Die Ortschaft Kösslbach ist ein Ortsteil von Bad Ischl und liegt am rechten Ufer der Traun, Richtung Ebensee. Der Ortsteil selbst schreibt sich „Kösslbach“, wobei der am Revierende einmünde „Wild-Bach“ sich Kesselbach bezeichnet. Wie und wann sich die unterschiedliche Schreibweise zwischen Ortsteil und Bach Name ergeben hat ist mir nicht bekannt. Wobei Kösslbach oder auch in der Schreibweise Kößlbach, Kesslbach und Kesselbach für Bäche, auch in anderen Regionen nicht so selten vorkommt. In weiterer Folge ein paar Informationen zu diesen sehr schönen Fliegenfisch Revier im Salzkammergut.

Der Begriff „Kößlbach-Traun“ bzw. „Untere Ischler Traun“ bezeichnet genau jenen wunderschönen, rund 3 Kilometer langen Fliegenfischer-Abschnitt der Ischler Traun unterhalb von Bad Ischl. Das Revier beginnt flussabwärts im Bereich der Bundesstraße auf der Höhe blauer Silo / Mitterweißenbach und endet exakt an der Kößlbachbrücke, auch oft Kösslbach oder Kesselbach geschrieben. Direkt oberhalb dieser Brücke mündet der Kesselbach rechtseifrig in die Traun – ab der Brücke geht das Gewässer dann flussabwärts in die ersten Abschnitt der Ebenseer Traun über, der „Langwieser-Traun“ heißt und bei der Kösslbach-Brücke beginnt und beim Schulersteg endet.
Kösslbach Traun – Untere Ischler Traun
Dieses Fischereirevier gehört zur Ischler Traun, die bei der Kösslbach Brücke Ende, wo sie dann in die Ebenseer Traun übergeht. Der Revierabschnitt der Ischler Traun ist wahrlich ein Traum. Dieser 3 km lange Abschnitt der Traun befindet sich unterhalb von Bad Ischl. Die Traun präsentiert sich hier bereits als breiter Fluss mit teilweise starker Strömung.

In diesen Bereich, hat die Ischler Traun bereits die Ischl und den Rettenbach dazubekommen und hat dadurch an Größe gewonnen. Im mittleren Revierabschnitt kommt noch der „Mitter Weissenbach“ mit ein paar m3 Wasserführung dazu. Demzufolge sind auch die Forellen und Äschen von ausgezeichneter körperlicher Verfassung und Stärke, und garantieren ein einmaliges Drillerlebnis. Lange Züge, tiefe Pools und Rieselstrecken charakterisieren die Ischler Traun, die optimale Voraussetzungen für eine wunderschöne Fliegenfischerei bietet. Trotz ihrer Breite ist die Traun perfekt begeh- und bewatbar, sodass bei Niedrigwasser an manchen Stellen sogar das Queren des Flusses möglich ist. Zahlreiche, für die Fische ideale Unterstände tragen unter anderem dazu bei, dass der Bestand von kapitalen Regenbogenforellen sowie Äschen ausgezeichnet ist.
Reviergrenze
Drei Kilometer unterhalb, d.h. östlich von Bad Ischl auf der Salzkammergut Bundesstraße (B145) Richtung Ebensee fahrend, erreicht man das „Kösslbach Revier“. Von Höhe blauer Silo an der Bundestrasse 3km flussabwärts bis zur Kößlbachbrücke reicht diser herrliche Revierabschnitt. Die Reviergrenzen sind beschildert. Parkmöglichkeiten sind vorhanden.
Obere Revier Grenze
Die Obere Revier Grenze ist durch den „Blauen Silo“ nicht zu verfehlen. Hier gibt es auch gleich eine gute Parkmöglichkeit. Den Einstieg- oder Ausstieg, linksufrig muss wegen der hohen Ufermauer über das oberhalb liegende Revier erfolgen. Rechtsufrig sollten man zum oberen Revierabschnitt über die „Weissenbach Brücke“ zufahren, wo es auch eine gute Parkmöglichkeit gibt.

Untere Revier Grenze

Revierabschnitte
Abwechslungsreiches Relief: Die Strecke ist geprägt von einem faszinierenden Wechselspiel aus tiefen, türkisgrünen Gumpen, langgezogenen Rauschen und ruhigeren Kehrwasserbereichen. Besonders markant sind die mächtigen Felsformationen und Konglomeratwände im Wasser (wie im Bereich des bekannten „Kreuzsteins“), die den Fischen perfekte Unterstände bieten.
Breite und Watbarkeit: Der Fluss präsentiert sich hier relativ breit und kraftvoll. Das Waten erfordert aufgrund der Strömung und der teils großen, rutschigen Steinblöcke im Flussbett an vielen Stellen Konzentration und Erfahrung, eröffnet dem Fliegenfischer aber Zugang zu traumhaften Zügen.
Beim gesprengten Kreuzstein


Kösslbach-Altarmen
Obwohl die Bundesstraße linksufrig in der Nähe verläuft, ist man am Wasser oft vollkommen in die Natur des Trauntals eingetaucht. Beschattete Ufergehölze, steile Waldhänge und das glasklare, aus den Bergen und Seen gespeiste Wasser (solange die Sommerhitze es zulässt) erzeugen eine magische Atmosphäre, die diesen Abschnitt zu einem der begehrtesten Reviere der Region macht.

Wie wichtig intakte Strukturen sind, zeigt ein Blick auf die rechte Flussseite direkt unterhalb der Mitterweißenbach-Mündung. Die dortigen vier Altarme sind fischökologisch die absolute Lebensversicherung unseres Abschnitts. Auf der einen Seite bieten sie als geschützter „Fisch-Kindergarten“ den perfekten Einstand für den so dringend benötigten Jungfischbestand, insbesondere für die sensiblen Äschenbrütlinge. Auf der anderen Seite dienen sie bei den unberechenbaren, rasanten Hochwässern der Traun als lebensrettende Rückzugsräume, in denen die Fische Schutz vor der brutalen Strömung und dem Geschiebe finden.
Doch genau hier schließt sich der Kreis zur blattfisch-Studie und dem fehlenden Gletscherwasser: Diese Altarme funktionieren nur, solange der Fluss genug Pegel hält. Sinkt die Traun im Zuge der sommerlichen Hitze- und Trockenperioden unter den kritischen „Survival-Point“, fallen diese Nebenarme vom Einlauf her trocken. Wenn der Schotter die letzten Pfützen einsaugt, wird das vermeintliche Schutzgebiet zur Todesfalle für Tausende Jungfische. Es reicht eben nicht mehr, Habitate nur zu besitzen – wir müssen uns die Frage stellen, wie wir sie in Zeiten des Wassermangels überhaupt noch mit Leben füllen können.
Kösslbach (Kesselbach) Mündung
Der am Revierende, knapp oberhalb der Kösslbach Brücke, rechtsufrige Traun-Zubringer heißt interessanter Weise Kesselbach. Der Grenzbach zwischen Bad Ischl zur Gemeinde Ebensee ist auch gleichzeitig, aus historischen Zeiten herrührend die zwischen den Zuständigkeiten der Österreichischen Bundesforste, Forstbetrieb Inneres Salzkammergut und unterhalb davon ist der ÖBF-Forstbetrieb Traun-Innviertel zuständig. Bis zur Kösslbach Brücke reicht das Fischereirevier Hurch FlyFishing.

Der Kesselbach selbst hat eine Breite von ca. 2 m, die Sohle ist im Unterlauf mit betonierten Kaskaden reguliert. Das Sohlsubstrat ist Kies bis Stein-Blöcke und die Ufer sind mit Steinblöcken gesichert. Das Uferbegleitgehölz vom Kesselbach bildet der angrenzende Wald, der hier stark ansteigt. Fischereilich ist der Kesselbach, da auch nicht permanent Wasserführend ohne Bedeutung.

Schreibweise
Kesselbach, wie auch von der WLV verwendet ist der lokale, umgangssprachliche Dialektname. Wenn man mit alteingesessenen Ischlern oder Ebenseer Fischern spricht, sagen fast alle „Kesselbach“. Historisch leitet sich der Name auch genau von den gumpenartigen Vertiefungen (Kesseln) ab, die der Bach, der oberhalb der Kösslbachbrücke in die Traun fließt und im Laufe der Jahrtausende in den Fels gewaschen hat.
Ich verwende jedoch am besten die offizielle Schreibweise Kößlbach und Kößlbachbrücke, da dies der amtlichen Landkarte entspricht.
Öffnungszeiten der Strecke
1.1. bis Ende Februar und 16.3. bis 31.12.
Schonzeit: 01.März bis einschließlich 15. März
Die übrigen Schonzeiten des Landes Oberösterreichs sind einzuhalten.
Diese sind im Lizenzbuch für Oberösterreich ersichtlich.
Weidgerechtigkeit
Speziell bei der Winterfischerei ist darauf zu achten, dass die Regenbogenforelle in Oberösterreich ab 1.12. in Schonzeit ist und daher nicht aktiv befischt werden darf. Daher ist im Zeitraum von 1.12. bis 28.2. die Empfehlung „NUR“ mit der Trockenfliege zu fischen.
Wasserstand

Weitere Informationen
Das Eigentliche passiert unter der Oberfläche. Am Gewässer wie beim Naturschutz. Auf www.huberpower.com geht es genau dorthin: zur Arbeit am Wasser, zur Forschung dahinter und zu den Projekten, an denen wir gerade arbeiten.
Tageskarten

Hurch FlyFishing Oberwimmer GmbH: https://www.hurch.eu/Unsere-Fluesse#scrischlertraun
Baustelle von Jänner 2023 bis September 2023
Durch einen Brückenneubau wird es in diesen Revier Abschnitt und je nach Tätigkeit auch in den darunter liegenden Revieren zu Behinderungen kommen.
Nachfolgend eine Beschreibung eines Traun-Abschnittes zwischen der Kesselbachbrücke und dem Schulersteg, der sogenannten „Langwieser-Traun„. Fischerei ist weit mehr als nur das Auswerfen einer Schnur; sie ist angewandte Heimatkunde. Wer die Namen der Gumpen, Felsen und Strömungskanten kennt, liest den Fluss wie ein Geschichtsbuch.
„Anglerzufriedenheit lässt sich nicht nur in Stück und Kilo messen“
Zitat von Andreas Hügli

