{"id":23976,"date":"2023-02-08T16:50:00","date_gmt":"2023-02-08T15:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=23976"},"modified":"2024-03-25T14:06:32","modified_gmt":"2024-03-25T13:06:32","slug":"weinbach-restwasserstrecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=23976","title":{"rendered":"WEINBACH RESTWASSERSTRECKE"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dotation der Ischl sowie der <strong>Seewasserspiegel am Wolfgangsee wird durch eine Wehranlage (Klause)<\/strong> in B\u00fcrglstein, im Gemeindegebiet von St. Wolfgang, unmittelbar am Seeausfluss in Strobl geregelt. Bis zur Querung der St. Wolfganger Landesstra\u00dfe bei Fluss-km 11,56 weist die Ischl einen gestreckten, durch Uferbewuchs gut beschatteten Verlauf auf, danach folgt eine etwas st\u00e4rker gewundene, noch recht nat\u00fcrliche Strecke, durch einen engen, wenig besiedelten Talabschnitt, bis zur M\u00fcndung des Wei\u00dfenbaches, bei Flusskilometer 9,34 der rechtsufrig in die Ischl dazu kommt und ein recht kaltes Wasser in die Ischl einspeist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleich etwas unterhalb der Strobler Weissenbach M\u00fcndung, zweigt beim Schlauchwehr von der Energie AG, linksufrig bei Fluss-km 8,96 ein M\u00fchlbach, der Kraftwerkskanal ab, die dazugeh\u00f6rige Wasserkraftanlage Weinbach befindet sich etwa auf H\u00f6he Fluss-km 8,06. Die M\u00fcndung des Unterwasserkanals (Werkskanal) in die Ischl erfolgt dann wieder in den unteren Teil der Restwasserstrecke, bei Fluss-km 7,6. Unmittelbar nach der M\u00fcndung vom &#8222;OKA-Werkskanal&#8220; in die Restwasserstrecke, befindet sich der &#8222;Schenner Polster&#8220; und das Jank Kraftwerk. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"380\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-27-1024x380.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23989\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-27-1024x380.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-27-450x167.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-27.png 1386w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau hier, <strong>zwischen dem Schlauchwehr von der Energie AG und Jank Kraftwerk<\/strong> ist auch die <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Restwasserstrecke<\/mark><\/strong> und deren L\u00e4nge betr\u00e4gt rund 1.350 Meter. <\/p>\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Restwasser-Strecke<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei sogenannten Ausleitungskraftwerken wie wir das hier in Weinbach haben, ist die Situation so, dass \u00fcber einen Werkskanal ein Gro\u00dfteil der Wassermenge zum Ausleitungskraftwerk (Turbinenhaus) f\u00fchrt und eine &#8222;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Restwasserstrecke<\/mark><\/strong>&#8220; verbleibt. Diese wird vom Dotationswasser (auch Pflichtwasser genannt) durchronnen. In nachfolgenden Bericht geht es um die &#8222;<strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Restwasserstrecke-Weinbach<\/mark><\/strong>&#8220; und der fischereilichen Situation.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"577\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-26-1024x577.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23981\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-26-1024x577.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-26-450x254.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-26.png 1089w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus&nbsp;\u00f6kologischen&nbsp;Gr\u00fcnden ist es erforderlich, dass immer eine gewisse Mindest-Restwassermenge im Gew\u00e4sser verbleibt. Diese Wassermenge wird ben\u00f6tigt, damit das Gew\u00e4sser auch im Restwasserlauf unterhalb der Entnahmestelle seine vielf\u00e4ltigen \u00f6kologischen Aufgaben erf\u00fcllen kann. Diese Aufgabe besteht zum einen in der Funktion des Gew\u00e4ssers \u2013 einschlie\u00dflich der&nbsp;Uferzone- und&nbsp;Auenbereiche&nbsp;\u2013 als&nbsp;Biotop&nbsp;f\u00fcr im und am Wasser lebende Tiere und&nbsp;Flora&nbsp;und deren im und am Wasser wachsende Pflanzen, B\u00e4ume, Str\u00e4ucher und Algen und somit zur Erhaltung der biologischen Artenvielfalt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Bei den Tieren sind insbesondere die Fischpopulationen von Bedeutung, denn f\u00fcr die Fortpflanzung vieler&nbsp;wandernder Fischarten&nbsp;ist die Mindestwassermenge in Verbindung mit&nbsp;funktionierenden Aufstiegs- und Abstiegshilfen&nbsp;an Staustufen zwingend erforderlich.<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Restwassermenge tr\u00e4gt unter anderem zur Erhaltung der Temperaturpufferkapazit\u00e4t gegen \u00fcberm\u00e4\u00dfige Erw\u00e4rmung im Sommer und Zufrieren im Winter sowie zur Vermeidung \u00fcberm\u00e4\u00dfiger&nbsp;Eutrophierung&nbsp;(Algen- und Bakterienwuchs) bei. Hier\u00fcber hat das Restwasser einen erheblichen Einfluss auf die&nbsp;Wasserqualit\u00e4t&nbsp;(Gew\u00e4sserg\u00fcte), die einerseits f\u00fcr die oben genannte Funktion als Biotop und andererseits f\u00fcr die Funktion der nat\u00fcrlichen Kl\u00e4rung (Abbau von Schadstoffen) wichtig ist. Eine ausreichende Menge und Qualit\u00e4t des Restwassers sind wiederum wichtig f\u00fcr die Funktion der Speisung des&nbsp;Grundwassers.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere Funktion nimmt das Gew\u00e4sser im&nbsp;Landschaftsschutz&nbsp;zur Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt als&nbsp;Landschaftselement&nbsp;ein. Das Restwasser tr\u00e4gt hier zur Erhaltung der&nbsp;Morphologie des Gew\u00e4ssers&nbsp;und insbesondere zur Vermeidung einer Verlandung durch Ablagerung von&nbsp;Schwemmsedimenten&nbsp;(vor allem&nbsp;Sand&nbsp;und&nbsp;Schlick) im&nbsp;Flussbett&nbsp;bei.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"571\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-25-1024x571.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23980\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-25-1024x571.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-25-450x251.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-25-1536x856.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-25-2048x1141.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die aus \u00f6kologischen Gr\u00fcnden notwendige Mindestrestwassermenge ist sehr vom&nbsp;Gew\u00e4ssertyp, dem&nbsp;Abflussregime, dem Charakter des Gew\u00e4ssers sowie der individuellen Situation an der Entnahmestelle und entlang der Restwasserstrecke abh\u00e4ngig. Wichtigste Kenngr\u00f6\u00dfe ist die Wassermenge; je weniger Wasser der Fluss im Jahresmittel f\u00fchrt, umso gr\u00f6\u00dfer ist tendenziell die relative Mindestrestwassermenge. Daneben sind aber auch das Gef\u00e4lle, die mittlere Flie\u00dfgeschwindigkeit, Breite und Tiefe des Gew\u00e4ssers und die Geologie des Flussbettes und viele andere Einflussfaktoren f\u00fcr die Ermittlung einer Restwassermenge von Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Restwassermenge lt. WR-Bescheid<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lt. WR-Bescheid mit dem Gesch\u00e4ftszeichen: Wa-2013-101342\/56-Pan\/Ne vom 19. Dezember 2013 wurde die f\u00fcr die &#8222;Restwasserstrecke&#8220; der Ischl abzugebende Pflichtwassermenge provisorisch festgesetzt mit: <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>mind. 800 l\/s in der Zeit vom 16. Juni \u2013 30. M\u00e4rz <\/li>\n\n\n\n<li>und mind. <\/li>\n\n\n\n<li>1200 l\/s in der Zeit vom 1. April \u2013 15. Juni. <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei sind ganzj\u00e4hrig 460 l\/s \u00fcber die Fischwanderhilfe und der restliche Pflichtwasserabfluss von 340 l\/s bzw. 740 l\/s \u00fcber eine Klappe bei der Schottergasse beim Schlauchwehr abzugeben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"976\" height=\"648\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-28.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23994\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-28.png 976w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-28-450x299.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 976px) 100vw, 976px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pflichtwassermenge von 1,33 m\u00b3\/s<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die provisorische Pflichtwasserabgabe in die Restwasserstrecke war lt. oben genannten Bescheid zeitlich bis 30. Juni 2017 befristet. Bis dahin w\u00e4re eine fachlich fundierte, auf aktuellem Wissensstand beruhende Restwasserstudie mit nachvollziehbarem Vorschlag f\u00fcr den \u00f6kologisch erforderlichen Restwasserabfluss zur Gew\u00e4hrleistung des guten \u00f6kologischen Zustandes der Ischl im Bereich der gegenst\u00e4ndlichen Entnahmestrecke der Wasserrechtsbeh\u00f6rde zur Beurteilung und endg\u00fcltigen Restwasserfestsetzung vorzulegen, gewesen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Da es zu keiner Erstellung einer Restwasserstudie bis zum 30. Juni 2017 gekommen ist ganzj\u00e4hrig eine Pflichtwassermenge von 1,33 m\u00b3\/s (= NQT) in die Restwasserstrecke abzugeben, bis auf Basis einer nach wie vor offenen Restwasserstudie eine endg\u00fcltige Restwasserfestsetzung festgelegt wird.<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit zu den Wasserrechtlichen Eckdaten f\u00fcr die Restwasserstrecke in Weinbach. In weiterer Folge m\u00f6chte ich mit dieser Dokumentation die fischereiliche Situation und deren Entwicklung betrachten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pegel- und Temperatur Situation<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Restwasserstrecken sind Abschnitte in Flie\u00dfgew\u00e4ssern, bei denen wegen menschlicher Nutzungen, vor allem Wasserkraftnutzung, die Wasserf\u00fchrung gegen\u00fcber dem nat\u00fcrlichen Zustand verringert ist, weil eine Ausleitung, meist an einem Querbauwerk erfolgt. Dies hat, in Abh\u00e4ngigkeit von der Intensit\u00e4t der Nutzung, mehr oder weniger negative Auswirkungen auf den \u00f6kologischen Zustand des Flie\u00dfgew\u00e4ssers. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Restwasserstrecke in Weinbach haben wir seit Neubau der Schlauchwehranlage hinsichtlich Hydrologie durch Schwall und Restwasser und durch den hohen Geschiebeeintrag durch den 300 Meter oberhalb vom Schlauchwehr einm\u00fcndenden Strobler Weissenbach fischereilich gesehen zwar einen &#8222;Kaltwasser&#8220;-bringer, jedoch auf der anderen Seite, zumindest durch die menschlichen Eingriffe der letzten Jahre ein \u00fcberproportionale Geschiebe und Feinedimente Fracht, mit zig -tausend Tonnen, je Hochwasser Ereignis.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"513\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-29-1024x513.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23995\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-29-1024x513.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-29-450x226.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-29.png 1341w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Durch den 300 Meter oberhalb vom Schlauchwehr einm\u00fcndenden Strobler Weissenbach haben wir hier fischereilich gesehen einen &#8222;Kaltwasser&#8220;-bringer. Damit wird \u00fcber den gleich darunter liegenden Fischaufstieg, mit einer Dotierung von 470 Liter\/Sekunde recht kaltes Wasser in die Restwasserstrecke abgeleitet und das wird auch eine Erkl\u00e4rung sein, dass sich dadurch Salmoniden und allen Voran die \u00c4sche recht wohl f\u00fchlt in diesen Gew\u00e4sserabschnitt. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bestandsaufnahme(n) in der Restwasserstrecke<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bereich der Restwasserstrecke ist seit Einf\u00fchrung der GZ\u00dcV-Befischungen unter Beobachtung und daher liegen Bestandsdaten aus dem Jahr 2008 vor. Weiters wurden durch die als Referenzprojekt geplanten Geschiebesperren Entleerungen im Strobler Weissenbach, seit 2017 bis 2022 j\u00e4hrliche Bestandsaufnahmen gemacht. Leider wurde diese Entleerung durch menschliches Zutun so stark beeinflusst und es wurde eine &#8222;Negativ&#8220;-Referenz daraus, wie es nicht gemacht werden soll. Ich hoffe, die Verantwortlichen lernen daraus. Es wurde jedoch damit ein &#8222;halbwegs&#8220; funktionierender, technischer Lebensraum \u00fcber Jahre hin zerst\u00f6rt. Die \u00f6kologischen Auswirkungen in diesen von der O.\u00d6. Landesregierung ausgewiesenen Laichschongebiet sind jedoch Katastrophal gewesen und es wird Jahre dauern, hier wieder auf einen Stand von 2008 zu kommen und eigentlich sollten sich ja eine Verbesserung lt. Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und den vielen Millionen an Steuergelder die in die Durchg\u00e4ngigkeit der Ischl investiert wurden, ergeben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-40-1024x523.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24035\" width=\"840\" height=\"429\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-40-1024x523.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-40-450x230.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-40.png 1062w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Bestandsaufnahmen in der Restwasserstrecke Weinbach werden soweit bei den nachfolgenden Befischungs-Ergebnissen nicht anders angegebene, immer im Bereich der Br\u00fccke Weinbach, \u00fcber eine L\u00e4nge von 200 Meter durchgef\u00fchrt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">GZ\u00dcV-Befischungsdaten aus dem Jahr 2008 <\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"543\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-38-1024x543.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24023\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-38-1024x543.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-38-450x239.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-38.png 1460w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Im Jahr 2008 hatten wir an dieser Befischungsstelle einen \u00f6kologischen Zustand Klasse 2. D.h. mit einer Note von 2,47 ganz knapp einen &#8222;Guten&#8220; Zustand!<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"80\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-31-1024x80.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24008\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-31-1024x80.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-31-450x35.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-31.png 1458w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Heimische Arten, Leitbild und Gef\u00e4hrdungsstatus<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"841\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-30-1024x841.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24005\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-30-1024x841.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-30-390x320.png 390w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-30.png 1451w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Heimische Arten, Leitbild und Gef\u00e4hrdungsstatus<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fisch\u00f6kologisches Leitbild (Haunschmid et al., 2006)<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br \/>l = Leitart<br \/>b = typische Begleitart<br \/>s = seltene Begleitart<br \/>a! = allochthon<br \/>N! = Neozoa<br \/><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">FFH\u2026Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU (RICHTLINIE 92\/43\/EWG DES RATES vom 21.Mai 1992)<br \/><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>II<\/strong> = Art gelistet in Anhang II der FFH-RL (Arten, f\u00fcr die Schutzgebiete ausgewiesen werden m\u00fcssen)<br \/><strong>IV<\/strong> = Art gelistet in Anhang IV der FFH-RL (Streng zu sch\u00fctzende Tier- und Pflanzenarten)<br \/><strong>V<\/strong> = Art gelistet in Anhang V der FFH-RL (Arten, deren Entnahme und Nutzung Gegenstand von Verwaltungsma\u00dfnahmen sein k\u00f6nnen)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br \/>Gef\u00e4hrdungsstatus nach Wolfram &amp; Mikschi (2006), Rote Liste der Fische (Pisces) \u00d6sterreichs und \\nIUCN (International Union for Conservation of Nature)<br \/><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RE<\/strong> = regional ausgestorben oder verschollen (regionally extinct)<br \/><strong>CR<\/strong> = vom Aussterben bedroht (critically endangered)<br \/><strong>EN<\/strong> = stark gef\u00e4hrdet (endangered)<br \/><strong>VU<\/strong> = gef\u00e4hrdet (vulnerable)<br \/><strong>NT<\/strong> = Gef\u00e4hrdung droht (near threatened)<br \/><strong>LR<\/strong> = geringes Risiko (lower risk)<br \/><strong>LC<\/strong> = nicht gef\u00e4hrdet (least concern)<br \/><strong>DD<\/strong> = Datenlage f\u00fcr eine Einstufung nicht ausreichend (data deficient)<br \/><strong>NE<\/strong> = nicht eingestuft, es handelt sich meist um verbreitete und reproduzierende Neobiota (not evaluated)<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Abundanz und Biomasse<\/h4>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Befischungstermin in der Ischler Ache Ende August bis Mitte September<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Im Jahr 2008 wurde die GZ\u00dcV-Bestanderhebung am 20. August 2008 durchgef\u00fchrt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Wichtig bei Bestandsaufnahmen in der Ischl ist immer der Befischungszeitpunkt. Als Seeausrinn und Laichhabitat f\u00fcr viele Wolfgangsee Fischarten, wie den Perlfisch, die Laube oder die Seeforelle, wird die Ischl zu deren Laichzeit als Laichplatz genutzt.<\/mark><\/strong> Bestandsaufnahmen sollten in der Ischler Ache m\u00f6glichst von Ende August bis Mitte September durchgef\u00fchrt werden. Befischungen im Fr\u00fchjahr, sind wegen der Laichzeit vom Perlfisch und der \u00c4sche zu vermeiden und Befischungen ab 16. September sind wegen der Laichzeit der Bach- und Seeforelle nicht m\u00f6glich, bzw. findet ab Oktober die Fischwanderung in den Wolfgangsee statt und die Ischl wird \u00fcber die Wintermonate, zumindest was die Wei\u00dffischarten betrifft, ziemlich fischleer und Bestandsaufnahmen w\u00e4ren nicht repr\u00e4sentativ.    <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wichtiges Laichhabitat Ischler Ache f\u00fcr viele Seefische<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am besten ist das im April zu beobachten, wenn ab Mitte April eines Jahres der Laich Zug der Perlfische beginnt, kommen viele Begleitfischarten, wie auch diese im Leitbild angef\u00fchrt mit in die Ischl. Genauso kann man im Herbst den Aufstieg von vielen Wei\u00dffischarten in das &#8222;Winterlager Wolfgangsee&#8220; beobachten. Dann stehen viele Fische am Einstieg, sofern sie diesen finden, bei den Fischaufstiegshilfen an, um flussaufw\u00e4rts in den Wolfgangsee zu ziehen. Interessant war die auch bei der &#8222;Winter-Notabfischung&#8220; am 11. J\u00e4nner 2023 zu beobachten, wo wir urspr\u00fcnglich mit einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Wei\u00dffischen, speziell von Aitel gerechnet h\u00e4tten. Diese sind jedoch \u00fcber die Wintermonate in diesen oberen Abschnitt der Ischler Ache bereits in den Wolfgangsee aufgestiegen. Daher ist auch die Durchg\u00e4ngigkeit f\u00fcr diese Fischwanderungen \u00fcber Fischauf- und Abstiegshilfen, speziell bei Seeausrinne so wichtig.       <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Abundanz und Biomasse (E-Befischungen), Ischl, Weinbach, 20. August 2008<\/mark><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"331\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-32-1024x331.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24009\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-32-1024x331.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-32-450x145.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-32.png 1455w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Dominanz<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"736\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-33-1024x736.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24014\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-33-1024x736.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-33-445x320.png 445w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-33.png 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Biomasseverteilung<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"736\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-34-1024x736.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24015\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-34-1024x736.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-34-445x320.png 445w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-34.png 1435w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Biometrie der einzelnen Fischarten und fangspezifische Kenngr\u00f6\u00dfen<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"372\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-35-1024x372.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24016\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-35-1024x372.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-35-450x163.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-35.png 1480w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Altersaufbau der Leitarten und typischen Begleitarten<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"430\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-36-1024x430.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24019\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-36-1024x430.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-36-450x189.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-36.png 1462w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">L\u00e4ngenfrequenzdiagramm der Leitarten (n&gt;3) im August 2008<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-37.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24020\" width=\"840\" height=\"686\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-37.png 735w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-37-392x320.png 392w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">L\u00e4ngenfrequenzdiagramm der typischen Begleitarten, der \u00c4sche (n&gt;3) im August 2008<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fisch\u00f6kologische Bewertung der Bestandsaufnahme im Jahr 2008<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bereich der Ausleitungsstrecke des KW Weinbach wurde im Jahr 2008 gerade noch ein guter Zustand (2,47) erreicht, mit deutlicher Tendenz zum m\u00e4\u00dfigen Zustand. Beide Leitarten Aitel und Barbe sind vorhanden und zeigen einen ann\u00e4hernd nat\u00fcrlichen Populationsaufbau. Es sind aber leichte Unterrepr\u00e4sentanzen bei den Jungfischen und geringe Individuenzahlen bei den gr\u00f6\u00dferen Adulten festzustellen. Von den f\u00fcnf typischen Begleitarten wurden \u00c4sche und Rotauge nachgewiesen. Als seltene Begleitarten treten Bachforelle und Koppe auf. <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Die Biomasse liegt mit 105,3 kg\/ha deutlich \u00fcber dem Grenzwert<\/mark><\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der stark gef\u00e4hrdete Perlfisch zieht zum Laichen aus dem Wolfgangsee in die Ischl. Jungfische mit einer mittleren L\u00e4nge von 4,9 cm wurden in der Ausleitungsstrecke des KW Weinbach h\u00e4ufig angetroffen. Die Art, die in dieser Befischungsstrecke immerhin etwa 1\/3 der Ichthyoz\u00f6nose stellt (Abundanz Verteilung), ist nicht im Leitbild enthalten und demzufolge auch in der FIA-Bewertung nicht ber\u00fccksichtigt. Dies sollte korrigiert werden, wobei aber bei jeder Bewertung der Befischungstermin zu ber\u00fccksichtigen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die haupturs\u00e4chlichen Belastungen sind die durch Mauern \u00fcber weite Strecken hart verbauten Ufer, die geringe Abflussmenge (Restwasser), sowie mehrere, nur eingeschr\u00e4nkt passierbare Querbauwerke (Rampen). Oberhalb war 2008 noch eine unpassierbare Wehr des KW Weinbach. Innerhalb eines Linksbogens sind im Bereich einer Tiefenrinne alte Sohlsicherungen aus Holz, die gr\u00f6\u00dferen Fischen als Unterst\u00e4nde dienen. Ansonsten sind kaum fischrelevante Unterst\u00e4nde vorhanden. Die geringen Jungfischdichten der Leitarten d\u00fcrften auf den Mangel an R\u00fcckzugsr\u00e4umen zur\u00fcckzuf\u00fchren sein. W\u00e4hrend bei geringen Abfl\u00fcssen noch Flachwasserbereiche vorhanden sind, liegen bei Hochwasserereignissen aufgrund der verbauten Ufer nur mehr wenige str\u00f6mungsgesch\u00fctzte Bereiche vor. Zudem kommt es oberhalb der Rampen (R\u00fcckstau) abschnittsweise zur Ablagerung von Feinmaterial, wodurch das Laichsubstrat unmittelbar oberhalb der Rampen f\u00fcr lithophile Arten ung\u00fcnstig ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon leichte Ver\u00e4nderungen in der Fischbioz\u00f6nose h\u00e4tten eine Verschlechterung des Zustandes zur Folge, weshalb trotz der derzeitigen Bewertung Ma\u00dfnahmen erforderlich sind. Nat\u00fcrliche Substrat- und Str\u00f6mungsverh\u00e4ltnisse k\u00f6nnten durch ein Aufl\u00f6sen der k\u00fcnstlichen Rampen erzielt werden. <strong>Erh\u00f6hungen der Restwasserabgabe haben in Kombination mit einer ausreichenden Strukturierung des Gew\u00e4sserbettes einen positiven Effekt auf die Fischfauna. Einen limitierenden Faktor, nicht nur f\u00fcr potamodrome Wanderer wie die Nase, sondern auch f\u00fcr den aus dem Wolfgangsee einwandernden und in der Ischl laichenden Perlfisch, stellen die zahlreichen nicht- bzw. nur schwerpassierbaren Querbauwerke dar. Langfristig ist daher eine Durchg\u00e4ngigkeit der gesamten Ischl anzustreben.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bestandsaufnahme 6. September 2022<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lt. wasserrechtlichen Bewilligungsverfahren f\u00fcr diese Befischung, dokumentiert im Wasserrechtsbescheid 30303-202\/2373\/17-2016 bzw. 30303-202\/2373\/23-2019 ist ein fisch\u00f6kologisches Monitoring (Befischungen) gefordert. Die Ergebnisse dieser<br \/>Befischungen habe ich hier bezogen auf die Befischungsstelle 4 &#8211; der Restwasserstrecke Weinbach Auszugsweise herausgenommen. Die Befischungen wurden gem\u00e4\u00df der GZ\u00dcV-Richtlinie = Gew\u00e4sserzustands\u00fcberwachungsverordnung, BGBI. II Nr. 479 \/ 2006 vom B\u00fcro Blattfisch aus Wels durchgef\u00fchrt. Zus\u00e4tzliche personelle Ressourcen wurden vom Institut f\u00fcr Wasserbau, Hydraulik und Flie\u00dfgew\u00e4sserforschung der Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur Wien gestellt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"518\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-39-1024x518.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24032\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-39-1024x518.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-39-450x228.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-39.png 1053w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Bestandsaufnahme erfolgte vom B\u00fcro Blattfisch aus Wels mit personelle Ressourcen vom Institut f\u00fcr Wasserbau, Hydraulik und Flie\u00dfgew\u00e4sserforschung der Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur Wien.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Innerhalb der Befischungsstelle 4, der Restwasserstrecke wurden 5 verschiedene Fischarten nachgewiesen. Auffallend ist, dass diese Strecke stark von rheophilen Cypriniden dominiert wird. Die am h\u00e4ufigsten vorkommende Art ist die Barbe. In Summe wurden 60 Fische innerhalb dieser Befischungsstelle gefangen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bestand der Befischungsstelle 4 = 26,2 kg\/ha<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die aus den realen Fangzahlen von n=60 abgeleitete Bestandsberechnung der Befischungsstelle 4 bezogen auf einen Hektar benetzte Fl\u00e4che ergibt 236 Individuen. Die errechnete Biomasse der Restwasserstrecke bel\u00e4uft sich damit auf 26,2 kg\/ha.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"211\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-42-1024x211.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24039\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-42-1024x211.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-42-450x93.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-42.png 1332w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">L\u00e4ngenfrequenzdiagramm der \u00c4sche (Thymallus thymallus) in der Befischungsstelle 4<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"981\" height=\"326\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-41.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24036\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-41.png 981w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-41-450x150.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 981px) 100vw, 981px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"420\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-43-1024x420.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24040\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-43-1024x420.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-43-450x185.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-43.png 1273w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">L\u00e4ngenfrequenzdiagramm der \u00c4sche (Thymallus thymallus) in der Befischungsstelle 4<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Notabfischung am 11. J\u00e4nner 2023<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch bevorstehenden Bauma\u00dfnahmen und durch mechanischen Geschiebeabtransport in der Restwasserstrecke, haben wir in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern vom Gew\u00e4sser Bezirk Gmunden eine &#8222;Notabfischung&#8220; durchgef\u00fchrt. Die Befischung fand, im Gegensatz zu den oben angef\u00fchrten GZ\u00dcV-Befischungen, \u00fcber die komplette Restwasserstrecke statt. Gefischt wurde mit einem Grassl 2,2 KW Aggregat und einen Grassl 1,3 KW Aggregat. Polf\u00fchrer war Martin Pomberger vom Gew\u00e4sserbezirk und Heimo Huber vom FROSKG. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"506\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-24-1024x506.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23979\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-24-1024x506.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-24-450x222.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-24-1536x759.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-24.png 1761w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"> Wasserstands Daten zum Befischungstermin<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"455\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-23-1024x455.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23978\" srcset=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-23-1024x455.png 1024w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-23-450x200.png 450w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-23-1536x682.png 1536w, https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/image-23-2048x910.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vergleich der Biomasse der Jahre 2008 und 2017 bis 2023<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betrachtet man die statistische Anzahl der gefangenen Fische (ohne Koppen) \u00fcber den gesamten Beobachtungszeitraum, so zeigen sich durchgehend R\u00fcckg\u00e4nge in der Anzahl der gefangenen Fische. Innerhalb der untersuchten Restwasserstrecke an der Ischler Ache (BS_4) wurden im Jahr 2022 mit 58 Individuen die bisher niedrigste Zahl an Fischen gefangen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weitere Informationen<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"0qS48uHcX9\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=11117\">ISCHL ZUBRINGER UND RESTWASSERSTRECKE WEINBACH<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;ISCHL ZUBRINGER UND RESTWASSERSTRECKE WEINBACH&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=11117&#038;embed=true#?secret=fQmyi6f2iu#?secret=0qS48uHcX9\" data-secret=\"0qS48uHcX9\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-fischereimanagement-salzkammergut wp-block-embed-fischereimanagement-salzkammergut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"Djk09dMFpy\"><a href=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=22709\">SOMMERHOCHWASSER 2022<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;SOMMERHOCHWASSER 2022&#8220; &#8212; Fischereimanagement Salzkammergut\" src=\"https:\/\/huberpower.com\/wordpress\/?p=22709&#038;embed=true#?secret=QvKbiFERyG#?secret=Djk09dMFpy\" data-secret=\"Djk09dMFpy\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n\n\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>&#8222;In die Zukunft blicken, in der Gegenwart leben und aus der Vergangenheit lernen&#8220;<\/strong><\/span><\/p><p style=\"text-align: center;\"><\/p>\n&nbsp; <p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #99cc00;\">\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Dotation der Ischl sowie der Seewasserspiegel am Wolfgangsee wird durch eine Wehranlage (Klause) in B\u00fcrglstein, im Gemeindegebiet von St. Wolfgang, unmittelbar am Seeausfluss in Strobl geregelt. 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