STROMFISCHEN

STROMFISCHEN – MOBIL GRASSL ELT 60 II 1,3 KW

Das Grassl ELT 60 II ist mit 13 Kg gerade so schwer wie eine Schultasche und damit das ideale Gerät für Notabfischungen in abfallenden Altarmen

Ich will ja nicht angeben, ab ich fange alle Jahre ein paar tausend Fische. 🙂 Spass bei Seite, es geht um die Rettung von tausenden Fischen, die natürlich aufgewachsenden sind. Also von Fischen, die sich in unseren Gewässern reproduziert haben und das Leben in der Natur gewöhnt sind. Solche “Wildfische” sind uns in der Bewirtschaftung lieb und teuer. Solche Wildfische kann man auch nicht kaufen. Gerade diese “Salzkammergut-Fischstämme” wollen wir in unseren Gewässern erhalten und entwickeln. Daher ist es uns ein Anliegen, auf der einen Seite diese für ein Gewässer so wichtigen Fische zu schützen und zu erhalten. Auf der anderen Seite sind unsere Fischrettungsaktionen, die wir in trockenfallenden Altarmen oder im Zuge von Baustellenabfischungen durchführen eine aktive Tierschutzmaßnahme. Wenn Fische schreien könnten, würde es an manchen Gewässer ziemlich Laut zugehen.

Hier im Engleithen Altarm, der ein sehr produktives Jungfischhabidat ist, jedoch periodisch austrocknet.
Für solche Befischungen braucht man eine “Feuerwehrtruppe”, wenn Gefahr im Verzug ist, muss man kurzfristigst reagieren.
Das richtige Gerät für Notabfischungsaktionen, welches wir nicht mehr missen wollen, ist das Grassl ELT 60 II mit 1300 Watt und mit nur 13 Kilogramm.

Bei Baustellen Notabfischungen leistet uns das Grassl ELT 60 II gute Dienste und wie es sich in den letzen Jahren immer häufiger gezeigt hat, sind Notabfischungen, wegen Wassermangel häufiger geworden. Dazu haben wir “Fliegenfischer Weidgerecht” rechtzeitig in ein Elektrofischaggregat investiert. Die Vorgabe war, dass es ein leichtes Gerät ist und wir auch mit “Kleiner Mannschaf” rasch einsetzbar sind. Ähnlich wie bei einem Feuerwehreinsatz, nur arbeite wir ohne Sirene.

Hier bei der Baustellen-Notabfischung im Kaltenbach, bei der Katrin Seilbahn Talstation. Mit den Grassl ELT 60 II, sind wir sogar in der Lage nur zu zweit, in einer Hauruck-Aktionen eine solche Abfischung erledigen zu können.
Prävention bezeichnet Maßnahmen zur Abwendung von unerwünschten Ereignissen oder Zuständen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreffen könnten, wenn nichts getan würde.
Prävention setzt zunächst voraus, dass geeignete Maßnahmen verfügbar sind, um den Eintritt dieser Ereignisse zu beeinflussen. Mit unserer Ausrüstung sind wir in der Lage solche präventiven Elektrobefischungen durchzuführen und konnten damit schon zig tausenden Fischen das Leben retten.

Wir sind mit unserer Ausrüstung heute durchaus in der Lage, in kleinen und mittelgrossen Fliessgewässern exakte Angaben über Fischdichten
und Fischbiomassen zu machen. Der Elektrofischerei kommt dabei eine wichtige Bedeutung zu. In Fliessgewässern ist sie heute die wichtigste Fangmethode. Besonders durchwatbare Fliessgewässer eignen sich hervorragend für den Einsatz der Elektrofischerei. Schwieriger wird es in grösseren Gewässern mit zunehmender Tiefe. In tiefen Stellen (ab zirka 2 – 2.5m Wassertiefe) ist die Elektrofischerei nicht mehr effizient. Grosse Flüsse können daher mit dem aus einem Boot betriebenen Elektrofanggerät nur noch an gewissen Stellen punktweise befischt werden.

Elektrisches abfischen ist der eine Teil einer solchen Aktion. Der andere Teil, ist der schonende Transport und das wieder Einsetzen in wasserführende Gewässerbereiche. Dazu haben wir im “Fischereirevier Oberes Salzkammergut” (FROSKG) einen speziell ausgerüsteten Anhänger.
Im Fischerei-Anhänger, haben wir zwei Transportbehälter mit Sauerstoff Zuführung. Damit ist es uns auch möglich beim Fischen ein Sortierung durchzuführen.

EFFG GRASSL ELT 60 II

Hier noch ein paar Details zum EFFG = Elektro Fisch Fang Gerät, unseren motorgetriebenen Elektrofischfanggerät ELT60II mit Gleichstrom. Wahlweise kann man auch eine Ausführung mit Impulsstromausgang bestellen. Wir haben die “Gleichstrom”-Variante, die für unseren Einwendungszweck, so wie auch in diesen Artikel beschrieben, ausreichend ist. Gebaut ist es nach DIN EN60335-1 und 60 335-2-86 mit Totmannschaltung …

Ansicht des EFFG GRASSL ELT 60 II
Foto: Grassl
Eine spezielle elektronische Schaltung ermöglicht höchsten Bedienkomfort. Je nach Leitfähigkeit und Last wählt das Gerät automatisch die günstigste Spannungsstufe aus (Spannungsstufe ist auch manuell vorwählbar). Sollte das Gerät überlastet oder gar ein Kurzschluß verursacht werden, so schaltet es sich sofort ab und nach ca. 1 Sekunde automatisch wieder ein. Sie können sich also voll mit dem Fischen selbst beschäftigen und verlieren keine Zeit mehr durch umständliches Wiedereinschalten oder erneutes Anlassen des Motors.

Elektrische Daten

SDC-Ausführung mit geglättetem Gleichstromausgang für beste Fängigkeit und schonendem Fischfang. Ein wichtiger Punkt beim Elektrofischen ist auch ein möglichst geringe “Drop-Out Rate” zu haben. Mit dem Grassl ELT60II haben wir kaum (sehr geringe) Ausfälle zu verzeichen.
Man sollte, bevor man seine ersten Elektrobefischungen macht, zu denen man auch noch eine Elektrofischer Ausbildung mit Prüfung und eine behördliche Genehmigung braucht, sich mit einen Testfischen, mit dem Gerät und seinen Einstellungen vertraut machen. Es gibt nicht viele, jedoch ein paar Punkte, mit denen man sich vertraut machen sollte.
EFFG GRASSL ELT 60 II
Foto: Grassl
Steuerung EFFG GRASSL ELT 60 II
Kontrollampe “Gerät ein” = GRÜN
Foto: Grassl

Kippschalterausrüstung – Niveauregelung:
Die Kippschalterausrüstung als Sicherheitseinrichtung dient Ihrer bestmöglichen Sicherheit. Wenn Sie sich mehr als 60 Grad (in jede Richtung) neigen (Tiltposition), wird das Totmannrelais und somit die Ausgänge des Gerätes im Schaltkasten ausgeschalten. Nach dem Einschalten des Gerätes müssen Sie zunächst den EIN-Taster am Schaltkasten drücken. Wenn Sie sich nicht in einer Tiltposition befinden leuchtet die Kontrollleuchte auf und ein Summton ertönt. Jetzt können Sie den Ausgang mit dem Totmanntaster (Stange oder extern) einschalten. Damit ist die Person geschützt, die das Gerät trägt.

Anodenkescher oder Pool

Wir haben ein Anodenstange 2 Meter lang mit integrierter Totmannbedienung, mit einer Ringanode mit einem Durchmesser von 30cm und einen extra flachen Netz mit einer Maschrenweite von 6 mm. Für Notabfischungen hat sich der Einsatz dieser Poolstange mit integrierten Netz bewährt. Da es bei Notabfischungen vorkommt, dass wir nur sehr wenige Leute sind und auch der Poolführer “abfischt” und durch den integrierten Totmann-Schalter in der Poolstang, die Stromzuführung sehr fein und schonend dosiert werden kann.

Wir haben beim Zubehör, eine in der Poolstange integrierten Totmanntaster gewählt. Der Totmanntaster ist die Schutzeinrichtung und sobald dieser nicht mehr gedrückt wird, sind die Ausgänge am Gerät spannungslos.

Die Kathode (Kupferband) oder auch “Minuspool” wird am “blauen” Stecker am Gerät angeschlossen und wird im Wasser nachgeschleift um den Stromkreis zu schliessen.

Weitere Informationen:

Zusammengestellt von Wolfgang Hauer, BAW – Institut für Gewässerökologie, Fischereibiologie und Seenkunde, Scharfling 18, 5310 Mondsee

Für die Elektrofischerei ist eine Genehmigung von der jeweiligen Behörde einzuholen. Um eine Hilfestellung zur Antragstellung zu bieten, sind die unterschiedlichen Bedingungen der Länder nachstehend dargestellt. Die einschlägigen Bestimmungen sind sowohl in einer Übersichtstabelle als auch jeweils nach Bundesländern geordnet in ausführlicher Form dargestellt. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die in den Listen angeführten Kontaktpersonen.

Quelle:

Gesetzliche Vorgaben zur Bewilligung der Elektrofischerei in Österreich

Ausbildung für Elektrofischer, beim IGF – Institut für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft in Scharfling am Mondsee

Elektrofischer Ausbilung am
IGF – Institut für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft

Grassl EFFG – Informationen zum ELT 60 II

Populationsabschaetzungen

Mit dem Einsatz der Elektrofischerei lässt sich in einem Fliessgewässer auch das Artenspektrum recht schon erfassen. Damit können wichtige Information für die fischereiliche Bewirtschaftung, aber auch für biologische Überwachungsprogramme (Biomonitoring) gewonnen werden. Besonders wichtig sind Informationen über Artenvielfalt (Biodiversität) und Vorkommen von gefährdeten Fischarten, stets in Verbindung mit
Dichteangaben. In der Regel werden Fischinventare mit grossem Aufwand erstellt, denoch haben ich in den letzten Jahren diese Methoden durchgesetzt, die mit geringerem Aufwand recht schnell einen
Überblick über die Fischbesiedlung in einem Fliessgewässer gibt. Damit kann in einem bestimmten Fliessgewässer das Vorkommen gefährdeter Fischarten rasch aufgezeigt werden und es stehen somit wertvolle Basisinformationen zur Verfügung. Speziell in Bächen mit Fischotter-Vorkommen können wir damit rasch einen Überblick bekommen, wie stark dieser den Beständen zusetzt.

Beispiele:

Sulzbach Bestandsaufnahme

Bestandsaufnahme Engleithen, Teil 1

Bestandsaufnahme Engleithen, Teil 2

Bestandskontrolle Kaltenbach

 

„Wenn ich drei Zauberwünsche frei hätte, so würde ich mir als Drittes jedenfalls wünschen, in jedem Gewässer alle Fische sehen zu können.“

Zitat von: Dr. Günter Jens

 
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