{"id":46344,"date":"2026-07-12T23:15:41","date_gmt":"2026-07-12T21:15:41","guid":{"rendered":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=46344"},"modified":"2026-07-13T00:04:42","modified_gmt":"2026-07-12T22:04:42","slug":"traunsee-fisch-artenzusammensetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/traunsee-fisch-artenzusammensetzung\/","title":{"rendered":"Traunsee &#8211; Artenzusammensetzung und gebietsfremde Arten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Gew\u00e4sser endet nicht an einer M\u00fcndung, und es beginnt nicht erst an seinem Ufer. In einer vollkommen vernetzten aquatischen Welt bilden der Traunsee und sein m\u00e4chtiger Zufluss, die Obere Traun, ein unzertrennliches \u00d6kosystem. Als direkter \u201eUnterlieger\u201c pr\u00e4gt der Traunsee die biologischen und dynamischen Prozesse des gesamten Flusssystems weit \u00fcber seine Uferlinien hinaus. Es ist ein st\u00e4ndiges Geben und Nehmen, ein dynamischer Austausch von Energie, Wasser und Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese wechselseitige Abh\u00e4ngigkeit bestimmt ma\u00dfgeblich das Gesicht unserer heimischen Fischbest\u00e4nde. Der See fungiert dabei nicht nur als ausgleichender Puffer f\u00fcr die Wasserf\u00fchrung der Traun, sondern vor allem als lebenswichtiger R\u00fcckzugs-, Nahrungs- und Laichraum. Wandernde Fischarten nutzen die Grenzbereiche und Freiwasserzonen intensiv; gleichzeitig bewegen sich auch Pr\u00e4datoren flexibel zwischen Fluss und See, was den Druck auf die Best\u00e4nde auf beiden Seiten dynamisch reguliert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"509\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_050-1024x509.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46377\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_050-1024x509.jpg 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_050-450x224.jpg 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_050.jpg 1253w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Seelauben im Laichgesch\u00e4ft. Foto: Dr. Wolfgang Ladin<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer den Zustand und die Zukunft der Fischpopulationen im Traunsee verstehen will, darf den Blick nicht auf das Stillgew\u00e4sser beschr\u00e4nken. Der folgende Bericht beleuchtet die Fischbest\u00e4nde des Traunsees daher bewusst im Kontext dieses lebendigen Netzwerks \u2013 als Spiegelbild einer \u00f6kologischen Einheit, in der die Obere Traun und ihr See untrennbar miteinander verwoben sind.Der Traunsee liegt auf 423 Metern Seeh\u00f6he in der Bioregion der n\u00f6rdlichen Kalkvoralpen, ist mit 191 Metern der tiefste See \u00d6sterreichs und der zweitgr\u00f6\u00dfte Alpensee des Landes. Die Traun macht \u00fcber 80 Prozent des oberfl\u00e4chlichen Zuflusses aus und h\u00e4lt die Wassertemperatur auch im Sommer niedrig. Der See gilt fisch\u00f6kologisch als typischer Renkensee: kalt, n\u00e4hrstoffarm, von den Coregonen gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"300\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_010-1024x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46349\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_010-1024x300.jpg 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_010-450x132.jpg 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_010.jpg 1401w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Traunsee im \u00dcberblick<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letzte umfassende Fischartenerhebung stammt aus dem Jahr 2012 (BAW-IGF, Gassner et al. 2013). Damals wurden 17 Fischarten nachgewiesen, davon 12 als urspr\u00fcnglich und 5 als neu hinzugekommen eingestuft. Der fisch\u00f6kologische Zustand wurde 2012 als m\u00e4\u00dfig bewertet. Eine vollst\u00e4ndige Neuerhebung der Artenzusammensetzung danach liegt \u00f6ffentlich nicht vor. Was seither dokumentiert ist, sind Bestandsentwicklungen einzelner Arten: Der Fischbestand lag 2012 bei 84 kg\/ha, 2018 laut Echolotuntersuchung der \u00d6sterreichischen Bundesforste und des BAW-IGF im Mittel bei 39,5 kg\/ha (\u00b17,7 kg\/ha Standardfehler, Ficker et al. 2020) und ist nach der letzten Erhebung von Dr. Josef Wanzenb\u00f6ck (Forschungsinstitut f\u00fcr Limnologie Mondsee) auf 24 kg\/ha gesunken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"537\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_020-1024x537.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46348\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_020-1024x537.jpg 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_020-450x236.jpg 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_020.jpg 1030w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>R\u00fcckgang des Fischbestands am Traunsee von 84 kg\/ha (2012) \u00fcber 39,5 kg\/ha (2018) auf 24 kg\/ha (2024), eine Reduktion um rund 71 Prozent in zw\u00f6lf Jahren.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Hinweis zur Datenlage: Die folgende Artenliste st\u00fctzt sich auf die BAW-IGF-Studie 2012, Angaben des O\u00f6. Landesfischereiverbands und die Traunseefischereiordnung. Eine l\u00fcckenlose, aktuelle Gesamtliste aller 17 nachgewiesenen Arten mit exakter Zuordnung zu den \u201e5 neu hinzugekommenen Arten\u201c lie\u00df sich aus den frei zug\u00e4nglichen Quellen nicht vollst\u00e4ndig rekonstruieren. F\u00fcr eine wasserdichte Version w\u00e4re der Originalbericht Gassner et al. 2013 heranzuziehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Urspr\u00fcngliche Fischarten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"621\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_070-1024x621.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46375\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_070-1024x621.jpg 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_070-450x273.jpg 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_070-1536x932.jpg 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_070-2048x1243.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Seelaube ist noch recht h\u00e4ufig anzutreffen und d\u00fcrfe zu den Fischarten geh\u00f6ren, die sich am Traunsee wohl f\u00fchlen, auch wenn die Wassertemperatur w\u00e4rmer wird.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als urspr\u00fcnglich gelten jene Arten, die dem historischen Leitbild des Traunsees entsprechen und nicht durch Besatz oder Einschleppung in den See gelangt sind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Deutscher Name<\/strong><\/td><td><strong>Wissenschaftlicher Name<\/strong><\/td><td><strong>Status<\/strong><\/td><td><strong>Bemerkung<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Reinanke \/ Renke<\/td><td><em>Coregonus sp.<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Wichtigster Berufsfischfisch, \u201eRenkensee\u201c-Charakterart, ein Teil laicht in der Traun, ein Teil pelagisch im See<\/td><\/tr><tr><td>Riedling<\/td><td><em>Coregonus danneri<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Kleinw\u00fcchsige Schwebrenkenform, eigene Lebensraum- und Nahrungsnische, Besonderheit des Traunsees<\/td><\/tr><tr><td>Mar\u00e4ne \/ Gro\u00dfe Bodenreinanke<\/td><td><em>Coregonus sp.<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Dritte Coregonenform des Sees<\/td><\/tr><tr><td>Seesaibling<\/td><td><em>Salvelinus umbla<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Schonzeit 16.10.\u201315.12., Mindestma\u00df 23 cm laut Traunseefischereiordnung<\/td><\/tr><tr><td>Seeforelle<\/td><td><em>Salmo trutta lacustris<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Laichaufstieg u. a. in Ebenseer Traun und Seeausrinn, Bestand stark r\u00fcckl\u00e4ufig, 2018 mit 1 Individuum im Beifang der EMFF-Netzbefischung best\u00e4tigt<\/td><\/tr><tr><td>Perlfisch<\/td><td><em>Rutilus meidingeri<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>\u00d6sterreichisch-bayerischer Endemit, Rote-Liste-Art, Bestand lange als verschollen gegolten<\/td><\/tr><tr><td>Seelaube<\/td><td><em>Alburnus mento<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Nutzt Zubringer fakultativ als Laichhabitat, 2018 mit 20 Individuen im Beifang der EMFF-Netzbefischung best\u00e4tigt<\/td><\/tr><tr><td>Hasel<\/td><td><em>Leuciscus leuciscus<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Kieslaichend, nutzt Schwemmkegel der Zubringer<\/td><\/tr><tr><td>Aalrutte<\/td><td><em>Lota lota<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Einzige heimische Dorschverwandte im S\u00fc\u00dfwasser, Schonzeit 16.11.\u201331.1., Mindestma\u00df 40 cm, 2018 mit 2 Individuen im Beifang best\u00e4tigt<\/td><\/tr><tr><td>Koppe \/ Groppe<\/td><td><em>Cottus gobio<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Ganzj\u00e4hrig geschont laut Traunseefischereiordnung, auf Ausstrahlung aus Zubringern angewiesen, 2018 mit 2 Individuen im Beifang best\u00e4tigt<\/td><\/tr><tr><td>Elritze<\/td><td><em>Phoxinus phoxinus<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Ganzj\u00e4hrig geschont laut Traunseefischereiordnung, auf Zubringer-Anbindung angewiesen<\/td><\/tr><tr><td>Rotauge<\/td><td><em>Rutilus rutilus<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Ufer- und Flachwasserzone, zeitweises Vorkommen, 2018 mit 2 Individuen im Beifang best\u00e4tigt<\/td><\/tr><tr><td>Bartgrundel \/ Bachschmerle<\/td><td><em>Barbatula barbatula<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Ganzj\u00e4hrig geschont laut Traunseefischereiordnung, bodenorientierte Kleinfischart der Ufer- und Zubringerbereiche<\/td><\/tr><tr><td>Flussbarsch<\/td><td><em>Perca fluviatilis<\/em><\/td><td>urspr\u00fcnglich<\/td><td>Laut Umweltbundesamt f\u00fcr ganz \u00d6sterreich autochthon, 2018 mit 32 Individuen der auff\u00e4lligste Beifang der EMFF-Netzbefischung, Vorkommen damit klar best\u00e4tigt<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Erg\u00e4nzender Hinweis: Die naturkundliche Betrachtung von Roman Moser nennt neben Seeforelle, Rotauge, Aitel, Schleie, Brasse, Seekarpfen und Hecht auch die \u00c4sche als eine der Arten, denen Sportfischer am Traunsee nachstellten. Die \u00c4sche ist als Leitfischart eindeutig der Traun zwischen Hallst\u00e4ttersee und Traunsee zugeordnet, nicht dem See selbst; ob es sich um ein regul\u00e4res Vorkommen im Seebereich nahe der Traunm\u00fcndungen oder um einzelne, aus dem Fluss abgedriftete Tiere handelt, l\u00e4sst sich aus der Quelle nicht kl\u00e4ren. F\u00fcr die Artenliste des Sees wird die \u00c4sche daher bewusst nicht aufgenommen, ist aber als Randnotiz festzuhalten.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gebietsfremde und eingeb\u00fcrgerte Fischarten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben den urspr\u00fcnglichen Arten kommen im Traunsee mehrere Fischarten vor, die entweder gezielt eingesetzt wurden oder sich nach Einbringung dauerhaft etabliert haben. Der Zander und der Aal sind dabei die am besten dokumentierten F\u00e4lle: Der Aal wurde bereits 1879 im Salzkammergut-Seengebiet ausgesetzt und ist urspr\u00fcnglich nur im n\u00f6rdlichen Waldviertel und im Bodenseeraum heimisch.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Deutscher Name<\/strong><\/td><td><strong>Wissenschaftlicher Name<\/strong><\/td><td><strong>Status<\/strong><\/td><td><strong>Bemerkung<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Zander<\/td><td><em>Sander lucioperca<\/em><\/td><td>gebietsfremd, eingesetzt<\/td><td>In O\u00f6. Alpenseen historisch eingebracht, am Traunsee als Angelfisch etabliert, in der Traunseefischereiordnung nicht gesondert geregelt<\/td><\/tr><tr><td>Aal<\/td><td><em>Anguilla anguilla<\/em><\/td><td>gebietsfremd, eingesetzt<\/td><td>Erstbesatz im Salzkammergut-Seengebiet ab 1879, urspr\u00fcnglich nur im n\u00f6rdlichen Waldviertel und Bodenseeraum heimisch<\/td><\/tr><tr><td>Regenbogenforelle<\/td><td><em>Oncorhynchus mykiss<\/em><\/td><td>gebietsfremd, Besatzfisch<\/td><td>Nordamerikanischer Ursprung, Mindestma\u00df 30 cm, Schonzeit 1.12.\u201315.3. laut allgemeiner O\u00f6. Fischereiverordnung<\/td><\/tr><tr><td>Hecht<\/td><td><em>Esox lucius<\/em><\/td><td>eingeb\u00fcrgert, gef\u00f6rdert<\/td><td>Schonzeit 1.4.\u201315.5., Mindestma\u00df 50 cm laut Traunseefischereiordnung, j\u00e4hrlich bis zu 10.000 Jung-Hechte durch den Angelverein ausgesetzt, 2018 mit 1 Individuum im Beifang der EMFF-Netzbefischung best\u00e4tigt<\/td><\/tr><tr><td>Karpfen<\/td><td><em>Cyprinus carpio<\/em><\/td><td>gebietsfremd, Angelfisch<\/td><td>Herkunft in Mitteleuropa fachlich umstritten, in Alpenseen sicher nicht autochthon, Mindestma\u00df 40 cm<\/td><\/tr><tr><td>Schleie<\/td><td><em>Tinca tinca<\/em><\/td><td>eingeb\u00fcrgert<\/td><td>Ufer- und Flachwasserzone, Angelfisch<\/td><\/tr><tr><td>Brachse \/ Brasse<\/td><td><em>Abramis brama<\/em><\/td><td>eingeb\u00fcrgert<\/td><td>Schonzeit 16.5.\u201315.6., Mindestma\u00df 30 cm laut Traunseefischereiordnung<\/td><\/tr><tr><td>Kaulbarsch<\/td><td><em>Gymnocephalus cernuus<\/em><\/td><td>gebietsfremd, kein Schonma\u00df<\/td><td>In vergleichbaren Alpenseen (z. B. Bodensee seit 1987) als Neozoon etabliert, frisst Fischlaich und -brut, in der Traunseefischereiordnung ohne Schonzeit und Mindestma\u00df gef\u00fchrt<\/td><\/tr><tr><td>Wels \/ Waller<\/td><td><em>Silurus glanis<\/em><\/td><td>gebietsfremd, vermutlich eingesetzt<\/td><td>Urspr\u00fcnglich Fisch warmer Donau-Unterl\u00e4ufe und Brachsenregion, in einem kalten oligotrophen Alpensee wie dem Traunsee fachlich nicht als autochthon einzustufen, in der Traunseefischereiordnung ohne Schonzeit und Mindestma\u00df gef\u00fchrt, genaue Besatzgeschichte am Traunsee w\u00e4re zu pr\u00fcfen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Kaulbarsch und Wels sind laut Traunseefischereiordnung ohne Schonzeit und ohne Mindestma\u00df im Traunsee zu befischen. Der Flussbarsch galt als ungekl\u00e4rt, ist aber durch den Beifang der EMFF-Netzbefischung 2018 (32 Individuen) eindeutig als vorkommende, autochthone Art best\u00e4tigt und wurde entsprechend als <strong>Urspr\u00fcngliche Fischarten<\/strong> eingeordnet.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Amtliche Schonzeiten und Mindestfangma\u00dfe<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Traunseefischereiordnung (LGBl. Nr. 109\/2017, zuletzt ge\u00e4ndert durch LGBl. Nr. 86\/2020, in Kraft seit 1.10.2020) regelt f\u00fcr den Traunsee vom Trauneinfluss in Ebensee bis zum Traunausfluss in Gmunden abweichend von der allgemeinen O\u00d6. Fischereiverordnung eigene Schonzeiten und Mindestfangma\u00dfe. Sie gilt nicht f\u00fcr das Scherrerfischwasser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Zur Einordnung: Die Verordnung listet nur jene Arten, f\u00fcr die eine Abweichung von \u00a7 17 Abs. 1 der O\u00f6. Fischereiverordnung gilt. Arten wie Zander, Karpfen, Aal, Regenbogenforelle und Schleie fehlen in dieser Liste nicht, weil sie am Traunsee nicht vorkommen, sondern weil f\u00fcr sie die allgemeinen landesweiten Regelungen gelten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Fischart<\/strong><\/td><td><strong>Wissenschaftlicher Name<\/strong><\/td><td><strong>Schonzeit<\/strong><\/td><td><strong>Mindestfangma\u00df<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Aalrutte<\/td><td><em>Lota lota<\/em><\/td><td>16. November \u2013 31. J\u00e4nner<\/td><td>40 cm<\/td><\/tr><tr><td>Bartgrundel \/ Bachschmerle<\/td><td><em>Barbatula barbatula<\/em><\/td><td>ganzj\u00e4hrig geschont<\/td><td>\u2014<\/td><\/tr><tr><td>Brachse<\/td><td><em>Abramis brama<\/em><\/td><td>16. Mai \u2013 15. Juni<\/td><td>30 cm<\/td><\/tr><tr><td>Elritze<\/td><td><em>Phoxinus phoxinus<\/em><\/td><td>ganzj\u00e4hrig geschont<\/td><td>\u2014<\/td><\/tr><tr><td>Flussbarsch<\/td><td><em>Perca fluviatilis<\/em><\/td><td>keine<\/td><td>kein<\/td><\/tr><tr><td>Hecht<\/td><td><em>Esox lucius<\/em><\/td><td>1. April \u2013 15. Mai<\/td><td>50 cm<\/td><\/tr><tr><td>Kaulbarsch<\/td><td><em>Gymnocephalus cernuus<\/em><\/td><td>keine<\/td><td>kein<\/td><\/tr><tr><td>Koppe \/ Groppe<\/td><td><em>Cottus gobio<\/em><\/td><td>ganzj\u00e4hrig geschont<\/td><td>\u2014<\/td><\/tr><tr><td>Mar\u00e4ne<\/td><td><em>Coregonus spp.<\/em><\/td><td>16. Oktober \u2013 15. Dezember<\/td><td>30 cm<\/td><\/tr><tr><td>Reinanke<\/td><td><em>Coregonus spp.<\/em><\/td><td>1. November \u2013 15. Dezember<\/td><td>30 cm<\/td><\/tr><tr><td>Riedling<\/td><td><em>Coregonus danneri<\/em><\/td><td>1. November \u2013 15. Dezember<\/td><td>15 cm<\/td><\/tr><tr><td>Seeforelle<\/td><td><em>Salmo trutta lacustris<\/em><\/td><td>16. Oktober \u2013 15. Dezember<\/td><td>50 cm<\/td><\/tr><tr><td>Seesaibling<\/td><td><em>Salvelinus umbla<\/em><\/td><td>16. Oktober \u2013 15. Dezember<\/td><td>23 cm<\/td><\/tr><tr><td>Wels \/ Waller<\/td><td><em>Silurus glanis<\/em><\/td><td>keine<\/td><td>kein<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bemerkenswert ist die amtliche Best\u00e4tigung von Kaulbarsch, Wels und Bartgrundel als am Traunsee vorkommende und regulierte Fischarten. Alle drei fehlten in der bisherigen, auf die BAW-IGF-Studie 2012 und den O\u00d6. Landesfischereiverband gest\u00fctzten Aufstellung. Sie wurden f\u00fcr die aktuelle Artenlisten aufgenommen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fischbestandserhebung 2018 (EMFF-Studie)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen des EMFF-Projekts \u201eMethodenentwicklung zur fischereilichen Datenerhebung von Renken- und Seesaiblingsbest\u00e4nden \u00f6sterreichischer Seen\u201c befischten die \u00d6sterreichischen Bundesforste gemeinsam mit dem BAW-IGF den Traunsee im August und November 2018 mit gestaffelten Kiemennetzen und erg\u00e4nzend mit Echolot (Ficker, Gassner, M\u00fcller &amp; Haas, 2020). Es ist die letzte am Traunsee durchgef\u00fchrte, methodisch belastbare Bestandserhebung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Art<\/strong><\/td><td><strong>Stichprobe (N)<\/strong><\/td><td><strong>Gr\u00f6\u00dfen-\/Altersbereich<\/strong><\/td><td><strong>Zustand laut EMFF-Studie 2018<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>Reinanke \/ Renke<\/strong><\/td><td>35 (Ziel 100\u2013150 verfehlt)<\/td><td>15,2\u201333,0 cm, Alter 0+ bis 7+<\/td><td>Geringe Bestandsdichte, schmale Altersverteilung, m\u00e4\u00dfiges Wachstum. Keine Fische \u00fcber 33 cm gefangen, deutlicher Hinweis auf \u00dcberfischung. Jahrgang 2017 (1+) auffallend stark, 0+ Reproduktion 2018 nachgewiesen.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Riedling<\/strong><\/td><td>380 (158 komplett ausgewertet)<\/td><td>11,6\u201328,1 cm, Alter 0+ bis 6+<\/td><td>Hohe Bestandsdichte, glockenf\u00f6rmige Altersverteilung, geringes Wachstum arttypisch. Nat\u00fcrliche Reproduktion funktioniert nachweislich ohne Besatz.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Seesaibling<\/strong><\/td><td>48<\/td><td>11,2\u201340,3 cm, Alter 1+ bis 8+<\/td><td>Eher geringe Bestandsdichte, gutes Wachstum. Starker Jahrgang 1+, m\u00e4\u00dfiger Befischungsdruck erst ab dem f\u00fcnften Jahr feststellbar. 0+ Tiere methodisch bedingt nicht im Fang.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Echolotuntersuchung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich zur Netzbefischung wurde die Gesamtfischbiomasse an drei Terminen im Herbst 2018 mit einem wissenschaftlichen Echolot (Simrad EK60) erfasst:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Termin<\/strong><\/td><td><strong>Fischbiomasse<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>23. Oktober 2018<\/td><td>43,6 kg\/ha<\/td><\/tr><tr><td>27. November 2018<\/td><td>38,7 kg\/ha<\/td><\/tr><tr><td>11. Dezember 2018<\/td><td>36,1 kg\/ha<\/td><\/tr><tr><td><strong>Mittelwert<\/strong><\/td><td><strong>39,5 kg\/ha \u00b1 7,7 kg\/ha (SE)<\/strong><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-element-caption\">Den Hauptanteil der Biomasse bildeten Fische zwischen 20 und 65 cm Totall\u00e4nge. Im Vergleich zur BAW-IGF-Erhebung von 2012 (84 kg\/ha) hatte sich der Bestand bis 2018 damit bereits mehr als halbiert.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Empfehlungen der Studie (Ficker, Gassner, M\u00fcller &amp; Haas, 2020)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Autoren reihen ihre Empfehlungen nicht nach Ursache, sondern nach Dringlichkeit f\u00fcr die Fischerei am Traunsee:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_030-1024x684.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46379\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_030-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_030-450x301.jpg 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_030-1536x1026.jpg 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Fischarten_Traunsee_030.jpg 1878w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die permanente Pr\u00e4senz der Kormoran entnimmt mehr Fische pro Jahr, als die paar verbliebenen (Hobby-)Berufsfischer ausfangen. Weit haben wir es gebracht, wenn ein im Salzkammergut nicht heimischer Vogel, mehr gesetzlichen Schutz hat, wie unsere vom aussterben bedrohten Fischarten.     <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Ausfangmengen bei Renken f\u00fcr 2 bis 3 Jahre massiv reduzieren, danach Probebefischung zur Erfolgskontrolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Mindestfangtiefe von 20 m bei der Riedling-Fischerei unbedingt einhalten, um den Renken-Nachwuchs nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Ausfangmengen bei Riedlingen k\u00f6nnen, zeitlich befristet, erh\u00f6ht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Ausfangmengen bei Seesaiblingen k\u00f6nnen beibehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. Gesamtfangstatistik f\u00fcr Angler und Berufsfischer f\u00fchren: Anzahl, L\u00e4nge, nach M\u00f6glichkeit Gewicht sowie Anzahl und Gr\u00f6\u00dfe der eingesetzten Netze.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6. Besatzma\u00dfnahmen vorab diskutieren, regelm\u00e4\u00dfig auf ihren Erfolg pr\u00fcfen und in einer Besatzstatistik dokumentieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">7. Bestandserhebungen mit gestaffelten Netzen regelm\u00e4\u00dfig wiederholen, Echolotuntersuchungen alle drei bis f\u00fcnf Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">8. Managebare L\u00f6sung zur Reduktion der Pr\u00e4datoren &#8211; Kormoran, G\u00e4nses\u00e4ger und Fischotter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gebietsfremde Muscheln<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gr\u00f6\u00dfte aktuelle Bedrohung unter den gebietsfremden Wirbellosen ist die Quagga-Muschel. Sie stammt urspr\u00fcnglich aus Zufl\u00fcssen des Schwarzen Meeres und wurde \u00fcber Schiffs- und Bootsverkehr, sowohl als Aufwuchs am Rumpf als auch \u00fcber Ballast-, K\u00fchl- und Bilgenwasser, nach Mitteleuropa verschleppt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Deutscher Name<\/strong><\/td><td><strong>Wissenschaftlicher Name<\/strong><\/td><td><strong>Status<\/strong><\/td><td><strong>Bemerkung<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Quagga-Muschel<\/td><td><em>Dreissena rostriformis bugensis<\/em><\/td><td>invasiv, best\u00e4tigt<\/td><td>Im Traunsee nachgewiesen und in Ausbreitung, verstopft Rohre und Filter, entzieht dem Plankton Algen, Herkunft Schwarzmeerraum, Einschleppung \u00fcber Boots- und Schiffsverkehr<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Muschel besiedelt neben Hartsubstrat auch feines Sediment und ist damit anpassungsf\u00e4higer als die verwandte Zebramuschel. Sie entzieht dem Wasser Algen, die den Fischen als Nahrungsgrundlage \u00fcber das Plankton fehlen, und verstopft Rohre und Filter von Wasserversorgungsanlagen. Am Traunsee laufen dazu Instandsetzungsarbeiten, bei denen die Ausbreitung der Muschel regelm\u00e4\u00dfig sichtbar wird.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gebietsfremde Krebse<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die heimischen Flusskrebsbest\u00e4nde am Traunsee waren bereits Ende des 19. Jahrhunderts durch die Krebspest weitgehend erloschen. Seither hat sich der aus Nordamerika stammende Signalkrebs in der Region ausgebreitet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><td><strong>Deutscher Name<\/strong><\/td><td><strong>Wissenschaftlicher Name<\/strong><\/td><td><strong>Status<\/strong><\/td><td><strong>Bemerkung<\/strong><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Signalkrebs<\/td><td><em>Pacifastacus leniusculus<\/em><\/td><td>invasiv, in der Region etabliert<\/td><td>Nachgewiesen an der Oberen Traun zwischen Hallst\u00e4ttersee und Traunsee, Krebspest-\u00dcbertr\u00e4ger, verdr\u00e4ngt heimische Arten; ein gesonderter Nachweis direkt im Traunsee liegt derzeit nicht vor und w\u00e4re zu pr\u00fcfen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Der Signalkrebs ist als Tr\u00e4ger eines hochvirulenten Krebspest-Stammes selbst gegen die Krankheit resistent und verdr\u00e4ngt die verbliebenen heimischen Arten wie Edelkrebs, Steinkrebs und Dohlenkrebs vollst\u00e4ndig aus deren Lebensraum. Ein direkter Fund im Traunsee selbst ist in den ausgewerteten Quellen nicht dokumentiert, bei einer bereits besiedelten Oberen Traun ist ein Vorkommen im See aber naheliegend und sollte gezielt \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Ladin_Quagga_Muschel_020.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46366\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Ladin_Quagga_Muschel_020.jpeg 1000w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Ladin_Quagga_Muschel_020-450x300.jpeg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aufnahme eines Signalkrebs im Traunsee, direkt unterhalb vom Traunstein aufgenommen, links davon eine Ansammlung von Quaggamuscheln. Aufgenommen von Dr. Wolfgang Ladin im 50-60 cm tiefen Wasser.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Ladin_Quagga_Muschel_060.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46368\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Ladin_Quagga_Muschel_060.jpeg 1000w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Ladin_Quagga_Muschel_060-450x300.jpeg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Traunsee bekommen wir ein klares Bild von Gewinnern und Verlierern. Auf der einen Seite erleben bestimmte Fischarten, Krebse und Muscheln einen massiven Aufschwung. Sie passen sich den ver\u00e4nderten Bedingungen \u2013 wie N\u00e4hrstoffverschiebungen oder Wassertemperaturen \u2013 hervorragend an und besetzen frei werdende oder neue Nischen im \u00d6kosystem. Auf der anderen Seite stehen die \u00f6kologischen Verlierer dieser Entwicklung. Einstige Charakterarten des Traunsees geraten zunehmend unter Druck. Allen voran die Seeforelle, der endemische Riedling und der Seesaibling k\u00e4mpfen mit den ver\u00e4nderten Bedingungen. Seien es ausbleibende Futtergrundlagen, der Verlust spezialisierter Laichpl\u00e4tze im See und in der Oberen Traun oder der steigende Druck durch Pr\u00e4datoren und konkurrenzst\u00e4rkere Arten: Die Best\u00e4nde dieser sensiblen Salmoniden gehen sp\u00fcrbar zur\u00fcck. Foto: Dr. Wolfgang Ladin<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Einordnung und Handlungsbedarf<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Traunsee zeigt ein Muster, das sich in vielen Salzkammergut-Seen wiederholt: Die urspr\u00fcngliche Coregonen-dominierte Fischgemeinschaft steht unter Druck durch Pr\u00e4dation, Klimaerw\u00e4rmung und nun zus\u00e4tzlich durch invasive Wirbellose. Die Quagga-Muschel entzieht dem Nahrungsnetz Algen und damit indirekt Nahrung f\u00fcr die Fischbrut, der Signalkrebs bedroht die letzten heimischen Krebsreste in den Zubringern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Ladin_Quagga_Muschel_010.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46372\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Ladin_Quagga_Muschel_010.jpeg 1000w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Ladin_Quagga_Muschel_010-450x300.jpeg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quaggamuschel Berge am Grund des Traunsees. Aufgenommen von Dr. Wolfgang Ladin im 50-60 cm tiefen Wasser.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Fischartenzusammensetzung selbst fehlt eine aktuelle, vollst\u00e4ndige Neuerhebung. Die letzte belastbare Gesamtzahl von 17 Arten ist 14 Jahre alt, die letzte methodisch fundierte Bestandserhebung (2018) betraf nur die drei Wirtschaftsfischarten. Die eigene Empfehlung der Autoren dieser Studie, den Renkenausfang f\u00fcr 2 bis 3 Jahre massiv zu reduzieren, ist bislang, soweit aus den vorliegenden Quellen ersichtlich, nicht umgesetzt. Eine Wiederholung sowohl der Artenerhebung als auch der Renken-, Riedling- und Seesaiblings-Bestandserhebung w\u00fcrde zeigen, ob sich die Lage seither ver\u00e4ndert hat, und w\u00e4re die Voraussetzung f\u00fcr jede weitere Diskussion \u00fcber Pr\u00e4datoren-Management und Besatzpolitik am See.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Quellenangabe<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gassner, H. et al. (2013): Fisch\u00f6kologischer Zustand des Traunsees 2012. BAW-IGF Scharfling.<\/li>\n\n\n\n<li>Ficker, H., Gassner, H., M\u00fcller, M. &amp; Haas, A. (2020): Teilbericht 3\/10 \u2013 Traunsee. EMFF-Projekt 2.4.1-03\/2017, Pilotstudie 1a \u2013 Methodenentwicklung zur fischereilichen Datenerhebung von Renken- und Seesaiblingsbest\u00e4nden \u00f6sterreichischer Seen. Kooperationsprojekt \u00d6sterreichische Bundesforste AG und Bundesamt f\u00fcr Wasserwirtschaft, Institut f\u00fcr Gew\u00e4sser\u00f6kologie und Fischereiwirtschaft, 26 S.<\/li>\n\n\n\n<li>Moser, Roman: Der Traunsee \u2013 eine naturkundliche Betrachtung. Landeskunde, S. 55\u201368 (genaue Zeitschrift und Erscheinungsjahr aus dem vorliegenden Auszug nicht zweifelsfrei feststellbar, Originalscan liegt vor).<\/li>\n\n\n\n<li>Huber, H.: DIE TRAUNSEE STORY. huberpower.com, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=37066<\/li>\n\n\n\n<li>Huber, H.: SIGNALKREBS IN DER OBEREN TRAUN. huberpower.com, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=5048<\/li>\n\n\n\n<li>Huber, H.: QUAGGA MUSCHEL VERBREITUNG VERHINDERN. huberpower.com, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=25952<\/li>\n\n\n\n<li>O\u00d6. Landesfischereiverband: Revier Traunsee. https:\/\/www.lfvooe.at\/reviere-und-gewaesser\/revier_traunsee\/<\/li>\n\n\n\n<li>Neobiota Austria: Gebietsfremde Arten. https:\/\/www.neobiota-austria.at\/<\/li>\n\n\n\n<li>Land Nieder\u00f6sterreich: Gebietsfremde Krebsarten verdr\u00e4ngen heimische Flusskrebse. https:\/\/www.noe.gv.at\/<\/li>\n\n\n\n<li>Umweltbundesamt: Fischfauna in \u00d6sterreich \u2013 \u00d6kologie, Gef\u00e4hrdung, Bioindikation. https:\/\/www.umweltbundesamt.at\/<\/li>\n\n\n\n<li>Traunseefischereiordnung, LGBl. Nr. 109\/2017, zuletzt ge\u00e4ndert durch LGBl. Nr. 86\/2020, in Kraft seit 1.10.2020.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Weitere Informationen<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Eigentliche passiert unter der Oberfl\u00e4che. Am Gew\u00e4sser wie beim Naturschutz. Auf www.huberpower.com geht es genau dorthin: zur Arbeit am Wasser, zur Forschung dahinter und zu den Projekten, an denen wir gerade arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"935\" height=\"527\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-41.png\" alt=\"Heimo bei der Arbeit\" class=\"wp-image-11559\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-41.png 935w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-41-680x383.png 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-41-450x254.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 935px) 100vw, 935px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Artikel ist in Arbeit<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #99cc00;\">&#8222;Wer den Fischen eine Stimme gibt, gibt unseren Gew\u00e4ssern eine Zukunft.&#8220;<\/span><\/strong><\/p><p style=\"text-align: center;\">Zitat von: Heimo Huber, Obmann FROSKG <\/p><p>&nbsp;<\/p><p><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-121\" title=\"20080303_17463_Home 250x Fisherman is Home_3333_bearbeitet-1\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/20080303_17463_Home-250x-Fisherman-is-Home_3333_bearbeitet-1.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"243\"\/><\/a><\/p>\n&nbsp;\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gew\u00e4sser endet nicht an einer M\u00fcndung, und es beginnt nicht erst an seinem Ufer. In einer vollkommen vernetzten aquatischen Welt bilden der Traunsee und sein m\u00e4chtiger Zufluss, die Obere&#8230; <a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/traunsee-fisch-artenzusammensetzung\/\">[Weiterlesen]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":46368,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-46344","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bewirtschaftung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46344","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=46344"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46344\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46382,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46344\/revisions\/46382"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/46368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46344"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46344"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46344"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}