Ein Krieg, der nicht aufhört: Was macht TNT im Wasser?

Der Zweite Weltkrieg ist seit über achtzig Jahren vorbei. Trotzdem taucht seine Fracht immer wieder auf. Der Nussensee hat es in diesem Sommer gezeigt: Sinkt der Wasserspiegel weit genug, kommen Zünder, Granaten und Sprengsätze zum Vorschein, die dort seit Kriegsende liegen. Der Nussensee ist kein Einzelfall. Bei der Seeklause in Steeg wurde vor einer Wehrsanierung eine Munitionsbergung durchgeführt. Von der Brücke aus wurden nach 1945 Kriegsreste in die Traun geworfen, geortet wurden sie erst Jahrzehnte später mit Magnetometer und Sondierung.

Ne Prilazite – Na ovom Podrucju je Velika opasnost od mina.
Nicht nähern – In diesem Gebiet besteht hohe Minengefahr.

Mienengefahr

Was das im Alltag bedeutet, haben wir im Kroatien-Urlaub gesehen. Mitten im Wald, zwischen Sträuchern und trockenem Laub, stand ein Schild: „Ne prilazite.“ Nicht nähern. In diesem Gebiet besteht hohe Minengefahr. Kein Museumsstück, kein historischer Hinweis, sondern eine echte Warnung, in einem Wald, durch den Leute spazieren gehen. Der Krieg dort liegt keine dreißig Jahre zurück.

„TNT-haltiges Material“ ist nicht dasselbe wie reines TNT. Darunter fallen auch Granaten, Zünder und sonstige Munitionsteile mit TNT-Anteil, wie sie seit Ende Juli laufend geborgen wurden. 

Wenn bei uns nach über achtzig Jahren noch Sprengstoff aus dem Boden kommt, was heißt das für Länder, in denen der Krieg erst vor kurzem zu Ende gegangen ist, oder noch andauert? Und was, wenn man bedenkt, dass die Sprengmittel von heute in Reichweite und Zerstörungskraft mit den alten Weltkriegsrelikten kaum mehr zu vergleichen sind? Die Gefahr von damals wird dadurch nicht kleiner. Sie zeigt nur, wie lange so etwas nachwirkt, und wie viel länger es bei modernerem Material nachwirken wird.

Wie das im Detail aussieht, wenn ein einzelner Fund ein ganzes Gewässer betrifft, das Trinkwasser einer Stadt und die Fische darin, zeigt sich am Nussensee besonders klar. Deshalb der genaue Blick auf diesen einen Fall.

TNT im Nussensee

Auch die Medien haben ein Auge auf den Nussensee. Quelle: Servus TV

Was belegt ist, was wir prüfen müssen

Der Nussensee bei Bad Ischl ist seit Ende Juli 2026 mehrfach gesperrt. Grund sind Kriegsrelikte aus dem Zweiten Weltkrieg, die der niedrige Wasserstand freigelegt hat. Darunter befindet sich auch TNT. Wir fassen zusammen, was bisher belegt ist, was das für Wasser und Fisch bedeuten kann und wo wir von der Fischerei ansetzen wollen.

Chronologie der Funde

25. Juli 2026: Erste Kriegsrelikte entdeckt. Ein 35-jähriger Mann aus dem Bezirk Gmunden findet am Abend mehrere Zugzünder aus dem Zweiten Weltkrieg im ausgetrockneten Seebereich und verständigt die Polizei.

26. Juli 2026: Räumung und erstes Platzverbot. Der Entminungsdienst des Bundesheeres beginnt mit der Räumung. Der Suchradius wird erweitert, nachdem weitere verdächtige Gegenstände am Ufer auftauchen. Insgesamt werden rund 200 kg Munitions-, Zünd- und Sprengmaterial geborgen, darunter zwei TNT-Sprengsätze zu je einem Kilogramm. Die Bezirkshauptmannschaft Gmunden verhängt ein Platzverbot für das gesamte Seeareal und den Rundweg.

27. Juli 2026: Nachsuche, Sperre aufgehoben. Bei einer neuerlichen Suche finden Polizei und Entminungsdienst noch geringe Mengen an Zündern, Granaten und Infanteriemunition. Um 14.40 Uhr hebt die BH Gmunden das Platzverbot wieder auf.

1. August 2026: Notabfischung unter Leitung des FCN. Solange der Zugang möglich ist, führt der FC Nussensee (FCN) als Bewirtschafter die Notabfischung durch und sichert gefährdete Fischbestände.

7./8. August 2026: Zweiter Sprengstofffund. Ein 44-jähriger Wanderer aus Tirol entdeckt vier TNT-Blöcke mit zusammen 8 kg Sprengstoff. Der Entschärfungsdienst stellt den Fund sicher und vernichtet ihn vor Ort.

10. August 2026: Neuerliches Platzverbot. Die BH Gmunden verhängt mit Verordnung Nr. 4/2026 ein neues Platzverbot für das gesamte Areal des Nussensees und den angrenzenden Rundweg, Katastralgemeinde 42013, Gst.-Nr. 341/EZ 243. Zugang haben nur mehr Behördenorgane und Einsatzkräfte. Das Verbot gilt bis auf Weiteres.

17. August 2026: Tote Seeforellen gesichtet. Der FCN entdeckt bei seiner Kontrolle per Spektiv von außerhalb des Gefahrenbereichs mehrere verendete Seeforellen im See. Eine Bergung ist wegen des Betretungsverbots nicht möglich.

18. August 2026: Land OÖ genehmigt Drohnenflug. Nach Stellungnahme des Amtssachverständigen für Natur- und Landschaftsschutz gibt die Oö. Landesregierung eine zustimmende Stellungnahme gemäß § 25 Abs. 4a Oö. NSchG 2001 für einen rund 90-minütigen Drohnenflug zur Fischbergung ab.

19. August 2026: Drohnenbergung durchgeführt. Innerhalb des genehmigten Zeitfensters birgt eine beauftragte Fachfirma die toten Seeforellen per Drohne aus dem gesperrten Bereich.

21. August 2026: FCN-Pressemeldung: Mengenstand aktualisiert. Der FCN veröffentlicht die Pressemeldung „Dauerbrenner Nussensee“. Darin heißt es unter Berufung auf die Polizei, es seien mittlerweile rund 600 kg TNT-haltiges Material gesichert und entsorgt worden.

27. August 2026: Kurze Zusammenfassung vom FCN: Platzsperre bleibt aufrecht,
Dauer nicht absehbar. Gefahrenlage wird mit Änderung des Wasserstandes immer wieder neu beurteilt. FCN beschränkt sich aus eigenem Interesse auf die Beobachtung und Dokumentation des Wasserstandes, sowie Sichtung von Totfunde, 1x/Tag.

Zur Einordnung: „TNT-haltiges Material“ ist nicht dasselbe wie reines TNT. Darunter fallen auch Granaten, Zünder und sonstige Munitionsteile mit TNT-Anteil, wie sie seit Ende Juli laufend geborgen wurden. Die 600 kg sind damit die aktuell gültige, von der Polizei stammende Gesamtmenge und ersetzen die früheren Einzelangaben zu den ersten Funden.

WAS TNT IM WASSER MACHT

TNT löst sich schlecht in Wasser. Genau das macht den Stoff tückisch: Er bleibt lange an einem Ort und reichert sich im Sediment an, statt sich rasch zu verdünnen. Beim Verrotten der Metallhüllen tritt er langsam aus und baut sich zu den Abbauprodukten 2-ADNT und 4-ADNT ab. Diese Abbauprodukte sind selbst giftig, gelten als krebserregend und bauen sich nur langsam weiter ab. Untersuchungen aus der Ostsee zeigen, wo TNT im Fisch landet. Plattfische aus munitionsbelasteten Gebieten hatten deutlich mehr Lebertumore als Fische aus unbelasteten Vergleichsgebieten, das Thünen-Institut spricht von rund 25 Prozent gegenüber 5 Prozent im Normalfall. Das Muskelfleisch, also das, was auf dem Teller landet, war dabei kaum belastet. Der Stoff sammelt sich vor allem in Leber und Galle.

Für Speisefische aus der Ostsee gilt der Verzehr nach aktuellem Kenntnisstand als sicher. Das gilt aber für ein Meer mit gewaltigen Wassermassen zur Verdünnung. Ein kleiner, stehender Bergsee wie der Nussensee mit rund 10 Hektar Fläche verdünnt weit schlechter. Wie sich das auf die Fischgesundheit auswirkt, ist ohne eigene Messung reine Spekulation.

Seeprofil: Was das amtliche Seen-Messnetz zeigt

Der Nussensee wird seit 2007 im Amtlichen Seen-Messnetz (ASM) des Landes Oberösterreich geführt, fünf Mal im Jahr über alle Jahreszeiten beprobt. Diese Reihe ist unabhängig von der aktuellen TNT-Situation, zeigt aber, wie sich der See schon vorher verändert hat. Die folgende Tabelle stellt die Werte aus den Jahren 2007 bis 2012 den zuletzt veröffentlichten Werten aus 2018 bis 2022 gegenüber.

Wasseranalysen vom Amtlichen Seen-Messnetz (ASM) des Landes Oberösterreich.

Zwei Zahlen fallen auf. Die maximale Oberflächentemperatur ist von 23,7 °C auf 26,3 °C gestiegen, und der Sauerstoffgehalt am Seegrund ist zeitweise auf 0,25 mg/l gefallen, praktisch sauerstofffrei. Nach dem Drei-Jahresmittel 2020 bis 2022 wurde der physikalisch-chemische Zustand erstmals seit 2008 nur noch mit „mäßig“ bewertet. Diese Entwicklung hat mit der aktuellen TNT-Situation nichts zu tun, sie zeigt aber, dass der Nussensee schon vor dem Hitzesommer 2026 unter Stress stand. Neuere Werte als 2022 hat das Land Oberösterreich nach unserer Recherche noch nicht veröffentlicht.

Fisch als Lebensmittel: Was zu prüfen wäre

Im Nussensee leben Renken, Hechte, Karpfen, Forellen, Saiblinge, Zander, Barsche und Weißfische. Bei einer möglichen Kontamination sind ältere, größere Raubfische wie der Hecht besonders interessant, weil sie am Ende der Nahrungskette stehen und über Jahre Schadstoffe aufnehmen können. Renken stehen oft bodennah, Karpfen wühlen im Sediment, genau dort, wo sich TNT bevorzugt anreichert.

Wie von konsensorientierten Fischen, wie den Karpfen Abbauprodukten 2-ADNT und 4-ADNT aufgenommen werden und ob in gesundheitsbedenklichen Dosen, wurde bis jetzt noch nie untersucht.

Für eine seriöse Untersuchung braucht es mehr als ein Filet auf dem Labortisch. Sinnvoll sind:

  • Wasserproben aus verschiedenen Tiefenzonen, vor allem bodennah im Bereich der Fundstellen
  • Sedimentproben, weil sich TNT dort bevorzugt anreichert
  • Gewebeproben von Fisch, nicht nur Filet, sondern auch Leber und Galle, weil sich dort laut Ostsee-Studien die höchsten Konzentrationen zeigen
  • Analyse per LC-MS auf TNT sowie die Abbauprodukte 2-ADNT und 4-ADNT

Sobald das Platzverbot eine Probenahme wieder zulässt, sollten wir das mit der BH Gmunden und der Wasserrechtsbehörde abstimmen.

Vergleichbare Fälle?

Der Nussensee ist nicht der erste Bergsee im Salzkammergut mit einer Sprengstoff-Vorgeschichte. Am Toplitzsee betrieb die deutsche Kriegsmarine von 1943 bis 1945 eine Versuchsstation für Sprengstoffe und Waffen. Getestet wurde davor am Attersee und am Pulvermaar in der Eifel, beide Standorte wurden nach Schäden am Fischbestand und Konflikten mit der örtlichen Fischerei wieder aufgegeben. Am Toplitzsee wurden zum Kriegsende Waffen, Sprengstoff und Unterlagen im Wasser versenkt. Bis heute tauchen dort immer wieder Kisten und Munitionsreste auf.

Was uns beim Toplitzsee fehlt, ist genau das, was wir für den Nussensee für sinnvoll halten:
eine systematische Untersuchung von Wasser und Fisch auf TNT und dessen Abbauprodukte. Solche Studien gibt es bislang fast ausschließlich für die Ostsee, wo Millionen Tonnen Munition aus beiden Weltkriegen liegen. Für kleine Alpenseen mit vergleichbarer Vorgeschichte ist das eine Forschungslücke. Genau deshalb ist eigenständiges Monitoring vor Ort, wie es der FCN seit Jahren betreibt, so wertvoll.

Die Arbeit des FC Nussensee

Der FC Nussensee (FCN) bewirtschaftet den See seit Jahren und hat, solange der Zugang bestand, ein sehr genaues Monitoring aufgebaut: Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt und weitere Messwerte über verschiedene Tiefenzonen. Seit der Sperre beschränkt sich der FCN aus eigenem Interesse auf das, was ohne Betreten des Gefahrenbereichs möglich ist, die tägliche Beobachtung des Wasserstands und die Sichtung von Totfunden, einmal pro Tag. Eine Auswertung dieser Qualitätsdaten erfolgt in einem eigenen Bericht.

Penibel wurde vom FCN die Daten ermittelt und protokolliert. Leider ist dies durch die Sperre dzt. nicht möglich.

Diese kontinuierliche Arbeit ist auch der Grund, warum am 1. August 2026 rasch eine Notabfischung möglich war. Ohne einen Verein, der den See so genau kennt, wäre das in der kurzen offenen Zeitspanne kaum machbar gewesen.

Drohnenbergung toter Fische

Seit der Notabfischung vom 1. August 2026 trägt der FCN eine behördlich angeordnete Aufsicht: verendete Fische im Nussensee laufend zu kontrollieren, zu bergen und aus dem Gewässer zu entfernen. Ziel ist, das Verunreinigungsrisiko für die unterirdische Verbindung zum Wildensteiner Quellbezirk so gering wie möglich zu halten, jenem Quellbezirk, der Teil der Trinkwasserversorgung von Bad Ischl ist.

Mit dem neuerlichen Platzverbot vom 10. August konnte der FCN dieser Pflicht nicht mehr vollständig nachkommen. Wasserqualitätsmessungen und Fischbeschau vor Ort waren nicht mehr möglich, eine Ausnahmegenehmigung zum Betreten des gesperrten Areals blieb aus. Übrig blieb die Kontrolle per Spektiv von außerhalb des gesperrten Bereichs.

Am 17. August entdeckte der FCN auf diese Weise mehrere tote Seeforellen im See. Weil das Betreten weiterhin verboten war, entstand die Idee, die Fische mit einer Drohne zu bergen. Eine Fachfirma erklärte sich bereit, den Versuch zu unternehmen.

Der Nussensee liegt aber im Naturschutzgebiet, zusätzlich gilt dort ein gesetzliches Flugverbot für Drohnen. Der FCN ersuchte deshalb die Oö. Landesregierung um eine Ausnahme. Der Amtssachverständige für Natur- und Landschaftsschutz prüfte den Antrag am 18. August: geplant war ein rund 90-minütiger Flug einer Drohne des Typs Matrice 600 Pro mit Transportgitter, Start von einer Terrasse am Grundstück 262/2, Bergung an der nordöstlichen Ufergrenze. Seine Einschätzung: Der einmalige, kurze Flug außerhalb der Brutzeit beeinträchtigt den Schutzzweck nicht wesentlich, das nächste Europaschutzgebiet liegt 4,7 km entfernt, Auswirkungen auf FFH- oder vogelschutzrelevante Arten sind auszuschließen.

Noch am selben Tag gab die Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung eine zustimmende Stellungnahme gemäß § 25 Abs. 4a Oö. NSchG 2001 ab. Eine gesonderte naturschutzbehördliche Genehmigung war damit nicht mehr nötig, andere Bewilligungspflichten blieben davon unberührt. Am 19. August barg die beauftragte Fachfirma die toten Seeforellen innerhalb des genehmigten Zeitfensters per Drohne aus dem gesperrten Bereich.

Was jetzt zu tun ist

Der Nussensee bleibt gesperrt, solange die Behörden weitere Munition nicht ausschließen können. Für den FCN und uns als FROSKG heißt das: abwarten, wo es sein muss, und vorbereiten, wo es geht.

Der FCN ist bereit …..

Sobald Wasser- und Fischproben wieder möglich sind, setzen wir uns für eine gezielte Untersuchung auf TNT und seine Abbauprodukte ein, in Wasser, Sediment und Fischgewebe. Bis dahin bleibt die tägliche Beobachtung durch den FCN unser verlässlichster Blick auf den See.

Quellen

ORF Oberösterreich, Explosives Material im Nussensee gefunden, 27.07.2026:
https://ooe.orf.at/stories/3364285/

meinbezirk.at Salzkammergut, 200 Kilogramm Munition und Sprengsätze beim Nussensee gefunden, 26.07.2026: https://www.meinbezirk.at/salzkammergut/c-lokales/200-kilogramm-munition-und-sprengsaetze-beim-nussensee-in-bad-ischl-gefunden_a8817744

meinbezirk.at Salzkammergut, Sperre aufgehoben, 27.07.2026: https://www.meinbezirk.at/salzkammergut/c-lokales/200-kilogramm-munition-und-sprengsaetze-beim-nussensee-in-bad-ischl-entfernt_a8817744

salzburg24.at, Sprengstoff-Alarm in Bad Ischl, 26.07.2026: https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/sprengstoff-alarm-in-bad-ischl-weltkriegs-sprengstoff-in-ausgetrocknetem-nussensee-entdeckt-art-333043

NÖN.at, Weiterer Sprengstofffund im Nussensee in Bad Ischl, 08.08.2026:
https://m.noen.at/in-ausland/weiterer-sprengstofffund-im-nussensee-in-bad-ischl-534196096

meinbezirk.at Salzkammergut, Neuerlicher Sprengstofffund am Nussensee, 08.08.2026: https://www.meinbezirk.at/salzkammergut/c-lokales/neuerlicher-sprengstofffund-am-nussensee_a8839495

Wikipedia, Nussensee (Stand August 2026): https://de.wikipedia.org/wiki/Nussensee

Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Amtsblatt Nr. 4/2026, Waffengesetz-Platzverbots-Verordnung, 10.08.2026 (Anlage).

FC Nussensee, Ing. Mag. Andreas Limbacher (Schriftführer), Pressemeldung „Dauerbrenner Nussensee“, 21.08.2026 (Anlage).

Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Naturschutz, Zustimmende Stellungnahme gemäß § 25 Abs. 4a Oö. NSchG 2001 zum Drohnenflug im Naturschutzgebiet Nussensee, GZ N-2026-259714/3-GM, 18.08.2026 (Anlage).

Amt der Oö. Landesregierung, Stellungnahme des Amtssachverständigen für Natur- und Landschaftsschutz, GZ N-2026-259714/2-Gut, 18.08.2026 (Anlage).

Land Oberösterreich, Seeprofil Nussensee, Daten aus dem ASM 2007-2012, Stand Oktober 2013: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/Mediendateien/Formulare/Dokumente%20UWD%20Abt_WW/Nussensee.pdf

Land Oberösterreich, Seeprofil Nussensee, Daten aus dem ASM 2018-2022, Stand April 2023: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/Mediendateien/Formulare/Dokumente%20UWD%20Abt_WW/Z-Nussensee-Stand_2023.pdf

Umweltbundesamt, Gesundheitlicher Orientierungswert (GOW): https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/trinkwasser/trinkwasserqualitaet/toxikologie-des-trinkwassers/gesundheitlicher-orientierungswert-gow

Umweltbundesamt, TEXTE 29/2026, Derivation of Environmental Quality Standards for 2,4,6-Trinitrotoluene: https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11850/publikationen/2026-02/29_2026_TEXTE.pdf

Thünen-Institut für Fischereiökologie, DCF-Bodenfische, Munitionsaltlasten beeinflussen Fische in der Ostsee: https://www.thuenen.de/de/fachinstitute/fischereioekologie/dcf-bodenfische-munitionsaltlasten-beeinflussen-fische-in-der-ostsee

scilogs.spektrum.de, Meertext, Meeresleben auf giftiger Weltkriegs-Munition: https://scilogs.spektrum.de/meertext/ostsee-meeresleben-auf-giftiger-weltkriegs-munition/

EnnstalWiki, Toplitzsee: https://www.ennstalwiki.at/wiki/index.php/Toplitzsee

huberpower.com, Das Nussensee Profil: https://huberpower.com/wordpress/nussensee/

huberpower.com, Nussensee 2005-2006 und 2025: https://huberpower.com/wordpress/nussensee-2005-2006/

huberpower.com, In der Mitte entspringt ein Bach: https://huberpower.com/wordpress/?p=2292

Weitere Informationen

Das Eigentliche passiert unter der Oberfläche. Am Gewässer wie beim Naturschutz. Auf www.huberpower.com geht es genau dorthin: zur Arbeit am Wasser, zur Forschung dahinter und zu den Projekten, an denen wir gerade arbeiten.

Wie der FC Nussensee mit einer Drohne bergen musste, was zu Fuß nicht mehr erreichbar war!
Der Nussensee bei Bad Ischl trocknet seit Wochen aus. Mitte August lag der Wasserspiegel nur noch bei rund drei Metern Gesamttiefe, dazu kommt seit dem 10. August ein Betretungsverbot wegen Kriegsmaterial im Schlamm. Wie kommt man dann noch an tote Fische heran, die aus hygienischen Gründen raus müssen?
Protokoll, Version 2.3, Stand 3. August 2026. Formelle Dokumentation der Maßnahme, zur Abstimmung mit dem Fischereiberechtigten und dem Pächter und als Bericht an die BH Gmunden.
Wir hatten die Möglichkeit, dass wir eine Laichplatz Restrukturierung im Zuge einer Monitionsbergung als eine Begleitmaßnahme, die vom Gewässerbezirk durchgeführt wurde, dazu realisiert bekommen haben. Nach dem 2. Weltkrieg wurden bei der Seeklause in Bad Goisern einige Kriegsrelikte von der Brücke aus, in der Traun entsorgt. Mit digitalen Magnetometer und elektromagnetischen Aufzeichnungsgeräten wurden bei der Seeklause in Bad Goisern Wassersondierungen durchgeführt und es wurde auch einiges an Kriegsmaterial geortet. Nachdem in den folgenden Jahren eine Restaurierung der Seeklause ansteht, bei denen mit Spundwänden im Trockenbau die Klauswehrfelder erneuert werden, ist eine vorherige Bergung der Kriegsrelikte sinnvoll.
Wenn man bedenkt, auf welchen „Mienenfeldern“ ich hier die letzten Jahrzehnte herumgewatet bin. Wie ernst ist die Gefahr durch Kriegsrelikte in unseren Gewässern? Die Untersuchung durch eine Spezialfirma haben einiges an Waffen und Munition geortet. Am gefährlichsten könnte sich phosphorhaltige Munition erweisen, die schon bei Luftkontakt explodiert. Wobei die Experten von einen geringen Risiko für das Umfeld ausgehen.
 

„Die Natur ist unser Taktgeber, Erfahrung unser Werkzeug.“

Fischereimanagement Salzkammergut