{"id":9714,"date":"2019-07-31T12:31:17","date_gmt":"2019-07-31T10:31:17","guid":{"rendered":"http:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=9714"},"modified":"2025-06-08T12:51:16","modified_gmt":"2025-06-08T10:51:16","slug":"methodikkurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=9714","title":{"rendered":"STRICHERL-LISTE VS. METHODIK"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6kologische Datenpunkte, Metadaten und Datenbanken, mit Vergleichswerten \u00fcber Jahrzehnten zu haben ist eine wichtige jedoch keine einfache Aufgabe. Wo all diese Daten wichtige Auswirkungen auf die Zukunft der Bewirtschaftung und Erhaltung unserer Gew\u00e4sser haben, gibt es seit einigen Jahren auch Standardpraktiken f\u00fcr die Datenermittlung mit anderen Wissenschaftlern oder der \u00d6ffentlichkeit. Gemeinsame Daten k\u00f6nnten die T\u00fcr f\u00fcr neue Forschungsm\u00f6glichkeiten \u00f6ffnen und dazu verwendet werden, fundiertere politische Entscheidungen und Erhaltungsentscheidungen zu treffen. Es werden jedoch verschiedene Anstrengungen unternommen, um den Austausch von Gew\u00e4sserdaten zu vereinfachen und zu f\u00f6rdern, den Zugang zu wichtigen Informationen zu erm\u00f6glichen und die Transparenz zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"783\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/image-20-1024x783.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-17243\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/image-20-1024x783.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/image-20-419x320.png 419w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/image-20-1536x1174.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/image-20.png 1548w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Bewirtschaftung von Gew\u00e4ssern, ist ein wesentliches Thema, die Fischbestandskontrolle. Auf der einen Seite verwendet man f\u00fcr B\u00e4che und kleiner Fl\u00fcsse die Elektrobefischung. Die biologische Vielfalt oder Biodiversit\u00e4t wird in unseren, durch menschliche Aktivit\u00e4ten stark ver\u00e4nderten Gew\u00e4ssern zu einem wichtigen Thema. Die Dokumentation der Artenvielfalt und des Zustandes der Fischpopulationen ist eine unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr richtiges Management und Schutz der gef\u00e4hrdeten Arten. Die \u00d6kologie und mit ihr die Fischbiologie haben sich in den letzten Jahrzehnten methodisch stark entwickelt. Wir sind heute<br \/> durchaus in der Lage, in kleinen und mittelgrossen Fliessgew\u00e4ssern exakte Angaben \u00fcber Fischdichten und Fischbiomassen zu machen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"477\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20180804-HAH18-8042-1-1024x477.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9723\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20180804-HAH18-8042-1-1024x477.jpg 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20180804-HAH18-8042-1-450x209.jpg 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20180804-HAH18-8042-1-680x317.jpg 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20180804-HAH18-8042-1.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Elektrobefischung &#8211; hier bei einer Notabfischung.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stromfischen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Elektrofischerei kommt dabei eine wichtige Bedeutung zu. In<br \/> Fliessgew\u00e4ssern ist sie heute die wichtigste Fangmethode. Besonders durchwatbare Fliessgew\u00e4sser eignen sich hervorragend f\u00fcr den Einsatz der Elektrofischerei. Schwieriger wird es in gr\u00f6sseren Gew\u00e4ssern mit zunehmender Tiefe. In tiefen Stellen (ab zirka 2 &#8211; 2.5m Wassertiefe) ist die<br \/> Elektrofischerei nicht mehr effizient. Grosse Fl\u00fcsse k\u00f6nnen daher mit dem aus einem Boot betriebenen Elektrofangger\u00e4t nur noch an gewissen Stellen punktweise befischt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20181209-unbenannt-2725-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9291\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20181209-unbenannt-2725-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20181209-unbenannt-2725-450x298.jpg 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20181209-unbenannt-2725-680x450.jpg 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20181209-unbenannt-2725.jpg 1812w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Elektrobefischung vom Boot aus.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">DOKUMENTATION mit Stricherl-Liste<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"631\" height=\"713\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/image-12.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9725\" style=\"aspect-ratio:0.8850098619329388;width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/image-12.png 631w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/image-12-283x320.png 283w\" sizes=\"auto, (max-width: 631px) 100vw, 631px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Beispiel, einer &#8222;Stricherlliste&#8220; einer Notabfischung, wo es schnell gehen muss, um die Fische zu retten. Gegen\u00fcber einer Bestandsaufnahme, bei der die exakte Erhebung der Fische gefordert ist.  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Identifikation der Fische (Art, L\u00e4nge oder Gr\u00f6ssenklasse) geschieht entweder direkt im Fangkescher oder in einem Beh\u00e4lter. Kleinfische werden in der Regel in zwei Gr\u00f6ssenklassen unterteilt, f\u00fcr grosse Arten reichen drei Gr\u00f6ssenklassen: 0+, Fische bis 20 cm, Fische gr\u00f6sser als 20 cm (oder 0+, juvenil, adult). Der  Protokollf\u00fchrer erstellt bei der Abfischung f\u00fcr jede Art und Gr\u00f6ssenklasse eine Strichliste. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"523\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/image-11-1024x523.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9724\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/image-11-1024x523.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/image-11-450x230.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/image-11-680x347.png 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/image-11.png 1144w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wenn es schnell gehen muss, wie bei Notabfischungen, reicht eine Stricherlliste. Bei einer <br \/>Fischbestanderhebung nach GZ\u00dcV m\u00fcssen die Fischdaten exakt vermessen und dokumentiert werden. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">METHODIK<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fischbestanderhebung nach GZUEV<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im IGF &#8211; Institut f\u00fcr Gew\u00e4sser\u00f6kologie und Fischereiwirtschaft in Scharfling am Mondsee wird ein &#8222;Methodikkurs&#8220; angeboten, in diesen Kurs wird die standardisierter Erhebungsmethode f\u00fcr die Bestimmung des \u00f6kologischen Zustands von Flie\u00dfgew\u00e4ssern entsprechend GZ\u00dcV (Gew\u00e4sserzustands\u00fcberwachungsverordnung) vermittelt. Dazu werden die n\u00f6tigen Instrumente wie die<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Erfassungssoftware, <\/li>\n\n\n\n<li>Berichtsgew\u00e4ssernetz, <\/li>\n\n\n\n<li>wichtige Infomationen \u00fcber die Elektrobefischung <\/li>\n\n\n\n<li>und der zeitlicher Ablauf f\u00fcr Elektrobefischungen <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">vorgestellt. Weiters werden den KursteilnehmerInnen Grundlagen, wie Herleitung der Fischartenbestimmung n\u00e4her gebracht.  <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Qualitative Befischung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem kleinen Fliessgew\u00e4sser wird das ganze Gew\u00e4sser oder aber mehrere repr\u00e4sentative Abschnitte befischt. Die Befischung wird mit einem oder mit zwei mobilen, tragbaren Elektrofangger\u00e4t durchgef\u00fchrt. Dazu braucht es 5-6 Personen. Eine Absperrung von Gew\u00e4sserabschnitten ist erforderlich. Die Fliessgew\u00e4sserabschnitte werden mit gleicher Intensit\u00e4t befischt, alle Habitatstypen werden ber\u00fccksichtigt. Die Identifikation der Fische (Art, L\u00e4nge oder Gr\u00f6ssenklasse) erfolgt \u00fcber einen Sammelbeh\u00e4lter, aus dem dies vermessen werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/huberpower-2016-17-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7063\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/huberpower-2016-17-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/huberpower-2016-17-450x300.jpg 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/huberpower-2016-17-680x453.jpg 680w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/huberpower-2016-17.jpg 1341w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hier eine Bestandsaufnahme mit zwei Aggregaten und einer Netzabsperrung. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir die Fischdichte in einem bestimmten Areal so exakt wie m\u00f6glich absch\u00e4tzen wollen, ben\u00fctzen wir quantitative Abfischungsmethoden. Die befischten Strecken sind in der Regel 100-300 m lang und immer durchwatbar. F\u00fcr die quantitativen Bestandeserhebungen sollen nur Methoden zum Einsatz kommen, welche f\u00fcr die zu untersuchende Fischart erprobt sind. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fischdatenbank (FDA)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Beginn der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Jahr 2000 wurde am IGF Scharfling eine Fischdatenbank aufgebaut, die enthaltenen Befischungsdaten gehen bis in die 1980er Jahre zur\u00fcck. Alle im Rahmen des in der EU-WRRL vorgeschriebenen Monitorings erhobenen Fischdaten werden in dieser Datenbank verwaltet, ausgewertet und bewertet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">S\u00e4mtliche im Rahmen der&nbsp;<strong>GZ\u00dcV Fische an Flie\u00dfgew\u00e4ssern<\/strong>&nbsp;(Gew\u00e4sserzustands\u00fcberwachungs-verordnung, Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie) in \u00d6sterreich erhoben Daten&nbsp; werden in der&nbsp;<strong>FDA&nbsp;<\/strong>&nbsp;gespeichert und ausgewertet. Mit Stand Oktober 2017 sind insgesamt (Projekte und GZ\u00dcV-Daten) 6755 Erhebungen an \u00fcber 5000 Stellen an Flie\u00dfgew\u00e4ssern im gesamten Bundesgebiet enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die FDA basiert auf Einzelfischdaten, die Dateneingabe erfolgt mittels der auch am IGF entwickelten&nbsp;<strong>FDA-Datenerfassungs-Software<\/strong>, die Benutzeroberfl\u00e4che der Datenbank ist eine Webanwendung. Im FDA-Framework integriert sind standardisierte Berechnungsmethoden, fischbiologische Auswertungen, die Berechnung statistischer Kennwerte, die Bewertung nach dem&nbsp;<strong>Fisch Index Austria (FIA)<\/strong>&nbsp;sowie die Erstellung von Diagrammen und &nbsp;pdf-Berichten.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weitere Informationen<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">FDA &#8211; Datenerfassung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Software-Update und eingebundenes Handbuch V4.5 zur Datenerfassung der \u00f6kologischen Fischuntersuchungen im Rahmen des nationalen Monitorings nach Gew\u00e4sserzustands\u00fcberwachungsverordnung (GZ\u00dcV).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">https:\/\/www.bmnt.gv.at\/wasser\/wisa\/xmlschnittstelle\/qualitaet\/fda-datenerfassung.html<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bewertung Fisch Index Austria, Fischleitbilder <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fische dienen als ma\u00dfgebliche Bioindikatoren f\u00fcr den \u00f6kologischen Zustand von Flie\u00dfgew\u00e4ssern gem\u00e4\u00df Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in Hinblick auf hydromorphologische und hydrologische Belastungen (HAUNSCHMID et al. 2006). Fischbest\u00e4nde werden im Zuge eines bundesweiten, umfangreichen Messprogramms gemonitort, deren Ergebnisse als wichtige Grundlage f\u00fcr die wasserwirtschaftliche Planung dienen. Grunds\u00e4tzlich wird zwar empfohlen, Erhebungen zur Bewertung des fisch\u00f6kologischen Zustands vorzugsweise zwischen August und Mitte Dezember (bzw. Beginn der lokalen Forellenlaichzeit) durchzuf\u00fchren. Beim Vorliegen geeigneter Rahmenbedingungen mit einer Temperatur zwischen 5 und 20\u00b0C im Rhithral und einer geringe Tr\u00fcbe etc. k\u00f6nnen Erhebungen aber auch im Fr\u00fchjahr Richtlinien-konform durchgef\u00fchrt werden. Ein abgesichertes Ergebnis ist daher aus fachlicher Sicht zwar v.a. f\u00fcr die ggst. Befischungen zum Herbsttermin zu erwarten, formal \u201eg\u00fcltige\u201c Ergebnisse in Hinblick auf die Bewertung nach WRRL sind aber auch den Ergebnissen der Fr\u00fchjahrsbefischungen zu attestieren. Die \u00f6sterreichische Methode zur Bewertung des fisch\u00f6kologischen Zustandes, der Fisch Index Austria (FIA), stellt ein Ma\u00df der Abweichung der aktuellen Fischartengemeinschaft von einer definierten Referenzz\u00f6nose dar, die den urspr\u00fcnglichen, anthropogen unbeeinflussten Bedingungen im Gew\u00e4sser entspricht. Dazu wurden f\u00fcr die einzelnen \u00f6sterreichischen Bioregionen (geologische Gro\u00dfr\u00e4ume bzw. Flusseinzugsgebiete) und Fischregionen (bez\u00fcglich Gef\u00e4lle und Wasserf\u00fchrung \u00e4hnliche Flie\u00dfgew\u00e4sserabschnitte) fisch\u00f6kologische Leitbilder definiert. Insgesamt ist \u00d6sterreich von den \u201eVergletscherten Zentralalpen\u201c bis zu den \u201e\u00d6stlichen Flach- und H\u00fcgell\u00e4nder und Grazer Feld\u201c in neun Bioregionen unterteilt. Bez\u00fcglich der Fischregionen (bioz\u00f6notischen Region) werden zehn unterschiedliche Typen vom <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Epirhithral (Obere Forellenregion) bis zum <\/li>\n\n\n\n<li>Metapotamal (Brachsenregion) unterschieden, <br \/>wobei die Regionen <\/li>\n\n\n\n<li>Hyporhithral (\u00c4schenregion) und <\/li>\n\n\n\n<li>Epipotamal (Barbenregion) nach der Gew\u00e4ssergr\u00f6\u00dfe in weitere Unterregionen unterteilt werden und mit <\/li>\n\n\n\n<li>Schmerlen- bzw. <\/li>\n\n\n\n<li>Gr\u00fcndlingsbach <br \/>zwei Sondertypen definiert sind. Besonders f\u00fcr die gr\u00f6\u00dferen Gew\u00e4sser wurden au\u00dferdem adaptierte Leitbilder festgelegt.  <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"582\" height=\"226\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/image-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10421\" style=\"aspect-ratio:2.575330152803706;width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/image-2.png 582w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/image-2-450x175.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/image-2-460x180.png 460w\" sizes=\"auto, (max-width: 582px) 100vw, 582px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entwicklung der Leitbilder erfolgte einerseits aus historischen Fischfangdaten, anhand aktueller Befischungsergebnisse von anthropogen kaum beeinflussten Referenzstrecken und anhand von Experteneinsch\u00e4tzungen. Ein fisch\u00f6kologisches Leitbild listet die potentiell vorkommenden Arten auf, wobei sie nach ihrer H\u00e4ufigkeit und Stetigkeit (unter nat\u00fcrlichen Bedingungen) in Leit-, typische und seltene Begleitarten eingestuft sind. Bei den Leitarten handelt es sich um \u201eFischarten, die auf jeden Fall in der betrachteten Bioregion und bioz\u00f6notischen Region und meist mit hoher relativer H\u00e4ufigkeit vorkommen m\u00fcssen.\u201c Typische Begleitarten sind \u201eFischarten, die in der betrachteten Bioregion und bioz\u00f6notischen Region und meist mit mittlerer relativer H\u00e4ufigkeit vorkommen m\u00fcssten.\u201c Seltene Begleitarten sind Arten, \u201edie in der betrachteten Bioregion und bioz\u00f6notischen Region und meist mit geringer relativer H\u00e4ufigkeit vorkommen k\u00f6nnten.\u201c (HAUNSCHMID et al. 2006)  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"821\" height=\"736\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/image-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10423\" style=\"aspect-ratio:1.1154915822771374;width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/image-3.png 821w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/image-3-357x320.png 357w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/image-3-680x610.png 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 821px) 100vw, 821px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Populationsabsch\u00e4tzungen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Einsatz der Elektrofischerei l\u00e4sst sich in einem Flie\u00dfgew\u00e4sser das Artenspektrum erfassen. Somit wird wichtige Information f\u00fcr die fischereiliche Bewirtschaftung, aber auch f\u00fcr biologische \u00dcberwachungsprogramme (Biomonitoring) gewonnen. Besonders wichtig sind Informationen \u00fcber Artenvielfalt (Biodiversit\u00e4t) und Vorkommen von gef\u00e4hrdeten Fischarten, stets in Verbindung mit Dichteangaben. In der Regel werden Fischinventare mit gro\u00dfem Aufwand erstellt, doch haben sich in den letzten Jahren auch Methoden durchgesetzt, die mit geringerem Aufwand recht schnell einen \u00dcberblick \u00fcber die Fischbesiedlung in einem Flie\u00dfgew\u00e4sser geben. Damit kann in einem bestimmten Flie\u00dfgew\u00e4sser das Vorkommen gef\u00e4hrdeter Fischarten rasch aufgezeigt werden und es stehen somit wertvolle Basisinformationen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n&nbsp;\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #99cc00;\">\u201eWer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. <p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #99cc00;\">Wer die Gegenwart nicht versteht, kann die Zukunft nicht gestalten.\u201c<\/span><\/strong><\/p><p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-121\" title=\"20080303_17463_Home 250x Fisherman is Home_3333_bearbeitet-1\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/20080303_17463_Home-250x-Fisherman-is-Home_3333_bearbeitet-1.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"243\"\/><\/a><\/p>\n&nbsp;\n<\/span><\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6kologische Datenpunkte, Metadaten und Datenbanken, mit Vergleichswerten \u00fcber Jahrzehnten zu haben ist eine wichtige jedoch keine einfache Aufgabe. 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