BRUT SCHAUEN – VISUELLE BESTANDSAUFNAHME(n)

Jeder Fischer und jedes Fischereischutzorgan kann uns hier helfen und uns über seine Beobachtungen berichten. Bitte lass uns per WhatsApp oder E-Mail deine Beobachtungen zukommen, mit Fotos, Koordinaten oder mit den Angaben der Sichtungsstelle. Wenn erkennbar um welche Fischart es sich handelt, bitte auch angeben.

Unter „Brut schauen“ verstehe wir, die visuelle Sichtung von Fischbrut. Damit sind frisch geschlüpfte Fischlarven und Brütlinge gemeint, die sich als juvenile, fischgeschlüpfte Fische, in den Uferzonen unseren Gewässern im Salzkammergut tummeln.

Überwachung des Lebenszyklus

Im FROSKG verwendet wir eine Vielzahl von Methoden um das Vorkommen von Salmoniden in verschiedenen Lebensstadien abzuschätzen und daraus die Nutzung von Fischhabitaten zu bewerten und diese relevante Daten zu sammeln. Zu diesen Techniken gehören:

  • Elektrobefischungen und Bestandsaufnahmen
  • Bestandsaufnahmen mit Sonar
  • Videomonitoring
  • Laichplatzkartierungen und Überwachung der Laichaktivität
  • Laichfisch-Zählungen
  • Jungfisch-Zählungen
  • Schnorchel Untersuchungen
  • Einsatz von Tagging- und Tracking-Technologien
  • Fischzählwehre
  • Fischreusen
  • Luftbildkartierung mit Drohnen
  • weitere Untersuchungsmethoden sind laufend in Diskussion und dazu stehen wir in Kontakt mit anderen Organisationen und haben eine enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft.

Als Ergebnis unserer Arbeit haben wir mehrere Langzeitdatensätze zu Fischpopulationstrends und entsprechenden Umweltbedingungen erfasst.

Juvenile Äsche aus der Ischler Traun.

Selbstreproduzierende Fischbestände

Zum Erhalt der Biodiversität ist das Management von Fischbeständen ein wichtiges Instrument, um selbst reproduzierenden, autochthonen Fischbeständen, im Gewässer zu haben. Um die Produktivität unserer Gewässer zu beobachten, verschaffen wir mit visuellen Bestandsaufnahmen einen Überblick über den Nachwuchs.

Hierbei handelt es sich um KEINE Besatzmaßnahmen, denn wir wollen, dass unsere Fischbestände ausreichenden Lebensbedingungen vorfindet und sich selbst in einen Ausmaß fortpflanzen, wie dies am besten zum Gewässer passt und lassen dies die Natur regeln. Was wir jedoch sehr wohl machen, ist durch Fischereibestimmungen, wie z.B. mit einer „Entnahmefenster-Regelung“ unserer Laichfische (Mutterfische) zu schützen, um dadurch die Produktivität und den Laicherfolg in unseren Gewässersystemen zu verbessern. Dazu möchte an dieser Stelle anmerken, dass durch den Schutz unserer Laichfische die Optimierung der Eigenreproduktion und die Schaffung einer ausgewogenen Alterspyramiden im Vordergrund steht und nicht nur darauf abzielen, das Gewässer fischereilich attraktiver zu machen. Wobei dies bei dieser Bewirtschaftungs-Form, einen angenehmen Nebeneffekt darstellt, der zusätzlich mit vielen „Grossen Fischen“ und viel Nachwuchs, einen besseren Schutz vor Prädatoren bietet und natürlich die Fischerei mit der Möglichkeit „Grosse“ zu fangen, durchaus attraktiver macht.

Das beste Lob bekam ich durch eine Lizenznehmer, als der meinte, dass nur kleine Fische zu fangen seien! Wir haben eben keine Bewirtschaftung, bei der ein „Attraktionsbesatz“ eingebracht wird, mit lauter Norm-Fischen aus der Fischzucht, mit Einheitsmaßen zwischen 40 und 60 cm und man nur diese, an Mangel von Nachwuchs und eigenaufkommen fängt. Wir versuchen seit Jahren, dass die Alterspyramide stimmt und dadurch fängt man eben „mehr Kleine“ und man muss sich die Mittleren (40+) und Grossen (50+) erarbeiten.

Auch Brütlinge und damit eine Erfolgskontrolle über das Eigenreproduktivität in einen Gewässer zu bekommen ist nicht so einfach möglich. Den Fischlarven in der Größe von 20 mm bis 40 mm sind mit herkömmlichen Bestandserhebung -und Befischungsmethoden nicht zu ermitteln.

Fischerei-Bewirtschaftung

Eine nachhaltige Bewirtschaftung eines Gewässer braucht Zeit und eine gewisse Gewässer Größe, mit möglichst zusammenhängenden Revieren und möglichst inkl. kleinerer Zubringerbäche. Auf dieser Basis kann man längerfristige Entwicklung der Fischbestände mitzuverfolgen und gegebenenfalls lenkend einzugreifen. Es ist wichtig, aktuelle und historische Daten bezüglich der Fischbestände zu kennen und auf diesen seine Bewirtschaftungsstrategie auf zu bauen und damit die Bestände zu entwickeln und zu stärken. Dazu versuchen wir, über die einzelnen Gewässer- und Revierabschnitten ein Bild bekommen und uns diese laufend ansehen und zu beobachten. Die Fangstatistik der Angelfischer gibt nur in beschränktem Masse Anhaltspunkte bezüglich der Bestandstärke, denn die Fangzahlen sind stark von der Befischungsintensität, Entnahme und den vorkommen von Prädatoren abhängig. Im Rahmen von Elektrobefischungen, die normalerweise für Bestandes Erhebungen von Fischpopulationen durchgeführt werden – sind z.B. Äschen aufgrund ihrer Lebensweise in größeren Flüssen, wie der Oberen Traun (Aufenthalt in Flussmitte) schwer zu erfassen. Die Fischbrut im der Größe unter <50 mm ist mit diesen Methoden auch schwer zu fangen. Am besten bekommt man zur Laichzeit, wenn sich die Fische zur Fortpflanzung treffen, eine recht guten Überblick über den Bestand. Oder, was wir seit einigen Jahren machen, ist die Fisch Brut zu beobachten und so gut wie möglich „Fischbrut-Zählungen“ über Gewässerabschnitte zu machen.

Hunderte Äschen Brütlinge sind in der Uferzone unterwegs und nur für das geübte Auge zu sehen.

Visuelle Fischlarven Zählung

Um über Fisch Larven eine Erfolgskontrolle und die Eigenreproduktivität in einen Gewässer zu bekommen ist dies, wenn man sich damit intensiver beschäftigt, gar nicht so einfach möglich. Den Fisch Larven in der Größe von 20 mm bis 40 mm sind mit herkömmlichen Bestandserhebung -und Befischungsmethoden nicht so leicht zu ermitteln.

Äschen Larven – sind schon schwer zu „sichten“ und noch schwerer in ihrer Anzahl zu erfassen.

Komplexität des Zählens von Fischbrut

Im Vergleich zum Zählen erwachsener (adulter) Fische, die zum Laichen in unseren Flüsse umherziehen und sich zur Paarung sammeln, ist das Zählen ihrer Nachkommen viel schwieriger, als Sie vielleicht erwarten. Nicht nur ein paar erwachsene Salmoniden können Tausende von Nachkommen produzieren, die Werkzeuge, die wir zum Zählen von Fisch-Babys verwenden, bringen auch ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Das wesentliche Rätsel ist, dass wir im Gegensatz zu erwachsenen Salmoniden nicht jedes Fisch-Baby in einem Fluss fangen und zählen können. Stattdessen müssen wir Schätzungen nach einem „Näherungsverfahren“ darüber anstellen, wie viele Fisch-Babys jedes Jahr geboren werden und überleben, basierend auf Stichproben von einem Teil ihrer Population. Aber wenn wir nie die wahre Anzahl von Individuen kennen können, woher wissen wir dann, ob unsere Schätzungen korrekt sind oder nicht, oder sind sogar nahe am wahren Wert? Daher beschäftigen wir uns im FROSKG mit dieser Herausforderung, die ein langfristige Überwachungsprogramm für juvenile Salmoniden darstellt und uns mit Schwerpunkt auf die „Obere Traun“ bezogen, auch Möglichkeiten zur Verbesserung der jährlichen Migrationsschätzungen geben soll. Dh. Learning by doing und laufende Verbesserungen in den Methoden entwickeln.

Ganz frische Äschen Larven, die gerade den Dottersack abgebaut hat. So sind die Äschen Larven an der Oberen Traun, ab Mitte bis Ende Mai eines Jahres und in der Uferzone und in großer Anzahl, wie wir uns das wünschen, vor zu finden. Es sind sehr kleine, feine, zerbrechliche Wesen, die sich nun selbständig um die Nahrungssuche im Gewässer kümmern müssen.

Langfristige Erhebung von Umwelt- und Fischereidaten

Im „Fischereirevier Oberes Salzkammergut“ (FROSKG) sind wir spezialisiert auf die Feldüberwachung und die schnelle Berichterstattung, die erforderlich ist, um den aktuellen Zustand der Fischpopulationen und ihrer Lebensräume zu bewerten und dadurch fundierte Managemententscheidungen für die Bewirtschaftung inkl. begleitender Verbesserungsmaßnahmen, wie Laichplatz Verbesserungs-Maßnahmen oder einer Kieseinbringungen zu treffen. Wir haben auf der Grundlage unserer jährlichen Fischereiüberwachungsaktivitäten im Oberen Salzkammergut Datensätze über mehrere Jahre erstellt und Erfahrung, um damit regulatorischen Anforderungen und eine Compliance-Überwachung, einschließlich der Bewertung bei fischereilicher Umweltauswirkungen zu haben.

Equipment zum Brut schauen

Man braucht nicht viel. Ein gutes Auge ist wichtig und man muss wissen, wo die Fisch Larven sich bevorzugt aufhalten. Zumeist oder Vorzugsweise bin ich ab Juni schon, vorsichtig watend, mit Wat Stiefel in den Uferbereichen unterwegs. Auf Laichgruben kann man jetzt nicht mehr steigen. Man sollte jedoch vorsichtig waten, um keine unnötigen Trübungen zu verursachen und auch die Fischbrut nicht zu vergrämen. Ein paar Gerätschaften sind jedoch von Vorteil, wenn man, neben Hany und einem Notizbuch dabeihat.

Hier mein Handwerkszeug zum Brut schauen besteht aus:

GoPro mit Verlängerung

Noch vor wenigen Jahren war es kaum möglich diese Momente festzuhalten oder mit anderen zu teilen. Heutzutage haben wir kleine, wasserdichte Kameras wie die GoPro, die Fotos und Videos in hervorragender Qualität ermöglichen. Bei mir ist sie auf einer 2 Meter ausfahrbaren Teleskop-Verlängerung mit einen etwas schwereren Endstück montiert, damit man die GoPro gut in die Strömung positionieren kann und durchaus auch noch eine Entfernung zu den Fischen hat, um diese für die Aufnahmen nicht zu stark aufzuschrecken.

Der Rest ist eine Übungssache. Am besten eine gute Stelle suchen und die GoPro Positionieren. Eine andere gute Methode ist, entlang der Uferkante waten und die GoPro vor sich herzuführen. Die Ergebnisse sieht man jedoch erst bei der Sichtung am Computer.
Juli 2022 auf Höhe Fahrzeugmuseum in der Ischler Traun – min den 22er RBF Brütlinge Jahrgang.

Brutkescher mit stabilem Griff

Brutkescher, sollte immer dabei sein!

Sollte man immer dabeihaben. Auch wenn es sehr schwierig ist, diese kleinen „Flitzer“ im freien Wasser zu fangen. Erhältlich ist der Brut Kescher in weiß mit 2 mm Masche oder schwarz mit 1 mm Masche. Die Bügelbreite beträgt 25 cm. Sehr stabiler Kescher für das Fangen bzw. zum Retten der Fischbrut, sollte diese in einen Dümpel zurückbleiben. Der Rahmen ist aus Edelstahl gefertigt. Die Länge des Netzteiles ist 20 cm, hat an der vorderen Kescher Kante eine Gummilippe und die Gesamtlänge beträgt inkl. Griff 60 cm. Die Netztiefe beträgt 15 cm.

Unterwassersichtgerät – Aquaskop

Unterwassersichtgerät – Aquaskop von der Firma Osculati

Ein Aquaskop ist ein Unterwassersichtgerät. Es wird benutzt, um die Unterwasserwelt zu erkunden, oft vom trockenen Land, Boot oder Schiff. Es eliminiert die Oberflächenspiegelung und erlaubt so eine bessere Sicht, wie es die Wasserbedingungen und Lichtverhältnisse zulassen.

Man glaubt es nicht, wie viele Jungfische sich in den schnell fließenden Uferzonen aufhalten. Mit dem Aquaskop macht man eine erste Orientierung um danach mit der GoPro gezielte aufnahmen machen zu können.

Ein Aquaskop kann benutzt werden, um Fischlarven und Brütlinge zu beobachten, Kolmatierung am Ufergrund zu prüfen und für viele andere Unterwassererkundungen. Speziell in der Fischereibewirtschaftung ist es ein Zubehör, welches für Beobachtungen der Lebensräume unter der Wasseroberfläche von Bächen, Flüssen und Seen dient.

Eines unserer Hauptprobleme, durch viele Umwelteinflüsse und Bauarbeiten verursacht, ist die Kolmatierung. Kolmatierung ist eine Verkrustung der Schotterzwischenräume. Dadurch werden Fischnährtiere und Laichplätze vernichtet. Mit dem Aquaskop können diese Verkrustungen sehr gut nachgewiesen und dokumentiert werden.

Brut schauen im Frühsommer

Kartierungen an der Oberen Traun können am besten ab Anfang Juni bis Mitte Juli erfolgen. Das Wasser erwärmt sich schon, die Schneeschmelze ist vorbei und der Wasserstand fällt auf einen normalen Pegel zurück. Ähnlich wie ein Landwirt, sehen wir jetzt, wie wir unsere Fischbestände über den Winter gebracht haben, wie diese den winterlichen „Prädatoren Druck“ überstanden haben und wie Erfolgreich die Laichzeit der Salmoniden, die im Winter, bis ins Frühjahr stattfindet, erfolgt ist.

Dazu wird der Uferbereich stromaufwärts nach potenziellen Habitate für Äschen- und auch gleich für Forellen Larven abgesucht und deren Anzahl und die Anzahl der vorkommenden Äschen und RBF Larven pro Standort erfasst.

Auf der Suche nach Fischbrut. Hier entlang der Schotterbänke und in den Kehrwassern der Uferzone kann man den unterschiedlichen Jungfische Nachwuchs beobachten und sich einen Überblick verschaffen. Teilweise macht es Sinn, für die Bestimmung der Fischart ein „Muster“ zu fangen ….

Die Kartierung von Salmoniden Larven ist eine schonende, nicht invasive Methode, mit welcher sich der Fortpflanzungserfolg unserer selbst reproduzierenden Fischbestände in unseren Gewässern im Salzkammergut gut einschätzen lässt.

Visuellen Bestandsaufnahme

Erfreulich ist die Situation, dass im Frühsommer, die Brütlinge entlang der Uferlinie vorzufinden sind. Ein gesundes Eigenaufkommen ist der wichtigste Faktor in einer ökologischen Gewässerbewirtschaftung. Jetzt sehen wir, ob die „Blüten“ den Frost überstanden haben und auch andere Umweltbedingungen, wie Hochwasser, Pegelschwankungen, Prädatoren oder auch Einflüsse durch Baustellen, die zumeist über den Winter Unruhe in unsere Gewässer bringen, sich ausgewirkt haben.

Äsche und Regenbogenforellen

So wie bei der Äsche, haben an der Oberen Traun, durch verschiedene Umstände, einen sehr guten selbstreproduzierenden Regenbogenforellen Bestand aufgebaut. Bei den Regenbogenforellen ist der Anteil an Frühjahrslaicher sehr hoch. D.h. die Regenbogenforellen laichen um ein paar Wochen vor der Äsche und damit ist bei der visuellen Brütling Sichtung ein geübtes Auge erforderlich, um zu erkennen, ob es sich um Äschen- oder Regenbogen Brütlinge handelt. Wobei wir bei den Begehungen auf Beiden Fischarten achten und das geübte Auge diese sehr leicht unterscheiden kann.

Lebenszyklus der Äsche. Im grünen Kreis eingezeichnet, dass Larvenstadium, während dem die Individuen-Zählungen durch das visuelle Monitoring am besten erfolgen soll.
Bei Fisch Larven ist teilweise die Bestimmung nicht so einfach. Auf der einen Seite hilft hier ein Ausschließungsverfahren. Auch die Einbindung von Spezialisten hat mir hier schon sehr geholfen.
Sehr häufig, haben wir über die Wintermonate Bauarbeiten in unseren Gewässern, die zu Kommutierungen der Laichplätze führen oder im Kies liegen Laich, wie ein Leichentuch überdecken und absterben lassen.

Fischbrut Sichtungen

Für diese Arbeit ist es prioritär das „Artinventar“ und soweit möglich auch den Populationsaufbau und die gesichtete Menge zu erfassen und zu dokumentieren. Die Sichtungen über unsere Fischbrut – Situation im Fischereirevier Oberes Salzkammergut ist nachfolgend, chronologisch nach der Sichtung, absteigend zusammengefasst.

Bewertung nach 3-stufigen Skala

Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine grobe Bewertung der Sichtungsstellen zu haben. Je Sichtungsstelle / Meter eine Fischzählung und eine Bewertung über welche Uferlänge, sich ein kontinuierliches Vorkommen zeigt.

Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine Qualitative Bewertung der Sichtungsstellen zu haben.

Sichtungen 2022

Lahnstein Altarm Visite

Im Jahr 2008 wurde der 800 Meter langer Lahnstein Altarm, auf der rechten Traun Seite, oberhalb vom Schuler Steg wieder an den Fluss angebunden. Dadurch entstand ein Habitat für Amphibien und für Jungfische.

Philipp Schubert-Zsilavecz und Harald Eidinger bei der „Visite“

Ort: Ebenseer Traun – oberhalb vom Schuler Steg „Lahnstein Altarm“
Sichtung: 11. Juli 2022
Was: Jede Menge RBF Brütlinge
Wer: Philipp Schubert-Zsilavecz, Harald Eidinger und Heimo Huber

Typischer Abkömmling von Frühjahrslaicher, die knapp vor der Äsche im März, bis Anfang April laichen.
Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine grobe Bewertung der Sichtungsstellen zu haben. Je Sichtungsstelle / Meter eine Fischzählung und eine Bewertung über welche Uferlänge, sich ein kontinuierliches Vorkommen zeigt.

Der Altarm und die Aufweitung in Lahnstein war im Jahr 2008 schon eines der umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen aus dem Gewässerbetreuungskonzept Obere Traun (GBK). Dazu wurde die alte Uferverbauung auf einer Länge von 350 Metern entfernt, wodurch die Traun rechtsseitig um 15 Meter mehr Platz zur Ausbreitung erhielt. Ein 800 Meter langer, bislang vom Hauptfluss abgeschnittener Altarm wurde wieder an die Traun angebunden. „Im Falle eines hundertjährlichen Hochwassers wird der Wasserstand dadurch um beachtliche 40 Zentimeter abgesenkt“.

Ischler Traun beim Fahrzeugmuseum

Jede Menge RBF Brütlinge entlang der Uferkante – in der Ischler Traun. Die RBF haben die Bachforellen abgelöst und wir haben einen selbstreproduzierenden Stamm an „Frühjahrslaicher“! Das Aufkommen an Brütlinge ist in diesen Bereich sehr gut.

Ort: Ischler Traun – oberhalb von Bad Ischl auf Höhe Fahrzeugmuseum
Sichtung: 4. Juli 2022
Was: Jede Menge RBF Brütlinge
Wer: Heimo Huber

Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine grobe Bewertung der Sichtungsstellen zu haben. Je Sichtungsstelle / Meter eine Fischzählung und eine Bewertung über welche Uferlänge, sich ein kontinuierliches Vorkommen zeigt.

Koppen Traun Visite

Koppen Traun – am 1. Juni 2022 mit einen recht beachtlichen Vorkommen an Äschen Larven, entlang der Uferzone.

Ort: Koppen Traun – oberhalb von der Bundesportschule in Obertraun
Sichtung: 2. Juni 2022
Was: Jede Menge Äschen Larven
Wer: Heimo Huber

Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine grobe Bewertung der Sichtungsstellen zu haben. Je Sichtungsstelle / Meter eine Fischzählung und eine Bewertung über welche Uferlänge, sich ein kontinuierliches Vorkommen zeigt.

Engleithen Altarm Visite

Engleithen Altarm ist eines der besten Jungfisch Habitat an der Oberen Traun. Leider läuft er bei einen Pegel Maxquell von 200 cm trocken und der Jungfischbestand muss aufwendig durch Elektrobefischungen abgefischt werden.

Ort: Ischler Traun – Engleithen Altarm
Sichtung: 19. Juni 2022
Was: Jede Menge Äschen Brütlinge
Wer: Heimo Huber

Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine grobe Bewertung der Sichtungsstellen zu haben. Je Sichtungsstelle / Meter eine Fischzählung und eine Bewertung über welche Uferlänge, sich ein kontinuierliches Vorkommen zeigt.

Turmölgrade

Wir wollten nach den ersten Winterhochwässern beobachten, wie die neu geschaffen Jungfisch Habitate entlang der „Turmölgraden“ angenommen werden. Auf der einen Seite konnten wir im Frühjahr 2022 in diesen Bereich leider noch keine Äschen beim Ablaichen beobachten. Dies mag auch noch an der starken Schwebstoffbelastung durch die Geschiebesperren Entleerungen im Strobler Weissenbach liegen. Gerade die Äschen sind hier sehr empfindlich. Die Belastungssituation die wird durch diese Maßnahmen haben ist nicht optimal, wie es für Laichplätze sein sollte. Allerdings haben wir durch den sehr hohen Geschiebetransport ein Anlandung eines funktionsfähigen Kiesbett bekommen, sodass sich hier für Schotterlaicher, wie den Forellen und der Äsche recht gute Bedingungen für die nächsten Jahre erwarten lassen. Es konnte zwar in weiterer Folge ab Juni 2022 ein recht gutes Eigenaufkommen bei visuellen Bestandsaufnahmen belegt werden. Diese dürften durch Abdrift aus der Oberen Ischler Traun oder vom Rettenbach stammen oder wir haben die Laichaktivitäten übersehen.

Als Jungfisch Habitat haben sich die Einbauten entlang der „Turmölgraden“ auf alle Fälle bewährt.

Dh. der Bereich der Turmölgraden wird in den nächsten Jahren noch „gemonitort“ um die Funktionalität und die Strukturmaßnahmen bzw. wie diese angenommen werden zu beobachten und zu dokumentieren.
Bei der herbstlichen Befischung zeigt sich jedoch, dass die neuen Strukturen von den Fischen aller Größenordnung recht gut angenommen wurde.

Goiserer Traun Kernbrunn Visite

Ort: Goiserer Traun – Altarm Kernbrunn
Sichtung: 4. Juli 2022
Was: Jede Menge Äschen Brütlinge
Wer: Heimo Huber

Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine grobe Bewertung der Sichtungsstellen zu haben. Je Sichtungsstelle / Meter eine Fischzählung und eine Bewertung über welche Uferlänge, sich ein kontinuierliches Vorkommen zeigt.

Sichtungen 2020

Zubringer „Frauenweissenbach“

Harald, machte bei seinen Begehungen entlang des Frauenweissenbach erfreuliche Entdeckungen.

Ort: Frauenweissenbach – Koordinaten lt. Anlage, Oberhalb KW Offensee 2
Sichtung: 7. Juni 2020
Was: Bachforellen Brütlinge aus Naturaufkommen
Wer: Harald Eidinger

Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine grobe Bewertung der Sichtungsstellen zu haben. Je Sichtungsstelle / Meter eine Fischzählung und eine Bewertung über welche Uferlänge, sich ein kontinuierliches Vorkommen zeigt.
Über DORIS, auch eine gute Möglichkeit die Fundstellen GPS-Koordinaten mit zu dokumentieren. (Quelle: www.doris.at)

Ischler Traun – Unterhalb Rettenbach Mündung

Ort: Ischler Traun – unterhalb Rettenbach Mündung
Sichtung: 3. Juni 2020
Was: Bachforellen Brütlinge aus Naturaufkommen und Äschen Larven
Wer: Heimo Huber

Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine grobe Bewertung der Sichtungsstellen zu haben. Je Sichtungsstelle / Meter eine Fischzählung und eine Bewertung über welche Uferlänge, sich ein kontinuierliches Vorkommen zeigt.
Praktisch und über jedes Handy einfach möglich, ist die Aufnahme der Fundstelle über GPS-Koordinaten.
In diesen Uferbereichen, unterhalb der Rettenbach Mündung haben sich recht gute Bedingungen entwickelt. Die Uferbereich wurden durch die letzten Hochwässer etwas aufgeweitet und abgeflacht und der Weidenbestand bring Beschattung. Daher habe ich diesen Bereich nach potenziellen Habitate für Äschen Larven abgesucht, deren Anzahl recht gut über 100-200 Meter verteil zu sehen war. Auch Bachforellen Brütlinge konnten ausgemacht werden.

Ischl – Restwasserstrecke

Ort: Ischl Restwasser Strecke in Weinbach
Sichtung: 3. Juni 2020
Was: Äschen Brütlinge aus Naturaufkommen
Wer: Heimo Huber

Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine grobe Bewertung der Sichtungsstellen zu haben. Je Sichtungsstelle / Meter eine Fischzählung und eine Bewertung über welche Uferlänge, sich ein kontinuierliches Vorkommen zeigt.
Es gab mal einen recht guten Bestand an Äschen-Larven in der Restwasser Strecke in Weinbach.

Ischler Traun – Pflanzgarten

Ort: Ischler Traun – oberhalb von Bad Ischl
Sichtung: 12. Juni 2020
Was: Bachforellen und RBF Brütlinge und Äschen Larven
Wer: Heimo Huber

Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine grobe Bewertung der Sichtungsstellen zu haben. Je Sichtungsstelle / Meter eine Fischzählung und eine Bewertung über welche Uferlänge, sich ein kontinuierliches Vorkommen zeigt.
Auch die in diesen Bereich eingesetzten 100.000 Bachforellen strahlen aus….
Ein Mix an Regenbogenforellen Eigenaufkommen, Bachforellen Initial-Besatz und Äschen Larven aus Eigenaufkommen bzw. aus unseren m+s Brutboxen Projekte sind in zufriedenstellender Anzahl zu beobachten.
Entlang der Uferkante, sieht man die schon recht schön angewachsene Brütlinge.
Die Regenbogenforelle laicht hier in diesen Bereich und man sieht hier den selbstaufkommenden Nachwuchs.
Auch die ersten Äschen Larven sind zu beobachten. Die Äsche ist hier der späteste Laichfisch an der Oberen Traun. Mit Laichzeit im April und Schlupf Mitte Mai eines Jahres.

Koppen Traun Visite

Ort: Koppen Traun – oberhalb von der Bundesportschule in Obertraun
Sichtung: 12. Juni 2020
Was: Bachforellen Brütlinge und Äschen Larven
Wer: Heimo Huber

Zur groben Klassierung der Larvendichte habe ich eine 3-stufigen Skala vorgesehen, um eine grobe Bewertung der Sichtungsstellen zu haben. Je Sichtungsstelle / Meter eine Fischzählung und eine Bewertung über welche Uferlänge, sich ein kontinuierliches Vorkommen zeigt.
Hier im Bereich, man glaubt es kaum, renaturiert wurde.
In den Uferzonen ist durchwegs ein gutes Eigenaufkommen von Äschen Brut zu beobachten.
Auch Bachforellen Brütlinge sind zu beobachten. Diese könnten durchwegs auch von unseren „artificials nest“ Projekt, mit dem Besatz von 80.000 grünen Bachforellen Eiern stammen.
Man beachte auch die Klarheit und Sichtigkeit des Koppen Traun Gletscherwasser.

Fischereimanagement

Autor und Obmann vom FROSKG, Heimo Huber mit der GoPro bei der visuellen Bestandsaufnahme.

Fischereimanagement ist wie das Leben – eine Kunst und keine Wissenschaft

Seit über 30 Jahren Erfahrung in der Konzeption und Umsetzung von Projekten zur Verbesserung des Fischlebensraum und in der Bewirtschaftung und Erhaltung von Fischbeständen im Salzkammergut tätig. Seit 1992 als Mitbewirtschafter der Pachtstecke von den „Fliegenfischer Weidgerecht“ (FFW) aktiv, seit 2010 hauptverantwortlich für die Bewirtschaftung der Gewässer übernommen und seit 2018 auch als Obmann vom Fischereirevier Oberes Salzkammergut (FROSKG) stark an Bewirtschaftungs- und Restaurierungsprojekten im Salzkammergut beteiligt. So habe ich mich in den letzten Jahren auf die erfolgreiche Verbesserung von Bächen und Flüssen im Fischereirevier spezialisiert, wobei der Schwerpunkt in der Umsetzung eines selbstreproduzierenden Fischbestandes liegt. Dh. die Erhaltung der lokalen Fischstämme und bei Bedarf der Einsatz von modernen Besatzmethoden bis hin Fischzucht von autochthonen Salmoniden, mit dem Ziel eine qualitativ hochwertige Fischerei im Salzkammergut zu ermöglichen und zu erhalten.

…starkes Engagement für die Umwelt

Wichtig ist mir immer Teamwork gewesen und so konnten Gleichgesinnte, Freunde und Fachleute in unsere Fischereiprojekte integriert werden und mit deren vielfältiges Fachwissen und Hilfe ein ergebnisorientiertes Team zu kombinieren. Unser Team pflegt einen effizienten, kostengünstigen und „gesunden Menschenverstand Ansatz“ während der gesamten Lebensdauer eines Projektes, was auch ein starkes Engagement für unsere Umwelt umfasst.

Teamwork mit Gleichgesinnten, Freunden und Fachleute in unseren Fischereiprojekten.

Ehrenamtliche Tätigkeit – unentgeltlich, ab nicht umsonst

Für alle beteiligten Personen im Umfeld des Reviervorstandes und der vom Revier aus beeideten Fischereischutzorgane ist es selbstverständlich, hier in vielen Stunden und mit viel Engagement, ehrenamtlichen und unentgeltlich tätig zu sein. Dh. die Mitglieder des Fischereivorstandes und die vom „Fischereirevier Oberes Salzkammergut“ (FROSKG) beeideten Fischereischutzorgane üben ihre Funktion ehrenamtlich aus. (OÖ. Fischereigesetz § 34)

Erbrachte Tätigkeiten, wie Elektrobefischungen, Notabfischungen, sowie vom FROSKG gezogene Fische und Fischbesatz, wird auch vom FROSKG zur Verrechnung an die Verursacher und Nutzer gebracht. Dh. solche Einnahmen für das FROSKG werden im Kassabericht ausgewiesen. Die daraus resultierenden Einnahmen werden zur Finanzierung der Aufgaben lt. § 33, neben den uns nach diesem Landesgesetz sonst zugewiesenen Aufgaben, die sich auf unseren örtlichen Wirkungsbereich im Fischereirevier beziehen, verwendet. Dh. damit werden Equipment für die Elektrofischerei, Zubehör für das Brut Haus, Fischtransport und Projekte zur Verbesserung und Wiederherstellung der Lebensgrundlage und Lebensräume unserer Wassertiere finanziert. 

Danke an alle Bewirtschafter, FSO, Funktionäre, Vereine, Fischer und Helfer die uns so tatkräftig, ehrenamtlich und unentgeltlich zum Wohle unserer Fische unterstützen.

Weitere Informationen

Problemzone

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Das Sprichwort ist in der Grundaussage vom häufigen Nebeneinander positiver und negativer Entwicklungen zu sehen. Eine Problemzone im Zusammenhang mit dem guten Jungfisch Aufkommen ist die „Sunk Problematik“ die wir an der Oberen Traun, gerade im kritischen Zeitraum für die Fisch Brut haben. Siehe dazu nachfolgenden Bereicht:

 

„Fischereimanagement ist wie das Leben – eine Kunst, keine Wissenschaft“

Zitat von Robert Arlinghaus

 
   Send article as PDF