KREMS MAILUFT CUVEE

Helles, strahlendes grün des Wasser, in der Nase ein intensives Mailüfterl nach Flieder und blühende Äpfeln, gepaart mit einer zarter Holler Blüten-Note, an der Oberfläche viele beschwingte, leichtfüßige Maifliegen und vorsichtig steigende Bachforellen. Um diese Jahreszeit eignet sich die „Lage“ Krems Pfarrerwasser hervorragend für den Trockenfliegenpuristen und ist Aufgrund seiner Exotik ein Geheimtipp neben der zur Zeit hochwasserführenden Traun – ein Genuss an einen der ersten lauen Maienabende die Fliegenrute zu schwingen.

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Krems Pfarrerwasser im oberen, sehr schön strukturierten Revierabschnitt. Fotos: © by Harald Eidinger
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Das Wasser glasklar! Man sieht die Fische stehen und auf die Fliege steigen. Fotos: © by Harald Eidinger
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Hier haben wir sie noch, die „Bachforelle“! Fotos: © by Harald Eidinger
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Mit der Trockenen, auf Sicht! Fotos: © by Harald Eidinger
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Ein traumhafter Abendsprung. Fotos: © by Harald Eidinger
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Auch Äschen gibt es noch an der Krems. Fotos: © by Harald Eidinger
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Eine +40 Äsche auf Eintagsfliege! Fotos: © by Harald Eidinger
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Das wir wieder Äschen im Revier haben freut uns ganz besonders. Fotos: © by Harald Eidinger

Neben Bachforellen und Äschen, kann man an der Krems auch Huchen, Aitel, Barben, Nasen, Karpfen, Schneider, Barsche und Hechte fangen. Ich hoffe ich habe keinen vergessen. Grundsätzlich ist dieses Revier etwas für Allrounder, der mit allen Fliegenfischermethoden harmoniert, d.h., es eignet sich auch im mittleren, tiefgründigeren Abschnitt zum Fischen mit der Nymphe oder auch hervorragend für den Anhänger der Czech Nymphing Montage oder auch der leichten Streamerfischerei mit der Chance auf eine dicken Aitel oder Hecht. Wie sich die Bemühungen um den Huchen auswirken, werden wir zu gegebener Zeit berichten. Jedoch die meiste Freude wird hier der „Trockenfliegenfischer“ finden und für sich allein dieses Revier genießen und viel Freunde finden. Viele Gründe hier regelmäßig fischen zu gehen.

Fotos: © by Harald Eidinger

Weitere Informationen

Nachdem der Landesfischereiverband Ende im Juli 2019 alle Fischer dazu aufgerufen hatte, nicht mehr zu fischen, gibt es jetzt Entwarnung. Es bestehe keine akute Gefahr mehr für die Wassertiere. Während der Hitzewelle im Juli waren die Gewässer so stark aufgeheizt, dass gerade Forellen enorm belastet waren. Bis zu 27 Grad hatte zum Beispiel die Krems – weit jenseits der Wohlfühlgrenze der Fische. „Forellen bevorzugen sauerstoffreiches Wasser zwischen zwölf und 14 Grad“, sagt Landesfischermeister Siegfried Pilgerstorfer. Ursache ist neben dem Klimawandel auch die Verbauung der Flüsse und die Abholzung der Ufergehölzer. Gerade in den Ortsgebieten an der Krems findet man penibel „cleane“ Ufer vor.
Seine Grenzen zu kennen ist wichtig und so auch beim Fischen ist sehr wichtig und unterstreicht die Notwendigkeit der Sorgfalt für jeden verantwortungsbewussten Fischer. Das Informieren über die genauen Fischereireviergrenzen ist essentiell, um Konflikte und rechtliche Probleme zu vermeiden. Am Pfarrerwasser haben wir ja an der unteren Reviergrenze einen historischen Grenzstein, der die Fischereigrenze markiert. Daraus ist zu sehen, dass die Fischerei eine sehr alte Tradition und Geschichte hat.
Unserer Revier liegt in Kematen an der Krems auf einer Seehöhe von 327 m, im Zentralraum im Städtedreieck Linz-Wels-Steyr, geschichtlich gesehen ist der Ort Teil des Traunviertels. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kematen im Jahre 1179 unter dem Namen „Chematen“. Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. In der Urmappe scheint der Ort auch in der Schreibweise „Kemmaten“ auf. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

„Alle sagten: Das geht nicht.

Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.“

Allgemeine Lebensweisheit