BEWIRTSCHAFTUNG

FLUSSBARSCH IN DER OBEREN TRAUN

Der Flussbarsch (Perca fluviatilis), bei uns auch Schratz, am Bodensee Kretzer, in der Schweiz auch Egli genannt, ist ein in ganz Europa vorkommender Süßwasserfisch. Von der IUCN wird der Flussbarsch als „nicht gefährdet“ eingestuft.

huberpower-2015-5

 Vorkommen im Salzkammergut

Die ursprüngliche Verbreitung des Flussbarsches liegt in den nördlichen Breiten Eurasiens. Er bevorzugt relativ warmes, nicht zu schnell fließendes Wasser und erhebt einen Anspruch auf gute Wasserqualität, sonst ist er jedoch relativ anpassungsfähig. Im Salzkammergut gibt es sichere Bestände in fast allen Seen und in den Fließgewässern von der Äschenregion bis zur Brachsenregion.

huberpower-2015b
In den Kehrwasserbereich findet man Flussbarsch Kolonien. Zumeist ist der Flussbarsch in kleineren Rudel, eher unterhalb der Ischlmündung zu finden. Beliebte Standplätze von Flussbarschen ist beim Kreuzstein oder auch bei Generals Pool. Durch die Durchgängichkeit der Traun und Ischl zwischen Hallstättersee, Traunsee und mit der Neugestaltung der Isch zum Wolfgangsee, werden wir hier künftig stärkere Fischzüge beobachten können.

huberpower-2015-3
Auch der heiße Sommer und Wassertemperaturen über 20 Grad fördern die Flussbarsch Populationen. Durch die Klimaerwärmung ist hier auch sicherlich eine Veränderung in den Fischregionen zu beobachten.

Ökologie:

Diese Fischart ist sehr anpassungsfähig und beinahe in allen Gewässern, mit Ausnahme von sehr schnellfließenden Bächen der Forellenregion, vertreten. Er bewohnt in den Salzkammergutseen vor allem die mit Wasserpflanzen bewachsenen Uferregionen wagt sich aber auch durchaus in Tiefen von 20 m und mehr. In der Traun ist er zumeist unterhalb der Ischlmündung zu finden.

huberpower-2015-4
Der Flussbarsch fällt durch seine schwarzen Querstreifen auf, die vom grünlichgrauen Rücken über die Seiten zum Bauch ziehen. Er besitzt allerdings die Fähigkeit, sich an die Umgebung anzupassen, so dass über hellem Grund (z.B. weißem Kies) fast keine Streifen zu sehen sind. Die Brust und Bauchflossen stehen beide brustständig und leuchten vor allem bei älteren Tieren rot bis orange. Ebenfalls typisch ist die zweigeteilte Rückenflosse. Die Flossenstrahlen des vorderen Teiles laufen in scharfen Spitzen aus, die er willkürlich aufrichten oder anlegen kann und gezielt gegen Feinde einsetzt.

 

 

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt“

Zitat von Mahatma Gandhi

 

www.pdf24.org    Send article as PDF