischungen zu rechnen.

Bestandsdichten nach Individuen/ha

Ischler Traun – Bestandsdichten nach Individuen/ha

Ischler Traun – Biomasse in Kg/ha

Ischler Traun – Biomasse in Kg/ha

Alterspyramide Äsche

Bei den Äschen sind in Zusammenschau der Ergebnisse aus den 4 Befischungsabschnitten alle Größenklassen bzw. Jahrgänge vorhanden. Die einsömmerigen Fische mit Längen zwischen 10 und 14 cm belegen eine erfolgreiche natürliche Reproduktion. Allerdings ist die Fangzahl bei den Äschen grundsätzlich für dieses typische Äschen Gewässer viel zu gering. Die größte gefangene Äsche hatte eine Totallänge von beinahe 49 cm, bei einem Gewicht von 969 g.

Alterspyramide Bachforelle

Längenverteilungen der Bachforelle, Traun bei Bad Ischl, Mitte Oktober 2005

Bachforellen wurden nur in sehr geringer Anzahl gefangen – allerdings aus allen Größenklassen. Die wenigen einsömmerigen Fische geben zumindest den Hinweis auf eine natürliche Rekrutierung – der Selbsterhalt der Population ist jedoch nicht gesichert.
Die größte gefangene Bachforelle hatte eine Totallänge von beinahe 38 cm und ein Gewicht von 586 g.

Alterspyramide Regenbogenforelle

Längenverteilungen der Regenbogenforelle, Traun bei Bad Ischl, Mitte Oktober 2005

Die Regenbogenforelle ist in der Ischler Traun am häufigsten von allen Angel fischereilich genutzten Fischarten. Wobei es sich hier inzwischen um eine sich selbst erhaltende Population mit einer guten natürlichen Rekrutierung handelt, wie die Längenfrequenzanalysen zeigen. Die größte der gefangenen Regenbogenforellen hatte eine Totallänge von 53,6 cm und ein
Gewicht von 1.559 g.

Alterspyramide Koppe und Elritze

Längenverteilungen der Koppe und Elritze, Ischl Traun, oberhalb vom Entenstein, Mitte Oktober 2005

Alterspyramide Flussbarsch

Längenverteilung Flussbarsch, Ischler-Traun unterhalb Lauffen, Okt. 2005

Kleinfische wurden nur unterhalb von Lauffen in größerer Anzahl gefangen und vermessen. Dabei zeigt sich eine gute Rekrutierung bei den Koppen und Elritzen. Bei den Flussbarschen wurden nur mehrjährige Fische gefangen.

Fischbestandsentwicklung nach Individuen/ha

Abundanz der 3 Wirtschaftsfischarten im Vergleich aller verfügbaren Bestandsdaten seit 1988

Die Zusammenstellung der Ergebnisse aller verfügbaren Befischungen im Projekts Bereich zeigt im Wesentlichen im Stadtbereich von Bad Ischl keine nennenswerte Änderung der Abundanz der 3 Wirtschaftsfischarten seit 1995. Es hat sich hier jedoch der Bestand an Regenbogenforellen vervielfacht, während der Bachforellenbestand im selben Ausmaß reduziert wurde – eine klare Verdrängung in Bezug auf die Dominanz. Unterhalb von Bad Ischl hat sich die Bestandsdichte seit 1988 beinahe verdreifacht, und zwar ebenfalls ausschließlich aufgrund der starken Zunahme der Regenbogenforelle.

Fischbestandsentwicklung nach Biomasse in Kg/ha

Im Jahr 1994 waren Mitte November 2 Probestrecken im Stadtbereich von Bad Ischl befischt worden mit durchaus unterschiedlichem Ergebnis – strukturell bedingt.

Eine ähnliche Entwicklung wie die Abundanzen spiegeln auch die Verhältnisse bei den Biomassen wieder. Die Unterschiede zwischen den beiden Bestandsaufnahmen 2003 und 2005 in Lauffen dürften auch methodisch bedingt sein – hier war im Jahr 2003 nur mit einem Pol gefischt worden. Außergewöhnlich niedrig ist der Fischbestand zwischen Lauffen und Bad Ischl im Bereich Reitstall.

Abundanz und Biomasse, Kaltenbach und Sulzbach

Gute Bachforellenbestände konnten dagegen noch im Kaltenbach und im Sulzbach nachgewiesen werden. Hier ist auch ist auch das PDS-Syndrom bei der Bachforelle offenbar bisher nicht aufgetreten.

Kaltenbach – 24.08.2004

Kaltenbach auf Höhe Kaltenbachteich.
Abundanz und Biomasse, Kaltenbach am 24.08.2004

Sulzbach – 24.08.2004

Oberer Sulzbach unterhalb der Klamm.
Abundanz und Biomasse, Sulzbach am 24.08.2004

Im Kaltenbach wurden Fische von 10 bis 26 cm gefangen – ein Maximum bei 16 und 17 cm legt den Verdacht auf Besatzfische nahe – dieser konnte jedoch nicht verifiziert werden. Bei den vergleichsweise wenigen Jungfischen in der Größe von 10 – 12 cm dürfte es sich aller Wahrscheinlichkeit um natürliche Rekrutierung desselben Jahres handeln. Im Sulzbach wurde eine klare Abgrenzung der einzelnen Jahrgänge mit einsömmerigen Bachforellen in der Größe zwischen 7 und 10 cm festgestellt. Die Längenfrequenzanalyse belegt die erfolgreiche natürliche Reproduktion. Die größte Bachforelle hatte eine Länge von 42,1 cm und ein Gewicht von 833 g. Im Sulzbach wurde allerdings auch ein geringer Bestand an Regenbogenforellen, und zwar sowohl adulten, als auch einsömmerigen Fische nachgewiesen.

Längenverteilung der Bachforelle in 2 Seitenbächen der Traun, Ende August 2005.

Vogelzählungen 2005 / 2006

Zählungen des Kormoran-Winterbestandes und der Gänsesäger im Bereich der Projektstrecke zwischen Lauffen und unterhalb von Bad Ischl erfolgten durch Herrn Ing. Hubert Aitenbichler, den Aufseher des Fischereirevieres Oberes Salzkammergut, regelmäßig alle 2 – 3 Tage. Ihm sei an dieser Stelle für die konsequente und verlässliche Durchführung dieser Arbeit recht herzlich gedankt.

Ergebnis der Gänsesäger-Zählung zwischen Brücke Lauffen und Kalkwerk (8,25 km)

Daraus ergibt sich für das Winterhalbjahr eine mittlere Anzahl von 6 Gänsesägern auf dem Traun Abschnitt zwischen Lauffen und dem Kalkwerk unterhalb von Bad Ischl. Es wurden zwischen maximal 14 und im Minimum 2 Gänsesäger gleichzeitig festgestellt, mit einem Höhepunkt Ende Jänner/ Anfang Februar und deutlich abnehmender Tendenz ab Anfang April 2006.

1.200 Gänsesäger-Tage

Insgesamt ist mit etwa 1.200 Gänsesäger-Tagen für diesen Revierabschnitt zu rechnen. Die Gänsesägerdichte beträgt damit etwa 0,72 Individuen pro km bzw. 0,24 Individuen pro Hektar. Der Gänsesäger ist auf Fischgrößen zwischen 8 und 15 cm spezialisiert. Pro Tag fressen Gänsesäger zwischen 200 und 300 g Fisch. Umgerechnet auf die hier vorliegenden Zahlen sind dies etwa 300 kg bzw. 20.000 Stück Jung- und Kleinfische im gegenständlichen Revier. Kormorane wurden im Rahmen der gegenständlichen Vogelzählung nur an einem Tag, und zwar am 6. Februar 2006, beobachtet. Dabei handelte es sich um 9 Individuen, die hier während der Laichzeit der Aalrutten jagten. Obwohl offenbar ein größerer Anteil der Vögel nur Wintergäste aus dem Baltikum und
Skandinavien sind, gibt es im oberösterreichischen Salzkammergut – ähnlich wie auch in der Westschweiz – daneben auch einen Brutbestand des Gänsesägers. In den letzten Jahren ist auch wieder im Bereich der mittleren und unteren Traun und an der Alm ein verstärktes Auftreten brütender Gänsesäger zu beobachten. Reiher wurden von Herrn Aitenbichler nicht weiter erwähnt, sodass von dieser Seite mit keinen größeren Einwirkungen auf den Fischbestand zu rechnen ist.

Einfluss der Prädatoren

Der Einfluss der Prädatoren in Form der Gänsesäger auf den Fischbestand ist im gegenständlichen Fall mit 0,72 Individuen pro km noch vergleichsweise gering, Lindeiner und Keller (2001) stellten jedoch signifikante Auswirkungen auf den Äschen Bestand bereits ab Gänsesäger Dichte zwischen 0,3 und 1,2 Individuen pro Flusskilometer fest. Ergebnisse aus der Schweiz (Escher 2004) mit sehr hohen Gänsesäger-Beständen in der Bachforellenregion geben einen guten Eindruck über das Gefährdungspotential, das von diesen Prädatoren ausgehen kann: maximal 6,3 Gänsesäger pro Fluss-Kilometer fressen dort rund 49 x mehr Bachforellen als die Angelfischer fangen. Die entnommene Biomasse ist 7.3 x so groß. Damit besteht eine sehr große Nutzungskonkurrenz mit der Angelfischerei. Nicht zu vernachlässigen sind die aufgrund der Gänsesäger Tage und des täglichen Nahrungsbedarfes berechneten Schätzwerte in Bezug auf die absoluten Zahlen der ein- und zweisömmrigen Fische. So ergeben sich für die Ischler Traun ca. 20.000 Stück Jung- und Kleinfische in der Zeit von Mitte Oktober 2005 bis Ende April 2006.

Prädatoren und Fischbesatz

Hanfland (2002) konnte auch für einsömmerige bzw. einjährige Äschen zeigen, dass die z.T. massive Abwanderung unmittelbar nach dem Besatz einerseits von der Jahreszeit mit besseren Erfolgen im Herbst während der Niederwasserperiode, aber andererseits vor allem von der strukturellen Ausstattung der jeweiligen Gewässerstrecke abhängt! Die Prädation durch Vögel stellt eine zunehmende Bedrohung der Fischbestände in Europa dar. Dies gilt speziell für die Äsche, deren typischer Lebensraum ab einer Größe von ca. 6 cm die fließende Welle entlang der Schotterbänke ist. Laut Born und Hanfland (2001) gehört die Gänsesäger Prädation in Südbayern inzwischen zu den wesentlichsten Gefährdungsfaktoren, die derzeit auf die Äschen Bestände einwirken. Im Falle der Ischler Traun ist der Prädatoren Druck durch den Gänsesäger zwar vorhanden, jedoch noch vergleichsweise gering. Jedenfalls empfiehlt es sich diesen Faktor bei den Besatzmaßnahmen zu berücksichtigen.

Diskussion

Die beiden relevanten Basiswasserkörper der Traun wurden als erheblich verändert (HMWB) in der Ist-Bestandsanalyse im Rahmen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie eingestuft. Sie sind sowohl in Bezug auf die Hydrologie als auch auf die Morphologie im sicheren Risiko. An der Traun sind vor allem strukturelle Defizite in der Projektstrecke sowie die Unterbrechung des Kontinuums durch die Ausleitungskraftwerke oberhalb als wesentliche Beeinträchtigungen zu nennen. Zweifellos ist für den Fischbestand die fehlende Quervernetzung von besonderer Bedeutung – die Kaltenbachau ist nicht mehr angebunden, einige Seitenbäche sind für die Fische der Traun nicht mehr erreichbar.

Der Nährstoffeintrag aus dem Hallstättersee hat sich von 1979 bis 1994 drastisch reduziert. Zusätzlich ist die Abwasserreinigungsanlage Bad Ischl Ende der 1980er Jahre in Betrieb gegangen. In den vergangenen 10 Jahren sind die Nährstoffeinträge daher im Wesentlichen konstant geblieben. Diese Entwicklung zeigen auch die Untersuchungen der Fischnährtiere im Bereich Bad Ischl.

Äschenregion (Hyporhithral groß)

Die Traun ist hier in Bezug auf das Leitbild als Äschenregion (Hyporhithral groß) mit 18 potentiellen Fischarten ausgewiesen, wobei 14 davon historisch belegt sind. Die gegenständliche Fischbestandsaufnahme im Herbst 2005 ergab für alle Befischungsstrecken vergleichsweise geringe bis sehr geringe Fischbestandsdichten zwischen 160 und 1.360 Ind. pro Hektar. Dominant ist überwiegend die Regenbogenforelle. Die Äsche als Leitart wurde in teilweise sehr geringen Dichten in allen Teststrecken festgestellt, allerdings konnten insgesamt noch Individuen aus allen Größenklassen und damit auch eine erfolgreiche natürliche Vermehrung nachgewiesen werden.

Als mittlere Bestandsdichte eines Äschen Bestandes werden in Hanfland et al (2003) zwischen 76 und 150 Individuen pro Hektar angegeben. Vergleichbare Werte werden nur unterhalb von Lauffen und im Ortsbereich Bad Ischl erreicht. In den beiden anderen Teststrecken lagen die Bestandsdichten deutlich darunter. Damit scheint hier für den Erhalt der Population ein Stützbesatz mit Fischen aus dem Einzugsgebiet bei gleichzeitiger völliger Schonung angeraten.

Biomasse

Die hochgerechneten Biomassen zeigen mit Ausnahme des Stadtbereiches Bad Ischl unterdurchschnittliche Werte zwischen 60 und 140 kg pro Hektar, mit dem Minimum direkt oberhalb von Bad Ischl. Im Stadtbereich von Bad Ischl lagen die Biomassen im Jahr 2005 auf ähnlichem Niveau wie in den Untersuchungen durch Kainz 1994 und 1995, mit dem Unterschied, dass inzwischen die ehemals dominante Bachforelle durch die Regenbogenforelle verdrängt worden ist. Dabei handelt es sich um eine sich selbst erhaltende Population.

Die gegenständliche Fischbestandsaufnahme ergab einen Artenfehlbetrag von 4 – 8 Arten, wobei es sich durchwegs um seltene Begleitarten handelt. In Bezug auf die Fischökologie wurden die 4 befischten Abschnitte der Ischler Traun mit 2 bzw. 3 gemäß nationaler Bewertungsmethode nach Haunschmid et al (2006) eingestuft. Der beste Zustand im Bereich unterhalb von Lauffen, der schlechteste direkt oberhalb von Bad Ischl. Die vergleichsweise gute Beurteilung im Stadtbereich von Bad Ischl trotz fehlender Beschattung und harter Ufersicherung ist mit der vergleichsweise hohen Strukturvielfalt durch Schotterbänke und Kurzbuhnen einerseits, einigen diffusen Nährstoffquellen und der Nähe zur Ischl erklärbar. Damit ist die fischökologische Bewertung durchaus konsistent mit den abiotischen Gegebenheiten.

Ursachen der fischereilichen Situation

Als Ursachen für die gegenwärtige fischereiliche Situation in der Ischler Traun kommen mehrere Faktoren in Frage.
Das Nährstoffangebot ist, wie in vielen anderen Fließgewässern, auch in der Traun in den 1980er Jahren massiv zurückgegangen und seither auf einem vergleichsweise geringen Niveau. Damit ist die erzielbare Fischbiomasse nach oben hin klar begrenzt.
Im Gegensatz zu dieser Beurteilung im gegenständlichen Fall wurde im Rahmen des Projektes „Fischnetz“ zum beobachteten Rückgang der Fischereierträge in der Schweiz die „Nährstoffhypothese“ abgelehnt und vielmehr ausschließlich Gewässerverbauung, stoffliche Belastungen (Pestizide und hormonähnliche Substanzen) und die Infektionskrankheit PKD im
Zusammenspiel mit einem Temperaturanstieg für den Rückgang der Forellenfänge verantwortlich gemacht (Meili et al 2004).

Da die Traun schon seit sehr langer Zeit für Schifffahrt, Flößerei und Drift im Zusammenhang mit dem Salzbergbau intensiv genutzt wurde, haben hier strukturelle anthropogene Eingriffe eine lange Tradition (Federspiel 1992). Die Uferschutzbauten, Klausen und Wehre, und schließlich die modernen Kraftwerke haben zu einer verminderten Anzahl an Habitat Typen geführt und verursachen Kontinuums Unterbrechungen. Damit verbunden sind die Reduktion der Laich- und Jungfischhabitate (Schotterbänke) und der Fischeinstände, sowie eine Beeinträchtigung der Vielfalt der Gewässerbettstrukturen bzw. die Verhinderung von Laichwanderungen (Längsvernetzung).

Abtrennung der Zubringerbäche

Die Abtrennung der Seitengewässer und der Aue vom Hauptfluss (Quervernetzung) vermindert sowohl die Habitat Heterogenität, als auch die produktiven Flächen bzw. den Nährstoffeintrag. So existiert beispielsweise eine klare Korrelation zwischen der Häufigkeit von Totholz im Fließgewässer und der Nährtierdichte. Das Phänomen „Schwarze Bachforelle“ (PDS) hat in der Ischler Traun zweifellos dazu beigetragen, dass die Bachforelle in den vergangenen 10 Jahren von der Regenbogenforelle verdrängt worden ist. Hier existiert der Bedarf an weiterführenden Untersuchungen, um die möglichen Ursachen dieser Erkrankung mit Todesfolge eingrenzen zu können (Haunschmid und Busse 2003).

Die erhobene Wassertemperatur in der Traun bei Bad Ischl liegt überwiegend unter 19,0°C und stellt damit alleine betrachtet sicher kein nennenswertes Problem für die Äschen und Bachforellen dar. Aller Voraussicht nach spielt die Temperatur in einer Wirkungskombination mit hormonähnlichen Stoffen jedoch eine Rolle beim Ausbruch des PDS. Die fischereiliche Bewirtschaftung mit Besatz und Ausfang ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor für den Zustand des Fischbestandes. Leider konnten uns diesbezüglich keine Daten zur Verfügung gestellt werden.

Fischereiliche Entnahme Empfehlung

Die Entnahme sollte sich grundsätzlich am Ertragsvermögen eines Gewässers orientieren. Als gute Ertragsklasse werden in Flüssen in unseren Breiten 25 – 50 kg pro Hektar und Jahr angegeben (Harsany 2000). Umgelegt auf Fanglizenzen würde dies etwa 2 Jahreserlaubnisscheinen oder 50 Tageserlaubnisscheinen pro Hektar bzw. pro 350 m Länge entsprechen. Im Falle der Traun ist eine nennenswerte Entnahme in dieser Größenordnung vorläufig allerdings nur im Stadtbereich von Bad Ischl denkbar.

Empfehlungen zum Fischbesatz

Für die Bewirtschaftung von Gewässern kann heutzutage aufgrund der Habitat Defizite vielfach auf Fischbesatz kaum noch verzichtet werden. Besatzmaßnahmen sollen grundsätzlich der Hege des Fischbestandes dienen, wobei durch die einzelnen Maßnahmen, standortgerechte Fischbestände zu schaffen oder zu erhalten sind. Hier ist sowohl der qualitative (Fischart,
Herkunft, Alter, Größe, Kondition, Gesundheit), als auch der quantitative Aspekt (Anzahl, Biomasse), sowie der Zeitpunkt des Besatzes zu berücksichtigen. Regelmäßigem Besatz liegt die Vorstellung zu Grunde, dass die Reproduktion der Fische gestört ist und ein Rekrutierungsdefizit besteht, das man ausgleichen möchte („Stützbesatz“). Reiner Attraktionsbesatz mit fangfähigen oder gar kapitalen Fischen bzw. überwiegende put- and take Fischerei widerspricht dem Gedanken der nachhaltigen Nutzung eines natürlichen Ertrages in der Fischerei völlig. Der Erfolg von Besatzmaßnahmen ist sehr unterschiedlich. Schmutz und Zauner (1998) geben eine Überlebensrate von 10 % für 2-sömmrige Forellen im Laufe eines Jahres an. Zalewski et al. (1985) führten Besatzversuche mit Bachforellen in verschiedenen Fließgewässern durch und erzielten ähnliche Ergebnisse. Dabei überlebten die besetzten Fische keine 5 Monate, unabhängig davon, ob die Gewässer verschmutzt oder sauber bzw. naturnah oder naturfern waren. Ein wichtiges Kriterium für den Besatzerfolg bei aus der Fischzucht stammenden Besatzfischen ist ohne Zweifel deren Qualität (Barthelmels 1982, Kennedy 1984). Wesentliche Kriterien für die Besatzfischqualität sind neben Gesundheit und Kondition auch die Ausprägung der Flossen, die Anpassung der Fische an die Strömung und ihre körperliche Fitness (Cresswell & Williams 1982, Cresswell et al. 1984, Shurov et al. 1987). Schmutz (1996) vertritt die Auffassung, dass Fische aus der intensiven Zucht grundsätzlich nicht für den Besatz geeignet sind. Er weist dabei vor allem auf die verminderte genetische Variabilität bei Zuchtfischen hin. Peter (1987) konnte zeigen, dass wilde Besatzfische 3 – 4 mal besser überleben als Zuchtfische. Weiters sind die Adaptationsfähigkeiten der Besatzfische altersabhängig. Ältere Besatzfische leisten zum Aufbau einer Bachforellenpopulation kaum einen wesentlichen Beitrag (Schmutz 2000). Bei der Beurteilung des Besatzerfolges ist jedenfalls die natürliche Mortalitätsrate der Wildfische zu berücksichtigen, die von Roth (1985) mit etwa 50 % pro Jahr abgeschätzt wird.

Maßnahmen und Bewirtschaftungsempfehlungen

Die Maßnahmen beziehen sich auf die untersuchte Gewässerstrecke und enthalten auch bereits konkrete Vorschläge für ein vorläufiges Bewirtschaftungskonzept.

Fischbesatz

Für den Besatz kommen im Wesentlichen Äsche und Bachforelle in Frage. Bei beiden Arten ist auf deren Abstammung und genetische Variabilität zu achten. Hier ist einzugsgebietsspezifischen Fischen, die in naturnahen, strömungsreichen Haltungsformen aufgezogen wurden, unbedingt der Vorzug zu geben. Ein mehrjähriges revierübergreifendes Besatzprogramm zur Stützung der Äsche ist dringend erforderlich. Hier kann auf die noch vorhandenen Laichfische aus dem Gewässer selbst zurückgegriffen werden (Laichfischfang). Darauf zu achten ist, dass die Äschen eine Größe besitzen, die dem vorhandenen Habitat
angepasst ist und eine höhere Überlebensrate erwarten lässt. Somit ist der Besatz einjähriger, strömungsadaptierter Besatzfische in ausreichender Menge über mehrere Jahre hinweg zu empfehlen. Dazu wird von Haunschmid (2003) ein Höchstwert von 250 Stück pro Hektar angegeben. Dies entspricht im Falle der Traun etwa 800 Stück pro Kilometer. Größe der Besatzfische: 10 – 15 cm (40 – 60 Stück pro kg).

Einsatz von Brutboxen

Der Einsatz von Brutboxen empfiehlt sich aus unserer Sicht nur testweise zur Überprüfung des Erbrütungserfolges.


Bei den Bachforellen sollte auf das Material der Österreichischen Bundesforste zurückgegriffen werden, da diese Fische zumindest als regionsspezifisch gelten. Von größter Bedeutung für den Besatzerfolg ist, wie oben ausgeführt, die Herkunft und Qualität der
Besatzfische. Optimal bewährt haben sich Wildfische aus Aufzuchtbächen (Peter 1989). Auch wenn solche Fische zunächst teurer in der Produktion oder im Einkauf sind, versprechen sie einen wesentlich höheren Besatzerfolg und können daher letztlich zur Kostenreduktion beitragen.

Nutzung von Kaltenbach und Sulzbach

Die diesbezügliche Nutzung von Kaltenbach und Sulzbach bietet sich an. Empfohlen wird zunächst eine Besatzmenge von insgesamt ca. 100 bis maximal 200 kg Bachforellen Wildfischen (8 – 20 cm, ca. 10 Stk. / kg) für die Ischler Traun. Unter Berücksichtigung des Abflussregimes und der Gänsesäger Prädation ergibt sich der optimale Zeitpunkt für den Besatz zwischen 25. März und 8. April, unmittelbar vor dem eintretenden Hochwasser während eines durchschnittlichen hydrographischen Jahres.
Zur Überprüfung des Besatzerfolges empfiehlt sich eine Gruppenmarkierung der Besatzfische.

Zusätzliche Bewirtschaftungsmaßnahmen

Wie gezeigt werden konnte, ist die Nahrungssituation begrenzt; gleichzeitig steht die Regenbogenforelle ohne Zweifel in Konkurrenz mit der Äsche und der Bachforelle um Nahrung und Laichplätze. Deshalb erscheint parallel zu den Besatzmaßnahmen eine Reduktion des Bestandes an Regenbogenforellen im Rahmen der Angelfischerei empfehlenswert. Die völlige Schonung der Äsche und der Bachforelle ist vorläufig unbedingt notwendig. Weiters sollte von der Angelfischerei eine verlässliche Besatz- und Ausfangstatistik geführt werden, die eine gute Grundlage für die Erfolgskontrolle sein kann. Von großer Bedeutung ist auch die Erfassung der Befischungsintensität.

Strukturelle Maßnahmen

Verbesserung der Habitat Strukturen und der Längs- und Quervernetzung des Gewässers Dies ist natürlich ein Unterfangen über mehrere Jahre, hat jedoch gerade jetzt im Zusammenhang mit der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie der EU große Chancen auf Realisierung. Konkret zu erwähnen ist ein Wasserbauprojekt des Gewässerbezirkes Gmunden in der kommenden Niederwasserperiode, im Zuge dessen die Tieferlegung der Sohle oberhalb von Bad Ischl geplant ist. Dabei könnten bereits strukturelle Verbesserungen (Raubäume, Vorlegsteine, ingenieurbiologische Maßnahmen) zumindest in der Projektstrecke
und die fischpassierbare Anbindung des Kaltenbaches ausgeführt werden.

Die Anbindung der Kaltenbachau wäre ein eigenes viel versprechendes Großprojekt. Mit geringerem Aufwand realisierbar ist die Entfernung der Kontinuums Unterbrechungen im Mündungsbereich von Rettenbach und Sulzbach.

Ein weiteres Ziel im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie wäre die Wiederherstellung der Fischpassierbarkeit bis zum Hallstättersee.

Erfolgskontrolle – Fische

Parallel zum Besatzprogramm mit markierten Fischen sollte die Erfolgskontrolle sowohl über die Angelfischerei (Fangstatistik) erfolgen, als auch durch quantitative Fischbestandsaufnahmen im Abstand von 2-3 Jahren. Wünschenswert wäre eine Laichplatzkartierung für Äsche und Bachforelle im gesamten Traun Abschnitt zwischen Hallstättersee und Traunsee. Weiterhin sollte im Rahmen der Angelfischerei die Entwicklung des Egelbefalles (Cystobranchus respirans) beobachtet und kontrolliert werden.

Von einiger Wichtigkeit erscheint es uns, das bestehende Wissensdefizit in Bezug auf das Phänomen „Schwarze Bachforelle“ (PDS) durch weiterführende gezielte Untersuchungen endlich zu beseitigen.

Bestandsentwicklung fischfressender Vögel

Die Bestandsentwicklung bzw. die Überwinterungszahlen von Gänsesäger, Reiher und Kormoran sollten nach Möglichkeit weiterhin regelmäßig erfasst werden. Wenn möglich sollte auch eine Nahrungsanalyse durchgeführt werden. Bei hohem
Gänsesäger-Aufkommen ist eine Vergrämung wünschenswert. In Bayern wurden an der Ammer, einem größeren Fließgewässer, Gänsesäger erfolgreich vergrämt, was zu einem deutlichen Anstieg des Äschen Bestandes in der Vergrämungsstrecke führte, wohingegen in den Referenzstrecken ohne Vergrämung kein Anstieg erfolgte (Born & Hanfland 2001). Keinesfalls sollten aus Sicht der Fischerei im gegenständlichen Fall die Gänsesäger durch die Errichtung von Nisthilfen gefördert werden.

Weitere Informationen

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Nachfolgend habe ich ein Gutachten aufgenommen, da es durch eine Bestandsaufnahme sehr schön den Fischbestand an der Goiserer Traun aus dem Jahre 1996 wiedergibt. Auch kann und soll es als Referenz bei derartigen Unfällen dienen. Unfälle mit Erdöl schädigen massiv unsere Ökosysteme. Bis sich betroffene Lebensräume nach einer Katastrophe wieder erholen, kann es viele Jahre und sogar Jahrzehnte dauern. Nachfolgend eine Nachlese zu dieser Katastrophe.

Quelle

Schotzko Nikolaus, Jagsch Albert, unter Mitarbeit von Peter Gollmann, Wolfgang Hauer, Alois Neuhofer, Georg Stabauer, Befischungen Gottfried Ibel, Brigitte Sasano, Mai 2006: Fischbestandsaufnahme der Traun bei Bad Ischl 2005, erstellt vom BUNDESAMT FÜR WASSERWIRTSCHAFT Institut für Gewässerökologie, Fischereibiologie und Seenkunde, Scharfling 18,
A-5310 Mondsee, Scharfling im Auftrag der Österreichischen Bundesforste.

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Heimo bei der Arbeit
Artikel ist in Arbeit

„In die Zukunft blicken, in der Gegenwart leben und aus der Vergangenheit lernen“.

Leitsatz: Fischereimanagement Salzkammergut