STROMFISCHEN

NOTABFISCHPLAN FISCHERREIREVIER OBERES SALZKAMMERGUT

Elektrofischer -und Notabfischungsplan

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist image-9-1024x490.png.
Vom Fischereirevier Oberes Salzkammergut sind wir seit 2018 auf Notabfischung in unseren Gewässern gerüstet. 2020 wird dies vom Gesetzgeber Bestandteil im OÖ. Landesfischereigesetz

Fischereigesetz 2020 definiert die Verantwortung

Diese Bestimmung hinsichtlich der Pflichten eines fischereiberechtigten Pächters und Bewirtschafter werden nunmehr folgendermaßen geregelt:

“Die Hegepflicht zur Erhaltung eines nach Art und Menge gewässertypspezifischen Fischbestands besteht nunmehr auch die Pflicht, die Lebensgrundlage der Wassertiere soweit als möglich zu erhalten.”

Zudem ist die bzw. der Fischereiberechtigte nach dem neuen Fischereigesetz (§3) dazu verpflichtet, bei nicht vom Fischereiberechtigten beeinflussbaren bzw. verhinderbaren Beeinträchtigungen dieser Lebensgrundlage der Wassertiere wie z.B. bei witterungsbedingtem Trockenfallen eines Gewässers oder bei einer Mühlbachabkehr ohne ausreichende Restwassermenge den Wassertierbestand in größtmöglichem Ausmaß zu erhalten.

Erfasst sind demnach neben menschlichen Eingriffen wie das temporäre Ablassen eines Gewässers auch natürliche Ereignisse wie die klimabedingte Austrocknung eines Gewässers. Geeignete Maßnahmen zum Erhalt des Wassertierbestands sind im Wesentlichen präventive elektrische Abfischungen sowie die gründliche Nachsuche in trockengefallenen Bereichen und damit verbunden das Bergen von Wassertieren mit Netzen, Keschern oder ähnlichem.

Die Erhaltungspflicht wird durch die Zumutbarkeit beschränkt. Der Fischereiberechtigte hat geeignete Maßnahmen zur Erhaltung des Wassertierbestands nur soweit zu setzen, als ihm diese zumutbar ist. Die Zumutbarkeit der erforderlichen Maßnahmen ist im Rahmen eines allfälligen Verwaltungsstrafverfahrens nach § 48 Abs. 2 Z 1 wegen des Verdachts der Verletzung der Hegeverpflichtung von der Verwaltungsstrafbehörde im Einzelfall zu beurteilen. Sind Beeinträchtigungen der Lebensgrundlage im Sinn dieser Bestimmung vorhersehbar (z.B. bei der Erfüllung von Auflagen eines Bewilligungsbescheids), so sollen bereits im Vorhinein geeignete Erhaltungsmaßnahmen geplant und durchgeführt werden. Die dringend zu setzenden Maßnahmen bei Gefahr im Verzug sind für die Erfüllung der Hegeverpflichtung daher auch ohne vorherigen Bescheid der Behörde jederzeit möglich. Im FROSKG haben wir dazu eine revierübergreifende Elektrofischfanggenehmigung von der OÖ. Landesregierung erhalten, mit der zertifizierte Personen lt. Elektrofischer -und Notabfischungsplan berechtigt sind, die Abfischungen durchzuführen.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist image-7-1024x571.png.
Der Engleithen Altarm, oberhalb von Bad Ischl, Mitte August. Bei einem Pegel von 200 cm lt. Pgelstelle Bad Ischl Maxquell ist “Gefahr im Verzug”. Durch eine rechtzeitige Elektrobefischung können durch die Bewirtschafter der Ischler Traun, jährlich viele Fische gerettet werden. Hier ein Blick auf den Engleithen Altarm bei einem Pegel lt. “Max Quell” von 190 cm. (Foto oben)

Fischereirevier reagiert bereits 2018 auf diese Situation

Wir im Fischereirevier Oberes Salzkammergut (FROSKG) reagierten bereits 2018, mit der Einführung einer “Elektrofischer -und Notabfischungsplan für die Fischereigewässer im FROSKG”. Auch die entsprechenden Anschaffungen in das dafür erforderliche Equipment wurde investiert. Wir kämpfen dafür, dass die Fische überleben.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist image.png.
Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist image-14-1024x580.png.
Hier im Vergleich ein Foto mit einen normalen Wasserstand und einen Pegel von 220 cm. Diese Wasserführung würden wir stabil im Engleithen Altarm brauchen.

Auch 2019 blicken wir mit Sorge auf die anhaltende Trockenheit: In Bad Ischl werden 2.000 Fische rechtzeitig aus dem trockenfallenden Engleithen Altarm abgefischt.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist image-6-1024x605.png.
(vlnr.) Fischereischutzorgan DI Karl Fehrer und Ing. Hubert Aitenbichler im Einsatz, bei der Rettung der verbleibenden Fische im trockengefallenen Engleithen Altarm.

Präventive Abfischungen ab Pegel 205 cm

Der Fischereiverein “Fliegenfischer Weidgerecht” hat den trocken gefallenen Bereich oberhalb von Bad Ischl kurzfristig noch elektrisch abgefischt. Dadurch konnten im Bereich zwischen der Einmündung in die Engleithen Altarm und dem “Kaiser Standbild“ in Bad Ischl noch rund 2.000 Fische aus den letzten Löchern gerettet werden, die noch mit Wasser gefüllt waren.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist image-10-1024x376.png.
Durch die Abfischungen konnten Äschen und Forellen, die sich in diesen Bereich der Ischler Traun noch selbst fortpflanzen gerettet werden. Von der Anzahl Forellen zu Äschen, haben wir ein ca. Verhältnis von 50:50. Zusätzlich haben wir auch jeden Menge Koppen retten können und auch vereinzelt Elritzen und Aitel wurden gefangen. Auch zwei Signalkrebse waren dabei. Damit haben wir einen Indikator, dass der Signalklrebs auch schon oberhalb von Bad Ischl vorzufinden ist.
Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist image-12-1024x582.png.
Sehr erfreuchlich, dass wir auch Bachforellen “Brütlinge” dabei hatten.

Die Fische wurden anschließend in die Ischler Traun ausgesetzt. Wie schon des öfteren berichtet, ist gerade der “Engleithen Altarm” bei Niederwasser durch die Trockenheit stark bedroht und vor allen die vielen tausend darin befindlichen “Jungfische”.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist image-11-1024x677.png.
Bei vielen Fischen waren wir jedoch auch mit unserer Rettungsaktion zu spät. Diese sind in der letzten Nacht durch das Abfallen des Wassers aus den Altarm qualvoll gestorben. Bei Fischen ist das ein leiser Tot.
Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist image-8-1024x583.png.
Durch präventive Elektroabfischungen, konnten wir schon im Vorfeld durch zwei Durchgänge sehr viele Fische retten. Im Bild: Hubert Aitenbichler und Rudolf Gams bei der Elektrobefischung.

Danksagung

Diese Arbeit wäre ohne die intensive Mitwirkung einer Vielzahl von Personen nicht möglich. Ich bedanke mich daher sehr herzlich – bei Hubert Aitenbichler, Rudolf Gams, Harald Eidinger und Karl Fehrer, die mich bei den Abfischungen im August 2019 unterstützt haben.

Weitere Infmationen:

Elektrofischer -und Notabfischungsplanmit E-Fischanhänger und Equipment Nutzung für zertifizierte Personen in den ischereigewässer im Fischereirevier Oberes Salzkammergut (FROSKG); Version 1.3, Mai 2019

„  Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.“

Zitat von Johann Wolfgang von Goethe

 
   Send article as PDF