{"id":24534,"date":"2024-10-20T09:11:00","date_gmt":"2024-10-20T07:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=24534"},"modified":"2024-12-26T00:32:31","modified_gmt":"2024-12-25T23:32:31","slug":"fischzuchtanlage-attnang-puchheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=24534","title":{"rendered":"FISCHZUCHTANLAGE  SCHLOSS PUCHHEIM"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Suche nach alten Aufzeichnungen \u00fcber die Fischzucht, muss man im Umfeld von Schl\u00f6sser- und Kl\u00f6stern zu suchen anfangen. So auch in &#8222;Puchheim&#8220;. Das Schloss Puchheim ein ehr w\u00fcrdiger, alter Geb\u00e4udekomplex, dessen Hauptschloss nachweislich schon \u00fcber 1000 Jahre dem Wind und Wetter trotzte. Von dem m\u00e4chtigen Adelsgeschlechte der Puchheimer, in Besitze des Herzoge von \u00d6sterreich von 1348 bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts, danach das ber\u00fchmte Geschlecht der Polheimer kam. Es d\u00fcrfte daher auch Puchheim in der Zeit der Bauernkriege von 1594 bis 1636 eine gar wichtige Rolle gespielt haben. Danach kamen als Besitznachfolgern, die Grafen von Salzburg und diese d\u00fcrfte Puchheim zur h\u00f6chsten Bl\u00fcte gebracht haben.<\/p>\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Geschichte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wurde nicht nur mit der wertvollsten Einrichtung, sondern auch mit den herrlichsten Anlagen versehen, von welchen heute noch Spuren vorhanden sind, wie die m\u00e4chtigen Tujen bei den Fischzuchtanlagen. Auch unter den ihnen 1788 folgenden Freiherren, sp\u00e4teren Grafen von Fuchs, stand Puchheim anfangs in der Bl\u00fcte, kam aber unter den letzten seines Stammes arg herunter. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"693\" height=\"524\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/image-87.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-31800\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/image-87.png 693w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/image-87-423x320.png 423w\" sizes=\"auto, (max-width: 693px) 100vw, 693px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Geschichte Attnang-Puchheims, Gemeindeinformation <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wurde danach von keinen Geringeren, als vom der k. u. k. Hoheit dem Hoch- und Deutschmeister Erzherzog Maxmilian von Oesterreich im Jahre 1830 erworben, der es renovieren lie\u00df und bestrebt war, eine Musterwirtschaft auf den H\u00f6fen, in den W\u00e4ldern und der Fischzucht einzuf\u00fchren. 1851 r\u00e4umte er einen Teil des Schlosses den Patres Redemptoristen ein, welche die Schloss Pfarre \u00fcbernahmen und unter der im Jahre 1863 folgenden Besitznachfolgerin des Erzherzogs, Ihrer k\u00f6nigliche Hoheit der Erzherzogin Maria Theresia,<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"542\" height=\"211\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/image-59.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24538\" style=\"width:838px;height:326px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/image-59.png 542w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/image-59-450x175.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 542px) 100vw, 542px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemahlin Sr. k\u00f6niglicher Hoheit des Grafen Heinrich von Chambord, im Jahre 1883 das ganze Hauptschlo\u00df zur Ben\u00fctzung zugewiesen erhielten. Nachdem sich im Vorschlosse auch eine von genannter Besitzerin gestiftete dreiklassige M\u00e4dchenschule mit Kinderbewahranstalt und Arbeitsschule befindet, hat der gegen wertige Besitzer, Seiner k\u00f6niglichen Hoheit Don Alfonso von Bourbon und Austria-Este, der Erbe seiner 1886 verstorbenen Tante, nur h\u00f6chst bescheidene R\u00e4ume zur Ben\u00fctzung im Vorschlosse, so dass Puchheim eigentlich aufgeh\u00f6rt hat, Herrschaftssitz zu sein. Trotzdem aber wird das Schloss vom gegenw\u00e4rtigen Besitzer gut erhalten, nur die G\u00e4rtnerei wurde aufgelassen. Daf\u00fcr finden die W\u00e4lder gegenw\u00e4rtig eine besondere Pflege. Die gro\u00df angelegte Fischzuchtanstalt hat viel durch Wasserverunreinigung zu leiden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Puchheimer-Au<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit jeher bietet die Puchheimer Au den Menschen in und um Attnang-Puchheim ein weitl\u00e4ufiges Naherholungsgebiet, das seinesgleichen sucht. Sie ist Ruhezone und R\u00fcckzugsort f\u00fcr all jene, die dem Alltagsstress entkommen und durchatmen wollen. Sie ist Naherholungsgebiet f\u00fcr L\u00e4ufer, Nordic Walker, Mountainbiker und Spazierg\u00e4nger. Ihre Sch\u00f6nheit und Artenvielfalt bieten immer wieder Anlass zum Staunen f\u00fcr Gro\u00df und Klein, dabei sorgt die Auenlandschaft mit ihren verschiedenen Wanderwegen inklusive Baumkreis und Naturlehrpfad stets f\u00fcr Abwechslung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"333\" height=\"180\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/image-60.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24539\" style=\"width:840px;height:454px\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebendiese Teichlandschaft waren fr\u00fcher im Umfeld der M\u00f6nche von Puchheim eine Fischzucht-Anlage. Sie verbliebenen 15 Teiche bieten heute Lebensraum f\u00fcr zahlreiche \u2013 teils gef\u00e4hrdete \u2013 Tier- und Pflanzenarten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Fischerei in Attnang Puchheim<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich kann die Fischwirtschaft und der Betrieb einer Fischzucht, in drei Zeitabschnitte eingeteilt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1830 bis 1853<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Zeit von 1830 bis 1853, in welcher ein sogenannter Hoffischer angestellt war, der sich um die umfangreichen Teichanlagen unterhalb des Schlosses sowie die Befischung des danebenliegenden Ager Flusses k\u00fcmmerte. Die Einnahmen bestanden ausschlie\u00dflich aus dem Verkauf von Fischen. Die Ausgaben setzten sich aus dem Gehalt des Fischers, das im Durchschnitt gut ein Viertel der gesamten Fischereikosten bzw. 65 Kronen ausmachte, wobei ab 1842 noch 34 Kronen f\u00fcr seinen Gehilfen hinzukamen, so wie aus Fischfangpr\u00e4mien, Fischbrut, Fischereirequisiten u. \u00e4. zusammen. In den Jahren 1851 bis 1853 erh\u00f6hten sich die Ausgaben, weil die Deputate und der Eigenverbrauch auch mit einberechnet wurden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1854 bis 1895<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von 1854 bis 1895 befand sich die Fischerei komplett am Boden. Ab und an wurden Karpfen oder Hechte aus den Teichen verkauft, oft lagen aber auch keine Eink\u00fcnfte vor. Das Fischereirecht f\u00fcr die Ager und die Teiche verpachtete man ab 1872 an einen ortsans\u00e4ssigen Fischer. Ausgabenseitig kaufte man Fischsetzlinge, Fischfutter und andere notwendige Dinge ein oder verrechnete f\u00fcr die Instandhaltung der Teiche den Eigenverbrauch an Baumaterialien. Die un\u00fcblich hohen Ausgaben im Jahre 1868 sind darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die Teiche entschlammt werden mussten, was ein Indiz f\u00fcr die den schlechten Zustand der Teichanlagen darstellt. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1896 bis 1910<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab 1896 nahm sich der neue Gutsverwalter der Fischerei wieder an und f\u00fchrte sie zu einer neuen Bl\u00fcte. Die Bewirtschaftung der Teiche und die Befischung der Ager wurden wieder in Eigenregie durchgef\u00fchrt und man investierte in den Jahren 1896 bis 1898 \u00fcber 8.500 Kronen, um die Teichwirtschaft zu modernisieren und profitabel zu machen. Das schlug sich auch in den Einnahmen nieder. Schon 1896 stieg der Erl\u00f6s aus verkauften Fischen auf 2.650 Kronen und im Mittel 1899 bis 1910 waren es fast 2.770 Kronen. Weitaus geringer waren die Eink\u00fcnfte von verkaufter Fischbrut und Setzlingen mit 318 Kronen und die sonstigen Einnahmen mit 20 Kronen im Mittel.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"740\" height=\"465\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-113.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34822\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-113.png 740w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-113-450x283.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 740px) 100vw, 740px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">: Einnahmen von den einzelnen Sparten der Fischerei 1899 bis 1910 in Kronen (erstellt anhand der Puchheimer Rechnungsb\u00fccher) Quelle: <a href=\"https:\/\/eplus.uni-salzburg.at\/download\/pdf\/7914090.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dissertation von Mag. Martin M\u00fcllegger<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gr\u00f6\u00dfte Ausgabenposten in diesen Jahren war das Gehalt des Fischers (42 Prozent der durchschnittlichen Ausgaben von 1899 bis 1910), den es, nachdem \u00fcber 40 Jahre keine Fischer angestellt worden war, wieder seit 1896 gab, aber bereits 1910 durch Fischereiaushilfskr\u00e4fte ersetzt wurde. Gr\u00f6\u00dfere Ausgaben erfolgten auch f\u00fcr das Fischfutter (26 Prozent), dessen Ausgaben 1903 und 1904 sogar h\u00f6her waren als der Fischerlohn, die Tagl\u00f6hner (13 Prozent), die Fischeier, die Fischbrut und die Setzlinge (10 Prozent) und f\u00fcr die sonstigen Ausgaben (8 Prozent), die auch die teilweise Instandhaltung der Teiche und Fischereiger\u00e4tschaften inkludierten. Zu vernachl\u00e4ssigen waren die Fangpr\u00e4mien (1 Prozent), die aber nur von 1899 bis 1901 als eigene Kategorie gef\u00fchrt wurden und in den Folgejahren bei der Rubrik Eier, Brut und Setzlinge dabei waren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"735\" height=\"461\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-114.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34823\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-114.png 735w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-114-450x282.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 735px) 100vw, 735px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Diagramm 96: Ausgaben von den einzelnen Sparten der Fischerei 1830 bis 1850 und 1899 bis 1910 in<br \/>Kronen (ohne die Jahre 1835 und 1836, da f\u00fcr diese Jahre keine Geldrechnungen vorliegen) (erstellt anhand der Puchheimer Rechnungsb\u00fccher). Quelle: <a href=\"https:\/\/eplus.uni-salzburg.at\/download\/pdf\/7914090.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dissertation von Mag. Martin M\u00fcllegger<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verpachtung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fischereirechte in kleineren B\u00e4chen in der Umgebung von Puchheim, wie der Sonnleithenbach, Redlbach, Schwanbach usw. waren von 1830 bis 1910 an  verschiedene P\u00e4chter vergeben. Deren Eink\u00fcnfte, sowie die Pachteinnahmen von der Ager und den Teichen finden sich unter der Oberrubrik Verpachtung gebucht worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ertr\u00e4ge aus der Verpachtung der Fischereigew\u00e4sser konnten von 16 Kronen im Jahre 1851 auf knapp 1.050 Kronen im Jahre 1895 durch die Verpachtung der Fischgew\u00e4sser an der Ager in den 1850er Jahren und der Verpachtung der Teiche (samt dazugeh\u00f6rigem Fischerhaus) in Puchheim ab den 1870er Jahren gesteigert werden. 1896 wurde speziell die Fischerei bei den Teichen und in der Ager wieder in Eigenregie gef\u00fchrt und die Einnahmen sanken bis auf 32 Kronen 1909.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"517\" height=\"729\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/image-58.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24535\" style=\"width:839px;height:1183px\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/image-58.png 517w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/image-58-227x320.png 227w\" sizes=\"auto, (max-width: 517px) 100vw, 517px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Geschichte Attnang-Puchheims, Gemeindeinformation <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier, in der Teichlandschaft der Puchheimer Au, sollen Arten wieder angesiedelt werden, die in \u00d6sterreich bedroht oder sogar vom Aussterben bedroht sind. Es handelt sich hier um Fische wie den Bitterling, um die Teichmuschel (beide brauchen sich \u00fcbrigens gegenseitig und k\u00f6nnen nur miteinander \u00fcberleben) aber auch um bedrohte Pflanzenarten und Amphibien. Es gibt schon erste Erfolge, denn manche Arten konnten hier schon (wieder) angesiedelt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wirtschaftliche Betrachtung der Fischerei<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"735\" height=\"461\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-117.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34828\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-117.png 735w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-117-450x282.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 735px) 100vw, 735px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Durchschnittlich Einnahmen und Ausgaben aller Rechnungssparten 1830 bis 1910 in Prozent (erstellt anhand der Puchheimer Rechnungsb\u00fccher). An der Verteilung der Eink\u00fcnfte ist zu sehen, dass die Fischereieinnahmen eine geringe Rolle spielten, auch wenn sich diese von 1 Prozent (1830 bis 1850) auf 2 Prozent (1889 bis 1910) verdoppelt haben. <a href=\"https:\/\/eplus.uni-salzburg.at\/download\/pdf\/7914090.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dissertation von Mag. Martin M\u00fcllegger<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betrachtet man die Fischerei in Puchheim \u00fcber die gesamten 80 Jahre so wurden im Durchschnitt 715<br \/>Kronen j\u00e4hrlich eingenommen und 710 Kronen ausgegeben. Somit erwirtschaftete die Fischereiwirtschaft rechnerisch gesehen einen j\u00e4hrlichen Gewinn von 10 Kronen. Dabei wurde in den Jahren zwischen 1830 und 1853 ein Gewinn von 94 Kronen im Mittel gemacht, w\u00e4hrend zwischen 1854 und 1895 ein Verlust von 82 Kronen eingefahren wurde. Zwischen 1896 und 1910 schnellten sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben und somit der innerbetriebliche Aufwand in die H\u00f6he, um dann lediglich ein Plus von 154 Kronen zu erzielen. Dass dieser eher bescheidene Gewinn auch mit geringeren Anstrengungen m\u00f6glich war, zeigt das Jahr 1910, wo sich die Einnahmen und Ausgaben auf einem wesentlich geringeren Niveau bewegten und trotzdem 920 Kronen Gewinn erreicht wurde. Aussagekr\u00e4ftige Daten in den Rechnungsb\u00fcchern \u00fcber den Fischverkauf gibt es erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wirft man etwa einen genaueren Blick auf den Fischverkauf im Jahre 1903, der Hochkonjunktur der Fischereiwirtschaft in Puchheim, so wurden meist kleinere Mengen in der regionalen Umgebung verkauft, wie an Gasth\u00e4user oder an die Redemptoristen in Puchheim. Einen gewissen Teil gab man auch an die h\u00f6heren Gutsbeamten, Personen im Umfeld des Besitzers und an die Schlossk\u00fcche in Ebenzweier ab. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"738\" height=\"468\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-115.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34824\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-115.png 738w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-115-450x285.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 738px) 100vw, 738px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gesamte Anzahl an gefangenen Fischen und Krebsen 1830 bis 1850 und 1899 bis 1910<br \/>(erstellt anhand der Puchheimer Rechnungsb\u00fccher). <a href=\"https:\/\/eplus.uni-salzburg.at\/download\/pdf\/7914090.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dissertation von Mag. Martin M\u00fcllegger<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gro\u00dfabnehmer gab es lediglich drei, wovon sich zwei ebenfalls in der Umgebung von Puchheim befanden (Wels und Traunkirchen). Nur der einmalige Verkauf von Fischbrut nach Krumau in der Tschechei erfolgte \u00fcber eine gr\u00f6\u00dfere Distanz. Einen \u00fcberregionalen Fischhandel in gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab gab es somit nicht, zumal bereits 1908, in dem die Fischereiwirtschaft bereits wieder an Bedeutung verlor, Fische nur mehr regional und in kleinen Mengen verkauft wurden. Ob sich die Fischerei bzw. der Fischhandel in Ober\u00f6sterreich im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhundert \u00e4hnlich wie in Puchheim gestaltete kann leider nicht nachvollzogen werden, da dazu keine entsprechenden Arbeiten f\u00fcr diesen Zeitabschnitt vorliegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fischarten <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Abschluss der Fischereiwirtschaft soll noch f\u00fcr die Jahre, in denen eine Rechnung vorhanden ist, die Anzahl der gefangenen Fische und deren Arten behandelt werden. Zwischen 1830 und 1850 pendelte die Zahl der gefangenen Fische inklusive der ca. 400 Krebse zwischen 850 und 2.750 St\u00fcck, wobei bis 1845 meist \u00fcber 2.000 St\u00fcck gefangen wurden und in den Folgejahren die Anzahl auf 850 St\u00fcck sank. Im Durschnitt fing man 1.996 Fische und Krebse. Als die Rechnungen 1899 wieder einsetzten, lagen die St\u00fcckzahlen an gefangenen Fischen wesentlich h\u00f6her. Sie befanden sich zu Beginn bei \u00fcber 4.000 St\u00fcck und erreichten 1903 mit \u00fcber 8.000 St\u00fcck ihren H\u00f6hepunkt. Von da an fiel die Fangmenge stark auf ca.<br \/>1.700 gefangene Fische 1909 und 1910. Die Ursache f\u00fcr den R\u00fcckgang ab etwa der Mitte der 1900er Jahre hing, genauso wie die Verminderung der Geldeinnahmen und -ausgaben im Bereich der Fischerei, mit der zunehmenden Verschmutzung des Ager Flusses durch die Abw\u00e4sser der Papierfabrik Lenzing zusammen, der auch die meisten Schlossteiche mit Wasser speiste. Diese Verschmutzung f\u00fchrte auch in weiterer Folge zur Entlassung des Fischers 1909. Die Fischzucht und Teichwirtschaft wurde dann in den folgenden Jahrzehnten als wirtschaftlich unbedeutender Nebenbetrieb mit Hilfe von  Fischaufsichtsorganen weitergef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"609\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-116-1024x609.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34825\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-116-1024x609.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-116-450x268.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-116.png 1127w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gesamte Anzahl an gefangenen Fischen und Krebsen 1830 bis 1850 und 1899 bis 1910<br \/>(erstellt anhand der Puchheimer Rechnungsb\u00fccher). Die nur von 1830 bis 1850 in den Rechnungen angef\u00fchrten Aitel (D\u00f6bel) und Barben wurden zu der Rubrik Wei\u00dffische zugeschlagen. Die Schleien, von denen zwischen 1830 und 1850 nur 60 St\u00fcck gefangen wurden sowie die Aalrutten (Quappen), deren Ertrag bei 5 St\u00fcck im Jahresmittel lag und die von 1899 bis 1910 gef\u00fchrte Rubrik Sonstiges wurden nicht ber\u00fccksichtigt. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von den einzelnen Fischarten fing das Fischereipersonal \u00fcber den ganzen Zeitraum durchschnittlich 848 Forellen, 684 \u00c4schen, 580 Wei\u00dffische, 276 Karpfen, 82 Huchen, 80 Hechte und 252 Krebse, 184 wobei im Jahr 1848 f\u00fcr ein Pfund (0,56 Kilogramm) Forelle 1,05 Kronen, ein Pfund \u00c4sche, Karpfen und Hechte 0,36 Kronen, ein Pfund Wei\u00dffische 0,17 Kronen und ein Pfund Krebse 0,05 Kronen eingenommen wurde. L\u00e4sst man die Wei\u00dffische, die meist kleinere, minderwertige Fische waren und keinen gro\u00dfen wirtschaftlichen Nutzen brachten, gleich wie die selten gefangenen Huchen und Hechte und die nur in den Jahren 1830 bis 1850 eingesammelten Krebse weg, so waren im Wesentlichen f\u00fcr die Fischerei in Puchheim Forellen, \u00c4schen und Karpfen von Bedeutung. Hiervon dominierten von 1830 bis 1850 die vor allem im Ager Fluss gefangenen \u00c4schen (549 St\u00fcck im j\u00e4hrlichen Durchschnitt), gefolgt von den in den Teichen gehaltenen Karpfen (127 St\u00fcck) und die sowohl in den Teichen als auch im Fluss gefangenen Forellen (116 St\u00fcck). W\u00e4hrend die Forellen und \u00c4schen jedes Jahr in etwa gleichbleibender Menge gefischt wurden, fing man die Karpfen nur in bestimmten Jahren und von 1846 bis 1850 \u00fcberhaupt nicht mehr. In den 1900er stieg bei den Forellen, \u00c4schen und Karpfen die Zahl der gefangenen Fische im Vergleich zu den 1830er und 1840er Jahren sprunghaft an. Die Forellen wurden zur wichtigsten Fischart mit 59 Prozent (15 Prozent zwischen 1830 und 1850) der Fangmenge im Vergleich zu den \u00c4schen und Karpfen. Die \u00c4schen wiederum lagen bei nur mehr 26 Prozent (vorher 69 Prozent) und die Karpfen blieben mit einem Anteil von 15 Prozent ann\u00e4hernd gleich zur Vorperiode (16 Prozent). Aus diesen Zahlen sieht man, dass in den 1900er Jahren insbesondere die Teichwirtschaft massiv ausgebaut werden musste. Dominierte in der Vorperiode noch der aus dem Flie\u00dfgew\u00e4sser gefangene Fisch (\u00c4sche), so waren jetzt die in Teichen gehaltenen Fischarten (Forellen und Karpfen) mit zusammen 74 Prozent bestimmend und das noch dazu auf einem weit h\u00f6heren Fangniveau.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verwalter Alois Weeder 1888\u20131930<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"907\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/image-39-1024x907.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34904\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/image-39-1024x907.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/image-39-361x320.png 361w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/image-39.png 1323w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Anno 1900 wurde das Buch &#8222;Der Fischz\u00fcchter&#8220; von Alois Weeder herausgebracht und dieses gibt einen sehr guten Einblick in die fischereiliche Situation um die Jahrhundertwende des 19. Jahrhundert.  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es folgte eine grundlegende wirtschaftliche Umstrukturierung und Modernisierung sowie die Renovierung und der Umbau der Schl\u00f6sser, speziell von Ebenzweier, zu repr\u00e4sentativen Residenzen, die durch den neuen Verwalter Alois Weeder durchgef\u00fchrt wurden. Der ausgebildeter Forstwart war und seine ganze Energie in den Ausbau dieser Sparte legte und st\u00e4ndig neue Waldfl\u00e4chen hinzukaufte bzw. ehemalige Ackerfl\u00e4chen aufforstete. Zum anderen k\u00fcmmerte sich auch dieser um die Fischerei und Fischzucht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lebenslauf<\/h3>\n\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Beispiel von Alois Weeder soll anhand seiner biographischen Auszeichnungen die Ausbildung und die beruflichen Anforderungen eines Gutsverwalter kurz dargestellt werden. Alois Weeder wurde 1862 geboren und besuchte die m\u00e4hrisch schlesische Forstlehranstalt zu Eulenberg in M\u00e4hren. Anschlie\u00dfend war er f\u00fcnf Jahre Forstamtsadjunkt in Gro\u00dfherrlitz in Schlesien und erwarb dort die notwendige Praxis zum F\u00fchren eines Forstbetriebes, etwa hinsichtlich des Holzverkaufes, der Rechnungslegung oder der Jagd. Gleichzeitig legte er in dieser Zeit die Staatspr\u00fcfung f\u00fcr Forstwirte in Br\u00fcnn ab. Im Herbst 1888 schlie\u00dflich erhielt er die Stelle als Verwalter f\u00fcr die G\u00fcter in Ebenzweier und Puchheim. Die Hauptaufgabe bestand zun\u00e4chst darin den darniederliegenden Gutsbetrieb in forstwirtschaftlicher, betriebswirtschaftlicher, personeller und organisatorischer Hinsicht neu aufzustellen. Daneben hatte er noch eine Reihe anderer Arbeiten zu erledigen, die nicht im Zusammenhang mit der Forstwirtschaft standen, wie Grundst\u00fccksk\u00e4ufe und Renovierungsarbeiten an den Geb\u00e4uden. 1899 schlie\u00dflich wurde Alois Weeder zum Gutsdirektor ernannt, womit er nun die notwendigen dienstlichen Angelegenheiten direkt mit dem Besitzer abkl\u00e4ren konnte und keine administrative Ebene mehr dazwischengeschaltet war. Er verblieb anschlie\u00dfend in dieser Position bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1931. Anhand dieser Kurzbiographie wird ersichtlich wie wichtig der Gutsverwalter f\u00fcr einen Gutsbetrieb war. Ihm oblagen neben den eigentlichen forstwirtschaftlichen T\u00e4tigkeiten auch der Vertrieb, die Personalangelegenheiten, die Organisationsstruktur, die Buchhaltung und die Erhaltung der Immobilien. Dar\u00fcber hinaus war er das Bindeglied zwischen dem Eigent\u00fcmer und dem Gutsbetrieb. Er stand im st\u00e4ndigen Spannungsfeld zwischen den Interessen des Besitzers, die einen m\u00f6glichst repr\u00e4sentativen und dem adeligen Lebensstil entsprechenden Gutskomplex vorweisen wollten und den wirtschaftlichen Notwendigkeiten gewinnbringend zu bilanzieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Fischz\u00fcchter<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alois Weeder brachte im Jahr 1900 auch des Buch &#8222;Der Fischz\u00fcchter&#8220; heraus, ein praktisches Hilfsbuch f\u00fcr Fischz\u00fcchter oder solche, die es werden wollen. Unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der \u00f6sterreichischen Alpenl\u00e4nder, welches gr\u00f6\u00dftenteils auf Grund seiner eigener Erfahrung und Beobachtungen verfasst wurde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mitglied im O\u00d6. Landes-Fischereirat <\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"742\" height=\"470\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-120.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34837\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-120.png 742w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-120-450x285.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 742px) 100vw, 742px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Kalender der K.K. O\u00d6. Landwirtschafts-Gesellschaft ist auch das Landesgesetz vom 14. M\u00e4rz 1908 enthalten. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"776\" height=\"364\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-119.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34836\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-119.png 776w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-119-450x211.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-119-642x300.png 642w\" sizes=\"auto, (max-width: 776px) 100vw, 776px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> Alois Weeder, G\u00fcterdirektor in Puchheim wurde in den Landesfischereiausschuss aufgenommen. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Puchheimer Au Landschaftsschutzgebiet<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"618\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-122-1024x618.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34842\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-122-1024x618.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-122-450x272.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-122-1536x927.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-122.png 1557w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Puchheimer Au ist per Verordnung des Landes Ober\u00f6sterreich bereits seit 2002 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die Erhebung zum Naturschutzgebiet bringt erweiterte Schutz- und Forschungsm\u00f6glichkeiten und vereinfacht gleichzeitig die Zusammenarbeit von Stadtgemeinde und Land Ober\u00f6sterreich. F\u00fcr die Besucher der Puchheimer Au \u00e4ndert sich im Prinzip nichts, denn das betroffene Areal ist auch jetzt schon eingez\u00e4unt und nicht f\u00fcr Privatpersonen zug\u00e4nglich. Hier halten sich h\u00f6chstens F\u00f6rster, J\u00e4ger und Wissenschaftler auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"651\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-121-1024x651.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34840\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-121-1024x651.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-121-450x286.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-121-1536x976.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-121.png 1629w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um den Arten- und Naturschutz erlebbar zu machen, sind regelm\u00e4\u00dfige F\u00fchrungen f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit angedacht. Diese Termine werden au\u00dferhalb der Schutzzeiten, wie Laichzeiten, stattfinden. Graf nennt den Herbst als einen passenden Zeitpunkt, um eine erste F\u00fchrung durch das Gebiet anzubieten:&nbsp;<strong><em>\u201eEs geht hier nicht darum, jemanden auszusperren. Natur- und Artenschutz soll greifbar und erlebbar bleiben.\u201c&nbsp;<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"658\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/image-89-1024x658.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-31804\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/image-89-1024x658.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/image-89-450x289.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/image-89.png 1505w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Bedingungen f\u00fcr Flora und Fauna in und rund um die Puchheimer Teichlandschaft optimal zu gestalten, sind einige Arbeiten notwendig. Unter anderem wurden bereits mehrere Ablassvorrichtungen, sogenannte Teichm\u00f6nche, saniert. Hierf\u00fcr war die Bergung und Umsiedlung der Fischbest\u00e4nde notwendig. Auch m\u00fcssen mehrere Dammk\u00f6rper saniert und Teichb\u00f6den abgedichtet werden. Durch diese Bem\u00fchungen wird der Wasserstand in den einzelnen Teichen regulierbar, wodurch wiederum geeignete Bedingungen f\u00fcr bedrohte Arten geschaffen werden k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich zum Schaffen der optimalen Rahmenbedingungen wurden in mehreren Teichen Teichbodenarten angesiedelt und bei der Kartierung wurden Amphibien wie der Grasfrosch, der Springfrosch und die Erdkr\u00f6te festgestellt. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"587\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-123.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-34847\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-123.png 800w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-123-436x320.png 436w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/image-123-260x190.png 260w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die bedrohten Arten Kammmolch und Laubfrosch wird der Teich Nummer 14 heuer und n\u00e4chstes Jahr f\u00fcr ein Wiederansiedelungsprojekt gen\u00fctzt. Neben besagten Amphibien werden auch Kleinfische wie der Bitterling und der Schlammpeitzger in den Gew\u00e4ssern der Puchheimer Teichanlagen angesiedelt. Der intakte Bestand an Gro\u00dfmuscheln ist bestens geeignet um dem Bitterling ideale Brutst\u00e4tten f\u00fcr seine Jungen zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abgelassener Teich mit saniertem Teichm\u00f6nch (Ablassvorrichtung) aus Holz)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>\u201eDie Puchheimer Au ist ein wirklich einzigartiges Gebiet, das mir in vergleichbarem Ausma\u00df sonst nirgends bekannt ist,\u201c<\/em><\/strong>&nbsp;betont Christoph Graf die \u00f6kologische Besonderheit der Teichlandschaft. Es sei wichtig, aufzuzeigen&nbsp;<em>\u201ewelche Bedeutung die Puchheimer Au nicht nur als Naherholungsgebiet, sondern auch als Natur- und Artenschutzgebiet haben kann.\u201c<\/em>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Quellenangabe<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Titelbild: Wikipedia &#8211; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Attnang-Puchheim\">Attnang-Puchheim<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/eplus.uni-salzburg.at\/download\/pdf\/7914090.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dissertation von Mag. Martin M\u00fcllegger<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Artur Maria SCHREIBER, Zur Geschichte der Fischerei in Ober\u00f6sterreich, insbesondere der<br \/>Traunfischerei, Linz 1930.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Georg WACHA, Zur Geschichte des Fischhandels in Ober\u00f6sterreich, in: Mitteilungen des<br \/>ober\u00f6sterreichischen Landesarchivs 8 (1964), 416\u2013442.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weitere Informationen<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"sgWDIPiSVV\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=29620\">160 JAHRE FISCHZUCHT IM SALZKAMMERGUT<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;160 JAHRE FISCHZUCHT IM SALZKAMMERGUT&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=29620&#038;embed=true#?secret=jCbtVjiVK4#?secret=sgWDIPiSVV\" data-secret=\"sgWDIPiSVV\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"vbxTEkEb2U\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=17309\">ANNO 1893 ENTSTEHUNG DES O.\u00d6. FISCHEREIGESETZ<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;ANNO 1893 ENTSTEHUNG DES O.\u00d6. FISCHEREIGESETZ&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=17309&#038;embed=true#?secret=6noRhWczbg#?secret=vbxTEkEb2U\" data-secret=\"vbxTEkEb2U\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n&nbsp;<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #99cc00;\">\u201eWer Fisch will fangen ohne Mangel, hantier nicht blo\u00df mit Netz und Angel.<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #99cc00;\">Auch f\u00fcr das Wasser gilt der Reim: Erst s\u00e4h, dann f\u00fchr&#8216; die Ernte heim!&#8220;<\/span><\/strong><\/p><p style=\"text-align: center;\">Zitat von: Alois Weeder <\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-121\" title=\"20080303_17463_Home 250x Fisherman is Home_3333_bearbeitet-1\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/20080303_17463_Home-250x-Fisherman-is-Home_3333_bearbeitet-1.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"243\"\/><\/p>&nbsp;\n<\/span><\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Suche nach alten Aufzeichnungen \u00fcber die Fischzucht, muss man im Umfeld von Schl\u00f6sser- und Kl\u00f6stern zu suchen anfangen. 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