AESCHE

AESCHENBESATZ 2017

Äschenbesatz kommt mit 5-10 cm Länge in den Aufzuchbach

Die Äsche (Thymallus thymallus) war aufgrund Ihrer früheren Häufigkeit als Leitfisch namensgebend für die Äschenregion in den Flussbereichen zwischen der oberhalb gelegenen Forellenregion und der flussab liegenden Barbenregion, d.h. für die Ober Traun zwischen Hallstättersee und Traunsee. Der Äschenbestand gilt hier als Indikator und Zeigerorganismus für funktionierende Ökosysteme in Fließgewässern.

Am 3. April 2017 wurden im Rahmen unseres schon seit vielen Jahren praktizierte Artenschutzprojektes zur Wiederansiedlung und Stabilisierung der Äschebestände weitere 5.000 Jungfische in den Kaltenbach oberhalb von Bad Ischl eingesetzt um sich hier, in diesen Nebengewässer der Ischler Traun an eine natürliche Umgebung in freier Natur zu gewöhnen.

In einer 1996 gegründeten Aktion „Rettet die Äsche“ wird ein für Oberösterreich bisher einzigartige Artenschutzmaßnahme umgesetzt.

Laichfische, speziellen die „Roggner“ gehören retour ins Gewässer …. Foto: © by Harald Eidinger

Damit diese im Frühjahr für den Nachwuchs sorgen! Eigenaufkommen ist mit Besatz nicht zu kompensieren. Foto: © by Harald Eidinger

Erhaltungsbesatz 2017:

In der Oberen Traun, ist der Äschenbesatz unter „Erhaltungsbesatz“ einzustufen. Wir haben zwar noch Äschenpopulationen in der Ober Traun. Jedoch ohne den Bestand nicht mit zusätzlichen Maßnahmen zu stützen würden die Bestände verschwinden. Erhaltungsbesatz ist typisch für regulierte Gewässer mit einer schlechten Ausprägung an Laichhabidaten auf der einen Seite und durch einen starken Prädatorendruck im Winter auf der anderen Seite. Nach über 20 Jahren „Aktion Rettet die Äsche“ mit den begleitenden Besatzmaßnahmen, konnten Äschenbestände erhalten werden. Dazu kommt durch den Klimerwandel auch die Verswchiebung der Äschenregion, die ursprünglich bis zur Ischl Mündung angegeben wurde, dass sich diese Zwischenzeitlich bis zum Seeausrinn des Halstättersee erstreckt. Nicht zu vergessen die Situation mit der Bachforelle, die im Hauptfluss der Ischler Traun durch PKD, PKS infiziert, als ausgestorben einzustufen ist. Damit ist die Äsche der verbleibende, heimische Fisch, der als sehr erhaltungswürding einzustufen ist.  

Es gibt noch einige Äschen …. Foto: © by Harald Eidinger

Quelle und weiterführende Literatur über eine „Nachhaltige Bweirtschaftung“:

Arlinghaus, Robert Neuer Praxisleitfaden: Nachhaltiges Management von Angelgewässern

Angelvereine können durch die Wahl von Fang- und Entnahmebestimmungen, durch das Aussetzen von Fischen sowie durch Lebensraum verbessernde Maßnahmen die Gewässer, die Fischgemeinschaften und die fischereilichen Bedingungen steuern und gestalten. Dieses Buch erläutert die Bedingungen, die für oder gegen den Einsatz bestimmter Hegevorgehen sprechen. Eine neue Hegeplanungssoftware unterstützt die Entscheidung. Das Buch richtet sich an alle, die sich für das Management der Angelgewässer interessieren. Es ist eine Pflichtlektüre für jeden Gewässerwart und Bewirtschafter!

 

 

„Fischereimanagement ist wie das Leben – eine Kunst, keine Wissenschaft“

Zitat aus dem Buch Nachhaltiges Management von Angelgewässern von Robert Arlinghaus

 

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