DIE FORELLE – VON LEANDER FISCHER AUS EBENSEE

Im Jahr der „Forelle“, wenn der Autor „Fischer“ heißt und aus dem Salzkammergut kommt und wir im Fischereirevier Oberes Salzkammergut (FROSKG) ein Planquadrat zur Wiederansiedelung der Bachforelle gestartet haben, was wäre daher als kleines Geschenk passender, als sein Buch „Die Forelle“. Habe dazu ein paar vom Autor signierte Exemplare organisiert welche an verdiente Unterstützer und Helfer unserer Projekte im Fischereirevier Oberes Salzkammergut überreicht wurden, um damit ein Dankeschön zu sagen, Frohe Weihnachten zu Wüschen und etwas Ruhe und Zeit, um sich über den Feiertage den 800 Seiten über „Die Forelle“ zu widmen.

Viele Spass beim Lesen, gesund bleiben und auf eine weitere Gute Zusammenarbeit für das Fischereirevier Oberes Salzkammergut.

Die Geschichte geht um das Fliegenfischen an der Ebenseer Traun….

Leander Fischer, hat der bei uns an der Oberen Traun, zwischen Hallstätter See und Traunsee, der schon beinahe ausgestorbenen Bachforelle ein Buch gewidmet. Nicht nur für die Forelle, sondern auch für das Fliegenfischen und Fliegenbinden hat er ein literarisches Werk geschaffen, welches internationale viel Anerkennung findet. 2019 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Preis teil und wurde dort mit dem Deutschlandfunk-Preis ausgezeichnet.

Ein Widerhaken sei widersinnig. Der Fisch habe eine faire Chance. Und fingen wir ihn doch, setzten wir ihn zurück. Nur das Erlebnis zähle, nicht das Ergebnis. In ein oberösterreichisches Provinzkaff hat es Mozarteumsabgänger Siegi Heehrmann verschlagen, wo er als Musikschullehrer für Saiteninstrumente arbeitet. Seine Leidenschaft steckt er dort aber vor allen Dingen in eine andere Kunst, die Kunst, einen perfekten Köder herzustellen. Von Ernstl Thalinger lässt er sich in die Geheimnisse des Fliegenfischens einweihen, wobei er zunächst lernen muss, Fliegen zu binden, die den Fischen als echte Lebewesen erscheinen sollen. Nicht nur in der Dorfwelt sind Siegi und seine Freunde dabei Außenseiter, auch der örtliche Fliegenfischerverein beobachtet ihr Treiben mit feindlicher Gesinnung. Und steht der vorsitzende Obmann Volki nicht Siegis Frau Lena verdächtig nahe?

Bachmann Preis

Der Ingeborg-Bachmann-Preis wurde 1976 von der Stadt Klagenfurt im Gedenken an die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann gestiftet und wird seit 1977 jährlich während der mehrtägigen Veranstaltung Tage der deutschsprachigen Literatur verliehen. Er gilt als eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschen Sprachraum. 2019 nahm Leander Fischer am Ingeborg-Bachmann-Preis teil und wurde dort mit dem Deutschlandfunk-Preis ausgezeichnet.

 Leander Fischer wird in der Presse als ein Ausnahmeautor bezeichnet. Mit „Die Forelle“ ist Leander Fischer ein außergewöhnliches und wirklich beachtliches Debüt gelungen. Es ist ein sprachgewaltiges Werk, wie Stefan May vom ORF in »Ex libris« vermerkt. Mit einer erstaunliche, widerspenstige, genüssliche und überbordenden Prosa wir er als die „großen Entdeckungen des Jahres“ bezeichnet. Es wird die eigentümliche Schönheit und Praxis des Fliegenfischen beschrieben und damit einem breiten Publikum vermittelt, für die Fliegenfischen etwas mythisches ist. Die Geschichte erzählt über einen »Fliegenbindepapst« der ein Netzwerk von Gleichgesinnten hat, die sich gegen die Umweltzerstörung und gegen die Anstauung ihres Flusses für ein Kraftwerk zur Wehr setzen. Dieses Buch könnte »unaufhörlich weiterfließen, im Tempo frühromantischer Ironie«.

Die Themen, die beschrieben werden, über die Schwarze Bachforelle und den Bau von neuen Kraftwerken,
sind aktueller den je und wunderbare beschrieben. (Foto: Ebenseer Traun, oberhalb der Rudolfsbrücke)
Leander Fischer Quelle: Wikipedia

In seinem Debütroman entspinnt Leander Fischer aus dem Fliegenbinden eine ganze Welt, in der Themen wie Kunst und Nachahmung, Natur und Umwelt, Gesellschaft und Politik Österreichs in den 80er Jahren, aber auch die bis in die Gegenwart nachwirkende nationalsozialistische Vergangenheit eine wichtige Rolle spielen. Und dies in einem Stil, der den Leser sofort in seinen Sog zieht. Mittels Rhythmus und Sprachspielen fließen die verschiedenen Ebenen des Textes ineinander, die Sprache ist zugleich überquellend wie ein sprudelnder Gebirgsbach als auch präzise gebunden wie eine der Fliegen – ein außergewöhnlich starkes Debüt voller Sprachspiele und rhythmischer Elemente.

Der jungen Oberösterreicher, Salzkammergütler und Ebensee ist ein Glücksfall für die Region: „Die Forelle“ enthält Heimatkunde – und treibt dahin auf den Wogen romantischer Ironie. Das Debütwerk von Leander Fischer sollte als Schlüsselroman bei jeden Petri-Jünger in die Bibliothek aufgenommen werden. Niemals zuvor wurden knapp 800 Seiten erzählerische Prosa auf die Kunst des Fliegenfischens verwendet.

Die Region prägte sein schaffen

Wie sehr die Heimat sein Schaffen prägte, ist unschwer zu erkennen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er auf den Ort angewendet, in den ein Mensch hineingeboren wird und in dem die frühesten Sozialisationserlebnisse stattfinden, die zunächst Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassungen prägen. Neben zauberhafter Gebirgsbäche und Bergseen im Salzkammergut und die Traun in Ebensee, sowie sein Umfeld, eines Fliegenfischenden Vater der auch ein begnadeter Fliegenbinder ist spiegeln sich die Motive ums Fliegenfischen in seinen Buch wieder.

Forellen Projekte 2020 im FROSKG

Weitere Information:

https://de.wikipedia.org/wiki/Leander_Fischer

https://www.facebook.com/leander.fischer.9

Bezugsquelle über den Buchhandel oder beim Verlag:

https://www.wallstein-verlag.de/9783835337305-die-forelle.html

 

„Nur das Erlebnis zählt, nicht das Ergebis“

Zitat von Leander Fischer, Ebensee, im Buch „Die Forelle“

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