{"id":29561,"date":"2024-02-15T03:51:50","date_gmt":"2024-02-15T02:51:50","guid":{"rendered":"http:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=29561"},"modified":"2025-07-10T01:14:23","modified_gmt":"2025-07-09T23:14:23","slug":"fischerei-16-jhdt-bis-18-jhdt-im-kammergut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=29561","title":{"rendered":"BAND 1+2: FISCHEREI IM 16. Jhdt. bis 18. Jhdt. &#8211; UND 1750 BIS ZU DEN FRANZOSENKRIEGEN &#8211; IM KAMMERGUT"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jener Teil des heutigen Ober\u00f6sterreich, der <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">vom Austritte der steirischen Traun aus dem engen Koppental bis zum Nordende des Traunsees reicht und sich in einer mittleren Breite von 25 Kilometern zwischen Salzburg und Steiermark einschiebt, wird als ober\u00f6sterreichisches Salzkammergut bezeichnet.<\/mark><\/strong> Dieser geografische Abschnitt, inkl. des ober\u00f6sterreichischen Teiles des Wolfgangsee und der Ischl als Grenzfluss zu Salzburg, ist die Zust\u00e4ndigkeit vom &#8222;Fischereirevier Oberes Salzkammergut&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"741\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/image-18-1024x741.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25006\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/image-18-1024x741.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/image-18-442x320.png 442w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/image-18.png 1498w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fische, Salz und Fischerei <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fische, Salz und Fischerei stehen in direkten Zusammenhang mit dem Salzkammergut. Die Entstehung der Orte Bad Ischl, am Zusammenfluss der Ischl und der Traun, Der Ort Lauffen und auch Ebensee, waren die <strong>ersten fischereilichen- und landwirtschaftlichen Ansiedelungen zur Keltenzeit.<\/strong> Um die Entstehung der Fischerei im Salzkammergut zu kennen, muss man daher etwas weiter ausgeholt, auch die Entstehung des Ischlland, des Kammergutes zum heutigen Salzkammergut verstehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"598\" height=\"117\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-58.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29573\" style=\"width:838px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-58.png 598w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-58-450x88.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Geschichte der Fischerei im Kammergut<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Band 1: Das ober\u00f6sterreichische Salinenwesen vom Beginne des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber die Geschichte des Salzwesens ist viel geschrieben worden und in den umfassendsten Werken geht es um die systematische Geschichte der Salinen Ober\u00f6sterreichs. <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Ich versuche daraus die Geschichte der Fischerei heraus zu destillieren. Die vorliegende Dokumentation soll ein Auszug aus den genannten Werke sein und einen genaueren Einblick in die Entstehung der Fischerei, Fischzucht und der Fischereigesetze des ober\u00f6sterreichischen Salzkammergutes bilden. <\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"820\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-71-1024x820.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29615\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-71-1024x820.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-71-400x320.png 400w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-71.png 1242w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Archiv Albert Pesendorfer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ischlland &#8211; Kammergut &#8211; Salzkammergut     <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einst war es landesf\u00fcrstliches Eigentum und so wertvoll, weil es das aus dem Hallst\u00e4tter Salzberge stammende Salz lieferte. Das reiche Lager wurde schon in pr\u00e4historischer Zeit ausgebeutet von einem Volksstamm, dessen hohe Kultur einer ganzen Periode der Menschheitsgeschichte den Namen gegeben hat. Der uralte Bergbau \u00fcberdauerte noch die R\u00f6merzeit; seit den St\u00fcrmen der V\u00f6lkerwanderung bis zur K\u00f6nigin Elisabeth, der Witwe Albrecht I., welche ihn vor 1311 zu neuem Leben erweckte, mangeln uns aber bestimmte Nachrichten. Allerdings haben wir eine ganze Reihe von Anzeichen, die f\u00fcr die Fortsetzung des Salzbergbaues im Kammergut auch nach der V\u00f6lkerwanderung sprechen, ohne dass wir jedoch feststellen k\u00f6nnten, dass das erbeutete Salz vom Hallst\u00e4tter Berge gewonnen wurde. Vermutlich bestanden im fr\u00fchen Mittelalter auch in der Gegend von Ischl Salinen, soweit man aus den Ortsnamen darauf schlie\u00dfen kann. Die Bezeichnung \u201ePf\u00e4nnlein (Pfandl) im Ischlland gibt auch keine bestimmten Anhaltspunkte f\u00fcr die Bestimmung des Salzlagers, weil unter dem Namen Ischlland das ganze obere Salzkammergut zu verstehen ist und nicht nur die n\u00e4here Umgebung von Ischl. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lauffen anno 807<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"780\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-64-1024x780.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29588\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-64-1024x780.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-64-420x320.png 420w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-64.png 1518w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Archiv Albert Pesendorfer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir uns den oben erw\u00e4hnten Anzeichen f\u00fcr die Salzgewinnung im Fr\u00fchmittelalter zuwenden, so w\u00e4re daf\u00fcr <strong>die Erw\u00e4hnung von Lauffen bereits im Jahre 807 anzuf\u00fchren<\/strong>, da dieser Ort sein Dasein lediglich dem Verkehr von Salzschiffen verdanken kann (Stromhindernis). Ein Jahrhundert sp\u00e4ter werden in der ber\u00fchmten Zollordnung von Raffelstetten Schiffe aus dem Traungau genannt, von denen man vermuten kann, dass sie Salzfracht getragen haben, zumal an anderer Stelle ausdr\u00fccklich Salzschiffe erw\u00e4hnt werden. Jedenfalls wurde sp\u00e4terhin von dem um das Jahr 1020 gegr\u00fcndeten Nonnenkloster Traunkirchen im Kammergute der Salzbergbau betrieben und die K\u00f6nigin Elisabeth mu\u00dfte, bevor sie den Hallst\u00e4tter Bergbau in Angriff nahm, zuerst die \u00e4lteren Rechte dieses Stiftes abl\u00f6sen. Dass auch schon die \u00f6sterreichischen Landesf\u00fcrsten vor Elisabeth und auch vor Albrecht I., der ja einen Bergbau in der Gosau begonnen haben soll, im Kammergute Salz gewonnen haben, geht aus der Erw\u00e4hnung eines Salzmeiers (Salzamtmannes) unter K\u00f6nig Ottokar von B\u00f6hmen hervor. Weiterhin spricht f\u00fcr eine betr\u00e4chtliche Salzgewinnung vor der Zeit Elisabeths auch das verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sehr hohe Ertr\u00e4gnis der Gmundner Maut (1400 Talente) schon um das Jahr 1280. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"669\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-65-1024x669.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29590\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-65-1024x669.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-65-450x294.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-65-1536x1004.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-65.png 1890w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Archiv Albert Pesendorfer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zur selben Zeit d\u00fcrfte auch in Lauffen ein ziemlich reger Verkehr mit Salzfracht geherrscht haben, denn Rudolf I. verlieh den B\u00fcrgern dieses Ortes durch ein Privileg dieselben Handelsfreiheiten wie sie die B\u00fcrger von Gmunden besa\u00dfen<\/strong>. Au\u00dferdem sind uns eine Reihe von allerdings unverb\u00fcrgten Nachrichten \u00fcberliefert, denen zufolge bereits Rudolf I. und Albrecht I. den Hallst\u00e4tter Bergbau betrieben habe. Die Wiedererrichtung des Bergbaues und Pfannhauses zu Hallstatt durch Elisabeth bedeutete aber trotzdem einen neuen Abschnitt in der Geschichte des Kammergutes. War doch seitdem der ganze Bergbau im Kammergut nun ausschlie\u00dflich landesf\u00fcrstlicher Besitz; ein vor\u00fcbergehender Versuch des Klosters Traunkirchen, neuerdings die Salzgewinnung zu betreiben,\u2002scheint keinen Erfolg gehabt zu haben. An Stelle des fr\u00fcheren Kleinbetriebes trat eine einheitlich geregelte Gro\u00dfunternehmung, in deren Dienst das ganze Kammergut gestellt wurde. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Herrschaft Wildenstein<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"738\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-66-1024x738.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29593\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-66-1024x738.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-66-444x320.png 444w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-66-1536x1107.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-66.png 1651w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine solche einheitliche Regelung war umso notwendiger, als der wirtschaftliche Aufbau des  Salinenbetriebes nicht bei dem Bergbau und den Pfannenh\u00e4usern allein stehen bleiben konnte, sondern damit noch andere Wirtschaftszweige, wie das Waldwesen, weiterhin aber auch noch der Transport und der Verkauf verbunden waren. Zu den rein wirtschaftlichen Aufgaben kamen jedoch entsprechend den mittelalterlichen Verwaltungsgrunds\u00e4tzen noch andere Befugnisse. Das ganze Kammergut bildete n\u00e4mlich<br \/>entsprechend seinem Namen eine einzige gro\u00dfe Grundherrschaft, welche der landesf\u00fcrstlichen Finanzverwaltung (Kammer) unterstand. Aus der Eigenschaft des Kammergutes als landesf\u00fcrstliche<br \/>Eigenherrschaft ist auch seine eigent\u00fcmliche Verwaltung zu erkl\u00e4ren. So versah urspr\u00fcnglich d<strong>er Pfleger der Herrschaft Wildenstein bei Ischl <\/strong>auch die oberste Leitung des Salzwesens und auch sp\u00e4terhin blieben beide \u00c4mter vereinigt. Deshalb war mit der wirtschaftlichen Verwaltung auch noch die politische und gerichtliche verbunden, sodass das Kammergut einen f\u00f6rmlichen Staat f\u00fcr sich bildete.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kammergut<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"740\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-72-1024x740.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29617\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-72-1024x740.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-72-443x320.png 443w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-72.png 1161w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Archiv Albert Pesendorfer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der oberste Beamte des Kammergutes war der Amtmann in Gmunden. Die Wahl dieser Stadt als Amtssitz war wohl dadurch gegeben, dass Gmunden der von der Natur gegebene Umschlagplatz und damit auch Zentrum des Salzhandels war. Au\u00dferdem war dort auch die finanziell so wichtige Salz Maut. Ein vollst\u00e4ndiger Ausbau und eine eingehende Regelung der Verwaltung des Kammergutes war jedoch w\u00e4hrend des ganzen Mittelalters deshalb nicht m\u00f6glich, weil die Landesf\u00fcrsten das Kammergut nicht in eigener Regie f\u00fchrten, sondern in Pacht vergaben. Kaiser Maximilian I., der das Salzkammergut aus eigener Anschauung kennen gelernt hatte und welchem die sch\u00e4dlichen Folgen der im 15. Jahrhundert eingerissenen Verpachtung des Salzwesens nicht verborgen geblieben waren, organisierte die nun wieder auf Eigenbetrieb umgestellte Verwaltung, erlie\u00df genaue Dienstvorschriften, f\u00fchrte einen schriftlichen Verkehr sowohl beim Salzamt in Gmunden als auch beim Hofschreiberamt in Hallstatt ein und veranlasste dort die Hinterlegung der Akten in gesicherten R\u00e4umen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Reformationslibell<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"540\" height=\"220\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-124.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29817\" style=\"width:832px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-124.png 540w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-124-450x183.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Fischerei ist in der Reformationslibell von 1656 an der Oberen Traun und f\u00fcr den Hallst\u00e4ttersee geregelt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"497\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-60.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29578\" style=\"width:176px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-60.png 400w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-60-258x320.png 258w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ferdinand I. setzte die reformatorische T\u00e4tigkeit seines Gro\u00dfvaters fort und gab 1524 das erste Reformationslibell heraus. Im Jahre 1527 wurde dann die kaiserliche Hofkammer in Wien errichtet, welche fortan die oberste Verwaltungsbeh\u00f6rde f\u00fcr das Kammergut blieb. War das Kammergut seit den Zeiten Maximilians hinsichtlich der Verwaltung im wesentlichen so eingerichtet, wie es dann Jahrhunderte verblieb, so sind in wirtschaftlicher Hinsicht noch zwei wichtige Abschnitte bis zum vollendeten Ausbau zu erw\u00e4hnen. Die Erschlie\u00dfung des Salzberges zu Ischl im Jahre 1563 und der Bau der Soleleitung von Hallstatt bis Ebensee, wo nun au\u00dfer den schon zu Hallstatt und Ischl bestehenden Pfannh\u00e4usern ein weiteres Sudhaus angelegt wurde (1596). Dieser wirtschaftlichen Entwicklung wurde hinsichtlich der Verwaltung durch die Ausgabe zweier verbesserter Reformationslibelle, welche in den Jahren 1563 und 1656 erschienen, Rechnung getragen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nachschlagewerke f\u00fcr die Region<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Libelle waren kleine B\u00fcchlein (lateinisch liber = das Buch), die Sammlungen von Urkunden und Texten enthielten. Genau das waren auch die Reformationslibelle. Kodifikationen der jeweils \u00fcblichen Wirtschaftsweise, kompakt zusammengefasst, Analysen mit zukunftweisenden Anordnungen,\u2002Nachschlagewerke, Handb\u00fccher f\u00fcr die Region. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"621\" height=\"657\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-125.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29820\" style=\"width:833px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-125.png 621w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-125-302x320.png 302w\" sizes=\"auto, (max-width: 621px) 100vw, 621px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Fischerei ist in der Reformationslibell von 1656 f\u00fcr den Hallst\u00e4ttersee geregelt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Fug und Recht konnte man <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">die Reformationslibelle von 1524, 1563 und 1656 auch als Grundgesetz, als \u201eVerfassung des Salzkammergutes&#8220;<\/mark><\/strong>, bezeichnen. Aber nicht nur die entsprechenden Grundlagen wurden darin rechtsverbindlich festgelegt. Diese B\u00fccher waren zugleich eine Rechtskodifikation im weitesten Sinn, die zivil- und strafrechtliche Belange, \u00f6konomische, arbeitsrechtliche, buchhalterische, betriebstechnische Angelegenheiten usw. regelte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Saline Archiv<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Salinenarchive von Bad Ischl, Ebensee, Hallstatt und Gmunden geh\u00f6ren zu den \u00e4ltesten Archiven in Ober\u00f6sterreich und umfassen nicht blo\u00df das Salzwesen im engeren Sinne, sondern bei der Eigenart des Salzamtes, das zugleich die oberste Gerichts- und politische Stelle im Kammergut war, auch alle Vorkommnisse wirtschaftlicher, religi\u00f6ser und rechtlicher Natur in dem nach au\u00dfen streng abgeschlossenen Verwaltungsgebiete. <strong>Auch die Jagd und Fischerei wurde \u00fcber das Salzamt geregelt.<\/strong> Mit dem Jahr 1527 beginnen und bis 1797 in fast l\u00fcckenloser Reihe erhalten gebliebenen Dokumente. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Entwicklung der Fischerei im Kammergut<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"405\" height=\"400\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-34.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29445\" style=\"width:204px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-34.png 405w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-34-324x320.png 324w\" sizes=\"auto, (max-width: 405px) 100vw, 405px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die fischreichen Seen und Fl\u00fcsse des Kammergutes boten der Bev\u00f6lkerung von alters her eine um so notwendigere Beikost, als es an anderem Fleisch fehlte. Die landesf\u00fcrstliche Regierung schenkte daher <strong>der Zucht und Verwertung der Fische ein besonderes Augenmerk<\/strong> und regelte deren Fang und Verkauf. Auf Seite 137 der ersten Reformationslibells von 1524 hei\u00dft es: \u201eUnd nachdem die Nahrung zu Hallstatt hart ankommt und teur ist, des halb die Arbeiter viel Hunger leiden zu der gro\u00dfen strengen Arbeit \/ die Tag<br \/>und Nacht werd \/ damit sich dieselben aber dessen verhalten m\u00f6chten \/ hat Weyland unser lieber Herr und Ahnherr Kaiser Maximilian den See zu Hallstatt zum fischen erlaubt.\u201c Den Beamten des Hofschreiberamtes war das Fischrecht in Obertraun einger\u00e4umt, w\u00e4hrend der Fischfang in Gosau verboten und der kaiserlichen Familie vorbehalten blieb. Nur wenn die Amtsleute aus Gmunden die Gegend dienstlich bereisten, durfte f\u00fcr sie an Festtagen \u201ein ziemlicher Notdurft Fisch daraus\u201c gefangen werden. Diese Bestimmungen gingen fast w\u00f6rtlich auf das zweite und dritte Libell \u00fcber. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"795\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-68-795x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29596\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-68-795x1024.png 795w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-68-248x320.png 248w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-68.png 897w\" sizes=\"auto, (max-width: 795px) 100vw, 795px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Archiv Albert Pesendorfer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fischordnung von 1585<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1585 bestand eine Fischordnung, die f\u00fcr alle, auch f\u00fcr die der Herrschaft Ort und der Residenz Traunkirchen geh\u00f6rigen <strong>Kammergutgew\u00e4sser<\/strong> Geltung besa\u00df. 1660 mussten die von der Herrschaft Ort gefangenen Fische dem Salzamt angezeigt und drei Tage feilgeboten werden, bevor sie anderw\u00e4rts verkauft werden durften. Nach der versch\u00e4rften Weisung von 1690 war es \u00fcberhaupt verboten, Fische ohne oberamtliche Bewilligung au\u00dfer Landes zu bringen; ohne Pass verschickte Fische wurden beschlagnahmt. Nur der Pfarrer von Altm\u00fcnster hatte die Erlaubnis erhalten, von den Fischern in seinem Bezirk Fische zu seiner Hausnotdurft zu kaufen. <strong>Alles unbefugte Fischen in den Fl\u00fcssen war bei Geld- und Leibesstrafe verboten.<\/strong> Die 1707 und 1708 herausgegebenen Fischordnungen erneuerten und erweiterten die fr\u00fcheren Bestimmungen, setzten die Grenzen der Fischereiberechtigungen fest, gaben genaue Weisungen \u00fcber die Maschenweite der Fangnetze, verboten das Hechtschie\u00dfen und wahrten den Hallst\u00e4ttern das uralte Recht, dass ihnen die Fische erst angeboten werden mussten, bevor sie nach ausw\u00e4rts verkauft wurden. Vom Hallst\u00e4tter See geh\u00f6rte der n\u00f6rdlich von der Einm\u00fcndung des Gosaubaches, der See Enge gelegene Teil zu Traunkirchen, das die Fischerei verpachtet hatte, der s\u00fcdliche zu Wildenstein, welchem Pflegamt die Grund- und Landgerichtsobrigkeit \u00fcber den ganzen See zustand. Der von 1662 bis 1708 unver\u00e4ndert gebliebene Verkaufspreis in Hallstatt betrug f\u00fcr das Pfund Lachs und Forelle 7 Kronen, f\u00fcr Hechte, Asche, Ruten und Saiblinge 6 Kronen, Alben 5 Kronen, Reinanken, Schratzen und Pl\u00f6tzen 4 Kronen. Ein Achtering Koppen kostete 12 Kronen, ein Achtering Pfrillen 4 Kronen, ein Pfund geselchte Reinanken im Sommer 6 bis 7 Kronen, im Winter 8 Kronen. F\u00fcr Goisern, Ischl und Laufen war der Preis je Pfund um 2 Kronen h\u00f6her.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Traunsee und Traun Fischerei <\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"604\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-69-1024x604.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29597\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-69-1024x604.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-69-450x266.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-69-1536x907.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-69.png 1867w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Archiv Albert Pesendorfer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Traunsee wurde sowohl vom Pflegamt der Herrschaft Ort wie von der Residenz Traunkirchen gefischt. <strong>Die Traun geh\u00f6rte zu Wildenstein, nur auf der Strecke von Mitterwei\u00dfenbach bis Ischl besa\u00df Traunkirchen das Fischrecht, das nach vorausgegangenen Streitigkeiten 1728 im Verhandlungsweg bereinigt wurde. <\/strong>Zur Ausfuhr gelangten fast ausschlie\u00dflich geselchte Fische, wof\u00fcr die Fischer vom Hundert zwei St\u00fcck als schuldige Maut ablegen mussten. Daf\u00fcr bezogen sie das n\u00f6tige Salz zum Einsalzen der Fische und zum eigenen Gebrauch, hatten aber andererseits wieder die Pflicht, den Fuder- und Fertiger Zillen in Gefahr jederzeit schuldige Beihilfe zu leisten. Die Zahl der Fischer war nicht gering;<br \/>1692 z\u00e4hlte man in Ort allein 17 Fischer, welche die Fischerei entweder selbst in Pacht genommen hatten oder sie im Dienste der Gro\u00dfp\u00e4chter aus\u00fcbten. Die Fischerei im Traunsee, soweit sie nicht Traunkirchen geh\u00f6rte, wurde auch nach R\u00fcck\u00fcbernahme der Herrschaft Ort in staatliche Verwaltung verpachtet; als P\u00e4chter scheinen in dieser Zeit nur Einzelpersonen oder Konsortien auf, nicht aber gewerbsm\u00e4\u00dfige Fischer. 1724 hatte der Stadtrichter von Gmunden, Wolf Wilhelm Raimer, das Fischereirecht inne und damit die Verpflichtung \u00fcbernommen, den Kammergutbeamten die Fische um die vorgeschriebene Taxe zu \u00fcberlassen. Diese Taxe galt auch f\u00fcr die sogenannten Verehrfische und das Fischdeputat von 130 Pfund<br \/>an die Kapuziner in Gmunden, f\u00fcr welch letzteres die Taxe vom Salzamt bezahlt wurde. 1742 ging die Fischerei zum alten Pachtschilling von 700 Gulden j\u00e4hrlich an den Sohn Raimers, Josef Mathias, der Pfleger in Ort war, \u00fcber. Nach Ablauf seiner Pachtzeit, 1748, bewarben sich die Beamten des Gmundner Salzamtes, mit Graf Sternbach an der Spitze, gemeinsam um die Fischpacht, die sie f\u00fcr sechs Jahre um 725 fl. j\u00e4hrlich auch erstanden. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fischereiaufsicht<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Aufsicht \u00fcber das Fischereiwesen im Kammergut f\u00fchrten der Oberfischmeister und die ihm untergebenen Fischmeister, die als kaiserliche Diener den \u00fcbrigen Angestellten des Salzamtes gleichgehalten waren. Sie hatten auf die Beachtung der Fischordnung durch die P\u00e4chter zu sehen, die Sicherheit der Fischgew\u00e4sser zu \u00fcberwachen und die Fischzuchtanstalten zu leiten. Die junge Brut diente nicht blo\u00df zur Deckung des eigenen Bedarfes, auch andere Abnehmer fanden sich; 1732 gingen 400 Einsetzsaiblinge an die Herrschaft Seisenburg. Die sch\u00f6nsten und edelsten Fische kamen auf den kaiserlichen Tisch; das Salzamt unterhielt schon 1610 einen eigenen Fischbeh\u00e4lter in der Traun unterhalb des Falles, der stets gef\u00fcllt sein musste, um bei kleinem Wasser die Fische nach Wien schicken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gosauseen &#8211; Forellen- und Saiblingsee<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"674\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-61-1024x674.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29581\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-61-1024x674.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-61-450x296.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-61-1536x1011.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-61.png 1860w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Archiv Albert Pesendorfer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders sch\u00e4tzte man bei Hofe die Fische aus den vorbehaltenen Gosauseen von welchen <strong>der innere der Forellen- und der \u00e4u\u00dfere der Saiblingsee hie\u00df.<\/strong> Nach Anordnung des Oberfischmeisters wurde im hinteren Gosausee zu Michaeli gefischt, weil die Fische zu dieser Zeit schon nach Hallstatt \u00fcberbracht werden konnten; im vorderen See begann man erst um Allerheiligen zu fischen. Gr\u00f6\u00dfere Mengen von Fischen beanspruchte im 18. Jahrhundert das j\u00e4hrliche St . Andreas Toisonfest &#8211; ein Fest, zu welchem nur die Ritter des Goldenen Vlieses geladen waren; die Sendung bestand in der Regel aus 12 extragro\u00dfen Saiblingen, 12 Fehren, 60 \u00c4schen und 100 Sprenglingen (Forellen). Daneben wurden auch zu anderen Hoffestlichkeiten stets Fische aus dem Kammergut verlangt. 1727 brachte der Oberfischmeister Schlo\u00dfgangl dem Kaiser lebende Saiblinge aus dem Gosausee, der darob sein Wohlgefallen zeigte und ihn \u201e\u00fcber f\u00fcnf Vaterunser lang\u201c ins Gespr\u00e4ch zog. 1700 beabsichtigte die kaiserliche Familie, die Burg zu Wiener Neustadt als Sommeraufenthalt zu beziehen, und wollte zur h\u00f6chsten Lust der fremden G\u00e4ste den Burggraben mit Fischen besetzen; auch diese musste das Salzamt beschaffen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"737\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-62-1024x737.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29585\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-62-1024x737.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-62-445x320.png 445w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-62-1536x1105.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-62.png 1689w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Archiv Albert Pesendorfer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Band 3 &#8211; 1750 zur Zeit der Franzosenkriege<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ober\u00f6sterreichische Salinenwesen von 1750 bis zur Zeit nach den Franzosenkriegen<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"800\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-142-1024x800.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29911\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-142-1024x800.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-142-410x320.png 410w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-142.png 1100w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hofkammer legte im allgemeinen keinen Wert auf die Selbstbewirtschaftung der Fischwasser im Kammergut und zog deren Verpachtung im Wege der \u00f6ffentlichen Feilbietung vor. <strong>Ausgenommen waren das Fischwasser der Traun von Laufen bis zum Ischler Polster<\/strong>, dessen Nutzgenuss dem jeweiligen Pfleger zu Wildenstein geb\u00fchrte, und das halbe Fischrecht von der Hallst\u00e4tter See-Klause bis zum Wilden Laufen, das seit unvordenklichen Zeiten die inkorporierten Traunkirchner Untertanen vererbrechtigt hatten. Das nicht mit Servituten belastete Fischwasser der Traun von Obertraun bis Ebensee war in vier Abschnitte geteilt, wovon jeder f\u00fcr sich verpachtet wurde, doch stieg das Ertr\u00e4gnis der Pachtung bei dem Mangel an Bewerbern nicht \u00fcber 40 Gulden im Jahr. Das wertvollste \u00e4rarische Fischwasser war der zu den Herrschaften Traunkirchen und Ort geh\u00f6rige Traunsee, welches das Salzamt stets nur ungeteilt verpachtete, wobei es auff\u00e4llt, dass der Pachtzins dauernd zur\u00fcckging. W\u00e4hrend Baron Sternbach mit seinen Beamten und auch der 1764 fol\u00adgende P\u00e4chter, der Gmundner Fertiger Felix Georg Gruber j\u00e4hrlich noch 725 Gulden zahlten, pachteten die Fischh\u00e4ndler Gebr\u00fcder Hollerw\u00f6ger 1770 das Orter Fischwasser blo\u00df um 600 Gulden und Johann Georg Hofinger es 1795 auf 6 Jahre nur mehr um 500 Gulden, In der Zeit von 1807 bis 1813 fand sich \u00fcberhaupt kein Bieter, weshalb das Salz\u00adamt gen\u00f6tigt war, die Fischerei in Eigenbetrieb zu \u00fcber\u00adnehmen. Der geringe Anreiz, den die Fischpacht im Traunsee in den sp\u00e4teren Jahren bot, hatte seinen Grund sowohl im Verbot des Arch Fanges wie auch in den versch\u00e4rften Bedingungen des Fischverkaufes und der strengen \u00dcberwachung durch den amtlichen Hoffischer. Der P\u00e4chter war verpflichtet, die gefangenen Fische vorerst dem Salzamt und den Bewoh\u00adnern von Gmunden um den amtlich festgesetzten Preis anzubieten und den Pflegamtsbeamten in Ort die seit 1690 vorgschriebene Zahl von Edelfischen zu verehren. Der Pachtvertrag enthielt dann noch genaue Bestimmungen \u00fcber die Aus\u00ad\u00fcbung der Fischerei, die Zeit des erlaubten Fischfanges, die &#8222;zul\u00e4ssige Maschenweite der Fischernetze, die Nachzucht usw. auf deren Einhaltung der Hoffischer zu achten hatte. Als solche dienten Ferdinand Z\u00f6serl, nach dessen Tod, 1753, die Witwe, das Amt weiterf\u00fchrte, sp\u00e4ter Stadlbauer und von 1794 an sein Sohn Georg, den die Akten noch im Jahre 1815 als Hoffischer nennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der Aufsicht \u00fcber das verpachtete Fischwasser hatte der Hoffischer auch die Leitung der amtlichen Fischzuchtanstalten und der Fischerei in den amtseigenen Gew\u00e4ssern zu besorgen, deren es im Kammergut viele gab. Hierzu geh\u00f6rten vor allem die Seen in Gosau und Langbath, der Offensee und der Laudachsee mit ihren Abfl\u00fcssen, dann, die untere Traun von Gmunden bis zum Traunfall, der Aurachbach, der M\u00fchlbach in der Viechtau, der Mitterwei\u00dfenbach, der Rindbach und andere mehr. Dass die Edelfische der Gosauseen ihres Wohlgeschmackes halber der kaiserlichen Tafel vorbe\u00adhalten waren, ist schon aus dem ersten Bande 1 be\u00adkannt. Erst 1795 verzichtete der Hof auf das Fischrecht in den beiden Gosauseen, worauf das Salzamt auch diese Fisch\u00adwasser verpachtete. Erzherzog Johann, der im Jahre 1807 Gosau besuchte, lie\u00df mehrere Fische einer besonderen Art aus dem hinteren Gosausee, an die Wiener Fakult\u00e4t zur Untersuchung einsenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die f\u00fcr den Fischfang aus dem Traunsee wichtigste Neuerung war das mit den Entschlie\u00dfungen der Hofkammer f\u00fcr M\u00fcnz- und Bergwesen vom 13. August 1778 und 7. J\u00e4n\u00adner 1783 auch auf den Traunsee ausgedehnte Verbot des Arch Schlagens, \u201eweil der zu dieser Zeit in den Laich gehende Reinanke mit dem Rogen, sohin mit der Brut gefangen und der Fisch ausgerottet w\u00fcrde. F\u00fcr den Hallst\u00e4tter See hatte schon die Starhembergische Kommission von 1707 den Aichfang untersagt. Der hier bei beobachtete Vorgang war unge\u00adf\u00e4hr folgender: Anfangs November, zu welcher Zeit die Fische zur Auslaichung aus dem See Traun aufw\u00e4rts ziehen, wurde die Traun kurz vor ihrer Einm\u00fcndung in den See bis auf eine kleine \u00d6ffnung verlegt und diese \u00d6ffnung w\u00e4hrend des Ruhens der Schifffahrt mit einer aneinander schlie\u00dfenden Reihe von Zisteln (Reusen) besetzt. Es waren dies lange, aus Weidenruten geflochtene Spitzk\u00f6rbe, die an den flussaufw\u00e4rts offenen R\u00e4n\u00addern einen ebenfalls geflochtenen, nach innen sich verj\u00fcngen\u00adden, aber nicht geschlossenen Einsatz trugen. Die in den See zur\u00fcckkehrenden Fische fanden nur den Weg durch den offen Eingang und blieben in den Zisteln (Reisen) gefangen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weitere Informationen<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"1inkZYRYz8\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=29422\">FISCHEREI 1818 bis 1850 im KAMMERGUT<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;FISCHEREI 1818 bis 1850 im KAMMERGUT&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=29422&#038;embed=true#?secret=I5YboVOanI#?secret=1inkZYRYz8\" data-secret=\"1inkZYRYz8\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellenhinweis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Studien zur Geschichte des \u00f6sterreichischen Salinenwesens<\/strong><br \/>Das ober\u00f6sterreichische Salinenwesen vom Beginne des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, Band 1.<br \/>Autor: Karl Schraml, <br \/>Ober\u00f6sterreichische Landesbibliothek, URN: AT-OOeLB-6641946<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier gibt es folgende drei B\u00e4nde. Die wesentliche Beschreibung ist im Band 1: Das ober\u00f6sterreichische Salinenwesen vom Beginne des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts und im Band 3: Das ober\u00f6sterreichische Salinenwesen von 1818 bis zum Ende des Salzamtes im Jahre 1850 enthalten.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"976\" height=\"310\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-143.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29913\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-143.png 976w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-143-450x143.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 976px) 100vw, 976px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bildmaterial: Zur Verf\u00fcgung gestellt von <a href=\"https:\/\/www.pesendorferfoto.com\/person.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Albert Pesendorfer<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"819\" height=\"933\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-70.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29602\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-70.png 819w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/image-70-281x320.png 281w\" sizes=\"auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px\" \/><\/figure>\n\n\n\n&nbsp;\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #99cc00;\">\u201eWen Gott liebt, den l\u00e4sst er fallen in dieses Land\u201c\n<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Zitat von: Dr. Ludwig Ganghofer <\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-121\" title=\"20080303_17463_Home 250x Fisherman is Home_3333_bearbeitet-1\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/20080303_17463_Home-250x-Fisherman-is-Home_3333_bearbeitet-1.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"243\" \/><\/a><\/p>\n&nbsp;\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jener Teil des heutigen Ober\u00f6sterreich, der vom Austritte der steirischen Traun aus dem engen Koppental bis zum Nordende des Traunsees reicht und sich in einer mittleren Breite von 25 Kilometern&#8230; <a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=29561\">[Weiterlesen]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":29565,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[156],"tags":[],"class_list":["post-29561","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29561","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29561"}],"version-history":[{"count":29,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29561\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38868,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29561\/revisions\/38868"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/29565"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29561"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29561"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}