{"id":46442,"date":"2026-07-24T17:40:32","date_gmt":"2026-07-24T15:40:32","guid":{"rendered":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=46442"},"modified":"2026-07-25T00:31:57","modified_gmt":"2026-07-24T22:31:57","slug":"der-hungerstein-im-nussensee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/der-hungerstein-im-nussensee\/","title":{"rendered":"Der Hungerstein im Nussensee"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Der Nussensee folgt seit jeher den ganz eigenen, faszinierenden Gesetzen der Karsthydrologie \u2013 einem nat\u00fcrlichen Rhythmus aus R\u00fcckzug und Wiederkehr.<\/em> <em>Wie tief dieses Ph\u00e4nomen in der Ischler Geschichte verwurzelt ist, beschreiben <strong>Hans J\u00f6rg Laimer und Roland Bartl<\/strong> eindrucksvoll in ihrem Artikel <strong>\u201eDer Hungerstein im Nussensee\u201c<\/strong> (Mitteilung Folge 38, 2019 des Ischler Heimatvereins). Mit freundlicher Genehmigung der Autoren darf ich diesen fischereilich auch sehr wertvollen \u00dcberblick \u00fcber den Wasserhaushalt des Sees hier wiedergeben.<\/em><\/p>\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\"><strong>Pegelschwankungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Im Sp\u00e4therbst 2018 sorgte der sehr niedrige Wasserstand des Nussensees f\u00fcr Gespr\u00e4chsstoff und Berichterstattung in der Lokalpresse. Das starke Absinken des Seespiegels wird dabei immer mit dem Sichtbarwerden eines Hungersteins in Verbindung gebracht, \u00fcber dessen genaue Lage und Bedeutung allgemein wenig bekannt ist. Unter ihm soll den Erz\u00e4hlungen nach das Seewasser unterirdisch abflie\u00dfen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Auch die Autoren haben den Hungerstein lagem\u00e4\u00dfig jeweils mit einer Schwinde im Seebecken gleichgesetzt (Laimer, 2007 und Bartl, 2015). Das stimmt nach einigen Erkundungsg\u00e4ngen im Dezember 2018 nicht mehr ganz. Der aktuelle Informationsstand soll hier zusammengefasst werden.<br \/><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ist ein Hungerstein?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Unter dem Begriff Hungerstein wird generell ein in Gew\u00e4ssern abgelagerter Felsblock verstanden, der nur bei extremem Niederwasserstand sichtbar wird und meist mit Jahreszahlen bzw. Inschriften versehen ist. Dergestalt fungieren Hungersteine vor allem in Fl\u00fcssen als Wasserstandsmarkierungen und stumme Zeugen f\u00fcr extreme Niederwasserperioden. Fasst man den Begriff weiter, wie das Lange &amp; Kaden (2018) bei der systematischen Erfassung der Hungersteine in der Elbe gemacht haben, so werden auch Untiefen (Sandb\u00e4nke) und Tafeln (d. h. vom Menschen angebrachte Gegenst\u00e4nde) so bezeichnet. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1437\" height=\"873\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_030_Quelle_Tips.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46446\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_030_Quelle_Tips.jpeg 1437w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_030_Quelle_Tips-450x273.jpeg 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_030_Quelle_Tips-1024x622.jpeg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1437px) 100vw, 1437px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Stadtgemeinde Bad Ischl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Der Name leitet sich aus den einer D\u00fcrre folgenden Notzeiten ab, da in fr\u00fcheren Jahrhunderten langanhaltende Trockenperioden oft Ernteeinbu\u00dfen mit sich brachten. In Seen ist das Auftreten von Hungersteinen selten, weil ihre Pegel in der Regel viel geringeren Schwankungen unterworfen sind als jene von Flie\u00dfgew\u00e4ssern. F\u00e4llt der Ablauf eines Sees bei ausbleibenden Niederschl\u00e4gen trocken, so sinkt der Wasserstand im dichten Seebecken nur sehr langsam ab (Verdunstung). Seen in Karstgebieten bilden hier eine Ausnahme, denn sie verf\u00fcgen oft \u00fcber Schwinden, in welchen das Seewasser unterirdisch abflie\u00dfen kann. <strong>Das ist auch beim Nussensee der Fall.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"616\" height=\"468\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_060_Quelle_Laimer.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46449\" style=\"aspect-ratio:1.3162938230383974;width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_060_Quelle_Laimer.jpeg 616w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_060_Quelle_Laimer-421x320.jpeg 421w\" sizes=\"auto, (max-width: 616px) 100vw, 616px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Hans-J\u00f6rg Laimer und Roland Bartl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Schnitt durch das Seebecken bei unterschiedlichen Wasserst\u00e4nden: bei Hochwasser (HW) liegt der Karstwasserspiegel im Katergebirge h\u00f6her als jener des Sees. Aus den Kalken am S\u00fcdufer tritt Quellwasser \u00fcber und unter der Seeoberfl\u00e4che zu (siehe auch Foto, 25. 12.2018). <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"976\" height=\"535\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_070_Quelle_Laimer.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46450\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_070_Quelle_Laimer.jpeg 976w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_070_Quelle_Laimer-450x247.jpeg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 976px) 100vw, 976px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto, 25. 12.2018, Quelle: Hans-J\u00f6rg Laimer und Roland Bartl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Vom mergeligen Nordhang kommen ebenfalls kleine Oberfl\u00e4chengerinne. Der Seespiegel steigt so lange an, bis der \u00dcberlauf am Nussenseebach erreicht ist. Bei Mittelwasser (MW) treten nur mehr sublimnisch Quellen zu. Bei Niederwasser (NW) versiegen die Quellen fast g\u00e4nzlich und mit dem Absinken des Karstwasserspiegels flie\u00dft schlie\u00dflich das Seewasser in das Gebirge zur\u00fcck. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Ein g\u00e4nzliches Leerlaufen des Nussensees ist wahrscheinlich nicht m\u00f6glich, weil der tiefste Beckenteil vermutlich von wasserundurchl\u00e4ssigen Gesteinen gebildet wird.<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\"><strong>Quellsee (Quellenbeckensee) &#8211; Einzugsgebietsfl\u00e4che<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Er ist ein typischer Quellsee (Quellenbeckensee), der nur von intermittierenden Karstwasseraustritten des Katergebirges gespeist wird. Das Wasser muss hier aus den sehr gut durchl\u00e4ssigen Kalkstein-Formationen austreten, da die im Ischltal und in der Lindau liegenden Mergel- und Sandsteine wasserundurchl\u00e4ssig sind. Wahrscheinlich nehmen diese Gesteine auch den gr\u00f6\u00dften Teil des Seegrunds ein, sodass die Gel\u00e4ndemulde des Nussensees ein nat\u00fcrliches Staubecken bildet. Seine Einzugsgebietsfl\u00e4che wird mit 2,3 km\u00b2 angegeben, doch das tats\u00e4chliche Karsteinzugsgebiet ist ann\u00e4hernd doppelt so gro\u00df. Bereits M\u00fcllner (1931) hat aus hydrographischen \u00dcberlegungen auf eine Fl\u00e4che von 3,7 km\u00b2 geschlossen und dabei auch Anteile der Katergebirgs-S\u00fcdflanke mit einbezogen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>F\u00e4rbeversuchen zeigen Wasserverlauf<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Mit F\u00e4rbeversuchen konnte das Einzugsgebiet des Sees zumindest bis auf das Karstplateau am Ahornfeld nachgewiesen werden (Laimer, 2010 und Bartl, 2015). Die Quellen f\u00fchren nur w\u00e4hrend der Schneeschmelze oder nach intensiven Dauerniederschl\u00e4gen Wasser, sodass das maximal 18 m tiefe Nussenseebecken lediglich im Fr\u00fchsommer bzw. bei Hochwasser vollgef\u00fcllt ist <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">(Volumen ca. 900.000 m\u00b3)<\/mark><\/strong>. Meistens treten die Quellw\u00e4sser unterhalb des Seespiegels in das Becken ein. Die wichtigste Quelle, der <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Hirschbrunn<\/mark><\/strong>, liegt am s\u00fcdwestlichen Seeufer. Sein \u00fcber dem Seewasserspiegel befindlicher Hochwasserspeier ist nur sehr selten aktiv, doch die etwas weiter \u00f6stlich sublimnisch austretende Kluftquelle sch\u00fcttet fast ganzj\u00e4hrig mehrere Sekundenliter. Sie wird erst sichtbar, wenn der Seespiegel schon sehr weit abgesunken ist und f\u00fchrt dann Wasser ab, das zumindest mehrere Monate in Karsthohlr\u00e4umen gespeichert war. Setzen bei einem tiefen Wasserstand starke Niederschl\u00e4ge ein, wie das am 24.12.2018 der Fall war, so kann man mit dem Anstieg des Karstwasserspiegels im Katergebirge auch ein H\u00f6herwandern der Quellen Richtung Westen beobachten, bis sie schlie\u00dflich am Hirschbrunn mehrere Meter \u00fcber dem Seespiegel austreten. An diesem flie\u00dft nur das aktuelle Niederschlags- oder Schmelzwasser ab und mit dem Abklingen der Niederschl\u00e4ge geht auch die Quellsch\u00fcttung rasch zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Sinkt der in ca. 600 m Seeh\u00f6he liegende Karstwasserspiegel w\u00e4hrend langer Trockenperioden deutlich ab, so versiegen die Quellen und in der s\u00fcdlichen Uferb\u00f6schung werden Schwinden aktiv, \u00fcber welche der See entw\u00e4ssert wird. Das Seewasser tritt nach ca. 2500 m unterirdischem Lauf im 50 m tiefer liegenden <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Wildensteiner Quellbezirk<\/mark><\/strong> wieder an die Oberfl\u00e4che (Laimer, 2007). Zumindest an zwei Stellen existieren nachweislich Estavellen, d. h. Wechselschl\u00fcnde, die je nach hydrologischem Regime Wasser aufnehmen oder sch\u00fctten. Beide stehen mit Niederwasserstandsmarkierungen in \u00f6rtlichem Zusammenhang, wobei dies in einem Fall eher zuf\u00e4llig so ist. Im zweiten Fall wurde die Schwinde bewusst markiert. Die beiden Stellen wurden im M\u00e4rz 2006 auch als Einspeisepunkte f\u00fcr einen F\u00e4rbeversuch gew\u00e4hlt, da sie aufgrund der Wetterf\u00fchrung des verkarsteten Untergrundes eisfrei waren. Die tiefst gelegene Wasserstands Markierung im Nussensee ist wahrscheinlich kein Hungerstein im engeren Sinn, sondern eine kleine Untiefe in unmittelbarer N\u00e4he der <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Hirschbrunn-Kluftquelle<\/mark><\/strong>. <strong>Sie wird erst bei einem Absinken des Seespiegels um ca. 12 m, d. h. nur bei extremen Trockenperioden sichtbar.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"780\" height=\"549\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_080_Quelle_Laimer.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46455\" style=\"aspect-ratio:1.420777002988473;width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_080_Quelle_Laimer.jpeg 780w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_080_Quelle_Laimer-450x317.jpeg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 780px) 100vw, 780px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 2a, Befestigung der Flaschenpost im Jahr 1959. Quelle: Hans-J\u00f6rg Laimer und Roland Bartl  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Mitte Dezember 1953 wurde ein solcher Tiefstand zwar erstmals fotografisch dokumentiert, doch von der Untiefe existiert kein Foto. Als diese im Dezember 1959 neuerlich \u00fcber die Seeoberfl\u00e4che aufragte, entschloss sich die Gemeinde Ischl zur Anbringung einer Flaschenpost. Der Inhalt der versenkten Nachricht ist in der Gemeindechronik nachzulesen. Neben allgemeinen Informationen und der Anf\u00fchrung zahlreicher Personen des damaligen \u00f6ffentlichen Lebens findet sich darin auch die <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">hydrogeologisch interessante Vermutung eines Zusammenhangs zwischen Nussensee und Wildenstein Quelle.<\/mark><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"783\" height=\"546\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_090_Quelle_Laimer.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46456\" style=\"aspect-ratio:1.4340783561800647;width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_090_Quelle_Laimer.jpeg 783w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_090_Quelle_Laimer-450x314.jpeg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 783px) 100vw, 783px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 2b, Sie befindet sich nahe an der Hirschbrunn-Kluftquelle. Am 03.12.2018 lag der Quellmu\u0438d rund 40 cm \u00fcber dem Seeniveau und f\u00fchrte dem See ca. 5 l\/s zu. Weitere Zufl\u00fcsse waren zu diesem Zeitpunkt am S\u00fcdufer nicht beobachtbar. Die Untiefe mit der Flaschenpost lag noch unsichtbar unter dem Seespiegel. Quelle: Hans-J\u00f6rg Laimer und Roland Bartl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">12 Jahre sp\u00e4ter, im Fr\u00fchjahr 1972 kam die Untiefe neuerlich zum Vorschein und die Flaschenpost wurde erneuert bzw. ausgetauscht. Mehrere Fotos zeigen Gemeindebedienstete und Seeanrainer bei der Errichtung eines Holzpfahles, an welchem die neue Flaschenpost montiert wurde (Abb. 2a und 2b). Seither ragte der Holzpfahl nicht mehr \u00fcber den Seespiegel auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Rund 160 m weiter \u00f6stlich befindet sich am Ufer eine weitere Estavelle. An ihr konnte im M\u00e4rz 2006 das Verschwinden des eingef\u00e4rbten Seewassers und im Dezember 2018 das Aufwallen von Quellwasser beobachtet werden. Die Schwinde ist bei einem Wasserstand von &#8211; 9 m in einer kleinen Ausbuchtung des Ufers gut ersichtlich (Abb. 3a und 3b). In ihrem Nahbereich weisen auff\u00e4llige Treibholzansammlungen auf das Versickern des Seewassers hin. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"783\" height=\"564\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_100_Quelle_Laimer.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46461\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_100_Quelle_Laimer.jpeg 783w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_100_Quelle_Laimer-444x320.jpeg 444w\" sizes=\"auto, (max-width: 783px) 100vw, 783px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 3a, Hungerstein und Schwinde \u00f6stlich des Hirschbrunn. Quelle: Hans-J\u00f6rg Laimer und Roland Bartl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Etwa 2 m \u00fcber der Schwinde findet sich ein <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Felsblock, auf dem die Jahreszahl 1911 und die Initialen I. P. eingemei\u00dfelt sind.<\/mark><\/strong> Dieses Jahr war bislang das trockenste der Ischler Messreihe! Obwohl das Auftauchen dieses Blocks kein extremes Niederwasser erfordert, kann auch hier von einem Hungerstein gesprochen werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"785\" height=\"567\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_112_Quelle_Laimer.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46462\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_112_Quelle_Laimer.jpeg 785w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_112_Quelle_Laimer-443x320.jpeg 443w\" sizes=\"auto, (max-width: 785px) 100vw, 785px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 3b, der rote Pfeil weist auf die Inschrift \u201e1911 I. \u0420.&#8220; hin. Quelle: Hans-J\u00f6rg Laimer und Roland Bartl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Ein weiterer Block, der in der Gemeindechronik als Hungerstein bezeichnet wird und auf einem Foto von 1953 auch bei Bartl (2015) dargestellt<\/mark><\/strong> ist, liegt von den beiden Schwinden weit entfernt. Er wurde in der letzten Eiszeit am wasserundurchl\u00e4ssigen Nordufer, direkt am Fu\u00df der steilen Uferb\u00f6schung abgelagert (Abb. 4a und 4b). H\u00f6henm\u00e4\u00dfig liegt er zwischen den beiden Hungersteinen des S\u00fcdufers und k\u00fcndigt mit seinem Sichtbarwerden den Beginn des Trockenfallens des flachen Seebodens an.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"789\" height=\"564\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_120_Quelle_Laimer.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46467\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_120_Quelle_Laimer.jpeg 789w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_120_Quelle_Laimer-448x320.jpeg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 789px) 100vw, 789px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 4a, Quelle: Hans-J\u00f6rg Laimer und Roland Bartl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"783\" height=\"553\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_130_Quelle_Laimer.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46468\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_130_Quelle_Laimer.jpeg 783w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_130_Quelle_Laimer-450x318.jpeg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 783px) 100vw, 783px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 4b, Der Hungerstein am Nordufer (oben). Der rote Pfeil markiert seine Lage im Seebecken. Der blaue Pfeil<br \/>zeigt den Bereich, in dem sich die Flaschenpost befindet. Quelle: Hans-J\u00f6rg Laimer und Roland Bartl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Drei Hungersteine im Nussensee<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Somit existieren im Nussensee drei Stellen, die als Hungerstein bezeichnet werden k\u00f6nnen. <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Von diesen markiert aber nur die Untiefe mit der Flaschenpost am Hirschbrunn einen extremen Niederwasserstand, der bislang nachweislich dreimal erreicht wurde: 1953, 1959 und 1972. <\/mark><\/strong>Im Text der Flaschenpost von 1959 wird vom niedrigsten Seespiegelstand ausgegangen, welcher \u201eseit Generationen bekannt ist&#8220;. In der Denkschrift von 1972 wird von 1959 nur mehr als dem Jahr geschrieben, in dem der niederste Wasserstand seit Jahrzehnten&#8220; erreicht wurde. M\u00fcllner (1931) erw\u00e4hnt einen niederen Wasserstand w\u00e4hrend der See-Auslotung 1894 und einen weiteren f\u00fcr den Sommer 1930 (- 7 m), doch keinen extremen Tiefstand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Trockenjahre<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">\u00dcber andere Jahre existieren zwar keine Aufzeichnungen, doch lassen sich aus den  Niederschlagsmessungen an der Wetterstation Bad Ischl Hinweise auf weitere extreme Seespiegelabsenkungen ableiten, w\u00e4hrend derer der Hungerstein am Hirschbrunn wahrscheinlich frei lag. In der 160 Jahre alten Messreihe k\u00f6nnen 18 Trockenjahre ausgewiesen werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Von einem Trockenjahr spricht man, wenn die Jahresniederschlagssumme unter 80% des langj\u00e4hrigen Mittelwerts f\u00e4llt.<\/mark><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">F\u00fcr diese Analyse wurde der Mittelwert der gesamten Messreihe gew\u00e4hlt (Normalzahl 1858 \u2013 2018: 1615,5 mm). In 7 Jahren lagen die Niederschl\u00e4ge sogar unter 75% der Normalzahl. Diese Jahre und solche mit auff\u00e4lligen jahreszeitlichen Niederschlagsminima sind in der nachfolgenden Abb. 5 bzw. in Tab. 1 dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"488\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_140_Quelle_Laimer-1024x488.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46473\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_140_Quelle_Laimer-1024x488.jpeg 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_140_Quelle_Laimer-450x215.jpeg 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_140_Quelle_Laimer-1536x732.jpeg 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_140_Quelle_Laimer.jpeg 1665w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 5, Jahresniederschl\u00e4ge 1859 \u2013 2018 an der Wetterstation Bad Ischl (Quelle: HISTALP, ZAMG)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"615\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_150_Quelle_Laimer-1024x615.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46474\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_150_Quelle_Laimer-1024x615.jpeg 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_150_Quelle_Laimer-450x270.jpeg 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_150_Quelle_Laimer-1536x922.jpeg 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nussensee_Foto_150_Quelle_Laimer.jpeg 1638w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tab 1, Ausgew\u00e4hlte Niederschlagsdaten der Wetterstation Bad Ischl (Quelle: HISTALP, ZAMG).<br \/>Auff\u00e4llige Minima sind blau hinterlegt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Das zweimalige winterliche Sichtbarwerden in den 1950er Jahren liegt sicher in \u00e4u\u00dferst trockenen Herbstmonaten begr\u00fcndet, denn ansonsten war der Jahresniederschlag 1959 nur leicht unterdurchschnittlich. Im Zeitraum September &#8211; November wurden Werte um 130 &#8211; 140 mm sonst nur noch in den Jahren 1874 und 1920 erreicht. F\u00fcr 1874 kann das Auftauchen mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit angenommen werden, da dem Jahr ein sehr trockener Winter vorausgegangen war und der Jahresmittelwert zwischen 1871 und 1874 nur knapp \u00fcber 1300 mm lag. 1919\/1920 war der Winter hingegen wesentlich niederschlagsreicher. Geringe Herbstniederschl\u00e4ge um 160 mm wurden auch 1862, 1898 und 1934 gemessen. W\u00e4hrend die Verl\u00e4ufe der Niederschlagskurven 1898 und 1934 ab August jenen von 1953 und 1959 \u00e4hneln, war 1862 nur der November au\u00dfergew\u00f6hnlich trocken. Die fr\u00fchj\u00e4hrliche Spiegelabsenkung 1972 geht auf sehr trockene Winter- und Fr\u00fchjahrsmonate 1971\/1972 zur\u00fcck. \u00c4hnliche Verh\u00e4ltnisse herrschten auch 1864\/1865, 1872\/1873 und 1933\/1934. F\u00fcr 1911, das trockenste Jahr der Messreihe, und 1871\/72 den niederschlags\u00e4rmsten Winter, wird das Freiliegen aller Hungersteine ebenfalls f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. Hingegen war in den niederschlagsarmen Wintern zwischen 1884\/85 und 1893\/94 der Wasserspiegel, durch herbstliche Regenf\u00e4lle bedingt, daf\u00fcr eher zu hoch. Dass ein Jahresniederschlag unter 1200 mm nicht die alleinige Ursache f\u00fcr extreme Spiegelabsenkungen ist, zeigen neben den Jahren 1874 und 1959 auch die bedeutenden Trockenjahre 1963 und 2018, in denen der Hungerstein am Hirschbrunn nicht sichtbar war. In letzteren war der vorhergehende Winter zu schneereich bzw. der Dezember zu feucht. Andererseits waren in Jahren mit unauff\u00e4lligen Niederschlagsdaten aber kalten Wintern (z. B. 1894\/1895, 2002\/2003, 2005\/2006) markante Seetiefst\u00e4nde zu verzeichnen. F\u00fcr den Februar 1895 ist das bislang einzige kurzfristige Trockenfallen der Wildenstein Quelle dokumentiert (Bartl, 2015), mit dem wohl auch ein Freiliegen aller Hungersteine einherging. Im Jahr 2018 wurde vor allem in Deutschland das Sichtbarwerden zahlreicher Hungersteine als Folge eines <strong>\u201erasanten Klimawandels&#8220;<\/strong> beschrieben, doch bei dieser Interpretation ist Vorsicht geboten. <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Zwar waren auch am Nussensee in den letzten Jahren starke Spiegelschwankungen zu beobachten, doch das letztmalige Auftauchen der Flaschenpost liegt schon 47 Jahre zur\u00fcck.<\/mark><\/strong> Den Niederschlagsdaten zu Folge waren am Nussensee extreme Niederwasserst\u00e4nde um die Jahrhundertwende 19.\/20. Jh. auch h\u00e4ufiger als in den letzten Jahrzehnten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literatur<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"has-medium-font-size\">Bartl, R. (2015): Die Wasserversorgung der Stadt Bad Ischl. 296 S. \u2013 Stadtgemeinde Bad Ischl (Hrsg.)<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-medium-font-size\">Laimer, H. J. (2007): Tracerhydrologischer Nachweis der Verbindung zwischen Nussensee und Wildensteiner Quellbezirk (Bad Ischl, Ober\u00f6sterreich) &#8211; \u00d6sterr. Wasser- und Abfallwirtschaft, 59 (\u041d. 11-12), a17 &#8211; a20, Wien<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-medium-font-size\">Laimer, H. J. (2010): Partielle Karst\u00f6kosystemanalyse als flankierende Schutzma\u00dfnahme in der kommunalen Wasserversorgung (Salzkammergut, Ober\u00f6sterreich). &#8211; Geo-\u00d6ko, 31 (3-4), 198 \u2013 222, G\u00f6ttingen<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-medium-font-size\">Lange, J.-M. &amp; Kaden, M. (2018): Hungersteine und Untiefen der Elbe. 4 S. &#8211; Landeshochwasserzentrale Sachsen (Hrsg.)<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-medium-font-size\">M\u00fcllner, J. (1931): Zur Speisung der Seen. &#8211; Archiv f\u00fcr Hydrobiologie, 22, 348 &#8211; 362, Stuttgart<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber die Autoren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Hans J\u00f6rg Laimer<\/mark><\/strong> ist geb\u00fcrtiger Ischler, Jahrgang 1977. Nach der Matura am BG Bad Ischl Studium in Leoben und Salzburg: Geowissenschaften-Geographie mit Schwerpunkt Geomorphologie (1996 \u2013 2000). 2002 \u2013 2004 Doktorat an der Uni Salzburg<br \/>und der TU Graz, Schwerpunkt Karsthydrogeologie. Anschlie\u00dfend 4 Jahre in einem Salzburger Ingenieurb\u00fcro t\u00e4tig: Bearbeitung von Naturgefahrenprojekten; Seit 2008: \u00d6BB Infrastruktur AG in Salzburg: Geotechnik und Naturgefahrenmanagement<br \/><br \/><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Roland Bartl<\/mark><\/strong> war von 1972 bis 2012 im Stadtamt besch\u00e4ftigt. Ab 1984 Leiter des st\u00e4dt. Wasserwerkes und ab 1997 Leiter des st\u00e4dt. Wirtschaftshofes. Er ist auch Verfasser der 2015 erschienenen \u201eChronik der Bad Ischler Wasserversorgung&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Danksagung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Ein herzlicher Dank gilt <strong>Hans J\u00f6rg Laimer<\/strong> und <strong>Roland Bartl<\/strong> f\u00fcr die freundliche Genehmigung, ihren fundierten Artikel <em>\u201eDer Hungerstein im Nussensee\u201c<\/em> (erschienen in der Mitteilung Folge 38, 2019 des Ischler Heimatvereins) auf meinem Blog ver\u00f6ffentlichen zu d\u00fcrfen. Ihre detaillierten Ausf\u00fchrungen zum Wasserhaushalt bieten nicht nur einen faszinierenden lokalhistorischen Einblick, sondern liefern auch f\u00fcr uns Fischereibewirtschafter unverzichtbare Indikatoren. Das Verst\u00e4ndnis dieser extremen Pegelschwankungen hilft uns entscheidend dabei, die biologische Lage im See objektiv einzusch\u00e4tzen und die richtigen Schritte zum Schutz unseres Fischbestands zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Weitere Informationen<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Eigentliche passiert unter der Oberfl\u00e4che. Am Gew\u00e4sser wie beim Naturschutz. Auf www.huberpower.com geht es genau dorthin: zur Arbeit am Wasser, zur Forschung dahinter und zu den Projekten, an denen wir gerade arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"YZ36Ng5uEO\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/nussensee\/\">Das Nussensee Profil<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"\u201eDas Nussensee Profil\u201c \u2013 Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/nussensee\/embed\/#?secret=FQPB5lGU35#?secret=YZ36Ng5uEO\" data-secret=\"YZ36Ng5uEO\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">W\u00e4hrend in den Medien bei jedem markanten Pegelabfall des Nussensees schnell von Notstand und Klimakrise die Rede ist, sehen viele Einheimische und Altgediente die Situation gelassen:&nbsp;<em><strong>\u201eDas Thema wird viel zu sehr aufgebauscht. So wie jetzt sieht es hier alle paar Jahre aus und dramatische Auswirkungen auf den Fischbestand oder die Trinkwasserversorgung gab es nie.\u201c<\/strong><\/em>&nbsp;F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung am See ist das spektakul\u00e4re Trockenfallen schlicht ein vertrautes Naturschauspiel der lokalen Karsthydrologie. Denn der ber\u00fchmte Hungerstein trat keineswegs nur 1995 zutage \u2013 er war auch in den Jahren danach immer wieder ein sichtbares Zeichen daf\u00fcr, dass der Nussensee seit jeher seinem ganz eigenen, nat\u00fcrlichen Rhythmus folgt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"E1hiP2grHC\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/nussensee-2005-2006\/\">Kritische Pegelst\u00e4nde im Nussensee<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"\u201eKritische Pegelst\u00e4nde im Nussensee\u201c \u2013 Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/nussensee-2005-2006\/embed\/#?secret=OMbERVfb7b#?secret=E1hiP2grHC\" data-secret=\"E1hiP2grHC\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kritische Pegelst\u00e4nde im Nussensee sind alles andere als ein neues Ph\u00e4nomen \u2013 sie wiederholen sich verl\u00e4sslich alle paar Jahre. W\u00e4hrend schrumpfende Wasserfl\u00e4chen in Schlagzeilen schnell f\u00fcr Unruhe sorgen, begegnen Einheimische und erfahrene Gew\u00e4sserbewirtschafter dem Spektakel mit einer gewissen Gelassenheit. Dass der historische Hungerstein eben nicht nur 1995 oder 2006, sondern auch in j\u00fcngerer Vergangenheit immer wieder trockenfiel, unterstreicht nur eines: Der Nussensee folgt seit jeher den ganz eigenen, faszinierenden Gesetzen der Karsthydrologie \u2013 einem nat\u00fcrlichen Rhythmus aus R\u00fcckzug und Wiederkehr. Anstatt in Hektik zu verfallen oder das Ph\u00e4nomen abzutun, nutzt wir die Gelegenheit vom FROSKG die Gegebenheiten, um wertvolle Daten f\u00fcr die Zukunft zu sammeln und im Ernstfall handlungsf\u00e4hig zu sein.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n&nbsp;<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #99cc00;\">&#8222;Wer Fische sch\u00fctzt, sch\u00fctzt das Wasser. Wer das Wasser sch\u00fctzt, sch\u00fctzt uns alle.&#8220;<\/span><\/strong><\/p><p style=\"text-align: center;\"><strong>Zitat von Heimo Huber, FROSKG<p>&nbsp;<\/p><\/strong><\/p><p style=\"text-align: center;\"><strong><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-121\" title=\"20080303_17463_Home 250x Fisherman is Home_3333_bearbeitet-1\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/20080303_17463_Home-250x-Fisherman-is-Home_3333_bearbeitet-1.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"243\"\/><\/a><\/strong><\/p><strong>&nbsp;<\/strong>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Nussensee folgt seit jeher den ganz eigenen, faszinierenden Gesetzen der Karsthydrologie \u2013 einem nat\u00fcrlichen Rhythmus aus R\u00fcckzug und Wiederkehr. 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