{"id":10512,"date":"2020-01-01T00:20:00","date_gmt":"2019-12-31T23:20:00","guid":{"rendered":"http:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=10512"},"modified":"2025-06-10T23:52:16","modified_gmt":"2025-06-10T21:52:16","slug":"50-jahre-rueckblich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/50-jahre-rueckblich\/","title":{"rendered":"ANNO DAZUMAL"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit <strong>&#8222;unendlicher Geschichte&#8220;<\/strong> meine ich, dass dieser Eintrag noch einiges an Recherche braucht. Einige Besuche in Bibliotheken und noch viel an Literatur aufzuarbeiten ist und im WEB zu recherchieren. Allgemein meint man leichtfertig, dass wir in einer Wissensgesellschaft leben. In Google eingeben und man hat alle Informationen auf &#8222;Knopfdruck&#8220;. So ist es zumeist nicht, zumindest nicht, wenn es um tiefgr\u00fcndige, zusammenh\u00e4ngende Informationen geht. Tats\u00e4chlich aber entsteht aus vielen Rohdaten eine zielgerichtete Ergebnisbericht. Mein Versuch, eine Datenbank, eine \u201eKnowledge Base&#8220; mit m\u00f6glichst vielen Daten \u00fcber &#8222;<strong>die Geschichte der Fischerei im Salzkammergut<\/strong>&#8220; ans Licht zu holen \u2013 und pl\u00e4diert daf\u00fcr an alle, weitere Informationen, Daten, Skizzen, Berichte, B\u00fccher, Fotos und Ger\u00e4te zur weiteren Vervollst\u00e4ndigung zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Geschichte der Fischerei im Salzkammergut<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gew\u00e4sserregulierungen, <\/li>\n\n\n\n<li>der Fische, <\/li>\n\n\n\n<li>der Fischerei <\/li>\n\n\n\n<li>der Fischzucht<\/li>\n\n\n\n<li>der Bewirtschafter und P\u00e4chter<\/li>\n\n\n\n<li>der Fischereirechte <\/li>\n\n\n\n<li>das Fischereigesetz <\/li>\n\n\n\n<li>der Entstehung des Fischereirevier <\/li>\n\n\n\n<li>und alles was damit zusammenh\u00e4ngt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"590\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-40-1024x590.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10889\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-40-1024x590.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-40-450x259.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-40-680x392.png 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-40.png 1142w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auf der Suche nach unserer fischereilichen Entwicklung im Salzkammergut, suchen wir auch Ihre\/Deine Informationen&#8230;. (Quelle: Google Play)  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Helfer gesucht &#8211; Wir suchen Dein Wissen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich starte gleich zu Beginn dieses Artikels, mit dem Aufruf und der Bitte bei der Datensammlung zu helfen. <strong>Lassen Sie uns, dem &#8222;Fischereirevier Oberes Salzkammergut&#8220; Ihre Informationen \u00fcber die Fischerei im Salzkammergut zukommen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Anrufen unter: +43 681 20 38 9605 (Obmann: Heimo Huber)<br \/>Email: fischereirevier.salzkammergut@gmail.com <\/strong><br \/>Wir verarbeiten alle Medien, egal ob es sich um Filme, Tondokumente, Fotos, Grafiken, B\u00fccher und  Brosch\u00fcren oder einfache Texte handelt. Wir sind ist in der Lage auch alte Medien, z.B. 8-mm-Filme, alte Fotos oder Dias zu digitalisieren. Wir verf\u00fcgen \u00fcber die Kenntnis auch Dokumente in &#8222;<a aria-label=\"Korrentschrift (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Kurrentschrift\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Korrentschrift<\/a>&#8220; lesen zu k\u00f6nnen. Die Originalunterlagen werden nat\u00fcrlich unbesch\u00e4digt wieder r\u00fcckerstattet. Wir legen gr\u00f6\u00dften Wert auf die Einhaltung von Gesetzen, im Speziellen auf das Mediengesetz und das Urheberrecht. Quellenangaben sind uns wichtig und werden wenn gew\u00fcnscht nat\u00fcrlich in den Berichten erw\u00e4hnt. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie kann ich helfen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Es w\u00e4re schade, wenn die Informationen die \u00fcber Deine\/Ihre Gro\u00dfeltern, Urgro\u00dfvater und Verwandten seine alte Fischereiger\u00e4te, Zeichnungen, Bilder, B\u00fccher, Dokumente und handschriftliche Aufzeichnungen nicht mehr genutzt werden. Es w\u00fcrde mich freuen, wenn auch Du\/Sie zum Projekterfolg, der Aufarbeitung der <strong>&#8222;Geschichte um die Fischerei im Salzkammergut&#8220;<\/strong> beitragen wollen. Von der Person, die uns ein interessantes Foto oder Tageb\u00fccher zur Verf\u00fcgung stellen kann, bis hin zu jener Person, die ein gesamtes Thema, wie Architektur von Wehranlagen, zur Geschichte zum Flussbau, alte Pachtvertr\u00e4ge und Fischerkarten von der Oberen Traun und der Ischl, inkl. der Seenfischerei vom Wolfgangsee, Hallst\u00e4tter See, den Gosauseen, Schwarzensee etc. beitragen kann, sind uns alle herzlich willkommen. <\/mark><\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Dr. <strong><a href=\"https:\/\/regiowiki.at\/wiki\/Gustav_Brachmann\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gustav Brachmann<\/a><\/strong>&nbsp;(*&nbsp;28. Mai&nbsp;1891&nbsp;in&nbsp;Liebenau (Ober\u00f6sterreich); \u2020&nbsp;20. Juli&nbsp;1966) der ein \u00f6sterreichischer Jurist,&nbsp;Beamter&nbsp;und&nbsp;Heimatforscher war und seinen Lebensabend nach dem Krieg bis zu seinem Tod sogar in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neukirchen_(Gemeinde_Altm%C3%BCnster)\">Neukirchen bei Altm\u00fcnster<\/a> verbrachte hat, wie folgt die fischereiliche Geschichte aufgearbeitet:<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Historische Zust\u00e4ndigkeiten die man kennen sollte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier habe ich in der Geschichte etwas ausholen m\u00fcssen. Man muss die regionalen Zust\u00e4ndigkeiten verstehen, zwischen der kirchlichen und der kaiserlichen Situation und den lokalen Erg\u00e4nzungen die durch &#8222;Libellen&#8220; f\u00fcr das Salzkammergut geregelt waren. Damit bekommt man auch ein Verst\u00e4ndnis auch \u00fcber die heute noch g\u00fcltigen Zust\u00e4ndigkeiten, z.B. dessen, dass die Verantwortung der \u00d6BF Forstbetriebe Ebensee bis zur &#8222;Kesselbachbr\u00fccke&#8220; liegt. D.h. vom Kloster Traunkirchen gesteuert waren. Hingegen die \u00d6BF Bad Goisern heute noch die Rechte von &#8222;Wildenstein&#8220; verwalten.        <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1418 &#8211; Fischereiordnung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammenfassung von Dr. Gustav Brachmann <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte der Fischerei ist in den einzelnen \u00f6sterreichischen Bundesl\u00e4ndern noch nicht gleich weit erforscht. Und doch bietet sich darin, abgesehen vom rein Fachlichen, eine F\u00fclle rechtsgeschichtlich wie wirtschaftsgeschichtlich bedeutsamen Stoffes. Im nachstehenden soll ein bescheidener Beitrag dazu gebracht werden. Vom Ende des Mittelalters herauf bis an die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert waren es die sogenannten Taidinge \u2014 wir d\u00fcrften sagen Polizeiverordnungen oder Ortssatzungen \u2014 die uns \u00fcber die Handhabung des Fischereirechtes bemerkenswerte Aufschl\u00fcsse geben. Sie tragen begreiflicherweise die Merkmale des allgemeinen gesellschaftlichen Aufbaues jener Zeit, das hei\u00dft, sie fu\u00dften, soweit es sich nicht um landesf\u00fcrstliche St\u00e4dte oder M\u00e4rkte handelte, auf dem Grunde des Untert\u00e4nigkeitsverh\u00e4ltnisses. In den H\u00e4nden eines weltlichen oder geistlichen Grundherrn lag also auch die Fischwaid, wenngleich sie meist nicht mit jener Ausschlie\u00dflichkeit gehandhabt zu werden pflegte, wie etwa der Wildbann. Im nachstehenden sind den Taidingen der einzelnen Orte die Jahreszahlen beigef\u00fcgt, wann die bis dahin blo\u00df herk\u00f6mmlichen Gewohnheitsrechte schriftlich niedergelegt worden waren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die \u00e4lteste Fischerei-Ordnung von Ober\u00f6sterreich<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammenfassung von Dr. Gustav Brachmann &#8211; Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Fischerei in \u00d6sterreich (I)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fischereiordnung vom Allerheiligenabend des Jahres 1418, die \u00e4lteste uns erhaltene Fischereiordnung Ober\u00f6sterreichs \u00fcberhaupt, bezog sich zwar nur auf die <strong>sogenannte Untere Traun<\/strong>, das hei\u00dft, die Strecke zwischen Stadl\/Lambach und der Einm\u00fcndung dieses Flusses in die Donau, hat aber gleichwohl Fischerei Kudlich dar\u00fcber hinaus ihre namhafte allgemeine Bedeutung. Zweimal schon war sie Gegenstand der Besprechung. Erstmalig ver\u00f6ffentlichte diese \u201eStatuta piscatorum apud Truna\u201c (1) in &#8222;Fischerei-Ordnung f\u00fcr die Traun&#8220; von Pius SCHMIEDER in seinen \u201eBeitr\u00e4gen zur Landeskunde von Ober\u00f6sterreich\u201c, das zweite Mal fand sie eine weit eingehendere Betrachtung bei Dr. Arthur Maria SCHEIBER: <strong>\u201eZur Geschichte der Fischerei in Ober\u00f6sterreich\u201c <\/strong>(5). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer die SCHMIEDERsche Darstellung an Umfang und Gehalt weit \u00fcbertreffenden Aush\u00f6hlung zieht SCHEIBER zur Erkl\u00e4rung der fischereirechtlichen wie auch der fischereitechnischen Verh\u00e4ltnisse an der Traun zur Zeit des ausgehenden Mittelalters insbesondere Lambacher Stifts-Urbare (4) heran. So gelingt es ihm vor allem, die bei SCHMIEDER noch ganz unklaren Begriffe der in der eingangs genannten Fischerei-Ordnung immer wiederkehrenden Ausdr\u00fccke <strong>\u201eferter und steckwaider\u201c<\/strong> sinnf\u00e4llig und \u00fcberzeugend zu trennen und zu deuten. Schon im Aufsatz <strong>\u201eBeitr\u00e4ge zur Geschichte der Fischerei \u00d6sterreichs\u201c<\/strong> (5) wurde die Bedeutung hervorgehoben, die in fr\u00fcheren Jahrhunderten bei der Strom- und Fluss Fischerei den verschiedenen Fachwerken (Flechtwerken) in und neben dem Stromstrich zukam. Solche ausschlie\u00dflich der Fischerei dienende und \u2014 trotz immer wiederholter Erneuerung und vielleicht auch innerhalb k\u00fcrzester Strecken gelegentlich etwas wechselnder Ausrichtung \u2014 als st\u00e4ndig anzusprechende Bauten lie\u00dfen sich einerseits nur in noch v\u00f6llig ungeregelten Gew\u00e4ssern erkl\u00e4ren, andererseits auch nur bei solchen Verh\u00e4ltnissen \u00f6ffentlich-rechtlich einigerma\u00dfen ertragen. Dass sie trotzdem schon damals, als doch die Fahrtrinne noch eine oft mehrmals des Jahres, fast sicher aber nach jedem Hochwasser wechselnde war, eine st\u00e4ndige Erschwernis f\u00fcr die Schifffahrt darstellen mussten, liegt auf der Hand. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade in der Traun, dem durch Jahrhunderte bis zum Bau der Pferdeeisenbahn lebenswichtigen Verbindungswege zur Ausbringung des Salzes aus dem <strong>kaiserlichen Kammergute, wurden diese Fachwerke der Fischer von den Schiffsleuten wie ein Dorn im Fleische empfunden.<\/strong> Es ist verst\u00e4ndlich, dass die Fischereiberechtigten, weltliche und geistliche Gro\u00dfgrundbesitzer, die Fischerei damals nicht pers\u00f6nlich aus\u00fcbten. <strong>Das Fischen als vornehmer Sport beginnt ja eigentlich erst mit dem 19. Jahrhundert. <\/strong>Fr\u00fcher bot das Weidwerk in dieser Hinsicht Abregung und Abwechslung genug. Es galt also den Fischereiberechtigten nur, die von Fischreichtum noch strotzenden Gew\u00e4sser \u00fcber den kaum begrenzbaren eigenen K\u00fcchenbedarf hinaus wirtschaftlich, d. h. durch Verkauf der Beute, zu n\u00fctzen Dazu brauchte man Leute, die die Fische fingen. Bedienstete des eigenen Haushaltes hierzu auszuschicken, w\u00e4re viel zu umst\u00e4ndlich gewesen. Nichts lag n\u00e4her, als mit den Fischf\u00e4ngen in den entsprechenden Strecken entlang der Ufer grunds\u00e4ssige Untertanen zu betrauen oder solche eigens dazu mit kleinem Grundbesitz dort \u201eanzustiften\u201c, das hei\u00dft, als \u201eGrundholde\u201c sesshaft zu machen. Mit einem gewissen Anteil \u2014 der nat\u00fcrlich auch weit \u00fcber ihren eigenen Verzehr hinausging \u2014 am Fang beteiligt, war nicht nur eine Bindung dieser Leute in Bezug auf ihre Dienstleistung, sondern auch ein Anreiz f\u00fcr sie gegeben, das Fischwasser mit zu beaufsichtigen. Das Mittelalter war dem Gedanken genossenschaftlichen, wo nicht gar fast b\u00fcrgerschaftlichen Gesch\u00e4ftstreibens \u00fcberaus ergeben. So nimmt es nicht wunder, dass die Fischwaid im weiteren Sinne, also die Fischereiberechtigung \u00fcberhaupt, von den mit dem Fange Betrauten \u2014 das waren die Voll-Fischer oder \u201eFerter\u201c &#8211; in den ihnen zugewiesenen Strecken zu zweien und zweien ausge\u00fcbt wurde. Die ihnen zugeteilte Strecke war die Fischwaid im engeren Sinne oder \u201eFeite\u201c. Einem Ferterpaare standen zwei Ferte zu. Erst im 16. Jahrhundert rechnete man ihrer viere f\u00fcr zwei Ferter. Obgleich alle Ferter v\u00f6llig gleichberechtigt waren, wurde solch ein Ferterpaar nach au\u00dfen doch nur durch einen von ihnen vertreten, den man den \u201eFischmeister\u201c hie\u00df. Sonst hatte dieser in der Fischerei-Ordnung von 1418 wie auch in zahlreichen anderen Archivalien h\u00e4ufig wiederkehrende Ausdruck nichts zu bedeuten. Eine solche Ferte oder Fischwaid im engeren Sinne war \u00fcbrigens mit Zustimmung der Grundherrschaft auch vererb-, unter Umst\u00e4nden selbst unter Lebenden \u00fcbertrag- und auf eine halbe, eine Drittel- oder eine Viertelfert teilbar. Jedweder Untertan hatte bekanntlich ehemals f\u00fcr den Genuss seiner Liegenschaft oder die Aus\u00fcbung einer bestimmten Berechtigung \u2014 sie mochte welcher Art immer sein \u2014 an seine Grundherrschaft ein entsprechendes Entgelt zu leisten: bald war es bare M\u00fcnze, bald eine Abgabe in Naturalien, bald eine Arbeitsverrichtung mit Hand- oder Zugdienst. Auch die Fertfischer hatten au\u00dfer barem Geld vor allem eine sehr betr\u00e4chtliche Abgabe an von ihnen gefangenen Fischen abzuliefern. Das Lambacher Urbar von 1463 verzeichnet diese Dienste sehr genau: es unterscheidet einen \u201egro\u00dfen\u201c und einen \u201ekleinen\u201c Fischdienst, jenen von edlen, diesen von minderen Fischen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"386\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/HAH_Expor-33-22.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1758\" style=\"width:827px;height:638px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/HAH_Expor-33-22.jpg 500w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/HAH_Expor-33-22-300x231.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Entwicklung der Fische als Lebensmittel<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zusammenfassung von Dr. Gustav Brachmann &#8211; Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Fischerei in \u00d6sterreich (II)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fluss Fischerei spielte in Mitteleuropa ehemals eine wirtschaftlich sehr bedeutende Rolle. Das wurde erst im Laufe des 19. Jahrhunderts anders. Die bis in die Mittel- und Kleinst\u00e4dte, M\u00e4rkte und abgelegenen T\u00e4ler sich ausbreitende Industrie, vor allem aber die besonders durch die Dampfschifffahrt bedingte Regelung der Str\u00f6me und schiffbaren Fl\u00fcsse, die die vordem un\u00fcbertrefflichen Laich-, Entwicklungs und Lebensbedingungen der Fische gr\u00f6\u00dftenteils vernichtete, haben das Bild erst sosehr zum Nachteil der Binnenfischerei ver\u00e4ndert. Wer sich von uns \u00c4lteren an die Jahre vor dem ersten Weltkrieg erinnert, die im Verh\u00e4ltnis zu den nachfolgenden Jahrzehnten als eine Zeit durchschnittlich hohen Volkswohlstandes gelten d\u00fcrfen, der wei\u00df aber auch, dass die Nachfrage nach Flussfischen, selbst edler Art, zumindest in \u00d6sterreich damals keine allzu rege war. Die Preisfrage stand dabei erst an zweiter Stelle. Es war vielmehr eine \u00c4nderung in der Geschmacksrichtung gegen\u00fcber fr\u00fcheren Jahrhunderten eingetreten, die ja auch in der weitverbreiteten Ablehnung der damals beginnenden Seefisch-Einfuhr ihren Ausdruck fand. Der Kulturgeschichte sind solche Wandlungen der Gaumenneigungen (man denke z. B. nur an die jahrhundertelang beliebten W\u00fcrzweine) nichts Neues. Dazu kamen bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts die in den breiten Schichten der Bev\u00f6lkerung viel strenger beachteten Fastengebote, die eine starke und sozusagen geregelte Nachfrage nach Fischen zwangsl\u00e4ufig zur Folge hatte. Da man ehemals (man mache z. B. nur einen Blick in alte Kochb\u00fccher oder nehme Einblick in Haushaltsrechnungen oder Kostenverzeichnisse \u00fcber b\u00fcrgerliche, geschweige h\u00f6fische Gastereien vergangener Jahrhunderte) in den Vergleichen zu heute in den meisten Gesellschaftskreisen und St\u00e4nden geradezu v\u00f6llerisch lebte, fiel das beim Absatz an Fischen begreiflicherweise auch mengenm\u00e4\u00dfig stark ins Gewicht1). So sind denn die immer wiederkehrenden marktpolizeilichen Gebote zu verstehen, die den Berufsfischern die Deckung des jeweiligen \u00f6rtlichen Bedarfes geradezu zur Betriebspflicht machten. Dass gleichwohl die Nachfrage mitunter \u00fcber das Angebot hinausging, erhellt unter anderem daraus, dass neben den Frischfischen schon seit Jahrhunderten auch der gesalzene und der ger\u00e4ucherte Seefisch seine Liebhaber und Abnehmer hatte, daher in jeder Stadt und in gr\u00f6\u00dferen M\u00e4rkten eine von den Fragnern (Grei\u00dflern, Gemischtwarenh\u00e4ndlern) gef\u00fchrte, landg\u00e4ngige Ware war. Es handelte sich da \u2014 z. B. schon im .16. Jahrhundert \u2014 zumeist um den Hering, den Stockfisch, den ,,Plateis\u201c oder Blattfisch (die Scholle) und den Lachs. Als 1730 ein Mauthausner Fleischer zugleich den Heringshandel betreiben wollte, musste er sich f\u00fcr eines der beiden Gewerbe entscheiden, da zweierlei zusammen nicht betrieben werden durften. Nach einer Ordnung von 1552 galt in Mauthausen auf Heringe eine Niederlagsgeb\u00fchr von 2 Pfennig je Tonne. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Vergleich ist es unerl\u00e4sslich, ein paar Preise anzuf\u00fchren. So kostete z. B. im Jahre 1754 in einer ober\u00f6sterreichischen Landstadt <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>1 Pfund Karpfen 6 Kreuzer (kr), <\/li>\n\n\n\n<li>Rutten 18 kr. und <\/li>\n\n\n\n<li>Hechte 21 kr., <\/li>\n\n\n\n<li>w\u00e4hrend man um einen Kreuzer 3 bis 4 Heringe bekam; <\/li>\n\n\n\n<li>zur selben Zeit kostete das Pfund Rindfleisch 2\/4 kr.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br \/>Es liegt nahe, dass sich angesichts eines so bedeutenden Umsatzes an Fischen die Markt- als Lebensmittel- und Gesundheitspolizei bald recht angelegentlich mit der \u00dcberwachung befasste. Schon nach dem alten Stadtrecht f\u00fcr B\u00f6hmen und M\u00e4hren (1579) hatten die Beschauer (\u201eagoranome\u201c) Einfuhrfische, insbesondere in F\u00e4ssern eingesalzene Heringe, Hechte, St\u00f6re, Blausen und dergleichen zu beschauen, faulige Ware zu vertilgen, den H\u00e4ndler zu strafen. Verordnungen vom 2. M\u00e4rz 1744, 12. Februar 1752 und 9. September 1791 sowie Polizeiverordnungen f\u00fcr die \u00d6sterreichischen Erblande von 1786, 1787, 1791 und 1795 sch\u00e4rften ein, dass verendete und abgestandene Fische nicht feilgehalten werden durften; sie waren vielmehr durch die Obrigkeit zu beschlagnahmen und zu vernichten. Nach \u00e4lteren (Wiener) Marktordnungen musste in einem solchen Fall der H\u00e4ndler mit dem toten Fisch in der Hand auf der sogenannten Schandb\u00fchne (dem Pranger) stehen; der K\u00e4ufer aber musste sein Geld zur\u00fcckbekommen. Nach einer Verordnung vom 4. M\u00e4rz 1755 durften in Teichen erfrorene Fische nicht verkauft werden, sondern waren, mit Kalk bestreut, tief zu vergraben. Eine Hofentschlie\u00dfung vom 12. Dezember 1753 hatte die obigen Verbote allerdings dahin gemildert, dass erst k\u00fcrzlich abgestandene Fische noch verkauft werden durften, solange das Fleisch bei den Flossen noch k\u00f6rnig und rot, nicht aber, wenn es schon wei\u00dflich und weich war. Nach der Wiener Marktordnung vom 14. April 1750, \u00a7\u00a7 32 und 48, durften keine fauligen Fische oder Schalentiere verkauft werden. Die Marktaufseher hatten in den Gew\u00f6lben der H\u00e4ndler nachzusehen, bedenkliche Ware zu beschlagnahmen und in Gegenwart des Eigent\u00fcmers zu vertilgen. Der aber musste zur Strafe soviel Groschen als faule Muscheln, soviel Siebener als faule Austern und bei Fischen das Zehnfache des Verkaufspreises zahlen. Laut kaiserlichen Patentes vom 21. M\u00e4rz 1771 durften weder die Fischer und ihre Knechte noch auch die Fischh\u00e4ndler \u201eedle Brut\u201c, also keinen Hecht, Schiel, Sander, Huchen, Karpfen und dergleichen unter 3\/4 Pfund Gewicht, Rutten, Aalraupen, Schleien, Zinge, Perschlinge und dergleichen nicht unter1\/4 Pfund Gewicht fangen oder feilhalten. Auf \u00dcbertretung standen 12 Taler (TI) Strafe. Nach der &#8222;Wiener Marktordnung vom 6. Mai 1772 mussten die Fische, ehe sie auf die Waagschale kamen, erst \u201egest\u00fcrzt\u201c werden, \u201esonst w\u00fcrde das Wasser den K\u00e4ufer theuer zu stehen kommen\u201c. Schlie\u00dflich verbot noch die Verordnung vom 30. J\u00e4nner 1793 den Fischweibern, ihre Ware \u201enach dem Gesicht\u201c, also ohne W\u00e4gung, zu verkaufen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Im 13. Jahrhundert war es das Ischl Land<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Salzkammergut wurde im 13. Jahrhundert, urspr\u00fcnglich als <strong>\u201eIschl Land\u201c<\/strong> bezeichnet, hatte bereits im Mittelalter den Charakter einer \u201esalinen\u00e4rarischen Kolonie von eigenem Gepr\u00e4ge\u201c; 1514 brachte Kaiser Maximilian I. die Salzgewinnung und den Salzhandel in seine Hand. \u201eWeil das Salzkammergut ein so wichtiges Wirtschaftsgebiet und eine so bedeutende Quelle der f\u00fcrstlichen Finanzen war, baute man es mit Hilfe einer gut funktionierenden inneren Organisation zu einem Staat im Staate aus. An der Spitze der Organisation fungierte der Salzamtmann.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"831\" height=\"309\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-44.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10940\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-44.png 831w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-44-450x167.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-44-680x253.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 831px) 100vw, 831px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bachforelle, Ausschnitt aus der &#8222;Fischtafel&#8220; aus dem Fischbuch von anno 1506 <br \/>(Quelle: Wiener Stadt- und Landesarchiv) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1504-1506 &#8211; das Fischereibuch &#8211; Vischordnung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon bald nach dem Tode Erzherzog Sigmunds ging der damalige Fischmeister daran, eine Zusammenstellung der Fischwasser anzufertigen. <strong>Eine Urkunde aus der Zeit um 1500 ist erhalten geblieben.<\/strong> Es werden darin die Teiche, Weiher und gr\u00f6\u00dferen Teichanlagen als sogenannte Ablass Seen bezeichnet, und neben Wildseen, B\u00e4chen und Fl\u00fcssen mit den darin vorkommenden Fischarten unter Angabe, nach wieviel einem Jahr die Teichanlagen abzufischen w\u00e4ren, aufgezeigt. Kaiser Maximilian I. der kunstfreudige und naturverbundene Herrscher hat uns neben einer Reihe anderer aufschlussreicher und interessanter Schriften ein kulturhistorisch und <strong>besonders fischereilich bedeutsames Werk in seinem Fischereibuch hinterlassen,<\/strong> das neben der Aufz\u00e4hlung aller landesf\u00fcrstlichen Fischwasser Angaben \u00fcber Fischarten und Methoden des Fischfanges macht, bereichert durch eine Reihe aufschlussreicher Bilder. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Eine&nbsp;<em>Vischordnung<\/em>&nbsp;seines Vaters Friedrich angelehnte Fischereiordnung.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Fischereibuch des Kaisers Maximilian I.<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"277\" height=\"340\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-45.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10950\" style=\"width:527px;height:647px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-45.png 277w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-45-261x320.png 261w\" sizes=\"auto, (max-width: 277px) 100vw, 277px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <strong>Maximilian I.<\/strong>&nbsp;(geb\u00fcrtig&nbsp;<em>Erzherzog Maximilian von \u00d6sterreich<\/em>; &nbsp;22. M\u00e4rz&nbsp;1459&nbsp;auf der&nbsp;Burg in Wiener Neustadt,&nbsp;Nieder\u00f6sterreich; \u2020&nbsp;12. J\u00e4nner&nbsp;1519&nbsp;auf&nbsp;Burg Wels,&nbsp;Ober\u00f6sterreich)&nbsp; <br \/>(Quelle: Wikipedia)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Fischereibuch Maximilians I. von Habsburg aus dem Jahre 1504<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Fischereibuch Maximilians I. von Habsburg aus dem Jahre 1504, <\/strong>geschrieben vom<strong> Jagdschreiber Wolfgang Hohenleiter<\/strong>, ist eines der \u00e4ltesten erhaltenen gebliebenen B\u00fccher \u00fcber die <strong>Bewirtschaftung von Fischgew\u00e4ssern<\/strong>. Es ist selbst nach mehr als einem halben Jahrtausend immer noch von Bedeutung und Interesse. Kaiser Maximilian I. war nicht nur ein gro\u00dfer Ritter und Herrscher, sondern auch ein begeisterter J\u00e4ger und Fischer. Unter ihm kam es zu intensiven Bem\u00fchungen um Besatz, Hege, und Nutzung der Fischbest\u00e4nde. Motiv f\u00fcr diese Ma\u00dfnahmen war einerseits die Freude am Fischfang, andererseits die Nutzung der Fischbest\u00e4nde f\u00fcr die Verpflegung des Landesherrn und seines Gefolges. Das Original befindet sich heute in der \u00d6sterreichischen Nationalbibliothek in Wien (Codex 7962). Das historisch wertvolle Buch ist nicht nur f\u00fcr Angler und Fischer interessant, sondern auch f\u00fcr Gew\u00e4sserbewirtschafter und Biologen, sowie Historiker und Kunstliebhaber. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ischl Land &#8211; Kammergut &#8211; Salzkammergut<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den \u00f6sterreichischen Alpenl\u00e4ndern waren es die Landesf\u00fcrsten als Grundherren, welche die Erzeugung und den Vertrieb des Salzes an sich zogen oder unter ihre Botm\u00e4\u00dfigkeit brachten. Diese Ver\u00e4nderungen haben nicht allerorts zu gleicher Zeit und in gleicher Weise stattgefunden; beglaubigte Nachrichten hier\u00fcber sind selten. Nach A. Zycha werden in der Raffelst\u00e4tter Zollordnung (etwa 903) Salzschiffe aus dem <strong>Traungau <\/strong>erw\u00e4hnt, woraus vermutet werden kann, dass schon in der ausgehenden Karolinger Zeit eine Salzerzeugungsst\u00e4tte an der <strong>oberen Traun<\/strong> bestanden hatte, die so ergiebig war, dass ganze Schiffladungen von Salz ausgef\u00fchrt werden konnten. Wo sich diese befand, ist unbekannt. Auch zur Rudolf von Habsburgs Zeit fand ein <strong>Salzzillenverkehr auf der Traun von Laufen abw\u00e4rts statt<\/strong>, der seinen Ausgangspunkt wahrscheinlich doch in Hallstatt gehabt haben d\u00fcrfte. Zu gleicher Zeit mag auch in Pfandl bei Ischl eine kleine Saline bestanden haben, wenn auch urkundliche Beweise hief\u00fcr fehlen. Doch deuten der Ortsname und andere Bezeichnungen, wie Pfandlwirt, Mitterpfandl, Pfandlau, Pfandlleiten und das Vorhandensein der noch heute schwach salzhaltigen Maria Luisenquelle in dieser Gegend darauf hin. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Reformationslibell<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste, vollst\u00e4ndig bekannte Salzwesensordnung f\u00fcr Hallstatt, die erste Reformationslibell, stammt aus dem Jahre 1524, zu Anfang der Regierung Ferdinand I. Libelle waren kleine B\u00fcchlein (lateinsch Liber = das Buch) die Sammlungen von Texten enthielten. Genau das waren auch die Reformationslibelle. Mit Fug und Recht kann man die Reformationslibelle von 1524; 1563 und 1656 auch als Grundgesetz des Salzkammergut bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"603\" height=\"810\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/image-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-20573\" style=\"width:838px;height:1126px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/image-3.png 603w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/image-3-238x320.png 238w\" sizes=\"auto, (max-width: 603px) 100vw, 603px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Betretungsverbot f\u00fcr das Salzkammergut<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Reformationslibell von 1656 wurde gleichzeitig die Abschottung der Region nach au\u00dfen festgeschrieben. Die Saline konkurrierte auf dem internationalen Markt, man wollte tunlichst seine Betriebsgeheimnisse wahren. Die Verf\u00fcgung, \u201edass niemand fremder und unbekannter ohne des Hofschreibers oder Marktrichters wissen beherbergt werde, formulierte das viel zitierte <strong>\u201eBetretungsverbot\u201c des Salzkammergutes<\/strong>. Die Region war f\u00fcr Fremde fortan weitestgehend abgeschlossen, wer sie bereisen wollte, der musste sich beim Salzoberamt in Gmunden oder beim Verwesamt in Hallstatt einen Pass besorgen. <strong>Dieser Anachronismus wurde erst 1825 mit dem aufkommenden B\u00e4derwesen abgeschafft.<\/strong> Von Bedeutung ist auch das Ansiedlungsverbot f\u00fcr Adelige: \u201eSolle einiger nobilitierter Persohn im Cammergut sich niederzulassen ohne unser Special Vorwissen nicht erlaubt seyn, zumahlen es die Erfahrnheit gezeigt, dass hiedurch kein Nutzen, sondern vielmehr Schaden tue erwachsen. Wann aber einer solchen Persohn solche Spezial Concession gn\u00e4digst ertheilt wurde, so wollen wir, dass solche Persohnen sich dem Salzamtmann dahin unterw\u00fcrfig zu machen haben &#8230;\u201c Deswegen herrschte in der Region \u00fcber Jahrhunderte reiner Zweck- und Nutzbau vor. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Soziale Situation zwischen 16. und 18. Jahrhundert<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Kammergut konnte sich selbst nicht ern\u00e4hren und musste <strong>mit Ausnahme der Fische<\/strong> alle wichtigeren Lebensmittel von ausw\u00e4rts beziehen. Nach dem Getreide war es vornehmlich das Fleisch, dessen ausreichende und billige Beschaffung f\u00fcr die landesf\u00fcrstliche Regierung ein wichtiges Ziel war. Das Brotgetreide wurde als Gegenfracht auf den entleerten Salzzillen billig ins Kammergut gebracht, weil es als kaiserliches Gut von allen Abgaben w\u00e4hrend des Transports freiblieb.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kurze Fischereigeschichte des Erzstiftes Salzburg<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Hans Freudlsperger <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach \u00e4lterem deutschem Recht war die Fischerei in den gr\u00f6\u00dferen Fl\u00fcssen frei. Auf allen \u00fcbrigen Gew\u00e4ssern stand sie den Grundherren zu. Erst mit der Ausbildung der Landeshoheit im 12. und 13. Jahrhundert beanspruchten die Territorialherren das Obereigentum \u00fcber alle Gew\u00e4sser und ein ausschlie\u00dfliches Fischereiregal. Dass auch bei den G\u00fctern des Erzbischofs, die er durch Schenkung, Legat oder Tausch erwarb, das Fischereirecht nur ein Ausfluss des freien Eigens war, ergibt sich aus den erhaltenen Schenkungsbriefen, Tauschvertr\u00e4gen und Privilegien des Erzstiftes aus dem 9. bis 11. Jahrhundert, in denen die Grundst\u00fccke mit den Pertinenzen unter der nahezu stereotypen Formel <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">\u201ecum mancipiis utriusque sexus, areis, villis, aquis aquarumque decursibus, piscationibus, silvis venationibus et omnibus appendiciis\u201c <\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">an den Erzbischof \u00fcbertragen wurden, und die klar erkennen lassen, dass Fischerei ebenso wie Wasser, Weide, Wald und Jagd als Ausfl\u00fcsse aus dem freien Eigen betrachtet wurden. Ebenso war es z. B. mit den Schenkungen an das Domkapitel und an andere Grundherren. Auch in neuerer Zeit war man sich dieser Rechtslage noch bewusst. Unmittelbar nach der durch Erzbischof Matth\u00e4us Lang bewirkten S\u00e4kularisation des Domkapitels (1514) wurde das Amt eines Fischmeisters errichtet, dass einem Domherrn verliehen und vom Jahre 1520 angefangen bis zur Aufl\u00f6sung des Domkapitels (1807) ununterbrochen besetzt wurde. Noch im Jahre 1786 schreibt J. B. Huber, dass Jagdbarkeit und Fischereien* 2) im Lungau teils hochf\u00fcrstlich, teils domkapitlisch seien. Erstere teilen in ihren Bezirken die Pfleger als einen Teil ihres Einkommens, letztere werden von den domkapitlischen Beamten verwaltet und verrechnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahre 1686 riet die Hofkammer davon ab, die von den St\u00e4nden bezeichneten Schl\u00f6sser nebst den dazugeh\u00f6rigen \u00c4ckern und Wiesen zu Lehen zu geben oder auf eine andere Art zu ver\u00e4u\u00dfern; denn<br \/>wenn sich ein Lehensmann oder ein K\u00e4ufer f\u00e4nde, so w\u00fcrde jeder verlangen, dass man ihm auch den dazugeh\u00f6rigen Forst<em>, Jagd<\/em> und Fischereigerechtigkeit usw. verleihe, was zu neuen Streitigkeiten Anlass geben w\u00fcrde<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausbildung des Fischereiregals im Lande Salzburg l\u00e4sst sich auf das Zusammenwirken dreier Ursachen zur\u00fcckf\u00fchren. Vor allem war es f\u00fcr die Rechte des Erzbischofs sehr g\u00fcnstig, dass nach dem Aussterben der meisten vasallitischen und anderer edler Geschlechter des Landes die Erzbisch\u00f6fe den gr\u00f6\u00dften Teil des Grundes und Bodens im Lande erworben hatten und demnach selbst die gr\u00f6\u00dften Grundherren im Lande waren. Es waren die G\u00fcter, Leute, Gerichte und Vogteien, welche diese alten Familien besa\u00dfen, fast durchwegs erzstiftliche Lehen, und so fielen viele und die betr\u00e4chtlichsten davon wiederum an die Erzbisch\u00f6fe und ihre Kammer zur\u00fcck. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neuerworbenen Grundherrschaften wurden von den f\u00fcrstlichen Beamten verwaltet, die auch die Gerechtsame der Erzbisch\u00f6fe und insbesondere auch die Fischereirechte, welche denselben innerhalb ihrer Grundherrschaften zustanden, kr\u00e4ftigst sch\u00fctzen konnten. Hand in Hand mit der Ausbreitung des Grundbesitzes der Erzbisch\u00f6fe ging ihr Bestreben, die landesherrliche Vogtei auch \u00fcber Angeh\u00f6rige fremder Grundherrschaften auszudehnen, und wie trefflich dieses Streben den Erzbisch\u00f6fen gelungen ist, zeigt die Tatsache, dass bereits im 17. Jahrhundert die Gerichtsbarkeit der Grundherren nahezu g\u00e4nzlich gebrochen war, dass nur wenigen Stiftern, Familien und Erb\u00e4mtern eine Jurisdiktion im weiteren Sinne zugestanden wurde, dass auch die beschr\u00e4nkten Jurisdiktionsrechte der sogenannten Hofmarksherren sich in \u00f6rtlich sehr engen Schranken hielten und das Justiz und Polizei nahezu im ganzen Erzstift von landesherrlichen Beamten verwaltet wurden, welche nach und nach in immer gr\u00f6\u00dferem Umfange die Gesch\u00e4fte der grundherrlichen Beamten des Erzstiftes an sich zogen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beg\u00fcnstigt durch das seit dem 16. Jahrhundert eingedrungene r\u00f6mische Recht und in der Folge gew\u00f6hnten sich die Erzbisch\u00f6fe immer mehr daran, sich ein allgemeines Fischereiregale im ganzen Lande beizulegen, und Erzbischof Johann Ernst bestand im Jahre 1687 darauf, von jedem, der die Fischerei entgegen dem allgemeinen Regale aus\u00fcben wollte, den Beweis des speziellen Rechtstitels zu verlangen, der in den meisten F\u00e4llen urkundlich gar nicht geliefert werden konnte, da das Fischereirecht Urspr\u00fcnge lieh ja nicht gesondert, sondern nur im Zusammenh\u00e4nge mit dem echten Eigen erworben worden war. Auch daf\u00fcr liegen wieder Beweise vor. Erzbischof Matth\u00e4us Lang stellte den Grundsatz auf, dass Wildbann und Fischerei niemandem sonst als ihm und seinem Gotteshause zugeh\u00f6ren. In die Entw\u00fcrfe einer Landesordnung sprach er unter dem Artikel \u201eJagen und Fischen\u201c aus: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">\u201eDieweil die Gejaid und Fischereien ein Anhang unserer landesf\u00fcrstlichen Obrigkeit und von alters allweg \u00fcber aller Menschen Ged\u00e4chtnis in dem Bann gewesen, auch uns in dem j\u00fcngsten Herzogs Ludwig von Bayern Vertrag Vorbehalten sein, so behalten wir als Herr und Landesf\u00fcrst uns die nochmals bevor etc. An welchen Orten auch bisher die W\u00e4sser oder B\u00e4che zu fischen frei gewesen sein, dabei soll es hinf\u00fcran auch bleiben und darin keine Neuerung gemacht werden.\u201c<\/mark><\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fischereirechte der Herrschaft Wildenegg<\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Stifte Mondsee, dem das Erzstift die Herrschaft Wildenegg verkauft hatte, bestritt der Erzbischof im Jahre 1689 auf Grund des Fischereiregales die zur Herrschaft Wildenegg geh\u00f6rigen Fischereirechte. Seitdem das Benedikttinerstift Mondsee die Herrschaft Wildenegg zuerst gepachtet, dann vom Erzstift gekauft hatte, entstanden zwischen dem Erzstifte Salzb\u00fcrg und dem Stifte Mondsee viele und langwierige Streitigkeiten teils \u00fcber die Grenzen und teils \u00fcber Jagd- und Fischereigerechtigkeiten. Um denselben, nachdem sie schon mehr als hundert Jahre angedauert hatten, endlich ein Ende zu bereiten, wurde \u00fcber alle strittigen Punkte ein Vergleich geschlossen und dieser am 26. Mai 1689 unterzeichnet. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erzbischof Johann Ernst schlug auch dem Domkapitel die Abtretung aller domkapitlischen Gr\u00fcnde samt Jagd und Fischerei gegen Zahlung einer Geldrente vor. Dass es demnach den Erzbisch\u00f6fen, die zugleich die gr\u00f6\u00dften Grundherren im Lande waren, welche die Jurisdiktion s\u00e4mtlicher anderen Grundherren im Lande bis auf geringe Reste beseitigt hatten, und deren Beamte zugleich die Hoheitsrechte des Landesherrn zu wahren hatten, nicht schwer fallen konnte, das Fischereiregale gegen\u00fcber dem Pr\u00e4laten<em>, Herren<\/em> und Ritterstande \u2014 der Untertanen gar nicht zu gedenken \u2014 aufrecht zu erhalten, ist nach dem dargestellten Sachverhalte wohl zu begreifen, und die angef\u00fchrten Tatsachen beweisen es auch, dass die Erzbisch\u00f6fe nach Kr\u00e4ften bestrebt waren, das Fischereiregal den Grundherren gegen\u00fcber, welche den Zusammenhang des Fischereirechtes mit ihrem Eigen vielfach au\u00dfer Augen verloren hatten, geltend zu machen. Konnten nun nicht einmal die Grundherren des Landes die Fischereirechte dem Regale des Landesherrn gegen\u00fcber aufrechterhalten, so war es umso begreiflicher, dass die h\u00f6rigen Bewohner des Landes in den Weist\u00fcmern stets das Fischereirecht als ausschlie\u00dfliches Recht des Landesherrn, als \u201efreilediges Eigen\u201c des Landesherrn anerkannten. Zwar hatte noch Erzbischof Matth\u00e4us Lang in dem Entw\u00fcrfe seiner Landesordnung vom Jahre 1526 den Grundsatz ausgesprochen, dass an jenen Orten, an denen die W\u00e4sser und B\u00e4che bisher frei gewesen seien, diese Freiheit auch forthin weiter bestehen und eine Neuerung in dieser Beziehung nicht gemacht werden sollte; merkw\u00fcrdigerweise enthalten aber die bis jetzt bekannten salzburgischen Weist\u00fcmer nur zwei Beispiele von \u201eFreifischereien\u201c, welche zudem nur in den Gerichten Zillertal und Traismauer Vorkommen.<br \/><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit den Inhalten des Fischereiregales stand es keineswegs im Widerspruche, dass einzelne Gemeinden, Korporationen und Genossenschaften und auch einzelne Private vom Landesherrn mit den Fischf\u00e4ngen privilegiert wurden, zumal nicht nur in den Privilegien selbst die Anerkennung des Regales gelegen war, sondern auch der Umfang der Fischereiberechtigung stets enge beschr\u00e4nkt wurde, so dass jeder \u00dcbergriff \u00fcber die Grenzen der Privilegien auf Grund der Urkunden selbst abgewehrt werden konnte. So wurde vom Erzbischof Friedrich V. 1493 den B\u00fcrgern zu Laufen das ausschlie\u00dfliche Fischereirecht \u201ein den Eish\u00e4ppen und Altachen\u201c des Salzachflusses, soweit derselbe im Pfleggerichte Lebenau flie\u00dft, und desgleichen ein Mitfischrecht auch in allen anderen au\u00dferhalb des genannten Pfleggerichtes liegenden \u201eEish\u00e4ppen und Altachen\u201c der Salzach gegen allj\u00e4hrliche, dem Erzbischof darzubringende Ehrung in Edelfischen einger\u00e4umt und dieses Privilegium vom Erzbischof Wolf Dietrich am 18. Mai 1588 best\u00e4tigt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch auf dem Attersee, Mondsee und Irrsee oder Zeller See besa\u00df Salzburg Fischereirechte und nahm Einfluss auf die dortselbst geltenden Fischereiordnungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Abersee, sp\u00e4ter Gillinger und Wolfgangsee<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Abersee, sp\u00e4ter Gillinger und Wolfgangsee genannt, kam auch zu Herzog Odilos Zeiten in den Besitz des Erzstiftes. Aber auch das Kloster Mondsee erhob unter Hinweis auf eine Schenkung Ludwigs des Deutschen, welcher dem Kloster den Teil vom Dietlbach (auch Dittlbach genannt) abw\u00e4rts geschenkt haben soll, auf denselben Anspruch. Die dadurch entstandene Streitfrage kam derart zur L\u00f6sung, dass Salzburg, das Stift Nonnberg, das damals auch im Besitze eines Fischereirechtes war, und Mondsee, je ein Schiff zum Fischfang halten durften. Sp\u00e4ter besa\u00df das Stift acht Urbarsseegen, eine Seegen besa\u00df das Stift St. Peter, w\u00e4hrend Mondsee zwei Seegen inne hatte, n\u00e4mlich die Hofseegen des Pfarrers von St. Wolfgang und die Kuchlerseegen, ehemals im Besitze der Familie der Kuchler. Letztere zwei Seegen lagen innerhalb des Seidenfadens auf dem St. Wolfganger Ufer. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wolfgangsee &#8211; Seeache &#8211; Ischl<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von diesem Seidenfaden spricht die H\u00fcttensteinische Grenzregelung aus dem Jahre 1462: \u201eUnd wo der See in die Ache f\u00e4llt, da soll man schlagen einen Stecken mitten in die Ache und soll einen Seidenfaden daran binden mit dem einen Ende; und soll auch mitten in den Dietlbach einen Stecken schlagen und soll das andere Ende daran binden; und was der Seidenfaden hierin sagt, geh\u00f6rt in die Herrschaft Wildeneck und ist von Alters her so gehalten worden. \u201cDiese Grenzbestimmung gab zu Streitigkeiten Anlass, die sich ohne Unterbrechung durch fast drei Jahrhunderte hinzogen. Im Jahre 1544 wurde zwischen Erzbischof Ernst und dem Abte Sigismund von Mondsee eine Fischordnung f\u00fcr den Mondsee, auch f\u00fcr den Aber- und Irrsee geltend vereinbart, und unter Erzbischof Michael und Abt Jodok im Jahre 1559 wurden mehrere Punkte derselben in einem Vertrag erl\u00e4utert. Man hielt sich jedoch nicht an diesen Vertrag. Die Wolfganger fischten weit \u00fcber den Seidenfaden hinaus und kamen \u00fcber den ganzen unteren See. Wenn ein Fischer der Seeordnung gem\u00e4\u00df dem Fischzug um 12 Uhr mittags versetzte, durfte kein anderer Fischer bis zum Untergang der Sonne in den Zug einfahren. Die Wolfganger k\u00fcmmerten sich nicht darum. Gefischt durfte nur am Montag, Dienstag und Mittwoch werden. Die Wolfganger aber fischten alle Tage und mit Leuten, die gerade nichts Besseres zu tun wussten. Auf diese Weise \u00fcbervorteilten sie die Urbarfischer, fingen einmal zur verbotenen Zeit 600 Reinanken und ein anderes Mal in drei Wochen 1500 Reinanken. Sie versetzten die Ache, gaben den Fischk\u00e4ufern keine Fische, gingen nicht zu den Seerechten; die Wolfganger B\u00fcrger angelten auf die salzburgischen Teile des Sees und damit die Urbars Fischer nicht an die Uferlaichpl\u00e4tze kamen, lie\u00df der Pfarrer von St. Wolfgang eine Ufermauer aus Steinen errichten. Die zur Pfleg H\u00fcttenstein geh\u00f6rigen Urbarfischer sahen diesem Treiben nat\u00fcrlich auch nicht ruhig zu, sondern sie f\u00fchlten sich veranlasst, ebenfalls alle erdenklichen Bosheiten zu ersinnen und auszu\u00fcben. Sie schnitten den Wolfganger Seile und Netze ab, st\u00e4nkerten st\u00e4ndig mit ihnen, wurden dann von diesen wieder verpr\u00fcgelt und vom Marktrichter in den Arrest gesteckt. Ja sogar beim gemeinsamen Suchen nach den Leichen Ertrunkener gab es Streit, wobei der Hofrichter von Mondsee den H\u00fcttensteinschen Fischern zur Verhinderung des Suchens die Seile abschneiden lie\u00df. Wiederholt gab es Verhandlungen wegen genauer Feststellung der beiderseitigen Rechte; doch war kein Wille zur Einigung vorhanden, umso weniger, als der Hofrichter seine Untertanen kr\u00e4ftigst sch\u00fctzte. Beim Fischrecht im Jahre 1692 beantragte der H\u00fcttensteinsche Pfleger eine Neuaufstellung der Marchsteine im Dietlbach und in der Ache und den Verlauf der Grenze vom Dietlbach bis zum P\u00fcrgl und von da erst zur Ache deshalb, weil man vom Dietlbach zur Achenm\u00fcndung nicht sehen k\u00f6nne und dies daher auch keine Grenze sei. F\u00fcr diese Grenze lie\u00df sich jedoch der Pr\u00e4lat von Mondsee nicht \u00fcberreden. So dauerte der Streit fort, bis endlich das Salzburger Hofgericht mit Befehl vom November 1720 endg\u00fcltig die schon bestandene Seidenfadengrenze auch als Fischereirechtsgrenze festsetzte und den eigenen Untertanen bei \u00dcbertretungen die strengsten Strafen androhte. St. Wolfgang wurde allj\u00e4hrlich von Tausenden von allfahrern aus nah und fern besucht und bei diesen fanden die Fische guten Absatz. Es war deshalb naheliegend, dass die Wolfganger Fischer das gr\u00f6\u00dfte Interesse daran hatten, m\u00f6glichst viele Fische zu fangen. Im Jahre 1758 berichtete der H\u00fctten Steinsche Pfleger, \u201edass er sich j\u00fcngst am St. Wolfgangs Fest mit Absicht in das ein und andere Wirtshaus begeben, um die gro\u00dfe Quantit\u00e4t, so auf einen Tag daselbst zusammengebracht worden sei zu sehen, mithin so vielgesehen, dass es mir fast nicht glaublich erscheint, dass der See eine solche Menge f\u00fchrt, woraus zu schlie\u00dfen sei, wenn auf einen solchen Tag eine solche Menge erforderlich sei, was erst das ganze Jahr hindurch konsumiert, weiters vertragen und noch immerhin zur Verpflegung der von den Fischern errichteten Teiche n\u00f6tig sei. Und dieses ist meines Erachtens die gro\u00dfe Ursache, warum der See nicht mehr so fischreich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fischordnung aus dem Jahre 1558 z\u00e4hlt folgende, von Mitfasten bis St. Michael abzuliefernde Fische des Abersees und ihre Preise vom Pfund an: <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Reinanken 16 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Saiblinge 24 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Lachs (Seeforelle), der unter einem Pfund nicht gefangen werden soll, 24 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Bachforellen 20 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Rutten 16 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Hechte 14 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Barben 16 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Wei\u00dffisch 16 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Brachsen 12 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Aiteln 8 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Schleien 8 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Schiede 8 Pfennig,<\/li>\n\n\n\n<li>Lauben 4 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>B\u00e4rschlinge 3 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Haseln 3 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>das Viertel Koppen und Grundeln 32 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>Pfrillen 24 Pfennig, <\/li>\n\n\n\n<li>das Pfund Krebse 24 Pfennig<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reinanken wurden im ganzen See gefangen; der Hauptfangplatz war jedoch im Rieder Winkel. Im 16. Jahrhundert konnte jeder Fischer am See fischen, wann und wo er wollte. Die Lachse (Seeforelle) wanderten in die B\u00e4che auf; bis zur Errichtung der Klause im Jahre 1590 auch in den Seeabflu\u00df, die Ischl. Die Saiblingsz\u00fcge befanden sich bei den Riesen in Lueg und an der Falkensteinwand. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von den Fischma\u00dfen ist bekannt, dass die fangm\u00e4\u00dfige L\u00e4nge, einschlie\u00dflich Kopf und Schwanz bei den:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Brachsen 30.5 Zentimeter und bei den <\/li>\n\n\n\n<li>Reinanken 24.5 Zentimeter betrug. <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gesamtfischdienst aus dem Abersee betrug bis zum Jahre 1778 1701 3\/4 Pfund Saiblinge und 898 Pfund Hechte. Was s\u00e4mtliche Aberseefischer \u00fcber ihre Dienstschuldigkeit und der Herrschaft Notdurft fingen, sollten sie an den Hof abliefern. Die Fische, welche vom Hofzehrgadenamt nicht angenommen wurden, ferner Brachsen und mindere Fische, konnten sie verkaufen. Bis zum Jahre 1770 wurden die Fische durch ein Hoffuhrwerk abgeholt; ab dieser Zeit wurde ein Seeknecht mit der Lieferung beauftragt. Das Sammeln der Fische besorgten vier beeidete Fischk\u00e4ufler, denen bei ihrem Dienstantritt auch die Brettl und die Fischma\u00dfe, welche au\u00dferdem bei den Gerichten hinterlegt waren, \u00fcbergeben wurden. Die Brettl, auch Strickh\u00f6lzl genannt, waren die kleinen flachen H\u00f6lzer, \u00fcber welche die Netze gekn\u00fcpft wurden und die Maschenweite der Netze bestimmten. Brittlma\u00df nannte man die vorgeschriebene L\u00e4nge der fangm\u00e4\u00dfigen Fische. Dieses wurde in Eisen auch den Fischern \u00fcbergeben und um es jederzeit bei der Hand zu haben, wurde es in das Boot oder in ein Ruder eingebrannt. H\u00e4ufig beklagten sich die Fischk\u00e4ufler, dass die Fischer die Fische nach Ischl, Hallein und noch weiter verschleppten und sie oft nur mit M\u00fche die Hoflieferungen zusammenbr\u00e4chten. Die Bev\u00f6lkerung durfte ihren Fischbedarf nur von den Fischk\u00e4uflern beziehen. Ab dem Jahre 1786 gab es auf dem See noch einen eigenen Fischzusammenf\u00fchrer, der zwei Gulden Monatslohn genoss. Der gesamte Fischereibetrieb wurde durch die Fisch<em>, auch See<\/em> Ordnungen genannt, geregelt. In diesen waren auch die Art und Anzahl der Fischereiger\u00e4te, Gr\u00f6\u00dfe und Maschenanzahl der Netze genau beschrieben. Die gr\u00f6\u00dften der im Jahre 1692 gebrauchten Netze hatten nach L\u00e4nge und H\u00f6he der Seegen und L\u00e4nge des Peers folgende Ma\u00dfe in Klaftern: gro\u00dfe Seegen 36 x 8 1\/2 x 5, Zugnetze 30 x 7 x 4, Risenseegen (f\u00fcr den Saiblingsfang) 14 x 3 x 3, Laubenseegen 36 1\/2 x 7 x 5, Koppenseegen 12 x 1 1\/2 x 1 und die Setzgarne 30 x 1 1\/2  Klafter. Die \u00e4lteste bekannte Aberseefischordnung stammt aus dem Jahre 1558 und wurde diese im Jahre 1565 erneuert. Aus dem Jahre 1642 stammt \u201eEine Ordnung wie es hinf\u00fcr mit den Fischen und Krebsen im Abersee gehalten werden soll\u201c, ferner ist noch eine Fischordnung aus dem Jahre 1692 bekannt. Eine ganz wesentliche Unterst\u00fctzung erfuhren alle Fischereimandate und Seeordnungen durch die allj\u00e4hrlich an jedem See abgehaltenen Seerechte. Diese hatten den Zweck, die Fischer mit den Seeordnungen und sonstigen Fischereivorschriften bekannt und vertraut zu machen, sie \u00fcber Fang und Hege der Fische zu belehren, Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten abzustellen und Strafen anzuordnen, den Fischern Gelegenheit zur Aussprache und Vorbringung von Beschwerden und W\u00fcnschen zu geben, den Fischereibetrieb zu inspizieren und die Beamten in denselben einzuf\u00fchren. Die Seerechte sollten um Georgi abgehalten werden. Sie dauerten meist mehrere Tage und spielten sich folgenderma\u00dfen ab: <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>17. Jhd. &#8211; Fischereisitzung am Wolfgangsee<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anwesend war der Oberstfischmeister oder der Fischmeistereiverwalter als Vorsitzender, ein Hoffischer, s\u00e4mtliche Seegen- und Kleinfischer, die Seeknechte und Aufseher, die Umf\u00fchrer und Fischk\u00e4ufler und die<br \/>Vorst\u00e4nde der Pfleggerichte und der interessierten Grundherrschaften. Am ersten Tage wurde die Besichtigung des Sees und der Zugpl\u00e4tze, der Fischerzeuge und Schiffe, der Fischerh\u00e4user, Werkzeug<br \/>und Schiffh\u00fctten und der Fischbeh\u00e4lter vorgenommen. Schon bei dieser Visitation wurden unvorschriftsm\u00e4\u00dfige Fischnetze ausgemustert, abgeschnitten und der beanst\u00e4ndete Fischer unter Fischensverbot beauftragt, unter Aufsicht des Seeknechtes das Netz neu zu kn\u00fcpfen. Nach Gelegenheit wurden auch einige Fischz\u00fcge gemacht. Nach Beendigung der Besichtigung begannen die Verhandlungen. Vorerst wurde die See- oder Fischordnung verlesen und in allen Punkten erkl\u00e4rt. Die Fischer \u00e4u\u00dferten sich dazu, beantragten nach Bedarf Ab\u00e4nderungen im Gebrauch der Art, bzw. Gr\u00f6\u00dfe und Anzahl der Fischzeuge, der Brittelma\u00dfe, der Fischenszeit, des Sacherschneidens usw. Sodann mu\u00dften die Aufseher \u00fcber die gemachten Wahrnehmungen und vorgefallenen \u00dcbertretungen berichten. Diese wurden den Fischern zur Rechtfertigung vorgehalten und die Fischer dann einzeln vorgerufen, um unbefangen sich \u00fcber den Zustand ihrer Fischerei zu \u00e4u\u00dfern. Genaue Berichte wurden verlangt dar\u00fcber, ob jedes Seegenrecht mit dem notwendigen Personal und mit welchen Individuen besetzt sei, ob das Fischzeug vollst\u00e4ndig sei, wie es mit dem Fischbestand stehe usw. Nach dieser Vernehmung wurden die bei der Visitation auf gedeckten M\u00e4ngel und Vergehen besprochen, getadelt und gar mancher Fischer mu\u00dfte von der Stelle weg \u201ein die Keuche bei schmaler Atzung\u201c (Arrest) wandern. Die Strafen diktierte der Oberstfischmeister nach Vorschrift, z. B. f\u00fcr Ben\u00fctzung einer Schlagangel 1 Gerichtswandel (Ein Gerichtswandel = 5 Gulden 15 Kreuzer Geldstrafe), f\u00fcr je einen Klafter zu enge Netze 1 Gulden, f\u00fcr einen unterma\u00dfigen Fisch oder Krebs 1 Gerichtswandel usw. Auch das Fischen an Sonn- und Feiertagen war verboten. War dies alles erledigt, dann konnten die Fischer Bitten Vorbringen. \u00dcber jedes Seerecht wurde ein genaues und oft sehr ausf\u00fchrliches Protokoll aufgenommen und von allen Anwesenden unterschrieben. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"590\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11090\" style=\"width:840px;height:762px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-1.png 650w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-1-353x320.png 353w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <em>Ischl Traunschifffahrt, dahinter die Leharvilla um 1875 Quelle: Archiv \u00d6NB<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>16. bis 18. Jahrhundert Traun Regulierung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Traun war ein fischreiches, ungez\u00e4hmtes Wildwasser und bereitete der Schifffahrt viele Schwierigkeiten; nicht nur das Hochwasser und der stete Str\u00f6mungswechsel zerst\u00f6rten und ver\u00e4nderten die Fahrrinne, auch die Wehranlagen zahlreicher M\u00fchlen waren unangenehme, oft sogar gef\u00e4hrliche Hindernisse und nicht zuletzt gaben die Fischer, deren Berufserfordernisse in geradem Gegensatz zu jenem der Traunschiffer standen, immer wieder Anlass zu Klagen und Beschwerden. Die Beaufsichtigung des Flussgerinnes der Traun und der f\u00fcr die ungehinderte Schifffahrt n\u00f6tigen Arbeiten war schon im ersten Reformationslibell 1524 den Wasseraufsehern \u00fcbertragen worden. Die zur Ausf\u00fchrung der Sicherungsarbeiten am Flussgerinne n\u00f6tigen Mannschaft musste notgedrungener Weise aus den Uferbewohnern zusammengestellt werden, zumeist Fischern, die damit in der d\u00fcnn besiedelten und wenig ertragreichen Traungegend ihren Lebensunterhalt gewannen. Diese waren aber wegen ihrer eigenen Fischereiinteressen f\u00fcr die Wasserbauten zum Schutz der Schifffahrt am wenigsten geeignet und ihre Leistungen meist wertlos.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"792\" height=\"592\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11088\" style=\"width:837px;height:626px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image.png 792w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-428x320.png 428w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-200x150.png 200w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-680x508.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 792px) 100vw, 792px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <em>Ischl Traun Schifffahrt 1810 Quelle: Archiv \u00d6NB<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Instandhaltung des Flussgerinnes der Traun von Hallstatt bis Ebensee fiel in den Wirkungskreis der Verwes\u00e4mter. Die Strecke vom Hallst\u00e4tter See bis unter den Wilden Lauffen geh\u00f6rte zu Hallstatt, der anschlie\u00dfende Teil zu Ischl. Erst 1887 wurde die Traunstrecke Steeg \u2013 Ebensee von der bis dahin f\u00fcr die Traun Schifffahrt zust\u00e4ndigen Salinenverwaltung der staatlichen Wasserbauverwaltung unterstellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: Via Salis<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Thomas Seeauer\u00a0(* um 1485 in\u00a0Bad Goisern; \u2020 um 1586) <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thomas Seeauer war&nbsp;Wasserbauingenieur&nbsp;und ein leitender Angestellter der kaiserlichen&nbsp;Saline&nbsp;(Klaus- und Wasserbaumeister). <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"903\" height=\"600\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20090501_26713_DSC_2140_20090501_3324_c-by-huberpower-1.jpg\" alt=\"Die Seeklause in Steeg regelt den Wasserstand\" class=\"wp-image-885\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20090501_26713_DSC_2140_20090501_3324_c-by-huberpower-1.jpg 903w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20090501_26713_DSC_2140_20090501_3324_c-by-huberpower-1-300x199.jpg 300w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/20090501_26713_DSC_2140_20090501_3324_c-by-huberpower-1-680x451.jpg 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 903px) 100vw, 903px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Seeklause in Steeg regelt den Wasserstand des Hallst\u00e4tter See und der Oberen Traun.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thomas Seeauer war kaiserlicher Wald- und&nbsp;Forstmeister&nbsp;zu&nbsp;Hallstatt. Er erbrachte herausragende technische Leistungen bei der Gew\u00e4sserregulierung, durch die Schiffbarmachung der&nbsp;Traun, insbesondere des&nbsp;Traunfalls. Eine seiner Meisterleistungen war die Konstruktion der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seeklause_in_Steeg\">Seeklause in Steeg<\/a>, die das Wasser des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hallst%C3%A4tter_See\">Hallst\u00e4tter Sees<\/a>&nbsp;aufstaute und dann die schwer beladenen Salzschiffe mit einem Wasserschwall durch s\u00e4mtliche Untiefen ungef\u00e4hrdet die Traun abw\u00e4rts schickte. 1572 wurde die 1511 errichtete Klause von Steeg (Gemeinde Bad Goisern) durch ein Hochwasser zerst\u00f6rt. 1573 erbaute Thomas Seeauer mit damals revolution\u00e4ren Verfahren eine neue Seeklause in Steeg, damit die Salzfl\u00f6\u00dfer die mit Salz beladenen Schiffe auf dem Schwall stromabw\u00e4rts fl\u00f6\u00dfen konnten. An dem Ort, wo der Hallst\u00e4tter See wieder in die Traun m\u00fcndet, steht noch heute diese technische Meisterleistung der&nbsp;Renaissance.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"550\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-13-1024x550.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11158\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-13-1024x550.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-13-450x242.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-13-1536x825.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-13-2048x1100.png 2048w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-13-680x365.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Seeklause in Steeg am Hallst\u00e4tter See, als \u00dcbergang zur Goiserer Traun.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seeklause_in_Steeg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Seeklause in Steeg (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Seeklause in Steeg<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vom F\u00fcrstenbesitz zum \u00c4rar <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Salzkammergut als Staat im Staate geriet mit Ende des 18. Jahrhunderts zunehmend ins Kreuzfeuer der Kritik. Vor allem den Aufkl\u00e4rern, die f\u00fcr einen \u201elogischen Staatsaufbau\u201c und gegen jegliche Sonderregelung k\u00e4mpften, waren die Reformationslibelle ein Dorn im Auge, weil sie \u201ejede Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Gleichheit mit anderen Einheiten vermissen\u201c lie\u00dfen. Besonders die Linzer Beh\u00f6rden stie\u00dfen sich an der \u201eexemten\u201c (= rechtsfreien) Landschaft im S\u00fcden, die Wien quasi als Exklave unterstellt war. 1757 gelang es der Linzer Landeshauptmannschaft, die dritte Instanz der Rechtsprechung von der Hofkammer an sich zu ziehen, mit dem durchaus nachvollziehbaren Argument, dass das Beschreiten dieses Rechtsweges f\u00fcr viele Salzkammergutbewohner wegen des weiten Wegs nach Wien faktisch unm\u00f6glich sei. Trotzdem best\u00e4tigte Maria Theresia das \u201eGrundgesetz\u201c \u2013 die Reformationslibelle \u2013 ausdr\u00fccklich. Die Integration nach Ober\u00f6sterreich und das Ende des Staates im Staate waren indes nicht mehr aufzuhalten. Schon in den 1770er-Jahren wanderten das Polizei- und das Steuerwesen nach Linz. Es war dann Joseph II., der radikale Reformer, der die letzten Rechtsrelikte eilends aus der Verfassung tilgte. <strong>Mit der Aufhebung der Reformationslibelle setzte Joseph II. 1786 den Schlussstrich unter eine jahrhundertelange eigenst\u00e4ndige und teilweise skurrile Entwicklung. <\/strong>1782 \u00fcbertrug er das Kammergut endg\u00fcltig an den Staat. Fr\u00fcher war zwischen dem Besitz des Monarchen und dem Staatsbesitz nicht unterschieden worden \u2013 beides bildete eine Einheit. Nun differenzierte man, und damit erlosch der alte, urspr\u00fcngliche Rechtsbegriff vom \u201ePrivatbesitz\u201c des Monarchen. Die Region wandelte sich zum \u201e\u00c4rar\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4rar, diese Bezeichnung kommt auch noch unter &#8222;K. &amp; K. Forst\u00e4rar&#8220;, im Bereich der Fischbucheintr\u00e4ge vor. \u00c4rar kommt von lateinisch \u201eaerarium\u201c, alte Bezeichnung der Staatskassa und des Staatsverm\u00f6gens im weitesten Sinn. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"726\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-63.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11075\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-63.png 980w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-63-432x320.png 432w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-63-680x504.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> Die&nbsp;Ruine&nbsp;der&nbsp;H\u00f6henburg&nbsp;liegt im Herzen des Salzkammergutes auf einem Felsvorsprung des Bad Ischler Hausbergs&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Katrin_(Berg)\">Katrin<\/a>. Von dieser idealen Lage ist ein herrlicher weiter Blick das Tal entlang der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Traun_(Donau)\">Traun<\/a>&nbsp;gegeben, was, strategisch gesehen, ein entscheidender Vorteil war. <br \/>Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Burg_Wildenstein_(Bad_Ischl)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Wikipedia (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Wikipedia<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1850 &#8211; Ende der Grundherrschaft Wildenstein<\/strong>  <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis zum Ende der Grundherrschaft Wildenstein (1850) vollzog sich dann die allm\u00e4hliche Verschiebung des Bedeutungsakzents hin zur geografischen Landschaft, zum unber\u00fchrten Naturraum Salzkammergut. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die geografische Landschaft Salzkammergut<\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz vor 1800 kamen die ersten Reisenden in das Salzkammergut und fanden eine fast unerschlossene, erst von wenigen Touristen besuchte Landschaft vor. Das erste Mal in einem Lexikon genannt wird das Salzkammergut als geografische Landschaft expressis verbis 1791: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Salzkammergut = ein mit Gebirgen und Seen ganz umschlossener Ort, in welchem die allgemein bekannten oberennsischen, an Salz tr\u00e4chtigen, Berge gelegen. Dieses Salzgebieth grenzt gegen Norden an das Hausruckviertel, gegen Nordost an den Traunsee, gegen Osts\u00fcd und S\u00fcden an Obersteyermark, gegen S\u00fcdwest an Salzburg und gegen Westen abermals an das Hausruckviertel. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den 1820er-Jahren erregte das Gebiet die Aufmerksamkeit von \u00c4rzten, die den positiven Einfluss der Sole auf die Gesundheit des Menschen beobachtet hatten. Prominente G\u00e4ste machten die Region zusehends bekannt und zogen andere nach. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: Michale Kurz, O.\u00d6. Heimatbl\u00e4tter 2006, Heft 3\/4<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reformationslibelle sind in Original in der Ischler Salinendirektion (Bibliothek)  und im O.\u00d6. Landesarchiv einzusehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fr\u00fchzeit und Mittelalter bis zum Jahre 1524<\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon in vorgeschichtlicher Zeit hatten die illyrischen Besiedler des Hallst\u00e4tter Salzberges, auf welche ungef\u00e4hr um 400 v. Ch. die Kelten folgten, das Salz nicht blo\u00df mit ihren bronzenen Werkzeugen unterirdisch als Steinsalz trocken abgebaut.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1524 &#8211; Fischereirecht im Waldbach und der Koppentraun<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Oberaufsicht \u00fcber das ganze Salzwesen in Hallstatt, den Salzberg und das Pfannhaus, das Forstwesen und die Holzwirtschaft wie \u00fcber die Salzablieferung und den Verschlei\u00df f\u00fchrte der Hofschreiber mit dem Mitverweser, dem Gegen- und dem Pfieselschreiber. Dem Hofschreiber war weiters das Rei\u00dfgejaid (Niederjagd) von Steg aufw\u00e4rts und das <strong>Fischrecht im Waldbach <\/strong>einger\u00e4umt gegen Widmung von vormals zwei Marderb\u00e4lgen, nunmehr einem Auerhahn und einem Haselhuhn an den Pfleger zu Wildenstein. <strong>Das Fischrecht in Obertraun besa\u00dfen Hofschreiber, Mitverweser, Gegenschreiber und Thorw\u00e4rtl gemeinsam, das Pflegamt erhielt darauf j\u00e4hrlich ein Fische<\/strong><\/em><strong>ssen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1524 &#8211; Fischfang am Hallstaetter See<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Der Fischfang im Hallst\u00e4tter See war einzelnen Fischern \u00fcbertragen, \u201ezumal aber die Nahrung, zu Hallstatt hart ankommt und teuer ist, deshalb die Arbeiter viel Hunger leiden zu ihrer gro\u00dfstrengen Arbeit, die Tag und Nacht w\u00e4hrt, damit sich dieselben desto ba\u00df unterhalten m\u00f6chten, hat Weiland unser lieber Herr und Ahnherr Max den See zu befischen erlaubt&#8220;. (Fol. 1371 .) Die Fische mu\u00dften zuerst am Hofe um billigen Preis zum Verkaufe feilgeboten und nur der unverkaufte Rest durfte ausgef\u00fchrt werden. <\/em><br \/>Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Salzbergbau im Salzkammergut im 16. und 17. Jahrhundert (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/JOM_83_0153-0242.pdf\" target=\"_blank\">Salzbergbau im Salzkammergut im 16. und 17. Jahrhundert<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein anderer Blickwinkel in die Geschichte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anf\u00e4nge des <strong>Klosters Traunkirchen<\/strong> liegen im Dunkel der fr\u00fchchristlichen Missionierung und unterliegen zum Teil Vermutungen und rekonstruierenden Schlussfolgerungen: seit 632 bestand an Stelle des heutigen Klosters die Abtei Trunseo; 909 erfolgte durch den deutschen K\u00f6nig Ludwig dem Kinde die Schenkung der Abtei an die Markgrafen Aribo und an den Salzburger Erzbischof Pilgrim. Nach einem offensichtlichen Zustand der Bedeutungslosigkeit kommt es 1020 zur erneuten Gr\u00fcndung. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1181 wird die Schenkung des \u201ePatronatsrechts \u00fcber die beim Kloster bestehende Pfarre\u201c beurkundet. 1332 wird die gesamte Pfarre Traunkirchen der Abtei inkorporiert; es geh\u00f6ren<strong><em> \u201evon Alters her die Pfarren, Filialen und Beneficien von Ischel, Goisern, Gosau und Aussee dazu. Seit dem 14. Jhdt. ist die Pfarre Hallstatt evident und 1434 zu Traunkirchen geh\u00f6rig genannt. \u201eErst 1561 genehmigte \u00c4btissin Anna, da\u00df Lauffen eine selbst\u00e4ndige Pfarre wird.\u201c <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Jesuiten waren damit Grundherr \u00fcber den Besitz des Klosters Traunkirchen, der \u201esich s\u00fcdlich der vom H\u00f6llengebirge und vom Engpa\u00df des Traunsees gebildeten nat\u00fcrlichen Binnengrenze des Salzkammergutes\u201c bis zur Koppenschlucht bei Bad Aussee erstreckte. Im Westen die Ostgrenze des Mondseer Besitzes, die vom Westufer des Attersees zum \u00e4u\u00dferen Wei\u00dfenbach und Leonsberg und von hier zur Ischl und zum Abersee (Wolfgangsee) verlief; im Osten bildete die Wasserscheide zwischen Alm und Traun die Grenze zu den Kremsm\u00fcnsterer.  <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Herrschaft Wildenstein<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings ist als Abgrenzung zum Kloster Traunkirchen einzuschr\u00e4nken, dass es sich hier nicht um v\u00f6llig geschlossenes Grundgebiet handelte; zumal innerhalb dieser genannten Grenzen die kaiserlichen Verwes\u00e4mter, die kaiserliche Herrschaft Wildenstein sowie die Herrschaft Ort lagen, die beiden letzteren jeweils mit Landgerichtsbarkeit ausgestattet. Diese r\u00e4umliche Verschr\u00e4nkung erwirkte stets den Bedarf f\u00fcr spezielle Regelungen \u2013 wie in Ischl: <em><strong>\u201eDie Untertanen der Herrschaft Traunkirchen hatten nur den Grunddienst dorthin zu bezahlen, sonst unterstanden sie dem Marktgericht Ischl. Dies bildete aber auch stets den Keim f\u00fcr nicht l\u00f6sbare Konflikte der Zust\u00e4ndigkeit.&#8220;   <\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bezugsrechte vom Kloster Traunkirchen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Von den diversen Bezugsrechten seien die bedeutendsten kurz angef\u00fchrt; hier ist vorauszuschicken, dass die Holz- und Salzgewinnungsrechte von der Grundherrschaft Traunkirchen mit entsprechenden Gegenleistungen an die kaiserliche Verwaltung abgetreten wurden, wobey ihnen \u00fcberdie\u00df das Territorial-, das Jagd- und Alpenrecht verblieben ist\u201c. Aus den urspr\u00fcnglichen Rechten der Salzgewinnung erwachsend, erhielt die Herrschaft Traunkirchen \u201ebis zum Jahr 1752 vom Hallamt in Aussee alleine 52 Fuder (ein Fuder ist ein Salzstock von etwa 70kg). D.h. also, da\u00df das Kloster Traunkirchen j\u00e4hrlich 3640 kg Salz bezog\u201c. Die der Herrschaft Traunkirchen unterstehenden <strong>Fischweiden<\/strong> erstreckten sich auf zahlreiche Seen bzw. auf einzelne B\u00e4che und Fl\u00fcsse des Salzkammergutes: <\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Traunsee, <\/li>\n\n\n\n<li>Offensee, <\/li>\n\n\n\n<li>Wildensee, <\/li>\n\n\n\n<li>Wei\u00dfenbach, <\/li>\n\n\n\n<li>Rindbach, <\/li>\n\n\n\n<li>die Alte Traun. <\/li>\n\n\n\n<li>Ebenso z\u00e4hlte der Hallst\u00e4tter See (damals Geusorsee) zur H\u00e4lfte hinzu.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em> \u201eDiese Fischer haben j\u00e4hrlich 300 Rein\u00e4nkhel und Laegchse\u201c zu liefern. Auch die Altausseer Fischer hatten eine Fischreichung zu stellen. \u201eZum letzten Male wurde die \u00dcbersendung der ausst\u00e4ndigen Dienstfische von den Jesuiten 1756 im Weg des Pflegeamtes Pfindsberg betrieben. Die genannten Zahlen m\u00f6gen jedoch nicht \u00fcber die anf\u00e4nglich schwierige wirtschaftliche Lage der Residenz Traunkirchen hinwegt\u00e4uschen.  <br \/>Quelle: Die Jesuiten im Salzkammergut; 1622-1773; <\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20070224-unbenannt-2240075-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9325\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20070224-unbenannt-2240075-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20070224-unbenannt-2240075-427x320.jpg 427w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20070224-unbenannt-2240075-200x150.jpg 200w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20070224-unbenannt-2240075-680x510.jpg 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20070224-unbenannt-2240075.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1864 &#8211; Auszug aus der Jagdzeitung, Ausgabe 16, Seite 501<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Bez\u00fcglich des Fischsports ist die Affinit\u00e4t mit der Jagd ohne jegliche Anstrengung zu konstatieren. Die ehemaligen Herrschaftsbesitzer sind noch heute Besitzer des Fischereirechtes, \u00fcber welches fast in allen Landen der Monarchie, wo Forst- oder Wald\u00e4mter bestehen, die Forstpartei disponiert; dass die Fischerei seit alten Zeiten zum Ressort der Jagd geh\u00f6rt hat, ist nicht minder eine bekannte Sache.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"7VtWEOqUuO\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=9484\">DER GESPRENGTE KREUZSTEIN<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;DER GESPRENGTE KREUZSTEIN&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=9484&#038;embed=true#?secret=rn8l0MO6WQ#?secret=7VtWEOqUuO\" data-secret=\"7VtWEOqUuO\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong> Fischen war ein nobles Vergn\u00fcgen  <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ein geduldiger Kulturhistoriker k\u00f6nnte sogar authentisch nachweisen, da\u00df die ersten <strong>&#8222;Fishing gentlemen&#8220;<\/strong> nicht Engl\u00e4nder gewesen sind. Denn das Fischen war schon in \u00e4lteren Zeiten bei uns ein nobles Vergn\u00fcgen, welches zur Jagd in den intimsten Beziehungen stand. Kaiser Max, denn man ohne Zweifel als Autorit\u00e4t anf\u00fchren darf, war ein gro\u00dfer Freund des Fischens und im <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"\u201eWei\u00df Kunig\u201c (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Fkunig\" target=\"_blank\">\u201eWei\u00df Kunig\u201c<\/a> ist zu lesen: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>\u201eDer Jung weis kunig (Kaiser Max) hat eine grosse Lieb und Lust gehabt zu der vischerei, und in seinen kunigreichen, und Landen, viel Seen und Fischwasser haben lassen, darynnen die aller k\u00f6stlichsten Fische sein.&#8220; <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Am aller Ersten will ich etlich See, die in den Gepirgen gelegen sind, beschreiben. Anfengelich ist ein See zu Ayter bang, gelegen in dem Gebirg, der hat immer gute Saibling.  Mer ain See auf einem hohen Gebirk, der haist der Achen See oder die drey Seen in den Gebirgen zu Aussee, die haben in die allerbesten Saibling. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> <em>\u201eWelche gro\u00dfe St\u00fccke Kaiser Max auf das Fischen gehalten hat, davon gibt es auch eine Handschrift Zeugni\u00df, die in der k. &amp; k. Hofbibliothek zu Wien sich befindet. Geschm\u00fcckt mit Bildern, die noch heute in der frischesten Farbenpracht gl\u00e4nzen, wie man sie schwerlich von einem Mitglied der heutigen Pinselgilde nach mehreren hundert Jahren erblicken wird, enth\u00e4lt die Handschrift eine Beschreibung s\u00e4mmtlicher Fischwasser und Gebirgsseen, an denen der ritterliche Monarch gejagt und gefischt. <\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1632 &#8211; Gew\u00e4sserregulierung schadet der Fischerei<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bad_Ischl\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"767\" height=\"506\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-41.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10903\" style=\"width:840px;height:554px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-41.png 767w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-41-450x297.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-41-680x449.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick auf die Ischler Traun um 1855, mit dem &#8222;Saline Polster&#8220;, denn man heute noch leicht erkennen kann. (Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bad_Ischl\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Wikipedia (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Wikipedia<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>So verlangte die Eigent\u00fcmerin der Grafschaft Ort, Marie Salome Gr\u00e4fin Herberstorff 1632, da\u00df diese Niemand nutzende Klaus wiederum abgethan und vertilligt werde&#8220;, auch da sie \u201e&#8230; der Fischbrut in demansto\u00dfenden edlen Fischwasser der Traun gro\u00dfen und schmerzlichen Schaden&#8220; bringe, denn \u201eWann die Klaus zuegemacht wird, so f\u00e4llt das Wasser in der Traun fast eine Klafter weit vom Land, und weil die junge Bruet sich meist an seichten und stillen Orten und unter den Wehren aufh\u00e4lt, so liegt dann dieselbe nit mit ain oder zwei, sondern et liech 1000 Stucken, ja unz\u00e4hlbar unter den Wehren und in den nebenstehenden Dimpfeln verdorben auf dem Gries, also da\u00df sie h\u00e4ufig mit H\u00e4nden aufgefa\u00dft und rev. den Schweinen zu essen gegeben, auch etliche Tag hernach durch eine gro\u00dfe Schaar V\u00f6gel verzehrt und weg getragen worden, auch gar leichtlich in die etlich H\u00fcet&#8216; voll aufzuklauben gewest w\u00e4ren. Deswegen es etliche Zuseher sehr gejammert, und wann deme nit zeitlich f\u00fcrkommen werde, so kann es nit fehlen, da\u00df dies edle Fischwasser, die Traun, in kurzer Zeit ganz abge\u00f6det wird.&#8220; (nach KRACKOWIZER 1901: 266) Die Traun ist  aber bis heute ein gesuchtes Fischwasser geblieben. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle:  Franz Federspiel (1992): <br \/><a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/KATOOENF_054b_0185-0203.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Flussverbauung und Wasserbauten an der Traun  <\/a><br \/>Kataloge des O\u00d6. Landesmuseums <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1857 &#8211; Bild von der Ischl<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ischl_(Traun)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"999\" height=\"678\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-31.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10854\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-31.png 999w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-31-450x305.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-31-680x462.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">1857 von Ernst Welker ein Motiv aus Bad Ischl, mit der Ischl und im Hintergrund der Kalvarienberg mit Kirche. (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ischl_(Traun)\">Wikipedia<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solange es Menschen gibt, ist auch der Fischfang betrieben worden. Im Salzkammergut ist die Speerfischerei bereits seit 5.000 Jahren dokumentiert. Von den ersten Anf\u00e4ngen einer eigentlichen Fischzucht bzw,. von der Anlage von Teichen berichten die r\u00f6mischen Schriftsteller Cicero und Plinius im ersten Jahrhundert vor Christus. Demnach haben einige reiche R\u00f6mer Fischteiche und -Becken angelegt. Es handelte sich dabei wohl \u00fcberwiegend um H\u00e4lteranlagen zur &#8222;Aufbewahrung&#8220; lebender Fische.&nbsp;Der Beginn der eigentlichen Zucht liegt in den Jahren um 500 n. C. Aus dem 16. Jahrhundert stammen auch die ersten B\u00fccher \u00fcber die Teichwirtschaft, mit Anleitungen zur Jahresklassenzucht, Einrichtung von Laich- und Brutteichen, F\u00fctterungspl\u00e4nen und Methoden zur Krankheitsbek\u00e4mpfung. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Geschichte der Fischerei, Fischzucht und Wasserbau<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"qNI9ZJJ3qL\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=10812\">BRUTHAUS MIESEN BACH M\u00dcHLE<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;BRUTHAUS MIESEN BACH M\u00dcHLE&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=10812&#038;embed=true#?secret=nwYiURc4UP#?secret=qNI9ZJJ3qL\" data-secret=\"qNI9ZJJ3qL\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der ersten H\u00e4lfte des 18.Jahrhunderts kam der deutsche Landwirtssohn <strong>Stephan Ludwig Jacobi<\/strong> (1711 &#8211; 1784) auf die Idee, den laichreifen Fischen Eier und Samen zu entnehmen, die Eier k\u00fcnstlich zu befruchten und zur Entwicklung zu bringen. Seine diesbez\u00fcglichen Versuche gerieten jedoch in Vergessenheit und wurden erst ein Jahrhundert sp\u00e4ter um 1840 wieder aufgenommen und fortgef\u00fchrt. <strong>Erste urkundliche Erw\u00e4hnung fand der gewerbliche Fischfang im Salzkammergut bereits im Jahr 1280, doch lange galt Fisch als Herrenspeise und blieb dem einfachen Volk vorenthalten.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Im Salzkammergut entwickelten sich Forellenzuchtbetrieb<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"636\" height=\"879\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-25.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10829\" style=\"width:839px;height:1160px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-25.png 636w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-25-232x320.png 232w\" sizes=\"auto, (max-width: 636px) 100vw, 636px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auch bei uns gibt es eine lange Tradition zur Fischerei und zur Fischzucht. Mit diesem Aufsatz, m\u00f6chte ich die Fischereigeschichte im Salzkammergut dokumentieren und eine \u00dcbersicht schaffen. Oft ist die Fischerei nur in ein paar Abs\u00e4tzen erw\u00e4hnt und wenn man diese in der Bibliothek sucht, ist das oft recht schwierig. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch im Salzkammergut gab es schon sehr innovative Pioniere in der Fischzucht. Zumeist besch\u00e4ftigten sie sich zun\u00e4chst ausschlie\u00dflich mit der Vermehrung und Aufzucht der heimischen Forellen &#8211; der Bachforelle, der Seeforelle und auch dem Seesaibling. Parallel dazu entstanden der Vorl\u00e4ufer der Fischereiorganisationen und -verb\u00e4nde, Fischereigesetze wurden geschaffen, Fischereirechte wurden eingetragen und auch die Fischerei und die k\u00fcnstliche Fischzucht entwickelten sich, wie ich in den folgenden Artikel, absteigend nach der Jahreszahl zusammengetragen habe. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1864 aus der Jagd-Zeitung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab Seite 11, 31-33, 363-364 wird recht interessantes berichtet&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1864 &#8211; k\u00fcnstliche Fischzucht und Fliegenfischen im Kammergut<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Gedenken an Dr. Augu\u017ft von Genczik \u2020, die k\u00fcntliche Fischzucht und Fliegenfischen im Kammergut. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/play.google.com\/books\/reader?id=qyFAAAAAcAAJ&amp;hl=de&amp;printsec=frontcover&amp;pg=GBS.PA364\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"918\" height=\"683\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-39.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10880\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-39.png 918w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-39-430x320.png 430w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-39-200x150.png 200w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-39-680x506.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 918px) 100vw, 918px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Jagd-Zeitung aus dem Jahre 1864 (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/play.google.com\/books\/reader?id=qyFAAAAAcAAJ&amp;hl=de&amp;printsec=frontcover&amp;pg=GBS.PA364\" target=\"_blank\">Jagd-Zeitung aus dem Jahre 1864<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Artikel aus der Jagd-Zeitung und \u00fcbertragen aus &#8222;Korrentschrift&#8220; in deutsche Normalschrift: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Es war durch beinahe f\u00fcnfzehn Jahre hindurch f\u00fcr mich der seligste Tag, an dem ich im Fr\u00fchjahr meinen Reisekoffer packte, alle Leiden und Wehen einer Wintersaison in einer Stadt hinter mir lassend, zu meinen lieben Langbathseen in die Arme zweier theurer Freunde eilen konnte. Bei der in der noch mit Schnee bedeckten Alpen h\u00f6hen war jedes Mal alles Unangenehme, dem ich im Laufe des Winters nur zu h\u00e4ufig ausgesetzt war, rein der Vergessenheit \u00fcbergeben und nur die heitere Zukunft, das Vergn\u00fcgen des Umganges mit theuren Freunden leuchtete mir entgegen. Der Eine dieser beiden Freunde war gew\u00f6hnlich als Quartiermacher einige Wochen fr\u00fcher in die reizende Kr\u00e4hrau (heute Gasthaus in der Kreh) geeilt, um dann mit offenen Armen den l\u00e4ngst Erwarteten mit herzlichen Vorw\u00fcrfen \u00fcber das \u201eSo sp\u00e4t kommen\u201c zu erwarten. Auch dieses Jahr schn\u00fcrte ich mein B\u00fcndel, obzwar viel sp\u00e4ter als sonst, um in die Berge nicht zu eilen, sondern nur zu gehen. Ich mu\u00dfte lange \u00fcberlegen, bevor ich zu dem Entschlusse gelangt war, meine Reise anzutreten, denn wahrlich ich hatte durchaus keine Eile, sie zu machen. Der theure, bew\u00e4hrte Freund konnte mir nicht mehr entgegenkommen; er hatte f\u00fcr immer einen anderen Aufenthalt gew\u00e4hlt! Er war abermals als Quartiermacher in ein unbekanntes Jenseits vorausgeeilt, von wo keine R\u00fcckkehr mehr m\u00f6glich, und wo auch er uns einst mit offenen Armen erwarten wird! Niedergebeugt von Schmerz \u00fcber den Verlust des theuren Verblichenen, betrat ich dieses Jahr das Kammergut! Auch brauche ich Ihnen, Herr Redakteur! die Gef\u00fchle nicht zu schildern, die mich befielen, als ich alle die Orte wieder sah, an denen ich und Sie mit dem theuren Freunde so viele gl\u00fcckliche Tage verlebten! Sind doch Sie der Zweite von den drei Unzertrennlichen im Leben, der nun mit mir gemeinschaftlich unsern unverge\u00dflichen \u201eEitelbader\u201c betrauert!<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1864 &#8211; Fliegenfischen im Salzkammergut<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die letzten Jahre seines vielbewegten Lebens hatte <\/em>Dr. Augu\u017ft von Genczik ausschlie\u00dflich d<em>es Studiums des Fischfaches gewidmet. Schon vor mehr als zwanzig Jahren war er es, der in Ober\u00f6sterreich einem rationellen Fischen mit Angel und k\u00fcnstlicher Fliege Bahn brach. Fr\u00fcher betrachteten die Engl\u00e4nder die echte Angelfischerei als ihr ausschlie\u00dfliches Monopol, und oft h\u00f6rte ich solche Herren sich \u00e4u\u00dfern: Fischwerkzeug kann nur England gut liefern, und gute Fischer mit noblem Werkzeug g\u00e4be es nirgends anders als auf der Insel. Diesen Wahn hat Dr. Genczik den Sohnen Albions (vollendeter Weltb\u00fcrger) vollst\u00e4ndig benommen; seine zahlreichen Sch\u00fcler im guten und edlen Angeln, wozu wir Beide so gl\u00fccklich sind uns z\u00e4hlen zu d\u00fcrfen, haben bewiesen, was in diesem Sport der Kontinent leisten kann. In manchen Arten des Fischens mit der Angel haben sogar Engl\u00e4nder eingestehen m\u00fcssen, dass sie von ihm manches Neue erlernten. <\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1864 &#8211; Fischzucht am Langbathsee<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Impuls zur k\u00fcnstlichen Fischzucht ging von Dr. Augu\u017ft von Genczik aus. Er hatte in dieser Richtung vieles angeregt und zu Stande gebracht und auch er war die Ursache, dass in den vergangenen Jahren hier an den Langbathseen der erste Versuch mit k\u00fcnstlicher Ausbr\u00fctung des Fischrogens gemacht wurde. Wenn einst dieser wichtige Zweig der National\u00f6konomie diejenige Ausdehnung erlangen sollte, um den Anforderungen zu entsprechen, so geh\u00f6rt ihm der Dank der Nachwelt f\u00fcr die Grundlegung der k\u00fcnstlichen Fischzucht in Ober\u00f6sterreich. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fischzucht in der &#8222;Kreh&#8220; &#8211; mit Fischer Hiesel <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Unter der umsichtigen Leitung des <strong>k. &amp; k. Bezirksf\u00f6rsters Herrn Josef K\u00fcnesberger<\/strong> in Ebensee wurde dieses Jahr in der Kr\u00e4hrau die k\u00fcnstliche Fischzucht in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstabe fortgesetzt und ein sehr g\u00fcnstiges Resultat damit erzielt. Unterst\u00fctzt von dem Besitzer der Kr\u00e4hrau, Herrn Johann Loidl, und <strong>Mathias L\u00e4mmerer<\/strong>, pensioniertem k. k. Forstwart, welch&#8216; Letzterer unter dem Namen <strong>\u201eFischer Hiesel\u201c<\/strong> Ihnen besser bekannt sein d\u00fcrfte, und mit dieser Bezeichnung einen weiten Ruf als Waidmann und Fischer genie\u00dft, wurden heuer bereits mehr als 2000 St\u00fccke vollkommen ausgebildete und lebensf\u00e4hige Forellen und Saiblinge in den kleineren Langbathsee \u00fcber setzt, und eine gro\u00dfe Zahl, welche die Dotterblase noch nicht abgesto\u00dfen haben, wird noch nach folgen. Nur Derjenige, welcher wei\u00df, welche M\u00fche und Sorgfalt eine Brutanstalt mitten im Winter erfordert, kann beurtheilen, wie der Verdienst nicht allzu klein ist, welches die obener w\u00e4hnten Herren um das Allgemeine sich erworben. Wird so einige Jahre mit Erfolg fortgesetzt, d\u00fcrften die zwei kleinen Seen einen seltenen Fischreichthum erhalten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"671\" height=\"526\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-27.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10834\" style=\"width:840px;height:658px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-27.png 671w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-27-408x320.png 408w\" sizes=\"auto, (max-width: 671px) 100vw, 671px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"687\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-28-1024x687.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10837\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-28-1024x687.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-28-450x302.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-28-680x456.png 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-28.png 1299w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Miesenbachm\u00fchle und das Viadukt gibt es auch heute noch, ebenso die Fischzucht-H\u00fctte, mit der wir 2020 wieder den Fischzuchtbetrieb aufnehmen. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1864 &#8211; Fischzucht Miesenbach M\u00fchle schon 1864 erw\u00e4hnt<\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Mit Saiblingen wurde heuer der erste Versuch gemacht und auch dieser fiel vollkommen gut aus. Die meisten Eier waren gut, und eine sch\u00f6ne Zahl von kleiner Brut dieser edlen Fischgattung wurde in die See&#8217;n eingesetzt, um sich da fortzuhelfen. Auch in die Traun wurde dieses Jahr Brut von der k\u00fcnstlicher Zucht eingesetzt und unter der Leitung des Herrn <strong>K\u00fcnesberger <\/strong>die k\u00fcnstliche Fischzucht beim P\u00e4chter des Fischwassers der Traun, zum \u201eSteinkogel\u201c eingef\u00fchrt. Gegen 1200 St\u00fcck junge Forellen sind das Produkt dieses ersten Anfangs, und werden bei der <strong>Miesenbachm\u00fchle<\/strong> in einem g\u00fcnstigen Wasser weiter gezogen, um sp\u00e4ter der Traun \u00fcbergeben zu werden. Der<strong> k. &amp; k. Bezirksf\u00f6rster Herr Ignaz Cinnis<\/strong> in Ischl, ein intelligenter Fischer, soll auch sehr gute Erfolge mit seiner k\u00fcnstlichen Fischzucht erlangt haben, und sollte ich was N\u00e4heres dar\u00fcber erfahren, werde ich es gerne mittheilen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Situation der Fischerei im Jahre 1864<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Sie sehen. Herr Redakteur, es regt sich nun ein wenig in diesem Fache; der gute Same ist ausgestreut, und hie und da sind schon Fr\u00fcchte zur Reife gelangt. F\u00fcr die kleineren W\u00e4sser w\u00fcrde wohl die Fischzucht von Privaten gen\u00fcgen; wie aber den gro\u00dfen Seen auf die Beine geholfen werden soll, ist eine Sache der Regierung, weil da die Brutanstalten nur im gr\u00f6\u00dften Ma\u00dfstabe ausgef\u00fchrt von guten Erfolgen begleitet sein d\u00fcrften. Solche Unternehmungen kann nur der Staat durchf\u00fchren und muss vorher eine strenge Handhabung des Fischereigesetzes herrschen, weil sonst alle M\u00fche verloren w\u00e4re. Wird dem Fischfang in der Laichzeit nicht Stillstand geboten, dann hilft auch die k\u00fcnstliche Fischzucht nichts. Kr\u00e4hrau, Ende Mai 1864.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"961\" height=\"732\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-46.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10961\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-46.png 961w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-46-420x320.png 420w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-46-680x518.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 961px) 100vw, 961px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> Die Holzmeisteralm im Gosautal, mit dem Dachstein, gemalt 1834 von Adalbert Sifter. (Quelle: Wikipedia) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fischereiliche Situation, Mitte des 19. Jahrhundert<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auszug aus der Jagdzeitung, Ausgabe 22, Seite 693-694 aus 1864<\/strong> <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen Artikel, m\u00f6chte ich anf\u00fchren, da er ein Bild auf die &#8222;gute alte Zeit&#8220; wirft und aufzeigt, dass damals verschiedene Gew\u00e4sser leer gefischt waren. Auch hatten wir &#8222;Fliegenfischer Weidgerecht&#8220; 140 Jahre sp\u00e4ter, einen Teil der Saalach, oberhalb von Lofer in Pacht und daher einen direkten Bezug zu diesem Gew\u00e4sser. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Situation aus Lofer und der Saalach<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ebenso trostlos, wo nicht noch trauriger sind die Fischereiverh\u00e4ltnisse dort. Zwei der sch\u00f6nsten W\u00e4sser, die Saalach und Lofer, mit zahlreichen Seitenb\u00e4chen, durchflie\u00dfen das Thal, und k\u00f6nnten von den edelsten Fischen bev\u00f6lkert sein. Namentlich die Lofer ist ein Forellenwasser, welches nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4\u00dft, als Forellen, die dort nicht sehr vorhanden sind. Sie ist ziemlich nett ausgefischt, und Forellen von 1\/2\u20131 Pfund geh\u00f6ren bereits unter die gro\u00dfen Seltenheiten. W\u00e4re der Ausfluss aus dem sehr fischreichen Pillersee bei St. Ulrich in Tirol nicht der Retter, die Lofer h\u00e4tte keine Flo\u00dfe mehr in ihrem Gerinne aufzuweisen. Es ist hier derselbe \u00dcbelstand, wie bei der Jagd; die Fischw\u00e4sser sind gr\u00f6\u00dftenteils in H\u00e4nden der Bauern, und die Strecken zu kurz, um etwas zur Hebung der Fischzucht machen zu k\u00f6nnen, da es Fischreviere gibt, die kaum eine halbe Stunde L\u00e4nge des Flussgebietes betragen. W\u00e4hrend meines ganzen dortigen Aufenthaltes war das Wetter schlecht, es regnete und schneite viel, daher war die Saalach sehr tr\u00fcbe, und zum Fischen nicht geeignet war; ich konnte mich daher nicht \u00fcberzeugen, ob dieser Fluss besser bestellt w\u00e4re, als die Lofer. Sachkenner versicherten mir, dass die Saalach ebenso heruntergekommen w\u00e4re, wie die \u00fcbrigen W\u00e4sser, und nicht viel mehr darin sei. Bemerken muss ich noch, dass die Saalach den gr\u00f6\u00dften Theil des Sommers hindurch tr\u00fcbe ist, und man selten mit der k\u00fcnstlichen Fliege was ausrichtet. Was auch viel dazu beitr\u00e4gt, die edlen Salmen endlich ganz in Lofer auszurotten, ist der Umstand, dass die Bauern einigen dort \u00fcber den Sommer wohnenden <strong>Fischdilettanten<\/strong> f\u00fcr ein paar Gulden die Fischerei zur Disposition stellen. Da diese wandernden <strong>Fischvertilgern<\/strong> die gefangenen Fische geh\u00f6ren, so kann man sich denken, dass solche Leute nur trachten, so viel als nur immer m\u00f6glich auszubeuten. Nicht immer sind es gerade S\u00f6hne Albions, denen man gew\u00f6hnlich der gleichen Verfahren zuzuschreiben gewohnt ist, auch unsere Monarchie hat ihre eingeborenen Vernichter der Fische. In Lofer treibt durch 3 Sommer ein solches Mitglied der <strong>\u201enat\u00fcrlichen Fischvertilgungs-Kommission\u201c<\/strong> sein Unwesen, und macht die ganze Gegend mit seiner Angelgerte unsicher. Diese Gattung Leute kommen mir wie die Heuschrecken vor; so lange sie in einer Gegend etwas zu nagen finden, bleiben sie; wie sie nichts mehr finden ziehen sie weiter! Es gruselt Einen fast, wenn man diese <strong>Wasserkosaken<\/strong> sich \u00e4u\u00dfern h\u00f6rt: Die Gegend ist ausgefischt, man muss eine andere suchen. Sollte es zur That kommen, in Salzburg die k\u00fcnstliche Fischzucht in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstabe zu betreiben, wie das herausgegebene Programm im Laufe des Sommers uns erwarten l\u00e4sst, so hat die Anstalt Gro\u00dfes geleistet, wenn sie die sch\u00f6nen W\u00e4sser um Lofer und im Pinzgau mit edlen Fischen wieder besetzt. Ob dieses aber ausf\u00fchrbar sein wird, ist e<\/em>ine andere Frage.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1870 &#8211; Ischls Cursaal<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab Seite 363 wird recht interessantes berichtet&#8230;&#8230; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Der Cursaal<\/strong> bildet den Centralpunkt des Curlebens. Daselbst werden nicht nur \u00e4rztliche Vorschriften ertheilt, Rath und Informationen geboten, sondern es werden auch in dem Cursaal, dem Rendezvous des gesellschaftlichen Verkehrs, Pl\u00e4ne zu Belustigungen, zu Promenaden und Ausfl\u00fcgen entworfen. \u2013 So habe ich denn im vorliegenden Werkchen<strong>: \u201eIschls Cursaal\u201c<\/strong> das Bild dieses Knotenpunktes cur\u00f6rtlichen Interesses im Gro\u00dfen und Ganzen zu\u017fammenzufassen und zu skizziren versucht. Ich habe es mir vor Allem zur Aufgabe gestellt, dem Curgast sowol wie dem Touristen, rathend und belehrend an die Hand zu gehen, mich fern von allen Theoremen strikt an die Grenzen zu halten, die dieses B\u00fcchlein Gebildeten aller Berufsklassen als ein practisches erscheinen lassen d\u00fcrften.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/play.google.com\/books\/reader?id=qyFAAAAAcAAJ&amp;hl=de&amp;printsec=frontcover&amp;pg=GBS.PA364\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"576\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-42.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10910\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-42.png 750w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-42-417x320.png 417w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-42-680x522.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>In der Kreuzgasse, befindet sich das &#8222;Hotel goldenes Kreuz&#8220;, guter K\u00fcche, auch noch den von vielen sehr gesch\u00e4tzten Vorzug einer wundersch\u00f6nen Aussicht auf die kaiserliche Villa. Der Besitzer des Hotels, Herr <strong>Sarnsteiner<\/strong>, welcher das Recht zum Fisch fange wie weiter unten angegeben, gepachtet hat, wird h\u00e4ufig von Freunden des Fischfanges um die Erlaubnis zum Fischen angegangen, die er jedwedem freundlichst erteilt.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"490\" height=\"763\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-43.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10912\" style=\"width:556px;height:866px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-43.png 490w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-43-206x320.png 206w\" sizes=\"auto, (max-width: 490px) 100vw, 490px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kreuzstein unterhalb von Bad Ischl, in der Traun stehend. (Quelle: Ischls Cursaal)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1839 bis 1918 Hans Sarsteiner &#8211; P\u00e4chter der Ischler Traun<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarsteiner Hans (1839 &#8211; 1918)<\/strong>&nbsp;Hotelier und Realit\u00e4tenbesitzer, Inhaber des Hotels \u201eZum Goldenen Kreuz\u201c, lie\u00df die Jainzendorfstra\u00dfe erbauen, unternahm diverse Weltreisen und schenkte die dabei erworbene Sammlung zum gr\u00f6\u00dften Teil dem Ischler Museum; Erbauer und Stifter des Sarsteiner-Stiftungshauses. Hans Sarsteiner war auch langj\u00e4hriger Direktor der Ischler Sparkasse und Vorstand des Turn- und Alpenvereines. Der Beschluss \u00fcber die Verleihung der Ehrenb\u00fcrgerschaft wurde in der Gemeindeausschusssitzung vom 16.12.1903 gefasst. In den Jahren um 1870 war Hans Sarsteiner auch Fischereip\u00e4chter der Ischler Traun.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Angelfischerei in Ischl Mitte des 19. Jahrhundert<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Blicken wir von der Esplanade hin\u00fcber nach dem gegenseitigen Traun Ufer, so wird unsere Aufmerksamkeit auf eine Unterhaltung gelenkt, die zu den angenehmsten Ischls geh\u00f6rt: <strong>&#8222;Die Angelfischerei&#8220;. <\/strong><br \/>Es beschr\u00e4nkt sich diese nicht auf diese Seite des Traun Ufers allein, sondern wir begegnen passionierten Anglern auf den verschiedensten Punkten der Traun und Ischl, und sind es namentlich Engl\u00e4nder, welche diesen Sport mit Leidenschaft treiben. Ist es doch auch England, wo vor allen andern Landen, das Angelfischen en vogue ist, wo selbst einem Feldmarschall Wellington es zum Ruhme gereichte, als der geschickteste Angler Britanniens zu gelten. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>&#8222;Ein besseres Revier f\u00fcr diese Fischjagd gibt es aber nicht als Ischl, als \u00fcberhaupt das Salzkammergut, dessen Forellenfischerei in ganz Europa ber\u00fchmt ist, und fand es der Engl\u00e4nder H. Davy, der gelehrte Verfasser der \u201eSalmonia\u201c der M\u00fche wert, der Forellenfischerei wegen, hierher zu kommen.&#8220;<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Es hat aber die Angelfischerei vor der Jagd, in das Wort eigentlichem Sinne, viel voraus. Wir wollen nicht unterscheiden, welche Art von Vergn\u00fcgen gr\u00f6\u00dfer ist; gewiss ist, da\u00df man bei der Angelfischerei mit seinen Mitgef\u00fchlen f\u00fcr das Leiden lebender Wesen weniger in Conflikt ger\u00e4th, als bei der Jagd. Es mag Vielen die Verwundung der Fische durch die Angel als sehr schmerzlich f\u00fcr dieselben und somit als barbarisch erscheinen, dem ist aber nicht so. Der oben erw\u00e4hnte englische Gelehrte Davy hat durch physiologische Versuche dargethan, da\u00df das Empfindungsverm\u00f6gen der Fische sehr stumpf sei, so dass die Verwundung durch die Angel, denselben nur einen ganz geringen Schmerz verursacht: Man m\u00f6chte glauben, die Natur habe den Fischen die Stimme versagt, weil die Leiden, die sie zu dulden haben keines Ausdruckes bed\u00fcrfen. Indem wir hier der Forellenfischerei das Wort reden, m\u00f6chten wir doch darauf hindeuten, dass dieselbe in der Regel nur rationell, nach den Vorschriften, welche die Ichthyologie an die Hand gibt, betrieben werden soll. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Der Fischer muss n\u00e4mlich die Fische w\u00e4hrend der Laichzeit schonen, soll die Fischerei nicht eine Abnahme der wertvollen Flussfische herbeif\u00fchren. Diese Regel gilt im Allgemeinen in Bezug auf die Fischerei Wirtschaft, ein Zweig der Staats\u00f6konomie, der zur Errungenschaft der neueren Zeit geh\u00f6rt und namentlich in Frankreich, in Folge der Anregung des Akademikers Co\u017fta, sorgf\u00e4ltig gepflegt wird; hier jedoch bei der verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringen Anzahl derer, die zum Vergn\u00fcgen fischen, und dem \u00fcbergro\u00dfen Reichtum von Fischen ist diese strenge Einhaltung unn\u00f6tig.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>In Ischl wird das Recht zum Fischen verpachtet. Wie bereits erw\u00e4hnt, ist Herr Sarnsteiner der P\u00e4chter, an den man sich um eine Erlaubni\u00dfkarte zum Fischen zu wenden hat, die er auch den Curg\u00e4sten in liberaler Weise ausfolgt. Getreu unserem Grundsatze, dem zufolge wir in dem nachfolgenden Kapitel auch von der Fauna und Flora nur das mittheilen wollen, was f\u00fcr den Besucher Ischls von Intere\u017f\u017fe ist, ohne ihn mit dem Ballast unn\u00f6tiger Terminologien und trockener Aufz\u00e4hlungen zu behelligen, wollen wir auch hier in Bezug auf die Charakteristik der Fische uns aller gelehrten Exkursionen enthalten. Die Fische, welche die Angel hier erbeuten d\u00fcrfte w\u00e4ren:<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>der <strong>Gre\u00dfling<\/strong> hier \u201eWeber\u201c genannt, <\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>der <strong>Silberbrachse<\/strong> hier \u201eFrauenfisch\u201c, <\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>die <strong>Nase <\/strong>hier\u201eSchied\u201c, <\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>der <strong>Wei\u00dffisch<\/strong> hier \u201eSchneiderfischl\u201c, <\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>der <strong>Rothauge<\/strong> hier \u201eKothtaschl\u201c.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Die <strong>Lachsforelle<\/strong> (Seeforelle) zeichnet sich von den \u00fcbrigen durch ihren mehr hervorstehenden Unterkiefer und die schwarzen Flecken an der Seite aus. Ihr Hals und Bauch sind silbergl\u00e4nzend, da her auch der Name Silberlachs. Sie h\u00e4lt sich au\u00dfer der Laichzeit, wo sie gerne in kleinen Fl\u00fcssen stromaufw\u00e4rts zieht, in Seen auf.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em><strong>Saibling<\/strong> (Salblinge, Langbather Saibling, Mondseer Saibling) sind an der braunen Kopffarbe, den gelben Flecken am Rumpfe, den wei\u00dfen Seiten und dem orangegelben Bauche, leicht zu erkennen. Ger\u00e4uchert nennt man sie Schwarzreuther, hier \u201eSchwarzreiterle\u201c. <\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em><strong>Forellen <\/strong>(Fluss Forelle, Wei\u00dfforelle, Schwarzforelle), welche noch wohlschmeckender als die Saiblinge sind, lieben das ganz kalte Wasser, halten sich daher gerne in Gebirgsb\u00e4chen auf. Sie werden durch verschiedenartigen Angelger\u00e4the (Fischangel, Legangel, Wurmangel und Flugangel) gefangen. Ihre Laichzeit dauert vom Oktober bis Januar. <\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Die Aalraupe, deren Rumpf durch dunkel- oder blass gelben Flecken gekennzeichnet ist, hat sehr schmackhaftes Fleisch. <\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Die <strong>\u00c4sche<\/strong> von graublauer oder dunkelgr\u00fcner Farbe wird, weil sie das kalte Wasser nicht liebt, <\/em>nie in Gesellschaft von Forellen angetroffen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Ischls Cursaal (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/play.google.com\/books\/reader?id=qyFAAAAAcAAJ&amp;hl=de&amp;printsec=frontcover&amp;pg=GBS.PA364\" target=\"_blank\">Ischls Cursaal<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vom Fischen und der Fischzucht<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Gerne w\u00fcrde ich Ihnen diese traurige Einleitung meines heutigen Schreibens erspart haben, wenn die Person des viel zu fr\u00fch abgeschiedenen <strong>Doktors Aug. Ritter v. Genczik<\/strong> mit dem Zwecke dieses Aufsatzes nicht auf das Innigste in Verbindung st\u00e4nde. Ich will n\u00e4mlich von Fischen und von k\u00fcnstlicher Fischzucht sprechen, in diesem sch\u00f6nen L\u00e4ndchen, und wie sollte ich da nicht unseres Doktors gedenken? Die letzten Jahre seines vielbewegten Lebens hatte er ausschlie\u00dflich dem Studium des Fischfaches gewidmet. Schon vor mehr als zwanzig Jahren war er es, der in Ober\u00f6sterreich einem <strong>rationellen Fischen mit Angel und k\u00fcnstlicher Fliege<\/strong> Bahn brach. Fr\u00fcher betrachteten die Engl\u00e4nder die echte Angelfischerei als ihr ausschlie\u00dfliches Monopol, und oft h\u00f6rte ich solche Herren sich \u00e4u\u00dfern: <\/em><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fischwerkzeug kann nur England gut liefern, und gute Fischer mit noblem Werkzeug g\u00e4be es nirgends anders als auf der Insel.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1873 gab es schon ein Fischzucht in Bad Ischl<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"939\" height=\"403\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-32.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10855\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-32.png 939w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-32-450x193.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-32-680x292.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 939px) 100vw, 939px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fischzucht Franz Rettenbacher zu Sulzbach wird in diesen Bericht sehr ausf\u00fchrlich beschrieben.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fischzucht in Bad Ischl, Sulzbach<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Vor Allem verdient Erw\u00e4hnung der Bergarbeiter <strong>Franz Rettenbacher<\/strong>, welcher auf seinem kleinen Anwesen <strong>zu Sulzbach bei Ischl <\/strong>die k\u00fcn\u017ftliche Fischzucht seit Jahren mit be\u017fonderer Vorliebe ohne alle Unterst\u00fctzung und Beihilfe betreibt. Das dazu erforderliche Anlagekapital konnte er nur durch die gr\u00f6\u00dfte Sparsamkeit erschwingen, und s\u00e4mmtliche Bauten hat derselbe neben seinem anstrengenden Berufe als Bergarbeiter mit eigenen H\u00e4nden zur Ausf\u00fchrung gebracht, daher ihm zur Erweiterung einer Anstalt, welche von der o.\u00f6. Landwirtschafts-Gesellschaft als die Fischzucht ausgew\u00e4hlt wurde und einen erste Staatspreis mit 200 Gulden zuerkannt bekam. Wir erlauben uns den Bericht der von der Landwirtschafts-Ge\u017fellschaft entsandten Kommission \u00fcber die Rettenbacher Fischzuchanstalt hier vollst\u00e4ndig berichten zu d\u00fcrfen, da dies in jeder Beziehung anregend und belehrend ist: <\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"> Fischzucht-Anstalt des Franz Rettenbacher  <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eDie k\u00fcnstliche Fischzucht-Anstalt des Franz Rettenbacher besteht aus zwei Bruth\u00fctten, f\u00fcnf Streckteichen und einer Schiffh\u00fctte mit Schiff. In den zwei gr\u00f6\u00dferen, zusammenh\u00e4ngenden Streckteichen, die eine Ausdehnung von mehr als einem Joch besitzen, ist ein mit einer sehr praktischen Vorrichtung ausgestattetes h\u00fcbsches W\u00e4chterhaus erbaut, von dem aus sich alle Teiche der Anstalt \u00fcbersehen und bewachen lassen. S\u00e4mtliche Baulichkeiten, Vorrichtungen und Apparate zeigen in ihrer Einfachheit, Reinlichkeit und vollkommen praktischen Einrichtung den f\u00fcr die Sache ra\u017f\u017fionirten, strebsamen, rationellen Z\u00fcchter, dessen in Bruth\u00e4usern und Streckteichen befindliche Fische den \u00fcppigsten Wachsthum und die beste Gesundheit bekunden. Franz Rettenbacher hat im Jahre 1858 in ganz kleinem Ma\u00dfstabe mit der k\u00fcn\u017ftlichen Fischzucht begonnen, welche bis zum Jahre 1864 darin bestand, da\u00df er j\u00e4hrlich einige Hundert, manchmal auch einige Tausend Forellen-Eier befruchtete und der Ausbr\u00fctung \u00fcberlie\u00df, dann die Fischlein, sobald sie einer Nahrung bedurften, in das n\u00e4chst \u017feiner Behau\u017fung gelegene Quellwasser (sein Eigenthum) einsetzte. Nach Verlauf der gedachten Zeitperiode, das ist nach 6 Jahren, war keine wesentliche Vermehrung der Fische wahrnehmbar, was wohl darin seinen Grund gehabt haben mag, da\u00df die Fische, nachdem sie gr\u00f6\u00dfer geworden, sich in das gr\u00f6\u00dfere, mit seinem Eigenthum zu\u017fammen h\u00e4ngende \u00e4rarische Quellwasser, und bei offener Communication selbst in den Traunflu\u00df, begeben haben werden. Im Jahre 1864 beschlo\u00df Rettenbacher, die im n\u00e4chsten Winter aus fallenden Fischlein im geschlossenen Raume k\u00fcnstlich aufzuf\u00fcttern, was ihm auch vollkommen gelang, indem die 800 Fischlein (Salblinge) im Alter von einem Jahre schon das Gewicht von 2 bis 7 Loth per St\u00fcck erreichten. Leider war er mit dieser ersten Zucht nicht gl\u00fccklich, denn im Alter von 1\/2 Jahren fingen die Fische an, ohne die geringste sichtbare Spur von einer Krankheit abzusterben, und es gingen binnen einem halben Jahre die H\u00e4lfte davon zu Grunde. Hiermit endete gl\u00fccklicherweise das Uebel, und zwar von selbst. Nach den seither gemachten Erfahrungen glaubt Rettenbacher behaupten zu k\u00f6nnen, da\u00df er die Fische damals zu gut f\u00fctterte, denn seit der Zeit, als er eine gr\u00f6\u00dfere Menge Fische besitzt und dieselben nicht mehr so gut f\u00fcttern kann, hat das Eingehen der Fische ganz aufgeh\u00f6rt. Seit dem Jahre 1865 zieht Rettenbacher j\u00e4hrlich mehrere tausend Fische, n\u00e4mlich: Salblinge, Forellen und Bastarde. Sehr gut gedeihen die Bastarde von Salbling-Eiern mit Bachforellen-Milch befruchtet, nicht minder aber auch die reinen Salblinge; weniger gut gedeihen die Forellen, was in der Fleischf\u00fctterung zu liegen scheint. Die Fische erhalten in der ersten Jugend Kalbs-Leber und Hirn, sp\u00e4ter Lungen, Ged\u00e4rme und son\u017ftige billige Fleischabf\u00e4lle, auch Fleisch von geschlachteten Pferden. Auf den Zentner lebender Fische wird t\u00e4glich durchschnittlich f\u00fcnf Pfund Futter verabreicht. Insekten-F\u00fctterung ist bei einer solchen Menge Fische unm\u00f6glich, da alle derartigen Futterstoffe, als: Wasserasseln, Seitlinge, Gelsen, Fliegenlarven c. c. in der betreffenden Gegend nur \u017fehr sp\u00e4rlich vorkommen und auch Froschbrut und billige Fische nicht zu Gebote stehen. Nach der Meinung Rettenbachers mu\u00df daher jedem Fischz\u00fcchter, dem nicht Insektenfutter zug\u00e4nglich und der auf einen kleinen Raum beschr\u00e4nkt ist, w\u00e4rmstens empfohlen werden, nur Salblinge zu ziehen, da nur dieser Fisch sich in ganz kleinem Raume in gro\u00dfer Menge mit Fleischf\u00fctterung von der zarten Jugend bis zur Marktf\u00e4higkeit ziehen l\u00e4\u00dft und auch den geringsten Verlu\u017ft \u2013 durch Absterben \u2013 etwa mit 7 Perzent ergibt. Der Salbling ist ein sehr geselliger, zahmer Fisch, der sich ganz ruhig inmitten von Fischen verschiedener Gattung und Gr\u00f6\u00dfe verh\u00e4lt, w\u00e4hrend die Forelle immer scheu und unvertr\u00e4glich, besonders gegen Kleine Fische, sich zeigt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Rettenbacher<\/strong> verkauft seine Fische im Alter von 2% bis 3% Jahren und nur die im Wachsthum zur\u00fcckgebliebenen mit 4\/2 und 5\/2 Jahren. In neuer Zeit erbr\u00fctet er sich immer eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl Fische, als er bedarf hatte und wirft dann nach einem Jahre oder auch sp\u00e4ter die im Wachsthum am meisten zur\u00fcckgebliebenen, dieselben sich selbst \u00fcberlassend, ins freie Wasser, da man nach seiner Angabe weitaus mehr erzielt, wenn man das kostspielige Futter solchen Fischen giebt, die mehr Wachsthum versprechen. Die Brut bezieht er von den Ausseer Seen in der Steiermark, wo er sich j\u00e4hrlich einige Hundert Mutterfische zur Laichzeit kauft und deren Eier mit k\u00fcnstlich gezogenen Milchnern befruchtet, nachdem unter den Salblingen in den genannten Seen die Milchner sehr selten sind und diese nur \u00e4u\u00dferst wenig Samen geben. Die Mutterfische beh\u00e4lt er dann bis n\u00e4chsten Sommer zum Verkaufe. Im Jahre 1870 hat Rettenbacher keine Fische erbr\u00fctet, da eine solche Menge bereits vom vorigen Jahre vorhanden<\/em> <em>ist, da\u00df es ihm bei erneuter Vermehrung unm\u00f6glich w\u00fcrde, das Futter aufzubringen. Das dieser Anstalt dienende Wasser besteht aus vielen Hundert kleineren und gr\u00f6\u00dferen aus dem Boden aufsteigenden Quellen. Die Temperatur desselben ist in der N\u00e4he der Quellen im Winter 5 Grad, im Sommer 6 Grad und beim Ausflusse n\u00e4chst dem Traunflusse im Winter 3 Grad, im Sommer 9 Grad ober Null. Das Ausschl\u00fcpfen der Fischlein aus den befruchteten Eiern erfolgt in diesem Wasser nach 50 bis 60 Tagen. Was die Anlage und deren Kosten betrifft, so hatte Rettenbacher bis zum Jahre 1864 nur zwei Brutk\u00e4stchen. Im Jahre 1864 erbaute er eine Bruth\u00fctte mit vier Brutk\u00e4stchen und zwei Streckabtheilungen; im Jahre 1865 eine Streckh\u00fctte mit drei Abtheilungen; im Jahre 1866 die beiden Streckteiche; im Jahre 1867 eine neue Bruth\u00fctte und noch im selben Jahre, nach dem er den unteren Theil des Altwassers vom k. &amp; k. Forst\u00e4rar gegen Abtretung eines Theiles seines Forstholzrechtes als Eigenthum bekam, sperrte er die Communication des Quellwassers mit dem Traunflusse mittelst eines festen Holzgitters ab und erbaute die Schiffsh\u00fctte sammt Schiff; im Jahre 1868 das W\u00e4chterhaus (Pfahlbau). Das gesammte Anlagecapital betr\u00e4gt 517 fl. Bez\u00fcglich der Anlegung der Teiche war ihm die nat\u00fcrliche Ortslage sehr g\u00fcnstig, so da\u00df er fast gar keine Grundaushebung n\u00f6thig hatte. Nach der am 29. und 30. Juli 1870 aus Anla\u00df \u017feiner Eingabe um einen Staatspreis vorgenommenen Inventur, wobei die Fische genau gez\u00e4hlt und gewogen wurden, haben sich nachstehende Resultate ergeben:<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"612\" height=\"213\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-34.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10862\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-34.png 612w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-34-450x157.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 612px) 100vw, 612px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Von diesem Vorrathe konnten im Jahre 1870 noch beil\u00e4ufig 210 Pfund marktf\u00e4hige Fische verkauft werden. Die Qualit\u00e4t der k\u00fcnstlich gezogenen Fische d\u00fcrfte eine sehr gute gewesen sein, nachdem letztere leichten Absatz zu hochgestellten Preisen fanden. Das gesammte Anlagecapital hat sich nach den vorgelegten Aufschreibungen sehr gut verzinst. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Google Books: Fischereibetrieb und Fischereirecht in Oesterreich (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/books.google.at\/books?id=W2X4uAAACAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false\" target=\"_blank\">Google Books: Fischereibetrieb und Fischereirecht in Oesterreich<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1885 Fischereigesetz Ober\u00f6sterreich<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"413\" height=\"362\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-37.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10872\" style=\"width:520px;height:457px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-37.png 413w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-37-365x320.png 365w\" sizes=\"auto, (max-width: 413px) 100vw, 413px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00d6sterreichische Gesetze Band 25 zum Thema Jagd, Vogelschutz und Fischerei. <br \/>Aus dem Jahre 1885<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>G\u00fcltigkeitsbereich f\u00fcr &#8222;Gew\u00e4sser ob der Enns&#8220;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem auf Basis des Reichsgesetzes 1885 erlassenen Fischereigesetz g\u00fcltig f\u00fcr das Erzherzogthum \u00d6sterreich ob der Enns, (O\u00d6. Fischerei Gesetz 1895) mit einer Neuregelung der Fischerei in Ober\u00f6sterreich.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"279\" height=\"264\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-38.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10873\" style=\"width:522px;height:493px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gesetz vom 25. April 1885, RGB. Nr. 58, betreffend die Regelung der Fischerei in den Binnengew\u00e4ssern  <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1889 bis 1898 P\u00e4chter der Ischler Traun<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom Landesfischermeister Siegfried Pilgersdorfer konnte ich mir das Buch, aus dem Jahre 1891 ausborgen. Hier sind alle Fischw\u00e4sser nach Ortsangabe, Name des Fischerei-Berechtigten, Umfang des Fischereirechtes und auch Besondere Modalit\u00e4ten der Aus\u00fcbung, sowie ggf. der Name des P\u00e4chters angef\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"886\" height=\"479\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-36.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10866\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-36.png 886w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-36-450x243.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-36-680x368.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 886px) 100vw, 886px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fischw\u00e4sser und Fischereirechte im Oberen Salzkammergut.<br \/>Auszug aus der Ausgabe aus dem Jahre 1891.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Franz Koch hat lt. diesen Aufzeichnungen aus dem Jahre 1891, die Goiserer Traun, von der Klause in Steeg beim Hallst\u00e4tter See bis zum Windensteg in Laufen (damals wurde Lauffen mit Laufen geschrieben) und auf der linken H\u00e4lfte der Traun, vom Windensteg bis Mitterwei\u00dfenbach,  auf der ganzen Flu\u00dfstecke. (Seite 268-269) Verp\u00e4chter waren die K. &amp; K. Forst\u00e4rar. Die historische Bezeichnung <strong>Forst\u00e4rar<\/strong> ist ein Teil des&nbsp;\u00c4rars, so die historische Bezeichnung f\u00fcr Staatsbesitz.  <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erg\u00e4nzende Bedingungen, von damals&#8230;<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&#8222;Der P\u00e4chter muss allj\u00e4hrlich 20.000 St\u00fcck Forellenbrutfische in die gepachteten Fischwasser einsetzen und ist verpflichtet sich an die gesetzlichen Schonzeiten zu halten.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"> P\u00e4chter der Oberen Traun von 1889 bis 1898 <\/h4>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"316\" height=\"432\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-35.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10864\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-35.png 316w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-35-234x320.png 234w\" sizes=\"auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Franz Koch, 1833 bis 1907<\/strong><br \/> B\u00fcrgermeister von Ischl (1876 &#8211; 1894) und P\u00e4chter der Oberen Traun.<br \/>Quelle: Stadtamt Bad Ischl<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1891 &#8211; Fischereirechte im Salzkammergut<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um das vom <strong>Landesfischermeister Siegfried Pilgerstorfer <\/strong>ausgeborgte Buch mit kopieren nicht zu besch\u00e4digen, habe ich die f\u00fcr das Salzkammergut relevanten Fischbucheintr\u00e4ge aus dem Jahre 1891 in eine Excel Tabelle \u00fcbertragen. Siehe dazu nachfolgende Informationen:  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"593\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-59-1024x593.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11023\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-59-1024x593.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-59-450x261.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-59-1536x889.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-59-680x394.png 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-59.png 1929w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fischw\u00e4sser und Fischereirechte im Oberen Salzkammergut &#8211; K. &amp; K. Forst\u00e4rar Ischl.<br \/>Aus der Ausgabe, aus dem Jahr 1891.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"561\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-60-1024x561.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11025\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-60-1024x561.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-60-450x247.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-60-1536x842.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-60-680x373.png 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-60.png 1855w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> Fischw\u00e4sser und Fischereirechte im Oberen Salzkammergut &#8211; K. &amp; K. Forst\u00e4rar Hallstatt.<br \/>Aus der Ausgabe, aus dem Jahr 1891. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"845\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-61-1024x845.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11027\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-61-1024x845.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-61-388x320.png 388w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-61-1536x1267.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-61-680x561.png 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-61.png 1952w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> Fischw\u00e4sser und Fischereirechte im Oberen Salzkammergut &#8211; K. &amp; K. Forst\u00e4rar Hallstatt.<br \/>Aus der Ausgabe, aus dem Jahr 1891.  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gew\u00e4sserkarten Obere Traun<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachfolgend eine Quellensammlung und Quellenaufbereitungen zur &#8222;Oberen Traun&#8220;. Mit diesen historischen Karten und Literatur zur Oberen Traun und seiner Flusslandschaften, ergeben sich noch weiteren Zug\u00e4nge zu Quellen und Literatur, die in weiterer Folge betrachtet werden sollten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>1802: Traun Regulierungs-Pl\u00e4ne Stegg, Seeklause mit Gegentor<\/strong> (O\u00d6LA KS 103a 1)<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1818: \u201eGeometrischer Plan des Traun Flusses <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">samt den betreffenden Provillen von Steeg bis Laufnerbr\u00fccke.\u201c 22 Bl., Uferbeschreibungen der Traun. O\u00d6LA KS XIV 103a 2<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1800: Profile des Traun Laufs, Hauptkarte von der Traun <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ob der Lauffener Br\u00fccke bis in die Goff (?), zur Langwies Kreuzs\u00e4ule, 18 Bl., O\u00d6LA KS XIV 103a 4<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1784-1881: Traun Fluss Karten undatierte, <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">O\u00d6 Landesarchiv, Registratur der Landesbaudirektion, D Stromkarten, B Traunflu\u00dfkarten, Mappen 16-20<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1839-1844: Schachtel 53 Nr. 1 Fischw\u00e4sser an der Traun<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">NEWEKLOWSKY, E. (bis 1963): Nachlass unter anderem mit Materialien (Bilder, Karteien, Manuskripte, Karten und Brosch\u00fcren) zur Traun, Zeitraum 19. \u2013 1. H\u00e4lfte 20. Jhdt., O\u00d6LA (siehe Verzeichnis im Kapitel Wasserbauakten\/-pl\u00e4ne im O\u00d6LA)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">WIENER STADT- UND LANDESARCHIV (1586): Fischordnung an der Traun. Fischer verkaufen Fang in anderen M\u00e4rkten, D\u00f6rfern, St\u00e4dten anstatt in Linz. HKA N\u00d6 Herrschaftsakten F24, fol. 23-24<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"729\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-47.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10967\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-47.png 992w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-47-435x320.png 435w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-47-680x500.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 992px) 100vw, 992px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> Burg Wildenstein um 1674, Stich von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Georg_Matth%C3%A4us_Vischer\">G.M.Vischer<\/a> <br \/>Quelle: Wikipedia<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die See- und Flussfischerei hat im Salzkammergut eine jahrhundertelange Tradition und wurde bereits 1494 erstmals von Kaiser Maximilian per Dekret geregelt, denn der Fisch als \u201eHerrenspeise\u201c war dem \u201egemeinen Volke\u201c urspr\u00fcnglich nicht zugedacht. Betrachten wir einmal die geschichtlichen Hintergr\u00fcnde der Fischereiwirtschaft in Bad Ischl:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die <strong>Fischereiberechtigungen<\/strong> in den nutzbaren Gew\u00e4ssern in Bad Ischl hatten seit Jahrhunderten die landesf\u00fcrstlichen Herrschaften inne.\u00a0 \u201e<strong>Fischereiordnungen<\/strong>\u201c sind schon aus den Jahren 1585, 1707 und 1708 bekannt.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Fischereiaus\u00fcbung in unseren Fischgew\u00e4ssern war dem \u201e<strong>Pflegamt Wildenstein<\/strong>\u201c \u00fcbertragen, ausgenommen die Strecke Ischl-Mitterwei\u00dfenbach, die dem Stift Traunkirchen lange Zeit vorbehalten blieb.<\/li>\n\n\n\n<li>Seit der Zeit nach den Franzosenkriegen sind fast alle Fischw\u00e4sser im Besitze der Staats- bzw. Bundesforste und verpachtet. Der Angelsport wurde bereits um 1830, vornehmlich durch Engl\u00e4nder, an der in internationalen Sportfischerkreisen weltbekannten Traun ausge\u00fcbt. <\/li>\n\n\n\n<li> Seit dem Jahre 1770 war der Sitz der Herrschaft Wildenstein das Geb\u00e4ude der heutigen Forstverwaltung Goisern, wo sich auf dem Dachboden noch bescheidene Reste des ehemaligen Aktenbestandes befanden.<\/li>\n\n\n\n<li>Durch Erwerb der &#8222;<a aria-label=\"Wildensteiner Best\u00e4nde (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/JOM_87_0063-0071.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wildensteiner Best\u00e4nde<\/a>&#8220; und Ebenseer St\u00fccke besitzt das O.\u00d6. Landesarchiv die gesamten staatlichen Archivk\u00f6rper des Salzkammergutes. Kein Landesteil ist so vollst\u00e4ndig vertreten, als das wirtschaftsgeschichtlich und politisch eigenartige Salzkammergut. <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"utsDPUVHcx\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=1592\">TRUNA ANNO<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;TRUNA ANNO&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=1592&#038;embed=true#?secret=BQKYaxp26V#?secret=utsDPUVHcx\" data-secret=\"utsDPUVHcx\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"808\" height=\"271\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-24.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10820\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-24.png 808w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-24-450x151.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-24-680x228.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 808px) 100vw, 808px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Stempel vom Fischereirevier 1936<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>100 Jahre Fischereirevier Oberes Salzkammergut<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der m\u00fcndlichen \u00dcberlieferung war bisher bekannt, dass es unser &#8222;<strong>Fischereirevier Oberes Salzkammergut<\/strong>&#8220; (FROSKG) vulgo &#8222;<strong>Fischereirevier Ausschuss Traun &#8211; Landesgrenze bis Traun Ebensee<\/strong>&#8222;, mit Sitz in Ischl, entweder 1920 oder 1921 gegr\u00fcndet worden war. Deshalb werden wir auch im Jahr 2020 unser 100-j\u00e4hriges Bestandsjubil\u00e4um feiern k\u00f6nnen. Dieses Jubil\u00e4um ist f\u00fcr mich auch ein Anlass, mich mit der <strong>Revier-Chronik<\/strong> zu besch\u00e4ftigen. Im Laufe des letzten Jahres, lie\u00df mich der Gedanke nicht mehr los, die Geschichte des <strong>Fischerei Revier Oberes Salzkammergut<\/strong> aufzuarbeiten und soweit m\u00f6glich, ab Zeitpunkt der Gr\u00fcndung durch Unterlagen abzusichern und zu dokumentieren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine R\u00fcckfrage bei den \u00d6sterreichischen Bundesforsten, beim ehemaligen Schriftf\u00fchrer des &#8222;<strong>Fischereirevier Oberes Salzkammergut<\/strong>&#8222;, Erwin Fischer, mit der Bitte, mir die alten Fischereirevier Dokumentationen zu \u00fcbergeben, war positiv. Im Zuge der Zusammenlegungen der Forstbetriebe im Oberen Salzkammergut sind die alten Revier Protokolle, des FROSKG im Archiv der Bundesforste in Bad Goisern gelandet. Im Zuge der Archiv Aussortierung, kam es den \u00d6sterreichische Bundesforste&nbsp;(\u00d6BF) &#8211; Forstbetrieb Inneres Salzkammergut &#8211; Forstverwaltungen in 4822&nbsp;Bad Goisern am Hallst\u00e4tter See entgegen, dass sich wer um diese, nicht zur \u00d6BF geh\u00f6renden Unterlagen interessierte und im Zuge von Platzmangel im Archiv auch \u00fcbernehmen wollte. So bekam ich im August 2019 einige Schachteln mit Ordnern, mit Protokollen, Kassabuch und alten Schulungsunterlagen, wie diese fr\u00fcher f\u00fcr die Jungfischerausbildung verwendet wurden. Auch die alten Kassabelege und Buchf\u00fchrung neben die Protokolle der abgehaltenen Fischereirevierausschusssitzungen und das Sparbuch aus dem Jahre 1924 bekam ich zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fischereirevier Oberes Salzkammergut<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Quellensammlung und Quellenaufbereitungen zum Fischereirevier suchte man bisher vergebens. Mit der vorliegenden Bibliografie historischer Dokumente, Karten und Literatur liegt ein Werk vor, das den Zugang zu Quellen und Literatur leicht macht. Ich habe versucht durch unerm\u00fcdlichen Recherchen Materialien, die in diversen Archiven, Bibliotheken, Sammlungen und sogar Beh\u00f6rden verwahrt werden, in einem Dokument zusammengef\u00fchrt. Basis meiner Recherchen waren mehrere Forschungsprojekte, aber auch ein ausgepr\u00e4gtes privates Interesse an der <br \/>Thematik, das ihn auch sehr verborgene Unterlagen aufsp\u00fcren lie\u00df. Nur die Kombination aus bezahlter, projektf\u00f6rmiger T\u00e4tigkeit und langj\u00e4hrigem pers\u00f6nlichem Interesse und Engagement im Zusammentragen von Unterlagen, erm\u00f6glichte eine Bibliografie der vorliegenden Art. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>OFM Josef H\u00f6plinger 1912 \u2013 2006 <\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Josef H\u00f6plinger, Oberfischmeister am Hallst\u00e4tter See, starb am 29. J\u00e4nner 2006 im 94. Lebensjahr. Aus einer alten Fischerfamilie stammend, die seit <strong>1850 den Hallst\u00e4tter See bewirtschaftet<\/strong>, f\u00fchrte Josef H\u00f6plinger seit 1928 gemeinsam mit seinem Bruder Karl die Bewirtschaftung des Hallst\u00e4tter Sees f\u00fcr die \u00d6sterreichischen Bundesforste durch. In vorbildlicher Weise wurde der Hallst\u00e4tter See nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit bewirtschaftet \u2013 lange bevor dieses Schlagwort in aller Munde war.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/biografien\/Hoeplinger_Josef_N_Oesterreichs-Fischerei_59_0087.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"OFM Josef H\u00f6plinger 1912 \u2013 2006 - Zobodat (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">OFM Josef H\u00f6plinger 1912 \u2013 2006 &#8211; Zobodat<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fischereirevier Obm\u00e4nner im FROSKG<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist in Ausarbeitung &#8230;..<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Reviervorstand seit 2018<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"OD6UIbmIat\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=8348\">FISCHEREIREVIER OBERES SALZKAMMERGUT VOLLVERSAMMLUNG 2018<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;FISCHEREIREVIER OBERES SALZKAMMERGUT VOLLVERSAMMLUNG 2018&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=8348&#038;embed=true#?secret=gPCcixZ3FH#?secret=OD6UIbmIat\" data-secret=\"OD6UIbmIat\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"utsDPUVHcx\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=1592\">TRUNA ANNO<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;TRUNA ANNO&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=1592&#038;embed=true#?secret=BQKYaxp26V#?secret=utsDPUVHcx\" data-secret=\"utsDPUVHcx\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"mo8NcDNTBk\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=20545\">ZUNFTFAHNE DER FISCHEREI<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;ZUNFTFAHNE DER FISCHEREI&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=20545&#038;embed=true#?secret=dp3C1iZVPB#?secret=mo8NcDNTBk\" data-secret=\"mo8NcDNTBk\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wir wollen es wissen&#8230;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im &#8222;<strong>Fischereirevier Oberes Salzkammergut<\/strong>&#8220; von heute konzentrieren wir uns haupts\u00e4chlich um die Belange, die wir lt. O.\u00d6. Fischereigesetz umzusetzen haben. Jedoch auch die Geschichte um die Fischerei und der Gew\u00e4sserentwicklung der letzten 500 Jahre, also prim\u00e4r jene Zeit, die auch mit schriftlichen Quellen erfahrbar ist, ist uns ein Anliegen. <strong>Gro\u00dfes Augenmerk legen wir dabei auf alles, was in den letzten 200 Jahren fototechnisch festgehalten wurde. Wie sahen die Ufer, Wehranlagen, Br\u00fccken, Fluren, Personen, \u2026 fr\u00fcher aus? Wir wollen es wissen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Quellen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fischereiordnungen Salzburger Erzbisch\u00f6fe (Leonhard v. Keutschach 1507, Herzog Ernst v. Bayern 1544, Michael v. Kuenburg 1559; mit Zeichnungen f\u00fcr den Mondsee; aus W.H. Hohbergs Georgica curiosa 11. Buch &#8222;Wasserbuch&#8220;, ca. 1710;  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">O\u00d6. Landesarchiv &#8211; lt. Jahresbericht von 1967:  Das Archiv des Landesfischereiverbandes ist in 28 Schachteln untergebracht. Es enth\u00e4lt zahlreiche Protokolle und Rechnungen, Material \u00fcber Volksfeste und Ausstellungen (1896\u20141912), Fischerei-Reviere und Fischzucht (1889\u2014 1908) und die Regulierungen des Fischwassers (1877\u20141926 und Vorakten bis 1699). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bibliografie historischer Karten und Literatur zu \u00f6sterreichischen Flusslandschaften von Severin Hohensinner (2015)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ABERLE, A. (1974): Nahui, in Gotts Nam! Schiffahrt auf Donau und Inn, Salzach und Traun. Rosenheimer Verlagshaus, 183 S., Sign. 13647, Techn. Museum Wien<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">HEIDER, J. (1970): Das gro\u00dfe Schiffsungl\u00fcck auf der Traun im Jahre 1720.<br \/>Ober\u00f6sterreichische Heimatbl\u00e4tter, Jg. 24, Heft 3\/4, S. 40-43 (PDF-Download Biografie Forum O\u00d6 Geschichte).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">HERBST, A. (1895): Traunregulierung. Monatsschrift f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Baudienst, S. 124.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N.N. (1914): Traunschiffahrt, Auflassung. Die Wasserwirtschaft, S. 68.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00dcLLNER, J. (1896): Die Seen des Salzkammergutes und die \u00f6sterreichische Traun. Erl\u00e4uterungen zur ersten Lieferung des \u00f6sterreichischen Seenatlasses. Geographische Abhandlungen, Bd. VI, Heft 1, S. 1-114, mit detaillierter Beschreibung der Traun (Hydrologie, etc.) auf S. 64-114, mit Kartenbeilagen, \u00d6NB 393.258-C<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/Oesterreichs-Fischerei_6_0159-0161.pdf\" target=\"_blank\">Dr. Gustav Brachmann, Neukirchen\/Altm\u00fcnster: Die \u00e4lteste Fischerei-Ordnung von Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/Oesterreichs-Fischerei_4_0074-0077.pdf\" target=\"_blank\">Dr. Gustav Brachmann, Neukirchen bei Altm\u00fcnster: Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Fischerei in \u00d6sterreich (I)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/Oesterreichs-Fischerei_4_0220-0222.pdf\" target=\"_blank\">Dr. Gustav Brachmann, Neukirchen bei Altm\u00fcnster: Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Fischerei in \u00d6sterreich (II)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/MGSL_76_0081-0128.pdf\" target=\"_blank\">Hans Freudlsperger: Kurze Fischereigeschichte des Erzstiftes Salzburg<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sabine und Josef Wanzenb\u00f6ck, Ernst Mikschi, Albert Jagsch: 150 Jahre Fischforschung in \u00d6sterreich<br \/><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"GsT4CjGDtX\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=1685\">FISCHEREI ANTIQUITAETEN<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;FISCHEREI ANTIQUITAETEN&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=1685&#038;embed=true#?secret=pZCEL57ymC#?secret=GsT4CjGDtX\" data-secret=\"GsT4CjGDtX\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"516\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-5-1024x516.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11446\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-5-1024x516.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-5-1536x774.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-5-680x343.png 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-5-450x227.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-5.png 1726w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n&nbsp;<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #99cc00;\">&#8222;Die Geschichte der Menschheit kann nicht ohne die Fischerei gedacht werden.&#8220;<\/span><p style=\"text-align: center;\">Zitat von Prof. DDr. Peter L\u00f6w<\/p><p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-121\" title=\"20080303_17463_Home 250x Fisherman is Home_3333_bearbeitet-1\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/20080303_17463_Home-250x-Fisherman-is-Home_3333_bearbeitet-1.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"243\"\/><\/a><\/p>&nbsp;\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit &#8222;unendlicher Geschichte&#8220; meine ich, dass dieser Eintrag noch einiges an Recherche braucht. Einige Besuche in Bibliotheken und noch viel an Literatur aufzuarbeiten ist und im WEB zu recherchieren. 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